Schwarz, weiss, bunt..

  • Schwarz, weiss, bunt..


    Jeder hat schonmal davon gehört oder gelesen: schwarze oder weisse Magie. Doch was ist das, gibt es das wirklich? Oder haben wir hier wieder mal eins der weit verbreiteten Vorurteile der Magie gefunden?


    Betrachten wir mal die Definitionen, die man so zu diesem Thema findet..


    Weisse Magie:
    Alles was gut ist und/oder zum wohle anderer geschieht
    Schwarze Magie:
    Böses, alles was schadet oder aus egoistischen Motiven geschieht


    Nun, sehen wir uns das doch mal genau an. Was ist denn gut, und was böse? Wer legt das fest? Was ist, wenn jemand böses tut, um gutes zu bewirken oder umgekehrt?
    Man merkt schnell, da steckt nicht viel dahinter. Warum sind wohl die, die diese absurden Grundsätze aufstellen, jedes mal die Guten? ;)


    Die Magie ist neutral, ein Mittel sich selbst weiter zu entwickeln. Wie diese Entwicklung im einzelnen abläuft ist genau so individuell wie der Mensch selbst. Zeigt mir einen Menschen der nur gut, oder nur schlecht ist. Und auch da könnte man die obigen Fragen stellen..


    Wie wir das Verhalten oder Handeln unserer Mitmenschen und uns selbst bewerten, liegt immer an unserer Sichtweise. Ein wirklich objektiver Massstab ist da kaum machbar.


    Wenn wir also ein Mittel haben, uns selbst nach unseren Wünschen und Zielen zu entwickeln (die Magie), und ein Mittel, diese Wünsche anhand unseres Weltbildes, unserer Kultur, und unserem Denken auszurichten (unser Menschenverstand), sollten wir zumindest in der Lage sein, von diesem doch recht beschränkten dualistischen Wertesystem entschieden Abstand zu nehmen.


    Viele Grüsse,
    Grey..

  • Ebensowenig wie es schwarze oder weiße Grammatik gibt, gibt es keine schwarze oder weiße Magie.
    Angesichts einer gewissen Sorte von meist jugendlichen und meist weiblichen Magiefans scheint es aber zumindest unter denen so was wie eine rosafarbene Magie zu geben... :)

  • Tja, schwarze und weiße Magie, diese Unterteilung ist Blödsinn. Aus Dingen, die eigentlich gut gemeint waren kann unendliches Leid entstehen. Und aus Dingen die böse sind kann durchaus Gutes entstehen.
    Die Möglichkeit der rosafarbenen Magie scheint es tatsächlich zu geben, zumindest in gewissen Kreisen.


    Die wahre Magie, die Urmagie ist aber grün. Habt ihr schon einmal gesehen wie ein Schößling durch eine Asphaltdecke bricht? Das ist wahre Magie.

  • wie war das mit yin und yang ? ;)


    aber auf der anderen seite definiert die gesellschaft, bzw. der mensch sowieso erst gut und böse, also kann man wohl auch die magie klassifizieren... aber erst nachdem man alle auswirkungen betrachtet hat. aber nun so unter fiktiven einzelnen magien zu unterscheiden find ich käse

  • Ich möchte das können also glaub ich dran und davon kann mich auch niemand abhalten. Die Unterteilung ist auch kein Schwachsinn!


    Misk
    Was du behauptest, dass es schwarze und weisse Grammatik gibt? Daran glaub ich auch, denn du kannst die Grammatik mit einem schwarzen oder weissen Farbstift auf's Papier bringen. :mrgreen:

  • Zitat

    Ich möchte das können also glaub ich dran und davon kann mich auch niemand abhalten. Die Unterteilung ist auch kein Schwachsinn!


    Soso. Dann erklär mir doch bitte mal warum. Da hab ich wohl jahrelang was falsch gemacht, wenn dieser Unfug so wichtig sein soll :mrgreen:


    Ich bin gespannt...



    Viele Grüsse,
    Grey..

  • Reines Gewissen - interessant... den Menschen möcht ich heutzutage sehen :mrgreen:


    Ist die Sonne gut oder böse?
    Gut? wenn sie uns wärmt und Pflanzen zum blühen bringt?
    Böse? In der Wüste wenn sie dich verbrennt und du kurz vorm verdursten bist?
    Die Sonne ist die Sonne ist die Sonne...und das Wetter ist das Wetter..weder gut noch böse/schlecht.
    Strom dasselbe... Strom ist gut, Licht, Computer, Internet, Wärme - Stromschlag ist nicht so toll oder? Das macht den Strom weder gut noch böse. Strom ist Energie.


    Magie ist eine Praxis Energie auf ein bestimmtes Ziel zu konzentrieren, Magie IST!
    Nicht mal die Richtung in der du sie konzentriest kann man in Gut oder Böse einteilen, denn das was für dich super toll sein kann, ist für mich vielleicht das schlimmste überhaupt und umgekehrt....


    Und weiße Magie ist das wo niemand zu schaden kommt? Kannst du die Reaktion deiner magischen Tat auf die ganze Welt einschätzen so dass du weißt, dass du nicht irgendjemanden doch in irgendeiner Form schadest?


    Lg Lily

  • Nun, die Unterteilung die ich einst gelernt habe sieht das so, das die sogenannte weiße Magie nicht direkt auf Gegenstände, Personen oder sonstiges einwirkt, sondern sich natürlicher Dinge bedient.
    Die schwarze Magie hingegen versucht das Objekt direkt zu beeinflussen und einen Effekt bei ihm zu erzeugen.


    Wie gesagt, das sind nur ganz grobe Definitonen und wie ich bereits in einem anderen Thread klargemacht habe, du weißt was ich meine Grey, glaube ich nicht daran, das es so etwas wie echte Magie wirklich gibt.


    Kann also meine Definiton von dort gerne wiederholen, Weiße Magie wird durch Gott bewirkt, Schwarze durch seinen Gegenspieler.

  • Das ist eine Frage, die wohl niemals zu 100% richtig beantwortet werden kann.
    Es kommt darauf an, was derjenige unter gut und böse versteht.
    Definieren wir das Gute. Das gute ist das, wenn man anderen Menschen hilft. Wenn man anderen keinen Schaden zufügt.
    Das Böse ist, wenn man anderen Leuten schaden zufügt, entweder, weil man es toll findet, es zu machen, oder um sich selber zu helfen.
    Doch es gibt viele Zwischenstufen. Ich denke, es ist das, was das Unterscheiden schwierig macht.
    Ich denke, es müsste 3 Unterscheidungen der Magie geben. Die weiße für das Gute, die schwarze für das Böse und eine 3. (wie auch immer die heißen mag) für das, was dazwischen liegt.
    So sehe ich das. Aber jeder sollte selbst wissen, was weiße oder schwarze Magie ist, was Gut oder Böse ist.
    Naja, man sollte dabei aber schon noch die Grenzen richtig setzten, nicht, dass auf einmal das Böse gut ist und das Gute böse ;)
    lg Woldi93

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes (Salvador Dali)

  • Wie bei Ying und Yang! Das Böse trägt immer einen Flecck des Guten mit und das Gute trägt immer einen Fleck des Bösen mit, denn so entsteht Gleichgewicht.Wenn es das nicht geben würde wäre das Gleichgewicht nicht mehr da, also könnte man unter schwarzen und weißen Magie Ying und Yang sehen, da man beides braucht!

    Sie bewegt sich durch die dunkle Nacht
    Ganz sanft und sacht
    Einmal in Hundert Jahren kommt sie auf die kleine Welt
    Sonst lebt sie im Himmelszelt
    Kannst du sie sehn?
    Und ihren willen verstehn?
    Es ist allein die Magie
    manche verstehn das nie

  • Yin / Yang ist nicht stillstehend, sondern verändert sich immer. Auf seiner Vollendung wird Yin zu Yang und Yang zu Yin. Wenn also die Magie am "weissesten" ist, wird sie plötzlich "schwarz". Na sowas. ^^:mrgreen:


    Yin und Yang bezogen auf "Gut" und "Böse", assoziiert als "hilft anderen" und "schadet anderen" bedeutet, dass man "anderen hilft" und letztendlich selber einen Vorteil davon bekommt (was eurer Definition nach wieder "böse", da eigennützig wäre).


    Wenn ich jemandem helfe und er mir derart dankbar ist, dass er mir einen Gefallen tun will, hab ich letztendlich mir selber geholfen...


    Naja mit "Magie" kenn ich mich nicht sonderlich gut aus. Vielleicht ändert sich das demnächst bald...

  • Ganz konsequent müsste man das sogar noch erweitern. Wenn man als scheinheiliger *hust* 'Weissmagier' anderen hilft, hat man danach das Gefühl etwas positives getan zu haben (vermute ich mal, bin kein weissmagier). Damit hat man für sich selbst schon was getan, weil es einem selbst (Ego?) besser geht, und schon wäre es schwarz da eigennützig :P


    Im endeffekt trotzdem unsinnig, da sowas immer eine Frage persönlicher moralvorstellungen ist und eine objektive Unterscheidung gar nicht möglich ist.


    Zum yin/yan:


    Wie bei allen dualistischen Systemen ist es schon in sich unschlüssig. Polarität funktioniert eben nur bis zu einem gewissen Grad, da ist auch die Magie keine Ausnahme.



    Viele Grüsse,
    Grey..

  • Also, eigentlich müsste der Aussage nach, dass wenn man Gutes tut und man sich dadurch gut fühlt, was wiederrum schlecht sein soll, das Ying und Yang am besten zutreffen, oder?
    Ihr widersprecht euch total :lol:

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes (Salvador Dali)

  • Nein, das ist kein Widerspruch. Ich hab mich gestern nur unklar ausgedrückt.


    Also nochmal, diesmal ohne kurzfassung :mrgreen:


    Zitat

    Wie bei Ying und Yang! Das Böse trägt immer einen Flecck des Guten mit und das Gute trägt immer einen Fleck des Bösen mit, denn so entsteht Gleichgewicht.Wenn es das nicht geben würde wäre das Gleichgewicht nicht mehr da, also könnte man unter schwarzen und weißen Magie Ying und Yang sehen, da man beides braucht!


    Nein. Erstmal ist gut und böse reine Definitionssache. Einfaches Beispiel: Früher war die Inquisition gut, die Leute taten 'gutes' indem sie 'Hexen' verbrannten. Es entsprach sämtlichen Moralvorstellungen und dem Weltbild seiner Zeit. Heute ist die Inquisition 'böse', da Menschen verbrennen in unserem jetztigen Weltbild und mit unseren Moralvorstellungen nunmal nicht besonders nett ist. Es kommt immer drauf an, in welchem Kontext man diese Begriffe sieht. Das Beispiel war jetzt zur verdeutlichung mal extrem gewählt, aber generell kann das, was heute gut ist morgen böse sein oder umgekehrt. Die Dinge ändern sich eben. Darum kann man aufgrund solcher Merkmale überhaupt keine halbwegs objektive Unterscheidung vornehmen.



    Und Polarität und Gleichgewicht schliesst sich gegenseitig aus. Wenn du ein Gleichgewicht hast, kannst du keine Polarität mehr haben.


    Zitat

    Wenn ich jemandem helfe und er mir derart dankbar ist, dass er mir einen Gefallen tun will, hab ich letztendlich mir selber geholfen...


    Das könnte man konsequenter Weise noch fortsetzen. Die meisten vermeintlich 'guten' Taten bewirken, dass man sich selbst besser fühlt oder in einem positiveren Licht sieht. Immerhin hat man dann ja etwas 'gutes' getan und ist ein besserer Mensch oder sowas. Damit hat man aber auch gleich etwas für sich selbst getan, und die gute Tat ist nicht mehr uneigennützig. Gibt es also überhaupt 'gute' Taten? :mrgreen:


    Das sind alles weitere Gründe, warum es in der Magie eben kein schwarz/weiss gibt, ausser vielleicht in einigen Fernsehserien. Es bleibt allerdings die Frage, warum sich an diesem Punkt diverse 'Magier' wirklich selbst widersprechen, indem sie sich einerseits durch die Magie weiter entwickeln wollen, und sich dann im selben Atemzug selbst solche unsinnigen Grenzen setzen. Jeder, der einigermassen praktische Erfahrung in sachen Magie aufweisen kann, sollte es eigentlich besser wissen (was die meisten ja auch tun).



    Ich hoffe diesmal war es weniger missverständlich.



    Viele Grüsse,
    Grey..

  • *hüstel*


    Auch was sagen möchte, wenn jetzt auch einige wieder aufstöhnen werden.


    Ich sehe das ja so, das alle Magie durch und von Gott ausgeht. Das heißt, selbst magische Dinge die durch seinen Gegenspieler verursacht werden, beruhen im Grunde genommen auf ihm. Also ist eine Wertung ob jetzt nun gut oder böse in diesem Sinne nicht nur unsinnig, sondern auch unmöglich.
    Ich glaube kein Mensch auf dieser Erde kann sich anmaßen Gott in moralischen Dingen zu beurteilen.

  • Unsere Welt/unser Leben besteht aus Paralellen. Männlich / Weiblich, Positiv / Negativ.
    "Gut und Böse" ist eine Erfindung der Gesellschaft. Purer Schwachsinn. Moral erfanden nur die Machtspieler (Siehe Religion).


    Ich hab 2 Theorien gehört.


    1.
    Die weiße Magie ist diejenige, die sich nur auf den Magier selbst bezieht. Die schwarze bezieht sich auf die Außenwelt und andere Menschen. "Schwarz" soll nicht bedeuten, dass sie... "böse" ist oder "negativ", sondern einfach nur heißen, dass man anstatt sich, etwas anderes ändert. "schwarz" und "weiß" ist hier lediglich sowas wie "links" und "rechts".


    2.
    Wie hier schon erwähnt wurde, kommt die Kraft der weißen Magie von "Gott" und die Kraft der schwarzen von seinem Gegenspieler. Natürlich kann man Gott nicht mit Sexualritualen oder menschlichen Opfern huldigen, genausowenig, wie man Satan mit Psalmen und heiligen Versen zuquatschen kann.



    Zitat von "Woldi93"


    Ich denke, es müsste 3 Unterscheidungen der Magie geben. Die weiße für das Gute, die schwarze für das Böse und eine 3. (wie auch immer die heißen mag) für das, was dazwischen liegt.


    Bei derartiger Polarität wäre sowas wirklich sinn- und nutzlos. Oder gibt es zwischen Mann und Frau noch ein Geschlecht? Die Magie bezieht sich auf das Leben bzw. auf das offenbaren von Geheimnissen und das verbergen von Offenheiten.


    Tatsächlich gibt es neben weißer und schwarzer Magie die sogenannte "Chaosmagie". Der Chaosmagier bedient sich nicht nur einer Form, sondern er nimmt, "was nützt". Sprich, der nimmt mal einen Liebeszauber, macht das Ritual und betet währenddessen zu Gott (z.B.).


    "Schwarze" und "Weiße" Magie ist kein Schwachfug. Es ist nur eine Unterteilung. Und ob es nun die Leute wollen oder nicht, es IST wichtig.


    mfg, Clave

  • Mal angenommen Magie wäre Real.


    Dann würde ich nicht der New Age Esoterik vertrauen - Weil genau JENE Schwarze und Weiße Magie "erfunden" haben.
    Die Altertümlichen Mythen und Legenden sprechen von keiner Unterteilung in Gut oder Böse in Schwarz oder Weiß. Magie ist Magie.


    Genauso wie die Erforschung der Atomspaltung Weder Gut noch Böse war sondern das was man damit anstellte.


    MfG Phreno