Sonnenscheibe

  • In der Nähe von Halle, in Goseck, wurde eine der ältesten Sternwarten Europas (neben Stonehenge) entdeckt.
    "Anlass zu dieser Feststellung liefert den Archäologen die nun erforschte Sternwarte von Goseck, eine Art mitteleuropäisches Stonehenge. Dort standen inmitten einer Grabenanlage von 75 Meter Durchmesser zwei kreisförmige Holzpalisaden. An drei Stellen öffnete sich der Ring zu einem Tor. Es waren Tore zur Sonne. Am 21. Dezember, am Tag der Wintersonnenwende, war vom Zentrum dieser Anlage aus ein besonderes Sonnenspiel zu sehen. Beim Aufgang strahlte die Sonne mitten durch das östliche Tor, beim Untergang wiederum schien sie geradewegs durch das West-Tor. Die sensationelle Ausrichtung belegt: Schon um 5 000 vor Christus haben die Menschen in Mitteleuropa sich Fixpunkte am Firmament gesucht, um Jahreszyklen zu bestimmen. Das wurde den urzeitlichen Bauern bislang kaum zugetraut"
    Quelle: www.berlinonline.de/berliner-zei ... htes/0026/


    Vor etwa 4 Jahren haben aber Grabräuber eine sog. "Sonnenscheibe" gefunden - die mit diesem Observatorium in Zusammenhang gebracht wird.
    Hier ein Foto davon:
    www.theiss.de/AiD/2002/3/04_01a.jpg


    Was meint Ihr dazu? Sternen-Observatorien in Mitteleuropa vor 7000 Jahren - wenn ja wozu das Ganze?
    Und mich persönlich würde ja noch viel mehr interessieren wieso solch ein Wissen einfach so verschwindet. Gibts in der menschlichen Evolution immer wieder mal Zeiten wo die Menschheit "neu" anfängt mit ihrem Wissen?


    lg Liloo

  • Natürlich gibt es imemr wieder Perioden in denen der Mensch neu anfangen muss. Wenn z.B. wirklich so viel Wissen in der Bibliothek von Alexandria war, wie heute angenommen wird. Dann hat uns die Verbrennung dieser Bibliothek um 1000 oder mehr Jahre zurück geworfen. Man muss nur mal überlegen welche Erfindung in den letzten Jahrhunderten neu endeckt werden mussten weil man keine Zugriff auf das Wissen vergangener Kulturen hatte.


  • na mal sehen was dabei wohl rauskommt :shock:


    ups ... jetzt hab ich gefunden was dabei rausgekommen ist:


    Zitat

    Für die Archäologen ist die 3600 Jahre alte «Himmelsscheibe von Nebra» zweifelsfrei echt. Das bestätigten der Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte, Wilfried Menghin, und der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, Harald Meller, im Berufungsprozess vor dem Landgericht Halle.


    Meller sagte, man könne nach den jetzigen zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen und Gutachten eine Fälschung nahezu ausschließen. «Es besteht auf Grund der Zusammensetzung des gesamten Fundes kein Zweifel an der Originalität», bestätigte auch Menghin.


    Dagegen zweifelt die Verteidigung der beiden in erster Instanz verurteilten Hehler nach wie vor die Echtheit des Fundes an, zumal es aus ihrer Sicht kein richtiges wissenschaftliches Gutachten zur Scheibe gibt.


    na bitte - aber gezweifelt wird immer noch fleißig..... :wink:

  • auch E.v.D hat etwas dazu zu sagen :wink: :


    Erich von Däniken deutet Sternenscheibe von Nebra

    Halle/MZ. Der Schweizer Publizist und Hobby-Archäologe Erich von Däniken wertet die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra als Indiz für die Gültigkeit seiner Theorie der Prä-Astronautik, die behauptet, dass Außerirdische vor Jahrtausenden die Erde besucht hätten. Im MZ-Gespräch deutet der 69-jährige Bestseller-Autor ("Erinnerungen an die Zukunft") das auf der Scheibe dargestellte Schiff als Abbildung eines Flugobjektes. Mit dem Hobby-Archäologen, der am Donnerstag in Halle auftritt, sprach unser Redakteur Christian Eger.


    Herr von Däniken, hat Sie der Fund von Nebra überrascht?


    Verblüfft hat mich vor allem, dass man so etwas sozusagen im alten Germanien gefunden hat. Gemeinhin gilt ja die Vorstellung, dass dieses Land eine von Sümpfen und Wäldern überzogene Region gewesen sei, die nur von Jägern und Beerensuchern besiedelt war. Und nun stellt man fest, dass die Germanen bereits den Himmel und die Plejaden beobachtet haben.


    Soll dieser Fund unseren Blick auf die Vorzeit verändern?


    Nicht sehr, obwohl die Scheibe noch älter datiert wird als die Pyramiden der Ägypter. Aber weltweit haben Menschen Himmelsbeobachtungen betrieben, haben seltsame Sachen gesehen und versucht, diese in Stein zu hauen oder auf Felswände zu kritzeln.


    Die Himmelsscheibe zeigt unter anderem einen Voll- und Sichelmond, ein Schiff und die Sterne. Was soll uns das bedeuten?


    Jedenfalls nicht das, was uns die Wissenschaft weismachen will: Dass da ein Schiff zu sehen ist, weil die alten Germanen sich vorgestellt hätten, dass so ein Boot unter dem Horizont durchlaufe und dann am Morgen, also im Osten, wieder aufgeht. Diese Erklärung ist bereits für die Ägypter im Umlauf - das ist doch ein Hohn! Die Alten waren nicht blöd! Sie glaubten nicht, dass ein Schiff durchs Dunkel läuft, um im Osten wieder aufzutauchen. Das ist unsere Vorstellung! Wir interpretieren das so!


    Was sahen die Alten?


    Ich sehe das ganz praktisch: Die meinten, tatsächlich ein Schiff am Himmel zu sehen.


    Aha. (Schweigen)


    Ja, irgendetwas bewegte sich dort oben, und das haben die eingezeichnet. Und nicht irgendeinen Blödsinn. Das kommt alles aus der Psychologie! Keiner wagt sich mehr zu sagen, was er sieht.


    Also die Alten haben ein Schiff am Himmel gesehen...


    Selbstverständlich.


    ...quasi ein Raumschiff.


    Das weiß ich nicht. Aber irgendetwas, was sich dort oben am Himmel bewegt hat. Und das haben sie mit einem Schiff assoziiert.


    Passt der Fund in Ihre Arbeit?


    Ganz wunderbar. Da haben Menschen etwas gesehen, das sich am Himmel bewegt hat. Und ich vermute, diese Menschen hatten auch Kontakt mit irgendwem da draußen. Nur unsere verschämte moderne Betrachtungsweise lässt das nicht zu, weil wir ja immer mit beiden Beinen auf dem Boden stehen müssen, dem so genannten Zeitgeist unterworfen.


    Vom 15. Oktober an wird die Himmelsscheibe in Halle gezeigt. Werden Sie sich die Schau ansehen?


    Mit Vergnügen, wenn es mein Zeitplan gestattet.


    quelle: www.mz-web.de

  • Zu der Himmelsscheibe muss man noch sagen , dass sie auf den astronomischen Himmelsbeobachtungen der Mesopotamier beruht , die dieses Wissen über Handelsbeziehungen und Völkerwanderungen bis an die Lössgrenze (Grenze der fruchtbaren für den frühen Ackerbau geeigneten böden ) brachten , und diese Scheibe wurde mehrere Male im laufe der zeit überarbeitet ..so besaß dei "Urscheibe" noch kein Himmelschiff , oder religiöse Inhalte , dieses wurden erst in Zusammenhang mit einem Kulturwechsel aufgebarcht (Völkervermischung? wurde die Scheibe zur Beute bei eibnem Raubzug?) und wurde auch unterschiedlich verwendet , da die späteren Besitzer diese Scheibe für andere Zwecke einsetzten als die Urheber


    www.pm-magazin.de/de/nurinternet ... _id420.htm



    Tja , und was da EvD wieder von sich gibt ?!:( ich dachte , er wäre etwas reifer geworden ...aber wahrscheinlich ist er wirklich der Manie seiner Überzeugung verfallen , und verliert jeden Realitätsbezug :(

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Neue Untersuchungen an der Himmelsscheibe von Nebra


    Halle - Mit aufwendiger Röntgentechnik ist die 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra erneut auf verborgene Stellen im Innern untersucht worden.


    "Es kam ein Verfahren zum Einsatz, an das bei der Sicherstellung der Scheibe vor fünf Jahren noch nicht zu denken war", sagt Sachen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller.


    "Viele Rätsel können erst mit der Entwicklung der Technik gelüftet werden."


    Zuletzt wurde der einzigartige archäologische Schatz vor zwei Jahren durchleuchtet.
    Unter strenger Geheimhaltung und Bewachung war die Himmelsscheibe vor wenigen Tagen in die Forschungsabteilung der Nemak Europe GmbH in Wernigerode gebracht worden.
    Das Unternehmen ist Kooperationspartner des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle und forscht an hochleistungsfähigen und leichten Motoren aus Aluminium.


    "Innerhalb von 24 Stunden wurde die Scheibe mit Hilfe eines industriellen Computertomographen virtuell zerlegt", erläutert der Leiter des Mess- und Prüfbereiches, Dirk Fiedler.


    "Wir haben tausende von Einzelbildern aus dem Inneren der Scheibe gewonnen, die Auswertung der riesigen Datenmenge wird Jahre dauern", sagt der Fachmann.


    "Eine Überraschung war, dass jede einzelne Goldauflage auf der Scheibe eine andere Schichtdicke besitzt", sagt der Chefrestaurator des Landesmuseums, Christian-Heinrich Wunderlich.


    "Außerdem zeigen die aktuellen Aufnahmen viel mehr Korrossionsspuren als bisher, was natürlich nochmals die Echtheit der Scheibe beweist."


    Mit Hilfe des umfangreichen Bildmaterials setzen die Wissenschaftler jetzt einen einzigartigen Film zusammen.


    "Das wird eine dreidimensionale Fahrt durch die Bronzescheibe, bei der wir zerstörungsfrei das Innenleben erforschen können", sagt Wunderlich.


    Dazu gehört auch die genaue Auflistung aller Bearbeitungsspuren.
    Bisher wussten die Forscher nur, dass die Scheibe gegossen und dann geschmiedet wurde.


    "Jetzt sehen wir den tatsächlichen Bearbeitungsaufwand.
    Die bronzezeitlichen Handwerker besaßen viel mehr Wissen in der Metallverarbeitung als wir bislang angenommen haben", sagt Wunderlich.


    Die Himmelsscheibe ist die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt.
    Sie ist rund zwei Kilogramm schwer und im Durchmesser 32 Zentimeter groß.
    Die Goldauflagen zeigen ein Schiff, Sonne, Mond, Sterne und als Ansammlung von sieben Goldpunkten den Sternenhaufen der Plejaden.
    Außerdem sind am Rand der Scheibe zwei Bögen, so genannte Horizontbögen, zu sehen.


    Zwei bereits verurteilte Raubgräber hatten die Scheibe zusammen mit anderen Bronzestücken 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra (Burgenlandkreis) in Sachsen-Anhalt entdeckt.
    Die Polizei konnte den Schatz im Februar 2002 bei einer fingierten Verkaufsaktion in der Schweiz sicherstellen.


    Quelle: [url=http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/mensch/geschichte/4377654-Neue-Untersuchungen-an-der-Himmelsscheibe-von-Nebra,cc=000007091900043776541tG83k.html]Klick[/url]



    Hier noch ein paar interessante Links:


    - Klick - 1 -


    - [url=http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/mensch/geschichte/4125448-Erlebniszentrum-Arche-Nebra-mit-der-Himmelsscheibe,f=mbm0.html]Klick - 2[/url] -



    Ein wirklich interessantes Teil.



    Gruß, Phobo. ;)