Vegetarismus / Veganismus - Eine seltsame Lebensweise ?

  • Und nochmal:


    Würden alle Menschen auf Vegetarismus umsteigen hätte das katastrophale Folgen für Wirtschaft und Umwelt.



    EDIT: Der Vergleich mit dem Kind ist wirklich selten dumm. Und wer auf die Diskussion einsteigt auch. Welches Nahrungsmittel für uns essbar ist und welches nicht schauen wir uns von den Eltern ab. Nur der Mangel oder die Notwendigkeit eines Stoffes lässt uns zwischen verschiedenen Nahrungsmitteln wählen. Stichwort -> Calciummangel. Da lecken Kinder Wände ab wenn sie den haben...

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Zitat von mostwanted

    Nur weil Menschen früher Fleisch gegessen haben, macht es nicht zur Natur.


    Eben doch! Tierische Nahrung gehört seit tausenden von Jahren zum natürlichen Speiseplan des Menschen und es hat ihm scheinbar nicht geschadet. Sonst würdest du hier nicht vor deinem Computer sitzen und diese Zeilen lesen können.


    Zitat von mostwanted

    Gebe einem kleinen Kind ein rohes Steak und einen Apfel. Frage ihn dann, welches der Beiden für ihn Essen sei?


    Gebe einem kleinen Yanomamikind eines fette Käferlarve und einen Apfel. Frage es dann, was es davon lieber essen möchte!


    Es gab nämlich während der Evolution zum Homo sapiens durchaus noch ein paar andere tierische Nahrungsquellen als nur rohes Mammutfleisch. Wer hätte es gedacht?
    Zum Beispiel Insekten und deren Larven, Würmer, kleine Nagetiere, Fische, Amphibien, kleine Reptilien, Vögel und auch deren Eier. Vor allem gab es aber irgendwann dazwischen auch noch die kleine aber entscheidende Entdeckung des Feuers, wodurch nahrhaftes Fleisch leichter verdaulich wurde.


    Dein Angebot zwischen einem leckerem, saftigen, am offenen Feuer gegrilltem Mammutsteak medium-rare und einem armseligen, lächerlichen Apfel, wäre schon vor 400000 Jahren bei der Befragung eines Homo erectus ganz eindeutig ausgefallen:
    Man hätte dir deinen albernen Apfel in den Mund gestopft und dich auf kleiner Flamme geröstet! :mrgreen:

  • Gamma


    Ich habe das Beispiel mit der Zigarette gebracht, nur weil Mensches es seit langem tun, ist es noch lange kein Beweis, dass es natürlich ist! Wir tragen zum Beispiel auch Kleidung obwohl es nicht natürlich ist. Es gibt so viele unnatürliche Sachen, die der Mensch macht und sich daran gewöhnt.


    Claxan


    Für die Folgen wäre nur die Massentierhaltung verantwortlich. Aber langzeitlich, wäre doch eine Verbesserung zu sehen. Wenn jeder Vegetarier wäre, dann sähe auch die Wirtschaft anders aus. Du glaubst doch auch nicht wirklich, dass Massentierhaltung weiter bestehen würde, wenn alle Vegetarier werden? :D

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Es geht nicht nur um die Massentierhaltungen.


    Du vergisst, dass Ende Oktober ~7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben.
    Alleine um diese rein vegetarisch zu ernähren müsste man unfassbar viel landwirtschaftlich genutzte Fläche bereit stellen und bewirtschaften.
    Wir bauen unser Leben gerade auf die Nutzung pflanzlicher Energien auf. Es werden unfassbar viele Tonnen Nahrung verbrannt für Wärme, Energie und es werden auch eine unglaubliche Menge Nahrung zu Kunststoff und Treibstoff verarbeitet mittlerweile.


    Wie ich bereits kurz erwähnt hab, sind viele Flächen wie z.B. Berghänge landwirtschaftlich kaum nutzbar und erbringen weitaus mehr Nahrung mit Nutztier als mit dem Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln.


    Du vergisst außerdem, dass die Erde immernoch nicht eine Gemeinschaft ist sondern eine Anhäufung von ~200 Staaten. Manche dieser Staaten verfügen nichtmal annähernd über die Möglichkeiten ihre Bevölkerung anhand ihrer eigenen Nutzflächen zu ernähren.
    Der Krieg um Öl und Bodenschätze würde mutieren zum Krieg um Nutzflächen.


    Deine Vorstellung einer vegetarischen Welt ist eine Utopie und das wird sie bleiben. Der Mensch bleibt Mensch und damit ein egoistisches, Krieg führendes, aggressives Raubtier.
    Deine Vegetarier-Welt ist keine Frage der Ernährung sondern der Politik. Und das ist der Grund warum der Vegetarismus weltweit nicht funktionieren kann.


    Vegetarismus ist ein Luxus den wir uns dank Import/Export und der vielseitigen Vernwendungsmöglichkeiten von Soja sowie der Leistbarkeit außergewöhnlicher Zutaten erlauben dürfen. Vegetarismus allein, bedeutet nicht besser zu sein oder mehr auf die Erde zu achten. Du vergisst hoffentlich nicht, dass unzählige Nahrungsmittel die Vegetarier und Veganer so verspeisen dank fernem Anbau, Import und Ausbeutung von Menschen zu uns kommen und somit nicht selten genausoviel Schaden verursachen wie die Tierhaltung.


    Ich unterstütze vollkommen jeden der gegen die Art wie unsere Nutztiere gehalten werden ist. Ich bin genauso dagegen, dass diese Tiere zusammengepfercht in ihrer eigenen Scheiße stehen und niemals das Sonnenlicht zu Gesicht bekommen. Gegen die Qual die sie erleiden müssen.
    Keine Frage...wenn man ein Stück Fleisch isst, sollte man sich schämen für die Menschen.


    Aber es sollte sich was am Bezug zum Fleisch und dessen Gewinnung ändern. Fleisch sollte auf keinen Fall verschwinden. Die Folgen wären um keinen Deut besser als die Fleisch-Lösung...

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


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  • Nein. Du vergisst wahrscheinlich, dass Omnivoren auch die Produkte, die die Vegetarier essen, essen. Somit wäre diese Berechnung nur dann richtig, wenn Omnivoren nur Fleisch essen würden. Eine vegetarische Ernährung ist nicht so kompliziert wie du es dir vorstellst. Es braucht nicht x-Mal mehr essen um sich gesund ernähren zu können - es braucht nur die Richtigen. Punkto Import/Export: Ich esse selten importierte Produkte. Übrigens hasse ich Soja. Ich kann selber kochen und ernähre mich auch ausgewogen, ohne zusätzliche "Fleischersatz"-Produkte wie Soja oder Tofu zu kaufen.


    Natürlich hätte eine vegetarische Welt Auswirkungen von heute auf Morgen. Aber mit richtiger Verteilung unserer Ressourcen, könnten mit einer vegetarischen Ernährung vielmehr Menschen ernährt werden als heute.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Dann viel Spaß ohne Import-Produkte. Dann hast du das halbe Jahr nur Kohlsuppe und Kartoffeln.
    Zumindest wenn Deutschland darauf angewiesen ist die eigenen Produkte zu verspeisen.


    Dir dürfte selbst nicht klar sein, dass so ziemlich alles was nicht gerade in Saison ist importiert ist.


    Vegetarismus und Veganismus...besonders zweiterer wären ohne die Globalisierung heute, in ihrer Form garnicht möglich.


    Und nein, habe ich nicht vergessen. Ich rede ja von einer komplett vegetarisch lebenden Welt.
    Aber weißt du, wieviele Lebensräume dann zerstört werden müssten um zusätzliche Landwirtschaftliche Flächen benutzbar zu machen?


    Du bist der, der die Berechnung nicht versteht. Wir brauchen (abgesehen vom Tierfutter) Soja und co. mittlerweile für viel viel mehr als bloß als Nahrungsmittel.


    Das sind Entwicklungen die sich jetzt nicht mehr so leicht rückgängig machen lassen. Du kannst die Treibstoff und Kunststoff Industrie die sich aufgebaut hat nicht plötzlich wieder entfernen.


    Und Stichwort "Kein Soja essen". Produkte wie Tofu sind gottseidank sehr Eiweißreich und somit perfekter Ersatz für Fleisch. Wenn du nun Tierhaltung bzw. Nutztier abschaffen willst, heißt das auch "Lebe wohl" zu Milchprodukten und Eiern. Was machen dann die die weder Eier, Milch noch Soja zu sich nehmen?


    ---


    Noch ein Punkt der mich sehr stört an deinen Aussagen ist, deine Meinung, dass Fleisch essen nicht natürlich sei.
    Dass ein Haufen der Stoffe die dein Körper braucht heute verfügbar sind in einer fleischlosen Kost, hat viel mit synthetischen Stoffen zu tun mit denen dein Essen angereichert wird.
    Wie natürlich ist das denn deiner Meinung nach?

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


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    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Mir ist etwas hier im gesamten Thread bei der Gegnerfront der Vegetarier aufgefallen, und zwar invalide Argumentationsführung. Eines der höchsten politologisch-normativen und ethisch-moralischen Regeln ist es, AUS DEM SEIN KEIN SOLLEN ABZULEITEN. Das geschieht hier aber an vielen Stellen. Deswegen disqualifizieren sich eigentlich folgende Argumente selbst als handlungsanleitende Imperative. An dieser Stelle könnte man den entsprechenden Personen einen biologistisch-fundamentalistischen Glauben vorwerfen. Wir sind aber Menschen und haben die FREIHEIT, ZU HANDELN, ohne dass wir gezwungen wären, nach unserer "Natur", wie es immer heißt, zu leben.


    So gerade eben:

    Vegetarismus und Veganismus...besonders zweiterer wären ohne die Globalisierung heute, in ihrer Form garnicht möglich.

    Die Menschheit hat es aber eben ermöglicht, dass es eine Globalisierung gibt.


    Der Mensch bleibt Mensch und damit ein egoistisches, Krieg führendes, aggressives Raubtier.

    Das ist sogar irreführender Biologismus, weil es falsch ist: der Mensch ist kein Raubtier, sondern entweder Allesfresser oder im besten Fall Veganer.


    Tierische Nahrung gehört seit tausenden von Jahren zum natürlichen Speiseplan des Menschen und es hat ihm scheinbar nicht geschadet.

    Aus dem Sein folgt kein Sollen. Im Übrigen auch kein Müssen.
    (Ethikunterricht 1. Lektion.)

    Da unsere Vorfahren nun nicht mehr ihre ganze Zeit auf Nahrungssuche verwenden mussten, sondern Zeit hatten begannen sie ihre Intelligenz für andere Dinge zu nutzen.

    Willkommen in der Zivilisation. AUS GEWESEN SEIN FOLGT ERST RECHT KEIN SOLLEN.


    Dein Angebot zwischen einem leckerem, saftigen, am offenen Feuer gegrilltem Mammutsteak medium-rare und einem armseligen, lächerlichen Apfel, wäre schon vor 400000 Jahren bei der Befragung eines Homo erectus ganz eindeutig ausgefallen:


    Man hätte dir deinen albernen Apfel in den Mund gestopft und dich auf kleiner Flamme geröstet

    Es folgt auch ganz sicher nicht zwangsläufig aus der Keule des Urmenschen, die Waffe des Neuzeiten Menschen. Der Mensch hat die Wahl. Ein Biologismus ist für menschliches Verhalten überhaupt nicht haltbar: Seine Gene bestimmen nicht sein gesamtes Verhalten.


    "proximate Ursachen sind die unmittelbaren Ursachen: Welche inneren (physiologischen, neurologischen, hormonellen) und äußeren (von der Umwelt verursachten) Faktoren erzeugen ein gerade beobachtbares Verhalten?[*]ultimate Ursachen sind die im Verlauf der Stammesgeschichte entstandenen Eigenschaften: Auf der Grundlage welcher Gene und welcher ererbten Verhaltensprogramme vollzieht sich das beobachtbare Verhalten?"[*]
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verhalten_%28Biologie%29



    Es ist unplausibel, dass der Mensch überhaupt über ultimate Ursachen für Verhalten bestimmt wird. Das unterscheidet ihn vom Tier. Der größte Teil der DNA ist Müll. Und nur ein geringer Satz der DNA macht uns zu Menschen. Das ist auch entegegen anderen im Forum völlig unlogisch, dass diese Gene durch das Fleisch essen ausselektiert wurden, weil der Mensch ja auf die Fleischesser folgte. Und für Ernährung gilt das nunmal bewiesener Maßen nicht, dass die Ursachen ultimat sind: Schließlich gibt es nun einmal Vegetarier. Nach der Argumentation der hier Zitierten, wären Fleischesser ja zurückgebliebener und tierhaftiger als Vegetarier.

    Wie ein Löwe niemals nur von Salat und Yoghurt leben kann, liegt es in der Natur des Menschen Fleisch zu Essen.

    Tausende Vegetarier sprechen dagegen. Dass ich in meiner Mutter geboren wurde, heißt auch nicht, dass ich noch Nahrung durch eine Nabelschnur aufnehmen muss oder kann. Oder meinst du, das ist so?


    Die Liste lässt sich ewig fortführen.

    Schlüssel waren nie die Erlösung: Sie sind der Grund auf Erden, warum es verschlossene Türen gibt.

  • Zitat von Schlüssel

    Wir sind aber Menschen und haben die FREIHEIT, ZU HANDELN, ohne dass wir gezwungen wären, nach unserer "Natur", wie es immer heißt, zu leben.

    Völlig richtig. Die Omnivoren-Front stört sich aber verständlicherweise daran, wenn Vegetarismus als gesünder oder moralisch richtiger angepriesen wird; und Pläne dargelegt werden, die ganze Welt nur noch vegetarisch ernähren zu wollen.
    Wichtig ist es nämlich auch AUS KÖNNEN KEIN MÜSSEN ABZULEITEN. :mrgreen: Ein Vegetarier kann soviel Schnittlauch und Sellerie essen wie er will - er soll mir aber nicht erzählen, dass er das aus einem anderen Grund als persönlichem Willen tut (diejenigen mit Unverträglichkeiten mal ausgenommen). Dazu gehört eben auch das Moralzeug. Der Moralbegriff ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich; also ist auch das völlig in Ordnung. Viele Vegetarier leben aber im Glauben, dass sie damit der Umwelt einen Gefallen tun - diesen Irrtum kann man ja zumindest aufklären.


    Zitat von mostwanted

    Aber mit richtiger Verteilung unserer Ressourcen, könnten mit einer vegetarischen Ernährung vielmehr Menschen ernährt werden als heute.

    Aber wozu sollten wir das tun, wenn es mit Fleisch viel problemloser geht? Ich sage ja - sei froh, dass du dir den Luxus leisten kannst, dich vegetarisch zu ernähren. Aber hör auf zu spekulieren, wie man diese Lebenseinstellung am besten auch dem Rest der Welt aufzwingen könnte. Faschismus hat ja immer sowas Beunruhigendes, finde ich.


    Zitat

    Ich bin Vegetarier, weil ich tendenziell der Meinung bin, dass auch die Tiere ein Recht auf Leben haben.

    Das Zitat fiel mir auch gerade auf. Fragwürdige Argumentation; da sie impliziert, dass jeder Nicht-Vegetarier allen Tieren das Recht auf Leben abspricht. Der Vegetarier begibt sich damit wieder automatisch in seine moralisch erhabenere Position.
    Man kann daraus nun aber auch ableiten, dass Vegetarier nicht zur Differenzierung in der Lage sind. Überhaupt, was gibt dir das Recht, den Pflanzen "ihr Recht auf Leben abzusprechen" - immerhin scheint das ja deine neue Definition von "Nahrungsaufnahme" zu sein. Seeehr propagistisch, solche Formulierungen. Überhaupt denkt sowieso kein anderes Tier auf der Erde darüber nach, wie es seine Beute ethisch korrekter behandeln kann. Ich finde es gut, dass wir uns über humanistischere Haltungsmethoden etc. Gedanken machen; aber irgendwann kommt dann halt der Punkt, an dem man sich einfach zu viele "moralische Verplichungen" auflädt, und dabei den Sinn für die Realität verliert. Man meint, es besser zu wissen als tausende Jahre von Evolution... wer ist da jetzt näher an der Natur dran?
    Schweine schmecken halt einfach. Mir zumindest. Moralisch überlegen ist hier schlussendlich keiner, aber es sollte klar sein, dass nicht nur die Vegetarier in der Lage sind, ihre Moralkeule auszupacken.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Schlüssel
    Mein letzter Beitrag bezog sich hauptsächlich auf diese Aussage von mostwanted:

    Zitat von mostwanted

    Es ist nicht Natur des Menschen Fleisch zu Essen. Überhaupt nicht. Wir können ja nichtmal rohes Fleisch essen... Nur weil Menschen früher Fleisch gegessen haben, macht es nicht zur Natur.

    Und genau das ist natürlich völliger Quatsch! Der Mensch bzw. der Homo sapiens war schon immer omnivor. Den Menschen im Nachhinein zu einem reinen Pflanzenfresser umdeuten zu wollen ist nur ideologisches Geschwätz und hat mit der Realität vor fünfzigtausend oder gar zweihundertausend Jahren nicht das Geringste zu tun!


    Zitat von "Schlüssel"

    der Mensch ist kein Raubtier, sondern entweder Allesfresser oder im besten Fall Veganer.


    Der Mensch ist kein Raubtier. Das ist richtig. Aber er ist garantiert auch kein Veganer, sondern eben ein Allesfresser! Das wollte ich nur nochmal kurz klarstellen, damit nicht wieder der Einwand kommt, irgendeine, geheimnisvolle "Natur", hätte für uns eine vegetarische Ernährungsweise vorgesehen. Solche Vorstellungen sind ideologisch verbrämter Mumpitz und stehen im völligen Widerspruch zur tatsächlichen Entwicklungsgeschichte des Menschen.


    Zitat von Schlüssel


    Aus dem Sein folgt kein Sollen. Im Übrigen auch kein Müssen.
    (Ethikunterricht 1. Lektion.)


    Wenn ideologisch verblendete Mütter meinen, sich während der Schwangerschaft nur von veganer Rohkost ernähren zu müssen oder Kleinkindern essentielle Nährstoffe vorenthalten, was oft zu Behinderungen und schlimmstenfalls auch zum Tod der Kinder führen kann, dann folgt aus "dem Sein", verdammt nochmal, sehr wohl "ein Müssen"!
    ( Glücklicherweise hatten meine eigenen Eltern ein etwas anderes Verständnis von Ethik.)


    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,328416,00.html
    http://www.guardian.co.uk/worl…al-death-baby-breast-milk

  • Den Menschen im Nachhinein zu einem reinen Pflanzenfresser umdeuten zu wollen ist nur ideologisches Geschwätz und hat mit der Realität vor fünfzigtausend oder gar zweihundertausend Jahren nicht das Geringste zu tun!

    Also wie gesagt, aus der Historie der Menschheit leitet sich für mich leider nichts Gutes für die Menschheit ab. Solche Argumentation führt ja zu einem Rückschritt ins Mittelalter. Oder wenn es nach den Argumenten hier geht, war ja in der Höhle der Mensch mit Keule, der sein Mammut erschlägt, schon am Höhepunkt seiner Entwicklung. Das ist "Mumpitz"!
    Ich deute den Menschen aber zum Pflanzenfresser um, aber nicht im Nachhinein, sondern aufgrund der vorliegenden Unverträglichkeiten und genetischen Prä-Dispositionen, tierische Nahrung nicht zu vertragen.
    Stichwort: Laktose-Unverträglichkeit. Der Mensch wurde erst spät zu einem Milchtrinker, und es war nicht Teil seiner phylogenetischen Entwicklung.
    Stichwort: Krebs:
    "Diets that are low in vegetables, fruits and whole grains, and high in
    processed or red meats are linked with a number of cancers.
    [" (http://en.wikipedia.org/wiki/Cancer#Diet_and_exercise)
    Nicht nur, dass wenig Obst und Gemüse Krebs verursacht, die eigentliche Ursache sind tierische Lipide und Proteiene. So korreliert Lungenkrebs mit tierischen Fetten. Pflanzenproteine haben eine leichte schützende, protektive Verbindung zu Bruskrebs, während die Ernährung durch tierische Kaloriene Brustkrebs sehr viel wahrscheinlicher macht. Veganer haben eigentlich nie Brustkrebs, zudem quasi nie Prostatakrebs. Tierische Ernährung gebünstigt lymphomatischen Krebs, Fisch und Pflanzen zeigen hierzu eine negative Korrelation (d. h. schützen vor Krebs).
    Ein zusammenfassender Bericht all dieser verschiedenen, unabhängigen Studien findet sich hier: http://www.vegsource.com/harris/cancer_vegdiet.htm
    Wer also Krebsrisiko in der Familie hat und Fleisch ist, ist selber schuld!
    FAZIT: Man könnte aus diesen Ergebnissen ableiten, dass genetisch und damit evolutionär eine Ernährung durch Tiere ÜBERHAUPT NICHT vorgesehen ist, da die Zellen diese Proteine und Lipide gar nicht vertragen. Pflanzliche dagegen schon, da sie keine tödlichen Krankheiten verursachen. Oder anders gesagt: Eine Diet nur aus Fleisch ist lebensbedrohlich, eine Diet nur aus Pflanzen ist lebensverlängernd.
    Ein weiteres Argument ifür eine Ko-Evolution mit Pflanzen ist, dass quasi sämtliche Heilstoffe und Arzneimittel, die rein zur Verfügung stehen, aus Pflazen stammen. Tierische Stoffe können ohne chemische Veränderung niemals Krankheiten heilen.


    Das ist also keine "geheimnisvolle Natur", die uns pflanzlichen Produkten bevorzugen lassen sollte, sondern medizinier Fakt. Und die Entstehungsgeschichte des Menschen stellt ihr falsch dar: Der Evolutionssprung geschah durch den Ackerbau und die Ansiedlung an feste Plätze. Nur, weil sich Menschen von Pflanzen ernähren, leben sie nicht mehr im Wald und der Höhle.


    Weiteres futuristisches Argument für alle Ufologen und Phantasten (spekulativ): Eine Ernährung von Tieren, aber auch von Pflanzen, wäre im Weltall sehr unwahrscheinlich. Vor allem Tiere könnten nicht bei einer Ausreise und Umbesiedlung des Planeten mitgebracht werden. Sollte es für die Menschheit vorgesehen sein, den Planeten zu verlassen, denn jetzt drehe ich den Spieß völlig um und schreibe eine Evolutionsgeschichte vorwärts in der Zeit, so könnten nur diejenigen Menschen im Weltall überleben, die weder von pflanzlichen noch tierischen Produkten sich ernähren können, sondern denen synthetische Proteine und Vitamine genügen. Ich bin sowieso kein Veganer, weil er das "natürlicher" findet, sondern weil ich "kultivierter" bin als Tiere und andere Menschen - und Kultur bedeutet für mich, dass der Mensch seine Nahrung und seine Umwelt selbst auch gestalten und synthetisieren könnte, ohne dass er andere Lebewesen und die natürliche Umwelt zerstört. Das wäre die Ebene, auf der ich mit dem Blick auf die ferne Zukunft argumentieren würde.


    Wenn ideologisch verblendete Mütter meinen, sich während der Schwangerschaft nur von veganer Rohkost ernähren zu müssen oder Kleinkindern essentielle Nährstoffe vorenthalten, was oft zu Behinderungen und schlimmstenfalls auch zum Tod der Kinder führen kann, dann folgt aus "dem Sein", verdammt nochmal, sehr wohl "ein Müssen"!

    Leider überzeugt mich dein Argument nicht. Im deutschen wie im französischen Fall starben die Kinder an einer Krankheit und nicht an einer Behinderung oder akuten Unterernährung. Die Kinder wurden medizinisch und anderweitig vernachlässigt. Dass eine vegane Ernährung ungesund für Föten im Mutterleib ist, belegt das überhaupt nicht, noch belegt dies, dass Kinder von Veganern/ -innen unterernährt wären, wenn die pädagogische und medizinische Umsorgung gewährleistet wäre. Die Fälle sind leider aufgrund der mangelnden Fürsorge der Eltern abzuleiten.

    Schlüssel waren nie die Erlösung: Sie sind der Grund auf Erden, warum es verschlossene Türen gibt.

  • @ mostwanted


    Wenn du dir den gehalt von B12 in eiren und im fleisch anschaust, wirst du ja wohl einen grossen unterschied bemerken. Wenn du ausserdem behauptest, dass mensch wenig B12 braucht, muss ich dich auch hier berichtigen. Jeder mensch hat einen anderen bedarf, je füher du fliesch meidest, umso schlimmer. Denn B12 ist ein katalysator im energiestoffwechsel. Hast du zusätzlichen stress, egal welcher form...krankheiten, psychischen stress oder durch umwelteinflüsse, wie gifte oder viel e--smog, dann erhöhr sich dieser bedarf enorm, denn der körper muss den stress kompensieren und dies tut er durch erhöhter verbrennung von energie. Dazu ist b12 neben vielen anderen nährstoffen essentiell.Genauso brauchen wir auch cholesterin, welches auch im fleisch vermehrt vorhanden ist. Cholesterin wird im körper umgewandelt zu hormonen, wie cortisol z.b. Ohne cortisol, welches eines unserer stresshormone ist, wird eine effitiente energieverbrennung nicht eingeleitet!!!
    So, nun kannst du die vielelicht vorstellen, was passiert, wenn man über jahre hinweg, wichtige nähstoffe meidet, oder zu wenig zu sich nimmt. Wir haben zwar speicher, aber die sind irgendwann leer!!!
    Die kompensation läuft über uralte verbrennungsprozesse, wobei die effinzienz gegenüber gesunder vollwertkost um 90% abnimmt. Ich hatte aus krankheitsgründen genug mit dem thema zu tun und habe auch ein buch meines behandelnden arztes zu dem thema gelesen. ich sauge mir weiss gott nix aus den fingern!!!
    Ich will niemanden bekehren, sondern nur daruf hinweisen, was passieren wird, wenn man sich FEHLERNÄHRT. Es führt nämlich zur MANGELERNÄHRUNG. Und mir ist mein leben immernoch lieber als die qual des schlachtens eines tieres. Es muss ja nicht grausam sein, aber wer kann sich heutzutage biokost auf dauer leisten??? Das können nur wenige.
    Ausserdem überleben viele einfache landwirte aufgrund der preisunterschiede im regal des verbrauchers kaum noch, die folge ist massentierhaltung.Das ist billiger für die verbraucher und für die jeweilgen industrien, ist einfach so.
    Massen müssen und wollen ernährt werden und wenn ich höre, dass kinder eigentlich einen apfel einem stück fleisch vorziehen, dann ist das schlcihtweg gelogen. Mein sohn ist ein ausgesprocherner fleischesser und auch ich selbst erinnere mich sehr wohl an mein essverhalten früher. Man hat einfach irgendwann das tierische bedürfniss fleisch essen zu wollen, nicht weils nur schmeckt, sondern weil ich nach wie vor davon ausgehe, dass man genau auf die sachen appetit hat, die nunmal der körper braucht.

  • Zitat

    Oder wenn es nach den Argumenten hier geht, war ja in der Höhle der Mensch mit Keule, der sein Mammut erschlägt, schon am Höhepunkt seiner Entwicklung. Das ist "Mumpitz"!


    Mitnichten mein lieber Schlüssel, mitnichten.
    Der Mensch in seiner Entwicklung, bis zum modernen Menschen, Homo Sapiens Sapiens, war immer ein Allesfresser. Und um das klarzustellen, der Mensch ist auch heute noch in der Lage rohes Fleisch zu verdauen und sich davon zu ernähren. Man denke nur an das "englische" Steak, das ja auch nicht in seinem Rohzustand hinten wieder heraus kommt.
    Du machst ja sehr einen auf gebildeten Philosophen, dann solltest du wissen das die erste Disziplin der Philosophie die Erkenntnistheorie ist. Und die Erkenntnis darf nicht durch persönliche Ansichten oder Vorlieben gefärbt sein.
    In diesem Sinne gibt es eine Reihe von Fakten auf denen ich aufbauen darf, weil ich diese als allgemeingültig durch mehrfache Erfahrung und Wiederholbarkeit als gesichert annehmen darf.
    Dazu gehört:
    1.) Der Mensch als solcher ist in der Lage sich von vielen verschiedenen Nahrungsmitteln zu ernähren, fleischlicher und pflanzlicher Natur. Egal ob roh, oder zubereitet.
    2.) Der Mensch braucht am Tag ein gewisses Energievolumen, allgemein als Joule oder Kalorie bezeichnet um seine Funktionen aufrecht zu erhalten. Diese liegen bei uns, je nach Geschlecht und Job, bei ungefähr 2500 bis 3000 Kilokalorien.
    3.) Pflanzliche Nahrung ist in der Lage diesen Energiebedarf zu decken. Allerdings fleischliche Nahrung auch. Die Energiedichte und Ausbeutung ist bei fleischlicher Nahrung besser. Der Körper muss, um die benötigten Energien und Nährstoffe aus pflanzlicher Nahrung zu ziehen, erheblich mehr Energie aufwenden. Viele Inhaltsstoffe der pflanzlichen Nahrung sind unverdaubar und damit Ballaststoffe. Wird in der Medizin gerne benutzt um den Darm zu beschäftigen.
    4.) Fleischkonsum gehört zur Natur des Menschen. Die Beobachtung von Naturvölkern lehrt uns, das der Konsum von Eiweissen auf Grund von tierischer Nahrung dort immer vorkommt. Es wäre einem Naturvolk unnatürlich sich nur von pflanzlicher Nahrung zu ernähren, ja in Bereichen des reichen Pflanzenvorkommens wie im südamerikanischen Urwald geradezu unmöglich.


    Die Entscheidung vegetarisch oder vegan zu leben basiert immer auf moralischen Entscheidungen. Elementare Frage der Moral:
    Was darf ich tun? (Auch eine Disziplin der Philosophie)


    Nun, stellen wir uns die Frage, darf man Fleisch essen? Darf ich etwas tun, was meine Natur mir vorgibt? (Das Fleisch essen natürlich ist, haben wir oben nachgewiesen) Ist es nicht im Sinne der Moral widernatürlich und damit verkehrt und geradezu verboten kein Fleisch zu essen?
    Die Natur sagt, ernähre dich von allem. Die falsche Moral sagt: Aber nicht von Fleisch.
    In diesem Sinne irrt der Vegetarier der seine fleischlose Welt als die bessere darstellt. Im richtigen Sinne besser ist doch die Welt, die den natürlichen Gegenbenheiten folgt und nicht die, die menschlichen Ansichten angepasst wird.
    Bedenke lieber Schlüssel, jeder Mensch ist Teil der Natur. Und die Philosophie hat noch keine schlüssige Antwort liefern können, wieso sich der Mensch den vom Tiere unterscheide, ganz im Gegenteil.
    Nun kann man sagen, das eben jene Einstellung wider die Natur kein Fleisch zu essen den Menschen vom Tiere trennt. Aber, ist das dann noch natürlich und richtig, oder im Sinne der Frage:
    Was darf ich tun?
    Muss dann nicht die Antwort lauten:
    Ich muss alles essen, was meine Natur erfordert.


    Vegetarismus ist wie schon öfter gesagt, lediglich eine Mode der heutigen Zeit. In vergangenen Tagen, und ich spreche hier von lediglich 50 Jahren, waren Vegetarier bemitleidete Spinner. Auch diese Ansicht war natürlich verkehrt, aber ohne Fleisch in unseren Breiten eine ausgewogenen Ernährung im Sinne von Nachhaltigkeit hinzubekommen ist unmöglich.
    Auch hier lehrt uns wieder die Geschichte. In Zeiten des Mangels an Fleisch litten eben die Menschen hier auch wirklich Mangel. Nehmen wir die Zeiten des Mittelalters, das von Schlüssel ja nun schon erwähnt wurde. Fleisch konnten sich regelmässig nur die wirklich reichen leisten. Für den normalen Bürger oder Bauern war Fleisch für Festtage reserviert und die absolute Ausnahme. Also quasi so, wie Schlüssel sich das wünscht. Nun wie sahen die Lebenserwartungen aus?
    Kindersterblichkeit von über 50%
    Die meisten Menschen wurden nicht älter als 35, wer 40 oder gar 50 war galt als Greis
    Skelette jener Epoche zeigen selbst bei Bauern, denen ja eigentlich genug Zugang zu pflanzlicher Nahrung offen stand, gravierende Mangelerscheinungen. Der Durchschnittsmensch jener Zeit war nur 1,5m groß, da er massive Wachstumsbeeinträchtigungen durch Mangelzustände hatte.


    Die ARD hat vor einiger Zeit eine schöne Doku gedreht in der eine Familie für einige Zeit in das Leben des späten 19. Jahrhunderts zurück versetzt wurde auf einen Bauernhof im Schwarzwald. In dieser Doku ist sehr schön zu sehen, wie die wohlgenährten Menschen unserer Zeit durch die mangelhafte Ernährung massiv an Gewicht verlieren und es bei einer Tochter, die Vegetarier aus Moral war, soweit kam, das sie drohte zusammen zu brechen. Das dargebotene Fleisch, in Form einer Sonderration Geflügel, lehnte sie nämlich ab.
    Was aber in dieser Serie deutlich wurde, der Zugang und Umgang mit dem Essen wurde ein anderer. Die Selbstverständlichkeit der Hochverfügbarkeit von Nahrung war nicht mehr gegeben. Und das Fleisch schmeckte anders, weil man nicht nur den Geschmack, sondern auch die Mühe des Erarbeitens mit schmeckte. Man empfand Stolz darauf, sich das zu gönnen, ein Umstand, und hier gebe ich Schlüssel Recht, der heutzutage leider verloren gegangen ist. Allerdings auch als nötiges Übel, da, wie hier bereits geschrieben wurde, die Massen an Menschen auch Massen an Tieren erfordern um eben nicht dahinzusiechen.
    Zur Argumentation der Anbauflächen, im mittleren und späten Mittelalter waren viele Ackerflächen die wir heute benutzen schon urbar gemacht, die Bevölkerungsichte aber erheblich geringer. Und trotzdem litten die Menschen Mangel.
    Das jeder so essen kann wie er mag, ob nun fleischlich oder pflanzlich, ist tatsächlich ein Produkt der modernen Zeit und Wissenschaft. Ob aber die künstliche Zucht von Obst und Gemüse in Treinhäusern und das internationale Verfrachten so viel natürlicher sind?
    Zum Abschluss mein lieber Schlüssel, das Abstreiten von Fakten oder Nichtanerkennen ist eines vorgeblichen Philosophen nicht würdig. Die Philosophie lebt vom Diskurs und dem Einbeziehen fremder Argumente in die eigene Erkenntniskette. Sich dem zu verweigern ist kein Erkenntnisgewinn sondern lediglich Angst vor der Wahrheit.

  • Zitat von Schlüssel

    Tierische Ernährung gebünstigt lymphomatischen Krebs, Fisch und Pflanzen zeigen hierzu eine negative Korrelation (d. h. schützen vor Krebs).

    Ach, Fische sind keine Tiere?
    Wenn man sich an die ganzen diesbezüglichen Studien hält, "gebünstigt" im Prinzip so gut wie alles Krebs; und wenn man es falsch zubereitet noch viel mehr.
    Wikipedia beschreibt übrigens nur völlig korrekt, dass eine unausgeglichene Ernährung (viel Fleisch und wenig Grünfutter) Krebs begünstigt. Deshalb muss man ja aber nicht gleich in den Vegetarismus flüchten; sich ausgeglichen zu ernähren reicht da schon.


    Zitat

    Eine Diet nur aus Fleisch ist lebensbedrohlich, eine Diet nur aus Pflanzen ist lebensverlängernd.

    Wie gesagt - es gibt ja hoffentlich niemanden, der blöd genug ist, nur Fleisch zu fressen. Wie das deine Argumentation stützen soll, wird aber nicht wirklich ersichtlich.


    Zitat

    Pflanzliche dagegen schon, da sie keine tödlichen Krankheiten verursachen.

    Du pauschalisierst Extremfälle. Und Pflanzenkrankheiten etc. gibt es zur Genüge, ist dir das schon klar?
    Schonmal ne unreife Banane gegessen? Man muss halt auch Ahnung von dem haben was und wie man es isst, sonst wird man unangenehm überrascht. Egal was man isst.


    Zitat

    Dass eine vegane Ernährung ungesund für Föten im Mutterleib ist, belegt das überhaupt nicht,

    Veganismus ist nochmal um einiges gefährlicher als Vegetarismus; für Kinder geradezu kritisch (Klick - Statement der Deutschen Gesellschaft für Ernährung). Und auch bei Vegetarismus muss man höllisch aufpassen.
    Der erwachsene Körper kann diese Ernährung nur verkraften, weil der Körper einige Vitamine gespeichert hat. Für lange Zeit hält das auch, aber wenn man Pech hat, rächt sich die Fehlernährung eben irgendwann im Alter.
    Veganismus ist leider allzu oft eine dogmatische Ideologie. Es gibt ja sogar Leute, die ihre Hunde veganisch ernähren wollen. Irgendwann wirds dann albern.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Guten Tag!

    Bedenke lieber Schlüssel, jeder Mensch ist Teil der Natur. Und die Philosophie hat noch keine schlüssige Antwort liefern können, wieso sich der Mensch den vom Tiere unterscheide, ganz im Gegenteil.

    Im Gegensatz zu dir mache ich keine absoluten Aussagen über die "Natur" des Menschen, und noch dazu falsche. Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier: Sprache. Und daraus leitet die angloamerikanische Phílosophie des Geistes heute noch geradezu einen himmelweiten Unterschied zwischen Mensch und Tier ab. Vielleicht ist es dir ja entgangen, dass Tiere nicht reden und schreiben können und vielleicht ist es auch sinnlos dir mit geisteswissenschaftlichen Argumenten zu kommen. Dein flacher Biologismus ist ja ein Hohn auf die Zivilisation. Deine Ethik ist doch wohl völlig daneben, wenn du denkst, es gibt keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Oder hast du schonmal zwei Schweine Debatten über Vegetarismus führen hören?


    Aber genau das ist der Punkt: wir hängen nicht von irgendeiner Natur ab, wir gestalten die Natur. Und noch weniger hängen wir davon ab, zurückzufallen in eine Naturphilosophie in Fragen der Ethik. Wir könnten auch rein theoretisch alle Nährstoffe, die wir brauchen durch Zellmetabolismus künstlich herstellen und dann könnten wir auch die armen Pflanzen schonen. Es wäre schön, zu wissen, was ihr dann sagt! Würdet ihr dann immer noch Vieh schlachten und Äpfel, die nicht vom Baum gefallen sind. essen, wenn alle Stoffe synthetisch zur Verfügung stehen?


    Es gibt ja sogar Leute, die ihre Hunde veganisch ernähren wollen. Irgendwann wirds dann albern.

    Hunde sind halt problematisch. Hätte ich eine Kartze, hätte ich kein Problem, die jagt selbst, aber Hunde müssen gefüttert werden (oder?). Und das geht dann gegen die Moral des Veganers. Das kann ich schon verstehen, dass die nicht freiwillig industriell produziertes Fleisch kaufen.

    Und Pflanzenkrankheiten etc. gibt es zur Genüge, ist dir das schon klar?

    Hauptsächlich Allergien, die sind aber nicht chronisch tödlich wie Krebs, sondern nur akut nach dem Verzehr gefährlich.

    Schlüssel waren nie die Erlösung: Sie sind der Grund auf Erden, warum es verschlossene Türen gibt.

  • Zitat

    Dein flacher Biologismus ist ja ein Hohn auf die Zivilisation. Deine Ethik ist doch wohl völlig daneben, wenn du denkst, es gibt keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier.


    Sorry aber ich musste lachen.
    Wer bist du zu denken, dass du über irgendeinem Tier stehst? Dein einziger Vorteil den Tieren gegenüber ist dein Gehirn das durch glückliche Wendungen zu mehr als zur Fortpflanzung und Nahrungssuche taugt. Und zu welchem Zweck?
    Du hast sämtliche Instinkte entweder verloren oder bist nicht mehr wirklich in der Lage sie richtig zu deuten/zu verstehen.


    Der Mensch ist nichts anderes als ein Tier mit einem Verstand gesegnet, der ihn lediglich dazu bringt die Quelle seiner Ressourcen auszubeuten.


    Du bist wirklich ein sehr engstirniger Mensch.
    Du stellst Veganismus als einzig wahre Lösung dar und preist Synthese und Globalisierung an um deine Ernährungs-Ansichten (die einer fanatischen Religion gleichkommt) zu untermauern und denkst wenigstens nur an die armen Tiere und die erhabenen Menschen. Bedenkst du auch, dass für deine "Visionen" genug andere Gräuel an der Erde begangen werden?


    Wenn du für Anbauflächen Lebensräume zerstören musst, würde das nicht auch deinen Ansichten widersprechen?


    Und ja...ich würde immer noch Äpfel vom Baum und geschlachtete Tiere essen, weil ich keinen synthetischen Dreck will, wenn meine Spezies seit Jahrtausenden ohne dem ausgekommen ist.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Ach mein lieber Schlüssel,


    es ist schon amüsierlich wie du bei einer einfachen Beweiskette ins Schwimmen kommst und statt einem argumentativem Austausch nur noch mit einer versuchten Verhöhnung kontern kannst. Bedenke, wenn ich jemand verhöhnen will, so kann ich das nur auf Grund einer soliden Basis, nicht auf Grund persönlicher Ansichten.
    Auf einen Großteil meiner Basisargumente bist du nicht im geringsten eingegangen und verweigerst damit den Diskurs.
    Nun, in der Tat habe ich noch kein Schwein schreiben sehen, das Tiere teilweise sehr komplexe Sprachformen benutzen dürfte aber auch, oder sollte ich sagen sollte eigentlich, dir bekannt sein.
    Viele Tiere kommunizieren auf der Basis von Gerüchen, oder Spuren die sie hinterlassen. Das kann man ebenfalls als eine Art von Schrift betrachten.
    Was ich hingegen nett von dir finde ist der Satz:

    Zitat

    Oder hast du schonmal zwei Schweine Debatten über Vegetarismus führen hören?


    Nein, eben nicht, und zeigt nicht eben dies, das das Schein, in seiner natürlichsten Ausprägungsform, solch eine Diskussion eben für überflüssig, weil nutzlos und gegen die Natur sieht? Eben jenes habe ich ja angeführt das eben die Vegetarier/Veganer, mithin also du, die eigentlichen Naturverweigerer sind, die sich künstlichen Gegenbenheiten hingeben und dabei die Natur der Dinge vergessen.
    Du vergisst leider zu oft, das sich die Philosophie an der Natur und dem Menschen ausrichten soll und in erster Linie, wir denken an die Erkenntnistheorie, Dinge beschreiben und erfassen soll, sie soll nicht werten oder anweisen. Denn auch die Frage: Was darf ich tun? richtet sich ja nach dem, was ich aus meinem Erfahrungsfeld und den natürlichen Gegenbenheiten erfassen kann, nicht nach dem was meine Ansichten mir vorgeben.
    Wenn du also philosophisch argumentieren willst, solltest du die Basis beherrschen. Das Verwenden schöner Worte ist Blendwerk, jedoch selten zielführend.


    Und das du einfach fachliche Fehler machst, man denke an das Verneinen von Sprache bei Tieren, zeigt deutlich, das deine Bildungsbasis leider nicht breit gefächert ist. Um jedoch komplexe Diskussionen führen zu können, ist dies notwendig. Auch deine Fixierung auf den angloamerikanischen Bildungsraum ist sehr eingeschränkt. Unser Ronin z.B. ist ein Experte was die asiatischen Philosophien angeht, die zu diesem Bereich eine völlig diametrale Ansicht haben. Oder sprichst du jenen Philosophen ihre Berechtigung ab, weil sie den Ansichten die du versuchst darzustellen, widersprechen?


    Wenn du den Diskurs fortführen möchtest, so würde ich dich bitten dich an die Abfolge Argument --> Gegenargument --> Konklusion zu halten, wenn du meinst das dir das nicht möglich ist, so solltest du das üben.

  • Jeder Jeck ist anders... Wenn einer vegetarisch leben will: Bitte sehr! Wenn einer nicht auf Fleisch verzichten möchte: Auch gut! Keine der beiden Lebensweisen ist gesünder oder ungesünder, lediglich Veganer müssen aufpassen und ernährungsbedingte Defizite wie zum Beispiel Eiweiß-, Omega-3-Fettsäuren- oder Vitamin B12-Mangel ausgleichen, was aber in der heutigen Zeit durch Nahrungsergänzungsmittel auch kein Problem mehr ist. Grundsätzlich ist Vegetarismus ein Luxus, den sich Menschen in der dritten Welt und Naturvölker nicht leisten können, wir allerdings schon - deshalb ist es legitim. Ich persönlich esse sehr gerne fleisch, bin mir aber durchaus bewusst, dass in den westlichen Kulturen zu viel Fleisch gegessen wird (Deshalb befürworte ich das immer intensivere Bewusstsein für nachhaltige Ernwährung, nachhaltigen Anbau und nachhaltige Zucht - ist natürlich teurer, aber lieber 2 mal die Woche ein gesundes Steak vom Bauern aus der Nachbarschaft auf dem Teller als ein mit Antibiotika hochgezüchtetes aus dem Massenbetrieb). Generell finde ich, dass Extreme immer ein wenig banane sind, für mich kämen deshalb weder Vegetarismus noch übermäßiger Fleischkonsum in Frage: Der gesunde Mittelweg ist (wie immer im Leben) am besten ;)

  • Zitat

    Überhaupt denkt sowieso kein anderes Tier auf der Erde darüber nach, wie es seine Beute ethisch korrekter behandeln kann.


    Tiere haben auch Sex mit Kindern. Tiere vergewaltigen, Tiere töten und es gibt sogar Inzest bei den Tieren. Sollen wir dies nun auch tun, nur weil es bei den Tieren gang und gäbe ist?


    Zitat

    Man meint, es besser zu wissen als tausende Jahre von Evolution... wer ist da jetzt näher an der Natur dran?


    Es ist alles andere als Natur, wenn man Tiere in Massen haltet und sie dann nur aus Profitgier verkauft. Früher hatten die Menschen noch Respekt vom Tier und haben es geehrt.


    Zitat

    der Homo sapiens war schon immer omnivor


    Das stimmt so nicht. Wir stammen(nach der Evolutionstheorie) von den vegetarischen Menschenaffen ab. Gorillas, die uns sehr ähnlich sind, sind sogar Veganer.


    Zitat

    Wenn ideologisch verblendete Mütter meinen, sich während der Schwangerschaft nur von veganer Rohkost ernähren zu müssen oder Kleinkindern essentielle Nährstoffe vorenthalten, was oft zu Behinderungen und schlimmstenfalls auch zum Tod der Kinder führen kann, dann folgt aus "dem Sein", verdammt nochmal, sehr wohl "ein Müssen


    Das klingt ja schon sehr konservativ ausgedrückt! Viele Veganer Kinder sind gesünder als der Durchschnitt. Eben gerade weil die Eltern sich darum kümmern, dass das Kind genug Nahrungsstoffe zu sich nehmen kann. Nichts anderes als Propaganda diese Artikel.


    Zitat

    ist einfach so.


    Es werden Tiere missbraucht. Ist einfach so. Die Landwirtschaft stirbt ab. Ist einfach so. Fast alle Tiere sind krank, bevor sie geschlachtet werden. Ist einfach so. Man gibt ihnen Antibiotika damit sie nicht verrecken. Ist einfach so. 99% des Fleisches in den USA kommt aus der Massentierhaltung. Ist einfach so.


    Juhu Problem gelöst. Ist einfach so.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Wie gesagt weder Vegetarier noch Fleischesser leben gesünder, beides sagt nichts über gesunde oder ausgewogene Ernährung aus (Veganer lass ich mal außen vor, veganische Ernährung ist grenzwertig und muss mühevoll kompensiert werden). Man kann in westlichen ländern vegatarisch glücklich, als und gesund werden, aber auch Fleisch essen und dabei glücklich und gesund werden. Dass auch Fleischesser auf nachhaltige Zucht angewiesen sind und in den eltzten Jahres fleisch überproportional häufig gegessen wurde, steht außer Frage. Deshalb: Der Mittelweg machts. Eure Diskussion dreht sich mittlerweile jedenfalls im Kreis, weil ihr krampfhaft nach Argumenten sucht, um eure Ideologie zu verteidigen. ist nicht böse gemeint ;-) Kommt einfach mal ein bißchen runter, ihr habt im Kern beide recht ;-)


    Ich war jahrelang ein totaler Verfechter übermäßigen Fleischkonsums, bis mich folgendes Interview und Buch zu nachdenken angeregt hat...:


    http://www.faz.net/aktuell/ges…-nicht-boese-1636078.html

  • Es gibt ein sehr einfaches Indiz dafür, das der Mensch ein Allesfresser ist, und das ist sein Gebiß, im übrigen sind Schimpansen dafür bekannt, kleinere Affenarten zu jagen und zu verspeisen. Der Mensch ist einfach von seiner Anatomie her kein reiner Pflanzenfresser. Jeder soll natürlich glücklich werden nach seiner Facon, aber es ist einfach sachlich falsch zu sagen, wir wären reine Pflanzenfresser. Es gibt prinzipiell drei Arten der Ernährung, rein fleischfressend, wie z. B. Raubtiere, allesfressend wie Menschen oder Schimpansen und pflanzenfressend, wie beispielsweise Kühe oder Kaninchen. Dies läßt sich in allen Fällen deutlich am Gebiß belegen. Selbstverständlich gibt es dazu Ausnahmen.