Homo- und Bisexualität

  • :wut:
    Es war so klar, das wieder einer kommt, der das nicht kapiert, obwohl ich es unten drunter geschrieben hab! :stirnhau:


    und wie erklärst du dir dann, das es in der Natur bei den höheren Primatenarten und den Delphinen z.B. genauso normal ist, das es Homosexualität gibt? Weil die Natur einen gewissen Prozentsatz Homosexualität immer hat, damit zusätzliche Versorger um den Nachwuchs kümmern können und so dessen Überlebensrate sichern.


    Ich hab im obrigen Post folgendes geschrieben:
    Ich will damit in keinster Weise andeuten, dass Homosexualität unnormal ist, sondern das Heterosexualität normal ist.
    (*Liebe Mods, bitte lasst das in dieser Größe stehen, sonst kommt noch einer der das überliest. Danke.)
    Da steht: Hetero=normal, Homo=/=unnormal :!: Jetzt angekommen?


    Das du Davy keine homosexuellen Freunde hast wage ich zu bezweifeln.


    Das ich keine Homosexuellen Freunde besitze hab ich auch nirgends geschrieben! Klar hab ich welche, nur sind die nicht soooo eng mit mir befreundet, dass ich sie umarme.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • @ Davy Jones:


    Aber wenn Heterosexualität doch genetisch ist, müsste Homosexualität auch genetisch sein.
    Halt eine Genetik, die von der "Hetero-Genetik" abweicht.


    Sonst wäre ja genetisch ein heterosexueller Grundsatz vorhanden, der durch "erzogene" Homosexualität überdeckt wird, heißt, alle Schwulen und lesben sind eigentlich von Geburt an Hetero und empfinden dann halt nur durch Erziehung etwas für das eigene Geschlecht.
    Auch keine wirklich sinnvolle Lösung, oder?



    silvercloud Hallo "Leidensgenosse", zwar nicht vom selben Planeten, aber vom selben Ufer :)

  • Aber wenn Heterosexualität doch genetisch ist, müsste Homosexualität auch genetisch sein.
    Halt eine Genetik, die von der "Hetero-Genetik" abweicht.


    Dagegen hab ich doch auch nix gesagt.
    Ich halte das für logischer als die "Homosexuelle Erziehung".


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • @ Davy Jones:


    War eigentlich auch nicht als Gegenpart zu deiner Aussage gedacht, sondern eher als weiterer Denkanstoß :)


    Ich kenne solche Diskussionen ja ohne Ende, und immer läuft es darauf hinaus, dass man sich im Thema "Genetisch oder Erziehung?" festkeilt und sich dort endlos im Kreis dreht, ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

  • "Du darfst bei dem philosophischen Blickwinkel aber nicht außer acht lassen, das die Natur nahezu
    alle anstrengungen auf die Fortpflanzung legt. Und Fortpflanzung
    funktioniert bei den (höheren) Lebewesen ja eben meist nur mit
    Heterosexualität. Das ist Fakt, und egal wie liberal oder politisch
    korrekt man ist, es bleibt Fakt."


    Das finde ich gar nicht mal logisch, dass die Natur nun ausgerechnet bei höheren Lebewesen Heterosexualität positiv selektiert hat. Bei höheren Lebewesen sind doch sicher mehr Spielräume da, so dass sich hat Homosexualität entwickeln können. Wir pflanzen uns ja nicht mehr fort, indem wir ein Weibchen barbarischst bespringen, sondern wählen durch Intelligenz und Voraussicht unseren Geschlechtspartner aus. Und gerade die Tendenzen der Machtspielchen zwischen Gays in Hinsicht, aktiv oder passiv zu sein, sind ein höhergeleveltes Rollenaushandlungsspiel, dass sich nur höher entwickelte Lebewesen leisten können. Wer sagt denn, dass Homosexuelle nicht die intellektuelleren aller Individuen waren, die sich fortgepflanzt haben, obwohl ihr Trieb ganz nach dem inkompatiblen Reproduktionspartner gestrebt hat. Für mich ist die Evolutionsdebatte obsolet, da könnte ich auch behaupten, Homosexuelle wären die intelligenteren Akteure.


    Mal davon abgesehen entwickeln Homosexuelle gaynauso Strategien der Kindererziehung und nicht nur fremder wie verschieden geschlechtliche Paare. Und das ist auch gut so.

  • Ebenso dienen gewisse Anteile einer homosexuellen Population ebenfalls der Fortpflanzung, da sie dafür sorgen den Nachwuchs zusätzlich abzusichern, sei durch Abwehr von Feinden oder als zusätzliche Nahrungsversorger.


    Davy, ich denke ich weiß was du meinst, du sagst Heterosexualität ist genauso normal wie Homosexualität, habe ich das richtig verstanden? Da ja nun beides normal ist, müsste auch beides den gleichen Stellenwert haben. Meine Beitrag bezüglich deiner Freunde hast du nun auch missverstanden. Viele Homosexuelle trauen sich immer noch nicht, sich öffentlich zu outen. Selbst im engsten Freundeskreis nicht, aus Angst, auf Ablehnung zu treffen. Und viele zeigen die ja auch recht eindeutig. Gerade Männer haben da massive Probleme, weil "schwul sein" immer noch als was gesellschaftlich schlimmes gilt, "Schwul sein" entspricht einfach nicht dem Bild des harten Mannes.
    Ich möchte nicht sagen, das du dieses Vorurteil in dir trägst, das kann ich nicht beurteilen. Meine Anführungen zeigen nur, wie es für viele Gays immer noch aussieht.
    Das Homosexualität genetisch veranlagt ist, ist mittlerweile bewiesen. Genauso, wie die latente Angst vor Homosexualität eben nicht genetisch, sondern rein gesellschaftlich implantiert ist. Oftmals sind es die Eltern die die Ängste und Abscheu gegenüber der Homosexualität in die Kinder einpflanzen. Aber dazu gibt es ja einen eigenen Thread hier.

  • Ein schönes Thema, immer aktuell und wichtig. Dann werde ich auch mal meinen Senf dazugeben.


    Wie steht Ihr generell dazu?


    Mir ist es völlig egal, wie ein Mensch ausgerichtet ist, solange sich seine Sexualität auf mündige Partner bezieht. Darin enthalten sind weder Kinder noch Tiere oder Hilflose. Es ist zwar dumm gelaufen, wenn man z. B. einen Mann toll findet, der so gar nichts mit Frauen anfangen kann, aber das ist dann eben so.
    Wer hat darüber zu bestimmen, was in Ordnung ist oder nicht? Ich höre immer wieder, dass Homosexualität gegen die Natur sei. Wie kann sie das sein, wenn die Natur sie zulässt? Dabei geht es auch nicht um eine Bewertung, ob es gut oder böse ist, sondern nur um die Existenzfrage.



    Habt Ihr schonmal Erfahrungen mit Homo-/Bisexuellen Menschen gemacht?


    Ja. Und ich kenne/kannte bisher größtenteils Menschen, die nicht dem allgemeinen Klischee entsprechen. Weder waren die Männer besonders feminin oder die Frauen betont maskulin. Hier und da gab es eine Überschneidung, etwa eine Vorliebe für Deko, die man schwulen Männern gern nachsagt, oder die Abneigung einer lesbischen Frau gegen Make-up, auch schon mal tuntiges Gehabe. Das finde ich immer albern, aber was soll's, ich bin nicht das Maß der Dinge.


    Auf die Nerven gehen mir Menschen, die mit Klischees um sich werfen, ob homosexuell oder nicht, und Prediger/Missionare. Ich finde es unangemessen und absolut frech, wenn jemand einem Menschen, der sexuell anders ausgerichtet ist als man selbst, nahelegt, "doch mal auch das andere/eigene Ufer zu besuchen" oder versucht, Überzeugungsarbeit zu leisten.


    Könnt Ihr Euch vielleicht selbst dazu zählen oder kennt Ihr welche in Eurer Umgebung/Familie/Freundeskreis?


    Ich bin auf Männer ausgerichtet. In eine Frau habe ich mich bisher noch nie verliebt und kann mir auch keine Beziehung mit einer Frau vorstellen. Eine Frau kann ich schön und aufregend finden, aber sie rufen in mir nicht das Gefühl von Liebe (im erotischen, romantischen und partnerschaftlichen Sinne) hervor. Schmetterlinge im Bauch habe ich nur bei Männern.
    Zwar habe ich auch Erfahrungen mit Frauen gemacht, die ich nicht bereue und an die ich gern zurückdenke, mit einem Lächeln im Gesicht, ohne Sehnsucht oder Wehmut, aber das war anders als mit Männern.



    Was assoziiert Ihr, wenn Ihr das Wort Homosexuell/Bisexuell hört/lest?

    Das kommt auf das Umfeld an. Ich glaube, hierzulande ist es nicht mehr SO ein großes Problem, wobei ich mich auf relativ offene Großstädte beziehe. In einem Dorf, wo jeder jeden kennt und es vielleicht großen gesellschaftlichen Druck gibt oder die Religion starken Einfluss hat, ist das sicher anders.
    Eigentlich assoziiere ich mit den betroffenen Menschen nichts Besonderes, wohl aber mit ihrer Lebenssituation. Als offen homosexueller Mann im Iran hat man wenig zu lachen, ich glaube, das kann sogar lebensgefährlich sein bzw. zu drastischen Strafen führen.
    Im Großen und Ganzen denke ich, dass diese Menschen Problemen ausgesetzt sind, die absolut unnötig und diskriminierend sind, weil dabei Menschen versuchen, ihre eigenen Moralverstellungen auf andere zu übertragen, obwohl es sie absolut nichts angeht.


    In was für eine Verbindung bringt Ihr die Religion mit dieser Sache?


    Ohhhh, ein ganz scharfes Thema.... Darauf reagiere ich total allergisch. Die Religion hat dabei meiner Meinung nach absolut nichts zu melden. Es wird Menschen eingehämmert, dass dieser oder jene Gott gegen Homsosexualität sei, gleichzeitig kann man nachlesen, dass der christliche Gott jeden Menschen liebt. Wenn ich mit meiner einfachen Logik dann frage, weswegen Gott einen Menschen, der lustvoll tötet, mehr lieben soll als einen schwulen Mann, der lediglich das "Verbrechen" begeht, einen anderen Mann zu lieben, bekomme ich keine vernünftigen Antworten.
    Ich kann aus Erfahrung nur von der katholischen Kirche sprechen. Mich selbst hat das nie belastet, da ich kein religiöser Mensch bin und mich eh nicht an die Gebote gehalten hatte, als ich noch Katholikin war. Jedoch ist die katholische Kirche heutzutage nach außen hin extrem sexualfeindlich. Wie es innen aussieht, steht auf einemganz anderen Blatt. Das ist nicht unbedingt besser, aber ehrlicher.
    Ich sehe nicht ein, weswegen Priester nicht heiraten dürfen, weswegen sie nicht offen schwul sein dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen und weswegen Kondome verboten werden.
    Es hat wahrscheinlich zu allen Zeiten Empfängnisverhütung gegeben, da spielen die böse Pille und das böse Kondom auch keine Rolle mehr. Es ist die Angelegenheit eines jeden einzelen Menschen, ob und wie er Familienplanung betreibt und wen er liebt. Da hat die Kirche nicht mitzureden.


    Religion schürt bei vielen Menschen Angst für nichts und wieder nichts. Sollte es einen Gott geben, der uns erschaffen hat, frage ich mich, ob er nicht viel glücklicher damit ist, wenn zwei Männer in einer liebevollen Partnerschaft zusammenleben und sich aneinander erfreuen, sowohl geistig als auch körperlich und seelisch, anstatt sein angebliches Wohlwollen nur einem Mann und einer Frau zu schenken, die Sex für Sünde halten, solange dabei keine Kinder enstehen und auf den man zu verzichten hat, wenn es keine Kinder geben kann.
    Ich begreife derartige Dogmen nicht und unterstütze sie auch nicht.


    Sollte Liebe nicht alles sein, was zählt? Ich frage mich immer wieder, warum sich manche Menschen bedroht fühlen, wenn sie erfahren, dass ein Mensch aus dem näheren Umkreis homosexuell ist. Dabei spielt dann wohl die Vorstellung mit, dass sie wahllos ihre Sexpartner auswählen, und ich glaube, manche Menschen erregt diese Vorstellung sogar, aber das ist Unsinn.
    Davon mal abgesehen schaut sich schließlich auch nicht jeder dauernd um, ob das heterosexuelle Gegenüber evtl. Interesse zeigt - da hätten wir alle viel zu tun! :mrgreen:

  • Wie steht Ihr generell dazu?


    Ich finde dass sich damit ganz gut leben lässt, wenn man sich nicht vom ... nennen wir es mal szenetypischen ... Jugend- (Marke: Mit 45 noch wie knappe 19 aussehen zu wollen) und Schönheitswahn (Bloß nicht die 75cm Bauchumfang verlieren) beeindrucken lässt.


    Habt Ihr schonmal Erfahrungen mit Homo-/Bisexuellen Menschen gemacht?


    ääähm ... ja, doch. Jedensfalls so ein klitzekleines Bisschen ;)


    Könnt Ihr Euch vielleicht selbst dazu zählen oder kennt Ihr welche in Eurer Umgebung/Familie/Freundeskreis?


    Ich darf mich mit Sicherheit dazu zählen, ebenso wie ein Neffe, ein Großonkel samt Anhang und meine heißgeliebte aber irgendwo im tiefen Saarland verschollene Tante. Sozusagen ein weit verbreitetes, familiäres Phänomen.
    Im Freundeskreis finden sich auch drei Exemplare und weitere sieben Stück im näheren Arbeitsumfeld.


    Was assoziiert Ihr, wenn Ihr das Wort Homosexuell/Bisexuell hört/lest?

    Wenn ich das Wort Homosexuell lese oder höre kommt mir immer spontan der Gedankengang in den Sinn: "Was haben die Vollpfosten der Deppenfraktion denn nun wieder gefunden, dass sie unsereins in die Schuhe schieben können?".
    Denn meistens bekomme ich diesen Ausdruck in Verbindung mit Sätzen der Marke:".... sind Schuld an ..." zu Gesicht.



    In was für eine Verbindung bringt Ihr die Religion mit dieser Sache?


    Ohweh ... heißes Eisen, über diese Thematik könnte ich seitenweise Epen verfassen, die an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht alle immer politisch korrekt ausfallen würden. Ich versuche mich aber kurz zu fassen:


    Es kommt natürlich auf die Art der Religion an, aber ich bevorzuge Religionen die sich nicht abwertend mit bestimmten Bevölkerungsgruppen befassen. Ich bin durchaus der Ansicht, dass Glaube an sich in der Lage ist, dass Leben der Menschen positiv zu bereichern und ich versuche auch zu vermeiden mich negativ über religiöse Mitmenschen zu äussern (was mir allerdings nicht immer gelingt) , womit ich aber ein Problem habe, sind die Kirchen.
    Genauer gesagt die überall auftretenden Hetzreden der Kirchen, allen voran die der katholischen Geistlichen.
    Für eine Religion bei der es laut eigenen Angaben um Liebe, Barmherzigkeit und Blablabla gehen soll, bringt dieses Konsortium recht viele Haßprediger gegen Schwule und Lesben auf den Markt. Ein wenig erstaunlich für Leute, in deren Gotteshäusern halbnackte, an Kreuze getackerte Männer hängen und deren Oberhäupter sich mit allerlei Tand behängen, in quietschbunte Gewänder hüllen und Schuhe von Prada tragen.


    Ich höre an der Stelle lieber auf, sonst tippe ich mich noch in den Wahn.

    "Was ist ein Wunder? - Es ist ein Vorwurf, eine stille Satire auf die Menschheit."
    Edward Young, Nachtgedanken


    Ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr weniger zynisch zu sein ....
    ... aber ab und an, da täusche ich einen Sarkasmus vor ....
    .... nachdem ich vorher ewig lange ironiert habe.

  • Wie steht Ihr generell dazu?


    Homosexualität wird zum Glück mitlerweile besser vesrtanden und mehr und mehr akzeptiert. Ich jedenfalls habe keine negativen Erfahrungen bezüglich Diskriminierung machen müssen. Klar, wir sind noch nicht an dem Punkt angekommen, dass wir es als völlig "normal" ansehen, aber ob wir das jemals erreichen werden bezweifle ich stark. Ich habe absolut nichts gegen Homosexuelle. Soll doch jeder lieben wen wer will.


    Habt Ihr schonmal Erfahrungen mit Homo-/Bisexuellen Menschen gemacht? + Könnt Ihr Euch vielleicht selbst dazu zählen oder kennt Ihr welche in Eurer Umgebung/Familie/Freundeskreis?
    Ich weiß mit meinen knapp 15 Jahren, dass ich lesbisch bin. Damals haben die meisten (die einen bisschen früher die anderen bisschen später) eine "Homophase" durchgemacht, meine hat nie geendet. Ansonsten kenn ich wenig Homosexuelle, aber ich bin mir sicher ich hätte kein Problem damit mich mit einem Schwulen anzufreunden. Mit 'ner Lesbe sowieso^^


    Was assoziiert Ihr, wenn Ihr das Wort Homosexuell/Bisexuell hört/lest?


    Nichts besonderes. Für mich ist es Alltag und so.


    In was für eine Verbindung bringt Ihr die Religion mit dieser Sache?


    Religion hat damit rein gar nix zu tun, oder sollte strikt davon getrennt werden. Zwei ganz unterschiedliche Themen. Ich verabscheue Religionen, die Homosexualität ablehnen sowie Politik, die H. mit dem Tod bestraft.
    Mein eigener Vater findet H. 'unchristlich', meine Mutter hat mich so erzogen, dass sie sagt: Gott wollte Überbevölkerung vermeiden. Also erschuf er Homo- und Heterosexuelle Menschen. Ich freu mich über ihre Tolerenz, sehe jedoch keinen Sinn in dieser Aussage. Homosexuelle Paare wollen auch Kinder großziehen. Dann gebärt/erzeugt halt jemand anderes für sie die Kinder, da wird die Kinderanzahl nicht groß verringert.
    Wer mich korrigieren möchte, soll das bitte tun :mrgreen:



    Mfg Alison

  • Hey, ich muss mal noch einmal zum Thema Kinder und Homosexualität schreiben.


    Ich war gerade bei der Recherche für meine Magisterarbeit und bin da auf einen Fall gestoßen, der selbst mich schockiert hat. In den USA nennt man die Fälle immer nach den beteiligten Personen, also wie dem auch sei, ging der Fall von 1995 in Florida in die Geschichte ein unter dem Namen: "Ward vs. Ward".


    Ihr glaubt es nicht, aber da hat tatsächlich ein Richter gegen eine lesbische geschiedene Mutter beim Sorgerecht um ihr eigenes Kind entschieden, und es ihrem 4-fach verheiraten Ehemann zugesprochen, der, mal davon abgesehen dass er sich 6 Jahre lang gar nicht um das eigene Kind gekümmert hat, seine erste Ex-Frau (nun wirklich Ex-itus) ERMORDET hat.


    Unglaublich. Das musste ich jetzt zitieren und ich habe mich jetzt aufgeregt in meiner Arbeit, wie deviantes (=kriminielles) Verhalten weniger diskriminiert werden kann als sexuelle Orientierung. Es ging gerade um Nonkonformität und Autorität.

  • Wenn Du einen erzkonservativen Richter hast, kann Dir das schon passieren....allerdings frage ich mich, wieso der Mann auf freiem Fuss war, wenn er seine Ex-Frau tatsaechlich ermordet hat?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Aus dem ethischen Blickwinkel heraus möchte ich anmerken dass ich jegliche Formen der Sexualität für legitim halte und dass jeder diese ausleben sollte (bzw sollen dürfte) sofern er nicht anderen oder sich selbst damit schadet, sprich es durch sexuelle Handlungen zu psychischen Schäden oder langfristigen physischen Schäden kommt. Schließlich hat sich ja niemand ausgesucht wo die eigenen Präferenzen liegen. In so fern ist es mir völlig gleich welche sexuelle Identität, Orientierung oder Präferenz jemand besitzt, ich finde das im Gegenteil sogar recht interessant. Vielfalt macht das Leben nunmal spannender ;)


    Nochmal etwas zur Diskussion, die bereits angemerkten Bildungslücken mancher Teilnehmer sind wirklich erheiternd. Sexualität auf Erbanlagen zurückzuführen ist ein sehr logischer Ansatz.. wer das als Angriff wertet der hat den Unterschied zwischen Darwinismus und Sozialdarwinismus wohl nich richtig begriffen.


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
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  • Zu Tina: Die Amis sind echt abartig. Die haben soviele Definitionen von Menschentötung (allg.: Homicide). Kriminelle und nicht-kriminelle Tötung. Wir im deutschen allgemein nur den Mord (Murder) und Totschlag (Manslaughter), die haben aber auch Mörder ersten und zweiten Grades, also z.B. Menschen, die einen Mord nur in Auftrag geben. Außerdem definieren sie noch Unterschiede zwischen der Tötung von Tieren, Familienmitgliedern, anderen Menschen etc. Also in so einem System wundert mich gar nichts.


    zum Vorpost: Leider war nicht immer jeder Form der Sexualität legal. Die Sodomiegesetze in den USA hatten es bis zu Homosexuellenrechtsbewegungen im Allgemeinen verboten, Anal- und Oralsex auch zwischen Erwachsenen strafrechtlich zuzulassen. Dank den Homos dürfen die Amis selbst in Texas das jetzt.


    Zu der Frage über die Vererbung von Homosexualität. Einerseits hast du recht: auch diese Haltung ist mit problematischen Implikationen verbunden. Aber es gibt prinzipiell 2 Meinungstypen über Homosexualität: Die Christen und die Gegner der Homosexualität behaupten, die sexuelle Orientierung sei nur eine Wahl und Präferenz, die man jederzeit ändern könne. Die anderen meinen, die Sexualität sei eine unveränderliche Anlage oder Eigenschaft einer Person, die sich bereits früh in der Entwicklung "verhärte", und über deren Ablegen oder Ausleben der Homo- oder Heterosexuelle keine Wahl habe. Erstere würden eher sagen, Homosexualität wäre therapierbar und könnte abgelegt werden, wobei die Christen dann sogar behaupten, die Entscheidung zur Homosexualität sei eine "Sünde". Wenn man aber postuliert, die sexuelle Orientierung sei eine feste Eigenschaft einer Person, die man nicht ändern kann, dann erscheinen Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern plötzlich auch als Civil Rights (Bürgerrechte), wenn nicht sogar als Menschenrecht einer Person.


  • Ich habe absolut nichts gegen Homo-/Bisexuelle Menschen. Ich frage mich auch, wieso es Menschen gibt, die sich so extrem über sowas aufregen können. Ich mein, man sucht es sich selten aus, in wem man sich verliebt. Die Gefühle kommen einfach und da spielt es keine Rolle welches Geschlecht da vor einem steht.
    Solange man glücklich ist, spielt es doch keine Rolle ob Frau:Mann / Frau:Frau oder Mann:Mann.


    Ich habe schon meine eigenen Erfahrungen damit gemacht.
    Und ich kann euch sagen ich hab vorher Frauen nicht mal mit dem *** angeschaut. Ich war von meinem letzten freund total hintergangen worden. Ich begann eine neue Freundschaft mit einem Mädel aus meiner Klasse und irgendwann gestand sie mir, das sie Gefühle für mich hatte. ICh wusste vorher schon, das sie lesbisch war, aber das war nie ein Problem für mich gewesen. Ich hatte sie trotzdem genauso gern wie meine anderern Freundinnen. Doch bei ihr war es dann doch irgendwie anders. Wir machten immer mehr miteinander und kamen schließlich zusamen.
    Das sind wir heute nicht mehr. Und seitdem habe ich auch nie wieder annähernd Gefühle für eine Frau gehabt.
    Ich traf mich danach wieder wie zuvor auch nur mit Männern.Ich weiss nicht wieso ich so fühlte, aber ich habe dadurch gelernt, dass man einfach toleranter anderen Menschen gegenüber werden sollte, denn es kann einem selbst schneller passieren als man glaubt.

  • Nicht so schlimm wie du vielleicht denkst^^. Aber ich versteh schon das es in den Augen anderer das unter aller Sau ist.


    Nur so im Sinne der nicht Fortpflanzung. Und es war nur rein meine Meinung^^.
    Warum auch immer du so feindselig bist :).

  • Wenn die Personen nur so ihr Glück finden hat niemand darüber zu richten.

    Also wie ich bereits erwähnte: Man sucht es sich doch nicht aus in wen man sich verliebt. Also hat es auch nichts damit zu tun ob ich "nur so" mein Glück finde. Auch wenn du es vielleicht nicht so meinst, hört es sich trotzallem so an, als wäre das für dich nicht nachvollziehbar, wie man auf das Gleiche Geschlecht fiiert sein kann. Konnte ich auch nie passieren, bis ich es am eigenen Leib erfahren habe. Und es gibt einem genauso viel Glück, wie eine Beziehung zu einem Mann. Ich finde es ist teilweise sogar noch intensiver, weil man seinem gegenüber schneller vertrauen kann, aber das ist ja auch wieder ansichtssache.

    Nur so im Sinne der nicht Fortpflanzung.

    Worauf war das jetzt bezogen?
    Sorry aber da komm ich grad nicht mehr so hinterher... :)


    Aber das mit dem Rassismus kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen.
    Nur weil jemand einen anderen Glauben hat als ich, eine andere Hautfarbe hat oder sonstiges kann ich ihn doch nicht anders behandeln.
    Ich mein wer sagt denn, das ich nur ein guter Mensch sein kann, wenn ich Deutsche bin?
    Ich finde es kommt auf das Wesen eines Menschen an. Mir ist es egal woher die Person kommt oder was sie für nen Glauen hat, oder was für eine sexuelle Ortíentierung.
    Solang ich mit ihr auf einer Wellenlänge bin, ist mirdas alles egal. :)

  • das "nur so" war auf die nicht Fortpflanzung bezogen, da Frauen oder Männer oft ein leibliches Kind und eine Familie wollen, was heutzutage zwar nicht mehr so kompliziert ist aber es mal war^^.


    Das mit dem Rassismus werde ich hier nicht erklären da es der falsche Thread ist und ich hier eh schon viele Feinde hab ;)


    Flöchen