Vegetarismus / Veganismus - Eine seltsame Lebensweise ?

  • Zitat von ad_santiago

    Und wie wäre es, diese Leute einfach ihre Einstellung leben zu lassen, ohne sie mit blöden Fragen zu belästigen? :roll:


    Nur zur Erinnerung:
    Es war IamHere, der diesen Thread aus der Versenkung geholt hat, um an unveganen Ernährungsgewohnheiten herumzumäkeln. ;)

  • Was natürlich ebenso verkehrt ist. ;)


    Ich habe mich nur bei maggus Posting gerade an meine eigene Schulzeit erinnert, als mir ebenfalls allerhand blöde Fragen gestellt wurden, weil ich Vegetarier war. Gerade dieses "Vegetarier essen meinem Essen..."-Blabla kann ich nicht mehr hören. Man wird schon manchmal wie ein Außerirdischer behandelt, weil man nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht - das ist für mich intolerantes Verhalten. Umso schlimmer, wenn es dann als "Scherz" getarnt wird.


  • Nur zur Erinnerung:
    Es war IamHere, der diesen Thread aus der Versenkung geholt hat, um an unveganen Ernährungsgewohnheiten herumzumäkeln. ;)

    Das stimmt bedingt. "Herumzumäkeln" halte ich für eine unpassende Formulierung. Ich habe den Thread aus der Versenkung geholt, weil ich das Thema selber für wichtig halte, und nichts weiter. Prinzipiell, und auch wenn ich mich damit wiederhole, denke ich, dass jeder konsumieren sollte, was er konsumieren möchte. Deswegen möchte ich mir an dieser Stelle auch nicht solche Beweggründe unterstellen lassen. Es gibt viele Leute, die mit einer vegetarischen / veganen Ernährung liebäugeln, aber nie den ersten Schritt wagen. Vielleicht ist das eine Hilfestellung. Niemand soll bekehrt werden, das geht auch schlecht. Punkt.


    Ragnarsson : Ja, natürlich ist das der wesentliche Streitpunkt. Die Massentierhaltung richtet sicherlich Schaden an, aber ich beziehe meine Aussage zunächst auf einen kleineren Kreis. Wenn du Fleisch isst, oder ich eben nicht, beeinträchtigen wir uns nicht gegenseitig. Darum ging es mir.

  • Nun ist die Geschichte der Evolution ja auch eine des immerwährenden Überlebenskampf der Arten, fressen oder gefressen werden. Vor diesem Hintergrund erscheint mir das Anliegen des Menschen diesen Kreislauf zu wollen schon als ein seltsames.. aber das ist dann wohl das was wir unserem höheren Verstand geschuldet sind. Jedoch bezweifle ich ernsthaft dass wir physisch bereits darauf ausgerichtet sind uns fleischlos zu ernähren. Meine Freundin hat es zB eine zeitlang "vegetarisch versucht" und trotz Ersatzprodukten und Lebensmitteln die den Mangelerscheinungen entgegen wirken sollten hat sie es nicht geschafft diesen Mangel vollkommen auszugleichen. Wenngleich es ja Leute geben sollen die auch nebenwirukngsfrei völlig auf Fleisch und tierische Produkte verzichten können, ich denke mal die stellen aber eher die Minderheit dar. Von daher ist zumindest eine veganische Lebensweise fragwürdig, so ehrbar sie auch sein mag.


    Ich denke aber durchaus darüber nach ob es richtig ist so gedankenlos mit dem Fleischkonsum umzugehen und das Leid der Tiere in Kauf zu nehmen, auf der anderen Seite ist dieses "Leid" etwas natürliches sofern wir von den menschlichen "Errungenschaften" wie Massentierhaltung und -abfertigung sowie artungerechter Haltung absehen. Das heißt im Klartext ein im Wald geschossenes Wildschwein halte ich für moralisch weniger bedenklich.
    Und Entschuldigung,spätestens bei den Frutariern hört bei mir jegliches Verständnis auf - Das fällt dann wohl mehr in die Eso-Ecke.


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
    ¯¯¯¯¯¯¯
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

  • Das einzige wirkliche Mangelproblem bei Vegetariern ist der Eisenmangel, der aber durch entsprechend umgestellte Ernährung ausgeglichen werden kann. Letztlich ist man ja auch als Fleischkonsument nicht automatisch mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt - es ist also immer lediglich eine Frage der ausgeglichenen Ernährungsweise, ob man unter Mangelerscneinungen leidet oder nicht. Bei Veganern sieht das nochmal etwas anders aus.
    Das einzige Problem, das ich erkennen kann, ist, dass ich Vegetarismus aus ethischen Gründen für bevorzugenswert halte, die Menschheit aber nicht gänzlich als Vegetariern bestehen kann, weil das ernsthafte Probleme mit der Nahrungsmittelversorgung bereiten würde.... sozusagen ein vegetarisches Dilemma. Aber in erster Linie ist es ja auch eine persönliche Entscheidung, die andere respektieren sollten - ebenso wie Fruganismus.

  • Aber in erster Linie ist es ja auch eine persönliche Entscheidung, die andere respektieren sollten - ebenso wie Fruganismus.

    Derlei Entscheidungen sind natürlich zu respektieren (man kann ja Niemanden zwingen), wie man dazu selbst steht ist aber immer ein ganz anderes Thema und wenn man etwas nicht als sinnvoll für sich selbst (oder auch den anderen) erachtet ist es erlaubt dies zu äußern ;)


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
    ¯¯¯¯¯¯¯
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

  • Kann ich nur bestätigen.
    Früher war ich immer die jenige, die meine vegetarische Freundin mit nervigen Pro-Fleisch-Parolen gequält hat.
    Heute, nachdem ich das gesehen habe, was sie gesehen hat, finde ich mein Verhalten von damals einfach nur wiederlich.
    Heute bin ich Veganerin und was mir auffällt, ist die Tatsache, dass viele Menschen sich Veganismus/Vegetarismus wie eine Religion oder eine Krankheit vorstellen.
    Immer wieder wird gefragt "was darfst du denn essen."
    Obwohl es ein großer Unterschied ist, ob ich etwas nicht darf oder nicht will.
    Es ist ja nicht so, dass ich es nicht darf, ich hab einfach keinen Bock drauf. ;)
    Man muss ja nicht mal auf etwas Leckeres verzichten, es gibt so viele tolle Rezepte ohne tierische Produkte drin. Man ernährt sich schon allein desshalb gesünder, weil man viel öfter in der Küche steht und selbstgekaufte Zutaten verwendet, statt sich einfach Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben oder beim großen M essen zu gehen.
    Bei mir ist das aber kein großes Hallo Veggie zu sein. Bei uns im Betrieb sind ein Vegetarier und ein weiterer Veganer, zudem haben wir oft vegetarisch lebende Praktikanten oder vegane FöJ'ler.
    Mein Freund und meine Mutter leben vegetarisch.


    Wenn mir dann auch mal einer begegnet, der mir mit "Vegetarier essen meinem Essen..." kommt, erwiedere ich "Das Essen von Fleischessern isst unserem Planeten die Ressourcen weg." und dann gucken die schon ganz anders aus der Wäsche. :lol:
    An alle Veggies hier: das funktioniert 1a :supergut:

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Also aus meiner Sicht ist das eine sehr bewundernswerte Lebensweise.
    Meine beste Freundin ist Vegetarieren und ich würde das einfach nicht schaffen, obwohl ich Fleisch nicht als zwingend notwendig ansehe.
    Dennoch kann ich einfach nicht drauf verzichten.


    Zurzeit esse ich aber auch weniger Fleisch aufgrund der Lebensmittelverseuchung durch Dioxin.


    Ich glaube ich werde mir auch irgendwann mal vornehmen einen Monat lang kein Fleisch zu Essen, vieleicht kann ich danach ja einfach weitermachen ohne Fleisch zu essen, wäre schon toll.

  • Wieso willst du denn auf Fleisch verzichten, wenn du es doch angeblich magst? Ich kann durchaus verstehen, wenn jemand sagt, dass er einfach kein Fleisch mag. Dass es dafür keine sinnvollen biologischen Gründe gibt ist aber mittlerweile klar, und dass die ethisch-moralischen Gründe auch Fehlschlüsse sind, hat Nieselpriem schon eindrucksvoll festgestellt.
    Und zwanghaft auf etwas zu verzichten was man gerne mag, obwohl kein Grund dafür besteht, halte ich nicht unbedingt für bewundernswert.
    Das mit dem Dioxin kannst du übrigens vergessen. Eine Grundbelastung dadurch existiert immer, aber es muss irgendwelche politischen Gründe gegeben haben, das jetzt künstlich hochzupushen. Wenn du Pech hast, wirst du durch eine etwas stärkere Belastung (heilbar) krank (im allerschlimmsten Fall leidet dein Immunsystem darunter, aber normalerweise tritt bei den Anteilen die man noch im Essen finden kann nur das große Kotzen ein), aber da alles irgendwie belastet sein kann, sollte man ja eigentlich immer mit Bedacht essen.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich denke, es ist verantwortungslos ganz und gar auf fleisch zu verzichten. Menschen haben sich schon immer von fleisch ernährt. Unser körper braucht die darin enthaltenen vitamine, vor allem Vitamin b12. Dieses ist eine art katalysator im energiestoffwechsl jeder zelle und führt nach 6-8 jahren verzicht zu erheblichen mangelerscheiningen. Ich kann nur jedem empfehlen, nicht gänzlich darauf zu verzichten. Man kann sich ja aussuchen, wieviel man isst und von wem...;-)

  • Zitat

    und dass die ethisch-moralischen Gründe auch Fehlschlüsse sind, hat Nieselpriem schon eindrucksvoll festgestellt.


    Das hat Nieselpriem keineswegs "festgestellt". Seine Argumentation lässt sich eher umschreiben mit "wenn bei der Nahrungsmittelherstellung ohnehin Tiere getötet werden, dann ist es auch wurscht, ob noch weitere Hunderttausende drauf gehen". Dass im Ackerbau auch Tiere getötet werden, ist hinlänglich bekannt, aber das rechtfertigt nicht das Töten unzähliger weiterer Lebewesen, die aufgrund der hohen Schlachtraten meist unter unwürdigen Bedingungen gehalten und teils sogar bei lebendigem Leib verbrüht werden. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Aktivität lässt sich ohnehin auf den Anbau von Futtermitteln für die Schlachttiere zurückführen. Könnte man die Schlachtraten drosseln, hätte das bereits ein erhebliches Mehr an Lebensqualität für die Tiere zur Folge, aber dazu müssten sich die Industriestaaten vielleicht mal angewöhnen, weniger verschwenderisch mit ihren Lebensmitteln umzugehen.


    Zitat

    Unser körper braucht die darin enthaltenen vitamine, vor allem Vitamin b12


    Käse hat einen höheren B12-Anteil als Schweinefleisch. Deutlich höher ist der Anteil nur bei Leber, was ja nun nicht gerade zu den Hauptnahrungsmitteln gehört. Auch Sauerkraut hat einen hohen Cobalamingehalt. Der Mangel lässt sich also durch eine Ernährungsumstellung problemlos ausgleichen, im Umkehrschluss sind Fleischesser nicht automatisch ausreichend damit versorgt.


    santiago

  • Zitat

    Seine Argumentation lässt sich eher umschreiben mit "wenn bei der Nahrungsmittelherstellung ohnehin Tiere getötet werden, dann ist es auch wurscht, ob noch weitere Hunderttausende drauf gehen".

    Ich lese das eher als "Das Argument, dass durch vegetarische Ernährung keine Tiere getötet werden, ist Schwachsinn." Das ist Fakt. Natürlich stimmt es, dass dafür weniger Tiere leiden müssen. Vegetarismus als Schadensbegrenzung ist aber irgendwie zu wenig, denn am Gesamtproblem ändert sich nichts.
    Der Kernpunkt ist tatsächlich die Verantwortungslosigkeit, mit der mit den Tieren und Lebensmitteln umgegangen wird. Daran müsste man was ändern, dann wäre Vegetarismus aus ethischen Gründen (und mal vorsichtig angemerkt, oftmals sind die ethischen Gründe gleichbedeutend mit "sich toll fühlen") gar nicht nötig. Das Einzige was dem ihm Wege steht ist halt die Kohle, bei weitem genügend Fleisch hätten wir auch ohne die exzessive Massentierhaltung. In diesem Fall müssten die Tierrechtsorganisationen einschreiten - aber die sind leider meist Extremisten, die keinen normalen Zustand anstreben, sondern völlig übersteigerte und undurchführbare Ziele verlangen.
    Was soll man machen? Am einfachsten ist tatsächlich, wenn jeder für sich allein darauf achtet, was er isst. Dafür braucht es keine Planung und keine Proteste, und die Industrie muss irgendwann von alleine auf die umgestellte Nachfrage reagieren. Schade nur, dass die eine Hälfte der Leute sich dafür scheinbar nicht interessiert, und die andere ihr Gewissen mit Grünfutter beruhigt. ;)

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Rônin, du musst unterscheiden zwischen Tierschützer und Tierrechtler. Da gibt es einen großen Unterschied. Als Beispiel fordern Tierschützer weniger und kürzere Tiertransporte. Tierrechtler fordern die Abschaffung der Tiertransporte.
    Tierrechtler fordern das Recht auf Leben für Tiere. Während Tierschützer Fleisch essen (die meisten zumindest) ist die einzig logische Reaktion auf die Denkensweise eines Tierrechtlers dessen Übergang zum Veganismus. Tierrechtler lassen nicht mit sich verhandeln. Die meisten von ihnen handeln nach der Devise "ganz oder gar nicht".
    Längst nicht alle Tierrechtler sind radikal. Bei den meisten wird eben deren Konsequenz mit Radikalismus verwechselt.
    Ich will jedoch nicht abstreiten, dass es auch unter ihnen Menschen gibt, die aufgrund ihrer moralischen Einstellung zu kriminellen Handlungen fähig sind. Hier sei die "Animal Liberation Front" erwähnt. Man kann solche Menschen in keinster Weise zustimmen oder gar unterstützen, jedoch sollte man verstehen lernen, warum sie Dinge tun, wie Schlachthöfe in Brand stecken oder LKW von Fleischliferanten demolieren. Für einen sehr überzeugten Tierrechtler gibt es keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier. An diesem Punkt muss ich betonen, dass diese Menschen andere Menschen nicht auf das Niveau von Tieren herabstufen sondern Tiere auf das Niveau von Menschen anheben. Es geht um das Recht auf Leben für sämtliche Lebewesen. Für sie ist das Misshandeln und Töten von Tieren gleichbedeutend mit dem Misshandeln und Töten von Menschen. Und genauso reagieren sie auch. Da es kein Gesetz gibt, dass Menschen vom Töten von Schlachtvieh abhält (Schlachthöfe werden von radikalen Tierrechtlern auch als "Tier-KZ's" bezeichnet), sind sie auf Selbstjustiz angewiesen.
    Da Menschen jedoch per Definition auch Tiere sind, beschränken sie sich auf Sachbeschädigung und begehen keine Körperverletzung. :lol:
    Oft gelingt es diesen Tierrechtlern aber auch Video- und Fotomaterial an die Öffentlichkeit zu bringen. Dies finde ich tausendmal sinnvoller als ein zerstörter Nerzkäfig.


    Alles ein wenig eigenartig. Dieses Denken kann man nicht nachvollziehen aber man kann es verstehen. Dabei hilft das Buch "Operation Tierbefreiung - Ein Plädoyer für radikale Tierrechtsaktionen".
    Aus diesem stammt auch folgender Spruch:
    "Tiere lügen nicht.
    Tiere intrigieren nicht.
    Tiere können keine Regierung stürzen.
    Warum also sollten die Mächtigen dieser Welt
    dafür sorgen, dass es Tieren gut geht?"
    - Gert Haucke



    Liebe Grüße und gute Nacht,
    Corax

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

    Einmal editiert, zuletzt von Corvus Corax ()

  • @santiago


    Es gibt verschiedene formen von b12. Es ist in aktiverer form fast ausschleisslich in fleisch enthalten und ich habe ( ich selbst muss es mir auch spritzen, da mein darm chronisch entzündet ist, daher weiss ich, wovon ich rede) schon viele vegetrarier getroffen, die durch mangelernährung an nervenkrankheiten und psychiatrischen erkrankungen litten. Auch wenn man darmentzündungen hat oder perniziöse anemie muss man es spritzen, denn es ist lebensnotwendig für den gehirnstoffwechsel...irgendwann sind die speicher leer und die folgen sind nicht ohne. Ich kann nur sagen, dass es unverantwortlich wäre, seine kinder auch schon zu solch einer ernährung zu überreden. Wie gesagt, man kann sich ja aussuchen, von wem man das fleisch kauft und wie viel wovon...;-)

  • @ Andersich. Ich stelle ja nur ungerne eine Aussage von jemandem in Frage, der aufgrund einer Krankheit darüber bescheid weiß, wie es mit der B12-Versorgung aussieht...
    Aber nachdem ich deinen Text gelesen habe, wundere ich mich schon irgendwie, warum ich noch lebe. :shock:
    Und das ganz ohne Zuckungen oder anderen nervlich bedingten Ausfällen! Das geht jetzt schon 5 Jahre gut. Teuteuteu! :supergut:

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • ...ich spreche hier nicht von zuckungen. Nervenenden können absterben, taubheit bleibt, jedenfalls war das bei mir so. Es sind folgeerscheiningen des mangels an vitamin b12. Unsere leber speichert es bis zu 8 jahren, solange kann der körper ausharren, danach entstehen allmälig mangelserscheiningen. Im buch von dr. kuklinski wird viel über biochemie und auch die wirkung von b12 als antioxidanz und gegenspieler zu NO gesprochen...wenn du magst, kannst du ja mal nachlesen.


    http://www.dr-kuklinski.info/buecher/hws-trauma.html


    Dr. kuklinski war sehr lange chefarzt der inneren in der rostocker südstadtklinik. Er hat viele zusammenhänge zwischen dem hws-syndrom und den erworbenen mitochondrialen erkrankungen entdeckt. Er forscht immernoch bezüglich der zusammenhänge vieler chronischer leiden mit einem instabilen genick und erklärt sachlich die biochemischen zusammenhänge vor allem auch die funktionvon b12 im zellstoffwechsel, genauer in der atmungskette.


    Mir geht es besser, seitdem ich b12 spritze, da mein darm es so nicht aufnehemen kann. Es hat zwar auch ein halbes jahr gedauert, aber nun merke ich, dass es mir wesentlich besser geht. Auch mein sauerstoffmangel im blut und den körperzellen hat sich deutlich verbessert. Ich will hier niemanden in diew irrelocken, sondern nur auf etwas aufmerksam machen, dass eventuell mal wichtig sein könnte. Ich hätte auch nie gedacht, dass die auswirkungen so gravierend sein können. Jeder körper kann kompensieren, aber eben nicht ewig...Das sollte nur mal ein denkanstoss für all diejenigen sein, die glauben, sich einen gefallen zu tun, wenn sie gänzlich auf fleisch verzichten.

  • Hallo und guten Abend!



    Da ich dich und deine Einstellung zu diesem Thema ernst nehme (an sonsten bräuchte ich in diesem Forum auch nicht zu schreiben), werde ich mal meinen Arzt genauer dazu befragen.
    Bisher waren meine Blutwerte und mein Allgemeinbefinden sehr gut. Es gab keinerlei Auffälligkeiten noch habe ich irgendwelche Beschwerden.
    Man könnte auch sagen, mir geht es blendend.
    Falls sich da etwas ändert und auf B12-Mangel zu schließen ist, geb ich dir bescheid. ;)



    Liebe Grüße,
    Corax

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Deine blutwerte werden sicherlich noch gut sein. Wie gesagt, ein mangel tritt erst nach 6-8 jahren verzicht auf. Es gibt da noch andere marker, die sicherer auf einen mangel hinweisen: Methylmalonsäure, das ist ein metabolit, an dem ein mangel eher festgestellt werden kann. Ausserdem braucht jeder mensch unterschiedlich viel vitamine. Das ist generell so. Alles, was mit stress in verbindung steht, frisst vitamine und verbraucht hormone ohne ende.


    Ansonsten wollte ich nur mal darauf hinweisen, weil an solche auswirkungen niemand wirklich denkt, wenn er sich dazu entscheidet, gänzlich auf tierische produkte zu verzichten. ;-)

  • Guten Abend!


    Zwar habe ich mir jetzt die Mühe erspart, jeden einzelnen Beitrag genau zu studieren und kann deshalb nicht dafür garantieren, etwas zu verkünden, was in diesem Thread noch nicht gesagt wurde. Deshalb bitte ich von vorneherein um Entschuldigung, aber ich MUSS hier unbedingt auch noch meinen Senf dazugeben.


    Seit ein paar Jahren bin ich Vegetarierin und überlege mir sogar, ob ich nicht auch noch Milchprodukte und Eier von meinem Speisezettel streiche. Die Nachrichten über Dioxin und ähnliche Fundsachen in tierischen Nahrungsmitteln machen mir die Entscheidung mittlerweile recht schmackhaft - wenn da nur nicht die liebe Gewohnheit wäre.


    Den Ausschlag, im wahrsten Sinne des Wortes, hat die Tatsache gegeben, dass ich über zwanzig Jahre mit ekelhaftester und absolut nervtötender "Neurodermitis" zu kämpfen hatte. Die Ärzte, die ich deswegen aufgesucht habe, verschrieben mir die Standard-NullAchtFuffzehn-Cortison-Medikation, die sie einfach jedem verpassen, bei dem sie nicht mehr weiter wissen. (Meine Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen.)


    Dass ich an meiner Ernährung etwas ändern könnte, kam mir erst einmal nicht in den Sinn. Das fiel auch keinem der ganzen "Fachärzte" ein, denn damit würden sie ja einen Patienten (und Geld) verlieren... Ein Freund brachte mich dann auf die Idee, einfach mal eine Zeitlang kein Fleisch zu essen, da dieses ja bekanntlich oftmals Antibiotika und Hormone wie Östrogen und dergelichen enthält. Na ja, was kann ich sagen? Seither ist meine Haut super in Ordnung! Ich habe es dann irgendwann zwischendurch gewagt, mich auf ein Stück Fleisch einladen zu lassen und hatte dann hinterher wieder vier Wochen lang Probleme. Das hat mir jedenfalls gereicht. :shock:


    (Anmerkung für die überzeugten Fleischesser: Östrogene sind weibliche Hormone, die nachweislich die Zeugungsfähigkeit beim Mann beeinträchtigen. Frauen werden davon eher nur fett. Antibiotioka in gleichmäßig kleinen Dosierungen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eventuell vorhandene Krankheitserreger mit der Zeit eine Resistenz dagegen aufbauen und bei grippalen Infekten fast nix mehr hilft. Das aber nur am Rande. Davon, dass Hormone und Antibiotika, die bei der Viehzucht eingesetzt werden, nicht nur im Fleisch und anderen tierischen Produkten sondern auch im Trinkwasser landen, mag ich gar nicht erst anfangen...)


    Inzwischen habe ich jede Menge gelernt und bewusst nachgedacht, was da eigentlich stattfindet. Tiere gelten in der Nahrungsmittelindustrie als Produkt, nicht mehr als Lebewesen. Um das Produkt zu "optimieren" und den größtmöglichen Reibach zu erzielen, wird herumexperimentiert dass die Schwarte kracht - wenn ich das mal so blumig formulieren darf. Den ganzen Chemieschrott verpackt man dann scheibchenweise und verfüttert ihn an die breiten Massen. (Man wird in der Tat immer breiter und massiger, wenn man sich zuviel von dem Zeugs einfüllt. Die USA sind voll von Opfern der Nahrungsmittelindustrie.) :shock:


    Obwohl ich jetzt keine ausgemachte Verschwörung dahinter wittere, möchte ich trotzdem anmerken, dass es den großen Chemie-, Pharma- und sonstigen damit verbandelten Konzernen nur allzu Recht sein kann, wenn die Leute nicht darüber nachdenken, was sie eigentlich zu sich nehmen. Dass der Staat (egal, welches Land jetzt genau) davon auch in finanzieller Hinsicht profitiert, ist ebenfalls klar. Und ganz nebenbei bekommen Leute, die rechtzeitig an Herz- oder sonstigen ernährungsbedingten Krankheiten sterben, ja auch GARANTIERT keine Rente... :supergut: