Die verweiblichung des Mannes durch die Postmoderne Gesell.

  • Apropos Haare. Früher hatte ich jahrelang schlumpfenblaue Haare. Poblem: Blaue Farbe gibts weder als Dauerfärbung, noch als Tönung. Die gibbet nur zum einkämmen. Und das hält dann selbst bei optimaler Pflege höchstens eine Woche, bevor es ins giftgrüne abdriftet. Außerdem muss man sich vor dem Färben die Haare blondieren. Also mindestens einmal die Woche Haare färben. Dat is en Aufwand, Kinners. Ich sachet euch!


    Seit ein paar Jahren hab ich nun nen Iro. Und dat is noch aufwendiger! Zeigt mir eine Frau, die länger für ihr Haarstyling braucht, als ich für meinen Iro. Gibbet nich! Naja, seit einiger Zeit hab ich die Schnauze voll und lass dat Teil einfach wachsen. Jetzt wird es eben ein Haarstreifen, der hinten zu nem Zopf zusammengebunden wird und gut is dat. Also was Hairstyling angeht, macht mir keine Frau wat vor.


    Aber wenn ich mir das jetzt so überlege... ich brauch für meine Haare länger als jede Frau, ich kann Stunden im Badezimmer verbringen, und ich trage diverse Röcke...


    SCHEI***! Ich bin ein verdammter METRO!!!

  • Zitat von "Nieselpriem"

    Zeigt mir eine Frau, die länger für ihr Haarstyling braucht, als ich für meinen Iro. Gibbet nich! Naja, seit einiger Zeit hab ich die Schnauze voll und lass dat Teil einfach wachsen. Jetzt wird es eben ein Haarstreifen, der hinten zu nem Zopf zusammengebunden wird und gut is dat. Also was Hairstyling angeht, macht mir keine Frau wat vor.


    Frauen die Haare toupieren oder auch einen Iro besitzen, hehe. Ich kenne eine Frau die 3 Stunden im Bad braucht, um sich die Haare zu machen und zu schminken.
    Um ehrlich zu sein, bekomme ich Angst, sollte ein Mann in der Lage sein das zu topen, hehe.


    Lg:
    Scarabae


    P.s:
    Ich brauche weniger als 30 Minuten, sollte ich mich aus geh bereit machen.

  • Ich muss sagen dass ich dieses Thema "Geschlechterrollen" schon immer recht interessant fand, umso mehr verwundern mich die meisten der bisherigen Antworten zu dem Thema.
    Heutige Entwicklung mal hin oder her, die entscheidende Frage ist doch welche Eigenschaften von Mann und Frau biologisch bedingt und welche nur gesellschaftlich gegeben sind. Eine gesellschaftliche Prägung die nur auf "alter Gewohnheit beruht" ist doch ganz klar etwas was man lieber überwinden sollte, ich glaube nicht das Rollenklischees irgend einer positiven Entwicklung zuträglich sind. Das sehen wir ja deutlich in den traditioneller und religiös geprägten Ländern.
    So stellt sich doch die Frage was nun wirklich unüberbrückbar weiblich oder männlich ist. Ich behaupte das ist gar nicht soviel wie die meisten denken, sicherlich unterscheidet uns körperliche Konstitution und das sich unsere Gehirne funktionell nicht komplett gleichen ist auch unumstritten - aber das unser Verhalten so massiv beherrscht wage ich zu bezweifeln. Zumal manche hier so tun als würde Mann in eine Rolle gedrängt werden die völlig gegen seine Natur ist, nur weil es euch nicht gefällt muss das nicht bei jedem Mann so sein.


    Um zu mir zu kommen habe ich zB gar nichts gegen ein paar "weibliche" Eigenschaften einzuwenden, einfach weil sie meinem Charakter entsprechen und das auch nicht weil ich irgend einem blödsinnigen Trend folge. So heule ich öfters bei Filmen, gehe gern shoppen, stehe nicht auf Autos, Actionfilme und Fußball und mag es mich mit guten Freundinnen zu treffen und stundenlang zu quatschen :D, geschminkt habe ich mich auch schon, allerdings eher weil ich teilweise der schwarzen und Rock/Metal-Szene zugehörig bin. Allerdings wüsste ich nicht warum Mann sich nicht aufstylen darf usw. Das sind einfach Eigenarten ohne die ich nicht ich sein würde, und da ich männlich bin (und hetero) kann ich mir schon gar nicht vorstellen dass es ein ungeschriebenes Gesetz gibt wie man sich als Mann zu verhalten hat.
    Das ist allenfalls etwas statistisches und leider nehmen sich die Meisten Männer in ihrer "Männlichkeit" viel zu wichtig, führen Kriege, unterdrücken ihre Familien usw
    In diesem Sinne wäre ich wirklich dafür dass mehr von uns an den Herd kommen :D


    @ Nieselpriem, Brustbehaarung sieht meiner Meinung einfach sch.. aus, da greif ich sicher nicht zum Laser der Rasierer tut auch :P
    @ Vin Diesel, sorry, wir leben nicht mehr im Urwald, wer ein "biologisches Program" propagiert sollte sich mal darüber gedanken machen wo der wirkliche Selektionsvorteil liegt, heutzutage ist Köpfchen sicher mehr gefragt als rohe "Manneskraft"


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
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    2 Mal editiert, zuletzt von Ultimatik ()

  • Zitat

    Eine gesellschaftliche Prägung die nur auf "alter Gewohnheit beruht" ist doch ganz klar etwas was man lieber überwinden sollte, ich glaube nicht das Rollenklischees irgend einer positiven Entwicklung zuträglich sind.

    Rollenklischees nicht, aber Rollen schon. Da nicht jeder alles repräsentieren kann, müssen wir uns mit verschiedenen Fähigkeiten ergänzen. So sind im Prinzip alle Kulturen entstanden.
    Die altmodischen Geschlechterrollen liegen halt von der Natur her nahe. Heute kann hier zwar jeder das repräsentieren was seine Fähigkeiten zulassen, aber bestimmte Muster innerhalb der Geschlechter treten noch immer häufig auf. Daraus, und aus der Tatsache dass es auch genügend Ausnahmen gibt, schließe ich mal, dass das durchaus freiwillig geschehen muss. Alles andere wäre also Zwang.


    Zitat

    heutzutage ist Köpfchen sicher mehr gefragt als rohe "Manneskraft"

    Geht auch beides? Nur weil du anscheinend der Metro-Typ bist, musst du dich jetzt nicht in den typischen Klischees über "echte Männer" verrennen.
    Das ist z.B. auch ein Hauptproblem der Feministinnen: Propagieren Freiheit für die Frauen, verbieten ihnen aber gleichzeitig bestimmte Berufe, wie Pornostar, Prostituierte oder schlicht Hausfrau. Manche Leute fühlen sich aber durchaus in einer Rolle wohl, die allgemein als Klischee oder verallgemeinernd gesehen wird. Außerdem lässt eine Eigenschaft nicht gleich auf die nächste schließen, die meisten Menschen sind dafür zu facettenreich.

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  • Nun gut, ich wollte ganz gewiss nicht das gegenteilige Verhalten als Ideal anpreisen, nur eben betonen dass ich jenen Facettenreichtum als wichtig erachte. Natürlich sollte jeder nach seiner Facon leben und wenn dies im Sinne der klassischen Familie und Rollenverteilung erfolgt, will ich das gewiss nicht verteufeln. Ich hänge ja auch nicht der weitaus albernen Idee an man müsse die Rollen der Geschlechter ins komplette Gegenteil verkehren, am gesündesten scheint mir der Mittelweg. Demzufolge reagiere ich aber durchaus ablehnend auf all jene die das eine oder andere Extrem verkörpern und eine Meinung wie "ein Mann muss so sein und nicht anders" ist nunmal nicht mehr zeitgemäß oder ohnehin falsch, da "Ausnahmen" numal existieren. Wenn nun aber wer "ein Bilde von einem Mann ist", das aber nicht allzu ernst nimmt kann ich das sehr wohl akzeptieren. Das jeder so ist wie meine Wenigkeit muss ja auch gar nicht sein :D
    Was nun aber in unserer Erbinformation geschrieben steht und was mehr eine tausendjährige Gewohnheit ist, ist eine andere Sache. Sicherlich ist das Matriarchat in der Geschichte nicht weit verbreitet und es mag sein dass es in der Biologie begründet ist, ich würde das aber nicht mit absolutet Sicherheit sagen.


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
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  • Familien werden seltener weil die Frau eher bereit ist das soziale umfeld zu verlassen und ggf. woanders eine neue oder die Erste Familie zu gründen (wenn es die Arbeitszeit u. ä zulässt).

    Moin,
    ja, das tun sie.
    Oft, und das habe ich eben oft von Frauen gehört, suchen sie wieder einen "Mann". Im Gegenzug wird der (Ehe)Mann immer verweichlichter, sprich, da die Frau die Möglichkeit hat sich ständig nach einem besseren Partner umzusehen und zu diesem zu wechseln, passt sich der Mann aus Angst verlassen zu werden den Wünschen der Frau immer mehr an, hat also Angst. Das ist nun wieder genau das was die Frau nicht will, da nicht männlich. Was soll eine Frau mit einem Mann der bei jeder Gelegenheit kuscht und ja sagt, und das aus Angst??? Da wird dann lieber nach einer stärkeren Persönlichkeit gesucht. Der wird dann wieder so "erzogen" bis er wieder ein Weichling ist, man ist ja emanzipiert und läßt sich einen starken Mann nicht gefallen (auch wenn man sich den wünscht). Somit sind sich Frauen oft selbst im Weg, und Männer verändern aus Angst ihre Persönlichkeit.
    Ergebnis: Stress, im wahrsten Sinne des Wortes. Früher machte man sich über die Rollenverteilung überhaupt keine Gedanken. Heute denkt man ständig darüber nach, was unterbewusst Stress auslöst. Wer ist schuld? Die Entwicklung der Gesellschaft. Natürlich ist es gut das ALLE gleiche Rechte bekommen. Ist es aber auch gut wenn man bevorzugt wird weil man ein bestimmtes Geschlecht hat? (Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt, Frauenquote,ec.) Der Mann wird zurückgedrängt, als Ernährer, Familienoberhaupt,..... Das ist auch kein Wunder, da gewollt. Welcher Mann KANN den noch seine Familie ernähren, wenn fast das gesamte Gehalt für die Miete und Nebenkosten draufgeht? Da MUSS die Frau mitarbeiten. Ob das alles nun gut und richtig ist muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist das Reisen von Frauen die einen "richtigen" Mann suchen zum Beispiel in südliche Länder immer mehr zunehmen. Und Männer im Ausland nach Frauen suchen die sich noch weiblich benehmen. Das Deutschland ein demografisches Problem hat ist irgendwie kein Wunder. Da, wo die Rollenverteilungen noch intakt sind, werden auch die Kinder geboren, siehe unsere
    ausländischen Mitbürger. Welcher Deutsche aber will eine Verpflichtung mit Kindern eingehen wenn er seinen Partner nicht akzeptiert als das was er ist? Und es für den extrem einfach ist sich seinen nächsten Partner zu suchen?

    Wieviel Haß und Dummheit die Menschen doch - elegant verpackt - Religion nennen können! (Sri Aurobido, indisch-engl. Philosoph u. Mystiker, 1872-1950)

  • Also ich glaube, dass es nicht unbedingt um die verweichlichung des mannes geht, nur weil ein paar david beckhams mehr rumrennen. Es ist schön, wenn männer im allgemeinen endlich auch mal das gefühl haben dürfen, "menschlicher" sein zu dürfen und damit meine ich emotionaler. Umgekehrt ist es doch eher so, dass wir frauen aus einer zwangshaltung erwacht sind und auch dominant und hart sein dürfen. Männer und frauen werden immer auf eine ganz andere art dominant sein. Und wenn sich das die waage hält, dann empfinde ich beide als gleichberechtigt.


    Kinder werden von klein an in ihrer rolle erzogen, leider dürfen jungs nicht weinen, weil das mädchenhaft ist, sie müssen dem männerbild entsprechen und mädels dem der frauen...wenn irgendwann diese tiefensitzenden dogmata aufgehoben sind, dann werden frauen ihre stärke in ihrer weiblichen dominanz und intuition erreichen und männer ihre stärke in einem intellektuellem miteinander.

  • Ich halts für falsch einen Unterschied zwischen Mann und Frau abzustreiten. Männer sind nunmal dominanter und in einer gewissen Grundform (auch wenn gesellschaftlichen Dogmen überschattet) ein wenig .. primitiver in gewisser Weise.
    Nur weil heutzutage jeder sich etwas erarbeiten kann mit Fleiß heißt das nicht, dass das gute alte Alpha-Beta System damit gestorben wäre...im Gegenteil.
    Und ein Alpha wird nunmal eher eine Frau abbekommen als ein Beta. Wieso? Weil es unterbewusst der Frau um die Versorgung der Familie geht. Und wenn der Mann ein Arschloch ist, jedoch die Familie versorgen kann wird sie sich nicht denken "Aww..ich hätt lieber einen kuschligen braven ruhigen Kerl.".
    Was nicht ausschließt, dass es unter diesem Typ Mann nicht auch genug "Versorger" gibt. Aber ein gewisses primitives Potential an Macht und Revierverhalten zeigt ja nur, dass man quasi in Sicherheit ist...


    Blöde primitve Reste! :(

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Claxan


    Ja, so ist das wohl. Die rudimentären reste werden auch immer bleiben. Das hat ja auch seinen sinn...siehe jäger und sammler. Trotzdem ist es schön, wenn sich grenzen erweitern und jeder so sein kan, wie er möchte und sein lebensmodell finden kann...;-)

  • Zitat von Claxan

    Männer sind nunmal dominanter und in einer gewissen Grundform (auch wenn gesellschaftlichen Dogmen überschattet) ein wenig .. primitiver in gewisser Weise.

    Dafür hätte ich dann gerne mal ein paar Statistiken, das klingt mir zu sehr nach EMMA.


    Zitat von Andersich

    wenn männer im allgemeinen endlich auch mal das gefühl haben dürfen, "menschlicher" sein zu dürfen und damit meine ich emotionaler.

    Irgendwie scheint die breite Masse unter "Emotion" immer bloß "Weinen" zu verstehen. Lachen und Wut fallen aber z.B. auch unter Emotionen. Wieso muss ein Mann denn permanent rumflennen, um menschlich zu wirken? Außerdem wirkt Weinen allgemein abtörnend, also habe ich keine Ahnung, warum Frauen das so gerne bei Männern sehen wollen.
    Zeugt es nicht eher von Menschlichkeit, wenn man genug Selbstkontrolle hat, um nicht permanent in haltlose Gefühlsäußerungen auszubrechen? Und ich glaube eher nicht, dass Männern das Weinen abtrainiert wird - eher ist es andersrum, das häufige Trauerweinen wird antrainiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so häufige Verluste der Selbstkontrolle (denn Weinen lässt schwach erscheinen, ganz klar, und Schwäche ist in keiner Hinsicht vorteilhaft) von der Natur vorgesehen sind, außer in sehr schlimmen Fällen. Erwachsene zeigen ja allgemein weniger Emotion als Kinder (die mit dem Schwäche zeigen schließlich Beschützerinstinkte wecken müssen), das wird schon seine evolutionären Gründe haben.
    Und nicht alles was als "evolutionär vorteilhaft" betrachtet wird, ist gleich gleichzusetzen mit "primitives Steinzeitverhalten". Das ist ein sehr verbreiteter, schlimmer Denkfehler. Wenn sich etwas in der Evolution bewährt, dann deutet das einfach darauf hin, dass es die größeren Vorteile bringt. Nur scheint im Moment ja die Metro-Welle sehr In zu sein, und jeder der nicht überschwänglich emotional und mitfühlend ist, ist ein primitiver Steinzeitmensch.
    Übrigens bin ich mir sehr wohl im klaren darüber, dass ich weinen kann wann ich will. Soviel zum "dürfen", was Andersich angesprochen hat. Und selbst wenn das nicht gesellschaftlich anerkannt wäre, wäre es mir ggf. auch wurscht. Aber hast du schonmal überlegt, dass einige Männer gar nicht das Bedürfnis verspüren, ständig zu heulen, sondern solchen Verhaltensweisen einfach irritiert gegenüberstehen? Jetzt ist nur die Frage, ob wir das als Primitivität oder als Selbstbeherrschung bezeichnen.

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  • @ronin


    sorry, ich muss erstmal herzhaft lachen... :lol:


    Ich meine damit doch nicht unbedingt "weinen", sondern zu all seinen gefühlen zu stehen und sie auch zu leben, zu seinen schwächen zu stehen und auch zu seinen stärken...ein gleichgewicht zu schaffen...hilfe anzunehmen, sich emotional zu öffnen und sich auch entsprechend auszutauschen, wenn der rechte moment gekommen ist...das können viele männer nicht. Es macht sie doch aber attraktiv und authentischer, wenn sie zeigen, dass sie sind und zwar in ihrem ganzen wunderschönen auch mal zerbrechlicheren Sein. Da muss man nicht gleich weinen, das macht wirklich nicht an, das ist auch nachgewiesen und jeder kennt es, was passiert, wenn ein erwachsener weint...


    Es wäre schön, die ganze persönlichkeit leben zu können und sich nicht ständig verteidigen zu müssen, wenn man vermeintliche "Schwäche" zeigt....;-) das macht einen mann doch erst attraktiv für uns frauen... :mrgreen: :oops:

  • Zitat

    Es wäre schön, die ganze persönlichkeit leben zu können und sich nicht ständig verteidigen zu müssen, wenn man vermeintliche "Schwäche" zeigt....;-)

    Ich frage mich aber noch immer, wie genau du darauf kommst, dass die von dir beschriebenen Dinge zur Persönlichkeit jedes Mannes gehören, er sich aber aufgrund gesellschaftlicher Zwänge nur nicht traut, diese auszuleben.
    Genau wie deine Aussage, dass das viele Männer nicht "könnten". Das impliziert erstens mal dass sie es gerne wollten, und zweitens mal, dass das was ausnahmslos Gutes wäre. Viele Leute würden doch gar nicht auf die Idee kommen sich vollständig "emotional zu öffnen", weil daran weder Interesse besteht, noch irgendeine Logik dahintersteckt. Was bringt das? Sollte man seine Probleme nicht alleine lösen können? Klar, bei weitem nicht immer - aber was hat "emotional öffnen" damit zu tun? Könnte man ja auch umschreiben mit "emotional nicht ganz dicht sein". :mrgreen:
    Deshalb ist auch deine Aussage bezüglich Authentizität Quatsch. Viele Leute müssten sich erst verstellen, um so zu sein wie du das idealisierst, weil sie auch ohne den Metrokram authentisch und sie selbst sind.
    Aber vermutlich bin ich selbst ein verstockter Primitivling, weil ich sowas sage. Vielleicht bringe ich dich dann wieder zum "herzhaft lachen". Vielleicht bringe ich dich aber auch zum Nachdenken. ;) Die Welt ist nicht so friedefreudeeierkuchig wie du das gern hättest, und das ist auch gut so.


    Authentische Grüße,
    Rônin

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  • Lieber ronin,


    ich glaube wir reden gerade etwas aneinander vorbei.Die kommunikation zwischen männlein und frauen ist eben nicht immer perfekt. Natürlich muss man(n) im job und der heutigen gesellschaft seinen mann stehen, genauso wie übrigens die frau auch. Auf der anderen seite gibt es aber auch noch eine nonverbale kommunikation und genau von dieser spreche ich. Wieviele männer verstecken sich hinter sarkasmus und offensichtlicher sachlichkeit, um sich missverständlich bauszudrücken??? Diese art der kommunikation fördert meiner meinung nur eines und zwar schafft sie distanz!!! Somit ist eine emotionale auseinadersetzung mit dem thema und meinem gegenüber kaum möglich, aber genau diese ist es, die uns einander näher bringt und ich meine nicht friedefreudeeierkuchen, sondern ein sich reiben auf augenhöhe...nur so kann man aneinander und miteinander weiterkommen....


    Niemand will einen verweichlichten mann und scheinbar fühlst du dich sehr angegriffen, weil auch du immer wieder versuchst, dich durch perfektionismus, sachlichkeit und sarkasmuss schützen zu müssen. Übrigens finde ich den spruch aus "wutprobe" sarkasmus sein der bucklige verwandte der aggression schon ziemlich passend. :mrgreen: Ich will dich überhaupt nicht angreifen, ich stelle nur fest...auf diese art bist du ja auch irgendwie leibenswürdig... :roll:


    Aber versthst du, was ich meine??? Alles eine maske, die auf härte und intoleranz beruht, ein abwehrmechanismus, den eben viele männer, aber auch immer mehr frauen gebrauchen, um sich in unserer gesellschaft nicht nur anzupassen, sondern auch durchzusetzen...also sind wir die marionetten der gesellschaft und irgendwann unserer selbst...da lobe ich mir einen mann, der nach seinem sarkasmus anfängt zu lachen, weil er mitbekommt, dass er sich eigentlich nur wehrt...;-)

  • Zitat

    Niemand will einen verweichlichten mann und scheinbar fühlst du dich sehr angegriffen, weil auch du immer wieder versuchst, dich durch perfektionismus, sachlichkeit und sarkasmuss schützen zu müssen.

    Ha, ich wusste doch, dass du mir jetzt sowas in der Art unterstellen willst. ;)
    Aber das ist genau dein Problem - wir diskutieren hier nur, und du bringst alles auf eine Ebene, in der du glaubst irgendwelche Schutzmechanismen entdecken zu müssen. Vielleicht ein Schutzmechanismus deinerseits?


    Zitat

    Wieviele männer verstecken sich hinter sarkasmus und offensichtlicher sachlichkeit, um sich missverständlich bauszudrücken???

    Du suchst nämlich nach Authentizität, interpretierst diese aber als eine Art Versteckspiel, wenn du sie entdeckst. Wieviele Leute verstecken sich wohl hinter geheuchelt freundlichem Getue, weil sie sich nicht richtig durchsetzen können?


    Zitat

    Somit ist eine emotionale auseinadersetzung mit dem thema und meinem gegenüber kaum möglich, aber genau diese ist es, die uns einander näher bringt

    Das trifft vielleicht auf den Partner zu, aber da besteht dann ja auch ein tatsächliches emotionales Interesse. Am Arbeitsplatz z.B. gibt es keinen Grund, sich mit jemandem auf Augenhöhe zu reiben, und außerdem fällt das unter sexuelle Belästigung. :mrgreen:
    Schonmal dran gedacht, dass auch wütendes Anschreien eine emotionale Auseinandersetzung ist? Mir scheint doch, dass ich recht hatte - Emotion wird von der Metrofraktion fast ausschließlich positiv, bzw. in deren Sinne interpretiert.


    Zitat

    Aber versthst du, was ich meine??? Alles eine maske, die auf härte und intoleranz beruht, ein abwehrmechanismus, den eben viele männer, aber auch immer mehr frauen gebrauchen, um sich in unserer gesellschaft nicht nur anzupassen, sondern auch durchzusetzen...

    Und schon wieder. Ich verrate dir mal was - so einigen Leuten wird beim Gedanken an permanente Freundlichkeit richtig übel. Weil das nämlich bedeuten würde, dass sie sich permanent verstellen müssten. Jeder hat eine andere Persönlichkeit. Es ist bei weitem nicht so, dass jeder Mensch im Grunde seines Herzens ein Kuschelbär ist, die Hälfte der Menscheit sich aber nicht traut, das Bedürfnis auszuleben.


    Es gibt übrigens auch Leute, die Sarkasmus als die höchste Form des Humors anerkennen, und nicht als psychologischen Abwehrmechanismus. Deine merkwürdige Menschenkenntnis lässt darauf schließen, dass du einen sehr langweiligen Freundeskreis hast. ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von Rônin ()

  • Ach ronin, nein ganz im gegenteil...ich bin umgeben von sarkastischen und intoleranten egomanen, die permanent menschen gegeneinader ausspielen und sie manipulieren, um an ihre ziele zu gelangen...leider verbirgt sich dahinter eine traurige leere und eine tiefe depression...


    Du verstehst mich immernoch falsch, weil auch du ein bild von mir hast, dass du dir aufgrund von esogequatsche gemacht hast...glaubst du, ich wäre hier in diesem forum und würde mich mit dir darüber unterhalten, wie schön doch die welt sein könnte, wenn wir alle uns lieben würden...sorry, dann hast du mich bisher noch nicht verstanden. Ich kritisiere, dass wir zum spielball gemacht werden und uns einer gesellschft anpassen, weil wir in ihr funktionieren müssen. Darunter leidet irgendwann auch die persönlichkeit und man mag sich selbst nicht mehr im spiegel sehen...die "schwachen" landen mit burnout in der klinik und die starken maskieren ihre schwäche mit immer mehr wissen und unaufhaltsamem streben nach macht, nur dass sie nie ankommen werden...denn zumeist macht Macht nicht glücklich, es ist ein steter kampf um ein besser sein und kontrolle basierend auf der angst, sie jeden moment zu verlieren...wie eine maus im laufrad...zugekokst in der chefetage...


    Es soll eine feststellung sein, dass es doch tatsächlich so ist und dass es eigentlich darum geht, dass auch frauen immer mehr unter druck stehen, sich behaupten zu müssen und ähnliche verhaltensweisen annehmen, wie der nach machtstrebende mann...das ist ein kampf, der irgendwann erschöpft...und deinen sarkasmus habe ich sehr wohl verstaden und ich mag ihn auch, ich sage ja, dass du dich nicht angegriffen fühlen sollst...es ist eine feststellung, dass ganz tief im inneren ein ganz anderer kampf stattfindet und dass man sarkasmuss als höheren humor ansieht, weiss ich selbst, aber er ist eben messerscharf, wei die klinge eines samuraischwertes, dass alles niedermetzelt, dass sich mir in den weg stellt... :mrgreen: Warum nur, weil andere dann auch aus tiefsten herzen sich ergötzen, weil sie genauso vergebens versuchen ihre verletzlichkeit zu schützen... :thumbsup:


    Ich bin auch nicht viel besser und wenn du denkst, dass ich ein allesliebendes esotantchen bin, hast du dich mächtig gewaltig getäuscht... :roll:

  • Zitat

    leider verbirgt sich dahinter eine traurige leere und eine tiefe depression...

    Ausgehend von diesem Satz ist dein gesamter Post eigentlich recht kurz kommentierbar; und zwar ist das alles schlicht deine, auf gefährlichem psychologischen Halbwissen aufgebaute Interpretation der Dinge. Und ich versichere dir - weder ist das Menschen- und Gesellschaftsbild dass du dir aufgebaut hast wahr, noch wäre eine Welt mit den von dir gewünschten Verhaltensweisen besser als unsere.
    Du kannst das lernen, wenn du aufhörst jeden einzelnen Menschen zu analysieren und in dein kleines Schema zu quetschen. Unsere Gesellschaft besteht nicht aus entweder depressiv-aggressiven oder ein paar wenigen netten Menschen, die sich allesamt in einem Laufrad behaupten müssen. Allein schon diese grauenhafte Sicht, die du von der Gesellschaft hast, verrät sehr viel über dich. Deine Welt muss ja echt die Hölle sein. Meine z.B. sieht da ganz anders aus, obwohl ich bei weitem kein Optimist bin. Eine Interpretation dazu spare ich mir jetzt aber.

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  • Naja, ich weiss ja nicht, ob du dir ein bild von mir machen kannst, nur weil ich meine erfahrungen gemacht habe...ich habe beobachtet und nicht ständig analysiert...im übrigen tust du das nicht weniger...;-)


    Und ja, machmal ist es die hölle da draussen...;-) aber was einen nicht umbringt, macht einen stark, aber danke für deine anteilnahme...eine gesellschaftsform ist nicht nur eine definitionsfrage, sondern ein ständig interagierendes kommunikationsnetzwerk, in dem jeder seine rolle spielt...ob nun gut oder schlecht...

  • Mein lieber Ronin und Andersich,


    Zweifelsohne ist es nett mitanzusehen wie ihr euch gegenseitig versucht zu beweisen, das jeweils der andere emotionale und psychische Probleme hat. Aber erstens verhaltet ihr euch damig genau wie der typische Mann, ihr versucht nämlich, wenn auch verbal, jeweils die Platzhirschrolle einzunehmen und legt dabei beide eine latente Aggresivität an den Tag die eben charakteristisch ist, auch wenn ihr es beide nicht zugeben wollt.


    Tatsache ist, das Verhalten der Menschen ist zu einem großen Teil durch Hormone und gesellschaftliche Erwartung geprägt. Und das Hormon was einen Mann bestimmt, einen Mann aus dem Fötus macht, ist nunmal das Testosteron. Nun, was bewirkt dieses Hormon? Es führt, ganz konkret, zu einem anderen Aufbau des männlichen Hirns im Vergleich zu einer Frau. Und das bei allen Männern. Dies führt zu einem besseren räumlichen Sehvermögen, einer anderen Körpergrundkonstitution und eben durch die hormonelle Wirkung auch ein anderes Verhalten.
    Dafür wurden Beweise gefordert, nun das Testosteron eben diese Wirkung hat wird im Bodybuildingbereich angewendet, als Muskelaufbaufördernd. Leider auch mit den entsprechenden Nebenwirkungen die besonders deutlich zu Tage treten, wenn nicht ein Mann, sondern eine Frau dieses Hormon nimmt.


    Dies zu den Grundlagen.
    Nun, werden Männer heute verweichlicht? Vorweg, ich bin schwul und gelte damit landläufig als Paradebeispiel eines Weicheis.
    Heutzutage ist es so, das bereits von kleinen Jungs erwartet wird, das sie mit Puppen spielen, einfühlsam sind und sich einer Frauenwelt anpassen. Ich meine dies nicht negativ, aber die frühkindliche Welt (Kindergarten) ist weiblich dominiert und durch die Emanzipationsbewegungen der letzten Jahrzehnte einer gewaltigen Reform unterworfen gewesen. Während wir als kleine Jungs noch Schwertkämpfe ausfochten und mit Sandschippen Weltraumgefechte durchführten, so werden Jungs heutzutage geradezu verdammt wenn sie dies tun und die Eltern zu einem pädagogischen Gespräch auf Grund der latenten Agressivität ihres Sprosses gebeten werden.
    Nun, die ersten Früchte dieses Geschehens zeigen sich bereits und in einigen Schulen werden bereits spezielle Kurse für Jungen angeboten, in denen Jungenqualitäten gefördert werden, eben jenes was man ihnen vorher abtrainiert hat.
    Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau ist etwas was aus mehreren 10.000 Jahren Rollenverteilung hervor gegangen ist. Das Bemühen eben jene aufzuheben und damit soziologisch aus einem Mann eine Frau und aus einer Frau einen Mann zu machen ist einfach erst wenige Jahre alt. Das das typische Rollenverständnis nicht mehr zeitgemäß ist, ist eine Sache. Das sich ein Wechsel nicht erzwingen läßt eine andere.


    Die wichtigste Frage ist doch, was gewinnt man durch "weichere Männer"? Es gibt viele Männer die sich in der Rolle des Hausmanns gut gefallen, ja in ihr aufgehen. Wer will es ihnen verwehren? Sind diese Männer verweiblicht, nur weil sie Kochen (im übrigen gilt Grillen wiederum als typisch männlich) oder Putzen? Oder weil sie, durch ihren Umgang mit dem Nachwuchs zwangsweise empathischer geworden, mehr Gefühle zeigen?
    Oder zeigt sich die wahre Männlichkeit nicht darin, sich flexibel an neue Situationen zu adaptieren?


    In diesem Kontext bin ich verweiblicht, so sehr das ich einen anderen Mann liebe, mit sehnlichst Kinder wünsche und mich um jedes kümmere was ich in die Finger bekomme, auch Kleinkinder.
    Aber, es macht mir einfach Spaß, dient meiner ganz persönlichen Erfüllung und Gott verdammt, das ist auch gut so.

  • Silver; Andersich ist eine Frau - und das was wir hier getan haben nennt sich "Diskussion" und nicht "Platzhirschrolle einnehmen". Dass es dabei gern mal etwas härter zugeht, solltest gerade du am besten wissen, oder nicht?


    Zitat

    Heutzutage ist es so, das bereits von kleinen Jungs erwartet wird, das sie mit Puppen spielen, einfühlsam sind und sich einer Frauenwelt anpassen.

    Ist das so? Finde ich nicht. Ich hab mal ein Jahr lang als Praktikant in einem Kindergarten gearbeitet - und da gab es die Jungs die mit Autos gespielt haben, die Mädchen die mit Puppen gespielt haben, und auch die Jungs mit Puppen und die Mädchen mit Autos. Mein subjektiver Eindruck ist da also völlig anders. Kannst du deinen irgendwie beweisen?


    Zitat

    und eben durch die hormonelle Wirkung auch ein anderes Verhalten.

    Silver, wenn das männliche Verhalten allein Testosterongesteuert wäre, dann gäbe es sowas wie Metros und Emos gar nicht. Haben die weniger Testosteron? In der Schwulencommunity gibt es ja auch die "Bears", die vor Testosteron geradezu platzen, und trotzdem schwul sind - was du ja als den Inbegriff von "Weichei" bezeichnest. Soviel scheint das Testosteron also gar nicht mit dem Verhalten zu tun zu haben.
    Dein Post wiederspricht sich da ja auch teilweise selber, indem du erstmal alles auf Hormone schiebst, dann auf Erziehung. Einerseits behauptest du, ein Schwuler wäre das Paradebeispiel eines Weicheis (da schwingt durchaus was Negatives mit), andererseits behauptest du, dass unsere Kinder gezielt auf Weiblichkeit erzogen werden, was dann ja bedeuten würde, dass es in der öffentlichen Sicht überhaupt nichts Negatives ist.
    Übrigens ist das was aus einem werdenden Lebewesen ein Männchen macht, zuallererst mal ein einfaches Y-Chromosom, dass der Vater weitergibt oder nicht. Und später kannst du dein Kind noch so sehr erziehen, es wird immer wieder welche geben, die aus irgendwelchen Gründen in kein Schema reinpassen. An welchem Hormon das dann wohl liegt?

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    Einmal editiert, zuletzt von Rônin ()

  • ...silvercload...


    mit welcher brille rennst du denn rum??? Ich bin nicht schwul und auch kein mannsweib.... :mrgreen: ich muss mich erstmal wegschmeissen.


    Das was du uns gerade vorgeworfen hast, tust du doch permanment...und wie du siehst, hat das nicht unbedingt was mit "platzhirschen" zu tun...


    Aber typisch mann, noch ne grössere zicke, als die frauen...( bitte nicht böse nehmen, ich finds nur gerade witzig...)