Physik und ihr Theorien

  • oh man ich weiß nicht warum ich mir das antue, aber irgendwie stoß ich immer wieder drauf, also:
    ich meine, bzw hab ichs so verstanden, dass es folgende theorien der physik gibt:


    -Quantenphysik
    -mechanische Physik
    -ralativitäts Theorie
    (das wars schon?)


    naja, so und nu möchte ich alles erklärt haben *grins*
    nicht geteilgetreu, nur eine einfache zusammenfassung wie zb
    quantenphsik
    teilchen und atome die ....
    mechanische pysik
    wiederlegt die quantenphsik indem...?
    relativitäts theorie
    erklärt ... ?


    also meines wissens nach sollte licht da eine wichtige rolle spielen - von wegen lichgeschwindigkeit. ist man schneller als das licht bleibt die zeit stehn/kehrt man in der zeit zurück?


    oh gott ist das alles kompliziert :shock:
    sind denn alle theorien wiederlegt worden?

  • Hallo!


    Quantenphysik:
    Beschäftigt sich auf Grund der 'Quantentheorie' mit dem Verhalten von atomaren und subatomaren Systemen (diese Systeme werden zwar oft als 'Teilchen' bezeichnet. - Dies ist jedoch falsch, - da sich auf dieser Ebenen Materie eher als 'System' verhält (Stichwort: spukhafte Fernwirkung), das sich manchmal als "Teilchen" zeigt. Leider kommt dies in der allgemeinen Literatur darüber sehr wenig zum Ausdruck und führt daher zu vielfälttigen Mißverständnissen)


    mechanische Physik:
    Teilgebiet der Physik, die sich mit mechanischen Wechselwirkungen von Materie beschäftigt (im Vergleich zur Quantenphysik äußerst ungenau und daher nur für den "Alltag" brauchbar. Was aber nichts anderes heißt, das wir vorwiegend ("klassich") "mechanisch physikalsich denken"


    Relativitätstheorie:
    Befasst sich mit der Struktur von Raum und Zeit (und Gravitation) - Also das Verhalten von Materie "Im Großen".


    QT und RT sind die Grundpfeiler der modernen Physik. Sind die am Besten bestätigten Theorien, die sich Menschen jemals ausgedacht haben. Da es jedoch (noch) Widersprüche zwischen QT und RT gibt, ist man noch auf der Suche nach einer "TOE" (= Theorie Of Everything)


    V.a. die Quantenpohysik stellt enorme Herausforderungen für unser "Alltagsdenken" dar. Sie bietet jedoch im Gengenzug ein sehr tiefes Verständnis darüber, wie die Welt aufgebaut sein könnte.


    Hier habe ich mal ein paar Stichpunkte darüber zusammengefasst. Vielleicht magst Du es, etwas "um die Ecke zu denken"


    home2.vr-web.de/~gandalf/Quanten/VWT2.htm



    Viele Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

  • ja im grunde hats gandalf schon gesagt. vielleicht noch mal mit meinen worten:


    klassische Physik/Mechanik für alle typischen Gesetze die wir kennen.


    quantenphysik spielt in der optik und bei sehr kleinen (sehr sehr sehr sehr kleinen) dingen eine rolle und brauch otto normal bürger eigentlich nicht zu interessieren, weil man quantenphysik eigentlich nicht verstehen kann. dafür ist die quantenphysik zu verrückt.


    die spezielle relativitätstheorie erweitert die klassische theorie für den spezialfall, dass etwas beinahe so schnell wird wie licht.
    die eigenzeit vergeht dann langsamer;
    wenn man die lichtgeschwindigkeit erreicht bleibt auch die zeit stehen, also nur für sich selbst.
    die masse nimmt zu und
    für geschwindigkeiten gegen die lichtgeschwindigkeit bekommt man eine unendliche masse.
    deswegen ist es auch unmöglich, die lichtgeschwindigkeit zu erreichen. man bräuchte unendlich viel energie zum beschleunigen...
    von schneller als licht brauchen wir bei positiver masse denke ich gar nicht reden. und was anderes (tachyonen) ist bislang nur mathematische lösung und theorie...


    die allgemeine relativitätstheorie befasst sich mit den wirklich großen dingen mit großen massen, wie die sonne und die dadurch besondere bahn des merkurs und den einfluss von massen auf den raum selbst.


    beweise? naja die theorien sind alle dazu in der lage aussagen über die natur zu treffen die ohne sie nicht erklärbar wären.


    ist es bewiesen das es uns und diese realität überhaupt gibt, oder das es nicht nur eine scheinrealität unseres geistes ist?
    naja gut, aber das ist philisophie....

  • erstmal danke für die antworten =)


    hmmm, klingt alles, wie ich schon ahnte, ziemlich kompliziert...


    aber wenn ich dass jetzt richtig sehe is die mechanische physik nur ein "überbegriff" die im alltag verwendet wird und die quantenphysik zerlegt die mechanische dann nochmal ins kleinste detail?

  • Zitat

    aber wenn ich dass jetzt richtig sehe is die mechanische physik nur ein "überbegriff" die im alltag verwendet wird und die quantenphysik zerlegt die mechanische dann nochmal ins kleinste detail?


    mechanische physik beschreibt mechanische dinge ja. die klassische physik beschreibt alle phänomene aus dem alltag.


    mit der quantentheorie kannst du auch all diese phänomene beschreiben, wird aber viel zu kompliziert. deswegen untersucht man nur die wirklich kleinen dinge.


    man nutzt auch keine wellenoptik oder sogar quantenoptik um einen strahlengang zu beschreiben, sondern ganz simple strahlenoptik.

  • Hallo!

    Zitat

    mit der quantentheorie kannst du auch all diese phänomene beschreiben, wird aber viel zu kompliziert. deswegen untersucht man nur die wirklich kleinen dinge.


    ... das ist so falsch, wie es falscher nicht sein kann.


    Zitat

    aber wenn ich dass jetzt richtig sehe is die mechanische physik nur ein "überbegriff" die im alltag verwendet wird und die quantenphysik zerlegt die mechanische dann nochmal ins kleinste detail?


    Nein - das ist genau der 'Kardinalfehler' den die meisten machen: Sie überziehen die QT mit (ihren eigenen) Erfahrungen aus der klassischen Physik. (und stehen dann mit "offenem Mund" vor der "unverstehbaren komplizeireten QT" - welch eine Ironie!)


    Beispiele:
    Quantensysteme können durchaus (weit) größer sein, als die Teile die sie zusammensetzen. (z.B. ein Atom) Sie bleiben über weitaus größere räumliche Entfernungen verbunden, als die größten klassisch physikalsichen Gebilde, die wir "als Teile der Wirklichkeit definiert" haben.


    Quantensysteme sind immer Ganzheiten, während die klassische Physik "Teilchen" untersucht. So lässt sich z.B. ein und das gleiche Quantensystem einmal als Photonenpaar darstellen und ein andermal als Elektron.


    Und ein weiterer ganz großer Trugschluss: Das energetische Kausalprinzip auf dem die klassische Wissenschaft baut, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als 'Denkfehler' (wie man es z.B. mit dem EPR-Experiment belegen kann)


    Viele Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

  • :shock: naja, man lernt wohl nie aus!


    ich dachte mit quantentheorie kann man auch alle klassischen phänomene erklären.


    zumindest dachte ich immer, dass das unser prof speziell in quantenoptik erzählt hat...


    :cry:

  • Was heißt schon "Verstehen"?
    Um die komplexen Gedankengebäude und Methoden der Quantenphysik zu verstehen, wirst du nicht umhin kommen, dich intensivst mit Mathematik zu befassen.
    Nur Mathematik ist die geeignete Sprache umd diese Dinge hinlänglich zu beschrieiben. Zwar können mit Modellen und simplifizierten Darstellungen bestimtme Einzelaspekte ein wenig allgemeinverständlich annähernd ausgedrückt werden, doch zum Verständnis benötgist du Mathematik.
    Der Kardinalfehler der insbesondere von Vertretern der Esoterikszene gerne begangen wird, ist, populärwissenschaftliche modellhafte und vereinfachte Erklärungen der Quantenphysik als "die" Quantenphysik zu verstehen. Weshalb Physiker und mathematisch besser Informierte angesichts dieser oft wirren und willkürlichen Scheinerklärungen meist nur müde lächeln und so etwas pauschal als "Quatsch" abtun, weil das eben vollkommendanben ist.


    Also, wenn dich die Quantenphysik interessiert, dann befasse dich mit Mathematik.
    Hier meine Literaturempfehlung zum Thema: Stephen Gasiorowicz, "Quantenphysik", gibt es zB bei amazon.de

  • Hallo!


    Zitat

    ich dachte mit quantentheorie kann man auch alle klassischen phänomene erklären.


    kann man defintiv nicht, da es sich hier um "Emergenzen" handelt, die nicht aus den Eigenchaften ihrer Teile herleiten lassen


    de.wikipedia.org/wiki/Emergenz


    Zitat

    Um die komplexen Gedankengebäude und Methoden der Quantenphysik zu verstehen, wirst du nicht umhin kommen, dich intensivst mit Mathematik zu befassen.


    Lass die Mathematik mal aus dem Spiel. Man kann sie ganz gut auch ohne Mathematik (wesentlich besser) verstehen. Mathematik verwirrt nicht nur Laien, sondern auch sehr viele Wissenschafter. Sie geben sich dann "Instrumentalistisch" und faseln nur noch von "zusammenbrechenden Wellenfunktionen", die sie dann mit der Wirklichkeit verwechseln, ohne diese jemals erklären zu können-


    Wenn ich ein Bild beschreiben will, dann beschreibe ich es ja auch nicht mit Maßangaben über den Rahmen, Anzahl der Pixel und spektrometischen Analysen. Lasst Euch nichts anderes erzählen!


    Ich kann an dieser Stelle nur nochmal anbieten,was ich selbst (an "bildhaftem") zusammengetragen habe.
    z.B. hier: home2.vr-web.de/~gandalf/Quanten/VWT2.htm


    Viele Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

  • Zur Emergenz, das Beispiel mit den Druck und Temperatur:
    Man kann aber trotzdem aus mehreren Teilen Statisken machen und kann so Druck und Temperatur berechnen oder herleiten. Man muss es halt erstmal definieren und es wird auch mit Hilfe der Teilchen definiert.
    Wollte das nur mal erwähnen, nicht das man denkt man kann mit der Quantemechanik solche Sachen nicht erklären.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Gandalf1 :
    so nett und gut gemeint deine Webseite, für die du hier (übrigens an falscher Stelle, denn dafür gibt es einen eigenen Werbebereich hier im Forum) Werbung machst, so weist sie doch erhebliche und bedenkliche Schwächen auf, die darauf hindeuten, dass du die mathematischen Grundlagen der Quantenphysik nicht wirklich verstehst oder aber aus irgendwelchen Gründen nicht beachtest.
    So erwähnst du etwa (wie es häufig bei esoterisch beeinflussten Menschen in Zusammenhang mit Quantenphysik der Fall ist) den so genannten "Quanten-Zeno-Effekt". Dabei behauptest du, dieser Effekt sei eine Tatsache. Dies ist jedoch so nicht der Fall. Quantenmechanische Messprozesse sind für Laien oft problematisch.

    Zitat

    Der wesentlichste Grund dafür, dass dieses Paradoxon überhaupt als solches erscheint und dass die Diskussion häufig nicht präzise ist, liegt darin, dass das Konzept einer quantenmechanischen Messung nicht genau definiert ist. Die meisten "Messungen", die im Labor durchgeführt werden, führen nicht zu einer Reduktion des Wellenpaketes, sondern werden so durchgeführt, dass das System möglichst wenig gestört
    wird. Das Projektionspostulat geht letztlich auf Experimente von der Art des Stern-Gerlach Versuchs zurück, welche für die Entwicklung der Quantenmechanik sehr wichtig waren, welche aber keineswegs den Laboralltag repräsentieren.
    Als Gegenbeispiele können z.B. die magnetische Resonanz dienen, bei denen kontinuierlich eine Komponente des Kernspins beobachtet wird, wobei die zeitliche Entwicklung exakt nach der Schrödingergleichung verläuft, ohne dass es zu einem Zeno Effekt kommt.

    => e3.physik.uni-dortmund.de/~suter ... sungen.pdf
    Beim Quanten-Zeno-Effekt reden wir also von einem Gedankenexperiment, es stellt erneut eher bestimmte Funktionsweisen unseres Denkens dar, weniger die physikalische Realität.

  • Zitat

    Zur Emergenz, das Beispiel mit den Druck und Temperatur:
    Man kann aber trotzdem aus mehreren Teilen Statisken machen und kann so Druck und Temperatur berechnen oder herleiten. Man muss es halt erstmal definieren und es wird auch mit Hilfe der Teilchen definiert.
    Wollte das nur mal erwähnen, nicht das man denkt man kann mit der Quantemechanik solche Sachen nicht erklären.


    jetzt versteh ich glaube ich was gandalf mir sagen will. mir ist schon klar, dass man im makroskopischen letztlich durch die quantentheorie nur wahrscheinlichkeiten berechnen kann, aber das beispiel mit der temperatur ist gut.


    mir ist schon klar, dass man nicht mit der quantentheorie nicht sagen kann, der und der stoff hat die temperatur, sondern zu 99,98% die temperatur, zu 0,01 % die temperatur+1 , ... etc., allerdings ist dann vielmehr die definition "feste temperatur" falsch. die temperatur ist nun mal eine beschreibung für die durchschnittliche kinetische energie eines körpers. in dem fall ist es doch egal, wie die atome sich verhalten, weil sich alles im großen und ganzen rausmittelt, sodass die unterschiede zwischen der beschreibung durch quantentheorie und klassischer theorie praktisch von keiner bedeutung sind.

  • Hallo!

    Zitat

    ... die darauf hindeuten, dass du die mathematischen Grundlagen der Quantenphysik nicht wirklich verstehst oder aber aus irgendwelchen Gründen nicht beachtest.


    Was haben mathematische Grundlagen mit dem "verstehen" der QT zu tun? Es gibt viel mehr mathematische Formeln als wissenschaftliche Theorien. Mathematische Formeln folgen aus erklärenden Theorien - und nicht umgekehrt. Das ist seit Galileo Galilei so und wird nur manchmal von Instrumentalisten vergessen, die jedoch gar nicht den Anspruch erheben überhaupt etwas erklären zu wollen. Wer anderes behauptet, zeigt das er von wissenschaflticher Erkenntnistheorie keine Ahnung hat (um dies analog Deinen Worten zu formulieren)


    Zitat

    Quantenmechanische Messprozesse sind für Laien oft problematisch.


    Du bist also kein Laie? Wieso behauptest Du dann diesen Schwachfug:


    Zitat

    Beim Quanten-Zeno-Effekt reden wir also von einem Gedankenexperiment, es stellt erneut eher bestimmte Funktionsweisen unseres Denkens dar, weniger die physikalische Realität.


    de.wikipedia.org/wiki/Quanten-Zeno-Effekt
    Der Quanten-Zeno-Effekt wurde von mehreren Gruppen weltweit mithilfe von Methoden der Lasertechnik und Atomphysik experimentell bestätigt (Quellangaben im Text, übrigens die gleichen, die in Deinem link erwähnt werden)


    Was hat das mit der "Funtkionsweise des Denkens" zu tun? Selbst in dem von Dir verlinkten Text ist nicht in einer Silbe davon die Rede, sondern nur darüber, das "dass Konzept einer quantenmechanischen Messung nicht genau definiert ist" und "
    So what?
    Da es sich bei der QT um keine lokal-realistische Theorie handelt, kann "der Messende" niemals vom "zu Messenden" getrennt betrachtet werden und es wird hier zwangsläufig zu selbstbezüglichen Definitionen kommen! Auch der weiter im Text geschilderte Einwand (mit dem vielsagendem Zitat: "Ohne das Paradoxon hier wirklich auflösen zu wollen"), dass eine kontinuierliche Messung in der Schrödingergleichung ihren Niederschlag finden müsste, geht in's Leere. Es bricht ja nicht die Schrödingergleichung zusammen (wie gerne geschwafelt wird), sondern der physikalische Messvorgang führt zu einem irreversiblen Ergebnis. Viele Messvorgänge führen wiederum zu einer 'Verteilung', die man zu einer Gleichung zusammenfassen kann


    Im übrigen wüsste ich gern um die "bedenklichen Schwächen" meiner website, wenn es um die QT geht, da ich selbstverständlich von einem "Profi" dazulernen möchte. (Aber etwas Substanzielleres als das bisher gezeigte sollte dann schon kommen)



    Realist2

    Zitat

    jetzt versteh ich glaube ich was gandalf mir sagen will. mir ist schon klar, dass man im makroskopischen letztlich durch die quantentheorie nur wahrscheinlichkeiten berechnen kann, aber das beispiel mit der temperatur ist gut.


    Leider 2 x nein
    a) Die Quantentheorie ist defintiv keine Wahrscheinlichkeitstheorie. (Welche mit "Zufäälen" zu tun hat) Quantenphänomene erschweinen zwar (echt) "zufällig" (nicht determiniert). Sind es aber nicht. (Sonst könnte ein Quantencomputer niemals brauchbare Berechnungen anstellen) Sie sind nur "unvorhersagbar" in dem Sinn, das wir prinzipiell niemals den Rechenweg (=Beweisvorgang) eines QC nachvollziehen können. Quantentheorie hat absolut nichts mit 'messtechnischer Unschärfe' zu tun, die im mikroskopischen Bereich auftreten kann, wenn wir z.B. Maschinen bauen oder zum Mond fliegen wollen (und den "wahrscheinlichen Landeplatz" einer Sonde ermitteln wollen)



    b) Das Beispiel mit der Temperatur ist 'schlecht'. Da es sich hier 'nicht' um ein Emergenzphänomen handelt, sondern um einen Begriff, der Molekularbewegungen zusammenfasst. Die Temperatur eines Stoffes ist unmittelbar auf die Eigenschaften seiner Teile zurückzuführen.
    - Das ist aber das genaue Gegenteil wie Emergenz definiert ist:


    Mit Emergenz wird die Fähigkeit von Systemen beschrieben, strukturelle Komplexität aufzubauen. Emergente Ordnungen bezeichnen also Phänomene, die nicht allein auf die Eigenschaften ihrer Elemente zurückzuführen sind, sondern ein "Darüber hinaus" erkennen lassen.


    Ein gutes Beispiel für Emergenz wäre: Die Gesetze der Biologie (z.B. Vererbung) lassen sich nicht auf die Gesetze der Physik zurückführen (obwohl sie innerhalb der Gesetze der Physik gültig sind)



    Viele Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

  • Zitat

    Ein gutes Beispiel für Emergenz wäre: Die Gesetze der Biologie (z.B. Vererbung) lassen sich nicht auf die Gesetze der Physik zurückführen (obwohl sie innerhalb der Gesetze der Physik gültig sind)


    Es ging aber um die klassische Mechanik und nicht um Biologie und ich bin sicher, dass man mit genügend Anlauf (einen gigantischen Anlauf) auch die Biologie anhand der QM erklären könnte (zumindest theoretisch). Also wäre es schön wenn du ein Beispiel aus der klassischen Mechanik bringen könntest.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Zitat

    Was haben mathematische Grundlagen mit dem "verstehen" der QT zu tun?


    Diese Frage beantworte ich dir gerne: ALLES!
    Ohne Mathematik ist Quantentheorie nicht verstehbar.
    Man kann sich zwar in die populärwissenschaftlichen Erklärbücher einlesen und eine gewisse Ahnung von den Dingen bekommen, aber Verständnis der QT ist nur auf mathematischer Basis möglich.
    Auch wenn dir das nicht gefallen wird.


    Bitte verzeihe mir, dass ich auf die weitschweifigen, hauptsächlich emotional formulierten Behauptungen deines recht aggressiven und wenig sachlichen Beitrages nicht weiter eingehen werde, denn dazu haben deine Ausführungen einfach zu wenig reale Substanz.
    Das ist eher der übliche Kram den Leute schreiben, die zwar gerne viele Worte machen aber es vermeiden, mal die notwendigen Grundlagen der Physik, nämlich Mathematik, zu erlernen. Was kein Verbrechen ist, aber eben - substanzlos.

  • HI!


    Zitat

    Also wäre es schön wenn du ein Beispiel aus der klassischen Mechanik bringen könntest.


    Das dürfte schwer bis unmöglich sein. Definiert sich doch die klassische Mechanik selbst als mechanistisch/reduktionisch (Stichwort: Uhrwerk Universum, Laplace'scher Dämon; - was der Definition von Emergenz selbst widerspricht) - Während es wir bei Quantenystemen prinzipiell mit "Ganzheiten" (Systemen) zu tun haben, die sich zwar manchmal als "Teile" darstellen, sich aber nciht als solche begreifen lassen.


    Ein (kostruiertes) Beispiel wäre wohl, wenn ein mechanischer Roboter "Bewusstsein" (=Wissen über das was man weis, und das man das weis) erlangen würde. Was sich aber von selbst verbietet, da klassisch physikalische Zusammenhänge aus beweistheoretischen Gründen (Gödels Unvollständigkeitssatz) niemals vollständiges Wissen über sich selbst erlangen können.


    Allerdings wird (und das war mir so nicht bewusst) bei Wikipedia zwischen "schwacher und starker Emergenz" unterschieden
    de.wikipedia.org/wiki/Emergenz


    Demnach wäre z.B. Radiomusik ein ("schwaches") Emegenzphänomen eines Radios (aber dann nur für einen Urwaldbewohner, der ein Radio nicht kennt)
    Von dieser Definition halte ich jedoch nicht viel.


    Viele Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

  • Zitat

    a) Die Quantentheorie ist defintiv keine Wahrscheinlichkeitstheorie. (Welche mit "Zufäälen" zu tun hat) Quantenphänomene erschweinen zwar (echt) "zufällig" (nicht determiniert).


    Zitat


    Sind es aber nicht. (Sonst könnte ein Quantencomputer niemals brauchbare Berechnungen anstellen) Sie sind nur "unvorhersagbar" in dem Sinn, das wir prinzipiell niemals den Rechenweg (=Beweisvorgang) eines QC nachvollziehen können.


    bist du dir da sicher?
    du gehst hier von bohmscher mechanik aus, oder?
    aber das ist doch nur eine interpretation!

    Zitat


    Quantentheorie hat absolut nichts mit 'messtechnischer Unschärfe' zu tun...


    hab ich das behauptet?
    aber doch, aber nur indirekt als folge und nicht als ursache!

  • Hallo!

    Zitat

    Bitte verzeihe mir, dass ich auf die weitschweifigen, hauptsächlich emotional formulierten Behauptungen


    Ich verzeihe gar nichts und bestehe auf die Belegung von Behauptungen


    'Du' hast behauptet: Beim Quanten-Zeno-Effekt werden "Funktionsweisen des Denkens" dargestellt .. Da Du lieber eine 'Show' bevorzugst' und Nebelkerzen wirfst (man braucht ja nur nachlesen) , gehe ich davon aus, dass Du das nicht kannst.
    - entsprechend der üblich pseudowissenschaftliche Wichtigtuerei halt, die mit Halbwahrheiten arbeitet.


    Aber überprüfen wir das anhand der 2. Behauptung:

    Zitat

    Ohne Mathematik ist Quantentheorie nicht verstehbar.


    Bitte lege 'mathematisch' dar, wie die Wellenfunktion 'zusammenbricht' (und einen einzige Wirklichkeit entsteht)


    Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

  • Hallo!
    Realist2

    Zitat


    Sind es aber nicht. (Sonst könnte ein Quantencomputer niemals brauchbare Berechnungen anstellen) Sie sind nur "unvorhersagbar" in dem Sinn, das wir prinzipiell niemals den Rechenweg (=Beweisvorgang) eines QC nachvollziehen können.


    bist du dir da sicher?
    du gehst hier von bohmscher mechanik aus, oder?
    aber das ist doch nur eine interpretation!


    a) ich bin mir sicher: Nicht weil ich das meine, sondern weil es nachprüfbare physikalische Grenzen für die 'Berechenbarkeit' in unserem Universum gibt. Diese gelten grundsätzlich für jede Turingmaschine:
    - Zeit (wir haben nicht unendlich viel: "Das Halteproblem")
    - Geschwindgkeit (max "c")
    - Speicherplatz (begrenzte Materie im Universum)


    Für eine QC sieht es etwas anders aus. ( www.tecchannel.de/test_technik/news/1739286/ )
    Obwohl er im Prinzip die gleichen Berechungen anstellt, rechnet er z.B. bereits bei 1.024 qubit 'gleichzeitig' mit mehr Zahlen, als es Atome im Universum gibt(!) Da aber Berechungen stets physikalische 'hardware' benötigen, kann man darin ebenfalls einen zwingenden Beleg sehen, dass die Berechnung nur in 'parallelen Welten' erfolgt sein kann.dwave.wordpress.com/2006/12/20/d ... scientist/


    b) nein - nicht bohmsche Mechanik, sondern nach der Viele-Welten-Interpretation der QT


    c) Es gibt Interpretatinen der QT( VWI, "verborgene Variablen", bohmsche Mechanik, Kopenhagener Detuung, etc.),, - und es gibt 'Nicht-interpretationen' - von Instrumentalisten bevorzugt, die meinen man könne die Welt "mathematisch erklären". Aber da dies bereits Galileo Galilei ausdrücklich als Armutszeugnis abgelehnt hat (seine 'Berechnugnen' der Planetenbahnen nach dem heliozentrischen Weltbild waren ungenauer als die nach dem Ptolemaischen und er hätte aufgrund dieser Mathematik beim alten Weltbild beleiben können), sollten auch wir uns nicht davor scheuen 'Erklärungen einzufordern' und "Wissen_zu_schaffen"


    Die VWT ist somit eine 'erklärende Interpretation der QT'


    Viele Grüße

    Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)