Sterbehilfe - Pro und contra

  • Hallo kleine Hexe.


    Du schreibst das du ein Leben im Rollstuhl grundsätzlich nicht nicht lebenswert findest.
    Darf ich mal ein weinig provokant fragen inwieweit du schon eigene Rollstuhlerfahrungen gemacht hast?


    "... und an die Hinterbleibenen denkt keiner", schreibst du. Ich persönlich denke nicht, das man das Leid des einen, mit dem des anderen aufwiegen kann und sollte...


    Und grundsätzlich:
    denke ich das diese ganze Überlegerei wann und bei welcher Schwere einer Erkrankung Sterbehilfe legetim ist, oder eben auch nicht, der Sache nicht gerecht wird. Denn nur der Bertroffene alleine ist hier meiner Meinung nach das Maß der Dinge, nicht die medizinischen Details.


    Für den einen ist das Leben miit zB hoher Querschnittslähmung durchaus noch lebenswert, für manch anderen zB ist der damit verbundene Verlust der Autonomie unerträglich. Jeder hat seine ureigene Vorstellung vom Leben und dem was er auf sich zu nehmen bereit ist.


    In der offiziellen Disskussion die alle paar Monate wieder durch die Öffendlichkeit geistert fehlen mir jedesmal aufs neue einige wichtige Punkte. Immer wird dort davon geredet das es ja heute möglich ist Schmerzen gut zu lindern und andere körperliche Symptome einigermaßen zu lindern sind und deshalb niemand zu leiden braucht.


    So gut wie nie wird über Würde geredet. Wer jemals eine Zeit vollpflegebedürftig auf die Willkür und das Wohlwollen anderer angewiesen war, weiß sicher was ich meine...


    Viele Grüße
    aspera

  • Hallo Aspera


    :winks: hast du da etwas na kleine hexe ihr post verwechselt ? sowas hat sie nie gesagt


    Zitat

    Du schreibst das du ein Leben im Rollstuhl grundsätzlich nicht nicht lebenswert findest.
    Darf ich mal ein weinig provokant fragen inwieweit du schon eigene Rollstuhlerfahrungen gemacht hast?


    "... und an die Hinterbleibenen denkt keiner", schreibst du. Ich persönlich denke nicht, das man das Leid des einen, mit dem des anderen aufwiegen kann und sollte...


    sie schrieb


    Zitat

    ch finde eigentlich nicht, dass das Leben im Rollstuhl grundsätzlich nicht lebenswert ist. Klar ist es ein herber Schicksalsschlag aber für mich ist es trotzdem nicht nachvollziehbar, dass man einen 23 Jährigen "umbringt". Es war ja nicht so, dass er nur noch durch Maschinen am Leben gehalten wird.






    selbst ich habe se nicht grundlegend als nicht lebenswert egschildert , aber es leigt immer am Menschen , und versucht klarzumachen ,warum jemand es als nicht lebenswert empfinden kann , und man den Menschen nicht grundsätzlich die Fähigkeit absprechen , selbst darüber bestimmen und feststellen zu können ,wann sie ihr leben als Lebenswert oder nicht empfinden ! und sie dann auch selbst darüber bestimmen mmüssen können,wann sie es beenden dürfen

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Eben sie schrieb:

    Zitat

    Ich finde eigentlich nicht, dass das Leben im Rollstuhl grundsätzlich nicht lebenswert ist.


    Das bedeutet, nicht nicht lebenswert, und das bedeutet lebenswert.

    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen. – Heinrich Heine

  • Hallo Sevi.


    Danke für die Erklärung, genau das habe ich gemeint...


    Hallo elperdido


    Sevi war ja schon so nett nochmal zu unterstreichen, was die Quintessenz der Aussage der kleinen Hexe ist, auf die ich mich bezog.


    Ich finde es immer ein wenig problematisch wenn solche Aussagen gemacht werden, ohne das der Aussagende weiß wie es sich wirklich anfühlen könnte.


    Von außen auf eine Situation zu blicken und zu sagen: Hey, ist doch gar nicht so schlimm, ist etwas grundlegend anderes als in dieser Situation mit allen Konsequenzen zu leben. Daher meine Frage an die kleinen Hexe.


    Gruß
    aspera

  • Grade heute war in TV ein Bericht das in England ein 13 J. :!: junges Mädchen
    vor Gericht das Recht zugesprochen bekam ein Spender Herz
    (Nur unter Zustimmung der Eltern ! Die damit Einverstanden sind) Abzulehnen !


    Ich weiß gar nicht wo ich mit Entrüstung und Argumenten beginnen soll.
    Ein Krankes Kind + 2 Kriminell Nachlässige Eltern * ein Weltfremdes Gericht = Ein Totes Mädchen :!:
    Das ganze auch noch bei einer fast 100% Möglichen Genesung und einen Normalen Leben !
    Also wenn man hier keine Rechtsmittel für die OP geltend macht...
    Können sie gleich Zyankali an Depressive verteilen.


    Das angebliche Haupt Argument :
    Aufgrund der Langen Zeit in Krankenhaus möchte sie lieber das Letzte Weihnachten zu Hause feiern.(Da es keine 101% Garantie gibt)
    Das Non Plus Ultra war noch die Eltern wollten einen Weinachts Urlaub in Disney-World von der Krankenkasse bezahlt haben,
    wenn das kein Hammer ist.

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Das mit dem Mädchen habe ich auch schon gehört und weiss nicht so recht, was ich davon halten soll... :|


    Ich habe nie behauptet, dass meine Aussage für alle gilt. Ich schrieb deshalb GRUNDSÄTZLICH könne ein Leben im Rollstuhl durchaus lebenswert sein. Ich kenne Menschen im Rollstuhl die sehr gut damit zurechtkommen - trotz der starken Einschränkung. Ich nehme an genausowenig kannst du (aspera) von dir behaupten, dass du weisst wie lebenswert es durchaus auch sein kann...


    In keinem meiner Aussagen habe ich gesagt, dass dies für alle gilt und man grundsätzlich nicht erlauben sollte, dass sich Menschen der Sterbehilfe bedienen. Irgendwo habe ich sogar mal erwähnt, dass ich durchaus in harten Fällen dafür bin. Meine eigenen Eltern sind Mitglied einer bekannten Schweizer Sterbehilfeoganisation (nicht Dignitas ;) ) - sie haben für eben solche Härtefälle bereits vorgesorgt und alles notarisch absegnen lassen. Dies bezieht sich aber auf die lebenserhaltenden Massnahmen nach einem Unfall oder im Alter und nicht auf aktive Sterbehilfe...


    Der Fall mit dem jungen Rugbyspieler fand ich insofern übel, weil er sich selbst nicht mal die Zeit eingeräumt hatte, sich eventuell daran zu gewöhnen sondern sich noch in der Schockphase nach diesem Unfall sozusagen blindlings für den Tod entschlossen hat. Was ich nämlich schon von vielen Seiten gehört habe, ist dass die erste Zeit extrem hart sein muss, weil man sich an etwas völlig neues gewöhnen muss. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass man an Selbstmord denkt...Ich hoffe du verstehst nun, was ich damit gemeint habe. ;)

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Hallo Eismann.


    Soweit ich weiß leidet das 13 jährige Mädchen an Leukämie und erlitt durch die Medikamente einen schweren Herzschaden.


    Ein Leben mit einem Spenderherz ist meiner Meinung nach alles andere als ein normales Leben (zumal wenn man gleichzeitig noch Krebs hat).
    Ein Spenderherz bedeutet auch keine fast völlige Genesung, sondern ein Leben unter starken Medikamenten die die Abstoßung des Qrgans verhindern sollen, die gleichzeitig die eigene Immunabwehr lahmlegen. Auch wird wieder und wieder ein neues Herz notwendig, da die Spenderorgane nach einiger Zeit entweder doch abgestoßen werden, oder schlicht versagen.


    Ein Gutachter hat entschieden, das das Mädchen über die nötige geistige Reife verfügt um eine derart schwerwiegende Entscheidung zu treffen.


    Ich sehe es anders als du und finde es richtig, daß das Gericht verfügt hat das das Mädchen nicht zwangsweise operiert wird. Aber hier zählt für mich eh nur das was das Mädchen wollte und nicht das was ich darüber denke...


    Hallo kleine Hexe.


    Ich weiß das du deine Aussage nicht auf alle bezogen hast, aber es juckte mir in den Fingern hier ein wenig zu provozieren, sorry.


    Aufgrund einer neurologischen Erkankung habe ich eine inkomplette Querschnittslähmung gehabt. Sprich vom Bauch abwärts alles nicht mehr meins. Vor eineinhalb Jahren dann vom Hals abwärst alles taub (inklusive Atemstörung).
    Ich habe damals ein Jahr gebraucht um auf meinen tauben Beinen wieder laufen zu lernen... Seitdem hat das Wort "Mühsal" eine ganz neue Dimension für mich bekommen...


    Nur und ausschließlich für mich, habe ich hier für mich ein Urteil gefällt.
    Eine hohe Querschnittslähmung (die bei mir prognostisch auf längere Sicht durchaus wahrscheinlich ist) ist nichts womit ich leben möchte.
    Autonomie ist für mich ein Punkt den ich brauche wie die Luft zum Atmen und beides würde ich verlieren...


    Ein Leben, das nur in Abhängigkeit von andern Menschen (und von Maschinen) möglich ist, ist nicht das Leben, das ich persönlich leben möchte.


    Aber wie ich schon einmal in einem anderen Ordner gesagt habe: es gibt durchaus Menschen die mit einer solchen Situation anders umgehen und die auch ein solches Leben als lebenswert empfinden und leben.


    Der Fall des Rugbyspielers ist für mich schwierig zu beurteilen. Ich weiß nicht wie er drauf war, welche Ängste, welche Lebensziele er hatte und ob Zeit bei ihm ein Faktor gewesen wäre, der seine Entscheidung geändert hätte...


    Gruß
    aspera

  • Ein kleiner Nachtrag...


    Hallo Eismann.


    Soweit ich gelesen habe wollten die Eltern übrigens keine Reise von der Kasse bezahlt haben. Es ist eher so, das das Mädchen gerne noch einmal nach Disney-World wollte, aber sich keine Reisegesellschaft findet die bereit ist das Mädel für die Reise zu versichern...


    [url=http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Hannah-Jones-Sterbehilfe;art1117,2659572]http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 17,2659572[/url]


    Gute Nacht

  • )

    Zitat von "aspera"

    Soweit ich gelesen habe wollten die Eltern übrigens keine Reise von der Kasse bezahlt haben. Es ist eher so, das das Mädchen gerne noch einmal nach Disney-World wollte, aber sich keine Reisegesellschaft findet die bereit ist das Mädel für die Reise zu versichern...


    Vielleicht hast du die besseren Informationen ich hatte nur einen Bericht (ca.10--12min) gesehen.
    Auch wurde dort behauptet die Leukämie sei Besiegt und die Forderung an die Kasse wurde besonders hervorgehoben.
    (Da es sich um ein BoulevardMagazin handelt will ich einfach Fehler einräumen ;) )
    Darum machen wir es anders da wir ja sowieso Vorwiegend Theoretisieren :!:
    Stellen wir einfach erstmal es so in den Raum (Also als Wahr wenn auch Möglicherweise nur Fiktiv)
    wie wäre deine /eure Meinung dann ?
    Wir wissen ja alle das in der Regel die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt.
    Daher haben wir ja die Möglichkeit beide Varianten zu Diskutieren.

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • also ich für meinen Teil kann das Mädchen (und jeden anderen , der solche Entscheidung trifft ) verstehen , die genug hat an sich herum operieren zu lassen ,Schmerzen zu erleiden ,und alles nur um von Hoffnung zu Enttäuschung zu wechseln , und dem Tod doch nicht entgehen zu können, nur ihr leiden hinauszuzögern und vieleicht noch zu verstärken ...dass sie nicht Leben will um jeden Preis, sondern entweder ein lebenswertes Leben möchte , oder gar keines , die mit ihrer Kraft am Ende ist , und sich nur noch nach Frieden und Ruhe sehnt und ekin Leben zwischen Operationstisch und Schmerzen führen möchte .
    Lieber ein Ende mit Schrecken , als ein schrecken ohne Ende , und wer noch nei einen Menschen gepfelgt hat , weiss auch nicht ,was dieses auch für den HPflegenden bedeutet, wie diese körperlich und seelisch vor die Hunde gehen....wie sich Liebe in Verzweiflung udn sogar hass wandeln kann ...udn wie fühlt sich dann ein Mensch, wenn er ind en Augen derer , die ihn einst liebten nur noch Verzweiflung lesen kann ,und den Wunsch , er möge sie doch endlcih aus ihrer Verantwortung erlösen . Wir reden soviel über artgerechte Haltung von Tieren , aber bei Menschen stellt sich diese Frage nicht, da heisst es Leben um jeden Preis , weil es seit Jahrhunderten u.a der christliche glaube in die Köpfe hämmert ...Leben heisst auch , für sich selbst und sein Umfeld Entscheidungen zu treffen , die im Einklang mit der eigenen sozialem Empfindungsfähigkeit stehen ...und es gibt Menschen denen das wohl ihrer Mitmenschen wichtiger ist, als ihr Leben , die möchten , dass die Hinterbleibenen liebevoll an sie denken , und sie nicht als Last empfinden ,die möchten ,dass diese nicht genauso unglücklich werden und sich aufopfern ,nur um des eigenen Lebens willen ...sowas nennt man Altruistische Einstellung :winks:

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Moin, moin...


    In allen halbwegs seriösen Artikeln die ich bisher gelesen habe, ging es darum das sich keine Versicherung bereit erklärte Hannah für die Zeit der Reise zu versichern. Drolligerweise hat selbst die sonst nicht gerade vor Wahrheiten strotzende Bild-Zeitung das so dargestellt...


    Was deine theoretische Frage angeht, die sich dann wohl hieran anlehnt


    Zitat von "Eismann"

    Das Non Plus Ultra war noch die Eltern wollten einen Weinachts Urlaub in Disney-World von der Krankenkasse bezahlt haben,


    so denke ich das eine Krankenkasse hier nicht der geeignete Ansprechpartner ist.
    Es gibt einige Stiftungen die hier eher helfen könnten, bzw auch Vereine die Spenden sammeln und todkranken Kindern einen letzten Wunsch zu erfüllen.


    Gruß
    aspera


    ... ich gehe jetzt richtig zitieren üben.....

  • HiHo Elperdido :winks:
    (Ich muss dir (leider ;) ) mal wieder zum Teil Recht geben.
    Aber es gibt da schon ein paar Punkte:
    Ich bin der Ansicht das man so eine Entscheidung keiner 13Jährigen
    auf Grund der Emotional und mangelnden Alters fehlendenLebenserfahrung Reife
    überlassen darf. Sollten sich die Eltern auch gegen eine Positive Medizinische Prognose stellen
    so muss aus meiner Sicht von Gericht her eine Amtsvormundschafft an einen Rechtspfleger vergeben werden.
    Man darf kein 1/2 Kind auf Grund Sentimentaler Neigungen oder Glaubensfragen usw.
    zum Tode verurteilen.
    Zumindest nicht in diesen Alter und schon garnicht wenn eine Reale Chance zur Heilung oder zumindest eine Deutich e Verbesserung des Zustands möglich ist. Schon garnicht mit 13j. in diesen Alter ist ein Kind noch sehr gut von den Eltern Manipulierbar (Besonders wenn sie ihren Tot auch nur indirekt zustimmen, sollte es Doppelt Kritisch Hinterfragt werden.
    (Auch halte ich hier eine Psychiatrische Untersuchung der Eltern für Wichtig auch
    zu Klärung von Unangenehmen Fragen da es um ein Leben geht)


    Hi aspera

    Zitat von "aspera"

    Was deine theoretische Frage angeht, die sich dann wohl hieran anlehnt


    Nein dar wollte ich eigentlich nicht drauf hinaus sondern auf die Haltung der Eltern!
    (Grundsätzlich würde ich für so was bei Unheilbaren sogar selbst etwas Spenden)


    Mir ging es um die Frage kann man so etwas zulassen solange eine Reale Chance besteht das Leben zu Retten oder
    (Würdig Angemessen) zu Verlängern :!:
    Und das unter den Besonderen Rechtlich & Moralischen
    Verpflichtungen für einen Schutzbefohlenen.
    In Beosonderen sehe ich hier eine Rechtlich & Moralische Unvereinbarkeit mit der Entscheidung der Tötung auf Verlangen !
    Man sollte das Kind auch beim Namen nennen... und wer verlangt es Letztlich wirklich,
    Kind oder Eltern ? Auch das müsste Rechtlicht und Psychiatrisch abgeklärt werden.
    Da es sich um eine Endgültige Entscheidung handeln kann (wenn gegen das Leben Entschieden wird!)
    Abgesehen davon ist in der Regel die Meinung einer 13Jährigen oft schon nach Tagen und fast 100%tig
    nach einen 1/2 Jahr Nichts mehr Wehrt egal welche Eide oder wo bei sie es Gechworen haben...
    das kann nahezu jede/r Mutter & Vater Blind Unterschreiben :!:

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Huhu Eismann


    Du hast schon Recht, daß in einem Fall wie diesem (sprich die betroffene Person ist noch minderjährig) schon ganz besonders auf die Hintergründe und Motivationen der Familie und des Kindes geschaut werden sollte.


    Allerdings denke ich auch, das die geistige Reife nicht nur am Alter festzumachen ist.
    Jemandem der sich wie Hannah seit dem 5ten Lebensjahr mit einer lebensbedrohlichen Erkankung, samt Behandlung und Spätfolgen auseinandersetzen muß, darf man meiner Meinung nach schon ein Maß an Lebenserfahrung und Reife zusprechen, das über dem des "normalen" Altersdurchschnittes liegt.


    Auch verfügen schwerkranke Kinder oft (ich betone: oft, nicht immer)über eine erstaunliche Klarheit über ihren Zustand.


    Was verstehst du in Hannahs Fall unter einer realen Chance ihr Leben zu verlängern?
    Was unter würdig?


    Alles was ich bisher gelesen habe, deutete eher auf ein Wiederausbrechen der Leukämie (durch die immununterdrückenden Medikamente) hin, mit allem was dazugehört (von der Möglichkeit, das die Herztransplantation bei einem derart vorgeschädigtem Körper nicht gutgeht ganz abgesehen). Das bedeutete dann eventuell erneute Chemotherapie, die dann vermutlich wieder das Herz schädigen würde, ... Ist das dann für dich ein würdiges Leben?


    Über die Beweggründe von Hannah und ihren Eltern kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich diese Menschen nicht kenne, nicht weiß wie sie wirklich ticken.


    Grundsätzlich denke ich, das jeder Mensch sein sehr individuelles Maß der Dinge hat die er zu (er)tragen bereit ist.
    Dieses Maß zu achten, unabhängig von dem was rein medizinisch vielleicht noch machbar wäre, halte ich für wichtig.


    Auch ist für mich persönlich nicht alles, was rein technisch möglich ist und eventuell zu einer Verlängerung der reinen Lebenszeit - auf Kosten der Lebensqualität - führen könnte, auch gleichzeitig ein Gewinn.


    Gruß
    aspera

  • ich meine einfach das es jedem selbst über lassen ist was er mit seinem leben macht .wenn es ein kleinkind ist werden die eltern keine sterbe hilfe zulassen.und das ist schon mal positiv das es jedem selbst überlassen ist.aber ich meine menschen die keine familie haben keine freunde,und an einer schweren krankheit leiden die ihm schmerzen bereitet und das leben nur eine quall ist finde ich zwar eine sterbe hilfe nicht als ausweg aber als möglichkeit einem menschen die entscheidung zu überlassen was er aus seinem leben macht!
    ich meine irgendwo an einem bestimmten punkt ist auch die todesstrafe gerechtfertigt .

    Wenn dir jemand eine Grube gräbt warte bis sie groß genug ist um einen Swimmingpool daraus zu machen

  • HiHo Aspera.
    Das größte Problem ist meiner Meinung nach das ALLE Argumente 100% stimmen könnten
    oder auch nicht.
    Die Wahrheit liegt ja meist dazwischen.
    Es stimmt natürlich das man Reife nicht an alter ermessen kann aber bei einen so langen
    Krankheitverlauf sehe ich eher eine Mangelde Entwicklung für einen Ausgereiften Charakter.
    (Da das Leben von Leid Geprägt ist)
    Auch gibt es einen eindeutigen Trend Kinder selbst bei der kleinsten Möglichkeit einer
    Behinderung Abzugtreiben, da liegt der verdacht schon nahe das man aus Angst die Familie zu Zerstören sich des Mädchens entledigen will.
    Aber da der Tot endgültig ist sollte hier nur eine wirklich Kompetente und Neutrale Gruppe eine Entscheidung treffen dürfen.
    Sowohl gegen das Kind wie ach die Eltern gibt es zu viele mögliche Zweifel...
    und in so einen Fall sollte die Entscheidung so Zweifelsfrei wie möglich sein.
    Auch gäbe es Kompromisse sollte sie mit einen Neuen Herz nach einen Realen Zeitraum noch der Selben Ansicht sein so könnte man "Diese Entscheidung" korrigieren !

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


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    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Hallo Eismann :winks:


    Zitat

    Ich bin der Ansicht das man so eine Entscheidung keiner 13Jährigen
    auf Grund der Emotional und mangelnden Alters fehlendenLebenserfahrung Reife
    überlassen darf. Sollten sich die Eltern auch gegen eine Positive Medizinische Prognose stellen
    so muss aus meiner Sicht von Gericht her eine Amtsvormundschafft an einen Rechtspfleger vergeben werden.
    Man darf kein 1/2 Kind auf Grund Sentimentaler Neigungen oder Glaubensfragen usw.
    zum Tode verurteilen.

    Gebe dir bei Kleinkindern Recht , aber eine 13jährige ist kein Kind mehr ! in diesem Alter führen und führten Menschen in anderen Ländern schon Familien , Kriege ,Unternehmen und nicht schlechter ,als mit ein paar Jahren mehr auf dem Buckel ,und körperlicher und seelischer Schmerz ist für eine 13 jährige genauso unerträglich , wie für eine 20jährige ,und kann genauso klare Entscheidungen fällen ,auch wenn es heute dem psychologischen Zeitgeist entsprechend gerne abgesprochen wird ,und man in unter 14 jährigen eine besondere "Art "Mensch" sieht (siehe Jugendstrafrecht :evil: ) , da kommt dann wieder die aberwitzige Ideologie der behavoristischen Psychologie durch , der Mensch wäre nur ! ein Produkt der Umwelt ,und ein 13jähriger eben nocht nicht genug "geformt" ,oder noch zu formbar um selber Entscheidungen zu treffen ,dabei liegt es am Charakter eines Menschen und nicht am Alter ,wie er entscheidet und fühlt , und dessen Grundstruktur bekommt er schon bei der Zeugung

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • ^^...Nun ich möchte nur auf 2 Punkte zurückgreifen;
    Früher hatten wir wir Kaiser und eine ganz andere Erziehung als heute (Also kein wirklicher "Realer" Vergleich)
    2. Wer 2/3 seines Lebens in Krankenhaus war hat weder einen Normalen Reifeprozess abgeschlossen
    noch weis er/sie was ihn in der Realen Welt "Draußen" verloren geht bei einer solchen Entscheidung !
    Es besteigt nur das das Kind fast nur von Leiden geprägt ist und damit nicht in Ansatz unbefangen Urteilen und schon
    garnicht ein Reales Selbst sowie Weltbild wie andere in dem Alter haben !
    (Somit für Langfristige Entscheidungen ungeeignet ist)
    Und selbst bei Normaler Entwicklung dann kämme es noch auch dem einzelfall an....

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


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    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Hallo Eismann


    Zitat

    Es besteigt nur das das Kind fast nur von Leiden geprägt ist und damit nicht in Ansatz unbefangen Urteilen und schon
    garnicht ein Reales Selbst sowie Weltbild wie andere in dem Alter haben !

    Da hast du sicher Recht, aber dieses Leiden erfährt es sehr direkt und kann es besser beurteilen, als ein aussenstehender ,und am besten selbst entscheiden, ob es SO weiterexistieren möchte ,wir reden hier nicht über ein gefühlloses emotionsloses Etwas, sondern um einen elidenden fühlenden Menschen , dem wir sein Schicksal nicht mit einem "die ist noch viel zu jung, um Schmerz und Leid beurteilen zu können " wegwischen und schönreden können, denn nicht wir führen dieses Leben.Im gegenteil , sie ist schon viel zu alt geworden mit diesem Leid sie ist schon viel zu lang diesen diesem Schmerz ausgesetzt, als das wir auch nur entfernt beurteilen können ,wie sie leidet ,und sie zu weiterem dahinsichen verurteilen können :winks: Wir sprechen damit Menschen ab , was wir keienm Tier absprechen würden .

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • HiHo...^^ einerseits JA :!:
    Andererseits finde ich das leben eines so Jungen Menschen zu Kostbar ist , so das man
    es keinesfalls aufgeben sollte solange noch ein Reale Chance besteht die ein anderer mit einen größeren Kämpferwillen noch annehmen würde.
    (Und Besonders in Bezug auf Manipulierbarkeit , wankelmütigkeift oder die Falschen Interessen Anderer
    (Glaubt) in den Vordergrund stellen zu müssen um keinen zu Belasten was besonders in dieser Altersgruppe ein ernstes Argument bleibt.)
    Das kriege ich schwer weg...

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .