Globale Erwärmung, Klimawandel und Treibhauseffekt

  • Die einen sagen: Der Klimawandel ist menschengemacht und immer strengere Umweltauflagen müssen her.


    Andere meinen: Der Klimawandel ist zum größten Teil natürlichen Ursprungs.


    Kann es auch sein, dass der Planet Erde ein Bewußtsein hat und auf die Umweltzerstörungen durch den Menschen

    mit Klima-Veränderungen REAGIERT ?


    Danke im voraus für eure Antworten.


    LG

  • Hey,


    du meinst so wie in The Happening ? Ehrlich gesagt hoff ich das für die Erde, das sie da reagiert. Aber ich bezweifel es das sie es Bewusst tun würde.


    Was ich mir vorstellen könnte (heißt nicht das ich glaube das es so ist) ist, das es aufgrund der gesamten Struktur eine Art Abwehrmechanismus sein könnte (ähnlich wei bei uns Fieber wenn wir etwas abbekommen haben.) Allerdings würde das ja wohl auch bedeuten, das sich die Erde damit früher oder später selbst Killt.


    grüße


    Black Crow

    "You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)


    To Fear Death is a Choice - Charles Vane Black Sails

  • Dia duit,


    Kann es auch sein, dass der Planet Erde ein Bewußtsein hat und auf die Umweltzerstörungen durch den Menschen

    mit Klima-Veränderungen REAGIERT ?

    Schaut man da mal auf die parasitäre Verbreitung der Spezies Mensch und seinen Eingriff in das perfekt ausbalancierte Ökosystem würde man sich wünschen das die Erde bewusst reagiert.


    Aber Meinung nach ist es das Prinzip von Aktion, Reaktion,Ereignis und Ergebnis.


    Ein Beispiel:


    Aktion: Der Mensch zerstört mit erhöhtem C0² Ausstoß die Ozonschicht.

    Reaktion: Die Ozonschicht löst sich auf (geht zurück)

    Ereignis: Sonnenstrahlen dringen ungehindert auf die Erde

    Ergebnis: globale Erwärmung, Polschmelze


    Das hierfür ein Bewusstsein zuständig ist, schließe ich aus mehreren Gründen aus.


    1) Tempus


    Warum sollte die Natur warten bis es fast zu spät ist? Bei bewusstem Handeln hätte sie uns schon viel früher bekämpft bzw. reduziert. Spätestens zu Beginn der Industriellen Revolution in der Hälfte des 18. Jahrhunderts.


    2) Komplexität der Reaktion


    Bei bewusstem Handeln würde kein Organismus eine Teilzerstörung (anhand des Beispiels oben: die Zerstörung der Ozonschicht) zulassen, sondern zum Beispiel direkt mit einem Erdbeben reagieren um den Parasiten direkt aktiv zu treffen und nicht passiv wie es hier der Fall ist.

    Andere meinen: Der Klimawandel ist zum größten Teil natürlichen Ursprungs.

    Wir Menschen sind ja eigentlich Teil dieses komplexen Systems (nur nicht in dieser Masse), also sind auch von uns ausgelöste Wandel natürlichen Ursprungs.:mrgreen:


    Die einen sagen: Der Klimawandel ist menschengemacht und immer strengere Umweltauflagen müssen her.

    Hatte das globale Ökosystem vorgesehen das die Spezies Mensch sich so weit entwickelt und zur weiteren Entwicklung ihre Lebensgrundlage zerstört?

    Gäbe es das Problem auch wenn die Weltbevölkerung um ein Großteil reduziert wäre und wir wieder in Höhlen oder Hütten leben würden?


    Meiner Meinung nach sind Umweltauflagen nur "lebensverlängernde Maßnahmen" für die Erde. Eine Rettung wäre Meiner Meinung nach nur dann wirklich möglich wenn die Menschheit durch Außeneinwirkung zurück in die Steinzeit katapultiert wird.


    Apokalyptische Grüße


    Pad:evil:

  • Ich wüsste nicht, was es zu retten gäbe auf der Erde. Einen status quo gab es nie und wird es nie geben, egal wieviel CO2 wir einsparen. Nie war die Natur ausbalanciert und sie musste sich stetig wandelndn Bedingungen stellen. Homo oekonomicus ist auch nicht die erste Spezies, die massiv ihre Umwelt beeinflusste. Massenaussterben sind außerdem ein Teil der Natur und Motoren für eine Fortentwicklung, ohne die es selbst uns Menschen niemals gäbe.


    Wie Ireland sehe ich nicht die notwendig für ein bewusstes Handeln der Erde. So ein Ökosystem ist ein komplexes System, dass in der Lage ist gewisse veränderte Bedingungen abzupuffern. Aber genau gleich chemischer Puffersysteme ist auch ein Ökosystem nicht in der Lage gegenzusteuern, wenn ein bestimmter Wert überschritten wird. Das führt dann letztlich zu einer Reaktionskaskade, an deren Ende unser Schaden steht. Aktio Reaktio, mehr braucht es nicht. Natürlich könnte man es als Immunreaktion interpretieren, oder so. Aber wozu?

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Huhu,

    Nie war die Natur ausbalanciert und sie musste sich stetig wandelndn Bedingungen stellen

    Nehmen wir doch mal das Bespiel Photosynthese...


    Mensch und Tier atmen Sauerstoff ein und CO² aus -> Bäume wandeln CO² zu Zucker (Nährstoff) um und als "Abfallprodukt" wird Sauerstoff erzeugt

    -> Menschen, Tiere und Bäume (erheblich weniger wie sie produzieren) nehmen diesen wieder auf.


    Eine perfekte Symbiose.

    Massenaussterben sind außerdem ein Teil der Natur und Motoren für eine Fortentwicklung, ohne die es selbst uns Menschen niemals gäbe.

    Ist das nicht auch eine Art Balance?

    Aber genau gleich chemischer Puffersysteme ist auch ein Ökosystem nicht in der Lage gegenzusteuern, wenn ein bestimmter Wert überschritten wird.

    Da bin ich voll bei dir. Sozusagen der "Point off no return". Wobei wir Menschen außer Betracht lassen, wie hoch die Erholungsmöglichkeiten ohne unsere Spezies wäre.


    Grüßle


    Pad

  • Eine Symbiose ist aber alles andere als ein Gleichgewicht oder ein ausbalanciertes System. Tatsächlich ist die CO2 Konzentration in der Luft im Laufe der Äonen immer weiter zurückgegangen und der momentane Wert ist unterhalb des Optimums der meisten Pflanzen, sogar ziemlich nah der unteren Machbarkeitsgrenze, ausgenommen der C4-Pflanzen. Daraus resultiert die offenkundige nicht-Balance. Für die meisten Pflanzen wäre der doppelte oder sogar dreifache Wert der CO2-Konzentration in der Luft besser, weshalb einige Gewächshäuser sogar mit CO2 begast werden.

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Hi Knurz,


    Eine Symbiose ist aber alles andere als ein Gleichgewicht oder ein ausbalanciertes System.

    Ich hatte natürlich vom Ökologischen Gleichgewicht gesprochen, was kurz beschrieben folgendes ist:


    Ein Ökosystem befindet sich im ökologischen Gleichgewicht, wenn sich sein Zustand ohne von außen einwirkende Störungen nicht verändert


    womit die Symbiose:


    Symbiose (von altgriechisch σύν sýn, deutsch ‚zusammen‘ sowie altgriechisch βίος bíos, deutsch ‚Leben‘) bezeichnet in Europa die Vergesellschaftung von Individuen zweier unterschiedlicher Arten, die für beide Partner vorteilhaft ist.


    kurzum ein "ökologisches" Gleichgewicht darstellt.


    = Sollzustand


    Durch menschliches Eingreifen verschiedenster Weise sind natürlich "ökologische Ungleichgewichte" entstanden.


    = Istzustand


    Klar ist natürlich auch das es kein Gleichgewicht/Balance im Sinne von "zu gleichen Teilen" darstellen kann.

    und der momentane Wert ist unterhalb des Optimums der meisten Pflanzen

    ...dem optimalen Wachstum von (Nutz) Pflanzen, was nur den Optimalzustand für die Agrarkultur darstellt. Denn das maximale Wachstum in der Natur ist nicht immer der beste Zustand.


    in den Grundlagen der Kohlenstoffdioxid - Düngung heißt es:


    Das in der natürlichen Umgebungsluft enthaltene CO2 liegt mit einem Anteil von derzeit ca. 400 Teile pro Million (Parts per Million = ppm) unterhalb des für C3-Pflanzen wie Weizen, Roggen oder Reis zum Wachstum optimalen Anteils von ca. 800 bis 1000 ppm

    Für die meisten Pflanzen wäre der doppelte oder sogar dreifache Wert der CO2-Konzentration in der Luft besser, weshalb einige Gewächshäuser sogar mit CO2 begast werden.


    "Durch eine Anreicherung der im Gewächshaus vorhandenen Luft mit CO2 kann das Pflanzenwachstum bei manchen Arten um bis zu 40 Prozent gesteigert werden."

    Korrekt.


    Um es im agrarwirtschaftlichen Sinne zu optimieren. Sprich um den bestmöglichen Ertrag zu erzielen.


    Hinter der CO² Begasung steckt aber ein ökonomischer Gedanke und keine ökologische Notwendigkeit.


    Daraus resultiert die offenkundige nicht-Balance

    Da muss ich dir ganz klar widersprechen. Denn nur weil eine Pflanze in der Natur (ohne menschliches Zutun) nicht ihr maximales Wachstum ausschöpft besteht hier kein Ungleichgewicht im ökologischen Sinne. Das bestünde nur wen sie dann zu schwach wäre zum überleben.


    Gruß Pad

  • Bevor du irgendwelche Begriffe definierst, deren Relevanz meines Erachtens gen null tendieren (Symbiose) oder Strohmänner aufbaust, um sie argumentativ auszuschlachten (der Käse mit der "Wachstumsoptimierung" von (Nutz) Pflanzen und ihre agrarwirtschaftlichen und ökonomischen Aspekte) sag mir: was verstehst du hier unter Balance? Wenn du das klar und frei von Schwurbel hinkriegst, bekommst du nen sprichwörtliches Bienchen von mir.


    Ansonsten betrachte meine Ausführungen mit der Definition der Balance als dynamisches Gleichgewicht und verstehe, weshalb ich dir nur widersprechen kann.


    Die Definition, die du geliefert hast, für ein ökologisches Gleichgewicht ist totaler Humbug und realitätsfern, weil sie von Prämissen ausgeht, die bestenfalls utopisch, faktisch aber unmöglich sind. Gerade in Bezug auf lebende Systeme ist aber diese Position ab vom Ideal maßgeblich, denn nur dadurch wird das (Über) Leben realisiert und die Merkmale des Lebens als Solche ersichtlich.


    Es gibt keinen Sollzustand in der Natur. Die Benennung eines Solchen ist überflüssig.

    Damit ist zeitgleich auch die Abgrenzung eines ökologischen Ungleichgewichts überflüssig weil das Ungleichgewicht ein Wesensmerkmal der Ökologie ist.


    Damit ist auch die Rolle des Menschen klar. Er stellt nicht mehr als einen weiteren Faktor der Umwelt und ist Teil dieser, Teil der Natur.


    Er muss nicht bekämpft werden. Nicht von der Natur, nicht von der Erde. Entweder er passt sich an oder er vergeht. Ob mit oder ohne den Menschen, das Leben geht weiter. Wenn nicht heute, spätestens morgen.

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Hi Knurzhart,


    Bevor du irgendwelche Begriffe definierst, deren Relevanz meines Erachtens gen null tendieren (Symbiose)

    Du hattest die These aufgestellt, dass eine Symbiose alles andere ist als ein Gleichgewicht oder ausbalanciertes System. Wenn aber zwei ökologische Faktoren in Abhängigkeit zueinander stehen und aufgrund dessen überleben können, eben wie bei einer Symbiose (die mir als Bespiel galt) ist meines Erachtens durchaus eine Relevanz vorhanden.


    Dazu kommt, das ich es bevorzuge auch mal Begrifflichkeiten für Leser zu definieren.


    Strohmänner aufbaust, um sie argumentativ auszuschlachten (der Käse mit der "Wachstumsoptimierung" von (Nutz) Pflanzen und ihre agrarwirtschaftlichen und ökonomischen Aspekte)

    Auch hier habe ich lediglich gegen deine aufgestellten Thesen argumentiert, da die Werte die du anbrachtest, sich hauptsächlich auf Nutzpflanzen beziehen.


    Diese aber meiner Meinung nach bei dieser Diskussion nicht berücksichtigt werden sollten, da diese eben für wirtschaftliche Zwecke optimiert werden.

    Die Definition, die du geliefert hast, für ein ökologisches Gleichgewicht ist totaler Humbug und realitätsfern, weil sie von Prämissen ausgeht, die bestenfalls utopisch, faktisch aber unmöglich sind.

    Mit äußerer Einwirkung ist im Rahmen dieser Definition natürlich das menschliche Eingreifen gemeint, das setze ich voraus, entschuldige bitte. Das natürlich die Natur Einfluss nimmt auf ein Ökosystem ist selbstredend.


    Es gibt keinen Sollzustand in der Natur. Die Benennung eines Solchen ist überflüssig.

    Doch, nämlich der vom Menschen nicht beeinflusste Zustand.

    Denn:

    Damit ist auch die Rolle des Menschen klar. Er stellt nicht mehr als einen weiteren Faktor der Umwelt und ist Teil dieser, Teil der Natur.

    Das ist der Punkt an dem sich eben meine Meinung ganz klar von deiner trennt. Zustimmen würde ich da vollumfänglich, wenn der Mensch die Natur nicht aggressiv und vorsätzlich schädigen würde.


    Das die Erde sich auch ohne die Spezies Mensch noch weiter dreht, da stimme ich dir absolut zu...vielleicht sogar besser :-P


    Gruß Pad

  • Was verstehst du unter einem (ökologischen) Gleichgewicht?


    Zur Sache der Korrelation vom Wachstum von Pflanzen mit der CO2 Konzentration: Das ist nicht bei nur bei einigen Nutzpflanzen so, sondern bei allen Pflanzen, weil die CO2 Konzentration einen direkten Einfluss auf die CO2 Fixierung in Pflanzenzellen hat, also den grundlegenden Stoffwechselprozess direkt und positiv beeinflusst.


    Damit sind die Pflanzen ein wichtiger Faktor, der das Ökosystem stabilisiert und Veränderungen abpuffert. Der Nachteil allerdings, dass durch Fossilierung und Sedimentation von Pflanzen oder allgemeiner von Biomasse der Kohlenstoff und andere wichtige Elemente, wie Phosphor aus dem Kreislauf gezogen werden. Ganze Gebirgsketten sind dadurch schon verloren gegangen.


    Man könnte also frech behaupten, daß der Mensch einen nicht unerheblichen Teil toter Materie wieder vitalisiert und damit den nächsten ökologischen Boom vorbereitet. Dabei muss das alte dem Neuen allerdings den Weg räumen. Aber wohlmöglich hat sich die Natur das auch genauso "ersonnen", um dem Erstarrungstot, also dem Gleichgewicht zu entgehen?

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Kann man gänzlich ausschließen, daß die Sonne heller geworden ist? Vergleicht man die Angaben zur Helligkeit des Planeten Venus im "Himmelsjahr 1980" mit denen im "Himmelsjahr 2012" wird man in letzteren größere Werte finden! (Sichtbarkeiten der Venus wiederholen sich nach 8 Jahren bis auf 2 Tage genau, daher sollte man keine unterschiedlichen Werte finden)

    Gut, wahrscheinlich hängt dies mit der Definition der Helligkeit zusammen, aber kann man wirklich eine Zunahme der Helligkeit der Sonne mit letzter Sicherheit ausschließen?