• @ elperdido:


    Sehr interessante Links! Trotzdem denke ich, dass man das jetzt nicht auf Menschen beziehen kann.


    Zitat von "elperdido"

    Hallo Kryton


    man sollte nicht alles in die "psychisch krank" Ecke stellen ,kann eine Psyche überhaupt krank werden ? ist eine psyche nicht eher ein ergebnis eines Prozesses , wenn eine Lampe nicht brennt , sagen wir ja auch nicht die elektrizität sei krank ...und Psyche ist nur die Summe verschiedener Ursachen und einwirkungen ...Auch Selbstmord ist nur ein biologisches programm.




    Ok. Nicht alle Selbstmörder sind psychisch krank, aber die allermeisten! Wikipedia schreibt das hier:


    Zitat

    In der Europäischen Union begehen nach einer Meldung der EU-Kommission aus dem Jahr 2005 jährlich 58.000 Menschen Suizid, wobei die meisten dieser Fälle von Personen begangen werden, die an Depressionen leiden.


    Zitat

    Die relativ häufigste Ursache für einen Suizid bzw. Suizidversuch wird in diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen gesehen. Ein hoher Prozentsatz aller Suizide in westlichen Gesellschaften werden hierauf zurückgeführt.


    @ aspera:


    Das mit dem Bilanzsuizid ist sehr interessant!


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • :lol: Ach ja, die gute alte Oberflächlichkeit.
    Also angenommen alle oder die meisten Suizidfälle hätten "psychische Störungen" als "Ursache" und
    wenn man sich dann weiter überlegt, wie viele "psychisch Gestörte" es in der Bevölkerung gibt
    (mal abgesehen von nicht be/erkannten Fällen), dann würde ich doch glatt behaupten, dass min.
    jeder 2te suizidgefährdet ist... So gesehen eigentlich kein Wunder mit dem Frieden in der Welt :P
    Naja, du beschränkst dich ja auf Depressionen, unterstelle ich mal.
    Die kommen aber auch nicht aus dem Nichts, also wieder eine Folge aus anderen Begebenheiten.
    Somit wäre als "Ursache" für einen Suizid keineswegs eine psychische Erkrankung zu nennen, höchstens
    als Zwischenstadium oder so und trotzdem nicht zwingend.
    Würden wir nun alle psychisch Gestörten als Versuchsgruppe nehmen, würden dann auch alle von der
    nächsten Brücke springen? Wohl eher nicht. Also schließen wir auch daraus, dass Ursachen für einen
    Suizid wo anders zu Suchen wären.

  • Nur weil die meisten Suizide wegen psychischen Erkrankungen erfolgen, heißt das doch lange nicht, dass alle psychisch Kranken suizidgefährdet sind. Dalmatiner sind alles Hunde. Das heißt aber nicht, dass alle Hunde Dalmatiner sind. Das gleich kann man auf dieses Thema beziehen.


    Und die psychische Erkrankung ist kein Zwischenstadium, es IST die Ursache. Psychische Erkrankungen sind Krankheiten, da werden manche Hormone und andere wichtigen Stoffe nicht mehr hergestellt. Ist also eine Fehlfunktion.


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Zitat

    Ach ja, die gute alte Oberflächlichkeit.


    Ich schließe mal spontan daraus, dass du den Link nicht gelesen hast und
    das Bsp. mit der "Gefährdung" auch nicht verstanden hast.
    Eine psychische Störung fällt nicht vom Himmel. Sicher gibt es auch solche mit genetischen
    Einflüssen, aber auch dem liegen die Vorfahren und deren Lebensumstände zu Grunde.
    Wenn du schon so fleißig Wiki zitierst, dann lies doch auch gleich noch das hier.


    Zitat

    Nur weil die meisten Suizide wegen psychischen Erkrankungen erfolgen, heißt das doch lange nicht, dass alle psychisch Kranken suizidgefährdet sind.


    Du meinst sicher, ....., dass alle psychisch Kranken Suizid begehen. Das ist ein Unterschied und hat nichts mit gescheckten oder karierten
    Hunden zu tun. Dalmatiner sucht man ja nicht unter Katzen, oder?

    Zitat

    Und die psychische Erkrankung ist kein Zwischenstadium, es IST die Ursache.


    Und wenn du dann wiederum sowas ablässt..., ja was denn nun?
    Vielleicht solltest du dich mit dem Thema auseinandersetzen, bevor du so "altkluge" Allgemeinrezepte propagierst.
    Es ist nunmal so, dass das eine zum anderen führt, aber du machst es dir da zu leicht.

  • Intruder, ich weiß nicht, worauf du hinaus willst.


    Dass 26% der Bevölkerung mal eine psychische Erkrankung durchmachen, hat absolut nichts damit zu tun, dass die meisten Selbstmörder depressiv waren. Nur weil psychische Erkrankungen weit verbreitet sind, heißt das noch lange nicht, dass jeder davon zugrunde geht. Den Suizid wählen nur die schlimmsten Fälle.


    Zitat

    Du meinst sicher, ....., dass alle psychisch Kranken Suizid begehen.


    Nein ich meinte das, was ich gesagt habe. Das sollte eigentlich nur folgendes aussagen: die meisten Selbstmörder waren am Ende ihres Lebens depressiv. Aber nur, weil diese Menschen sich wegen ihrer Krankheit umgebracht haben, heißt das noch lange nicht, dass jeder, der diese Krankheit hat, suizidgefährdet ist. Das ist nämlich nicht so. Bei einer leichten Depression wird man kaum von der Brücke springen...


    Zitat

    Und wenn du dann wiederum sowas ablässt..., ja was denn nun?
    Vielleicht solltest du dich mit dem Thema auseinandersetzen, bevor du so "altkluge" Allgemeinrezepte propagierst.
    Es ist nunmal so, dass das eine zum anderen führt, aber du machst es dir da zu leicht.


    Ich setze mich schon sehr lange mit dem Thema Psychologie auseinander. Wo mache ich mir etwas zu leicht, wenn ich sage: die meisten Selbstmörder waren psychisch krank? Das ist zwar einfach, stimmt aber...


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Zitat

    Wo mache ich mir etwas zu leicht, wenn ich sage: die meisten Selbstmörder waren psychisch krank? Das ist zwar einfach, stimmt aber...


    eben hieß es noch:

    Zitat

    Und die psychische Erkrankung ist kein Zwischenstadium, es IST die Ursache.


    Ich sehe da einen entscheidenden Unterschied, ob ein Selbstmörder psychisch krank ist, oder ob die
    Krankheit die Ursache ist.
    Da du dir den Link zu Deprssionen ja auch gespart hast, zitiere ich mal für dich:


    Zitat

    So wurde zum Beispiel nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine schlagartige Zunahme von Depressionen und Suiziden in vielen osteuropäischen Staaten beobachtet.


    Was ist in diesem Bsp. jetzt die Ursache?
    Den Rest kannst du sicher selber lesen, da du dich ja für Psychologie interessierst.


    Zitat

    Dass 26% der Bevölkerung mal eine psychische Erkrankung durchmachen, hat absolut nichts damit zu tun, dass die meisten Selbstmörder depressiv waren.


    Erstens steht da :


    Zitat

    Im Laufe eines jeden Jahres erleiden 27% der EU-Bevölkerung oder 83 Millionen Menschen mindestens eine psychische Störung wie z.B. eine Depression,...

    Das könnte man jetzt noch auf mehrere Jahre hochrechnen, denn es muss ja nicht immer die Selben treffen, aber gut...


    Zweitens bezog es sich auf die Gefährdung. Was damit gemeint war kam scheinbar nach wie vor nicht rüber:


    Zitat

    Aber nur, weil diese Menschen sich wegen ihrer Krankheit umgebracht haben, heißt das noch lange nicht, dass jeder, der diese Krankheit hat, suizidgefährdet ist. Das ist nämlich nicht so. Bei einer leichten Depression wird man kaum von der Brücke springen...


    aber ich zitiere gerne noch etwas:


    Zitat

    Eine weitere Ursache mag sein, dass die Stigmatisierung der Depression in den letzten Jahren weitgehend überwunden wurde und die Patienten heute häufiger ärztliche Behandlung suchen. Dies würde auch mit den Statistiken für Suizid übereinstimmen, nach denen im Jahre 1980 noch 18.000 Deutsche jährlich durch Suizid das Leben verloren, während es im Jahre 2000 nur noch 12.000 waren.


    Und da du dich ja so gut mit Psychologie auskennst, weist du sicher auch, dass sich eine Depression entwickelt, also dass aus einer leichten
    Depression mit der Zeit eine schwere werden kann, dass eine Depression erst entstehen muss, bevor sie zu einem Suizid beitragen kann,...
    ach nein, das wusstest du ja nicht, ist aber nicht so schlimm, jetzt weisst dus ja.


    Und worauf ich hinaus wollte war, dass eine psychische Störung nicht die Ursache für einen Suizid ist, sondern eine Begleiterscheinung
    sein kann, aber auch das muss nicht sein.

    Zitat

    Menschen, die den Freitod wählen können nicht anders. Sie haben immer eine Störung, sie sind krank. Ein gesunder Mensch bringt sich nicht um, denn das könnte er nicht.


    Das sehe ich auch anders, aber in Anbetracht der Wortverdrehereien, überlasse ich es mal dir dem nach zu gehen.

  • Zitat

    Ich sehe da einen entscheidenden Unterschied, ob ein Selbstmörder psychisch krank ist, oder ob die
    Krankheit die Ursache ist.


    Der Unterschied ist ganz einfach:


    Jeder Mensch kann psychisch krank werden, muss sich deswegen aber nicht umbringen. Trotzdem kann eine schwere Depression dazu führen, dass man sich umbringt. Depressionen kennt, denke ich mal, jeder Mensch: man hat ständig das Gefühl allein zu sein, man ist niedergeschlagen und man fühlt sich einfach miserabel. Kleine Depressionen hat schon jeder mal mitgemacht. Nun kann es aber bei schweren Depressionen dazu kommen, dass die negativen Gefühle überhand nehmen. Der betroffene Mensch kann einfach nicht mehr glücklich werden und sieht keinen anderen Ausweg als den Suizid. In so einem Fall ist die Krankheit für mich die Ursache.


    Zitat

    So wurde zum Beispiel nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine schlagartige Zunahme von Depressionen und Suiziden in vielen osteuropäischen Staaten beobachtet.


    Was willst du mir damit denn sagen? Sagt doch das gleiche aus: schwere Krise des Landes, Folge davon sind Depressionen, die dann in schweren Fällen zum Tod führen.

    Zitat


    Eine weitere Ursache mag sein, dass die Stigmatisierung der Depression in den letzten Jahren weitgehend überwunden wurde und die Patienten heute häufiger ärztliche Behandlung suchen. Dies würde auch mit den Statistiken für Suizid übereinstimmen, nach denen im Jahre 1980 noch 18.000 Deutsche jährlich durch Suizid das Leben verloren, während es im Jahre 2000 nur noch 12.000 waren.


    Was logisch ist, da eine Depression eine Krankheit ist und so mit Medikamenten gearbeitet werden kann. Wenn mehr depressive Menschen zum Arzt gehen, können auch mehr Menschen behandelt werden. Deshalb ja auch die kleineren Suizidzahlen im Jahre 2000.


    Zitat

    Und da du dich ja so gut mit Psychologie auskennst, weist du sicher auch, dass sich eine Depression entwickelt, also dass aus einer leichten
    Depression mit der Zeit eine schwere werden kann, dass eine Depression erst entstehen muss, bevor sie zu einem Suizid beitragen kann,...


    ...was sich von selbst erklärt.

    Zitat


    Und worauf ich hinaus wollte war, dass eine psychische Störung nicht die Ursache für einen Suizid ist, sondern eine Begleiterscheinung
    sein kann, aber auch das muss nicht sein.


    Das ist wohl der Punkt, an dem sich unsere Geister scheiden...


    Übrigens wäre eine sachliche Argumentation angebracht. Deine Art zu schreiben klingt sehr überheblich. :roll:

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Ok, ich versuchs nochmal anders zu erklären.
    Wie du ja erkannt hast, führt nicht jede Depression zwangsläufig
    zum Suizid(auch nicht jede schwere Depression), was zeigen sollte, dass
    es mehr als "nur" Depressionen braucht um zu einem Suizid zu gelangen.
    Depressionen können kommen und gehen. Bei den Ursachen für Depressionen
    sieht es da schon anders aus. Die können fortwährend sein, was sich wiederum
    auf die Psyche auswirken kann. Aber auch das kann überwunden werden.
    Was letztlich ausschlaggebend ist wäre eine Kosten-Nutzen-Rechnung.


    "So wurde zum Beispiel nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine schlagartige Zunahme von Depressionen und Suiziden in vielen osteuropäischen Staaten beobachtet."


    "Was willst du mir damit denn sagen? Sagt doch das gleiche aus: schwere Krise des Landes, Folge davon sind Depressionen, die dann in schweren Fällen zum Tod führen."


    Auch hier ist nicht die Depression die Ursache, sondern die Vorgeschichte und die jeweiligen persönlichen
    Folgeerscheinungen. Und auch nicht die Kriese des Landes ist die Ursache für folgende Depressionen, sondern
    in welchem Maße die Betroffenen durch die Kriese geschädigt wurden.


    "Was logisch ist, da eine Depression eine Krankheit ist und so mit Medikamenten gearbeitet werden kann. Wenn mehr depressive Menschen zum Arzt gehen, können auch mehr Menschen behandelt werden. Deshalb ja auch die kleineren Suizidzahlen im Jahre 2000."


    Das zeigt aber wiederum die Suizidgefährdung bei Depressionen. Bei einer Gefährdung muss es jedoch nicht zur Ausführung kommen.


    Das sind so paar Einzelheiten die du einfach als "psychische Störungen" verpacken möchtest.
    Das kann aber niemals die Ursache für einen Suizid sein. Schon alleine deshalb, weil diese
    Störungen Ursachen haben. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein? Meine Fresse.
    Wenn z.B. jemand Haus und Hof, Frau und Kind, oder sonst was "lebensentscheidendes" verliert, und
    deshalb depressiv wird und sich dann umbringt, dann sagst du: "Ja, der war halt psychisch gestört."
    Diese Depression wäre aber "bestenfalls" eine Begleiterscheinung, nicht die Ursache.
    Hinzu kommt noch das verschiedene Leute verschiedene Begebenheiten verschieden aufnehmen, z.B.
    durch Vorgeschichten oder andere Einflüsse, sich also auch nicht zwangsläufig killen, aber vergleichsweise
    ein Potential vorhanden wäre, also eine Gefährdung.
    Und was daran überheblich sein soll???

  • Hallo Kryton.


    Du schreibst. "Psychische Erkrankungen sind krankheiten, da werden manche Hormone und andere wichtige Stoffe nicht mehr hergestellt. Ist also eine Fehlfunktion."


    Sorry, aber das trifft nur auf einen Teil der psychischen Erkrankungen zu, zB auf manche Formen einer Depression.


    Daneben gibt es psychische Erkrankungen die eine Folge von Ereignissen und Lebensumständen sind. Zum Beispiel die Posttraumatische Belastungsstörung, die durchaus so schwer sein kann, das sie den Betroffenen in allen Lebensbereichen stark beeinträchtigt und in manchen Fällen im Suizid endet.
    Auch Zwangsstörungen können umweltbedingt entstehen. Oder Neurosen....


    Bei der posttraumatischen Belastungsstörung können sich im Verlauf Veränderungen der Reizwahrnehmung und Beurteilung im Gehirn einstellen. Aber die ist eine Folge des erlittenden Traumas, nicht die Ursache für diese Störung. Ohne die erlittende Traumatisierung hätte der Betreffende die Störung nicht entwickelt.


    Deiner Darstellung von "kleinen" und "schweren" Depressionen kann ich leider auch nicht zustimmen. Ich denke mal hier wirfst du eine reaktive Depression, eine neurotische Depression, einen Major Depression usw in einen Topf und das wird der Sache nicht gerecht.


    Bei einer bipolaren Störung kann zB unter Umständen nicht das Niedergeschlagensein, sondern im Gegenteil die krankhafte Hochstimmung ein Grund sein sich zu töten.


    Gruß
    aspera

  • @ Intruder
    Langsam finden wir ja einen gemeinsamen Nenner. Ich habe eben nur von der Depression selbst gesprochen. Natürlich hat sie oft Gründe, was du mit Ursachen meinst. Kriege, schlechte Erfahrungen, welche dann zu einer Depression führen. Das stimmt.


    Aber letztendlich ist die Depression der auschlaggebende Faktor, denn sie beeinflusst den Hormonhaushalt. Die Depression kann also also Folge eines schlimmen Ereignisses eintreten und die ganze Situation verschlimmern.


    Trotzdem würde ich die Depression nicht einfach als Begleiterscheinung einstufen, da sie viel zu viel Einfluss auf die Psyche und das Gefühl hat.


    Folgendes Zitat zeigt, was die Depression selbst anrichten kann (Wikipedia):


    Zitat

    Depressionen zeichnen sich durch überdurchschnittlich gedrückte Stimmung und verminderten Antrieb aus. Bei starken Depressionen kommt es zu Suizidgedanken.


    Ich wollte nie sagen, dass Depressionen einfach daherfliegen. Natürlich haben sie ihre Ursachen. Seien es jetzt posttraumathische Erlebnisse, oder die Genetik. Aber den letzten Anstoß zum Suizid gibt die Erkrankung.


    Und eine Depression ist nicht einfach ein Gefühl der Niedergeschlagenheit, es ist viel schlimmer!


    Zitat

    Eine Depression wird als viel schlimmer empfunden als das „Depressiv-Drauf“-Sein, das auch viele gesunde Menschen gelegentlich durchmachen.


    Es ist eine ernst zunehmende Krankheit und keine Begleiterscheinung!


    @ aspera

    Zitat

    Bei der posttraumatischen Belastungsstörung können sich im Verlauf Veränderungen der Reizwahrnehmung und Beurteilung im Gehirn einstellen. Aber die ist eine Folge des erlittenden Traumas, nicht die Ursache für diese Störung. Ohne die erlittende Traumatisierung hätte der Betreffende die Störung nicht entwickelt.


    Da hast du natürlich recht! War vielleicht von mir ein bisschen ungünstig ausgedrückt, aber ich habe ja von der Krankheit selbst gesprochen. Dass viele Depressionen ohne diese traumatischen Erlebnisse nicht da wären, stimmt absolut!


    Zitat


    Bei einer bipolaren Störung kann zB unter Umständen nicht das Niedergeschlagensein, sondern im Gegenteil die krankhafte Hochstimmung ein Grund sein sich zu töten.


    Wobei hier die Suizidgedanken eher in den depressiven Phasen Einzug in den Geist finden. Aber die manischen Phasen können auch schwerwiegende Folgen haben.


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Zitat

    Langsam finden wir ja einen gemeinsamen Nenner. Ich habe eben nur von der Depression selbst gesprochen. Natürlich hat sie oft Gründe, was du mit Ursachen meinst. Kriege, schlechte Erfahrungen, welche dann zu einer Depression führen. Das stimmt.


    Na das ist ja mal sehr diplomatisch ausgedrückt, aber ich will ja kein Öl ins Feuer kippen.. ;)
    Nur hierzu

    Zitat

    Es ist eine ernst zunehmende Krankheit und keine Begleiterscheinung!


    noch etwas:
    Das mag stimmen, wenn es speziell um Depressionen geht. Dann ist es sogar nicht bloß eine Begleiterscheinung, sondern
    das Hauptproblem. Hier geht es aber, wenn ich mich nicht täusche, nicht um Depris, sondern um Suizid, und da können
    Depressionen zwar einen gewissen Einfluss haben, aber sind mit nichten hauptsächlich für so etwas verantwortlich.
    aber nur mit Nichten

  • Hallo Kryton.


    Sorry, kann sein das ich dich gerade falsch verstehe, aber Postraumatische Belastungsstörungen sind KEINE Form einer Depression.


    Wenn ein Mensch mit einer PTBS eine Depression entwickelt so nennt sich das Komorbidität - quasi Zweiterkrankung. Das gilt ebenso für Suchterkrankungen und Angststörungen die an PTBS erkrankte Menschen oft entwickeln.


    Und was den Hormonhaushalt angeht so ist es eher umgekehrt: der Mangel an zB Serotonin und/oder Noradrenalin verursacht bestimme Formen der Depression, nicht die Depression den Serotonin/Noradrenalinmangel.


    Die manischen Phasen einer bipolaren Strörung haben oft schwerwiegende Folgen, da hast du Recht und - ich zitiere: " Mehr als 90 % der Betroffenen, die einmal eine manische Phase durchgemacht haben, erleben weitere Episoden. Es besteht ein hohes Suizidrisiko (10 bis 15 Prozent der Erkrankten beenden bei Nichtbehandlung ihr Leben durch Selbsttötung)" Quelle: Depressionen überwinden, G. Nikelewski.


    Gute Nacht
    aspera

  • Hi Aspera,


    Zitat

    Sorry, kann sein das ich dich gerade falsch verstehe, aber Postraumatische Belastungsstörungen sind KEINE Form einer Depression.


    Sind sie nicht, aber sie können Depressionen auslösen.


    Zitat

    Und was den Hormonhaushalt angeht so ist es eher umgekehrt: der Mangel an zB Serotonin und/oder Noradrenalin verursacht bestimme Formen der Depression, nicht die Depression den Serotonin/Noradrenalinmangel.


    Das geht doch eigentlich Hand in Hand. Der Mangel an Hormonen verursacht die Niedergeschlagenheit und diesen Zustand, den der Mensch dann selbst spürt, den nennt man Depression.


    Zitat

    Die manischen Phasen einer bipolaren Strörung haben oft schwerwiegende Folgen, da hast du Recht und - ich zitiere: " Mehr als 90 % der Betroffenen, die einmal eine manische Phase durchgemacht haben, erleben weitere Episoden. Es besteht ein hohes Suizidrisiko (10 bis 15 Prozent der Erkrankten beenden bei Nichtbehandlung ihr Leben durch Selbsttötung)" Quelle: Depressionen überwinden, G. Nikelewski.


    Die bipolare Störung zeichnet sich doch durch enorme Stimmungsschwankungen auf, oder? Auf eine euphorische, manische Phase folgt eine depressive und so setzt sich das immer fort. Die Selbstmorde geschehen dann aber eher in den depressiven Phasen, oder sehe ich das falsch?


    Wünsche dir auch eine gute Nacht! ;)


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Ich hatte ne lange Zeit eine bipolaraffeffektive Störung d.h ich hatte keine harmonie zwischen gemützszuständen d.h ich war unter Mani und unter Depressionen gefangen die mich niemals so erscheinens ließen wer ich wirklich bin..gott sei dank ist die phase vorbei ,weil jeder Mensch der eine solche Störung hat, tut sich sehr schwer die Realität aufzunehmen und Menschen zu vertrauen bzw. der Pessimismus u. der Optimismus sind genau dann vorhanden wo sich nicht vorhanden sein dürfen
    PS:Sieg! :mrgreen:

    Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist..
    Die Weisheit des Alters ist dem Ungestüm der Jugend unterlegen.

  • Möchte mal eine ganz andere seite des Suizids anführen , den aus krituellen Gründen , zb den Ehrenselbstmord Sepukku im alten Japan , aber auch in vielen anderen kulturen (zb indianischen) nicht unbekannt war...

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Das ist ein ziemlich heikles Thema, Grundsätzlich hat jeder das Recht (von meiner Seite aus gesehen) das Leben zu beenden. Jedoch gibt es da einige Unterschiede.
    Wenn man sieht das Kids in der Pubertät sich umbringen, sei es jetzt da sie der Freund verlassen hat oder so dann ist dies von mir aus gesehen ziemlich "schwach". Solche Erfahrungen gehören leider zum Leben...
    Ein Freund von mir hat sich vor ca 2 Jahren das Leben genommen da er erfahren hat dass er Leberkrebs hat. Er wollte nicht dahinkrepieren und somit hat er dies selbst in die Hand genommen.Was ich noch dazu sagen muss, mein Kollege hatte unheilbaren Krebs da er schon im Endstadium war als man Ihn entdeckt hatte. Also eine Chemo oder ähnliches hätte nix gebracht. Das ist wieder ein anderer Fall, da kann man die Situation auch verstehen...

  • Hallo freakprincess


    das mit deinem freund, tut mir für dich leid, aber er hat sicher für sich den richtigen weg gewählt


    Zitat

    Wenn man sieht das Kids in der Pubertät sich umbringen, sei es jetzt da sie der Freund verlassen hat oder so dann ist dies von mir aus gesehen ziemlich "schwach". Solche Erfahrungen gehören leider zum Leben...

    Pubertät ist sowiso ein hormoneller "Ausnahmezustand" das totale Hormonelle Chaos..in keinem anderem lebensabschnitt spielen die Hormone so verrückt und verändern so das Verhalten...eigentlich bekommen wir da esrt unser richtiges verhalten und unseren echten charakter ,wenn unsere Hormone erwachen ..und da kommt es schnell zum GAU der Gefühle...Pubertät ist homoneller Wahnsinn

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Ich hatte irgendwo mal etwas gelesen.
    In dem Text hieß es, dass Menschen, die den Selbstmord wählen, mit dem Leben abgeschlossen haben. Sie sind bereit zu gehen und konnten sich verabschieden. Sie konnten das tun, was sie noch tun wollten. Bei einem natürlichen Tod, der über Nacht kommt,von dem man nichts ahnt, bei dem hat man keine Chance sich von seinen Lieben zu verabschieden.
    Selbstmord und natürlicher Tod, beide lassen Schmerz und Trauer zurück.


    Ich hatte auch schon einmal öfters über Selbstmord nachgedacht und mein Exfreund hatte es auch schon einige Male versucht. Ich glaube, dass der Todeswunsch hervorgerufen wird durch anscheinend endlose negative Phasen. In denen man wirklich denkt, es wird nie wieder gut. Also ich rede jetzt von Monaten/Jahren und nicht von Tagen/Wochen.
    Und ich glaube, dass wie ganz am Anfang schon erwähnt das 'Lebensziel' eine Rolle spielt.
    Wenn man sich lange nur auf eine Sache konzentriert und diese dann plötzlich nicht mehr da ist oder funktioniert, dann denke ich, kann das einen Menschen schon dazu bringen sich das Leben zu nehmen.


    Ich glaube nicht umbedingt, dass man psychisch krank sein muss um sich umzubringen.
    Ich glaube, das so ziemlich jeder Mensch in der Lage wäre sich das Leben zu nehmen, wenn etwas für ihn schlimmes passiert. Da kann von mir aus jemand zu mir sagen, er wird niemals daran denken sich umzubringen.
    Das glaube ich nicht.
    Niemand weiß was noch im Leben passieren kann. Der Mensch, der gestern noch der glücklichste auf Erden war, kann
    am nächsten Tag durch etwas einschneidenes in Tiefen des Negativen gerissen werden und anfangen über Suizid nachzudenken.
    Deswegen finde ich es auch unangebracht jemanden als feige zu bezeichen wenn er den Selbstmord wählt/wählen möchte.
    Ich finde es ehrlich gesagt nicht feige nach Jahren mit einem Trauma den Schmerz beendet.


    So.^^ fertig.

    Die Monster gehen nie weg. Im Schrank, hinter'm Vorhang, unter'm Bett. Da haben sie ihr Versteck.

  • Hmm...ich oute mich mal als mehrfacher Selbstmordversucher.
    Angedroht/Versucht hab ichs mehrfach. Und immer war es weil etwas nderes /nicht von mir beeinflussbarer Faktor mein Leben/meine Lebensvorstellung gefährdet hat.
    Beim ersten Versuch (schon ein paar Jahre her) hab ich einfach ein paar Tage nix getrunken/gegessen udn dann umgekippt. Bei letzen Mal hab ich mir die Arme zerschnitten (Sätze reingeritzt) udn wollte mich vor nen Auto werfen,das mir ausgewichen ist. Das letzte Mal ist 6 Monate her,als meine über alles geliebte Freundin gesagt hat das sie sich unsicher ist wegen uns udn sich zu nem langjährigen Freund von mir hingezogen gefühlt hat. als sie sich an dem Abend umarmt hatten,hatte ich den Ausraster gegen mich gerichtet. Die Sache war halt hart weil ich sofort den Glauben und das Vertrauen in sie und alle meine Freunde verloren hatte. Klar heute sag ich, mensch die narben an den armen müssten nicht alle sein,udn mach mir gedanken was ich dem autofahrer/in angetan hätte,aber zu dem zeitpunkt isses einem egal. Man flieht vor der realität die zu schmerzhaft für einen ist.
    Die Sache ist,ich bezeichne mich nicht wirklich als psychisch krank, distanziert seit ein paar Monaten,aber das hat auch nachgelassen.
    Ob ich wegen sowas jetzt schwach bin kann jeder für sich entscheiden, ich würde es nicht sagen, da ich mir täglich das Leid meiner Leute anhöre udn trotzdem weitermache.
    Für die Hinterbliebenen ist es natürlich nicht schön, aber wenn man so nen entschluss hat ist man so egoistisch wie ein Mensch nur sein kann.
    Inzwischen versuche ich sowas nicht zu tun,schließlich bin ich dem Tod schon mehrfach von der Schppe gesprungen (über 10 mal,nicht nur selbstmordversuche) udn denke das das vlt ein kl. Zeichen sein könnte.
    naja nur meine Eindrücke,bringen leider wenig neue Diskusionsstoff,aber ich wollte es auch mal loswerden
    Beste Grüße

    "Das Leben ist wie eine große Autobahn "


    "Jeder Freund Ist Am Anfang Ein Fremder"


    nach längerer Zeit wieder zurück^^

  • Hier einige Links zum suizid , aus moderner natürlicher Sicht

    [url]http://www.stefan-marmann.de/suizid/
    [/url]


    Suizid ist bestimmt nicht immer ein "krankes" Verhalten , sogern Psychologen und Psychiater gerne auch jedes menschliche verhalten in "Therapiewürdiges Fehlverhalten" einordnen , denn er ist oft auch eng mit einer altruistischen Veranlagung gekoppelt ,und altruistisches Verhalten ist wichtig für die Gruppe , so dienen Mitgleider, die aufgrund ihrer fehlenden Aggressivität und risokobereitschaft keinen großen Nutzen darstellen und auch ihre Gene nicht groß weitergeben werden doch noch dieser Gruppe und den Genen der Alpha und Beta Mitglieder .


    http://soziologisch.info-lounge.at/?p=35">[url]http://soziologisch.info-lounge.at/?p=35[/url]


    und in vielen kulturen gibt es den altruistischen Suizid ...alte udn Kranke Menschen ziehen sich freiwillig zum sterben in die Einsamkeit zurück ,um der Gruppe nicht mehr zur Last zu fallen

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...