Mensch vs Tier

  • ,...Nachtrag , da ich sonst an dir vorbeirede :)


    natürlich sollen auch ethische -Moralische Ideen Eingang in die Gesellschaft finden , aber nicht direkt in die Gesetzfindung , sondern zb über Philosphie als gemeinsamer konsens der Kultur ...die Gesetzgebung soll sich pragmatischund sinnvoll orientieren und nicht versuchen ideale zu erzwingen oder durchzusetzen

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Richtig erkannt elperdido, wir reden aneinander vorbei... Irgendwie passt das von Dir Geschriebene nicht zu dem von mir Geschriebenen. Auf dieser Kommunikationsebene (via Internet) ist dies ja auch nicht verwunderlich. Ein Vier-Augen-Gespräch würde anders verlaufen und sicher einige Zeit beanspruchen. Das Thema ist viel zu umfassend - füllt sogar ganze Doktorarbeiten-, um es hier auszutragen.

  • Hallo Minga ...


    stimme ich dir völlig zu , zu leicht verwurstelt man sich in die eigenen Gedankengänge , wenn man versucht alle möglichen Einflüsse und Gedanken zusammenzubringen ...versuche es mal einfach


    also Moral und Ethik sind wichtig in einer kultur , aber sehr individuell ,je nach Charakter ..es gibt keine Einheitliche Ethik oder Moral , dieses empfindet jeder anders und versucht sie anderen aufzuzwingen , deshalb hat sie in der Justiz nichts zu suchen (bestes Beispiel , die Gesetze in den USA ,die zb sogar die Sexualität regeln wollen , der §218 bei uns , oder das derzeitige "Killerspiel" Brimborium ) sodnern nur in Philosiophie und em allgemeinen Konsens der Kultur , ansonsten wären wir schnell bei den Moralgesetzen von "Gottestaaten"

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Hallo elperdido,


    auch wenn das Thema Mensch vs. Tier in unserer Diskussion ein wenig verloren geht, möchte ich dennoch etwas zu unserer Diskussion hinzufügen und versuche, mich etwas einfacher auszudrücken:


    Der Mensch sollte sich nicht von einer fremden Autorität leiten lassen. Der Mensch sollte Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Moralische Prinzipien sollten aus dem reinen Denken entspringen und sich nicht auf Neigungen, Bedürfnisse und Wünsche begründen, denn dies sind individuelle Größen. Wenn also eine moralische Qualität einer Handlung von diesen individuellen Größen abhängt, ist das, was für den einen richtig ist, für den anderen falsch. Dann wäre in der Tat eine allgemeingültige Moral ausgeschlossen und Moral wäre eine Illusion. Moral sollte unabhängig von den Neigungen, Bedürfnissen und Wünschen der Menschen sein sowie allgemeinen Gesetzen folgen, die ihren Grund in der reinen Vernunft haben. Moralität kommt aus der Freiheit/Autonomie. Das moralische Ideal besteht im Respekt vor dem Menschen. Zitat: "Handle so, dass Du die Menschheit, sowohl in Deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest".
    Schau Dich um in der Welt: Kriege, Hunger, Gewalt etc. ... . Die meisten Menschen wissen nicht, was es heißt, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Es ist eben einfacher, bequemer, sich durch fremde Autoritäten leiten zu lassen. Auch hier passt gut hinein: "Aufklärung ist Illusionen-Mord".


    LG Minga

  • Hallo Minga


    wir sidn wirklich weit weg vom Ursprungsthema :evil:


    Zitat

    Schau Dich um in der Welt: Kriege, Hunger, Gewalt etc. ... . Die meisten Menschen wissen nicht, was es heißt, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Es ist eben einfacher, bequemer, sich durch fremde Autoritäten leiten zu lassen. Auch hier passt gut hinein: "Aufklärung ist Illusionen-Mord".

    Das ist nun mal unsere Natur und Grungbedürfnis der emisten menschen ..genetischer Egoismus...die emisten wollen , wie jedes Lebewesen , möglichst oben in der Hirarchie stehen ,weil , nur das sichert Ressourcen und damit bessere Fortpflanzungsmöglichkeiten und eine größerer Replikation der eigenen Gene , kurzum der Grund unserer Existenz an sich ...wiso Aufklärung allerdings Illusionenmord ist ?..bisher und heute sind es immer noch die Illusionierten die am meisten Morden (Religionen,Kulte ,Ideologien ) und naturferne regime erfinden ,und Ideale führen schnell zur Ideologie , wenn die Idealisten erkennen , dass ihre Ideale nur mit brutaler Gewalt gegen die Natur des Menschen durchsetzbar sind ...Würdest du dein baby abtreiben ,weil jemand dir sagt , aus Gründen der Vernunft ist es bei der Überbevölkerung eine unüberlegte Egoistische Entscheidung ?!


    Zitat

    Moralische Prinzipien sollten aus dem reinen Denken entspringen und sich nicht auf Neigungen, Bedürfnisse und Wünsche begründen, denn dies sind individuelle Größen.

    da wir aber Biologische Lebewesen sind , ist unser denken unseren vererbten Eigenschaften , unseren Biologischen Programmen unterworfen ...der Rest ist leider ideoloigisches philosphisches Elfenbeindenken und fern jeglicher Realität und undurchführbar ...weder mit unserer Natur , noch mit den Natürlichen gesetzmässigkeiten vereinbar .


    LG
    El Perdido

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
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  • ...

    Zitat

    Moral sollte unabhängig von den Neigungen, Bedürfnissen und Wünschen der Menschen sein sowie allgemeinen Gesetzen folgen, die ihren Grund in der reinen Vernunft


    Zitat

    "Aufklärung ist Illusionen-Mord".


    Aufklärung ist die Loslösung von irrationalität und Unvernunft , die Anschauung der Welt nach Vernunft und Logik ..leider ist letzteres nur bei sehr wenigen Menschen möglich , da viele eben irrationale Denkmuster aufweisen und instinktmässig denken und handeln...udn damit wären wir wieder beim unterschied Mensch&Tier der nicht so groß ist :lol:

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  • "...desweiteren befinden wir uns im ewigen genetischen Wettkampf um Fortpflanzung und Ressourcensicherung..."


    als kleine Anmerkung: wenn es ausschließlich um Fortpflanzung ginge, würde die Hälfte der durchschnittlichen Lebenserwartung
    beim Menschen völlig ausreichen. Ab einem gewissen Alter wird der Mensch ja bekanntlich unfruchtbar, lebt aber trotzdem
    durchschnittlich nochmal so lange.
    Auch wenn das mit medizinisch-wissenschaftlichem Fortschritt zu tun hat, wäre diese zusätzliche Lebenszeit sinnlos, vielleicht sogar
    eine Last, wenn es nur um die Arterhaltung ginge.
    (übrigens auch ein Unterschied zwischen Mensch und Tier)

  • Stimmt so nicht ganz. Auch bei Tieren kann man beobachten, dass Individuen, welche das fortpflanzungsfähige Alter eigentlich bereits überschritten haben, durchaus noch einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft leisten können. Natürlich findet man das bei Menschenaffen, aber auch Elefanten sind hier ein sehr gutes Beispiel. Elefanten können ein stattliches Alter erreichen. Und so ziemlich jede Elefantengruppe wird von einer recht betagten Leitkuh angeführt, die zwar selbst nicht mehr direkt zur Vermehrung der Gruppe beiträgt, durch ihre Erfahrung aber das Überleben aller sichert. Auch hier ist kein wirklicher Unterschied zwischen Mensch und Tier erkennbar.


    Ausserdem hat die hohe Lebenserwartung des Menschen nicht zwingend etwas mit dem medizinisch-technischen Fortschritt zu tun. Schließlich erreichen oftmals gerade in (aus unserer Sicht) primitiven Kulturkreisen die Menschen ein hohes Alter. Viel hängt auch von der Lebensweise und der Ernährung ab. Würden wir verweichlichten Industriebürger gesünder Leben, könnten wir auf viele der modernen, medizinischen Errungenschaften weitestgehend verzichten.

  • Hallo elperdido, :lol:


    Neigung und Erfahrung (Empirie) sind die zwei großen Feinde der Sittlichkeit. Die menschliche Biologie ist zu reinem Denken in der Lage, dies ist nicht fern jeglicher Realität sowie nicht undurchführbar. Reines Denken ist jenes, wodurch Gegenstände völlig unabhängig von der Erfahrung erkannt werden können. “Rein“ bedeutet also „unabhängig von der Erfahrung/nicht empirisch“. Alle Erkenntnis fängt mit der Erfahrung an, aber nicht alle Erkenntnis stammt aus der Erfahrung. Erfahrung gibt ihren Urteilen niemals Strenge, sondern nur angenommene Allgemeinheit (durch Induktion), siehe mein obiges Posting. Es gibt von der Erfahrung abhängige sowie von der Erfahrung unabhängige Urteile.


    Hier ein Beispiel eines synthetischen Urteils, welches abhängig von der Erfahrung ist und den Erkenntnisstand erweitert:
    Meine Nachbarin ist eine verheiratete Politikerin. --> Die Prädikate „verheiratet“ und „Politikerin“ gehen weder allgemein noch notwendig aus dem Begriff „Nachbarin“ hervor.


    Hier ein Beispiel eines analytischen Urteils, welches unabhängig von der Erfahrung ist, aber den Erkenntnisstand nicht weiterbringt:
    Der Schimmel ist ein weißes Pferd. --> Die Prädikate „weiß“ und „Pferd“ sind im Subjekt „Schimmel“ enthalten. Dieses Urteil ist allgemein mit strenger Notwendigkeit.


    Gibt es synthetische Urteile, die den Erkenntnisstand erweitern, allerdings unabhängig von der Erfahrung sind? Ja, es gibt sie, hier ein Beispiel aus der Mathematik:
    2 + 7 = 9. --> Dieses Ergebnis ist allgemeingültig und notwendig und da in der 9 nicht nur die 2 und die 7 stecken, sondern auch die 1 und die 8, die 3 und die 6, die 4 und die 5 usw. erweitert dieses Urteil den Erkenntnisstand.


    Es ist also möglich, etwas Allgemeingültiges und Notwendiges, was unabhängig von der Erfahrung ist, zu finden, nicht nur in der Mathematik, auch in der Ethik u. a. Erfahrung ist total ungeeignet, um ein oberstes Prinzip der Sittlichkeit zu finden.


    Mensch sein heißt, handeln zu müssen; unser Leben ist eine notwendige Aneinanderreihung von Entscheidungen. Den Unterschied zwischen gutes und schlechtes Handeln, gute und schlechte Entscheidungen zu erkennen, vermag man anhand eines Prüfsystems. Dieses wurde von Immanuel Kant entwickelt und heißt: „der kategorische Imperativ“. Kants Pflichtethik ist trotz vieler Kritiken bis heute in ihrer Gesamtheit nicht widerlegt worden.


    Und um zum Thema Mensch vs. Tier zurückzukommen: Tiere schaffen sich kein System, an welchem sie ihr Handeln prüfen können, ihre Denkstrukturen (falls sie welche haben) sind viel einfacher als sie beim Menschen sind.



    LG Minga

  • Stimmt, den Zusatz hab eigentlich auch erwartet.
    Die Übergänge sind da teils fließend(Evolution), aber der Mensch nutzt seine zusätzliche Zeit auf verschiedene
    Weise. Da sind die Strukturen nicht so klar erkennbar, wie z.B. in einer Elefantenherde.
    Der Mensch nutzt diese Zeit z.B. um über verschiedene Moralvorstellungen nachzudenken, man könnte das geistige
    Evolution nennen, oder auch den Fortbestand der Nachkommenschaft zu festigen. Ähnlich wie bei manchen Tieren, aber
    nicht bei allen. Es gibt auch Insekten oder Spinnenartige, die nach der Befruchtung das Männchen töten, oder beim Wurf
    sterben.
    Es soll auch Menschen geben, die sich aus "freiem Willen" dazu entscheiden auf Nachkommen zu verzichten, ob Tiere dazu
    fähig sind ist fraglich.
    Nun ja, und die Sache mit der gesteigerten Lebenserwartung beim Menschen ist, wie du schon sagst, stark vom Kulturkreis
    abhängig. Ich ging hauptsächlich von unserer "glorreichen" westlichen Kultur aus, wo die durchschnittliche Lebenserwartung
    im Mittelalter, glaub ich, gerade mal 30 Jahre betrug. Gesteigert wurde sie bei uns hauptsächlich durch medizinischen Fortschritt, naja
    und vielleicht weniger gewaltsame Todesfälle, aber eine gesunde Lebensweise ist bei uns doch eher die Ausnahme für ein hohes
    Alter, möchte ich behaupten.
    Naja, und in wie weit der Mensch nun seine unfruchtbaren Jahre dazu nutzt den Fortbestand des Menschen allgem., oder bestimmter
    Kreise zu unterstützen, darüber lässt sich wohl auch streiten. Aber sonst stimmts schon.
    Auf solche Rentner wie Bush könnte man als aktive Bürger glaub ich auch gerne verzichten, aber ob das jetzt die Ausnahme oder
    die Regel ist?

  • @Minga:


    Jetzt hast du uns ja sehr schön bewiesen, dass du Fachausdrücke korrekt zuordnen und für den Laien recht unverständlich schreiben kannst. Aber bewiesen, dass sich der Mensch vom Tier unterscheidet, hast du damit trotzdem noch nicht. Denn auch Tiere sind zu deinem "reinen" Denken durchaus in der Lage. Nehmen wir doch einfach mal den Oktopus. In versuchen mit diesen intelligenten Tieren hat man feststellen können, dass sie durch reine Überlegung in der Lage sind, an in einem verschlossenen Schraubglas befindliche Nahrung heranzukommen, indem sie einfach den Deckel abdrehen. Dabei waren den Versuchstieren Gläser, noch dazu mit Schraubverschluss, vorher vollkommen unbekannt. Ein erfahrungsbestimmtes Handeln kann hier also nicht vorgelegen haben. Damit wäre also bewiesen, dass wir uns selbst in diesem Punkt nicht von niederen Weichtieren unterscheiden, welche eine maximale Lebensdauer von 2 Jahren aufweisen. Was sagst du denn dazu?


    Und was dein Beispiel eines analytischen Urteils angeht, so hast du dich gleich doppelt ins eigene Fleisch geschnitten. Zum einen muss man wissen, was man unter einem "Schimmel" zu verstehen hat, um daraus auf seine Farbe zu schließen. Damit wäre wieder ein erfahrungsbestimmtes Denkverhalten gegeben. Zum zweiten, und das finde ich persönlich viel lustiger, sind Schimmel garnicht weiß, sondern schwarz. Es sind einfach Pferde, deren ursprüngliche Fellfarbe mit zunehmendem Alter ausgebleicht und dadurch farblos geworden ist. Trotzdem bleibt das Tier als solches ein Schwarzes. :mrgreen: Gleiches gilt übrigens auch für Eisbären, die unter ihrem aus hohlen, farblosen Haaren (welche das Licht streuen und es daher weiß erscheinen lassen) bestehenden Fell tiefschwarz sind.

  • Hallo Nieselpriem,


    das von mir Geschriebene wird auch so an Hochschulen gelehrt und steht auch so in anerkannter Fachliteratur, entweder Du hast es nicht verstanden oder die Hochschulen lehren totalen Schwachsinn. Such es Dir aus...


    LG Minga

  • Ich habe mit keiner Silbe behauptet, dass das von dir Geschriebene falsch ist. Natürlich gibt es verschiedene Formen des Denkens. Das habe ich nicht nur verstanden, das war mir auch vorher schon bekannt. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass eben nicht nur der Mensch diese Formen beherrscht. Und damit wäre deine Beweisführung, wir würden uns durch unser "reines" Denken vom Tier unterscheiden ad absurdum geführt. Allerdings zeigt mir der Umstand, dass du mit keiner Silbe auf das von mir vorgebrachte Beispiel mit den Kopffüßern (und ich könnte hier noch mehr solcher Fälle anführen) eingegangen bist, dass DU es offensichtlich nicht verstanden hast. Aber schön abgeschrieben hast es ja.


    q.e.d. :mrgreen:

  • Hallole Niesel,


    in Ordnung, dann ist der Schimmel eben schwarz. Habe diese Beispiele in einem Philosophiefachbuch gelesen. Analytische Urteile gibt es dennoch, nimmt man halt ein anderes Beispiel dafür. Dein Wissen stammt ja auch aus Büchern, der Schule etc., nicht wahr? Außer Du bist von solch genialer Natur, dass Du ohne fremden Einfluss zu Deinem Wissen gelangtest.


    Ich habe doch gar nicht behauptet, wie Du sagst, dass Tiere nicht zu reinem Denken in der Lage wären, habe nur gesagt, dass ihre Denkstrukturen einfacher sind, falls sie welche haben (niedrig-/hochentwickeltes Tier), als die vom Menschen und sie sich kein System schaffen, wie wir, um ihre Handlungen auf Sittlichkeit zu untersuchen/prüfen. Habe nur elperdido erklären wollen, dass wir zu reinem Denken in der Lage sind, da er dies bestritt, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Mehr nicht.


    Niesel, Du hast etwas in mein Geschriebenes hinein interpretiert, was ich so nicht meinte. Aber bevor Du wieder losbrüllst, ich entschuldige mich für meine etwas missverständliche Erklärung.

  • Na mal ernsthaft, wirklich rein erfahrungsunabhängiges, ergebnisorientiertes Denken gibt es nicht. Nimm einfach mal einen Menschen, versetze ihn direkt nach seiner Geburt ins Koma und entziehe ihn somit allen äußeren Einflüssen, wecke ihn nach 20 Jahren wieder auf und schau dir an, was passiert. Er wird dir mit 100%iger Sicherheit nicht sagen können, dass ein Schimmel ein Pferd ist, oder welche Farbe er hat. Er wird dich noch nichtmal verstehen. Und er wird auch nicht in der Lage sein, simpelste Rechenaufgaben zu lösen. Dafür ist Erfahrung nötig und zwar immer und ausnahmslos. Anders geht es nicht. Alles was wir denken baut auf bereits Erfahrenem auf. Ausnahmen gibt es nicht, auch wenn es vielleicht nicht immer offensichtlich ist. Neugeborene nehmen erstmal nur wahllos auf, ohne zu filtern oder zu verarbeiten. Zuerst muss ein gewisser Grundstock von Erfahrungen angelegt werden, bevor ein analytischer Denkprozess überhaupt beginnen kann. Das kannst du drehen und wenden wie du willst, es bleibt nunmal eine Tatsache.

  • In der Philosophie gab es viele Vertreter des Empirismus (Locke, Hobbes, Hume), zu denen Du Dich zählen kannst, und viele Vertreter des Rationalismus (Descartes, Leibniz, Spinoza). Irgendwann kam es zur Aufklärung (Kant) und man verband beides miteinander.

  • Hi Intruder

    Zitat

    als kleine Anmerkung: wenn es ausschließlich um Fortpflanzung ginge, würde die Hälfte der durchschnittlichen Lebenserwartung
    beim Menschen völlig ausreichen. Ab einem gewissen Alter wird der Mensch ja bekanntlich unfruchtbar, lebt aber trotzdem
    durchschnittlich nochmal so lange.

    es geht nicht nur um das weitergeben des eigenen Gencodes , sondern auch um die Weitergabe des Gencodes der gruppe , bzw des Alphapärchens, wenn sich dieses als üebrlebensfähigstes erwiesen hat ,in vielen Gattungen geht es sogar nur um das Alphapärchen , alles andern der Gruppe sidn nur zur Sicherung deren genetischen Überlebens notwendig ,. In den Urgemeinschaften waren auch ältere Mitglieder mit ihrer Erfahrung wichtig , noch dazu sammelten die älteren Frauen zb die für das überleben der Gruppe wichtige Nahrung, während die zb gebährfähigen Frauen gerade schwanger waren ,und die Männer auf Tagelangen Jagdausflügen , die aber wohl mehr dem Prestige dienten , und Männchen werden nicht automatisch mit höhrem Alter unfuchtbar :mrgreen: sondern bleiben meist bis zum Tod zeugungsfähig , und werden ja körperlich auch nicht durch eine Schwangerschaft belastet noch wird das genetische Material "schlechter" , bei faruen sieht es da ganz anders aus und je höher das Alter, desto höher die Risiken für Mutter und Kind.


    Zitat

    Es soll auch Menschen geben, die sich aus "freiem Willen" dazu entscheiden auf Nachkommen zu verzichten, ob Tiere dazu
    fähig sind ist fraglich.

    auch Tiere tun dies , und empfinden dies vieleihcht auch diese Entscheidung als "aus ferien Willen" zb weil sie zb duch fehlende Dominanz ,keine hohe Stufe in der Gruppenhirarchie haben und damit von der Parrung ausgeschlossen sind , bzw opfern sich dann altruistisch für die Gruppe und kümmern sich dann zb um die Nachkommen hirarchisch höher stehender Gruppenmitglieder ...


    Hallo minga
    ich spreche dem Menschen keinen freien willen ab, noch ein wesentlich höheres komplexerers Bewusstsein , aber auch dieses unetrliegt mit seinem Gefühlen und Emotionen und Entscheidungen ,den komplexen individuellen Einflüssen aus biologisch-genetischen charakterlichen Veranlagungen ,und den Einflüssen aus persönlichen Erfahrungen in der sozialen Gruppe ...auch ein Goldfisch kann in seinem glas seinen Schwimmweg frei entscheiden...
    und Schimmel muss nicht =Pferd=weiss sein, es kann auch ein Pilz , und zb schwarz oder grün/weiss sein ;)


    hier mal einiges zu altruistischen Verhalten bei Tieren


    [url=http://www.sueddeutsche.de/,ra10l1/wissen/artikel/528/120377/]http://www.sueddeutsche.de/,ra10l1/wiss ... 28/120377/[/url]


    www.stern.de/wissenschaft/natur/ ... 60512.html


    www.psychosoziale-gesundheit.net ... tiere.html


    www.biologie-online.eu/verhalten ... halten.php

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • "Es soll auch Menschen geben, die sich aus "freiem Willen" dazu entscheiden auf Nachkommen zu verzichten, ob Tiere dazu
    fähig sind ist fraglich."


    "auch Tiere tun dies , und empfinden dies vieleihcht auch diese Entscheidung als "aus ferien Willen" zb weil sie zb duch fehlende Dominanz ,keine hohe Stufe in der Gruppenhirarchie haben und damit von der Parrung ausgeschlossen sind , bzw opfern sich dann altruistisch für die Gruppe und kümmern sich dann zb um die Nachkommen hirarchisch höher stehender Gruppenmitglieder ..."


    Ob es sich bei den Bsp. um eine freie Entscheidung handelt würde ich bezweifeln. Die fehlende Dominanz oder Stufe in der
    Gruppenhierarchie ,als Grund für einen Verzicht, unterliegt doch eher einem Zwang, als einem freien Willen.
    Was ich meinte war z.B., dass von manchen Kinder als hinderliche Last auf dem eigenen Lebensweg empfunden werden, weil z.B. ein unbeschwerter Spaßfaktor oder die Karriere im Vordergrund stehen. Zweites wird/wurde im Zuge der Emanzipation unserer Weibchen beobachtet.
    Natürlich gibt es auch verschiedene Möglichkeiten für Nachkommen zu "Sorgen". Man findet auch solche Fälle, wo die "Sorgfaltspflicht" nicht
    so in Erscheinung tritt. Insgesamt eine umfangreiche Wahlmöglichkeit. Auch ständige Partnerschaften sind kein "muss", man denke nur an Samenbanken oder das Seefahrerbsp., in jedem Hafen eine Frau, somit vielleicht auch Kinder.
    Was ist mit asketischen Lebensweisen? Gründe, Mittel und Wege scheinen da doch viel weitreichender, als bei Tieren.
    Beim Menschen können auch andere Interessen als Hierarchie eine Rolle in der Frage um Fortpflanzung spielen.
    Wie sich das nun auf psychische/physische Gesundheit auswirkt mal außer Acht gelassen.
    Es gibt sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede bei Mensch und Tier.
    Im Tierreich finden sich vereinzelt auch viele menschliche Eigenschaften wieder, aber bei einem speziellen Tier, dass weitgehend "alle"
    menschlichen Eigenschaften aufweist, verringert sich der Suchradius doch gravierend.


    peter-hug.ch/lexikon/fruchtbarkeit/06_0757


    www.stern.de/wissenschaft/medizi ... 58231.html


    home.egge.net/~savory/sinnbild.htm

  • Hallo Intruder


    Da hast du sicher Recht


    Zitat

    Was ich meinte war z.B., dass von manchen Kinder als hinderliche Last auf dem eigenen Lebensweg empfunden werden, weil z.B. ein unbeschwerter Spaßfaktor oder die Karriere im Vordergrund stehen. Zweites wird/wurde im Zuge der Emanzipation unserer Weibchen beobachtet.

    Naja, die Mutterliebe wird ja durch hormone ausgelöst , auch bei tieren , nehmen sie zb die Umwelt oder Situation in der Gruppe , als für die Aufzucht von jungen ungeeignet war , stösst der Körper entweder den Embryo ab, oder die Mutetr tötet das Junge nach der Geburt auch leben wir nicht mehr in funktionierenden sozialen gruppen , wo sich zb dann die älteren Weibchen der gruppe um die Jungen gemeinschaftlich kümmern, denn Kinder sind ja bei uns zum alleinigen Besitzobjekt der Familie geworden und werden nicht mehr als Mitglied der gesamten Gruppe gesehen , die Mutter ist an allem Schuld, und es wurde ein völlig unnatürliches Mutterbild herangezüchtet (die Übermutter, durch Christentum und Nazizeit hochstilisiert )


    Zitat


    Ob es sich bei den Bsp. um eine freie Entscheidung handelt würde ich bezweifeln. Die fehlende Dominanz oder Stufe in der
    Gruppenhierarchie ,als Grund für einen Verzicht, unterliegt doch eher einem Zwang, als einem freien Willen.

    Da hast du sicher Recht , aber ich kenne viele Männer, die über 40 sind , und bei den Frauen nie Glück hatten , manche sind heute noch jungfrau , andere konnten dann als Ersatzpapa für die Kinder von /wesentlich dominanteren Ex Männern) eine Nische finden , aber die meisten würden es niemals als zwang ansehen :) das sie in dieser Situatiion sind , viele sagen einfach .."eben kein Glück gahabt, und jetzt will ich auch gar keine mehr"..."die blöden faruen haben mich dioch gar nicht verdient, die stehen doch nur auf S****Typen" etc ...


    Zitat

    Was ist mit asketischen Lebensweisen? Gründe, Mittel und Wege scheinen da doch viel weitreichender, als bei Tieren.

    vieleicht spüren sie auch nur unbewusst, dass sie im Paarungskampf keine Chance hätten und nur Energie vergeuden würden, die sie in der Gruppe ansonsten nützlicher einbringen könnten ?! siehe oben


    Zitat

    Es gibt sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede bei Mensch und Tier.
    Im Tierreich finden sich vereinzelt auch viele menschliche Eigenschaften wieder, aber bei einem speziellen Tier, dass weitgehend "alle"
    menschlichen Eigenschaften aufweist, verringert sich der Suchradius doch gravierend.

    Ja, das ist das fazinierendste am Menschen und seinen verwandten , sozusagen die Bündelung sovieler individueller Möglichkeiten der Entscheidung , wie unbewusst geprägt sie sein mögen ...Ein Goldfisch aht nur ein kleines Glas, und merkt schnell durch erfahrung wie eingeschränkt sein Bewegungsspielraum in bestimmte Richtungen ist, die Hominiden dagegen haben ein ganzes Meer :P

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • In der Biologie existiert die Unterscheidung Mensch/Tier nicht, wir sind alle Animalia und das ist Fakt. Der Übergang von den niederen Stufen der Evolution zu den höheren ist völlig fließend und es wäre anmaßend zu behaupten der Mensch würde ein eigenes Reich im Stammbaum der Lebwesen einnehmen.


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
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