Die Nibelungensage

  • So, so! Die Story ist ja schon etwas älter und Flüsse verändern bekanntlich ihren Lauf. Wer den Schatz sucht, sollte also nicht planlos im Rhein herum fischen sondern daneben ein paar Stündchen den Baggerlöffel schwingen.


    Komisch, dass noch niemand drauf gekommen ist ...

  • Ich kann dich beruhigen, auf diese Idee sind schon mehree Leute gekommen, da bist du leider nicht der erste.


    Ich muß mal schauen es gab diverse Karten von den Flußläufen des Rheins, mal sehen ob ich die noch finde.


    Grüße S.

  • Hi Mr T


    Zitat

    muss doch irgendjemand abgetragen, verarbeitet, transportiert und letztlich in Auftragsbücher eingeschrieben haben.Wenn man nun genauere Einzelheiten über die Verarbeitungstechnik und Menge des Schatzes wüsste, könnte man den Hersteller evtl. ausfindig machen können.

    :grins: ...also sowas kannst du wohl vergessen , den solche Schätze waren meist zusammengeraubte beutestücke ,geplünderte grabbeilagen und Erbstücke von einzelnen Handwerkern , betrachtet man die Zeit , dann werden wohl die wenigsten Handwerker zu der Zeit schon lesen und schreiben gekonnt haben , , da wurde der Handel noch per Handschlag besiegelt , besonders wenn sie von Volkstämmen stammten ,die keine Schriftsprache verwendeten (wie zb die Kelten) und selbst wenn sie ihre Anfertigungen auf Papyrus,oder tontafeln hinterliessen ,werden die Räuber diese wohl nicht interessiert haben :) , bevor sie das eroberte Dorf oder die stadt dem erdboden gleich machten , oder das geplünderte Grab links liegen liessen ..

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • elperdido
    Ich bin da von Mittelalterlichen Handwerkern ausgegangen. Und dort war es durchaus üblich, das Könige, Fürsten etc. einen Auftrag für z.B. eine Krone an ihre persönlichen Handwerker gegeben haben und diese sich dann den Auftrag in ein Buch geschrieben haben, welche z.T. auch heute noch existieren.
    Aber das ist ja mittlerweile hinfällig, den wie oben schon beschrieben, geht diese Sage ja offenbar noch auf die Römerzeit zurück und dieser Schatz scheint tatsächlich Kriegsbeute zu sein.


    MfG Mr.T

  • Hi Mr T :)


    Sorry , da hatte ich dich dann falsch verstanden :( in Sachen mittelalterliche Handwerker hättest Du natürlich schon Recht ...wenn allerdings auch dabei vieles schriftliche , den Kriegen zum Opfer gefallen sein dürfte , insbesondere dem späteren 30jährigen Krieg im 17 Jahrhundert.

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Es gibt viele Versionen der Nibelungen-Sage, vor allem aus dem skandinavischen Raum. Es gibt zahlreiche Übereinstimmungen in der Handlung an Rhein und Donau, mit Bezug auf Skandinavien bzw. Island.


    - Der christliche Glaube spielt keine Rolle
    - Der Schatz der Nibelungen könnte so etwas wie der heilige Gral oder die Bundeslade sein
    - Wer den Ring an sich nimmt, ist verflucht (Der Herr der Ringe nimmt darauf Bezug)
    - Obwohl Hunnen und Burgunder vorkommen, kennt die Sage keine Völkerwanderung
    - Die Bezeichnung "Hunaland" galt für den niederdeutschen Raum
    - Die Stadt Xanten, Colonia Ulpia Traiana wurde als "fränkisches Troja" bezeichnet

  • Hier fällt mir mal was dazu ein was eigentlich im Endeffekt ein wenig Off-Topic ist, aber nur ein wenig:


    Es gibt von Wolfgang Hohlbein ein Buch über die Nibelungen und zwar aus der Sicht von Hagen von Tronje (der in der Orginalen Nibelungen ja der Böse ist).


    Und eingentlich wird er ja auch, im Orginal, immer sehr schlecht und unfair behandelt. Also auf jeden Fall lesenswert!!! Das Buch heißt, wie könnte es anders sein, "Hagen von Tronje".


    Mindreader

  • Angeblich wurden damals nur Eigennamen groß geschrieben, so dass es ein normales Loch nicht sein kann. Lochheim wurde schon vermutet.


    Andererseits deutet vieles in der Sage auf fernste Vergangenheit und nach meiner Kenntnis gibt es König Gunter und Siegfried (im Sinne ihrer Abenteuer) weltweit unter jeweils anderem Namen. Uralte Überlieferungen sind wohl so mitz örtlichen Gegebenheiten und örtlichen Überlieferungen vermischt worden.

    Was den großen Ring bewohnet
    huldige der Simpathie.
    Zu den Sternen leitet sie,
    Wo der Unbekannte tronet.


    Friedrich Schiller