Silverpilen & Co.: Geisterzüge

  • Ajo, hehe es passt, hab vergessen eine Inhaltsangabe zu schreiben.


    Der gutmütige Richard Mayhew hilft einem verletzten jungen Mädchen und gerät nach Unter-London, eine Schattenwelt in aufgelassenen U-Bahnhöfen, leeren Zügen, Abwasserkanälen und düsteren Kellern. Als er zurückkehren will in sein altes Leben, stellt er fest, dass er nicht mehr existiert. Seine Kollegen kennen ihn nicht, seine Bankkarte wird einbehalten und in seine Wohnung ziehen gerade neue Mieter ein. In seiner Not kehr Richard zurück ins Niemalsland, das unglaubliche Geheimnisse birgt...


    noraia

  • Zwei Bergleute gehen nach der Beendigung ihrer Schicht nach Hause zu dem fast 15km entfernten Wohnort. Ihr Heimweg führt sie durch einen Wald, entlang einer Bahntrasse die nur für den Grubenverkehr benutzt wird. Der ebenerdige Stollen selbst, der sich an diese Gleise anschließt ist jedoch schon seit Jahren stillgelegt, seit die Fördertürme in größere Tiefen vorstoßen können.


    Zu Beginn des Bergbaus, als die Grubenlampen noch offene Flammen hatten, gab es relativ viele Unglücke durch Grubengasexplosionen. Der besagt Stollen wurde durch einen solchen Unfall teilweise zerstört, einige Bergleute verloren ihr Leben.


    Die beiden Bergleute machten sich also Nachts auf ihren Heimweg und sehen in der hören das Signal einer kleinen Dampflokomotive, wie sie zu jener Zeit benutzt wurden um die Arbeiter zu dem Stollen und die Kohle
    von dem Stollen weg zu befördern. Da sie aber auf einem stillgelegten Gleis gehen, beachten sie das Signal nicht weiter. Einige Minuten darauf hören sie das Signal erneut, nun deutlich lauter. Vor ihnen taucht ein Licht auf, wie das Signallicht einer Lokomotive, und es kommt auf diesem Gleis auf sie zu. Die Bergleute sind verwundert, halten es erst für eine optische Täuschung, bis sie den Zug sehen und hören, der ihnen entgegen fährt. Einige Meter von ihnen und dem Stollen entfernt hält der Zug an und als den Loren steigen Männer mit weißen Gesichtern in schwarzer Arbeitskleidung. Stumm sehen sie die Bergleute an, sie schultern langsam ihre Hacken und bewegen sich in einem langen Reihe in Richtung Stollen. Einer der Bergleute gerät in Panik bei diesem Anblick und läuft weg, während der andere, starr vor Angst, sich keinen Meter bewegt.


    Als der eine Bergmann wieder zu Hause ist, ist sein Haar schneeweiß, er spricht nicht mit seinen Kindern und mit seiner Frau. Völlig apathisch sitzt er tagelang in seiner Wohnung bis er endlich seine Beherrschung
    wiederfindet und seiner Frau erzählt, was er gesehen hat. Sein Kollege allerdings, der nicht weggelaufen ist, wurde nie wieder gesehen.


    Die Geschichte hört man in vielen alten Bergbausiedlungen im Saarland, teilweise sind es Bergleute die es angeblich erlebt haben, manchmal sind es auch Bahnwärter, an deren Häuschen der Zug der Toten Bergleute
    vorbei gefahren ist. Immer sind es jedoch die Bergleute mit den Schneeweißen Gesichtern die zurück zu ihrer Arbeitsstelle fahren, an der sie ihr Leben verloren haben.

    Mehr als die Vergangenheit interessiert
    mich die Zukunft,


    denn in ihr gedenke ich zu leben.


    *~'°*Albert Einstein*~'°*


    Nun,haben wir schon nachgeschaut wo ich war und was ich getan habe ? *lächel* :roll:

  • O Mann, da laeuft es mir ja kalt den Ruecken runter! Supergruselig!!
    Das waer aber vielleicht ein Scheiss-Jenseits, wenn man bis ans Ende aller Tage weiter arbeiten gehen muesste!!!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Oh ja da geb ich dir recht Tina. Ich seh es jetzt schon kommen das ich noch mit einem Krüppstock zur arbeit gehe. Also Rente krieg ich sicherlich nicht mehr, dann muss ich schon eher arbeiten bis ich tot umfalle. LG Luisant

    Durch bloßes logisches Denken vermögen wir keinerlei Wissen über die Erfahrungswelt zu erlangen; alles Wissen über die Wirklichkeit geht von der Erfahrung aus und mündet in ihr.
    (Albert Einstein)

  • Der Text, den sk8erboi anfangs gepostet hat, ist höchstwahrscheinlich aus dem "VOR-Magazin", welches einmal im Monat erscheint. Man kriegt sie nicht zu kaufen, die Magazine werden in die Wiener U-bahnen gehängt, um den Mitfahrern etwas zum lesen anzubieten. In der Zeitschrift werden Kochrezepte, Projekte der Stadt Wien und viele Kolumnen veröffentlicht. Der Schreibstil erinnert mich sehr an Thomas Rottenberg, der sehr gerne Alltagsgesichten in einem etwas schrägeren Stil rüberbringt.


    Man muss nicht alles glauben, was er das schreibt (Künstlerische Freiheit nehm ich mal an :p ), aber die Lerchefelder Str. wurde tatsächlich aufgehoben.
    Man lies sie nach ihrere Aufhebung umbauen, sodass man sie kaum noch als Station erkennen kann, wenn man durch fährt.

  • Normalerweise sind Maschinen einfach Maschinen. Sie laufen nur, wenn sie von den Menschen gestartet und bedient werden.
    Wirklich?


    Folgende Geschichten zeigen wie sehr man sich hier irren kann!


    Ob Dampf oder elektrisch, seit ihrer Erfindung hatte die Eisenbahn großen Nutzen für die Menschheit. Es gibt viele Leute, die noch heute fasziniert sind, von diesen großen mächtigen Maschinen. Umso umheimlicher ist es, daß diese Riesen auf Schienen manchmal ein Eigenleben zu entwickeln scheinen.



    (Diesellok aus den 60iger Jahren; England)


    Triebwagen und Lokomotiven sind mit einer sogenannten "Totmannsicherung" ausgestattet. Diese soll verhindern, daß Züge führerlos durch die Gegend rasen, wenn dem Lokführer einmal etwas zustoßen sollte. Aber im Herbst 1979 kümmerten sich die Lokomotiven in den USA nicht um diese Sicherung, sie begannen im ganzen Land wie von Geisterhand alleine durch die Gegend zu tingeln. "Eine regelrechte Epidemie", wie es ein Beamter der Bahnbehörden ausdrückte.


    Im August begann eine Lokomotive der Santa Fe Railway eine Geisterfahrt in ihrem Bahnhof in Oklahoma. Mit über sechzig Stundenkilometern dampfte sie alleine in Richtung der Stadt Moore. Polizisten fuhren hilflos vor ihr her, um Straßenbenutzer zu warnen. Erst nach einer Stunde konnte die rasende Lok gestoppt werden, indem man sie auf ein Nebengleis leitete, auf dem sie einen Frachtzug rammte.


    Im September dann ging die Conrail-Lok-Nr. 6483 auf eine kleine eigenständige Reise. In West Seneca im Bundesstaat New York ging es los. Anschließend donnerte sie mit achtzig Stundenkilometern über die Schienen. Keiner bemerkte, daß die Lok völlig führerlos unterwegs war. Dies fiel erst einem Autofahrer auf, der an einem Bahnübergang stand. Er meldete der Streckenleitung, daß gerade eben ein Zug den Bahnübergang druchfahren hatte, ohne den üblichen Warnpfiff auszustoßen, und das kein Mensch in der Führerkabine sei. Hektik brach aus. Die Fahrt der Geisterlok fand erst in der Endstation von Oakfield sein Ende. Fünfzig Meter vor dem Prellbock am Ende der Schienen, kam Nr. 6483 zum Stehen.


    Nur einen Monat später machten sich zwei miteinander verbundene Southern-Pacific-Lokomotiven in Tucson, Arizona, auf den Weg. Nach einer Fahrt von dreißig Kilometern mußten sie auf ungewöhnliche Weise gestoppt werden. Ein Scharfschütze raste mit seinem Wagen hinter den Loks her und druchtrennte den Schlauch der Luftdruckbremse mit einigen Schüssen!


    Erstaunt?


    Nun, das war noch nicht das Ende! Es geht noch bizarrer!


    1981, England. Eine Hellseherin ruft aufgeregt bei der britischen Eisenbahn an. "Ein großer blauer Zug wird in einem Zusammenstoß mit einer anderen Eisenbahn verwickelt sein". Die Zuständigen ignorierten den Anruf, wie nicht anders zu erwarten war! Doch die Frau gab nicht auf. Nocheinmal rief sie an und wurde mit ihren Angaben präziser: "Bei dem Unglückszug würde es sich um einen Öltankwagen handeln, gezogen von einer Lokomtive mit der Nr. 47.216". Die Meldung beeindruckte die zuständigen Behörden wenig. Wenigstens machte man sich die Mühe, Einkünfte über die Hellseherin einzuholen und stellte fest, daß sie der örtlichen Polizei schon oft geholfen habe. So kam die Meldung zu den Akten. Keiner dachte mehr daran, bis zwei Jahre später eine Garnitur aus leeren Öltankwagen mit dem 5:32 Uhr Personenzug von Cleethcorpes nach Sheffield kollidierte. Ein Mann starb und viele Passagiere wurden verletzt.


    Entsetzen machte sich breit. Der Unfall passierte genauso, wie es die Hellseherin vorhergesagt hatte. Doch, betrug die Nr. der Lok nicht 47.216, sondern 47.299. Gott sei Dank! Es war also doch nur ein dummer Zufall! Oder? Nein, war es nicht! Man stellte nämlich fest, daß die Nummer der Lok vor dem Anruf der Frau 47.216 gewesen ist. Man hatte die Nummer ausgewechselt, um "sicher zu gehen". Tja, dem Schicksal kann man eben nicht entrinnen!


    Genug? Nein! Wir sind noch nicht am Ende!


    1960 wurde eine Diesellok D 326 von einer britischen Firma gebaut und in Dienst gestellt. Sie sollte die dampfbetriebenen Expreßloks auf den englischen Schnellstrecken ersetzen. Doch, das Schicksal meinte es nicht gut mit der Lok. 1962 rammte sie im Bahnhof von Crewe einen Personenzug. 18 Menschen kamen ums Leben. Ein Jahr später war sie beim großen Postraub von England beteiligt. Sie zog die Waggons, in denen sich die Beute befand. Wieder ein Jahr später starb ein Feuerwehrmann durch einen Stromschlag auf der Lok.
    Und nochmals ein Jahr später versagten die Bremsen ihren Dienst, als der Zug in Birmingham in die New-Street-Station einfuhr. Mit über sechzig Stundenkilometern wurde sie in letzter Minute auf ein Nebengleis geleitet, wo sie in einen Frachtzug krachte.
    Von nun an wollte keiner vom Bahnpersonal mehr einen Fuß auf die "Teufelsmaschine" setzen. Man stellte sie offziell außer Dienst, verpaßte ihr eine neue Nummer: 40.126 und setzte sie stillheimlich auf einer Nebenstrecke in Cumbria ein. Seltsamerweise fand die Unglückskette nun schlagartig ein Ende!


    Dies alles fand ich in dem Buch "Jenseits des Vorstellbaren" von Viktor Farkas. Beim stöbern im Netz bin ich dann auf noch einen weiteren Fall gestoßen:


    Zitat

    Die „Geisterbahn“, eine beliebte Attraktion auf dem Rummelplatz, hat ein reales Gegenstück. Nach der Morning Post vom 14. November 1928 hielt man den 13.20-Uhr-Zug von Newton Abbot in Devon nach Paddington in London wegen der vielen mit ihm in Zusammenhang stehenden Todesfälle für einen Unglückszug.
    Mr. J. Hibber aus Newton Abbot, der den Zug nach London fuhr, wurde von Übelkeit erfasst, als der Zug mit Hochgeschwindigkeit fuhr. Man brachte ihn auf dem Bahnhof von Exeter in ein Wartezimmer, wo er einige Munuten später starb.
    Ein paar Monate zuvor war der Heizer Powlessland gestorben, als der Zug schnaufend in Paddington einlief, und im November 1927 wurde der Heizer Walters getötet, als er die Maschine gerade für die Fahrt fertig machte. Aufgrund dieser drei Unglücksfälle in weniger als zwölf Monaten wurde der Zug „Geisterbahn“ genannt.


    Entnommen von hier: www.sphinx-suche.de/lexgesp/geistzug.htm



    Lg Ricya

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Hallo Ricya
    Zu dem Unfall in England um 1983 , mit der Hellseherin , kann ich leider nichts weiteres im inet finden ...hast du dafür Quellen
    hat die hellseherin auch einen Namen ? sonst würde ich da eher auf eine Urban Legend tippen ,bis auf den Unfall ...wo dann die Hellseherin erst später von einem Autoren "hinzugefügt" wurde) also näheres wäre echt interessant :)


    ansonsten sind Züge nunmal etwas sehr anfälliges , und das Material wird dabei immer sehr hoch beansprucht ...der kleinste Fehler oder Unachtsamkeit kann da verheerend sein (gerade auch wenn Ökonomen den ton angeben , und gespart werden muss), und der Mensch (obwohl er seit seinem Bestehen in dem Wahn lebt alles beherrschen , kontrollieren und manipulieren zu können ...was aber nichtmal bei seiner eigenen spezies klappt) ist nunmal nicht Herr über die Technik ...sondern nur ein technologisch begabter Primat .

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...