Embryonale Stammzellenforschung

  • Wurde auch noch nicht angesprochen.... Komisch... Wie schon gesagt: Wenn es doch schon irgendwo in den Weiten des Paraportals rumfliegt, steinigt mich nicht. Na gut..... aber nur virtuell!


    So, das nächste schwierige Thema. Noch schwieriger. Man wächst mit seinen Aufgaben. Los geht´s:
    Was ist eine Stammzelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stammzelle
    Vereinfacht: Stammzellen können zu jeder Art Zelle werden. Sie sind noch nicht spezialisiert wie andere Zellen, die bspw. zu einer Hautzelle geworden sind. Diese Fähigkeiten birgen natürlich weitreichende Möglichkeiten zur Heilung unterschiedlichster Krankheiten. Gaaaanz grob.
    Das Problem dabei ist, dass embryonale Stammzellen "vielseitiger" sind als solche, die der Mensch bspw. im Knochenmark beherbergt. Nur kann man diese ES-Stammzellen (embryonalen Stammzellen) nur aus Embryonen gewinnen. Die Embryonen werden nicht extra "gezüchtet", sondern sind (ich sträube mich davor, dieses Wort zu schreiben) "Überschuss", der bspw. bei künstlichen Befruchtungen anfällt. Schwer erklärbar. Bin ja kein Mediziner. Aber ich bin sicher, ihr wißt worum es geht.


    Und hier fängt die Diskussion an: Darf man menschliche! Embryonen dazu "verfeuern", um Krankheiten (zugegeben: Schwere Krankheiten wie Krebs und Multiple Sklerose) zu heilen bzw. einzudämmen?


    Hier noch ein paar Links zur Anregung:
    http://www.netzeitung.de/servlets/page? ... tem=142182
    http://www.1000fragen.de/dialog/diskuss ... php?gid=45
    http://www.netzeitung.de/servlets/page? ... tem=176666

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Keiner mag mein Thema...
    Ich würde ja gerne anfangen, aber ich habe hierzu keine eindeutige Meinung. Und da sich keiner meldet, habt ihr vermutlich auch keine. Nicht so schlimm *schnief*.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
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  • Also, ich will dir ja jetzt nicht einen großen, leeren Thread übrig lassen, deswegen schreibe ich mal was dazu.
    Auch wenn du im Recht bist, damit, dass ich keine eindeutige Meinung dazu habe.


    Ich muss gestehen, ich habe auch gerade keine Zeit mir alle Links durchzulesen, aber einfach mal das, was mir bisher immer dabei durch den Kopf gegangen ist:
    Einerseits ist das natürlich sehr wichtig, andererseits schaltet sich da wieder das "Wer darf über Leben bestimmen?" ein, wie so oft. (Hier ist natürlich auch die Frage, da es von Mensch zu Mensch verschiedene Ansichten gibt, wann etwas "Leben" ist... Hmmh...)
    Deswegen bin ich hin und her gerissen, zwischen meiner eigentlichen Einstellung, und dem Wissen, dass es aber mehr als nur nützlich sein kann.
    (Einer meiner Gedanken ist nur immer, dass man sich vorstellen sollte, dass man selbst irgendwann mal in diesem Stadium war, in dem die Embryonen nun zur Stammzellen Forschung benutzt werden sollen.)


    Falls ich jetzt in irgendeinen Zusammenhang Müll geredet haben sollte, kläre man mich auf, intensiv damit beschäftigt habe ich mich nämlich noch nicht. Aber ich werde im Laufe des Tages mal deine Links durchlesen, mal schauen...

    "Es hört doch jeder nur, was er versteht."
    Goethe
    ________


    Ja, guck' mal. Der Stein da, der liegt einfach so da. Der existiert einfach nur so, Wahnsinn, wie viel wir gemeinsam haben, oder?

  • Man entschuldige den Doppelpost, aber ich sehe grade auf einer deiner Seiten was.


    Ich sehe grade, dass es da verschiedene Varianten gibt.


    "Durch KLONEN: Eine Eizelle wird entkernt und mit dem Erbmaterial einer Körperzelle versetzt. Es entsteht eine Zelle, die sich wie ein Embryo weiter entwickelt. Auf diese Weise war das Klonschaf «Dolly» entstanden. Großbritannien hatte das Klonen zu therapeutischen Zwecken im Januar erlaubt." (Das war die erste der von Buh verlinkten Seiten, http://www.netzeitung.de/servl…e?section=365&item=142182)


    Dagegen bin ich nun sowieso, da ich auch gegen Klonen bin.


    Wenn ich das richtig gelesen habe, ... ist dieser Überschuss (das klingt jetzt anders, als es gemeint ist, ich weiß es nur nicht anders zu formulieren) nicht anders zu verwenden? Oder habe ich das total falsch verstanden?


    Wenn ja, dann denke ich, dass sich darüber wohl diskutieren lassen würde. Auch wenn es in meinen Augen trotzdem irgendwie ethisch so eine Hemmschwelle für mich gibt.


    Auf der Seite, aus der ich oben schon zitiert habe, steht auch:


    "Eine andere und ethisch weniger fragwürdige Möglichkeit, an Stammzellen heran zu kommen, sind Zellen aus bereits «fertigen» Menschen. Auch Erwachsene haben noch ihre eigenen Reservoirs an Stammzellen. Forschern ist es auch bereits gelungen, bereits differenzierte Zellen dazu zu bringen, sich zu Stammzellen zurück zu entwickeln."


    Das klingt für mich weitaus akzeptabler, irgendwie. Aber ich habe auch keine genaue Ahnung davon, in wie fern das möglich ist, etc. Deswegen beruht erneut alles was ich hier rede, nur auf Vermutungen.

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  • Chloe : Danke, dass Du mich nicht im Regen stehen läßt! Lieb von Dir.


    Naja...ob man diesen "Überschuss" (das Wort ist aber auch blöd!) überhaupt verwenden MUSS? Gut, okay, töten wäre auch blöd. Also lieber töten im Sinne der Wissenschaft? Ich weiß auch nicht...


    Adulte Stammzellen, die aus dem Knochenmark Erwachsener gewonnen werden, sind zwar ethisch einwandfrei, sind jedoch nicht so vielseitig einsetzbar wie die embryonalen. Die embryonalen sind die wirklich interessanten für Medizin und Forschung.


    Klonen find ich auch blöd.


    Ändern wir den Diskussionspunkt also auf:
    Embryonen aus "Überschüssen": Für embryonale Stammzellenforschung oder nicht?


    www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439 ... ntent.html


    Der letzte Absatz ist recht interessant.


    Aaachh, ich warte mal ab, wer möglicherweise sonst noch schreibt. Wir zwei haben ja beide unsere Zweifel. Vielleicht findet sich noch jemand, der ganz klar eine Stellung vertritt.

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  • Na nu, still in diesem Thread, nun es ist auch ein heikles Thema, zugegeben. Ich möchte Mich dennoch äußern denn ich habe dieses Thema schon mehrfach durchdacht.
    Gleich zu Anfang: Ich spare Mir solch völlig unsinnige Plattitüden wie: "wieso denn? ist doch eh später nur Abfall" oder "ja und? ist doch eh noch kein Leben" sondern erkläre Mich wie folgt:


    Hier steht wieder die Frage nach dem: "Ab wann ist ein Konglomerat aus Zellen als Leben zu bezeichnen" im Raum.


    Ich habe bereits vor einigen Jahren zu diesem Thema referiert.
    Damals noch mit dem Aufhänger der Pränatalen Genomanalyse.
    Dies war der Anstoß zur nachfolgenden Diskussion.


    Tja, darf man etwas, das ein menschliches Wesen hätte werden können für die Forschung verwenden?
    Ist es besser und Ethisch vertretbarer wenn man es "wegwirft"?
    Ist es überhaupt vertretbar dass es im "Überfluss" "Produziert" wird.
    Man sieht bereits an der Wortwahl dass dieses Thema hoch sensibel zu behandeln ist.


    Bin ich FÜR Stammzellenforschung um Leben zu retten? Um Krankheiten zu heilen? Um neue Erkenntnisse zu gewinnen?


    Ich persönlich leide NOCH nicht an irgendwelchen unheilbaren Krankheiten.
    Was aber wenn ich in 10 Jahren an Parkinson erkranke, an Kreuzfeld Jacob, an Corea Huntington, an Krebs, An Alzheimer oder MS?


    Was wenn Mein Kind mit einem Defekt auf die Welt kommt? Mein Mann erkrankt?


    Was also wenn ICH SELBST (oder IHR selbst) betroffen bin (seid)?


    Sich mit einigen KM Entfernung (Emotional) hinstellen und pauschal dagegen sein ist nicht schwer. Was aber wenn einem die Weitsicht trifft.


    Leben Retten, Lebensqualität gewinnen indem man einem verhinderten Leben die Ressourcen entnimmt. Das ist schlimm wenn man bedenkt dass man diesem Wesen nie eine Chance gegeben hat.
    Aber tut man irgendjemanden etwas gutes wenn man es einfach "entsorgt"? Wem ist dann geholfen ausser dem Gewissen und dem guten und reinem Gefühl "Gott" (In ANführungszeichen da ich der Meinung bin der hat in dieser Diskussion nichts zu suchen, jedoch ist der Glaube an sich ja immer wieder Bestandteil wenn es um dieses Thema geht) gegenüber?


    Ich habe Mir damals, als ich über das Thema referierte vorab die Frage gestellt: Was wenn es DEIN genetisches Material ist? Was wenn es DEIN Embryo wäre? Und folgendes kam dabei heraus was zugleich Meine Meinung zu dem Thema bildet:


    Es ist tragisch und irgendwie hat man das Gefühl sie würden "Gott" spielen, die Wissenschaftler indem sie Leben im Reagenzglas zeugen um es dann zu verwenden. Den Schöpfer zu spielen.
    ABER... Auch wenn diese Vorstellung und das Wissen darüber dass es passiert durchaus etwas beklemmendes hat bin ich dafür.
    Dafür, dass kein Leben umsonst gewesen sein soll. Dafür, dass wenn "es" schon irgendwie existiert auch eine Aufgabe erfüllen darf. Dafür, dass das was geschieht vll irgendwann einmal tausenden Menschen das Leben rettet oder erleichtert. Dafür, dass wir in der Forschung Leiden zu lindern weiter voran kommen.
    Dafür, dass den Menschen die ich liebe irgendwann einmal vll gerade deswegen geholfen werden kann.


    Wir brauchen den Fortschritt, gerade im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich. Wir sind angewiesen auf immer neue Ideen und Innovationen. Und wir sind angewiesen auf Schnelligkeit.


    Ist es Ethisch für die Allgemeinheit vertretbar dass Menschen Leben geschaffen wird nur um es gleich wieder zu vernichten "nur" um dann evtl. andere Leben durch Erkenntnisse und Erfahrungen sowie Durchbrüche zu retten?
    Ich weiß es nicht, ich bin nicht die Allgemeinheit.


    Ich kann nur für Mich sprechen und für Mich ist jeder Mensch ein eigenes Schicksal, eine eigene Liebe, eine eigene Geschichte und oft auch ein eigenes Leid.
    Und dieses gilt es zu lindern, wenn es nötig sein sollte auch durch die Hilfe der Embryonalen Stammzellenforschung.
    Denn wenn es Mich betrifft (ja natürlich bin ich egoistisch was Meine Gesundheit und Mein grundlegendes Leben angeht) oder Meine Lieben, dann will ich jede Hilfe von allen Seiten. Und frage ich dann noch nach der Ethik wenn es um Mein Leben geht oder um das Leben Meines Kindes? Die Antwort darauf denke ich ist klar.


    My two cent


    N.

    Bewahre uns der Himmel vor dem "Verstehen".
    Es nimmt unserm Zorn die Kraft, unserm Hass die Würde, unserer Rache
    die Lust und noch unserer Erinnerung die Seligkeit.
    (Arthur Schnitzler)

  • Man sollte sich aber auch mal folgende Frage stellen: Ist es richtig Gott zu spielen, indem man sich des "Lebens der Zukunft" bedient, um sich selbst unsterblich macht?


    Klar ist es tragisch wenn z.B. nahe Verwandte durch na sagen wir Krebs sterben. Ich selbst habe (wie viele andere auch) soetwas mitmachen müssen. Aber ich stelle mir auch heute noch folgende Frage: Währe mein Opa damals nicht an Krebs gestorben, währe er durch die Stammzellenforschung gerettet worden, was währe passiert? Er währe später gestorben! Vieleicht an einer Krankheit, die man auch versucht durch solche Forschungsmethoden zu heilen. Und hätte er die durch solche Forschungsmethoden überlebt?


    Ich bin der Meinung das man irgendwann seine Sterblichkeit eingestehen muss. Ich halte sehr viel von medizinischer Forschung, um den Menschen Leiden, Schmerzen, Behinderungen usw. zu ersparen. Aber wenn anderes Leben dabei gefärdet wird, wehrloses, noch nicht ausgebildetes, bin ich strikt dagegen, wenn es "verwertet" wird, nur das z.B. mein Opa noch 5 Jahre mehr hat. Irgendwann währe er sowieso gestorben und der Verlust währe ebenso schmerzhaft gewesen.


    Selbst wenn ich im sterben liegen würde, würde ich weiterhin so denken. Dann heißt es Platz zu machen für die nächste Generation, damit die es besser machen kann als wir...

  • Leider betrifft der Krebs nicht nur ältere Menschen, die dadurch vielleicht ein paar Jahre gewinnen. Was ist, wenn es Deine fünfjährige Tochter trifft? Denkst Du dann immernoch so?


    "Aber wenn anderes Leben dabei gefärdet wird, wehrloses, noch nicht ausgebildetes, bin ich strikt dagegen, wenn es "verwertet" wird"
    Es wird ja nicht gefährdet. Der Embryo hat nie eine Chance ein Mensch zu werden. Aber er könnte. Es ist also nicht "ein Leben gegen ein anderes", sondern ob es ethisch vertretbar wäre, einen menschlichen Embryo zu benutzen, Menschleben zu retten und zu verlängern.


    Ich kann diese Frage immernoch nicht eindeutig beantworten und bin froh, dass ich es auch nicht muss.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
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  • ein sehr schwieriges Thema


    ein Embryo ist sicher Leben , aber es hat kein Bewusstsein , ist keine Persönlichkeit , jedenfalls nicht mehr als ein Spermium oder eine Eizelle ...also ist Stammzellenforschung für mich persönlich ok ,da es nur um lebendes menschliches Matrerial geht was mal ein Mensch werden KÖNNTE (das kann auch jedes Spermium und jede Eizelle, wenn sie die Möglichkeit haben sich zu verbinden ) aber Klonen zb nicht , denn dabei wird etwas "verändertes" künstlich zu etwas Lebenden empfindenden gemacht ..es bleibt halt eben nicht unbedingt "nur" ein Embryo ...es kann auch ein fötus und ein Kind werden

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Nun, ein Embryo entwickelt sich aber durch seine eigenen Veranlagungen, welche auch Persönlichkeiten herrausbilden. Spermien oder Eizellen haben diese Möglichkeiten nicht. Für mich ist das eine klare Definition von Leben und eine selbstständige Vorstufe davon. Ich stelle mir da immer vor das, was jetzt noch so ein Embryo ist, mir eines Tages als Persönlichkeit auf der Straße entgegenkommt und guten Tach sagt. Vieleicht tötet man den nächsten Einstein oder sonst einen Menschen, der uns das Leben bereichern würde.
    Und, ja es ist sehr schwierig und ich würde mich in dem Moment selbst geiseln, aber wenn meine Fünfjährige Tochter an Krebs im Sterben liegen würde, würde ich mich nicht von meiner Meinung abbringen lassen.
    Ich bleibe dabei, verurteile aber niemanden, der anders denkt, da ich auch diejenigen sehr gut verstehen kann. Ich finde, jeder hat das Recht seine Ethik und Moral in einem Rahmen selbst zu bestimmen, ohne das Leben anderer zu gefährden, erschweren...(das heißt unsere Gesetze zu wahren).

  • Ich habe mich mit dem Thema nie intensiv beschäftigt - beim Überfliegen dieses Threads und der Links hat sich bei mir allerdings bereits eine gewisse Meinung gebildet. Geht man davon aus, dass eben ein Überschuss an Stammzellen existiert bin ich ganz klar für die Forschung. Ich halte die Begründung "Ja, es könnte doch irgendwann Leben sein/ die Möglichkeit besteht" für, ähm ja Blödsinn. Man sollte diesen Gedanken des "Leben verhinderns" verwerfen und sich eher Gedanken darum machen, ab wann es "Leben auslöschen" ist. Jezt gibt es natürlich tausend verschieden Ansichten darüber, ab wann ein Leben ein Leben ist, aber ich richte mich dabei (natürlich) nach meiner Vorstellung von Leben. Zum Leben gehört für mich ein zuallererst eine Form von Bewusstsein (ein funktionierendes Gehirn) und eine Art Lebenssystem (ausgebildete Organe usw.) Solange ein Embryo kein Bewusstsein entwickelt hat, nicht denkt... ist es kein Leben, sondern allenfalls ein System, dass von der Mutter oder von Maschinen betrieben wird. Ich habe keine Ahnung ab wann ein Embryo anfängt zu denken. Vielleicht schlägt das Herz, bevor das Hirn funktioniert.
    So oder so... soweit ich das verstanden habe geht es auch gar nicht darum. Es geht um die Stammzellen... und die sind in meinen Augen definitv kein Leben und ob sie eines Tages Leben sein könnten oder nicht finde ich absolut wurschd.


    Ganz davon abgesehen, dass der Überschuss sonst ja anscheinend vernichtet wird. Total hohl wäre/ist es, diesen nicht für die Forschung zu verwenden.


    Bei der ganzen Sache fällt mir eines ein. Abtreiben ist möglich. Und dabei befindet sich der Embryo oft in einem Stadium in dem man auf alle Fälle sagen könnte, es sei Leben... Warum kann man also hier "morden" aber an anderen Stellen kein Leben "verhindern"?

  • Uhm...da ich kein Fan von Ethischen Grundsätzen bin , bin ich der Meinung das es in Ordnung ist...ich mein ka...was ist mit den tausenden Müttern täglich die ihr Kind gar nciht wollen??...sollen sie anstatt abzutreiben oder vorm abtreiben der Forschung helfen...ich hätte als Politiker kein Problem damit zu verlangen das das Pflicht ist vor jeder Abtreibung ein paar Proben entnehmen zu lassen...nullo problemo ..(allerdings würde ich kein Politiker werden weil meine Gedanken oft zu krass und "abstrakt"sind) mit einer "Person" Experimente durchzuführen die es nicht für das Leben bestimmt worden ist habe ich auch keine Hemmungen dieses Lebewesen als grob gesagt.. "Testobjekt" zu benutzen....ich denke so ist es der Richtige Weg und ma lsehen was die Zeit bringt..

  • Hab ja meine Meinung bereits gepostet (bei der ich auch bleibe) aber, und ich denke ihr werdet mir im folgenden zustimmen. Eigentlich ist es doch schon egal, ob solche Forschung in unserem Land betrieben wird oder nicht. Irgendwann wird irgendjemand irgendwo auf der Welt auf diesem Gebiet forschen. Beim Klonen wird es nicht anders sein, Moral und Ethik hin oder her. Da können wir noch so viel darüber diskutieren, es bringt nichts. Man wird es nicht aufhalten können. Von diesem Aspekt her finde ich, sollte man solche und ähnliche Forschungen in unserem Land sogar zulassen, um mit anderen Staaten mithalten zu können. Ich werde es aber nicht sein der dafür den Nobelpreis kriegt.

  • Zitat von "Mr. T"

    Klar ist es tragisch wenn z.B. nahe Verwandte durch na sagen wir Krebs sterben. Ich selbst habe (wie viele andere auch) soetwas mitmachen müssen. Aber ich stelle mir auch heute noch folgende Frage: Währe mein Opa damals nicht an Krebs gestorben, währe er durch die Stammzellenforschung gerettet worden, was währe passiert? Er währe später gestorben! Vieleicht an einer Krankheit, die man auch versucht durch solche Forschungsmethoden zu heilen. Und hätte er die durch solche Forschungsmethoden überlebt?


    Ich bin der Meinung das man irgendwann seine Sterblichkeit eingestehen muss. Ich halte sehr viel von medizinischer Forschung, um den Menschen Leiden, Schmerzen, Behinderungen usw. zu ersparen. Aber wenn anderes Leben dabei gefärdet wird, wehrloses, noch nicht ausgebildetes, bin ich strikt dagegen, wenn es "verwertet" wird, nur das z.B. mein Opa noch 5 Jahre mehr hat. Irgendwann währe er sowieso gestorben und der Verlust währe ebenso schmerzhaft gewesen.


    Also nochmal zur Verdeutlichung, da es bei einigen offensichtlich noch nicht so richtig angekommen ist. Stammzellenforschung wird mit überschüssigen Embryonen betrieben, die, z.B. bei einer Invitro-Befruchtung anfallen. Bei dieser Art der Befruchtung werden der Mutter vorher in einer sehr aufwendigen und äußerst schmerzhaften Prozedur Eizellen entnommen, um sie anschließend im Reagenzglas zu befruchten. Dann werden sie der Mutter eingepflanzt. Allerdings ist diese Methode ziemlich unsicher, weshalb sie oft mehrmals wiederholt werden muss, weil die Eizellen abgestoßen werden. Damit man nun nicht ständig neue Eizellen entnehmen muss, was eine Qual für die Mütter wäre, entnimmt man gleich nen ganzen Packen und befruchtet die dann in einem Aufwasch. Die überzähligen Zellklümpchen werden dann erstmal schockgefrostet für eine eventuelle spätere Verwendung.


    So, und nun wird Mama schwanger. Damit wäre der Falle eigentlich erledigt. Aber was tut man jetzt mit den gefrorenen Embryonen? Die sind nämlich mediznischer Sondermüll. Nein, das ist kein Witz. Die sind tatsächlich Müll. Also entweder wegschmeißen und verbrennen...oder? Eben, und hier setzt die Stammzellenforschung an. Die nimmt diesen Müll und forscht damit, damit andere Menschen länger und besser leben können. Klingt fies, ist aber nunmal eine Tatsache. Hier wird nicht mit Menschen experimentiert, sondern mit Müll, der ansonsten nur verbrannt worden wäre. Nein, daraus hätte sich nie ein menschliches Wesen entwickeln können, weil es so oder so nie die Chance dazu bekommen hätte. Basta! Da gibt's nichts zu diskutieren.


    Wenn du jetzt also mit deinem Opa ankommst, der sowieso irgendwann gestorben wäre, dann komm ich dir mit den Zellhäufchen, die garnicht erst gelebt hätten. Na, klingelt da was?


    Zitat von "Mr. T"

    ch stelle mir da immer vor das, was jetzt noch so ein Embryo ist, mir eines Tages als Persönlichkeit auf der Straße entgegenkommt und guten Tach sagt. Vieleicht tötet man den nächsten Einstein oder sonst einen Menschen, der uns das Leben bereichern würde.


    Siehe oben. Der nächste Einstein wäre ansonsten im Müll gelandet und wäre damit zu überhaupt nix mehr gut gewesen. Als Stammzelle hätte er immerhin noch Leben retten können.


    Zitat von "Mr. T"

    Eigentlich ist es doch schon egal, ob solche Forschung in unserem Land betrieben wird oder nicht. Irgendwann wird irgendjemand irgendwo auf der Welt auf diesem Gebiet forschen.


    Nein, es ist eben nicht egal, ob diese Forschung auch bei uns betrieben wird. In anderen Ländern wird nämlich schon kräftig auf diesem Gebiet geforscht und Deutschland verliert immer mehr den Anschluss. Wir haben aber nunmal nur unseren technologischen Vorsprung als Standortvorteil. Wenn wir den verlieren, können wir uns bald warm anziehen. Und weißt du eigentlich, womit im Ausland unter anderem geforscht wird? Du wirst lachen... mit deutschen Embryonen! Tja, verkaufen dürfen wir den Sondermüll. Aber damit rumspielen dürfen wir nicht. Na wenn das nicht bescheuert ist, weiß ich auch nicht...

  • Nieselpriem

    Zitat

    Von diesem Aspekt her finde ich, sollte man solche und ähnliche Forschungen in unserem Land sogar zulassen, um mit anderen Staaten mithalten zu können.


    Du solltest schon den ganzen Text lesen. Ansonsten hast de ja recht. Allerdings klingt das immer noch sehr Makaber. Denn befruchtete Eizellen sind nun mal befruchtete Eizellen, is für mich relativ egal ob im RG oder im Mutterleib. Und daraus würde sich, unter Vorraussetzung von Energie (Nahrung etc.) ein Mensch bilden können. Ich meine auch die, die nicht von der Mutter angenommen werden, denn die Vorraussetzungen sind geschaffen. Ich würde eher versuchen deinen "Müll" für die Mutter annehmbar zu machen (oder auch andersherrum, oder für andere Mütter, oder den "Müll" verringern o.ä.).

  • Ja, theoretisch, aber eben auch nur theoretisch könnte daraus eventuell, bei günstigsten Bedingungen (du hast ja garkeine Ahnung, wie viele potentielle Kinder von der natur selbst abgetrieben werden) ein Mensch entstehen. Praktisch sind diese Embryonen aber nunmal medizinischer Sondermüll und werden verbrannt. Das ist eine Tatsache. Was würdest du denn mit diesen Embryonen anstellen? Sagst du dir: "Ja mei, jetzt hammer die Dinger schonmal hier rumliegen, knalln wir die doch einfach alle der Mutter rein. Sind zwar 10 Stück, aber wird schon schiefgehen."? Klingt lächerlich, oder? Aber vielleicht würdest du sie ja auch an die Bedürftigen verschenken? Naa, klingt genauso bescheuert. Also was bleibt übrig? Verbrennen oder damit forschen. Also ich bin für die Forschung. Der Heizwert eines Embryos ist nämlich zu vernachlässigen. Ja, das klingt hart. Aber das ist nunmal die Realität. Stell dich ihr!

  • Ich stelle mich der Tatsache, das man ein Verfahren entwickelt um Eizellen zu befruchten, welches (Schätzung) vielleicht aller 30 Versuche nur einmal funktioniert und mit deren restlichen 29 "Versuchen", die Lebensfähig und Entwicklungsfähig sind, Experimente anstellt, egal für welchen Zweck auch immer. Für mich ist das schlicht Falsch und man sollte eher versuchen den "Sondermüll" zu reduzieren. Die "Abtreibungsrate" der Natur hat damit gar nichts zu tun.


    Zitat

    "Ja mei, jetzt hammer die Dinger schonmal hier rumliegen, knalln wir die doch einfach alle der Mutter rein. Sind zwar 10 Stück, aber wird schon schiefgehen."? Klingt lächerlich, oder? Aber vielleicht würdest du sie ja auch an die Bedürftigen verschenken?


    Das haste wohl falsch verstanden. Ich meinte, die "Abstoßungsrate" zu verringern (siehe oben) oder eben die überschüssigen anderen Müttern einpflanzen, alles nur um keinen "Müll" entstehen zu lassen.

  • Zitat von "Mr. T"

    Ich meinte, die "Abstoßungsrate" zu verringern (siehe oben)


    Na du bist vielleicht ein Genie! Die Abstoßungsrate verringern! haut sich vor die Stirn Mensch, das is doch die Idee! Warum is da eigentlich noch keiner drauf gekommen? Auf dich hat die Medizin gewartet! Ganz großes Kino!


    Glaubst du denn ernsthaft, die würden nicht alles versuchen (z.B. mit Hormongaben) um die Abstoßungsrate zu minimieren? Das ist nämlich auch eine extreme Belastung für den Körper der Mutter. Stell dich doch bitte nicht dümmer, als du bist. Ich halte dich nämlich keineswegs für blöd. Aber manchmal frage ich mich schon, ob die eigentlich auch mal einen Gedankengang zuende denkst. Z.B. wenn ich sowas hier lese:


    Zitat von "Mr. T"

    oder eben die überschüssigen anderen Müttern einpflanzen, alles nur um keinen "Müll" entstehen zu lassen.


    Sach mal, geht's dir auch wirklich gut? Ich habe so das Gefühl, dir ist etwas hartes und ziemlich schweres auf den Kopf gefallen. Das ist doch hier nicht Wünsch-dir-was! Du kannst doch nicht einfach irgendwelchen Frauen wildfremde Embryonen einpflanzen, nur damit kein Müll entsteht! Sach mal... ich glaub das einfach nicht...

  • wir unterhalten uns hier über das Lebensrecht von befruchteten Eizellen ...während die welt an der Überbevölkerung erstickt (6Mrd Menschen , die sich immer schneller vermehren) und Kinder verhungern , misshandelt und in konflikten getötet und verstümmelt werden ...empfinde ich als Perversion des Humanismus ... :papst:

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...