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Manetuwak

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301

Montag, 4. September 2017, 07:00

Ein Ton ist was anderes als eine Schallwelle. Zum Schall kommen beim Ton noch weitere Eigenschaften hinzu, so die Interpretation durch den Hörenden, eine "metaphysische" Komponente, denn dadurch wird eine Schallwelle erst zum Ton. Da so eine Interpretation ein funktionierenden Hörapparat braucht, gab es erst "das Ohr" und dann den Ton.


Ist das nicht Haarspalterei? Denn wie du selbst sagst, bildet sich das Ohr oder ein ähnliches Organ ja nur aufgrund des Vorhandenseins von Schallwellen, wie diese nun letztlich empfunden werden ist für die Ausbildung eines solchen Organes völlig irrelevant. Demnach gab es den Ton vor dem Ohr und nicht umgekehrt. Es gibt ja auch Infra- und Ultraschall nur hören wir das nicht, andere Spezies aber durchaus.

Was soweit ich weiß versucht wird, anhand von Schwankungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung mögliche Bedingungen kurz nach, während und vielleicht auch vor dem Urknall zu ermitteln.


Kannst du mir dazu einen Link anbieten, denn nach meinem Kenntnisstand bieten die Resultate von WMAP und anderen "nur" die Möglichkeit Gedankenspiele zu den Zuständen kurz nach dem Urknall zu verfassen. Die Singularität selbst bleibt unbeschreibbar... demnach ist es doch schwierig ein "davor" beschreiben zu wollen.
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Knurzhart

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302

Montag, 4. September 2017, 11:12

@ Manetuwak

Zitat

Ist das nicht Haarspalterei? (...) Demnach gab es den Ton vor dem Ohr und nicht umgekehrt. Es gibt ja auch Infra- und Ultraschall nur hören wir das nicht, andere Spezies aber durchaus.


Es ist Haarspalterei aber manchmal ist das auch notwendig, ich bin auch kein Freund davon.

Du kannst doch nicht bestreiten, dass es einen qualitativen Unterschied zwischen einer Schallwelle und einem Ton gibt, auch wenn der Ton auf einer Schallwelle gründet? Welchen Ton hat denn eine Schallwelle in einem Kristall oder wie hört sich Infraschall an? Es hat für uns eben keinen Ton und damit fehlt eine Information, die ein wirklicher Ton wie das "a" einer Tonleiter hat. Damit ist dann auch eine Unterscheidung gerechtfertigt und es ist doch selbstredend, dass es ohne Ohren oder ohne Organe bzw. Systeme, die eine Schallwelle wahrnehmen und interpretieren können keinen Ton gibt, sondern nur Schall. Daraus folgt unweigerlich, erst das Ohr und dann der Ton.


Zitat

Es gibt ja auch Infra- und Ultraschall nur hören wir das nicht, andere Spezies aber durchaus.


Ja und deshalb können wir uns nicht vorstellen wie sich das anhört, es hat für uns keinen Ton außer durch die Einordnung Infraschall ist wie ein tiefer bzw. Ultraschall ein hoher Ton. Uns fehlt bei Infra- oder Ultraschall eben eine Informationsebene, nämlich die des Klanges des Tons, wir können sie uns nicht vorstellen. Wie es bei anderen Tieren ausschaut ist irrelevant. Können sie es hören, können sie diese besonders tiefen oder hohen Frequenzen auch einordnen, und damit haben sie diese Informationen, die wir nicht haben können, weil uns das Rüstwerk fehlt.

Zitat

Kannst du mir dazu einen Link anbieten, denn nach meinem Kenntnisstand bieten die Resultate von WMAP und anderen "nur" die Möglichkeit Gedankenspiele zu den Zuständen kurz nach dem Urknall zu verfassen. Die Singularität selbst bleibt unbeschreibbar... demnach ist es doch schwierig ein "davor" beschreiben zu wollen.


Ne, das war nen Kommentar in ner Doku, die ich vor Jahren gesehen habe, von N24 oder ntv, den Titel kenne ich nicht.

Wie du sagtest, diese Schwankungen in dem CMB lassen Schlussfolgerungen zu, einen Beweis für irgendwelche Zustände vor dem Big Bang werden sie nicht liefern.

Wenn dich das brennend interessiert, welche Überlegungen es dahingehend gibt, beispielsweise bei Google Scholar sind Haufenweise Veröffentlichungen vertreten, die sich wohl mit dem Thema beschäftigen: z.B. aus Nuclear Physics B nen Abstract von Karin Enqvist, und Martin S. Sloth. http://www.sciencedirect.com/science/art…550321302000433


Zitat

We consider the pre-Big-Bang scenario with a massive axion field which
starts to dominate energy density when oscillating in an
instanton-induced potential and subsequently reheats the universe as it
decays into photons, thus creating adiabatic CMB perturbations. We find
that the fluctuations in the axion field can give rise to a nearly flat
spectrum of adiabatic perturbations with a spectral tilt Δn in the range −0.1≲Δn≲1.


Alle Veröffentlichungen bei Google Scholar, die ich gesehen habe, sind in einem hypothetischen Rahmen. Wäre das nicht so, hätte man es sicherlich über die üblichen Medien mitbekommen.


Manetuwak

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303

Dienstag, 5. September 2017, 06:43

@Knurzhart:

Eingekocht meinst du also das: Schall -> Ohr -> Ton

Ja, vor diesem Hintergrund hast du recht, man sollte in diesem Kontext Ton und Schall nicht synonym verwenden. Hast du zunächst bereits so gesagt, mein Fehler war nur die gleichwertende Verwendung.

Danke für die Denkanstöße und Links zum Urknall!
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304

Mittwoch, 6. September 2017, 11:25

@Knurzhart = für mich ist es immer noch so, das der Ton vor dem Ohr dagewesen sein muss, denn er wurde aus dem Nichts "geboren" ... da ich der Auffassung bin, dass aus Nichts (also vollkommene Leere) nichts entstehen kann, muss es eine Existenz geben, die den Ton angibt.

Der Ton liegt bei dem, den der Volksmund Gott nennt ... und ob dieser Gott unbedingt drauf verpicht war, den Lebe-Wesen ein Ohr zu verpassen sei dahingestellt ... dieses Ohr beeinflusst nämlich die Wahrnehmung auf seine Umgebung = und für mich stellt sich da die Frage, ob das Ohr nicht im Endeffekt eine evolutionäre Sackgasse bedeutet, die von Gott gar nicht so gewollt war?!

Aus deinem Schreiben heraus erlese ich die Erkenntnis über die Grenzen des Wissens unserer Existenzfrage "wo komme ich her, wo gehe ich hin?!"... was uns nur bleibt, ist, darüber zu philosophieren = ist das befriedigend? = Nein! ... aber wahrscheinlich eine Notwendigkeit, um das Prinzip Hoffnung am "Leben" zu erhalten.... denn = all das Materielle ist endlich und eine vertane Chance zur Unendlichkeit endet mit ihr, da alles Geistige unendlich ist, du dem aber nicht gerecht wurdest.

Und ich wiederhole mich gerne, wenn ich darauf hinweise, das in der geistigen Daseinsform ganz andere Bedingungen vorherrschen = so kann dort der Ton für etwas ganz anderem stehen, auch für etwas, das wir uns in diesem Hier und Jetzt überhaupt nicht vorstellen können, da sich das unsere Vorstellungskraft entzieht ... z.B. = Licht kann Information bedeuten.... Liebe, von uns als ein Gefühl wahrnehmbar, kann so etwas wie eine Energiezufuhr bedeuten.... der Ton eventuell für die dort vorherrschende Natur stehen usw. ... man darf nicht den Fehler machen, das, was wir Wahrnehmen mit dem in Verbindung zu setzen, was uns erschaffen hat... wir sind nur Mittel zum Zweck = als ein Zufallsprodukt viel zu unrealistisch = winzig klein im Verhältnis zu dem was wahrhaft IST und trotzdem ist jeder Einzelne wertvoll. (diese Aussage beruht auf die Erkenntnisse meiner spirituellen Erfahrungen und bedeuten für mich Fakt).

Bedenkt man aber außerdem, das die Zeit für all das Materielle zwar maßgebend, aber für die geistige Existenz unbedeutend ist und sich diesen Zustand mal bildlich vor Augen hält, dann....???(!) ... sind wir eine real wirkende Unrealität (das Wort "Unrealität" wird mir hier vom Rechtschreibprogramm dick rot unterstrichen, da er das Wort nicht akzeptiert, aber um das "NICHTS" zu beschreiben benötigt man wohl eine ganze Palette voll von neuen Wörtern, die wir alle noch nicht kennen, geschweige das Rechtschreibprogramm ;) ..)
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305

Mittwoch, 6. September 2017, 20:40

@ Eldorado

Zitat


aber die grundsätzliche Frage bleibt doch die "was bezweckt ein Gott damit, sich die Mühe zu machen, dieses HIER zu erschaffen?!" = das wird kein Zufall sein, denn alle Zutaten um Leben zu erzeugen sind wohldosiert aufeinander abgestimmt!

Die Zutaten des Lebens sind deshalb so "perfekt" auf das Leben abgestimmt, weil es erst diese Zutaten gab, dann das Leben. Durch die kausale Verkettung ist es unabdingbar, das alles so perfekt passt.
Den Gesetzen eine Intelligenz vorzuschalten, die bewusst die Bedingungen auswählte, damit diese passen, ist reine Spekulation und argumentativ zusätzlich auch vollkommen unnötig. Ich betrachte Leben als nach Lesch "Durchlauferhitzer". Auch unter anderen Bedingungen hätte es energetische Ungleichgewichte gegeben, bei deren Abbau sich verschiedenste metastabile Zustände herausbilden, die man ab einem bestimmten Punkt lebendig nennen könnte.

Zitat

für mich ist es immer noch so, das der Ton vor dem Ohr dagewesen sein muss, denn er wurde aus dem Nichts "geboren" ... da ich der Auffassung bin, dass aus Nichts (also vollkommene Leere) nichts entstehen kann, muss es eine Existenz geben, die den Ton angibt.

Der Ton liegt bei dem, den der Volksmund Gott nennt ... und ob dieser Gott unbedingt drauf verpicht war, den Lebe-Wesen ein Ohr zu verpassen sei dahingestellt ... dieses Ohr beeinflusst nämlich die Wahrnehmung auf seine Umgebung = und für mich stellt sich da die Frage, ob das Ohr nicht im Endeffekt eine evolutionäre Sackgasse bedeutet, die von Gott gar nicht so gewollt war?!




Gott verfrachtest du ja in die spirituelle Ebene, in der die Zeit keine Gültigkeit besitzt, so wie wir sie wahrnehmen. Wäre dann nicht der Ton zeitgleich mit dem Ohr entstanden, da es ja die Kausalität in unserem Sinne nicht gäbe?

Und auch für dieses "Gott" muss es eine Ursache geben. Wenn etwas gilt, also wirkt, auf welche Art und Weise auch immer existent ist, kann man sich ein davor denken, denn alles was wirkt muss auch erst seine Wirkung erlangen bevor es sie entfalten kann. Ich komme da nicht drum herum, denn für mich ist die Kausalität ein unabdingbares Prinzip, auch für höhere Ebenen der Existenz. Gäbe es kein Ursache-Wirkung Verhältnis würde Chaos herrschen, Anarchie. Es könnten sich keine Systeme herausbilden, mit definierbaren Eigenschaften, weil alle nennenswerten Merkmale in der Entropie und im Zufall zergehen würden.

Nichts definiert sich doch ganz einfach durch die Abwesenheit von allem. Unrealität find ich aber auch gut, wobei ich unsere Existenz im Vergleich zur spirituellen Ebene nicht als Unreaitätl bezeichnen würde, sie ist im Gegenteil ein (wichtiger?) Teil davon, nur eben im Umfang ein klein wenig reduziert. wie ein Quadrat auf einem Blatt Papier die zwei dimensionale Form eines dreidimensionalen Würfels ist.

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Donnerstag, 7. September 2017, 10:47

@ Knurzhart

was du alles an den Ohren herbeigezogen hast ist erstaunlich :)

Zitat

Und auch für dieses "Gott" muss es eine Ursache geben. Wenn etwas gilt, also wirkt, auf welche Art und Weise auch immer existent ist, kann man sich ein davor denken, denn alles was wirkt muss auch erst seine Wirkung erlangen bevor es sie entfalten kann.



Genau SO!

Ich bin ja ein Freund von Mathematik und kann anhand Dieser (rein der Logik unterworfen) eine uns gegengepolte Existenz beweisen ... somit steht das Nichts für die Null, oder auch 0 = aber woraus resultiert denn die Null? = aus positiven und negativen Zahlen.

........

man kann aus +1 die Wurzel ziehen, aber versucht man das mit -1 sind wir überfordert und nennen diese Zahl i .... man weiß, dass das I vorhanden sein MUSS, hat aber kein Wissen darüber, darum ist es ein fiktiver Wert,

........

das Plus steht für das Materielle und Minus für den Gegenpol, das all das andere ist, was wir nicht sind .... zwei verschiedene Realitäten im Gegensatz zueinander, die durchaus (und dem stimme ich dir zu) aus einer dritten Existenz hervorgebracht (geboren) werden sein könnte.... die Vorgeschichte dieser Existenz braucht uns dann aber nicht zu interessieren, denn wir sind hier ganz am Ende der Fahnenstange über das allumfassende Wissen und diese Art des Denkens überfordert uns bei weitem.

.......

für mich steht das Nichts kurzgesagt für = zwei unterschiedliche Realitäten, die ausgewogen aufeinander wirken und für jemandem uns Unbekannten die Ernte bedeutet.

.......

und ein Nachtrag für alle Andersdenkende = das Nichts bedeutet für all das Vergängliche (das Materielle) 0% Unsterblichkeit und der Gegenpol (das Geistige) 100% Untersterblichkeit
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Knurzhart

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307

Donnerstag, 7. September 2017, 12:20

Zitat

was du alles an den Ohren herbeigezogen hast ist erstaunlich :)



Dann sag mir was und wo, mit soner Aussage kann ich nichts anfangen.


Zitat

man kann aus +1 die Wurzel ziehen, aber versucht man das mit -1 sind wir überfordert und nennen diese Zahl i .... man weiß, dass das I vorhanden sein MUSS, hat aber kein Wissen darüber, darum ist es ein fiktiver Wert (...) das Plus steht für das Materielle und Minus für den Gegenpol, das all das andere ist, was wir nicht sind .... zwei verschiedene Realitäten im Gegensatz zueinander

Zum i: i ist meines Verständnisses nach kein Gegenpol zu den realen Zahlen sondern eine Erweiterung bestehender reeller Zahlen. Das Verhältnis ist also: reale Zahl = reeller + fiktiver Teil und nicht entweder reale oder fiktive Zahl. Insofern wäre das i ein Teil von dem, was uns ausmacht und nicht der Gegenpol dessen.

Ganzheitlich betrachtet und nach meinem Verständnis ist Leben hier demnach eine Dualität materialistischer und spiritueller Komponenten. Wir sind beides, unsere Welt ist beides, ob wir es nun sehen können oder nicht. Das würde nach deiner Definition ja der Umstand beweisen, dass beispielsweise für die Beschreibungen grundlegender physikalischer Prozesse komplexe Zahlen notwendig sind.


Im Gegensatz zu dir ist das Nichts für mich nicht das Gleichgewicht beider Pole sondern das faktische Fehlen von Allem, Nichts eben und nicht Nullsumme.

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308

Donnerstag, 7. September 2017, 15:19

Das Geist und Materie sich gegenseitig beeinflussen liegt für mich auf der Hand und Beides wird seine Daseinsberechtigung haben ... aus Geist entsteht Materie und im Gegensatz daraus wieder Geist....
folglich sind beide Komponente wichtig = sich als Mensch diese Wichtigkeit beiderseits vor Augen zu halten ist aber schwer, denn die eine Wirklichkeit erleben wir an Haut und Haaren, die Andere nur im Geiste.... da ist die Gefahr gegeben, das Eine oder das Andere zu vernachlässigen = auch hier (so vermute ich) wird es darauf ankommen, die Balance zu finden um beide Seiten gerecht zu werden


Zitat

Den Gesetzen eine Intelligenz vorzuschalten, die bewusst die Bedingungen auswählte, damit diese passen, ist reine Spekulation und argumentativ zusätzlich auch vollkommen unnötig.





unnötig? ... diese Aussage stimmt dann, wenn eigene persönliche Erfahrungen mit der geistigen Daseinsform fehlen = denn für mich habe ich durch meine spirituellen Erfahrungen den Beweis, das wir einer Sache dienen und dem untergeordnet sind.

eventuell sind meine Erfahrungen nicht allein auf das Geistige beschränkt, sondern außerdem zu demjenigen, der das Ergebnis von Geist und Materie aberntet ... eventuell ist "Geist" ja nur eine (wie du sagst) uns anhaftende "Zusatzbegleiterscheinung", die in ihrer Wichtigkeit derer Unserer in nichts nachsteht, dort nur komplett andere Gesetze vorherrschen, an der wir bestenfalls glauben und danach handeln.

demnach müsste Gott dann beides sein = Materie und Geist in ihrer Gesamtheit.


hm.... gute Gedankengänge die mich stutzig machen :denk:
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309

Donnerstag, 7. September 2017, 17:54

Das absolute Nichts ist brutal abstrakt und schwer vorstellbar; umso schlimmer wirds, wenn man sich vorstellt, dass es außerhalb des Universums vielleicht wirklich existiert.

Man suspended in Air:
https://en.wikipedia.org/wiki/Floating_man
Ein erwachsener Mann wird aus dem Nichts erschaffen; er schwebt mitten in der Luft, ist blind und taub, seine Gliedmaßen sind auseinander gestreckt, er fühlt, riecht, sieht, schmeckt und hört einfach gar nichts, aber sein Hirn funktioniert - würde er wissen, dass er existiert?
"This world can just crumble for all I care! It's time to start the biggest war of the century!"

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310

Freitag, 8. September 2017, 08:23

Zitat

Ein erwachsener Mann wird aus dem Nichts erschaffen; er schwebt mitten in der Luft, ist blind und taub, seine Gliedmaßen sind auseinander gestreckt, er fühlt, riecht, sieht, schmeckt und hört einfach gar nichts, aber sein Hirn funktioniert - würde er wissen, dass er existiert?

Um dir diese Frage zu beantworten kommt es auf die Definition von "das Nichts" an... ich bin der Auffassung, dass es das Nichts als vollkommende Leere nicht geben kann und demnach sähe meine Antwort wie folgt aus = ein denkendes Wesen, aus dem Nichts erschaffen, hätte eine seelische Vorgeschichte die ich als die "spezifische Persönlichkeit" ansehe.

Da Geist und Materie sich ständig in Wechselwirkung beeinflussen, wird das Gehirn eines Menschen der Teil sein, der für ihm die Schnittstelle darstellt, um geistige Information zu empfangen = da der einzeln Person stets nur ein Teil seiner Seele anhaftet (das einzelne Bewusstsein).

In dem Zustand, in dem er sich befindet wird er (vorausgesetzt sein Gehirn ist intakt) sich auf das konzentrieren, was er noch kann und diesbezüglich ist dass das Denken .... er wird nach Wegen suchen, um trotz seiner Unfähigkeit sich bewegen zu können seinen Horizont zu erweitern .... er wird diesen Weg auch finden und den Zugriff zu seiner Seele erlangen, wo die grenzenlose Freiheit innewohnt.

Da er nichts anderes als diesen Zustand der totalen Bewegungsunfähigkeit kennt wird er (so denk ich mir) nichts vermissen... er wäre glücklich und Zufrieden.... aber ob er wüsste, das existiert??? ich bezweifle das.
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311

Freitag, 8. September 2017, 14:03

Die Definition von "Nichts" ist doch existent und schlüssig (Logik und Deduktion sind aber nicht immer das Allheilmittel), nur läuft sie deiner Auffassung zu wider und daher definierst du sie um. Das kann klug sein um einen anderen Blickwinkel einzunehmen aber es garantiert nicht, dass dieser neue Blickwinkel dir die "Wahrheit" offenbart, welche ja auch definitionsabhängig ist.

Deine Weltsicht ist dein Eldorado aber nicht das der anderen, insofern empfinden die meisten Menschen deine argumentativen Ausführungen als esoterische Schwurbeleien.

Es ist doch die Frage ob man ein "Nichts" aufgrund unserer physischen und psychischen Eingeschränkheit überhaupt objetiv definieren kann. Denn zumindest virtuell, kann man einen infinitisemales Segment der Raum-Zeit definieren, in welchem für den Bruchteil einer Sekunde (vermutlich im Planck'schen Skalenbereich (Räumlich und Zeitlich gesehen)) absolut nichts sein wird. Aber das wäre eine vollkommen unzureichende Definition von "Nichts". Sie wäre nicht allgemein gültig, nur der Beweis, dass es ein "Nichts" nach unserem Verständnis gibt.

Es scheint also schwer vorstellbar, dass es ein "Nichts" von der größe unseres Universums gibt. Und wer sagt uns denn, dass das Universum wie wir es sehen und erkunden können als "groß" gilt? (Finale Szene aus Men in Black) ;-D
Letztlich alles Definitionssache. Ein Ding also, dass Wesen zusammenkonstruieren die niemals objektiv sein können und zudem auch sprachlich und mathematisch einfach nicht die Mittel haben etwas solch abstraktes ausreichend beschreiben zu können. Auch die "0" ist doch nur ein Platzhalter.
Letztlich ist es also müßig sich darüber den Kopf zu zerbrechen, oder?
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Estebenjo (08.09.2017)

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312

Freitag, 8. September 2017, 16:30

meine Argumentations-Versuche als esoterische Schwurbeleien anzusehen ist nun nicht nett = aber ich bin mir das Dilemma schon wohl bewusst, das den meisten hier anwesenden User die persönlich gemachten paranormalen Erfahrungen einfach fehlen und sich ihren Reim aus zweiter Hand besorgen müssen .... ich behaupte aber, das eigene, persönlich durchlebte paranormale Erfahrungen immer die bessere Wahl ist, um für sich einen Vergleich zu ziehen, um abzuwägen, um unabhängig die Wahrheit zu erkennen, denn wem oder was kann ich mehr Vertrauen schenken als meiner Selbst?!... Diese persönlichen Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen und sind extrem wertvoll für mich.... das man mir diesen Erfahrungsschatz abschwatzen oder kleinreden möchte ist da die Norm.... er resultiert ganz einfach aus der Tatsache, das, wenn einem so etwas nicht widerfährt es bei anderen dann auch nicht sein kann ... somit geht man dann den für sich einfacheren Weg.(anstatt den Anderen auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen)

das ich mir dabei mein eigenes Eldorado erschaffe ist mir bewusst.... aus diesem Grunde bin ich ja auch frei von jeglicher Religionsgemeinschaft und glaube nur an das, was mir widerfährt... ich bin diesbezüglich ein sehr skeptischer Mensch, der stets Beweise haben muss, darum fühle ich mich auch nicht als ein Gläubiger ... ich trage viel eher das Wissen darüber in mir und es wäre anhand dieses Wissens grob fahrlässig, würde ich diese Tatsache ignorieren.... und trotz dieses Wissens / trotz dieser Zuversicht / trotz dieser Sorglosigkeit bin ich hier auf Erden ein Mensch, der schon zu Lebzeiten dass (spezielle) Wissen (wie/warum/weswegen usw.) einfach nur wissen möchte, was ich eines Tages ja eh erlange = es liegt wohl in unsere Natur neugierig zu sein ;)

Zitat

Letztlich ist es also müßig sich darüber den Kopf zu zerbrechen, oder?

wenn du die Erkenntnis daraus gemeint hast = natürlich ist es müßig sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn eine befriedigende Antwort werden wir zu Lebzeiten nicht bekommen.

aber darum geht es mir gar nicht! ... mein Ziel sieht ganz anders aus und hat nichts mit "verstehen wollen" zu tun. (zumindest nicht in erster Linie)
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Manetuwak

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313

Montag, 11. September 2017, 07:13

Hallo Eldorado,

ich kann nachvollziehen, dass meine Ausführungen für dich unnötig klangen, teilweise diffamierend, ich kann dir aber versichern, dass das nicht meine Absicht war. Ich wollte dir lediglich den Spiegel vorhalten. Was, wie ich sehe nicht von nöten war; in zweiter Linie ging es mir aber um den Punkt, dass du deine Ausführungen und Ansichten für uns Außenstehende nur schwach darlegst. Ich spreche dir demnach weder deine Erfahrungen noch deine daraus gezogenen Schlussfolgerungen ab.
Besonders interessant fand ich folgendes:

ich behaupte aber, das eigene, persönlich durchlebte paranormale Erfahrungen immer die bessere Wahl ist, um für sich einen Vergleich zu ziehen, um abzuwägen, um unabhängig die Wahrheit zu erkennen, denn wem oder was kann ich mehr Vertrauen schenken als meiner Selbst?!


Das ist doch sehr pauschal oder? Denn wer kann denn in jeder Lage die eigenen Erfahrunge zu Rate ziehen, gerade die von dir gemachte Einschränkung auf Paranormales macht es da schwer.
Kannst du dir denn immer zu 100% vertrauen?
Und gerade die Beantwortung der letzten Frage ist interessant für mich, da ich gerne wüsste wie du das bewerkstelligst und mit einigen der Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften in Einklang bringst.
Woher kommt dein Gedankengang, dass man nur mit eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen die Wahrheit erkennen oder den Weg zu ihr einschlagen kann?


Diese persönlichen Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen und sind extrem wertvoll für mich


Glaube ich dir uneingeschränkt.

das man mir diesen Erfahrungsschatz abschwatzen oder kleinreden möchte ist da die Norm


Und es ist die Norm, denjenigen, welche deine Erfahrungen nicht teilen exakt folgendes vorzuwerfen:

er resultiert ganz einfach aus der Tatsache, das, wenn einem so etwas nicht widerfährt es bei anderen dann auch nicht sein kann ... somit geht man dann den für sich einfacheren Weg.(anstatt den Anderen auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen)



Was wiederrum mit deinen Erfahrungen übereinkommt. Ich kann mir vorstellen, dass es extrem schwierig ist deine Erfahrungen den nicht Erfahrenen zu schildern, gerade auf emotionaler und mentaler Ebene aber dies kannst du deinem Gegenüber dann nicht zum Vorwurf machen.

Ich ziehe deine Sichtweise in Erwägung aber die Beschreibbarkeit deiner Erlebnisse macht es extrem schwierig es nachzuvollziehen. Dazu kommt dann natürlich auch meine Haltung aufgrund der aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich. Ich mache allerdings ohne umschweife das Zugeständnis, dass wir so einiges noch nicht verstanden haben und womöglich auch nie werden.

aber darum geht es mir gar nicht! ... mein Ziel sieht ganz anders aus und hat nichts mit "verstehen wollen" zu tun. (zumindest nicht in erster Linie)


Aber es geht um eine Form von Erkenntnis?!
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