Homo- und Bisexualität

  • Hey Leila. Ist ja nicht so, daß ich kein Spaßmacher bin, also lache ruhig. Ich selber habe schon 2mal in Diskos gestript, damit meine ExKumpels und ich Freigetränke bekommen(schwule Anmachen sind da vorprogrammiert)...aber ich könnte nicht mal mit 2 Frauen gleichzeitig. Ich bin wid mein Profilbild ein Ritter. Ich bin verdammt mutig und meine Prinzessin gibt es Sie nur einmal...deshalb bei dem ganzem Fun, der um die Welt geht...ich werde nie was mit nem Schwulem haben. Geht nicht.

    Magie mit Wissenschaft zu erklären ist oft wie Religionsunterricht mit Matheformeln zu führen.

  • es ist ja eigentlich ganz Normal Hetero zu sein.
    Daher braucht man es eigentlich ja gar nicht sonderlich betonen.
    Deshalb finde ich es irgendwie immer recht Niedlich /Lustig
    das in fast allen Beiträgen (Sinngemäß) die Fußnote
    : Ich finde es ja ganz OK oder habe solche Freunde... "Aber ICH NIE..." :mrgreen::mrgreen::mrgreen:
    Das zeigt schon das die Masse doch noch auf eine Grundsätzliche Distanzierung Wehr legt.
    (Aber auch ich will mich nicht 100% davon freisprechen.)

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Wisst ihr was mir nicht in den kopf geht? Folgendes:


    Ein hetro mann würde Nie, also wirklich NIEMALS³, einen anderen Mann küssen. Jeder Mann kann das bezeugen.


    Allerdings haben Frauen meistens keine Probleme damit eine andere Frau zu küssen. Auch hetro Frauen.


    Wieso ist das so? Wieso haben frauen mit soetwas weniger Probleme als Männer?


    Mindreader

  • Hi mindreader


    Zitat

    in hetro mann würde Nie, also wirklich NIEMALS³, einen anderen Mann küssen. Jeder Mann kann das bezeugen.


    Allerdings haben Frauen meistens keine Probleme damit eine andere Frau zu küssen. Auch hetro Frauen.


    Wieso ist das so? Wieso haben frauen mit soetwas weniger Probleme als Männer?

    biologisch gesehen , ist dies sicher hormonell/neurologisch so veranlagt(wobei es auch dabei die individuelle charakterliche Veranlagung ist)


    ...ein Mann sieht (sehr verallgemeinernd) meist in jeden anderen Mann einen genetischen Konkurrenten (und reagiert biochemisch abweisend auf dessen hormone ) , sex dient der genetischen weitergabe nur seiner Gene ,eine Frau , die sich auch mit anderen männern paart und Mann schwanger wird, trägt nicht automatisch seine Gene aus ,sondern die Eizelle entscheidet , welches Spermium sie einlässt .


    bei Frauen ist Sexualität (Sex ist auch reden,streicheln,Gestik,mimik) auch soziale Kommunikation ,und eine andere Frau ist nicht automatisch biologische Konkurrentin ,egal mit wem sich Frau paart , in ihrem kind sind auf jedem Fall ihre Gene vorhanden (Mann kann sich da nicht sicher sein) und sie entscheidet damit immer auf der sicheren seite ...sie sieht in einem anderen weiblichen wesen erst eine Gefahr , wenn diese ihre soziale position, und/oder die Versorgung von sich und ihren kind gefährdet , dass könnte mn noch viel weiter führen ..zb warum Frauen zb multiple Orgasmen bekommen können etc etc , dazu kommen kulturelle Restriktionen udn küstliche Regelungen in Bezug der sexualität ...bezeichnend sit auch , je weniger emphatisch, empfindsam und sozial kommunikationsfähig und aggressiver veranlagt zb Mann ist , desto heftiger und aggressiver reagiert er auch auf innermännliche zärtlichkeit ,sieht sie als Bedrohung ,weil sich ihm dieses völlig enzieht, bei ihm dient eben sex nur der aggressiven Verbreitung seiner Gene ,alles andere nimmt er als Bedrohung wahr.Bei vielen Männern herrscht ein gewisses charakterliches Empfindungs-Bild vor :Mann=Jäger-Frau=Beute , sie stehen am Ende der Kette und sagen wer Beute ist und sind selbst immer Jäger, durch Homosexuelle wird dieses Bild gestört, sie haben Angst jetzt selbst Beute werden zu können, da sie ihr aggressives verhalten als einzig reales wahrnehmen ...sie fürchten , ihre strategien könnten sich jetzt gegen sie selbst wenden , aus dem Jäger könnte Beute werden ....In ihrer Alphaführer Gefühls und Denkwelt gibt es nur temporäre Verbündete , zur sicherung ihrer Macht , Sexualität ist nur als dominante Aggression und Machtausübung , sie haben eine Schwarz/Weiss Wahnehmung ...Gegner und Beute ...und beiden bringt man keine gefühle entgegen

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • wenn es gleichgeschlechtlichen Sex bei diesen Mänenrn gibt , dann nur in einer Richtung vom weniger dominanten Teil als Dienstleistung und Zeichen der absoluten Unterwerfung unter seine Dominanz ,weshalb ansonsten heterosexuelle Männer und absolut antihomosexuell veranlagt , zb kein problem haben , als Symbol der Unterwerfung andere Männer brutal zu vergewaltigen , das gleiche gilt sicher auch zb bei Frauen , auch bei vergewaltigungen von Frauen durch Frauen, denn auch dort konnte ich die heftigste Abneigung gegen körperlichen Kontakt zum eigenen Geschlecht , oder Frauen an sich (Zickenbissigkeit) auf emotionaler basis bei den Frauen beobachten , die dominant veranlagt waren (und in jeder Person eine Gefahr ihres sozialen Status sahen )

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Bei heterosexuellen Männern ist mir auch aufgefallen, dass sie nicht eingestehen können wenn sie einen anderen hübschen Mann sehen. Ich als heterosexuelle Frau kann sagen, ja die Frau ist heiß, auch wenn ich dabei an nichts sexuelles Denke. Warum kann ein Mann nicht so ehrlich sein, er muss sich doch nicht angegriffen fühlen - ich finds echt schade.


    Allerdings hab ich selber festgestellt, wenn mir eine homosexuelle Frau zu nahe kommt versuche ich auch Abstand zu halten :lol: Auch wenn ich es schön finde wenn jemand liebt, und sei es nun das gleiche Geschlecht, aber mir wird irgendwíe anders dabei, hingegen, ist es bei schwulen so das die mich gar nicht stören, eigentlich kann man mit ihnen besser reden als mit manchen anderen. Und das meine ich nicht wegen Klischee oder etc... es ist irgendwie wirklich so, weil diese Männer einen nicht auch nur einen Funken als Begierdeobjekt betrachten (wenn es vll bei manchen Heten unbewusst ist)...also ihr wisst schon :|

    Fear leads to anger, anger leads to hate, hate leads to suffering - Yoda


    Definition Juno: "Ängstlich, kurzsichtig und extrem begeisterungsfähig!" - Nieselpriem

  • Meines Erachtens ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad Bisexuell. Ich bezeichne mich auch als bisexuell, doch würde z.B. nur ungern mit einem anderen Mann ins Bett gehen. Einen Mann zu küssen, vor allem wenn er gut aussieht ( :mrgreen: ), sehe ich nicht wirklich als Problem an.
    Doch ich habe auch einen Kumpel, der schwul ist und ich mag es auch nicht wirklich, wenn ich von ihm "angemacht" werde (vllt. liegts auch am Alter. Ist fast eine Generation älter als ich). Doch im allgemeinen respektiere ich alternative Lebensweisen.


    Warum ist jeder irgendwie bisexuell? Weil Sexualitäten im Grunde nur eine Erfindung der Gesellschaft bzw. des Patriarchismus' ist. Und früher hieß es oft: Homo- und Bisexualität ist krank (was es heutzutage manchmal immernoch der Fall ist). Wenn es jedoch sowas und auch keine Rollenverteilung gäbe, so glaub ich wär... ja. Jeder bisexuell. Wie Ich. Doch ich bevorzuge Frauen immer noch um EINIGES mehr, als Männer! Und für einen Mann hab ich noch nie was empfunden... dennoch bezeichne ich mich als bisexuell, denn das ist hetero und homo zusammen, was die absolute Freiheit in dieser Sache bedeutet.


    mfg, Clave

  • Hallo
    um mal ein wenig zu wiedersprechen:


    Mindreader sagte: "Ein hetro mann würde Nie, also wirklich NIEMALS³, einen anderen Mann küssen. Jeder Mann kann das bezeugen."
    Ich bin,soweit ich das sagen kann, hetero und ich find es nicht schlimm,solang die Zungen im eigenen Mund bleiben,also kein Partnerschaftsaspekt vorhanden ist. Ich find es nicht schlimm,ich mein hey den alten mann zu hause hat man als Kind auch gemocht und vlt mal geküsst (hier nur auf die Wange aber trotzdem^^)



    Juno sagte: "Bei heterosexuellen Männern ist mir auch aufgefallen, dass sie nicht eingestehen können wenn sie einen anderen hübschen Mann sehen"
    Doch ich kann das, meine Chummer gucken mich dann zwar merkwürdig an,aber mir egal. wenn der Kerl halt gut aussieht,muss ich ja nicht direkt homosexuell werden. Man kann ja auch sagen,das tier ist schön oder das Kind süß ohne direkt pedophil oder sodomisch (heißt das so?) zu sein,oder?


    Wollt damit nur sagen,es gibt immer ausnahmen und soweit ich weiß gibt es im Tierreich doch auch homosexualität,oder vertue ich mich da gerade gewaltig? es ist also nix außergewöhnliches (genauso wie Zwitter nix unnatürliches sind, und wir sind alle am anfang weiblich) und bedenken durch Kirche etc sind schon deswegen hinfällig imo.
    Und es ist schon toll mit zwei Mädel auf die Piste zu gehen und gemeinsam nach Mädels zu gucken. Außerdem dürfen die auch cocktails bestellen,für owas wird man als Kerl ja schräg angguckt,wenn das Getränk nicht "Schwarzer Tod" oder "Zombie" heißt^^
    Also zum Thema Verständnis und Gleichberechtigung muß die Gesellschaft noch was nachholen^^
    Grüße
    Para-Cid

    "Das Leben ist wie eine große Autobahn "


    "Jeder Freund Ist Am Anfang Ein Fremder"


    nach längerer Zeit wieder zurück^^

  • Im Grunde sind Männer auch nur chromosomenbedingt umgebaute Frauen ...die körperliche Grundform jedes säugetiers ist ja sie weibliche, erst duch Hormone wird daraus dann ein männliches Wesen "gestrickt"...gäbe es bei uns keine "männer" müssetn sich die frauen mittels Jungfernzeugung fortpflanzen...wie es sie bei vielen Tierarten gibt, mitunter nur temporär , da wäre es doch von der Natur sehr unduchgdacht, wenn sie dieses von vornherein blockiert ?
    und Homosexualität gibt es unter vielen Tierarten ,zb Primaten, wobei dort Sexualität als Mittel zur Sozialen Kommunikation , stärkung der innersozialen Bindungen ,aber auch Bestätigung und Zurschaustellung von Dominanz und Rangordnung (gewaltsame Sexualität) dient

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Ich habe auch zwei Freunde, welche bisexuell sind. Eine Freundin, die hat aber eher eine Tendenz zu lesbisch, und der Freund ist atm. eher hetero. Ich finde sowas auch völlig in Ordnung. Liebe ist doch das Größte, und wenn jemand meint, dass er so glücklicher wird, nur zu.


    Ich höre recht oft von (männlichen) Bekannten, dass sie sagen: "Schwule sind okay. Aber wenn mich einer anmacht, passiert was." Warum verfallen sie in diese Opferrolle? Ich denke mal, dass die meisten homosexuellen Männer, sich nur an andere homosexuelle Männer ranmachen, denn wer flirtet, will ja auch Erfolg haben. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Und so wie heterosexuelle Männer auf einen ganz bestimmten Typ Frau stehen, wäre es doch ebenso denkbar, dass homosexuelle Männer nur auf einen ganz bestimmten Typ Mann stehen. Und mit homosexuellen Frauen wird es wohl ebenso sein.


    Gruß Meteoritenfreak

  • Ja, Liebe ist eine Sache...


    Aber wie elperdido bereits schrieb, gibt es noch die andere Sache mit der (masoschistischen) Unterwerfung. Das ist eine Art Krankheit für mich, wenn ein Mann sich selber als Objekt für einen anderen gibt, der dann seine Macht und Unterdrückung ausübt.
    Ebenso auch mit den sadistischen Homosexuellen (welche die autoritäre Rolle übernehmen und von tendenziell-masoschistischen Menschen als "sexy" empfunden wird). Im Endeffekt sind beide abhängig voneinander, der Sadist braucht Schwächere, die er unterdrücken kann und der Masoschist jemanden, der ihn unterdrücken kann.
    Beide Arten sind krankhaft und unterliegen 'ner großen Abhängigkeit.


    Und so, wie ich das bisher in meinem Umfeld beobachtet habe und beurteilen kann, sind Homosexuelle meistens (ich will da nicht absolut reden, da ich das einfach nicht kann) entweder masoschistisch oder sadistisch. Zumindest tendenziell.


    Ja, mir ist klar, dass das alles auch für die holde Frauenwelt gilt.
    Und ja, mir ist auch klar, dass es heterosexuelle Sadisten gibt. (Bei Masoschismus des Mannes wäre es dann schon wieder indirekte Homosexualität. Mitscherlich sprach dabei von dem Verbinden von Schlägen, die man als Kind vom Vater auf den Po bekommen hat, mit Sexualität. Leider weiß ich es nicht mehr richtig über die Analyse- und Diagnostizierungsweise von Mitscherlich bescheid, müsste nochmal nachlesen)


    Ate

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • @ Ategato:
    Du bringst da so einiges Durcheinander, mein Lieber.


    Zitat von "Ategato"

    Aber wie elperdido bereits schrieb, gibt es noch die andere Sache mit der (masoschistischen) Unterwerfung. Das ist eine Art Krankheit für mich, wenn ein Mann sich selber als Objekt für einen anderen gibt, der dann seine Macht und Unterdrückung ausübt.


    Wieso eine Krankheit? Abnormal (ohne Wertung), ja, aber nicht krankhaft. Es ist ein Fetisch, eine Spielform der Sexualität, mit manigfaltigen Ausprägungen der sich keinesfalls, wie du weiter unten richtig bemerkst, nur auf Homosexualität beschränkt. Unterwerfung und Dominaz haben auch nicht zwingend etwas mit Schmerzen oder Gewalt zu tun. Viellmehr geht es oftmals um absolute Hingabe und Vertrauen, sprich Verantwortung. Der Dominante Part geht ebenso eine Verpflichtung dem Sub gegenüber ein, da er dafür verantwortlich ist, dass dem Sub nichts passiert, dass seine Bedürfnisse hinsichtlich der Art der Unterwerfung und auch Demütigung gewahrt bleiben und dass die dazu dienenden Mittel richtig und im Sinne des Sub ausgeführt werden.


    Zitat von "Ategato"

    Beide Arten sind krankhaft und unterliegen 'ner großen Abhängigkeit.


    Abhängigkeit besteht immer in zwischenmenschlichen Beziehungen, in der Sexualität. Es spricht doch gar nichts dagegen, dies lustvoll auf die Spitze zu treiben, wenn beide Partner sich in dem Spiel wiederfinden. (Alles andere läuft sicher unter Vergewaltigung, Missbrauch, ja, das kannst du dann krankhaft nennen)


    Zitat von "Ategato"

    (Bei Masoschismus des Mannes wäre es dann schon wieder indirekte Homosexualität


    UNSINN! Ein Hetero-Mann bleibt das auch, wenn er sich unterwirft. Wieso wird das hier mit Homosexualität gleichgesetzt? Hier werden zwei Dinge miteinander vermischt, die sicherlich eine gewisse Schnittmenge bilden aber von einander unabhängig für sich stehen!


    Manchmal schadet es nicht, mal über den Tellerrand der "0815-mach-das -Licht-dabei-aus-Geschlechtlichkeit" hinweg zu blicken, auch wenn man das für sich selber nicht umsetzen möchte. Ok, ich habe nun auch ein Klischee bemüht, aber pauschale Statements wie "so etwas ist krank" bauen in jeder Hinsicht und in jedem Gebiet Mauern des Unverständnisses auf, die einfach nicht sein müssten.


    Liebe Grüße
    Antares

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Es ist immer wieder lustig (und teilweise auch echt traurig), mitzulesen, wie Heteros über uns spekulieren... Die Liebe zwischen zwei
    Männern und zwei Frauen unterscheidet sich in keinster Weise von der Liebe zwischen Mann und Frau.



    Das liegt einzig an der nach wie vor miesen Informationslage unserer Gesellschaft. Frauen, die Frauen zur Begrüßung küssen, gelten als gesellig,
    wohingegen Männer sofort als weibisch abgestempelt werden.
    Und kein Mann - und ich glaub, da stimmst du mir zu - würde öffentlich etwas tun, was dazu führen könnte, dass seine Männlichkeit in Frage
    gestellt wird.



    Zitat von "Eisman"

    es ist ja eigentlich ganz Normal Hetero zu sein.


    Solche Sätze regen mich ehrlich gesagt echt auf, auch wenn es vielleicht nicht einmal so gemeint war, wie es rüberkommt... das suggeriert
    immer, wie unnormal doch die schwule Lebensweise sei... solche undurchdachten Äußerungen werfen nicht nur ein mieses Bild auf den Urheber,
    sondern ruinieren auch das, was sich die homosexuelle Gemeinschaft im Laufe der Jahre sehr hart erkämpft hat und sich immer noch erkämpft.


    Zitat von "Ategato"

    Und so, wie ich das bisher in meinem Umfeld beobachtet habe und beurteilen kann, sind Homosexuelle meistens (ich will da nicht absolut reden, da ich das einfach nicht kann) entweder masoschistisch oder sadistisch. Zumindest tendenziell.


    Dann ist dein Umfeld ziemlich einseitig gepolt... dass alle Homosexuellen sich für Sado/Maso begeistern ist ein weitverbreitetes
    und ebenso falsches Klischee. Ich für meinen Teil habe z.B. keinen Spaß daran, Schmerzen zuzufügen oder zu ertragen.
    Ebenso ist mein Freund einer der sanftesten Menschen, die man auf diesem Planeten finden kann...


    Zitat von "Ategato"

    Beide Arten sind krankhaft und unterliegen 'ner großen Abhängigkeit.


    KRANKHAFT??? In welchem Jahrhundert lebst du denn bitte? Das ist jawohl das Blödeste, was ich jemals gehört habe, und es ist eine Frechheit
    so etwas in einem öffentlichen Forum zu posten.


    Zitat von "AntaresX"

    Abnormal (ohne Wertung), ja, aber nicht krankhaft.


    Es sollte meiner Meinung nach auch nicht unbedingt als Abnormal betrachtet werden. Immerhin ist auch die Sexualität zwischen gleichgeschlechtlichen
    Partnern nur der Gipfel einer Liebesbeziehung, wie sie zwischen Mann und Frau ebenfalls gepflegt wird.


    Zitat von "AntaresX"

    Manchmal schadet es nicht, mal über den Tellerrand der "0815-mach-das -Licht-dabei-aus-Geschlechtlichkeit" hinweg zu blicken, auch wenn man das für sich selber nicht umsetzen möchte. Ok, ich habe nun auch ein Klischee bemüht, aber pauschale Statements wie "so etwas ist krank" bauen in jeder Hinsicht und in jedem Gebiet Mauern des Unverständnisses auf, die einfach nicht sein müssten.


    Halleluja - hätten mehr Menschen diese Erkenntnis gehabt, wäre dieser Planet schon ein Stück weit besser.


    Zitat von "silvercloud"

    Und als bekennender Homosexueller fühle ich mich durch diese Pauschalisierung zwar nicht charakterisiert, aber doch schon fast persönlich beleidigt. Wer keine Ahnung von der Sache hat, einfach mal die Klappe halten.


    Dem stimme ich ohne einen weiteren Kommentar zu... :)

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • Zitat von "Lord Haruka Tennô"

    Es sollte meiner Meinung nach auch nicht unbedingt als Abnormal betrachtet werden. Immerhin ist auch die Sexualität zwischen gleichgeschlechtlichen
    Partnern nur der Gipfel einer Liebesbeziehung, wie sie zwischen Mann und Frau ebenfalls gepflegt wird.


    Abnormal, anaormal, also nicht der Norm entsprechend beziehe ich hier auf den BDSM-Bereich (Der in dem Post von Ategato ja auch ziemlich in den Dreck gezogen wurde). Ohne Wertung deshalb, weil ich selbst für mich entschieden habe, dass "normal" nicht immer mit "richtig" oder "gut" gleichzusetzen ist. Da ein großer Teil der Menschheit heterosexuell, könnte man die Homosexualität wohl auch als nicht normal bezeichnen. In meinem Fall ist damit aber lediglich ein Mengenverhältnis gemeint, wie gesagt, keine Bewertung. Nichts läge mir ferner. Jeder, der in der Lage ist, seinen sexuellen Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen und in deren Ausführung glücklich und befriedigt ist (vorausgesetzt, dass dies nicht die persönlichen Grenzen anderer tangiert), kann sich glücklich schätzen. Ganz im Gegensatz zu den jenigen, die aus Angst vor Andersartigkeit, ja vielleicht sogar aus Angst vor sich selber, Mauern des Unverständnisses aufbauen, andere abwerten und somit auf ewig in ihrer "Vanille-Welt" gefangen bleiben.


    Antares

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Nun Antares, selbst der BDSM Bereich ist nichts, was außerhalb der Norm anzusetzen ist, zu groß sind in diesem Bereich die Verkaufszahlen.... ich glaube anormal ist alleine das Verhältnis vieler zu ihrer Sexualität, die das immer noch als etwas schambehaftetes betrachten, was nur im Schlafzimmer bei gelöschtem Licht statt findet um sich fortzupflanzen.
    Das Sexualität der höchste Ausdruck der Liebe ist, den zwei Menschen miteinander erleben können, werden diese "Normalos" wohl nie erleben. Und auch BDSM kann in diesem Bereich erfüllend sein. Egal ob jetzt im Hetero oder im Homobereich.


    Alleine das es so einen Thread wie hier gibt zeigt eben das eine homosexuelle Lebensweise noch lange nicht so normal ist, wie immer gepredigt wird.

  • Zitat von "silvercloud"

    Nun Antares, selbst der BDSM Bereich ist nichts, was außerhalb der Norm anzusetzen ist, zu groß sind in diesem Bereich die Verkaufszahlen....

    Det musste mir nicht erzählen :mrgreen: Trotzdem sind die Größenverhältnis global betrachtet andere, sowohl was BDSM als auch Homosexualität betrifft. Ist doch auch Wurscht, ich glaube, wir beide wissen, wie es gemeint ist.
    Im Übrigen wird in anderen Kulturkreisen ganz anders mit Homosexualität umgegangen. Bei einigen Naturvölkern (ich glaube im Amazonasgebiet) ist der Akt zwischen zwei Männern etwas ganz Natürliches. Wahrscheinlich ist es mal wieder die beschränkte Sicht der westlichen Zivilisation auf alles, was anders ist als der Rest (und dieser große "Rest" ist oftmals durch Dokmen von Kirche und Staat definiert), um die es sich letzten Endes dreht. Wichtig ist nicht der einzelne und dessen Bedürfnisse, wichtig ist, dass das System funktioniert und nicht durch interessante Randerscheinungen ins Wanken gebracht wird. Dass dabei der ein oder andere auf der Strecke bliebt - wen juckts? (Das ist jetzt ziemlich allgemein formuliert und auch so gemeint, da sich meine Aussage auch auf andere Themen beziehen lässt)


    Antares

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Zitat von "Lord Haruka Tennô"

    Und kein Mann - und ich glaub, da stimmst du mir zu - würde öffentlich etwas tun, was dazu führen könnte, dass seine Männlichkeit in Frage
    gestellt wird.


    Doch klar, ich schon. Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich sehr gefühlvoll bin, und auch manchmal weine (oder zumindest sehr gerührt bin), wenn ich einen traurigen und emotionalen Film gucke. Ich gebe auch offen zu, dass ich, obwohl ich schon 21 bin, noch nie eine Freundin hatte und noch JF bin (was mich übrigens beides nicht wirklich stört). Das würde kein "echter Mann" jemals tun, auch wenn es die Wahrheit wäre.


    Zitat

    Dann ist dein Umfeld ziemlich einseitig gepolt... dass alle Homosexuellen sich für Sado/Maso begeistern ist ein weitverbreitetes
    und ebenso falsches Klischee. Ich für meinen Teil habe z.B. keinen Spaß daran, Schmerzen zuzufügen oder zu ertragen.
    Ebenso ist mein Freund einer der sanftesten Menschen, die man auf diesem Planeten finden kann...


    Wie´s bei Frauen ist, weiß ich nicht, aber alle homo- und bisexuellen Männer denen ich begegnet bin (bis auf einer), waren sogar um einiges sanftmütiger und liebevoller als eine Menge Hetero-Männer die ich kenne. Würden Frauen doch bloß nicht ausschließlich auf Draufgänger stehen, dann könnten sich auch eine Menge Heteros so zeigen. :)


    Zitat

    KRANKHAFT??? In welchem Jahrhundert lebst du denn bitte? Das ist jawohl das Blödeste, was ich jemals gehört habe, und es ist eine Frechheit
    so etwas in einem öffentlichen Forum zu posten.


    Sieh es doch einfach positiv. Zum einen ist es so, dass Homosexuelle als nicht gesellschaftfähig gelten, was Männern jedoch einen großen Vorteil verschafft. Wenn man(n) zur Musterung muss, und danach zur Bundeswehr oder zum Zivildienst, und er dann bei der Musterung behauptet, schwul zu sein (oder es tatsächlich ist), wird er umgehend ausgemustert. :D Das hat bei mir hervoragend geklappt (ich bin übrigens hetero und wollte nur 9 Monaten Zwangsdienst entgehen). :lol:


    Und zum anderen erkennst du so deine wahren Freunde. Wenn du einem Kumpel von dir gestehst, am eigenen Ufer nach Partnern zu suchen, und er dann nichts mehr von dir wissen will, weißt du ja, an was für einen du da geraten bist. Will er aber dennoch dein Kumpel bleiben, so ist er (höchstwahrscheinlich) ein wirklich sehr guter Freund, auf den du dich auch verlassen kannst. :)


    Gruß Meteoritenfreak

  • Puh, was für ein Thread.


    Auch auf die Gefahr hin, dass mich keiner mehr mit dem Hintern ansieht oder ich eine sieben Seiten lange Predigt bekomme, werde ich dennoch meine Meinung offenbaren, auch wenn ich weiss, dass es u. U. "frauenfeindlich und klischeehaft" rüberkommt. :mrgreen:


    Homosexualität ist heute was normales. Nicht nur heute, auch schon vor 2000 Jahren, bspw in der guten alten Römerzeit:-). Meines Erachtens hat die Evolution dazu beigetragen, dass Männer und Männer, Frauen und Frauen sich aufeinmal anziehend finden. Jaja, echte Freunde gibt es nur unter Männern :roll:


    Allerdings muss ich ganz klar sagen, dass ich in keinsterweise Kontakt zu schwulen haben will und auch keinen haben werde. Ich persönlich finde es ekelhaft, wenn zwei Kerle sich küssen oder womöglich noch fummeln. Da ich aus Köln komme, sehe ich sowas fast täglich und an Karneval noch öfter. Ich bekomme Gänsehaut und mir läuft es eiskalt den Rücken runter.


    Der liebe Gott hat Adam und Eva erschaffen und nicht Adam und Horst oder Ernst. Auch nicht Eva und Heidi.
    Ich versuche so gut es geht, Schwulen aus dem Weg zu gehen, manchmal, berufsbedingt, ist dieses nicht immer möglich, auch wenn ich den Kunden dann an einen Kollegen abgebe.


    Auch stört mich dieses "offene Verhalten". Jeder muss heute irgendwie sagen, dass er homo ist und sagen, dass es auch gut so ist! Nein, ist es nicht! Es ist nicht gut! Es ist eine Abnorm.
    Hollywood, Bundestag, Sport! Überall ist homo sein toll! Warum ist das denn so! Früher hat man solch eine Neigung unter verschluss gehalten.


    Thema weibliche Homosexualität: Die klassischen Lesben gibt es ja nicht (wunderschöne, wohlgeformte Frauen, die Ihren Trieben freien Lauf lassen und ggf. auch noch ein männlichen Part zulassen;-)) Wenn ich Lesben sehe, sehen diese aus wie Männer, nur ohne Bart. Das ist zwar einfacher zu verkraften als Schwule, aber auch sehr komisch und für mich nicht tragbar.


    Natürlich kann ich dagegen nichts machen, will ich auch nicht, nur schöner ist es, wenn es weniger öffentlich gemacht wird, und ich auch weiterhin in Ruhe gelassen werde.


    Auch diese "tuntige" Art von manchen Schwulen ist völlig üerbtrieben. Warum machen diese das? Weil sie eine weibliche zuhörer Ader haben? Naja, wems gefällt!