Hitler vor dem Ertrinken retten?

  • Ich sags mal so: Hitler hat die Welt nachhaltig geprägt, wie jeder andere Diktator, Mörder oder Monarch zuvor. Allerdings bin ich der Meinung, dass das retten dieser Personen nicht viel ändern würde.


    Hitler war nur zur rechten Zeit am rechten Ort. Wäre er ertrunken, hätte vermutlich jemand anders die Chance genutzt. Ohne solche Leute lernen wir nicht. Die Geschichte hat uns Menschen immer wieder grausame Personen vorgesetzt und wir mussten mit ihnen klarkommen. Dabei gehe ich nicht soweit um zu sagen, dass es schicksal ist. Vielmehr glaube ich, dass sein Tod wenig Auswirkung gehabt hat.


    Denn ob nun Adolf Hitler oder Hans Hubter Hungerbaum eine Rede hällt und die Massen bewegt, welche durch kaputter Wirtschaft verzweifelt sind.


    Der Lebensretter mag einen großen Tyrannen gerettet haben, aber seine Tat zeigt dennoch, dass er selbst noch ein Mensch ist dessen Moral und Ethik noch bestehen.

  • Ich würde sagen nein. Wenn man das Wissen hat, könnte man die Person mit diesem Wissen konfrontieren und ihn vor die Wahl stellen. Letzlich ist ein Mörder vor der Tat vor dem Gesetz ein Unschuldiger. Dabei ist die Frage aber: steht es uns zu die Vergangenheit zu verändern? Ich sage nur: Ursache und WIrkung.

  • Nein wäre es nicht. Letztlich hat das Volk Hitler an die Macht gebracht. Nicht der Mann der ihm vorm Ertrinken gerettet hat.


    Oder wärst du damit einverstanden, wenn ich dich nun hinrichten lasse, weil du in 10 Jahren vielleicht eine tödliche Krankheit entwickeln würdest?


    Das Rechtssystem wirkt nur in der Gegenwart mit Bezug auf die Vergangenheit. Nicht in der Gegenwart mit der möglichen Zukunft.
    Aber ich würde mit einer Zeitmaschine auch nicht anfangen die Vergangenheit zu ändern. Ich stelle sogar in Frage ob uns das Recht zusteht, über sowas zu richten.


    Und grundlegend würde ich jeden Menschen retten, der in Not ist. Nicht weil ich um deren Zukunft weiß, sondern weil es mich zum Menschen macht.



    :sir:

  • Oder wärst du damit einverstanden, wenn ich dich nun hinrichten lasse, weil du in 10 Jahren vielleicht eine tödliche Krankheit entwickeln würdest?


    Das Rechtssystem wirkt nur in der Gegenwart mit Bezug auf die Vergangenheit. Nicht in der Gegenwart mit der möglichen Zukunft.

    Interessant. Klingt ganz nach dem Film "Minority Report" mit Tom Cruise. Dazu könnte man noch eine Prise "Butterfly Effect" geben.


    Wenn wir bei Hitler bleiben, dann wäre es in dieser Hinsicht auch interessant, was passiert wäre, wenn er in Österreich in der Kunstakademie aufgenommen worden wäre. Oder, wenn wir in der Zeit zurück reisen, und denjenigen Professor vor der Ablehnung umgebracht hätten.


    Aber wenn man ihn retten ist es so eine art unterlassene Hilfeleistung für Millionen Menschen.Die Frage ist doch: Ist ein Menschenleben es wert Millionen andere sterben zu lassen?

    Diese Frage sollte man den ganzen Selbstmordattentätern stellen.

  • Da könnte man erstmal diskutieren wäre die Welt ohne Hitler besser dran gewesen.
    Historiker sind mittlerweile der Ansicht, die freiheitliche Demokratie wäre nach den 2. WK eh nicht lange haltbar gewesen, der Weltkrieg hätte auch von einem anderen Diktator losbrechen können, und eine Judenverfolgung wäre auch ohne Hitler möglich gewesen.

  • Sicher. Aber so viele Leute gibt es nun doch gar nicht, deren Denken so krank ist, dass sie Millionen Menschen umbringen wollen.
    Ich glaube schon, dass es für die Welt besser gewesen wäre, wenn Hitler nie an die Macht gekommen wäre. Ich glaube nicht, dass es sonst eben ein anderer getan hätte.


    Eine Aufnahme Hitlers an der Kunstakademie wäre vielleicht tatsächlich das beste gewesen. Dann hätte er seinen Blödsinn als Kunst verkaufen können, und die Welt wäre von einem der schlimmsten Diktatoren verschont geblieben. Aber das konnten die Professoren dort ja damals nicht ahnen.

  • Hmm, ich würde nicht sagen, dass es so wenig andere Menschen gibt, die über Millionen Leichen gehen würden. Sobald diese Grenze des töten eines anderen Menschen außerhalb der Selbstverteidigung überschritten wurde, wird man dort mit Sicherheit abstumpfen. Außerdem hat er diese Menschen ja nicht selber getötet, sondern nur in Auftrag gegeben.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Ja, ich wäre damit einverstanden dass man mich hinrichtet wenn ich eine tödliche krankheit erfinden werde. In der Gegenwart wäre ich zwar nicht besonders froh darüber, aber es wäre meiner Meinung nach die richtige Entscheidung.

    Die Alternative wäre es, diese Krankheit nicht zu erschaffen; vergleiche Terminator 2.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Eine Aufnahme Hitlers an der Kunstakademie wäre vielleicht tatsächlich das beste gewesen. Dann hätte er seinen Blödsinn als Kunst verkaufen können, und die Welt wäre von einem der schlimmsten Diktatoren verschont geblieben. Aber das konnten die Professoren dort ja damals nicht ahnen.

    Sie konnten zwar nicht wissen, welche Alternativen er sich einbildete. Aber offensichtlich war seine Kunst genauso Braun, wie seine Zukunft. ;)


    Sobald diese Grenze des töten eines anderen Menschen außerhalb der Selbstverteidigung überschritten wurde, wird man dort mit Sicherheit abstumpfen. Außerdem hat er diese Menschen ja nicht selber getötet, sondern nur in Auftrag gegeben.

    Ja, er hat es nur beauftragt. Das gilt aber nicht nur für die KZs sondern auch für die eigene Truppen, die er in den Tod schickte um zu töten und getötet zu werden. Das bekannteste Debakel war wohl Stalingrad (Wolgograd), bei dem Hitler und Stalin mehr egozentrisch geantwortet hatten, anstatt taktisch. Aber was will man von einem Gefreiten erwarten, der den Oberbefehl inne hatte? Er hätte die Heeresgruppe stattdessen nach Süden vorrücken lassen sollen, Richtung Maikop und Grosny um Ressourcen (Öl) zu bekommen.
    Getötet hat er selbst möglicherweise nicht mal im ersten WK, weil er Meldegänger war. Somit also Kilometer hinter der Front.

  • Hitler vor dem Ertrinken retten?
    Ich glaub ich spinne.
    Das blöde Schw**n.


    Ich würde ihn noch unterduckern, aber nicht so schnell, und wieder hoch holen, damit er ordentlich was davon hat.
    Und würde ihm so eine schöne Nahtod Erfahrung verpassen, bevor ich ihn entgültig absaufen lassen würde.

  • Ich will ja nicht meckern, aber das hier ist nicht Facebook, wo auf jeden Thread erstmal die Sau rausgelassen wird und diverse Gewaltphantasien verkuendet werden! Das soll eine ernsthafte Diskussion sein!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Ich bin ein Lieber und Netter und habe eigentlich kaum Gewaltphantasien.
    Facebook kenne ich nicht. Und ich lasse auch nicht die Sau raus.


    Bei dem Thema drittes Reich, Nazis und Hitler gibt es für mich keine 2 Meinungen.
    Und wie kann man ernsthaft versuchen über einen Massenmörder, der ca. 60 Mio Menschen auf dem Gewissen hat,
    wenn er denn eines hatte, und Europa in Schutt und Asche gelegt hat, zu diskutieren.


    Absurd.

  • Das ganze Szenario ist absurd und an den Haaren herbei gezogen.


    Ich würde aber nach meinen Möglichkeiten versuchen, alle Menschen zu retten. Egal um wen es sich handelt oder was dieser Mensch getan hat oder tun wird (absurd). Selbstjustiz halte ich in jedem Fall für tödlich in einer Gemeinschaft und sollte demnach auch vollkommen verbannt werden.

    The idea of Salvation comes, I believe, from the one whom suffering breaks
    apart. He who masters it, on the contrary, needs to be broken, to proceed
    on the path towards the rupture. - Shaxul?

  • Da bin ich ganz dicht bei dir.


    Ich helfe älteren Menschen aus dem Bus oder mache ihnen Platz im Bus, halte den Menschen die hinter mir ein Gebäude betreten
    die Tür auf, und schleppe Kinderwagen die Treppe zur S-Bahn hinunter und so weiter.


    Und ich bin auch gegen die Todesstrafe und Selbstjustiz.
    Ab und an bin ich aber auch am Zweifeln. Im Fall von Marc Dutrox, dem Kindermörder aus Belgien, war das so.
    Es ist nicht immer einfach als "Halbempath".

  • Ich war frueher ein grosser Befuerworter der Todesstrafe. Bis ich mich naeher damit befasst habe. Seitdem kann ich fuer mich selbst die Todesstrafe fuer niemanden befuerworten, ganz egal, was die Person getan hat. Denn Mitleid mit anderen Menschen ist im Zweifelsfall genau das, was mich von einem Moerder unterscheidet.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!