Sterbehilfe - Pro und contra

  • Ich nenne kurz ein Beispiel, falls ihr den Film "1million dollar Baby" kennt wisst ihr was ich meine.
    Die Boxerin ist gelähmt und das von kopf aus also sie kann weder selbstständig atmen noch essen oder sonst was,
    ihre Körperteile fangen langsam an zu verfaulen weil sie, sie nicht bewegt. Sie bittet ihren alten Trainer
    darum sie zu töten, als dieser ablehnt versucht sie sich umzubringen indem sie sich die Zunge zerbeißt. Sie überlebt und
    zum Schluss tötet der Trainer sie per Adrenalin.


    Also mir ist klar das es nur ein Film ist aber in der Realität gibt es nicht weniger schreckliche Fälle/Krankheiten usw.
    Meiner Meinung nach sollte kein Staat, Gericht oder Arzt Macht über den Leidenden haben sondern der "Todsuchende" sollte selbst entscheiden können ob er sterben oder leben will. Falls das nicht möglich ist sollten es die Familie entscheiden, damit mein ich jetzt von Fällen die im Krankenhaus statt finden. Dann bin ich für die Sterbehilfe.
    Aber Daheim, wo ich finde die Eltern, Großeltern hin gehören sollten, würde ich sagen das man den dingen ihren lauf Lässt.

    Dort treffe ich dann meinen Vater, dort treffe ich meine Mutter, meine Brüder und Schwestern und all jene meiner Ahnenreihe, von Beginn an.
    _
    Das Jüngstegericht kommt und teilt die Menschen. Wille Gottes? oder Macht Ausübung.

  • Ich habe letztens bei Domian etwas über Dignitas gehört.
    Man muss sich Krankheitsbescheinigungen von Ärzten holen, und sich untersuchungen unterziehen lassen.
    Ausserdem ist eine 3 tägige Aufenthaltszeit Pflicht. Hinzu kommt noch die Anreise, falls man nicht in der Schweiz lebt...
    Allein dass Todkranke Menschen gezwungen sind diese Strapazen auf sich zu nehmen finde ich unter der Menschenwürde!
    Wieso ist die Regierung so Blind und UNTERSAGT Menschen, sich das Leben zu nehmen...
    Wenn schon keine aktive Sterbehilfe, wieso auch keine passive??


    Zuletzt geändert von Nieselpriem am Dienstag 29. Dezember 2012, 00:56, insgesamt 1-mal geändert.

  • Zitat von "katakis1"


    Wieso ist die Regierung so Blind und UNTERSAGT Menschen, sich das Leben zu nehmen...


    soweit ich weiß, ist das nciht verboten... schließlich wäre eine bestrafung des toten ja auch nicht mehr durchführbar...
    anderen dazu helfen, das ist nur verboten

  • Wie gesagt bei uns in der Schweiz ist es erlaubt...


    Ich bin schon FÜR Sterbehilfe aber wirklich nur in Härtefällen. Sprich Lebenserhaltende Massnahmen, die man nicht möchte usw. Vor kurzem ist aber ein junger Rugbyspieler Mitte zwanzig in die Schweiz gekommen um sich von Dignitas in den Tod begleiten zu lassen....Er hatte sich bei einem Spiel so schwer verletzt, dass eine weitere Rugbykarriere nicht mehr möglich war (Lähmung)...DAS finde ich krank :shock:

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Ich finde eigentlich nicht, dass das Leben im Rollstuhl grundsätzlich nicht lebenswert ist. Klar ist es ein herber Schicksalsschlag aber für mich ist es trotzdem nicht nachvollziehbar, dass man einen 23 Jährigen "umbringt". Es war ja nicht so, dass er nur noch durch Maschinen am Leben gehalten wird.


    Man sollte schon Grenzen ziehen finde ich. Manchen wird es auch zu leicht gemacht und an die hinterbliebenen denkt keiner. Selbstmord ist für mich eine recht einfache Lösung, wenn ich das mal so sagen darf...Man läuft einfach davon.

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Für ihn war das halt sehr schlimm, und für ihn war das Leben halt leider nicht mehr lebenswert. Das ist schon sehr schlimm für die Hinterbliebenen, aber wenn er nicht mehr leben will ist das seine Entscheidung, wenn für ihn das Leben eine reine Qual ist, dann sollte man ihn lassen. Er muss ja mit etwas leben was für ihn das Leben nicht mehr lebenswert macht, so wird er gezwungen zu leben, die Hinterbliebenen würdem "nur" mit der Trauer dass er nicht mehr lebt leben, er hat mit ihnen bestimmt intensiv darüber gesprochen und sie darauf vorbereitet, die verstehen seine Entscheidung sicher einigermassen. Wenn er sich aber nicht umgebracht hätte, dann hätte er dafür gelebt, damit seine Verwandten und Freunde nicht mit der Trauer seines Todes leben müssen. Wenn jemand, den ich kenne, in seinem Leben nur noch extrem leiden würde, dann würde ich seine Entscheidung akzeptieren und ihn lassen, damit er dann davon erlöst wird, auch wenn mir das sehr schwer fallen würde.
    Also ich finde: Wer nicht mehr leben will, sollte nicht mehr leben müssen.

    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen. – Heinrich Heine

  • Das mit dem 23-jährigen finde ich auch hart! Natürlich ist dieser Unfall ein Schicksalsschlag für diesen Menschen, aber deshalb gleich sterben? Er sollte sich Zeit lassen, sich an die neue Situation gewöhnen. Das sieht aus wie eine Kurzschlussreaktion, die von Gefühlen gesteuert wird. Es ist klar, dass er wohl gerade ein einer tiefen Depression ist, aber die Zeit heilt Wunden. Vielleicht wird er bald andere Dinge für sich entdecken, die ihm lebenswert erscheinen, aber das kann er jetzt noch nicht wissen.


    Ich sehe das so ähnlich, wie die kleine Hexe. In ganz schweren Fällen in Ordnung, aber Menschen, die eigentlich kerngesund sind und noch ein ganzes Leben vor sich haben, sollte man sich nicht so einfach töten lassen.


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • ivh weiß nicht ob das hier schon gesagt wurde, wenn ja tut es mir leid (^^)


    ich hab mal einen film gesehen, war schon ein bisschen länger her, deswegen kann ich mich nicht mehr an den titel erinnern. In diesem Film ging es um einem Mann der vom Hals abwärts gelähmt war. Er hat mehrmal vor gericht darum gekämpft, dass er sterbehilfe bekommt, aber man hat es nicht genehmigt. schließlich lässt er mehrere freunde von sich eine kleine menge gift in ein glas wasser tun, halt eine so kleine menge, dass es alleine nicht schädlich sein würde damit man seine freunde nicht verhaftet (so habe ich das verstanden). zusammen ist es halt tödlich und so begeht er selbstmord...


    ich bin für sterbehilfe. wenn jmd. nicht mehr leben will sollte er das auch nicht.

    Die Wette gilt mein Herr, doch glaubt es mir
    das Lachen unterscheidet Mensch und Tier
    und man erkennt einen Mensch stets daran,
    dass er zu rechten Stunde Lachen kann.

  • Ähm, Sevi. Der Mann war vom Hals abwärts gelähmt. Wie hätte er denn das Gift ins Glas bekommen sollen?


    Bei so einem Fall ist Sterbehilfe angebracht. Was ist denn das für ein Leben, wenn du nichts mehr selbst machen kannst? Wenn du nichts mehr spüren kannst?


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • hallo Kleine Hexe

    Zitat

    Ich finde eigentlich nicht, dass das Leben im Rollstuhl grundsätzlich nicht lebenswert ist. Klar ist es ein herber Schicksalsschlag aber für mich ist es trotzdem nicht nachvollziehbar, dass man einen 23 Jährigen "umbringt". Es war ja nicht so, dass er nur noch durch Maschinen am Leben gehalten wird.


    Man sollte schon Grenzen ziehen finde ich. Manchen wird es auch zu leicht gemacht und an die hinterbliebenen denkt keiner. Selbstmord ist für mich eine recht einfache Lösung, wenn ich das mal so sagen darf...Man läuft einfach davon.

    Flucht ist ein ganz natürlicher instinkt , bei eienr ausweglosen Situation , und wenn man in seinem Körper einegschlossen sit, ist dass wie lebenslanges Gefängnis ohne jede Aussicht auf Bewährung ,und sicher ist es für die Hinterbliebenen schlimm, aber wie ist es für den Menschen ,d er sieht ,wie sich seine Angehörigen aufopfern, für ihn leiden , ihr eigenes Leben und ihr glück dadurch kaputt geht ,ohne dass sich dadurch etwas für ihn bessert ,und nur der Tod hinausgezögert wird , denn das ist es letztendlich, eine Gefangenschaft in einem fast toten Körper , der Geist eingesperrt in eine tote Hülle ,die durch äussere Hilfe am Leben erhalten wird , denn wenn ih niemand füttert etc , würde er sterben ...


    Hi Kryton

    Zitat

    Das mit dem 23-jährigen finde ich auch hart! Natürlich ist dieser Unfall ein Schicksalsschlag für diesen Menschen, aber deshalb gleich sterben? Er sollte sich Zeit lassen, sich an die neue Situation gewöhnen.

    an manche Situationen kann man sich nicht "gewöhnen" , sie sidn das nonplusultra des für einen selbst unerträglichen ...wo es nur eine Erlösung gibt , nämllich die Abkürzung zu wählen ..und sterben müssen wir alle ! also warum diese sinnlos hinauszögern, wenn man nicht mehr leben kann ?! warum leiden ? nur für eine unbarmherzige heuchlerische Doppelmoral ?!

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...