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weck92

Alien

  • »weck92« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 21. Februar 2007, 11:49

Sokrates - Ich weiß das ich nichts weiß!

hallo mich würde eure meinung interessieren.
was denkt ihr über sokrates satz ich weiß das ich nix weiß?
:?:

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2

Mittwoch, 21. Februar 2007, 11:54

Hi weck92

Habe das Topic geändert,bitte achte zukünftig darauf
Mehr als die Vergangenheit interessiert
mich die Zukunft,

denn in ihr gedenke ich zu leben.

*~'°*Albert Einstein*~'°*

Nun,haben wir schon nachgeschaut wo ich war und was ich getan habe ? *lächel*
:roll:

Buh

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3

Mittwoch, 21. Februar 2007, 12:11

Ich finde ihn richtig (bin gerade so in Fahrt von einen anderen Thread).

Wenn man erkennt, dass man nichts wirklich weiß, dann ist man offen für neue Ideen. So einige Dinge sollte man schon voraussetzen (weiß ist weiß, du bist du, ich heiße sowieso) sonst "Peng".
Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
Zitieren? Is nich.
Smileys? Vergiss es.

Freddy M.

Verschwörungstheoretiker

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4

Mittwoch, 21. Februar 2007, 13:53

Ich sehe das ähnlich wie Buh. Ich habe schon oft gedacht dass ich etas weiß um dann herauszufinden dass es nocht wahr ist. Deshalb bin ich eigenlich so eingestellt dass ich nicht mal meine Existenz als etwas unumstößliches sehe (hat mich am Anfang manchmal verwirrt, aber da Leben ist hallt nicht einfach).
Rudi Carrell: Nachrichtensprecher fangen stets mit 'Guten Abend' an und brauchen dann 15 Minuten, um zu erklären, daß es kein guter Abend ist.

DonnieDarko

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5

Mittwoch, 21. Februar 2007, 14:04

Mein Problem is dass ich immer recht haben will, dass ist sehr ärgerlich denn ich möchte es eigentlich gar nicht so haben. Dennoch weis ich nicht alles und habe nicht überall recht. Ich sehe "Ich weis das ich nichts weis" so dass man alles hinterfragen sollte denn sonst weis man nichts. Zum Beispiel wer kann isch sicher sein ob man wirklich so heist wie man denkt ob man wirklcih existiert man weis es einfach nicht.

Zerg

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6

Mittwoch, 21. Februar 2007, 21:14

Ich denke diese Aussage ist ähnlich wie:

Zitat

Das was wir wissen ist ein Wassertropfen und das was wir nicht wissen ein Ozean.


Das hat ein user von hier als Bemerkung.

Ich denke das soll verdeutlichen das es noch genug Wissen zu erforschen gibt auf der Welt, und der Mensch sich nichts einbilden soll.
Back in Black!

Ategato

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7

Donnerstag, 22. Februar 2007, 04:10

Da gibt es so ein spruch:
"Je mehr ich weiß, weiß ich, dass ich nichts weiß"
(das "nichts" deutet hier nur auf den unterschied zwischen dem, was man weiß und dem, was es noch alles zu lernen gibt)
Ich finde er stimmt. denn (nur um ein beispiel zu nennen) im laufe der zeit lernt man immer neuere sachgebiete kennen. und wenn man dann merkt, dass diese noch teilgebiete haben, checkt man doch, dass man eigentlich garnicht soviel weiß, wie man immer dachte. aus dem grund, dass es noch soooooooooooo viel zu lernen und entdecken gibt.
So, denke ich, ist auch der spruch von sokrates entstanden.

Um es mal ganz einfach zu machen :deepreader:
Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

Chloe

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8

Donnerstag, 22. Februar 2007, 14:20

Irgendwie ist das ja auch allumfassend.
Solange man sich eingestehen kann, dass man nichts weiß, weiß man somit aber auch alles (oder zumindest alles, was ein Mensch wissen kann) - weil mehr als dieses nichts, das ja irgendwie gleich allem ist, existiert ja nicht.

Schließlich ist das eine der wenigen, umunstösslichen Wahrheiten in meinen Augen:
(Irgendwo oben auch schonmal erwähnt glaube ich) Denn alles was wir wissen, in diesem Sinne also zu wissen glauben, baut auf einer anderen Erkenntnis auf und niemand kann uns sagen, dass diese stimmen.

Ähnlich wie mit den Religionen, die auf ihrem Höhepunkt als die einzige Wahrheit dargstellt werden, und irgendwann fallen und klar wird, dass die Menschheit eigentlich keine Ahnung hat.

Und mit dem Wissen, oder eben dem vermeintlichen Wissen, ist es vielleicht genauso, mit dem Unterschied, dass es viele Jahrtausende, vielleicht die ganze Existenzspanne der Spezies Mensch braucht, um zu fallen.

Oder rede ich wirr?
"Es hört doch jeder nur, was er versteht."
Goethe
________

Ja, guck' mal. Der Stein da, der liegt einfach so da. Der existiert einfach nur so, Wahnsinn, wie viel wir gemeinsam haben, oder?

Freddy M.

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9

Donnerstag, 22. Februar 2007, 19:20

Zitat

Solange man sich eingestehen kann, dass man nichts weiß, weiß man somit aber auch alles (oder zumindest alles, was ein Mensch wissen kann) - weil mehr als dieses nichts, das ja irgendwie gleich allem ist, existiert ja nicht.


Ich versteh die Aussage nicht so ganz, kannste das bitte genauer erläutern (oder zumindest allgemeinverständlicher).
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Chloe

Bermudadreieck-Umflieger

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10

Freitag, 23. Februar 2007, 13:32

Naja... *nachdenk*
Du hast das "Alles", also die unmögliche Annahme, alles zu wissen.
Wenn du dir aber eingestehen kannst, dass du als Mensch nichts weißt, und nie etwas wissen wirst, sondern alles nur glaubst, vermutest, interpretiert, ist das ja auch wieder -alles- was du weißt. Und dieses -alles- eben, ist für den, ich sage in diesem Zusammenhang mal sehr stark begrenzten, Horizont des Menschen ja das ganze. Also weißt du somit wieder alles, was du als Mensch wissen kannst. Und in dem Sinne:
Ich weiß, dass ich nichts weiß = dass ich alles weiß (was ein Mensch wissen kann).

So meinte ich das... Ich hoffe, das war verständlicher.
"Es hört doch jeder nur, was er versteht."
Goethe
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Freddy M.

Verschwörungstheoretiker

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11

Freitag, 23. Februar 2007, 19:44

Achja danke jetzt versteh ich es. Diese Einstellung vertrete ich auch. Ja, dann weiß man (philsophiswch gesehen) alles. Ein Schritt zur Weißheit würde ich sagen.
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Foxy Mulder

Verschwörungstheoretiker

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12

Montag, 26. Februar 2007, 12:46

de.wikipedia.org/wiki/Sokrates

Zitat

Sokrates reizten die Begriffe, die man täglich benutzte und gedankenlos anwendete, weil die inzwischen überaus reich entwickelte Sprache sie eben darbot oder in Bereitschaft hielt. Sokrates wollte ergründen, was hinter ihnen steckte und wie sie inhaltlich zu füllen wären. Um sich hierüber Klarheit zu verschaffen, bediente er sich einer ganz besonderen Methode, die als Mäeutik – eine Art „geistige Geburtshilfe“ – bezeichnet wird: Durch Fragen und nicht durch Belehren des Gesprächspartners – wie es die Sophisten gegenüber ihren Schülern praktizierten – sollte dessen eigene Einsichtsfähigkeit schließlich das Wissen um das Gute (agathón) und Edle (kalón) selbst „gebären“ bzw. hervor bringen. Dieses Ziel war jedoch nicht ohne Einsicht in die Fragwürdigkeit des eigenen Wissens möglich.

Sokrates versuchte, diese schmerzliche Erfahrung durch seine Menschlichkeit und seinen Respekt vor dem anderen zu mildern, was sich auch in seiner Ironie ausdrückt. Sie will den anderen nicht lächerlich machen, sondern seine Unzulänglichkeit als etwas zu erkennen geben, über das derjenige selbst lachen soll, anstatt zerknirscht zu sein. Wie schwer, ja oft unmöglich es vielen seiner Gesprächspartner wurde, über diese Brücke zu gehen, zeigen die platonischen Dialoge. Als wenig hilfreich empfanden die Angesprochenen es im Zweifel auch, in der Öffentlichkeit der Agora auf diese Weise demontiert zu werden, zumal auch Sokrates´ Schüler sich in dieser Form der Dialoge übten.


Man kann durch Fragen sehr viele Dinge ins Wanken bringen, selbst scheinbar bewiesenes. Ich weiß zum Beispiel, dass ich etwas weiß; weiß aber ebenso, dass es ewig unzulänglich sein wird. Aus diesem Standpunkt heraus sind absolut sichere Lehren genauso eine Utopie, wie Standpunkte, die Niemand ins Wanken bringen kann. Jene, die sich Zweifler nennen, doch nur andere und anderes in Zweifel ziehen und niemals sich selbst und ihre Meinung, sind für mich blasphemische Zweifler, und im Sinne von Sokrates wohl unweise.

Allerdings sollte man nicht alles demontieren, sonst könnte es passieren, dass sich immer mehr Menschen wünschen, man würde endlich Gift trinken und vergehen.

Auf der anderen Seite demontieren sich viele Menschen selbst und man braucht nur zuzuschauen. Oft macht mich das traurig, selten amüsiert es mich.
Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche tun.

(Oscar Wilde)

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