Die Identitätssuche

  • Hallo Leute!


    Hiermit möchte ich Euch auf ein Thema aufmerksam machen, wörüber ich schon seit mehreren Monaten nachdenke.


    Es geht um die Identitätssuche!


    Damit Ihr wisst, was ich damit meine, versuche ich dieses Wort näher zu erläutern.
    Identitätssuche ist ein Wort, welches mir heute eingefallen ist, als ich ein Wort gesucht habe, welches dieses Thema kurz und knapp wiedergibt. Nun.... wie soll ich es am besten erklären bzw. anfangen?


    Viele Menschen haben heutzutage Identitästunklarheiten. Diese These möchte ich gerne mit dem Beispiel belegen, dass viele sich gerne bestimmten Gruppierungen unterordnen. Auch wenn es einige abstreiten mögen, bewusst oder mindestens unbewusst tun es die meisten.


    Dazu eine kleine Beobachtung, welches gut als Beleg hierfür dienen könnte:

    In einem Thread hier war "Dummheit" das Thema und ich präsentierte in diesem Thread meine selbstentworfene aber noch unvollständige Liste mit den Menchenarten.~~*KLICK*~~


    Einige waren mit Ihren Pseudo-Predigten nicht aufzuhalten..


    Trotzdem sagten einige, wo sie sich einordnen würden.


    Das war nur 0,1 % der Beispiele, die ich Euch nennen kann; nicht nur aus dem Forum, sondern auch "in Real".
    Was ich damit sagen möchte ist, dass die Menschen heutzutage Gefallen daran finden, sich bestimmten Gruppen zuzuordnen.


    Nun die obligatorischen Fragen:


    #1 Was denkt Ihr generell über dieses Thema und meinen Thesen? (*da bin ich mal gespannt* ^^)


    #2 Was denkt Ihr über das Beispiel, welches ich genannt habe?


    #3 Denkt Ihr, dass der unbewusste Drang, sich irgendwo unterzuordnen, aus einer gewissen Identitätsunklarheit resultiert?


    #4 Sind die/wir Menschen immernoch auf der Suche nach der Identität?


    #5 Ist die Identitätsbefestigung/Charakterentwicklung nicht nur natürlicher Bestandteil der Entwicklung während der Pubertätszeit, sondern zeigt auch im "Erwachsenenalter" Relevanz?


    Freue mich auf Eure Antworten. Ihr müsst nicht auf alle Fragen eingehen, aber die wichtigsten sollten schon nicht unbeantwortet stehen. :-)


    MfG,
    Ategato

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • 1. Denke schon das es so ist. Teenager (auch ich) z.B. brauchen, um sich zu entwickeln, Vorlagen. Wir können auch nicht lernen zu sprechen, ohne je ein Wort gehört zu haben.


    2. Ich denke im groben! kann man jeden Menschen in eine Schablone zwengen. Die Frage ist nur: Wieviele Schablonen gibt es?


    3. Ich denke eher nicht. Menschen gehen ja ganz bewusst auf gewisse Gruppen zu, von sich aus. Bei Teenagern ist das dann so, das sie noch keine ausgeprägte Idendität besitzen, aber wissen, welchen Schuh sie sich schon anziehen würden. (Was auch in Sackgassen führen kann)


    4. Ich kann nur für mich selber sprechen: Ja!


    5. Wenn ich im hohen Alter umziehen würde oder Ereignisse eintreten, bei dem der "Identitätsboden" wegbricht (z.B. Tod von Ehepartner), ist man quasie gezwungen sich selbst neu zu definieren um in der Gesellschaft Anschluss zu finden.


    (Dieser Text spiegelt meine persönliche Meinung wieder un muss nicht zwingend mit der Ansicht Anderer konsistent sein!)


    MfG Mr.T

  • Guten Abend.


    Ich denke, die Identittssuche ist ein Prozess, der sich durch das ganze Leben zieht. Es ist nicht leicht, herauszufinden wer man ist. Wie soll man dieses "wer" auch definieren, ohne ausführliche Selbstreflexion und genaues hinterfragen. Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft werden von Kindesalter an geprägt und auf Werte konditioniert, die vielleicht für unser Ich gar nicht relevant sind. Doch wie soll man das erstmal herausfinden, ohne sich mit der Thematik zu befassen?


    Das unterordnen in bestimmte Gruppierungen ist sicher ein Teilaspekt davon. Durch die Gruppe können sich viele wohl leichter definieren, als durch eigene Betrachtungen. Die Gruppe nimmt demjenigen viele Lernprozesse ab, es ist wesentlich einfacher nach vorgefertigten richtlinien zu handeln, anstatt sich seine eigenen zu schaffen. Dazu kommt, dass man in der Gruppe zumeist "Gleichgesinnte" hat. Das dazugehören ist wohl einer der Aspekte, der die Gruppenbildung fördert. Sowohl aus den schon von dir genannten Gründen der Identitätsfindung, als auch durch das Zusammenspiel der Rollenverteilung. Gegenseitig Anerkennung verschaffen, und so das eigene Ego stärken ist wohl auch ein wichtiger Bestandteil von Gruppen.


    Zur letzten Frage, das kommt darauf an, wie du Identität definierst. Identität als solche hat man wohl generell denke ich, nur ist man sich dessen nicht unbedingt bewusst. Dieser Prozess des Bewusstwerdens ist wie oben erwähnt ein bestandteil des Lebens, oder sollte es zumindest sein. Die Identität als temporären "Zustand" zu finden ist dabei eher nebensächlich denke ich. Wobei ich davon überzeugt bin, dass es "die" Identität nicht gibt. Das Leben ist ein sich kontinuierlich wandelnder Zustand, und so sollte es auch mit der Identität sein.
    Ansichten, Meinungen, oder auch Wesenszüge, die heute noch richtig erscheinen, können durch Erfahrungen morgen schon falsch sein, egal wie gut durchdacht sie waren. Man verändert sich, entwickelt sich weiter, und das ein Leben lang. Weshalb sollte man sich selbst mehr Grenzen auferlegen als notwendig, indem man in festgefahrenen Weltbildern und Meinungen verharrt, und das unabhängig vom Alter.


    Man kann nur selbst herausfinden, wer und was man ist. Bei manchen dauert das eben länger als bei anderen. Diese Art Identitätsfindung ist wohl die Grundlage, auf der dann spätere Entwicklungen aufgebaut werden. Man sollte also zwischen Identität und Identität differenzieren..




    Viele Grüsse,
    Grey...


    PS: Dieser Beitrag ist eine rein persönliche Ansicht und soll keinesfalls irgendwen namentlich ansprechen und Pauschalisierungen dienen allein zur Veranschaulichung der Theorien.

  • Naja...Menschen in lustige, beschriftete Schubladen zu packen find ich persönlich nicht soooo doll. Sowohl bei anderen als auch bei mir selbst. Zu sagen, jemand, der so und so ist müßte auch so und so handeln halte ich für....hmmm...beschränkt. Menschen lassen sich im Allgemeinen nicht besonders gut kategorisieren. Irgendwie erinnert mich das an diese "Typen" nach denen in der mittelalterlichen "Medizin" "geschubladet" wurde (Phlegmatiker, Choleriker etc.) oder in dieser Blutgruppen/Ernährung-Sache. Find ich blöd.


    "Denkt Ihr, dass der unbewusste Drang, sich irgendwo unterzuordnen, aus einer gewissen Identitätsunklarheit resultiert?"
    Jeder möchte irgendwo einer Gruppe angehören. Das scheint irgendwie menschlich zu sein. Hat bestimmt was mit kriegerischen Urzeithonks zu tun.


    "Sind die/wir Menschen immernoch auf der Suche nach der Identität?"
    Ich weiß ja nicht, was ihr so seid, aber ich bin auf definitiv ein weiblicher Mensch....


    "Ist die Identitätsbefestigung/Charakterentwicklung nicht nur natürlicher Bestandteil der Entwicklung während der Pubertätszeit, sondern zeigt auch im "Erwachsenenalter" Relevanz?"
    Hauptsächlich in der Pubertät. Man probiert sich aus, kann sich noch nicht richtig einschätzen, "kennt" sich noch nicht. In meinem Alter bspw. weiß man, was man kann und was nicht. Man weiß, wie man ist und kann sich gut einschätzen. Zudem hört dieser alberne "Ich-bin-ein-Gruftie" (nur so als Beispiel, war in meiner Jugend recht aktuell) irgendwann auf. Vermutlich weil jegliche Zuordnung auch ein Korsett ist: Man weiß, wo man hingehört, ist aber eingeschränkt. Sogar diejenigen, die glauben individuell zu sein folgen gewissen Richtlinien. Sehr fatal und trügerisch. Mir ist alles schnurz. Auch wenn ich keine außergewönlichen Hobbies habe, keine Schlangen halte, keinen außergewöhnlichen Studiengang besucht habe, kein ungewöhnliches Erscheinungsbild hab, fühle ich mich als etwas Besonderes. Und DAS ist das Geheimnis. Sich besonders zu fühlen, ohne mit oder (ganz wichtig) absichtlich gegen den Strom zu schwimmen, sondern es gar nicht zu tun, weil man Wasserscheu ist. Oder so.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Also erstmal vielen Dank für die Antworten.
    Ich habe dieses Thema unter anderem auch deswegen eröffnet, weil viele Menschen denken, sie sind so in Ihrer Art perfekt, obwohl es garnicht stimmt.


    @ Mr. T,


    ich gebe Dir im großen und ganzen Recht.
    Ich denke auch, dass man jeden Menschen irgendwo zuordnen kann, nur stellt sich die Frage, wie viele "Schubladen" (wie es manche nennen) es gibt.


    Grey und Buh, ich gebe Euch auch vollkommen Recht. Jeder Mensch, egal wie alt, hat keinen perfekten Charakter und strebt wahrscheinlich nach Vollkommenheit (?)


    Zitat von "Nieselpriem"

    ...gutaussehender, nichtarroganter "Checker" mit dem tollen Charakter, der es haßt, falsch eingeschätzt zu werden...


    Danke für die Komplimente :grins:


    Hmm aber ich habe nirgendswo gesagt, dass ich zu den "Checkern" gehöre (oder irre ich mich :? ).
    Mit der Liste habe ich nur einige Gruppierungen ansprechen wollen, die es so einfach gibt! Jeder Mensch ist ein Unikat (wie bereits geschrieben), trotzdem gibt es einige Gemeinsamkeiten, die jeder Mensch hat.
    Ganz einfach. Keine Pauschalisierung. Keine Schubladen. Nur Benennung von Gemeinsamkeiten und Eigenschaften mit einem hübschen Namen.
    Und leider ist das keine subjektive Wahrheit...


    Ach und: Jeder Mensch macht sich ein bestimmtes Bild von einem anderen Menschen oder? *bohrenden Blick mach* :P
    UNd so mach ich das auch. Ich gehe sogar ein Schritt weiter und stelle bestimmte Gemeinsamkeiten einiger Menschen fest. (WTF wie schlimm! :o ) Das gehört nunmal zu meiner Entwicklung dazu.


    Beispiel:
    Hammudi mag es nicht, wenn seine Mutter beleidigt wird. Ahmed ist genau der Ansicht, weil sie einfach Ihre Mütter mögen und die jahrelange Arbeit von Ihnen schätzen. Somit möchten beide nicht, dass der Name der Mutter befleckt wird.
    Hmm, ich sage jetzt, dass Hammudi und Ahmed "Muttersöhnchen" sind. (hier ist mit Muttersöhnchen nur deren Zuneigung zu der Mutter gemeint, also nicht abwertend).


    Also stimmt das oder stimmt es nicht?
    Heutzutage werden überall Gruppierungen gebildet, ohne dabei eine menschenverachtende "Schubladierung" zu machen und somit ist das keine Neuheit oder Abnormalität mehr.


    MfG,
    Pseudo1

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hallo alle miteinander,


    jeder Mensch identifiziert sich mit irgendwas in seinem Leben, weil er sonst glaubt niemand zu sein! Genau in dieser ganzen Identitätssuche und -kriesen und was noch alles damit zusammenhängt, liegt das ganze Leid der Menschheit!!
    Jede Identität ist nur eine Ansammlung von Gedankenkonstrukten und Konzepten, die sie dann als Person bezeichnen....
    Jeder glaubt ein JEMAND zu sein, jeder glaubt, eine PERSON zu sein, aber was macht diese Person aus? ....Doch wieder nur die Gedanken und Konzepte....
    Nehmen wir all dies weg, was bleibt dann noch? Bin ich dann nicht mehr ICH?
    Das ICH BIN .....ist immer sicher, es wird sich niemals ändern, egal welche Gedanken, Einstellungen, Werte etc....einen Menschen beschreiben sollen....Das ICH BIN ist niemals davon berührt, es war immer, ist immer und wird immer sein, unberührt, unverändert!.....Die Desidentifikation von all diesen Dingen, zeigt erst wer wir wirklich sind...!!!
    Nur der Mind suggeriert immer den sicheren Tod des Egos, der Person, wenn nichts mehr zu greifen, nichts mehr einzuordnen ist, deshalb die ganze anstrengende Identitätssuche, das ganze Leben lang!!!
    Im Loslassen dieser Suche wird ein jeder sich selbst finden können, der doch immer nur DAS EINE ist! ;-)

  • Mir fällt da noch was ein:
    Nichts gegen Dich persönlich, Pseudo1, aber wie alt bist Du?
    Meine Vermutung ist nämlich, dass man gerade in der Pubertät nicht nur versucht sich selbst eine Identität zu geben, sondern auch zwecks Übersichtlichkeit seiner Umgebung. Vielleicht ist das Erwachsen-Werden so verwirrend, dass es einer grundsätzlichen Schubladierung (neues Wort!) bedarf. Will heißen, dass wenn ich als Teenager mich selbst versuche einzuordnen, dann versuche ich das auch bei allen anderen.


    Und wieder spricht die weise Stimme aus der Unterwelt:
    Das gibt sich. Erwachsene benötigen im Allgemeinen keine Gruppierung, nur um irgendwo dazu zu gehören. Müssen sie auch gar nicht. Unterschiedlicher Beruf, unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Vorstellungen vom Leben lassen eine Zuordnung gar nicht zu. Jeder lebt sein Leben und (und jetzt kommt das Gute) muss theoretisch auf niemanden Rücksicht nehmen, schon gar nicht, um einem Bild zu entsprechen.


    Es mag im Moment für Jugendliche vielleicht schwer zu verstehen sein, aber all dieses "Du-bist-ein-Punk/Du-bist-ein-Emo/Du-bist-ein-Streber/Du-bist-ein-gaaaaanz-Cooler" hört mit spätestens Mitte zwanzig auf. Denn dann sind die Persönlichkeiten so entwickelt und so vielfältig, dass sich kaum ähnliche, geschweige denn gleiche Charaktere finden lassen, die man bündeln könnte.


    Aber wie gesagt: Das kommt alles noch.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Hallo Buh,


    ehrlich gesagt möchte ich mein Alter hier nicht angeben, da ich die Vorurteile der Menschen nicht noch mehr unterstützen möchte. (Nichts gegen Dich speziell, sondern eher allgemein). Dieser Thread sollte eigentlich klarstellen das Alter in der Sache Identität nur begrenzte Relevanz zeigt.
    Ich bin enttäuscht von den gesellschaftlichen Vorstellungen über dem Menschen. Ich bin enttäuscht von der Sozialisation. Ok ich schweife ab...


    Mein einfaches Beispiel mit Hammudi und Ahmed hat gezeigt, dass es Gemeinsamkeiten zwischen "erwachsene" Menschen geben kann, welche ich eben nenne. Ist das "untypisch" für einen Erwachsenen? :)


    ps. Um nochmal auf das Alter zu kommen. Es wäre sowieso sinnlos das Alter zu nennen, da meine Entwicklung nicht "normal" ist.


    (ich habs heute mit den Anführungszeichen ^^)


    MfG,
    Pseudo1

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hm, da es ja hier um das "Kann man Menschen in Schablonen zwengen-Problem" geht, versuche ich das mal so zu lösen: Es gibt ca. 6mrd. Persönlichkeitsschablonen auf der Welt. Damit kann man beide Seiten, denke ich, ganz gut zufrieden stellen.


    MfG Mr.T

  • Mr. T diese Möglichkeit aus der Sache ganz neutral auszusteigen, nehme ich leider nicht wahr, da leider das was ich befürchtet hatte eingetroffen ist: Fehlinterpretation
    Aber egal, dazu gibt es ja Diskussionen :)


    Schon etwas lustig, aber seit dem Thread damals (siehe Erstpost) hört man immer noch nicht auf zu sagen, man solle Menschen nichin Schubladen stecken.


    Danke für den Tiiip :)
    Aber das weiß ich schon seit dem Zeitpunkt an, seitdem ich die Hassblicke (ich muss Euch enttäuschen, das ist keine Fehlinterpretation meinerseits ^^), welche von meinen Mitbürgern an mich gerichtet sind, weil ich zitiere: "Kanacke" bin, bemerke :) Und das ist schon immerhin 10 Jahre her. Whatever...


    Wieso möchte keiner akzeptieren, dass wir Menschen Gemeinsamkeiten unter uns haben können.
    Simply Gemeinsamkeiten. Nicht mehr nicht weniger. :)
    Und es ist nicht ethisch-moralisch falsch oder "unerwachsen" diese zu nennen. Wieso wird man gleich zum Buhmann? :P


    btMaintopic:


    Was die Identität angeht, frage ich mich, was mit den Leuten ist, die mehrere Identitäten haben. (dazu habe ich auch noch ein Thread parat, aber ich möchte nicht völlig als Psycho abgestempelt werden ^^)


    MfG,
    Pseudo1

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • @Pseudo
    Gemeinsame Eigenschaften, Denkweisen usw. haben wir ja alle. Nur sind es eben sehr viele. Und da wir ja auch Unterschiede haben kann man Menschen generell nicht in Schubladen stecken. Klar kann man sagen: Der da denkt genau so über (Bsp.) die Todesstrafe oder der da drückt sich genau so aus wie ich. Da kann ich die dann in dieser Ansicht in die gleiche "Denken über Todesstrafe"- oder "Ausdrucks"-Schublade stecken. Nur ist das schon eine sehr zentralisierte Ansichtsweise. Eine Allgemeine Ansichtsweise kann man in dem Sinne nicht treffen, auch weil man die einzelnen Schubladen noch weiter unterteilen müsste (in meinem Bsp. kann man z.B. generell gleich über die Todesstrafe denken, jedoch zu Teilaspekten anders denken.)
    Deshalb sag ich auch es gibt ca. 6mrd. Schubladen, weil man in vielen Gleichheiten, aber in ALLEN Unterschiede findet.


    MfG Mr.T

  • Hallo,


    Zuerst einmal würde mich interessieren, wie man sein "Ich" überhaupt definiert? Wir alle haben viele Ich´s. Kaum ein Mensch ist eine halbe Stunde lang, derselbe Typ. So etwas hat auch schon der Okkultist Gurdijeff beschrieben. Und ist es denn nicth tatsächlich so? Lauscht mal alle in euch rein. Da gibt es das innere Kind, das moralische Ich (bei vielen Menschen leider verkrüppelt), das triebgesteuerte Ich, das Ego, und viele andere auch noch, und ein paar Astralwesen werden sicher auch darunter sein.


    Und wie definiert ihr euer Ich überhaupt? Ich bin so vieles: Vegetarier, Nachtschwärmer, Leseratte, Naturfreund, Indigo-Kind, Horrorfilm-Fan, Erdling, etc. etc..


    Ich glaube kaum, dass man Menschen einfach so in Schablonen pressen kann, selbst wenn jeder nur ein Ich hätte. Ich bin einfach Ich! ;)


    Gruß Nagerfreund

  • Eines ist mal sicher.....Das "Ich" kann man nicht definieren! Es gibt nur das "Ich Bin", das kann jeder von sich sagen, ich bin, das ist so einfach und dem ist nichts zuzufügen, also sind wir alle gleich, wir sind alle EINS, das ALL, das ICH BIN.....


    Das, was alle Menschen immer versuchen zu beschreiben, zu begreifen etc., ist im eigentlichen Sinne die Essenz dessen, was wir wirklich sind und das kann man eben nur SEIN!


    Die Menschheit definiert sich nur zu gerne als Ego mit bestimmten Eigenschaften, ist glücklich oder leidet, hasst dieses und jenes, ist für eine Sache und gegen eine andere.....und so weiter....Aber das ist es nicht, was wir sind, denn lässt man all das weg, sind wir dann nicht mehr ICH? ;-)