Intelligenz ist ein Fluch

  • Zitat

    Also ein letztes mal, solltet ihr mit eurer umfassenden Intelligenz nicht in der Lage sein, eine sachliche Diskussion zu führen? Man sollte annehmen, dass jemand der sich an dieser Thematik beteiligt, durchaus in der Lage ist, die Reaktionen auf seine Worte vorauszusehen.


    Das wird er wohl sein, der Fluch der Intelligenz. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Intelligenz Hand in Hand mit der Arroganz auftritt.


    Gruß Beat


    P.S: Ich bin äußerst arrogant.

  • Also gut, ich fange nochmal von vorne an und ignoriere alle bewussten Provokationen. Falls meine Ignoranz nicht auch als Arroganz gedeutet wird.


    Ich möchte jetzt auch nicht die traurige Wurst spielen, falls das entnommen werden sollte. Deshalb möchte ich Euch alle bitten nichts Negatives aus meinem Beitrag zu entnehmen.


    Ich leide.
    Nein das ist kein Gejammer, ich erwarte kein Mitleid, das möchte ich garnicht. Es passt zu diesem Thread also poste ich es.


    Ich wollte mit diesem Thread nur eine Problemstellung thematisieren und zur allgemeinen Toleranz aufrufen. Das Problem ist, dass die Menschen meiner Umgebung außerhalb des Internets und somit auch außerhalb des Paraportals mich vollkommen falsch verstehen und sich schlecht zu mir verhalten.
    Sie grenzen mich wegen meiner wahren Art aus und möchten nicht akzeptieren, dass ich in bestimmten Dingen nunmal entwickelter bin als sie. Nieselpriem müsste wissen, was ich mit entwickelter meine... Ich sehe andere Menschen nicht als dumm, jeder Mensch ist intelligent.
    Viele Leute denken nur zu einfach und machen es sich zu leicht. Viele Menschen sind auch zu einfach "gestrickt".


    Wenn Ihr mir unterstellt, dass ich arrogant bin, dann ist mir das so ziemlich egal; ich kann damit leben. Im Endeffekt hat jeder eine Meinung über jeden, welche ich akzeptiere. Aber wenn man anfängt, wegen meiner Aussagen, die hauptsächlich an Menschen gerichtet sind, die das Paraportal überhaupt nicht kennt (!!!), mich so "anzumachen", dann finde ich genau das dumm.


    Aristoteles wirkte provozierend auf Nieselpriem und Niesel führte provozierend weiter, weil er anscheinend "angek**t" war. Nieselpriem wirkte provozierend auf mich, weswegen ich mich an ihm wandte. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich provozierend gekontert habe und somit die Diskussion nicht beendet habe. Aber was man von mir verlangt, gebe ich auch. In diesem Fall wollte Nieselpriem mit mir spielen und da ich so "fight-geil" bin, bin ich darauf eingegangen. Nieselpriem wusste das.


    Es war von mir sicher unreif, dafür entschuldige ich mich auch. Und nein, diesesmal folgt kein "aber". Ich entschuldige mich ganz einfach....


    Ich habe mir schon fast denken können, dass das hier ausartet. Deswegen habe ich auch am Anfang des Threads geschrieben, dass ich die THESEN mit meinen ERLEBNISSEN und BEOBACHTUNGEN begründe.
    Keine kann mir unterstellen, dass ich jemanden dumm genannt habe, also braucht sich auch niemand aufzuregen. Wie gesagt, wenn Ihr mich als arrogant einstuft, dann macht das. Aber ich bitte Euch höflichst: nicht so etwas.


    Ich könnte an dieser Stelle provozierend weiter machen. Tue es aber aus bestimmten Gründen nicht.


    In dem Sinne: Mit freundlichen Grüßen, Pseudo1


    ps. Mit diesem beitrag habe ich kurz vor Greyghosts Verwarnung auf Seite 4 angefangen.

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hmm ja, es wird irgendwie nicht besser, der Umgang miteinander.


    Nunja, vielleicht gelingt es mir zusammen zu fassen, was Pseudo sagen möchte.


    Wenn man intelligenter ist, als der bundesdeutsche Durchschnitt, so ist das Miteinander mit eben diesem Durchschnitt manchmal nicht einfach. Bester Beweis ist dieser Thread.
    Dadurch das man Zusammenhänge und andere Dinge schneller versteht oder hinterschaut wirkt man in Gesprächen oft gelangweilt oder durch den Versuch diese zu beschleunigen rechthaberisch.
    Aber, und das sollte man dazu sagen, die Intelligenz eines Menschen sagt nichts über seine Qualität aus. Es geht nicht darum, das ein Mensch besser oder schlechter ist, sondern für die intelligenteren Menschen ist es schwerer mit den normalen umzugehen ohne diese zu verletzen.


    Dieses Verletzen geschieht oftmals nicht aus Absicht, sondern durch eben den Versuch Gespräche oder sonstige Dinge für einen selber interessanter zu gestalten.


    Um eben dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, suchen viele intelligentere die Isolation oder den Kontakt zu ähnlichen. Innerhalb dieser Gruppe ist die Gefahr sozial anzuecken wesentlich geringer.


    Es geht also nicht darum, sich von den Normalen abzugrenzen, sondern um die Probleme im Umgang mit ihnen um sie eben nicht zu verletzen.



    Vielleicht hilft das ja einigen.


    Gruß an alle

  • Hallo,


    danke Pseudo für diesen Thread. Habe mich beim Durchlesen eines Threads selten so amüsiert wie bei diesem. Schon witzig anzusehen, wie sich die Leute gegenseitig die Taschen füllen.


    Aber dass ich auch mal was zum Thema sage: "Elperdido, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. ;) "


    LG Minga

  • Guten Abend.


    Ich habe hier noch etwas hinzuzufügen. Einige Leute scheinen den Grund für die Sperrung nicht verstanden zu haben.


    Dieser Thread wurde gesperrt, da einige sich hier ersteinmal besinnen sollten, bevor sie weiter diskutieren. Das Ganze ist etwas ausgeufert, und die Diskussion wurde trotz mehrfacher Hinweise meinerseits nicht so fortgeführt, wie es einem Meinungsaustausch dienlich wäre.


    Dieser Verlauf ist nicht die Schuld eines einzelnen Users, sondern basiert auf der Unfähigkeit einiger Personen, eine sachliche Diskussion zu führen. Alle, die daran mitgewirkt haben, tragen einen Teil dazu bei, wie das verlaufen ist.



    Viele Grüsse,
    Grey..

  • Guten Morgen.


    Ich habe den Thread jetzt wieder entsperrt und hoffe, dass es jetzt möglich ist die Diskussion auf sachlicher Ebene fortzusetzen. Sollte es wieder ausarten, werde ich den Thread diesmal ohne lange Diskussion endgültig sperren.



    Viele Grüsse,
    Grey..

  • Zitat

    Dadurch das man Zusammenhänge und andere Dinge schneller versteht oder hinterschaut wirkt man in Gesprächen oft gelangweilt oder durch den Versuch diese zu beschleunigen rechthaberisch.


    Also dass der Thread ein gutes besipeil dafür ist ist für mich noch nicht bewiesen, denn gelangweilt oder über den Dingen zu stehen gab es hier ja nicht wirklich :) . Ich denke eher dass eine Meinung auf jeden einzelnen Verstand und auf jede einzelne "Intelligenz" anders wirkt. Und das zeugt dann auch ganz verschiedene Reaktionen, die in diesem Thread ja dann gut zur schau gestellt werden. Also kann man Theoretisch, ja theoretisch keine Meinung verurteilen, da diese ja auch aus den Persönlichkeiten der jeweiligen poster entstanden sind. jeder fasst nämlich "Intelligenz" für sich selber auf und interpretiert es anders.

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Ich will mal versuchen zu schildern was mir so zu dem Thema durch den Kopf geht.
    Ich denke mal die meisten hier werden sich intellektuell über dem bundesdeutschen Durchschnitt bewegen. Auch ich selbst halte mich für recht intelligent (Aber was bedeutet schon ein selbst ausgesprochenes Urteil über die eigene Intelligenz). Somit hatten wir wohl alle schonmal Umgang mit Leuten die uns geistig nicht das Wasser reichen können.
    Trotzdem kommen die meisten mit ihrem Umfeld gut klar.
    Woran liegt es also, dass einige hier unter Verachtung und Anfeindungen durch ihr Umfeld leiden?
    Ich kann hier nicht mit einer Psychologischen Abhandlung oder tollen Statistiken aufwarten, aber ich habe 2 Fälle aus meinem Bekanntenkreis. Das eine oder andere Posting hier hätte von ihnen stammen können. Einen von ihnen würde ich sogar als hochintelligent bezeichnen der anderen ist zwar nicht blöde, aber die Weisheit hat er nicht gerade mit dem Löffel gefressen. Zwei Dinge haben sie aber gemeinsam: Sie halten sich beide für überragend intelligent und beliebt sind sie nicht gerade.
    Warum ist das so, dass sie nicht nur in meinem Freundeskreis, sondern auch von anderen Menschen nicht gemocht werden?
    Ich sehe das folgendermaßen: Wenn ich mich mit jemanden unterhalte, dann möchte ich nicht von oben herab behandelt werden. Und das ist der Punkt. Dadurch dass sich die beiden für riesige Genies und für was Besseres halten sind sie arrogant.
    Die Asympathien die ihnen entgegenschlagen kommen nicht daher, dass sie intelligenter sind, sondern von dieser total abgehobenen Art in der sie mit ihrem Umfeld umspringen.
    Ich kenne genug Menschen die wirklich intelligent sind (um ein Grundstudium in Chemie in 3 Semestern und (bei 9 Semestern Regelstudienzeit) das Diplom in 7 zu machen MUSS man was auf dem Kasten haben) und trotzdem Freunde haben und nicht diese drastischen Probleme haben wie manche sie hier in diesem Thread schildern.


    Ich will neimanden beurteilen - dazu kenne ich hier niemanden gut genug - und auch über euren Intellekt kann und will ich nicht urteilen, aber ich glaube, dass die Probleme die hier geschildert wurden von einem überlegenen Intellekt herrühren (Damit sage ich nicht dass ihr nicht intelligent seid). Und wenn ich mir den einen oder anderen Post hier durchlese sehe ich mich in meiner Theorie die Arroganz diesem Problemen zugrunde zu legen eigentlich schon recht gut bestätigt. Denn wer sich von vornherein als intelligenter als 97% Menscheit bezeichnet, oder sich sogar einer eigenen elitären Spezies zugehörig sieht hebt sich somit bereits über seine Diskussionspartner, was per Definition Arroganz (Synonym für Überheblichkeit) ist. ["Stellt sich über den Diskussionpartner" wäre zwar richtiger gewesen, aber dann wäre diese tolle Parallelität zu Überheblichkeit nicht zustande gekommen, und die hat mir sooo gut gefallen ;) ]
    Und ich persönlich halte Arroganz für einen der verabscheuungswürdigensten Charakterzüge die man bei einem Menschen finden kann


    Dann will ich bitte noch kurz auf ein Beispiel eingehen, dass hier gelesen habe:
    Es wurde erwähnt, dass bei einem Test zu einer ABM 158 von 160 Punkten erreicht wurden. Ich weiss jetzt zwar nicht genau um welchen Test es sich dabei handelt, habe aber selbst schon an diversen "Intelligenztests" teilgenommen die ähnlichen Zwecken dienten wie der Erwähnte. Einer fand während meiner Schulzeit statt und sollte die Berufswahl unterstützen, ein anderer war ein Beispieltest von Unternehmen der bei "Jobcastings" (wie es so schön Neudeutsch heisst) verwendet wird. Der Test während der Schulzeit bot eine Maximalpunktzahl von 150 Punkten. Fast 40% meiner Mitschüler erzielten eine Punktzahl von über 140. Der andere Test brachte maximal 200 Punkte und aus meinem Kurs erreichten 7 von 19 Leuten mehr als 180 Punkte.
    Ich denke dass Intelligenz über solche Test nicht wirklich messbar ist. Wenn man wirklich einen IQ Test machen will sollte man sich wohl am besten an das Psychologische Institut einer Uni wenden und das Ergebnis sollte man dann auch am besten für sich behalten.
    Ich glaube es wird nirgends so viel gelogen wie beim Poker und beim eigenen IQ (und bevors jemand in den falschen Hals bekommt: Das war nur ein Spruch und ist auf niemanden gemünzt)


    Abschliessend vielleicht noch ein kleines Zitat (es wird Descartes zugeschrieben, ich weiss aber nicht ob das stimmt):

    Zitat


    Nichts ist so gerecht verteilt wie die Intelligenz. Jeder glaubt er habe genug davon.

  • Also nur schlechtes kann Intelligenz ja kaum haben. Ich selbst würde sagen, dass es doch gerade die intelligenten Menschen es ziemlich weit bringen und am Ende in einem gewissen Wohlstand leben. Die weniger intelligenten Menschen haben schon durch die schlechten Schulnoten eine schlechte voraussetzung, wodurch diese später oft Arbeitslos sind. Intelligente Menschen sind vielleicht deshalb depressiver, weil sie sich mehr Gedanken machen über ihre Umwelt und die Geschehnisse in der Welt. Ich selbst erkenne Intelligente und weniger intelligente Menschen sehr schnell und ich habe oftmals mühe oder besser gesagt keinen drang mich mit Menschen abzugeben die weniger Intelligent sind als ich. Wobei das gleiche sagen muss über Menschen die Intelligenter sind als ich. Obwohl dies wohl weniger Intelligentere Menschen sind, als mehr solche, die ein Wissen über etwas verfügen, über das ich keine Ahnung habe.

  • Hmm Zephon
    unbestritten ist aber wohl das es einfach Unterschiede in der Intelligenz gibt. Und jeder, der kein "Toastbrot" ist (ich meine jetzt das Brot, nicht den Poster den es hier gibt), wird sich im Umgang mit weniger intelligenten schwer tun. Das heißt nicht, das die Meinung desjenigen besser oder schlechter ist, es geht mehr darum, das es für jemanden, der Zusammenhänge und Schlüsse schneller erkennt und zusammen bekommt, manchmal sehr schwer ist eine Diskussion zu führen, bei dem das nicht so ist.
    Man erahnt schon die Antworten des Anderen und bereit im Geist auch schon die Antwort darauf wieder vor. Das wird auf Dauer langweilig und ziemlich belastend. Und daraus ergibt sich einfach ein Problem. Aber das hat nichts, und das betone ich nochmal, mit dem Wert eines Menschen zu tun, es gibt halt nur Probleme in dem miteinander.
    Nun ist es ja so, das sich keiner selbst gemacht hat, so kann sich auch keiner auf die Schulter klopfen, was er doch für ein intelligentes Kerlchen ist, und keiner muss sich verkriechen, weil er es nicht ist.


    Aber gerade für die, die sich weit oberhalb des Durchschnitts bewegen, ist das tägliche Miteinander sehr schwer. Das fängt mit alltäglichen Dingen an wie der Bedienung eines Fahrkartenautomaten, bis zu Freizeitaktivitäten, wo man auch eher was sucht, was einen auch vom Kopf her fordert.
    Oder Diskussionen einfach um des Diskutieren Willens. Der Genuß am sprachlichen Diskurs und den Feinheiten einer Diskussion. Dabei kann das Thema dann auch mal egal sein, es geht quasi darum einen Boxkampf mit Worten zu führen. Und für jemanden, der nicht so schnell schalten kann, ist dieses wiederum absolut uninteressant, ja viele reagieren als Abwehr darauf sogar aggresiv.


    Und um diese Problematik geht es hier. Dem Diskurs hier, wer denn nun wie intelligent sei, kann und will ich nicht folgen, und sollte dieses Thema hier wieder auftauchen, so werde ich Grey höchstpersönlich bitten den Thread für immer zu schließen.


    Den jeder Mensch, egal wie fit im Kopf, hat noch viele andere Qualitäten.

  • Dann habe ich da wohl etwas viel hereininterpretiert sorry. Aber wie du schon sagst, jeder Mensch hat qualitäten und man kann mit jedem menschen klarkommen. Nur wie man es nun anstellt, ob falsch oder richtig ist wohl jedem selbst überalssen. Arroganz an sich selber oder auch schlechte Eigenschaften an sich selber bemerkt man nicht, außer man wird wirklich heftigst darauf hingewiesen.
    Aber ich muss zu diesem Zeitpunkt auch sagen, dass ich jeden menschen so akzeptiere wie er ist, außer dieser Mensch würde mir Schaden zufügen wollen (mutwillig natürlich), dann sieht es anders aus.
    Das einzige was ich vermisse ist eine Diskussion mit gleichaltrigen die sich über den Tellerrand hinausbewegt, was keineswegs sagt der Tellerrand wäre die grenze ihrer Intelligenz aber das Thema wird nicht weiter verkompliziert, denn ich verkompliziere Dinge gerne und Denke weiter. Aber das tuen nicht viele Menschen in meinem Umfeld, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Ich glaube es ist besser so. Dadurch entsteht möglicheriweise Arroganz oder eine negative Eigenschaft... Aber kann man wirklich definitv feststellen wer einen höheren Durchschnitt hat ohne in jemals reden geört zu haben? :? Ich bin mir da immer unsicher und unschlüssig. Aber bei mir laufen Menschliche Analysen immer im Unterbewusstsein ab. Ich registriere die Analyse die sich da gerade abspielt... aber ich realisiere sie nicht. Das heißt ich mache mir über jeden gedanken der mir begegnet und hinterfrage aber manchmal muss ich mich erst dabei ertappen ;) . Tagträumer.... :oops:

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Nun Zephon


    das ist wohl etwas was bei jedem von uns so abläuft. Jeder macht sich ja unbewußt ein Bild von seinem Gegenüber. In der Psycholgie geht man von den berühmten ersten drei Sekunden aus. Danach ist eigentlich schon alles gelaufen. Sehr wichtig zum Beispiel bei Bewerbungsgesprächen oder sonstigen Dingen wo man einen guten Eindruck machen möchte.


    Aber ich spreche hier von dem absolut bewußten Einsatz von Fähigkeiten. Ein Beispiel, mein Arbeitskollege ist sehr fit wenn es darum geht sich neue Methoden in der Administration unseres Systems anzueignen. Er beweißt da auch große Kreativität und hat ständig neue Ideen.
    Aber für Methoden für die er 2 oder 3 Tage braucht um sie sich anzueigen, brauche ich in der Regel einen halben Tag.
    Derweil er aber dienstälter ist, kann das manchmal zu Problemen führen. Also lasse ich ihn erstmal alleine wurschteln und wenn er es drin hat, dann klemme ich mich dahinter. So vermeide ich Konflikte.


    Und diese Problematik ist nur ein Beispiel. Bei vielen Dingen des Alltags ist man als über dem Durchschnitt liegender viel schneller als andere. Oftmals ist es besser das nicht zu zeigen, sondern die Klappe zu halten. Aber daraus entsteht dann Frust und Langeweile.

  • Hehe ja den Frust kenne ich, langweile eigentlich nicht, denn mein gehirn arbeitet ja ständig so entsteht immer ein Drang des neuen Denkens. Das mit dieser Unbewussten Analyse wollte ich nicht mit den Vorurteilen die in den ersten 2-3 Sekunden des kennenelernens in Verbindung bringen, sondern das läuft bei mir alles nebeneinander ab. Das eine realisiere ich stärker das andere schwächer. Ich kann Bewegungen und Taten sozusagen vorhersehen. Sowas macht mich immer leicht stutzig. Während andere noch nicht wissen, dass sie hinfallen oder sich stoßen, weiß ich es schon 15 sekunden früher... Ich stelle mir meine eigene Folge von Bewegungen der anderen zusammen und mesitens trifft es zu und dann drehe ich nur die Augen und sage mir, das hätte man auch geschickter anstellen können. Aber ich glaube das kennt jeder. Ärgere ich mich aber nur darüber dass ich nichts sage wenn es so ist, vielleicht ein Selbstschutzmechanismus vor den Kommentaren anderer? Weiß ich nicht ist aber zur zeit alles so gut wie es ist. Ich komme mit allen gut klar. Wie gesagt, ich vermisse Diskussionen die nichtmal lehrer zu Stande bekommen. Da sucht man vergebens im geist des anderen. Aber wirklich wissen tut man ja nicht was im Kopf des anderen vorgeht. ;)

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Hallo,


    muss kurz mal meine Meinung zu dem Thema und den bisherigen, teilweise interessanten, aber teilweise auch ... *na ja ich sach es lieber nich* Beiträgen loslassen.


    Jeder hat über sich selbst meist eine, natürlich subjektiv geprägte, hohe Meinung.
    Natürlich auch was seine sogenannte Intelligenz angeht.
    Doch die meisten hier geschilderten Erlebnisse bzw. Empfindungen sind doch ziemlich normal, ja zum Teil äußerst banal und haben, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, nicht viel mit außergewöhnlicher, oder überragender Intelligenz zu tun.
    Übrigens zeigen sich Ansätze von Inteligenz auch in der Fähigkeit, subtil zu Beleidigen :mrgreen: und das können hier einige doch nicht schlecht ... :evil:


    Es genügt nicht zu sagen, ich bin ja so intelligent, weil ... und ich muss mich dumm stellen, um akzeptiert zu werden ... hallo, geht´s noch ?
    Wenn es einem so anödet sich dumm stellen zu müssen, dann sollte man doch in der Lage sein, da man ja so intelligent ist, sich andere *besser zu einem passende * Freunde zu suchen, oder ?


    Außerdem ( das ist jetzt nicht auf euch gemünzt ) wird sehr oft Intelligenz mit Talent verwechselt, oder umgekehrt ;) .
    Z.B. unser Bobbele ( Boris Becker ) kann ganz toll einen kleinen Ball über ein Netz schlagen, wau ! Das kann er ( eventuell noch was anderes :mrgreen: , aber lassen wir das ), dazu hat er Talent, aber kann man deshalb bei ihm von Intelligenz sprechen ? Ich denke nicht wirklich :roll:


    Ok, das was es von mir dazu.


    Edit Greyghost: Beleidigung entfernt
    Gruß
    nasserHut

  • Hallo, ihr Beiden,


    Intelligenz ist ein Fluch!


    Und das meine ich nicht nur auf mich bezogen, sondern auch noch im ganz alltäglichen und ganz besonders im speziesbezifischen Verhaltens.


    Im Jahre 1993 hat der berühmte Kosmologe Carl Sagan ein interessantes Buch auf den Markt gebracht, das heute noch für die weltweit agierenden Kreationisten ein sogenanntes 'Rotes Tuch' darstellt. Sagan nahm die Forschungsergebnisse einiger seiner NASA-Freunde und kolportierte alles in einem Buch, das wohl als die Krönung seines Schaffens- und Lebenswerkes anzusehen ist.


    Unter anderem stellte er die nachfolgende These auf (bitte nicht auf mich einprügeln!):

    • Die Evolution macht sich dadurch wirklich spürbar bemerkbar, in dem sie verschiedenen Tierarten die Möglichkeit gibt, sich entsprechend zu spezialisieren. So wie zB den Galapagosfinken, von denen einige Arten in der Lage sind, mit kleinen Stöckchen, die sie sich von Kateen brechen, Insekten aus Rindenlöchern zu stochern. Allein schon dieses Verhaltensmuster weist nicht nur auf eine rudimentäre Intelligenz hin, sie ist auch gleichzeitig Ausdruck einer Anpassung.
    • Als zweites Beispiel führt er dann den Affen an, der seine Früchte vorher in einem Fluß wäscht, bevor er sie frißt. Total unlogisch! Scheint so. Aber auch dies ist nicht nur ein reines Lernverhalten (was wiederum auf Intelligenz schließen ließe), sondern auch wieder nur eine Anpassung an die Nähe zum Menschen.
    • Den letzten Schlag (für den ihn die meisten Kreationisten nun hassen und dieses Buch am liebsten auf dem Index sähen, wäre folgendes: Sagan führt in dem Buch anhand einiger wirklich kurioser Beispiele auf, das selbst eine hochstehende Intelligenz nichts mehr ist als eine ganz besondere Spezialisierung. So wie die alten großen Pflanzenfresser unter den Dinosauriern sich entsprechend auf die Baumkronen bestimmter Bäume spezialisierten, so verhält es sich auch mit der Intelligenz. Und wie wir wissen hat den Raptoren ihre hochstehende Intelligenz im Vergleich zu den anderen Dinosaurierarten auch nicht geholfen, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Sagan führt sogar noch an, das Intelligenz als Artenspezifikation eindeutig kontraproduktiv ist. So sind es eher die weniger intelligenten Arten, die nicht in der Lage sind, Atombomben herzustellen, diejenigen, die einmal diesen Planeten beherrschen werden. Während die Atombombenbauer sich wahrscheinlich mit CO²-Reduktion und ihren strahlenden Bomben selbst umbringen! (Sorry, hat er so geschrieben, stammt nicht von mir.)


    Sagan ist in meinen Augen der amerikanische Wissenschaftler, der mehrmals den Nobelpreis verdient hätte - aber ihn niemals bekam. Er verteufelte zwar die Intelligenz nicht, stellte aber eindeutig fest, das je intelligenter eine Art wird, sie umso schneller aussterben muß, wenn es ihr nicht gelingt, ihre Kinderstube (also ihren Heimatplaneten) innerhalb von 5000 Jahren zu verlassen.


    Nun gibt es die Menschheit schon ein wenig länger als 5000 Jahren hier und wir werden wohl auch weiterhin hier bleiben, kriegen wir nicht die Probleme in den Griff, die uns als intelligentere von den dümmeren unserer Art aufgezwungen werden. (Siehe Atombomben!) Es spielt demnach absolut keine Rolle, inwieweit eine Spezies Intelligenz entwickelt und ob es vielleicht unter 7 Mrd 20.000 oder mehr hochintelligente gibt, die nur lebensfähig sind, wenn die Gemeinschaft sie sozial behandelt. Sondern es spielt nur eine Rolle, wie eine Spezies mit ihrer Intelligenz umgeht.


    Die Menschheit, und dies sehe ich nach der Lektüre des Buches als Fakt an, hat den Point of no return, längst hinter sich gelassen. Intelligenz wird nun zum Fluch für denjenigen, der sie besitzt. Da das System, und vor allem die Menschen an für sich, sich eindeutig gegen sie wendet. Nicht, weil die Spezies nicht überleben will, sondern weil diese Abstoßungserscheinung grundsätzlich vor dem generellen Aussterben einer Spezies (laut Sagan) statt findet. So fand er in seinem Buch auch in einer kleinen Notiz es schon ein wenig merkwürdig, das die Maya und Azteken in ihrer Vergangenheit wohl eher zuerst die Schlauen und Intelligenten geopfert hatten, bevor es an das normale Volk ging. Den entsprechenden Querverweis zur Hexenverfolgung in Europa schlägt er auf, vertröstet aber die Leute auf das zweite Buch (das nie folgte, da er vorher an einem Herzinfarkt verstarb). Und in jenem zweiten Buch wollte er beschreiben, wie weit und wie lange schon Intelligenz bei unserer Spezies gegängelt und klein gehalten wird. [Nicht nur aus machtpolitischen Gründen, sondern weit darüber hinaus gehend.]


    Dies nur als kleine Hilfe bei diesem Thema.


    Ach ja,
    das Buch heißt übrigens: Schöpfung auf Raten
    und ist sehr empfehlenswert für diejenigen, die wirklich wissen wollen, was hinter der Intelligenz und unserer Artenentwicklung steckt.


    MfG


    [Beschwerden bitte per PN am mich persönlich, da ich in diesem Thread nicht mehr darauf eingehe.]


  • :mrgreen:


    genial ^^


    ich finde durch deinen post hast du mehr Intelligenz und Eloquenz gezeigt als viele andere hier.


    allgemein finde ich den thread eher kontrovers.... wenn ihr versteht was ich meine ....