Sterbehilfe - Pro und contra

  • Hallo eismann


    Verstehe dich schon, aber das Mädchen war 13 ! kein kleinkind mehr , und hatte bereits ein jahrelanges Martyrium hinter sich , und jetzt einfach genug , als versuchskaninchen zu dienen , sie hätte ja auch selbstmord verüben können , , aber nein, sie hat sich nur dagegen entschieden ,noch weiter als medizinisches Experimentierfeld und VersuchsOBJEKT zu dienen und dafür wenn auch sehr kurzes, doch aber für sie würdevolles menschliches normales Leben führen zu können :winks:


    Zitat

    Andererseits finde ich das leben eines so Jungen Menschen zu Kostbar ist

    Wenn es kein 13 jähriges Mädchen , sondern ein 13jähriger Massenmörder und vergewaltiger wäre, würdest du dann genauso denken ? :winks:

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • ich denke ,d as Gericht wird sich in diesem fall sicher nicht leichtfertig zu einer Entscheidung durchgerungen haben ,und einem Menschen das Recht am eigenen Körper und was damit geschieht abzuerkennen udn ihn zum Spielball von eltern und Medizinern werden zu lassen, kann egnauso grausam sein , erinnert sei heir an das furchbare Thema Genitalverstümmelung , was ja zb auch in den USA jahrelang bei Mädchen praktiziert wurde, wenn Ärzte oder Eltern der meinung waren , das Geital ihrer Tochter entspreche nicht der "Norm" und bei Jungen die Beschneidung als Standard ,aufgrund der
    merkwürdigen Ansicht,damit Gebärmutterkrebs bei Frauen eindämmen zu können :evil: ...anderseits gibt es die furchtbaren Fälle, wo Eltern aus religiösen Gründen ihrem Kind ärztliche Hilfe vorenthalten ...es wird nei eine ideale gesetzliche Lösung geben ,und immer nur einzelfallentscheidungen

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • HiHo elperdido


    Damit hast du sicher Recht !
    Ich würde abschließend gerne sagen du hast auf ganzer Ebene in diesen Fall Recht !
    Leider wirst weder du noch ich die Letzte Wahrheit kennen da wir weder sie
    noch die Leute in ihren Umfeld kennen !
    Dazu sind unsere Infos sowieso eher Trivialer Natur und für eine
    Endgültige Meinung wohl doch zu dürftig.
    Also kann es eben so oder so bewerten...
    Man kann nur hoffen das der Rechte Weg gegangen wird...


    Wiederum bei so was wie die es hier beschreibst sollte es keine 2 Meinungen gäben (hoffe ich ;)
    den da sehe ich nichts zu Diskutieren :!:

    Zitat von "elperdido"

    das Geital ihrer Tochter entspreche nicht der "Norm" und bei Jungen die Beschneidung als Standard ,aufgrund der
    merkwürdigen Ansicht,damit Gebärmutterkrebs bei Frauen eindämmen zu können ...anderseits gibt es die furchtbaren Fälle, wo Eltern aus religiösen Gründen ihrem Kind ärztliche Hilfe vorenthalten


    Gr. :winks:

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Also ich bin definitiv auch für Sterbehilfe.
    Ein Poster hier hat es ja schon sehr treffend formuliert!
    "Wir haben das Recht auf Leben, aber sind nicht verpflichtet dazu!"


    Aber, wenn aktive bzw. passive Sterbehilfe legalisiert wird, sind die Probleme schon vorprogrammiert.
    Das sieht man allein an dieser Diskussion.
    Alle hier die ihre Meinung wiedergegeben haben (inkl. mir jetzt) sprechen ja nur für sich selbst.. Aufgrund ihrer Erziehung, ihrer Lebenserfahrung, ihrer Einstellung, etc.pp...


    Im Endeffekt ist es doch aber so, dass nur die betreffende Person selbst entscheiden kann, wann für sie das Leben nicht mehr lebenswert ist!


    Das sehen wir ja allein schon an den kontroversen Diskussionen zum Thema "Rugbyspieler" oder "die 13jährige Hannah" etc.pp...


    Für einen Außenstehenden mögen die Beweggründe vielleicht nicht verständlich sein. Gar hirnrissig, aus dem Affekt heraus etc.pp...
    Aber wer gibt uns das Recht über die Beweggründe anderer Menschen zu urteilen?
    Wir finden es vielleicht krass wenn sich ein 26jähriger das Leben nehmen möchte, nur weil er seine Karriere aufgeben muss...
    Oder es unverständlich, wenn ein 13jähriges Mädchen sterben möchte, obwohl es noch eine Heilungschance hat...
    Aber fühlen wir letzten Endes das, was dieser Mensch fühlt?
    Können wir das Selbe nachempfinden? Denken und Wissen wir das Selbe wie dieser Mensch?
    Nein. Tun wir nicht.
    Und das tut auch kein Richter auf dieser Welt und kein unabhängiges Gremium, welches dann zB letzten Endes zu entscheiden hat, ob sich ein Mensch nun das Leben nehmen darf oder nicht!
    Was bringen mir solche Gesetze zB wenn ich am Ende ja doch nicht entscheiden darf, ob ich sterben darf oder nicht?
    Was bringt es mir, wenn am Ende irgendein Gremium daher kommt, und mir sagt: "Nein du darfst nicht, weil das und jenes"!?


    Wann darf sich ein Mensch das Leben nehmen?
    Wenn er Krebs im Endstadium hat?
    Wenn er vom Hals ab querschnittsgelähmt ist?
    Leukämie oder Alzheimer hat?
    Oder einen Fuss verloren hat, und seiner Profikarriere als Fussballer nicht mehr nachgehen kann?
    Vielleicht einfach nur seine Frau verloren hat, und ohne sie nicht mehr will/bzw. kann?


    Warum sollten das andere Menschen entscheiden können und vor allen Dingen dürfen?
    Werde ich da nicht auch meiner Rechte beraubt?


    Natürlich, es gibt die, ich sag mal "leichten" Fälle: Person liegt querschnittsgelähmt im Koma und wird nur noch von Maschinen am Leben erhalten... Hat womöglich noch eine Patientenverfügung unterzeichnet, in der drin steht, dass die Maschinen abgeschaltet werden sollen..
    Aber dann gibt es noch die schwierigen Fälle, die für uns Außenstehende vielleicht gar nicht nachvollziehbar sind!


    Für uns mag ein 13jähriges Leben kostbar sein. Für betreffende Person aber nicht!
    Wir mögen es nicht verstehen, warum sich ein 26jähriger Exrugbyspieler das Leben nehmen möchte. Er schon!
    Und auch können wir das nicht verstehen, wenn sich Menschen vor Züge werfen (obwohl sie keine physische Krankheit hatten) nur weil sie einen geliebten Menschen verloren haben, oder sich in einer scheinbar! auswegslosen Situation befinden!


    Aber können und dürfen wir über deren Leben und Sterben bestimmen?
    Ich sage da ganz klar: Nein!
    Ja, das mag vielleicht kontrovers sein, aber wir können bzw. dürfen doch nicht einem Menschen sein Recht auf Leben oder Sterben nehmen, nur weil wir der Meinung sind, das seine Krankheit "doch gar nicht so schlimm" ist, oder weil wir der Meinung sind, dass es noch andere Wege gibt, weil wir seine Beweggründe nicht verstehen und nachvollziehen können, oder aber weil irgendein Arzt, Psychologe oder ein unabhängiges Gremium diesem Menschen "Depressionen" o.ä. attestiert haben. Oder, oder, oder....

    Bloß weil du nicht paranoid bist, heißt es noch lange nicht, dass sie nicht hinter dir her sind!

  • Absolut dafür. Jemanden der sterben will dazu zu zwingen am Leben zu bleiben, ist moralisch ungefähr das Gleiche, wie jemanden umzubringen der leben will. Man bekommt einfach das Entscheidungsrecht über das eigene Leben verwehrt. Gruselige Vorstellung. Ich denke allerdings, dass es für Sterbehilfe speziell ausgebildete Kräfte geben sollte, die kompetente Beratungen führen können und kein Problem damit haben, ein Leben auf die "sanfte" Weise zu beenden - man will sich dabei ja nicht wie ein Henker fühlen, sondern ein Helfer sein. Ist dann ja doch, auch wegen der Endgültigkeit, ne Entscheidung, die man nicht unbedingt aus dem Bauch heraus treffen sollte.
    Wie siehts denn 2012 rechtlich aus; in D, CH und A? In D scheint das Ganze noch immer in ner rechtlichen Grauzone zu schweben. Ein so heißes und die Gemüter spaltendes Eisen wollen nicht viele Politiker anfassen. Damit lassen sich wohl auch schwer Wahlkämpfe führen. Was würde denn genau passieren, wenn ich jetzt in einem Krankenhaus liege, und verlange, dass man mich abtreten lässt? Brauchts da einen speziellen Grad an Krankheit - oder auch einen speziellen Grad an "geistiger Anwesenheit" des Patienten? Sicherlich schon; einem Patienten mit Schnupfen wird wohl kaum ein Arzt beim Selbstmord helfen wollen. Genau definiert ist diese Grenze meines Wissens nach aber nicht. Viele Ärzte werden sich wohl auch rein aus Vorsicht vor rechtlichen Konsequenzen nicht trauen, diesen "Service" bereitzustellen.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich finde das Sterben ein Prozess ist , den jeder von uns durchlaufen muss leider gehört manchmal auch ein körperlicher Verfall dazu. Die Hauptsache ist doch die, das der oder die Kranke keine Schmerzen hat. Man kann Krankheiten auch annehmen und versuchen das Beste daraus zu machen etc.pp. Während meiner Ausbildung zur Altenpflegerin haben wir dieses Thema auch diskutiert und sahen begleitend einen Film wo jemand sich aufgrund einer gerade erst festgestellten MS beim Sterben helfen ließ, oder ein anderer wegen Depressionen.Also davon halte ich gar nichts, ich habe viele Menschen beim Sterben begleitet und muss sagen das die Würde bis zum Schluss erhalten werden kann wie auch Lebensqualität.

  • Absolut dafür. Jemanden der sterben will dazu zu zwingen am Leben zu bleiben, ist moralisch ungefähr das Gleiche, wie jemanden umzubringen der leben will. Man bekommt einfach das Entscheidungsrecht über das eigene Leben verwehrt. Gruselige Vorstellung. Ich denke allerdings, dass es für Sterbehilfe speziell ausgebildete Kräfte geben sollte, die kompetente Beratungen führen können und kein Problem damit haben, ein Leben auf die "sanfte" Weise zu beenden - man will sich dabei ja nicht wie ein Henker fühlen, sondern ein Helfer sein. Ist dann ja doch, auch wegen der Endgültigkeit, ne Entscheidung, die man nicht unbedingt aus dem Bauch heraus treffen sollte.


    Stimme dir da vollkommen zu. Ich finde auch, dass Sterben etwas ist, was jedem Menschen erlaubt sein sollte. Und wenn der Mensch selbst nicht dazu in der Lage ist, muss ihm eben geholfen werden.


    Wie siehts denn 2012 rechtlich aus; in D, CH und A? In D scheint das Ganze noch immer in ner rechtlichen Grauzone zu schweben. Ein so heißes und die Gemüter spaltendes Eisen wollen nicht viele Politiker anfassen. Damit lassen sich wohl auch schwer Wahlkämpfe führen. Was würde denn genau passieren, wenn ich jetzt in einem Krankenhaus liege, und verlange, dass man mich abtreten lässt? Brauchts da einen speziellen Grad an Krankheit - oder auch einen speziellen Grad an "geistiger Anwesenheit" des Patienten? Sicherlich schon; einem Patienten mit Schnupfen wird wohl kaum ein Arzt beim Selbstmord helfen wollen. Genau definiert ist diese Grenze meines Wissens nach aber nicht. Viele Ärzte werden sich wohl auch rein aus Vorsicht vor rechtlichen Konsequenzen nicht trauen, diesen "Service" bereitzustellen.


    Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland keine gesetzliche Regelung. Es ist aber auch nicht strafbar, auf ausdrücklichen Wunsch hin die Behandlung abzubrechen. Andere Länder sind da schon etwas weiter und haben Regelungen in Kraft gesetzt.
    Ich denke, Sterbehilfe kommt dann zur Geltung, wenn der Patient sehr wahrscheinlich in nicht allzuferner Zukunft sterben wird, sich aber aus irgendwelchen Gründen nicht selbst umbringen kann, dies aber will, beispielsweise, weil er die Schmerzen nicht ertragen möchte. Bei einem Schnupfen wäre dies eher weniger der Fall, bei Krebs im Endstadium sehr wohl. Der Sterbehilfe sollte allerdings erst nach einem ausführlichen Beratungsgespräch sowie nach Feststellung eines klaren geistigen Zustands des Patienten zugestimmt werden - wer geistig umnachtet ist, faselt wohl gerne mal etwas á la "Ich will sterbn, lasst mich sterben", das sollte man aber nicht beachten, meiner Meinung nach. Erst, wenn tatsächlich der freie und klar erkennbare Wille des Patienten in Erscheinung tritt, halte ich Sterbehilfe für moralisch vertretbar.
    Zu dem letzten Satz: öffentlich einen Service bereitstellen wird wohl kaum ein Arzt, damit kommt man sicherlich auch in Verruf, gerade, wenn ein Patient auch mal ohne Sterbehilfe stirbt; ich kann mir vorstellen, dass dann gemunkelt wird, ob er das nicht absichlicht/aus Freude am Töten etc. gemacht hat. Ich kann mir aber trotzdem sehr gut vorstellen, dass viele Ärzte bereits mal aktiv an Sterbehilfe mitgewirkt haben. Ein Krebspatient, der unerträgliche Schmerzen hat und der nicht mehr geheilt werden kann, wird sicherlich Mitleid in vielen Ärzten auslösen und da weiß wohl jeder, dass Arzt, dass der (vorzeitige) Tod die beste Medizin wäre..

  • Zitat von Farbwechsel

    Es ist aber auch nicht strafbar, auf ausdrücklichen Wunsch hin die Behandlung abzubrechen.

    Das wäre dann ja passive Sterbehilfe. Aktive Sterbehilfe, also durch z.B. tödliche Injektionen, ist weltweit aktuell ja nur in BeNeLux erlaubt. Passive Sterbehilfe wird aber aktuell auch mit Morphium etc. begleitet, damit das Ableben nicht zum endlosen Dahinsiechen wird, wenn ich darüber richtig informiert bin. Besonders würdevoll finde ich diese Art des "zugedröhnten" Abgangs aber ehrlich gesagt nicht.


    Zitat von Farbwechsel

    Erst, wenn tatsächlich der freie und klar erkennbare Wille des Patienten in Erscheinung tritt, halte ich Sterbehilfe für moralisch vertretbar.

    Was hältst du davon, wenn man testamentarisch festlegt, dass man nicht in einem künstlichen Koma gehalten werden möchte? Oder gar, wenn man festlegt, dass man im Fall einer geistigen Behinderung sofort umgebracht werden möchte? Gut, das fällt logischerweise unter aktive Sterbehilfe und wäre hierzulande ohnehin nicht erlaubt; aber hier könnte man sich über die ethische Vertetbarkeit ausgiebig streiten. Manche schweren geistigen Behinderungen sind für den Patienten nunmal tatsächlich mit dem Tod gleichzusetzen, da alle Erfahrungsschätze, der Intellekt und die Persönlichkeit ausgelöscht werden; und eine andere Person tritt an die Stelle der Alten. Die vielleicht mit ihrem Leben völlig zufrieden ist, weil sie es nicht anders kennt. Ich will da jetzt ja nicht rumspinnen; aber in einer Art könnte man das doch als Auftragsmord bezeichnen - beauftragt von der alten Persönlichkeit, die in der sterblichen Hülle lebte; ausgeführt an der völlig unvorbereiteten nächsten. Beim Gedanken, mit solchen Entscheidungen hantieren zu müssen, kräuseln sich einem die Zehnägel.


    Zitat von Henni

    ich habe viele Menschen beim Sterben begleitet und muss sagen das die Würde bis zum Schluss erhalten werden kann wie auch Lebensqualität.

    Das wäre dann Hospiz; also Sterbebegleitung? Sicherlich ein sehr belastender Job. Funktioniert natürlich nicht bei jedem (Abhängig von der Krankheit an der er leidet); aber Hut ab vor solchen Einrichtungen.

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  • Was hältst du davon, wenn man testamentarisch festlegt, dass man nicht in einem künstlichen Koma gehalten werden möchte? Oder gar, wenn man festlegt, dass man im Fall einer geistigen Behinderung sofort umgebracht werden möchte? Gut, das fällt logischerweise unter aktive Sterbehilfe und wäre hierzulande ohnehin nicht erlaubt; aber hier könnte man sich über die ethische Vertetbarkeit ausgiebig streiten. Manche schweren geistigen Behinderungen sind für den Patienten nunmal tatsächlich mit dem Tod gleichzusetzen, da alle Erfahrungsschätze, der Intellekt und die Persönlichkeit ausgelöscht werden; und eine andere Person tritt an die Stelle der Alten. Die vielleicht mit ihrem Leben völlig zufrieden ist, weil sie es nicht anders kennt. Ich will da jetzt ja nicht rumspinnen; aber in einer Art könnte man das doch als Auftragsmord bezeichnen - beauftragt von der alten Persönlichkeit, die in der sterblichen Hülle lebte; ausgeführt an der völlig unvorbereiteten nächsten. Beim Gedanken, mit solchen Entscheidungen hantieren zu müssen, kräuseln sich einem die Zehnägel.


    Ich fände das ehrlich gesagt sinnvoll und auch gar nicht schlimm. Wobei man bei der geistigen Behinderung vielleicht noch differenzieren müsste - das ist an sich ja keine Krankheit, bei der man sowieso unweigerlich bald und unter Schmerzen stirbt. Aber wenn es wirklich der Wille der Person ist, dieser von der Person selbst nicht mehr durchführbar ist..
    Wäre allerdings dennoch dafür, ein verpflichtendes Gespräch über die Möglichkeiten, die ein Patient hat, mit dem Patienten (oder dem nächsten Verwandten) durchzuführen, wo er sich im Falle des Falles noch einmal anders entscheiden kann. Da wäre dann die von dir angesprochene Problematik des Auftragsmordes nicht mehr so präsent. Wenn die nun geistig behinderte Person klar macht, dass sie zufrieden mit ihrem Leben ist, wird sie dann auch nicht umgebracht werden.

  • Das wäre dann ja passive Sterbehilfe. Aktive Sterbehilfe, also durch z.B. tödliche Injektionen, ist weltweit aktuell ja nur in BeNeLux erlaubt. Passive Sterbehilfe wird aber aktuell auch mit Morphium etc. begleitet, damit das Ableben nicht zum endlosen Dahinsiechen wird, wenn ich darüber richtig informiert bin. Besonders würdevoll finde ich diese Art des "zugedröhnten" Abgangs aber ehrlich gesagt nicht.

    Nicht nur in BeNeLux ist Sterbehilfe erlaubt, auch in der Schweiz soviel ich weiss.
    Ich denke, dass es jedem Schwerkranken erlaubt sein müsste zu entscheiden, ob er sterben möchte.
    Wenn der Todkranke keine Hoffnung oder einen Sinn mehr im Leben sieht, wozu sollte er dann noch weiterleiden?

    Warum produziert die niederbayerische Filmgruppe gern Filme?


    "Weil wir auch Extremsituationen im Film durchleben können, die wir aber im wirklichen Leben nicht erleben möchten".

  • In der Schweiz setzt Dir meines Wissens nach kein Arzt eine tödliche Injektion. Wenn Du dort in eine der zwei Sterbegesellschaften eintritts, das kostet mal erstmal ordentlich Geld, dann stellt Dir in der Schweiz ein Dich vorher begutachtender Arzt ein Rezeptli für Natriumpentabarbitol aus. Das höchste der Gefühle ist dann, dass z.B einem an ALS (Stephen Hawking) leidendem Patienten ein Mitglied der Sterbegesellschaft das Zeugs im Glas anrührt. Es wird dann so hingestellt, dass der Patient per Röhrchen aus dem Glas trinken kann. Zu diesem Schritt muss er aber noch selbst in der Lage sein. Benelux Lage kenne ich nicht.
    Ich finde jeder sollte das Recht haben sich das Leben zu nehmen, wenn er seine Lage als nicht auszuhaltend empfindet. Ich gehe soweit und spreche mich für ein Suizid Kit in Form von Natriumpentabarbitol an jeden Bürger aus. Ich meine in den Niederlanden gibt es etwas ähnliches bereits.

  • Das Problem bei so etwas ist: Missbrauch ist nicht allzuschwer, es gibt leider viel zu viele Menschen die nur an Erbe etc denken und was ist mit den Fällen die geistig nicht mehr klar sind, oder nicht in der lage sich wirklich mitzuteilen.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Ich würde das in die Hände der Ärzte geben, sprich aktive sterbehilfe zulassen. Es ist natürlich eine Last die sich ein Arzt aufbürdet, aber es wäre wenigstens jemand der nicht unmittelbar involviert ist und persönliches Interesse haben könnte.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.