Homo- und Bisexualität

  • Okay, ich entschuldige mich nochmal wenn meine Worte Homofeindlich geklungen habe sollten. So war das nicht gedacht. Und das mit der Natürlichkeit. Ja wir sollten uns freuen, da sie keine Konkurrenz darstellen. Wenn man es so sieht hast du recht. Aber wie auch immer, das nächste Mal werd ich mich zwingen den ganzen thread durchzulesen...

    Wir sind doch schon lange allesamt hinüber, die Welt ist doch schon min 30 Mal untergegangen. Wir habens bis jetzt nur immer verpasst...

  • Also meine Meinung dazu ist das jeder die Sexuelle Richtung einschlagen kann die er will. Denn schließlich ist es sein Leben und nicht meins, obwohl ich es nicht sehen will wenn 2 Männer sich küssen. Was ich jedoch bei Frauen nicht so empfinde.
    Es kann an der Erziehung liegen aber auch an der Einstellung des Menschen selber.


    Jeder Mensch hat seine eigene Meinung, und die soll er auch vertreten dürfen.



    MfG firo

    Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall.
    Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll


    Zu unserer Besserung bedürfen wir eines Spiegels.

  • Wir dürfen bei Homosexualität auch nicht von einem monokausalen Phänomen sprechen, das einfach zu erklären werden. Es gibt nicht die Homosexualität, eher Homosexualitäten. Homosexuelles Verhalten kommt bei Bonobos zum Beispiel eklatant häufiger vor als beim Gemeinen Schimpansen, obwohl beide eng miteinander verwandt sind (und gleich weit mit uns verwandt). Unterschiedlich ist aber vor allem ihr soziales Verhalten - Sex hat bei den Bonobos einen völlig anderen Stellenwert als bei Schimpansen oder den meisten anderen Affenarten. Sex kann bei ihnen Zahlungsmittel oder Kommunikationsmittel sein, zur Entspannung oder Versöhnung dienen, zur Festigung und Demonstration von Gruppenhierarchien fungieren und so weiter und so fort. Dabei betreiben sie neben schwulem und lesbischem Sex sogar das, was wir als Pädophilie bezeichnen würden, ebenso wie diverse "Fetische" mit Gegenständen. Das andere sexuelle Rollenverhalten hat also bei ihnen vor allem eine soziale Ursache - bei anderen Tierarten sieht das anders aus.
    Selbige Diversität können wir wohl bei Menschen voraussetzen. Es gibt Kulturen, die homo- und bisexuelles Verhalten aus bestimmten gruppendynamischen Ursachen fördern. Bekannt ist natürlich die griechische Antike mit ihrer angeblichen Toleranz gegenüber Homosexualität, die aber auch nur für bestimmte Formen galt, vor allem für Beziehungen zwischen Älteren und Knaben (weibliche Homosexualität wurde kaum thematisiert). Ähnliches findet sich im Japan der Edo-Zeit, eine homosexuelle Beziehung zwischen älteren und jüngeren Samurai im Kontext eines Lehr- (und nicht Liebes-)verhältnisses. Bei den Sambia in Papua-Neuguinea zählen homosexuelle Praktiken zu den Initiationsriten, obwohl sie ansonsten in heterosexuellen Beziehungen leben; möglicherweise hat die Homosexualität hier auch religiöse Ursachen (da sie glauben, durch die Übertragung des männlichen Samens auf die Jugendlichen die Stärke der Erwachsenen auf diese zu übertragen). Diesen kultischen Charakter von Sexualität findet man auch in Mesopotamien, wo jede Form der Sexualität als göttliche Offenbarung galt. In vielen indianischen Völkern hingegen war sie lediglich als Tatsache anerkannt, ohne dass soziale Förderung stattgefunden hätte. Homo- oder Bisexuelle galten als "Two-Spirits", die die Seelen von Männern und Frauen in sich trugen und so gelegentlich auch - wie heutige Transsexuelle - in den Kleidern der jeweils anderen Geschlechter herumliefen.
    Soviel zur Kulturgeschichte der Homosexualität. Wie sieht es heute aus?
    In bestimmten Zeiten dürfte homosexuelles Verhalten offener ausgelebt worden sein als in anderen. Die "wilden" 60er und 70er brachten eine neue sexuelle Freiheit, die weitestgehend bis heute anhält. Viele Menschen probieren verschiedene sexuelle Beziehungen aus und sind gegenüber Neuem offen - jemand, der gelegentlich schwulen Verkehr hat, kann glücklich in einer heterosexuellen, monogamen Beziehung leben. Andererseits zeigte sich in Studien, dass viele Schwule und Lesben bereits in der Kindheit ein Verhalten aufwiesen, das sich von Gleichaltrigen unterschied, indem sie nicht die typischen Rollenmuster ihres Geschlechts übernahmen. Darum, und weil einzelne Untersuchungen an Zwillingen darauf hinweisen, werden von vielen Forschern genetische Ursachen zur Homosexualität herangezogen. Andere Studien ziehen aber andere Gründe heran. Endokrinologen vermuten, dass der Hormonhaushalt der Mutter eine Rolle spielt. Psychologen machen individuell-psychologische, Soziologen gesellschaftliche Faktoren dafür verantwortlich. Ich denke, viele dieser Erklärungen stimmen - weil Homosexualität kaum als kohärentes Phänomen betrachtet werden kann. Die Formen und Umstände homosexuellen Verhaltens sind unterschiedlich, sowohl in der Natur, als auch bei menschlichen Gesellschaften. Also dürfte es auch individuelle Unterschiede geben, warum ein Mensch homosexuell wird. Bei einem Großteil mögen tatsächlich genetische Ursachen eine Rolle spielen, doch legen jüngere Studien nahe, dass es ein einzelnes "Homo-Gen" nicht gibt und dass mit genetischen Gründen nicht alle Formen der Sexualität erklärt werden können. Man sollte also zunächst einmal aufhören, über Homosexualität zu sprechen, als sei das etwas Geschlossenes, Ganzheitliches.


    Damit hängen dann auch die evolutionären Gründe zusammen. Bei den Bonobos hat Homosexualität sicherlich eine andere Funktion als bei anderen Tieren, wo nicht-heterosexuelles Verhalten weniger sozial verankert ist. Über die genauen Evolutionsvorteile von Homosexualität wird noch gestritten, aber spätetens seit Dawkins "egoistischem Gen" gilt als eine sehr wahrscheinliche Erklärung, dass Homosexuelle sich um die Aufzucht von Jungen kümmern können und sich somit der Kreis der Beschützer und Versorger des Nachwuchses erweitert. Sie bekommen zwar keine eigenen Jungen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass ihre näheren Verwandten die gleichen Gene in sich tragen, ist außerordentlich hoch. Homosexualität würde damit ebenso wie altruistischen Verhalten im evolutionären Sinne der Erhöhung der Gruppenfitness dienen. Ich persönlich denke, dass es aufschlussreich sein könnte, das Vorhandensein von Homosexualität bei Arten mit außergewöhnlich großen Populationen mit denen von sehr kleinen zu vergleichen, denn die Homosexualität könnte zugleich der "Überbevölkerung" einer Tiergruppe entgegenwirken.


    Diese biologischen und evolutionären Gründe zu diskutieren ist aber eigentlich müßig, denn man kann aus ihnen keine moralischen Werte ableiten. Bevor also wieder jemand damit anfängt, Homosexualität sei "unnormal", da Homosexuelle keine Kinder kriegen können, soll derjenige erst beantworten, welche Schlussfolgerungen er aus dieser (falschen) Meinung zieht. Wenn er daraus ethische Maßstäbe ableiten will, muss er eine klaffende Lücke schließen, da in unserer überbevölkerten Gesellschaft die unbedingte Produktion von Nachwuchs wohl kaum von moralischem Wert sein kann. Obwohl ich Nazivergleiche nicht mag, muss man an dieser Stelle dennoch darauf hinweisen, dass das NS-Regime auch aus diesem Grund Homosexuelle verfolgte und ermordete: weil die "Unproduktivität" ihres Treibens der Verbreitung der "arischen Rasse" entgegenstand. Aus dem selben Grund zeichnete man besonders "produktive" Mütter wie Zuchtkühe aus.


    Zusammengefasst also:
    a) Homosexualität kann unterschiedliche Formen annehmen, die sich schwer unter einen Hut bringen lassen
    b) Die Entstehung von homosexuellem Verhalten ist wahrscheinlich nicht monokausal und schließt genetische, endokrinologische, psychische, soziale und andere Faktoren ein
    c) Auch im Tierreich finden sich unzählige Formen der Homosexualität und anderer vermeintlich "abnormaler" Verhaltensweisen
    d) Ethologische Beobachtungen bei Tieren und evolutionäre Diskussionen erfolgen immer im Rahmen grundsätzlicher biologischer Überlegungen, sie lassen sich wieder normativ noch ethisch auf unsere modernen menschlichen Gesellschaften übertragen.


    Edit Dazee: abgeteilt und verschoben aus: [url=http://www.paraportal.de/viewtopic.php?f=59&t=15118">viewtopic.php?f=59&t=15118[/url]

  • Wäre die sexuelle Ausrichtung ausschließlich auf die Erbanlagen zurück zu führen, so müssten eineiige Zwillinge immer identische Präferenzen haben.
    Untersuchungen zeigen aber, dass dem nicht so ist.


    Es gibt also kein "Homo-Gen". D.h., niemand kommt homosexuell, bisexuell oder heterosexuell auf die Welt.


    Wäre die Erziehung aber der Grund, dann müssten Zwillingsgeschwister eigentlich auch eine identische Sexualität entwickeln.


    Ob Homo- oder Heterosexualität - beides entwickelt sich aus einem komplexen Gemisch aus Erbanlagen, sozialem Umfeld und anderen Faktoren.


    Das kann man alles hier nachlesen:
    http://www.zeit.de/online/2008…ngsstudie-homosexualitaet

  • Es spielen einige Faktoren eine Rolle. Es kann auch durch Traumata ausgelöst werden. Vergewaltigungen etc. Damit geht jeder Mensch anders um.Es gibt da auch Paradoxen, wie durch ein Traumata durch eine Vergewaltigung eine nymphomanische Neigung auftritt. Aber natürlich kann auch genau das Gegenteil passieren. Es kann auch an den Hormonen liegen. Sprich was Mutter zu sich nimmt während der Schwangerschaft. Es kann mit den Genen zusammenhängen. Etc

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Herr Schneider: Das ist doch das, was ich sage. Trotzdem spielen genetische Gründe mit Sicherheit eine Rolle, denn bei eineiigen Zwillingen ist der Prozentsatz von Geschwistern, die beide homosexuell sind, deutlich erhöht.

  • Zitat

    allerdings haben wir hier im Thread schon einige aktuelle!! Fakten gepostet, die eindeutig aussagen das Homosexualität also sowas von normal ist. Zusätzlich sagen die gleichen Ergebnisse aus, das die Abneigung die Heteros gegen Homos haben unnatürlich ist.
    Denn wenn wir vom reinen Fortpflanzungstrieb ausgehen, so müssten sich die Heteros über die Homos freuen da wir keine Konkurenz darstellen sondern eher nützlich sind, da wir uns mit um die Nachkommen der anderen kümmern.
    Das ist die Krux wenn man mit "Natürlichkeit" argumentiert. Natürlich ist es, das es den Heten eigentlich egal sein sollte. Leider ist es so, das in vielen Köpfen, und seien sie nach außen noch so atheistisch oder "religionsfrei" immer noch die Homofeindlichkeit existiert die von der Kirche eingeimpft wurde. Denn das Homosexualität als unnormal, wider die Natur und störend empfunden wird, ist erst so, seitdem es die Kirche so verkündet.



    AKTUELLE FAKTEN DIE bsagen, dass homosexualität Normal ist? und somit die Norm bei den menschen entspricht? es ist eine minderheit und dies wird sie auch bleiben


    Und dass die gleichen ergebnisse aussagen,dass die abneigung von Heteros gegen Homos unnatürlich ist.....^^ das ist echt lustig wie du sowas behaupten kannst. ich kann es leider nicht wiederlegen, aber dass dies bewiesen wurde, kann ich mir auch kaum vorstellen.


    manchmal sprichst du davon, dass die Homos eine Randgruppe darstellen,die zur erziehung der arterhaltung dienen,andererseits propangierst du, dass es ein gendefekt ist...und wieder anders meinst du wie hier, dass homosexualität auf einmal das normalste der welt ist und die böse christliche kirche den Homo -Haß auf die welt gebracht hat...


    ich dachte immer,der islam sei älter als der christliche glaube...und im islam ist homosexualität heute noch mehr verpönt als bei den christen.^^


    soviel dazu


    Zitat


    Herr Schneider: Das ist doch das, was ich sage. Trotzdem spielen genetische Gründe mit Sicherheit eine Rolle, denn bei eineiigen Zwillingen ist der Prozentsatz von Geschwistern, die beide homosexuell sind, deutlich erhöht.


    denk mal ein bisschen wissenschaftlicher
    eineiige zwillinge,wo einer schwul und einer hetero ist



    woran es wohl liegen mag, dass bei eineiigen zwillingen der prozentsatz deutlich erhöht ist,dass beide homo oder heterosexuell sind..liegt vieleicht einfach daran,dass sie im selben elternhaus großwerden(wiederspricht der theorie dass die erziehung keinen einfluß hat)..in die selbe schule und klasse gehen,und viele "selbe" erfahrungen machen,die auf ihr erbgut und instinktgut dementsprechend aggieren



    ich hoffe mal,man sperrt mich nicht gleich,weil ich dieser sache so "kritisch" gegenüberstehe.
    ich bin kein Schwulenhasser(und wenn würde es eine sperre aus dem forum auch nicht wirklich rechtfertigen), noch führe ich irgendwelche kriege gegen sie. dennoch finde ich,sollte sich die wissenschaft mehr damit beschäftigen


    d

    Zitat

    a in unserer überbevölkerten Gesellschaft


    komisch^^ die bevölkerung wächst weltweit( also in deutschland nicht..^^ da werden in 50 jahren keine 60mio menschen mehr leben)


    und wir sind ja auch so überbevölkert..aber die amis und deutschen werden immer fetter.


    das passt irgendwie nicht..genauso passt es nicht, dass wir wenig produktion in der landwirtschaft subventiernieren,damit die preise stabil bleiben.....
    und in der biotonnen landen auch oft genug abfälle um millionen von menschen zu ernähren.


    würden sich alle deutschen und amis so ernähren,dass sie ein vernünftiges gewicht haben(maenner 1,80cm groß,65-75kilo) frauen 17ßgroß (50-63kilo)
    und würden wir nicht subventionieren und aufs geld achten,sowie die lebensmittel nicht einfach verschwenden und unbedacht wegschmeissen,so könnten wir locker den ganzen hunger auf der welt stillen.


    pipelines mit wasser anstatt öl ist es schon immer mein vorschlag gewesen^^


    Edit Dazee: Beiträge zusammengeführt.. Es gibt eine Editfunktion.. Desweiteren würde ich vorschlagen einen anderen Ton anzuschlagen.. Man darf sich gerne kritisch äußern aber bitte sachlich! Stichwort: Forenregeln, Nettiquette... Andererseits läufts Du in Gefahr Konsequenzen tragen zu müssen... ;)

  • Zitat

    denk mal ein bisschen wissenschaftlicher


    Sorry, aber da musste ich spontan lachen.


    Zitat

    liegt vieleicht einfach daran,dass sie im selben elternhaus großwerden


    Diese Vermutung wird durch die Studien nicht gedeckt. Es gibt keinen nennenswerten Einfluss der Erziehung auf die sexuelle Prägung (von psychischen Traumata mal abgesehen, ich glaube das habe ich an anderer Stelle auch schon angemerkt).


    Zitat

    sollte sich die wissenschaft mehr damit beschäftigen


    Es ist nicht Aufgabe der Wissenschaft, in ethischen Fragen zu urteilen. Die Erforschung der Sexualität - damit auch der Homosexualität - läuft seit Jahrzehnten auf Hochtouren.


    Zitat

    AKTUELLE FAKTEN DIE bsagen, dass homosexualität Normal ist?


    Das kommt darauf an, was man mit "normal" meint. Wie schon oben geschrieben: es ist nicht Aufgabe der Wissenschaft, moralische Urteile zu fällen. Moralische Werte entstehen im gesellschaftlichen Konsens, im Grunde gibt es für keinen moralischen Wert eine faktische Notwendigkeit. "Normal" im Sinne von "der Norm entsprechend" ist Homosexualität auch nicht, denn die Norm - das heißt der Bevölkerungsdurchschnitt - ist noch immer zu überwältigenden Teilen heterosexuell. Das hat aber überhaupt nichts mit der ethischen Debatte um die Anerkennung der Homosexualität zu tun (siehe mein Posting weiter oben). Dass Homosexualität "normal" im Sinne von "nicht krankhaft" ist, ist aber unter westlichen Psychologen, Soziologen, Biologen etc. weitgehender Konsens. So findet sich Homosexualität zum Beispiel nicht mehr in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD).


    Zitat

    manchmal sprichst du davon, dass die Homos eine Randgruppe darstellen,die zur erziehung der arterhaltung dienen,andererseits propangierst du, dass es ein gendefekt ist...und wieder anders meinst du wie hier, dass homosexualität auf einmal das normalste der welt ist und die böse christliche kirche den Homo -Haß auf die welt gebracht hat...


    Sorry, aber du hast keine Ahnung vom Verhältnis zwischen den jeweiligen Wissenschaftsbereichen. Ich habe in meinem vorherigen Post bereits ausführlich darauf hingewiesen, dass man Beobachtungen in der Natur nicht mit menschlichen Gesellschaften gleichsetzen kann, insofern "dienen" die Homosexuellen auch nicht "der Erziehung der Arterhaltung". Beschäftige dich doch bitte mal ein wenig mit der Evolution und Wissenschaftsphilosophie, sonst bringt die ganze Diskutiererei nichts.

  • Also ich habe nix gegen Schwule/Lesben und akzeptiere es ohne Probleme. Aber wenn ich sehe, wie sich 2 Menschen gleichen Geschlechts küssen oder wenn ich mir vorstelle, wie diese ihre Sexualität ausleben, schütteltst mich doch nen bissel... Aber wie gesagt: Ich verurteile das nicht!


    Ein Bekannter von uns hat uns offenbart, das er schwul ist. Er lebte mit einem Freund zusammen, der aber schwer erkrankt ist und starb. Der Bekannte war sehr traurig und weinte um ihn. Ich hab versucht ihn zu trösten, sogut ich konnte. Er spürte meine Anteilnahme und bedankte sich dafür.
    Er hat mir in diesem Augenblick sehr, sehr leid getan...

    Warum produziert die niederbayerische Filmgruppe gern Filme?


    "Weil wir auch Extremsituationen im Film durchleben können, die wir aber im wirklichen Leben nicht erleben möchten".

  • Viele meiner Freunde sind Homo- oder Bi- Sexuell und fast alle meiner Freunde hatten damit schonmal Erfahrungen gesammelt.
    Ich selbst bin Hetero und kann es einfach nicht verstehen, wie man behaupten kann, dass homosexualität merkwürdig oder gar unrecht wäre.


    mal ganz im ernst: was geht es diese Leute an...?


    also wem's gefällt, der kann das ja gerne ausüben.


    Zitat

    Trotzdem spielen genetische Gründe mit Sicherheit eine Rolle

    :schlecht: einfach nur arm!


    Da können wir ja grad zur Rassenlehre übergehen, oder was?!
    Ich glaub es hackt!

  • Informier dich bitte erstmal, bevor du den Empörten spielst. Es hat auch genetische Ursachen, warum wir eine Nase und zwei Hände haben. So what? Was zum Geier hat das mit Rassenlehre zu tun? Rassistisch wird das ganze erst, wenn wir es auf eine normative Ebene heben und daraus soziale Forderungen ableiten.
    Vielleicht machst du dir vor dem nächsten überflüssigen Beitrag wenigstens die Mühe, den Thread komplett durchzulesen.

  • Zitat von PostalDude

    einfach nur arm!

    :roll:
    Warum? Ist es auch rassistisch wenn ich behaupte, dass bei der Hautfarbe genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten?
    Mal ganz davon abgesehen, dass ad santiago durchaus Recht hat. Auf SpringerLink habe ich einen Artikel aus einem schwedischen Wissenschaftsmagazin zum Thema Zwillingsstudie und genetische Faktoren gefunden, und der besagt ganz klar:


    Zitat

    Biometric modeling revealed that, in men, genetic effects explained .34–.39 of the variance, the shared environment .00, and the individual-specific environment .61–.66 of the variance.

    Und bei Frauen:


    Zitat

    Corresponding estimates among women were .18–.19 for genetic factors, .16–.17 for shared environmental, and 64–.66 for unique environmental factors.

    Wie die das rausgefunden haben, will ich mir gar nicht erst vorstellen - aber wenn die Schweden sowas behaupten, dann hat es Hand und Fuss. :mrgreen: Und logisch ist es sowieso. Die Sexualität an sich ist im Menschen genetisch fest verankert, und da ist es kein Wunder, dass auch die sexuelle Ausrichtung davon beeinflusst wird.
    Die weitaus grösste Rolle spielen offensichtlicherweise aber noch immer die Person und ihre Umgebung selbst. Etwas anderes hat aber auch niemand behauptet.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich find Homosexualität in Ordnung. Bisexualität find ich weltklasse. Heterosexualität ist normal.


    Und ok find ich auch wenn man zwei Homosexuelle die sich küssen oder den Gedanken daran wie sie ihre sexuellen Fantasien ausüben anschaut ein befremdliches Gefühl hat.
    Wir sollten einfach wieder lockerer werden und dieses Gefühl von "Das ist mir fremd und bereitet mir ein wenig Unbehagen" einfach zulassen. Das ist doch nichts schlimmes wenn man einfach aufgrund von Erfahrungslosigkeit und Unwissens ein wenig Unbehagen empfinden gegenüber Homosexuellen.
    Dass wir Abstand davon nehmen wollen weil es uns fremd ist, ist etwas ganz natürliches. Und weil die Gesellschaft uns sagt wir sollen tolerant sein und offen und sowas akzeptieren, trauen wir und garnicht mehr zu zeigen, dass es uns ein mulmiges Gefühl macht. Kaum zeigst du, dass du etwas Fremdem erstmal aus dem Weg gehst bist du intolerant oder gar ein Hasser.
    Wieso darf mir ein schwules Ehepaar nicht im ersten Moment befremdlich wirken? Wieso darf ich nicht sagen "Ich hab nichts gegen Schwule aber ein bisschen eklig find ich den Gedanken, dass sie Sex haben schon!" ohne mich gleich rechtfertigen zu müssen vor Leuten die halt kein Problem mit diesem "Fremdsein" haben?


    Ich find das vollkommen ok, und ich glaub wenn man DARAN arbeiten würde gäbe es viele dieser Diskussionen garnicht, weil einfach jeder die Offenheit des anderen verstehen und akzeptieren könnte.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Wieso denkst Du ueberhaupt darueber nach, ob die Sex haben oder nicht? Wenn sie sich kuessen, dreh Dich halt diskret weg! Was heterosexuelle Ehepaare im Schlafzimmer machen weisst Du doch auch nicht, oder?


    Da werden sicher einige dabei sein, die Dinge machen, die Dich noch weit mehr ekeln wuerden als homosexueller Sex! :) Es betrifft Dich doch nicht, also warum davon befremdet sein solange Dich keiner anmacht?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Wieso denkst Du ueberhaupt darueber nach, ob die Sex haben oder nicht? Wenn sie sich kuessen, dreh Dich halt diskret weg! Was heterosexuelle Ehepaare im Schlafzimmer machen weisst Du doch auch nicht, oder?


    Da werden sicher einige dabei sein, die Dinge machen, die Dich noch weit mehr ekeln wuerden als homosexueller Sex! :) Es betrifft Dich doch nicht, also warum davon befremdet sein solange Dich keiner anmacht?

    1. Ist Fragen mit Gegenfragen beantworten doof :(
    2. Erklär mir bitte den Unterschied zwischen Ablehnung und diskretem Wegdrehen. Beides hat für mich den Grundgedanken "Damit will ich nichts zu tun haben."
    3. Es geht nicht um irgendwelche Fetische oder speziellen Neigungen denen manche nachgehen. Ich überleg mir ja nicht, was ein Homo-Paar so treibt im Bett. Sondern es geht darum, dass Penis + Vagina = Meine Norm und Penis + Penis = Fremd und ungewohnt.
    4. Warum es befremdet? Ich red jetzt von Homosexuellen im Umfeld oder wenn du damit konfrontiert wirst. Ich red ja nicht davon, dass ich allein daheim hock und mir plötzlich denk "OMG, total befremdlich diese Schwulen", sondern wenn ich halt damit konfrontiert werd. Im übrigen ist das kein "Uh ich bin ein Mann und versuch mich möglichst vom Schwulsein zu distanzieren"-Trip. Und wer mich kennt weiß, dass ich absolut keine Berührungsängste hab diesbezüglich und eh gern Grenzen überschreit.
    Da gehts einfach um persönliches Empfinden. Ich kenn Schwule, ich mag Schwule, aber bei einer Konfrontation damit hab ich halt ein befremdliches Gefühl und das find ich ist normal und gut. Und das hab ich auch bei Lesben...aber das betrifft einen als Mann ja nicht so, darum bin ich nicht so drauf eingegangen jetzt.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


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  • Der Unterschied zwischen Wegdrehen und Ablehnung....Wegdrehen bedeutet nicht zwangslaeufig Ablehnung! Wenn ein Heteropaar auf der Strasse wild rumknutscht, wuerde ich mich da auch wegdrehen und nicht zugucken, einfach weil ich finde, dass das hoeflicher ist. Dasselbe gilt, wenn ich an einer Mutter vorbeigehe, die ihr Kind stillt.


    In sofern fuehle ich mich eigentlich nicht damit konfrontiert....ich hab auch lesbische und schwule Freundinnen und Freunde, und ueber die mache ich mir in sexueller Hinsicht nicht mehr und nicht weniger Gedanken wie ueber meine heterosexuellen Freunde.....sie interessieren mich dahingehend einfach nicht und werden es auch nie. Fuer mich selbst befremdlich wird es erst, wenn ich von einer Frau angebaggert werde.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


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  • Merkt eigentlich keiner, dass Homos hier wie etwas total absurdes betrachtet werden?
    Homo ist genau so "normal" wie hetero.
    Ich lese hier immer wieder "befremdlich" und Sachen wie "JA ich kenne Schwule, und es macht mir gaaaarnichts aus, sie zu umarmen!" Sind sie denn krank oder so? Aussätzig?
    Ehrlich, das klingt wirklich so "JA ich traue mich, Aussätzige zu umarmen! SO mutig bin ich!"
    Im Grunde ist ein Homo genau so ein Mensch wie ein Hetero auch. Hat durchschnittlich eine Nase, Mund, zwei Augen und Ohren, Beine, Hände...oder auch nicht, man weiß ja nie. Bloß andere Vorlieben. Es rennt ja auch keiner rum und sagt "JA ich trau mich, jemanden zu umarmen, der auf Strapse steht!"
    Ist Auf-Strapse-Stehen genetisch veranlagt oder Erziehung? Macht sich darüber jemand Gedanken? Nee. Warum also über Homosexualität?


    Andersrum gefragt: Ist Heterosexualität genetisch oder Erziehung?
    Diese Frage muss man sich eigentlich stellen. Man kann ja nicht fragen warum die eine Paprika rot ist und die andere gelb, und einfach davon ausgehen, dass grüne Paprikas "halt so sind".


    PS: JA ich traue mich, Heteros zu umarmen! SO mutig bin ich!
    :keks:

  • Andersrum gefragt: Ist Heterosexualität genetisch oder Erziehung?

    Ich würd mal stark auf genetisch tippen.
    Du darfst bei dem philosophischen Blickwinkel aber nicht außer acht lassen, das die Natur nahezu alle anstrengungen auf die Fortpflanzung legt. Und Fortpflanzung funktioniert bei den (höheren) Lebewesen ja eben meist nur mit Heterosexualität. Das ist Fakt, und egal wie liberal oder politisch korrekt man ist, es bleibt Fakt.


    Und bevor mir hier irgendein Gutmensch einen Strick daraus drehen will: Ich will damit in keinster Weise andeuten, dass Homosexualität unnormal ist, sondern das Heterosexualität normal ist.


    So, und zu der "ich umarme"-Thematik: Ich umarme keine Homos. Das liegt aber daran, dass ich nur Männer und Frauen umarme, wenn sie in einem besonderen freundschaftlichen Verhältnis zu mir stehen. Und das hat von der Homosexuellen Fraktion noch keine(r) geschafft.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Hmm Davy,


    und wie erklärst du dir dann, das es in der Natur bei den höheren Primatenarten und den Delphinen z.B. genauso normal ist, das es Homosexualität gibt? Weil die Natur einen gewissen Prozentsatz Homosexualität immer hat, damit zusätzliche Versorger um den Nachwuchs kümmern können und so dessen Überlebensrate sichern.


    Ansonsten kann ich Keks nur zustimmen, solange es immer noch solche Diskussionen wie hier gibt, solange sind wir noch nicht bei der Normalität angekommen. Grade die, die sich damit brüsten wie tolerant sie sind, gerade für die ist es eben noch nicht normal. Das du Davy keine homosexuellen Freunde hast wage ich zu bezweifeln. Es ist immer noch so, das viele sich garnicht trauen sich zu outen, also öffentlich zu machen das sie so empfinden. Egal ob jetzt Homo- oder Bisexuell.



    Und ja, ich umarme auch Homos, jeden Abend im Bett den Mann neben mir, den ich sooooo sehr liebe.