Der Sinn des Lebens

  • Meine Meinung zum Sinn des Lebens: Der Sinn des Lebens ist, etwas zu erreichen, und theoretisch - wenn man an ein Leben nach dem Tod (in dieser oder anderen Welten): das nächste Leben...obwohl das bei einigen Religionen eben nicht das Ziel ist.......

  • Was genau der Sinn des Lebens ist, kann ich für mich selbst nicht sagen.
    Ich weiß nur, was es meiner Meinung nach nicht ist.
    Nämlich 45 Jahre hart zu arbeiten, sein "Leben" für einen Betrieb zu opfern und am Ende kaputt und mit einer miesen Rente dahin zu vegetieren!

    --Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der Deutschen Justiz!!!--

  • Okay, ich hab hier zwar vor Äonen schonmal was geschrieben, aber es kann ja nicht schaden, meine Gedanken nochmal neu zusammenzufassen. :mrgreen:
    Nen kosmischen Sinn gibts nicht. Auch Fortpflanzung ist nur eine aus dem entsprechenden Trieb resultierende Konsequenz. Wir haben aber die Kapazität, den Begriff des Sinns überhaupt erst zu definieren und über seine Implikationen nachzudenken; d.h., den Sinn sucht und macht man sich selbst, wenns denn beliebt.
    Ich persönlich möchte etwas erschaffen oder tun, das Menschen inspiriert; vielleicht auch noch nach meinem Tod. Wenn ich das bereits hinkriege, bevor ich steinalt bin, müsste ich mir wohl was Neues suchen. Bis dahin wäre dann der Sinn, den Sinn zu finden.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
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  • Nen kosmischen Sinn gibts nicht. Auch Fortpflanzung ist nur eine aus dem entsprechenden Trieb resultierende Konsequenz. Wir haben aber die Kapazität, den Begriff des Sinns überhaupt erst zu definieren und über seine Implikationen nachzudenken; d.h., den Sinn sucht und macht man sich selbst, wenns denn beliebt.


    Genau das ist mMn der springende Punkt. Tiere denken nicht über den Sinn ihres Lebens nach und verstehen ihn auch nicht als Teil eines größeren Zusammenhangs. Erst durch den Menschen und seinen Verstand wurde die Frage danach überhaupt erst notwendig, weil das schlichte Leben für ein Wesen mit derartiger Gehirnkapazität ungenügend wäre. Ich glaube auch nicht, dass es einen kosmischen Sinn gibt. Falls es einen geben würde, wäre er mit wissenschaftlichen Methodn messbar und nachweisbar, so wie jede normale Wissenschaft auch.
    Das ist aber nicht möglich, von daher ist es einfach eine Gewissensfrage, über deren Antwort man zugegebenermaßen einiges über den Menschn erfahren kann, die aber nicht notwendig zu beantworten ist. Genau wie die ganzen anderen philosophischen Fragen ist der Sinn des Lebens eine Erfindung der Menschheit, die aber bisher von niemandem klar definiert werden konnte.


    Der Sinn meines Lebens ist es, glücklich zu werden. Ein schwieriges Unterfangen, aber sonst wäre es ja langweilig.

  • Hallo


    Da ich nicht wissen kann, ob Tiere ihr Leben als sinnvoll begreifen, ob sie das bewusst oder unbewusst tun und empfinden, bleibt das für mich offen, vor allem weil der Sinn selbst ja auch nicht klar definiert werden kann, er unterschiedlich ausfällt, je nach Lebewesen. Für einen Einzeller mag der Sinn des Lebens sein, als Einzeller zu funktionieren und wer weiß vielleicht empfindet der Einzeller so was wie ein sinnvolles Einzellerdasein. Höher entwickelte Tiere jedenfalls können leiden oder etwas angenehm empfinden, sich für dieses oder jenes Vorgehen entscheiden, also geben auch sie ihrem Leben eine Richtung, z. B. Nestbau, Höhlensuche, Tunnelbau, Partnerwahl, Aufzucht. Vielleicht ist dort das Aufziehen der Jungen selbst in sich sinnvoll. Ich empfinde jedenfalls Sinn, wenn ich an die Zeit denke, wo ich meinen Jungen großzog. Es geht nicht nur um das Ergebnis, dass er nun erwachsen ist, sondern um jeden Moment, den ich mit ihm erlebte und mir sinnvoll erscheint, damals und auch jetzt in der Erinnerung.


    Ich finde das Leben an sich sinnvoll, wie es sich entwickelt, welchen Menschen ich begegne, der Austausch mit ihnen, all das, was ich dazulerne durch Menschen, Bücher, Eindrücke, Lebenserfahrungen, neue Wege, Wahrträume etc.


    Ich denke, der Sinn steckt überall in jedem Atom und Zelle, in und außerhalb von uns, in unserer Seele, was wir wünschen, wohin wir wollen, was wir empfinden, wer wir sind, was uns ausmacht als Individuum, aber auch in einem größeren Kontext.

  • Dem beiden kann ich nicht zustimmen.



    Der Sinn des Lebens ist, meines Erachtens nach und aus biologischer Sicht nicht die reine Fortpflanzung sondern die Sicherung des Fortbestandes genetischer Informationen. Wie sonst sollten komplexe soziale Interaktionen erklärt werden können wie Altruismus, Selbstaufopferung für beispielsweise die Familie oder staatenbildende Tierarten, in denen die allermeisten Individuen die meiste Zeit überhaupt nicht in der Lage sind sich fortzupflanzen oder gar nie in die Lage kommen das zu tun? Fortpflanzung ist durchaus ein wichtiger Aspekt aber zu kurz gegriffen. Es geht im Prinzip nie um das Individuum sondern immer um die genetischen Informationen, die durchaus Effekte über ein einzelnes Individuum hinaus haben können.


    Mit deiner philosophischen Betrachtung bin ich auch nicht zufrieden, da sie im Grunde kaum eine Erweiterung deiner evolutionären Sichtweise darstellt, die ich für mich bereits als mangelhaft deklariert habe. Aber das ist Auslegungssache und jedem frei, was er als Sinn im Leben findet.

    The idea of Salvation comes, I believe, from the one whom suffering breaks
    apart. He who masters it, on the contrary, needs to be broken, to proceed
    on the path towards the rupture. - Shaxul?

  • Der Sinn des Lebens ist, meines Erachtens nach und aus biologischer Sicht nicht die reine Fortpflanzung sondern die Sicherung des Fortbestandes genetischer Informationen.

    Dann wäre der Sinn jedes Einzellebens, dass wir als Spezies langfristisch den totalen Weltfrieden schließen und das All besiedeln; das klingt romantisch.
    Laut Star-Trek-Timeline haben wir noch n bisschen Zeit.
    Von 1993 bis 1996 führte die Menschheit die eugenischen Kriege gegen Khan und seine Supersoldaten. Von 2026 bis 2053 findet der dritte Weltkrieg statt; es sterben 600 Millionen Menschen. 2063 führt Zefram Cochrane den ersten Flug mit Warp 1 durch und die Vulkanier nehmen den Erstkontakt mit uns auf. Kurz darauf starten die Kzinti den ersten von vier Angriffen auf die Erde; den letzten 2069 - alle Schlachten verlieren sie. 2103 werden die ersten Kolonien auf dem Mars gegründet. 2113 ist der absolute Weltfrieden erreicht; es gibt keine Armut und keine Krankheit mehr.
    2143 findet der erste Warp 2-Flug statt. 2150 befinden sich alle Staaten der Welt im Bündnis Vereinte Erde. 2151 startet die Warp 5-fähige Enterprise NX-01 unter Jonathan Archer ihre Mission. 2153 bis 2154 greifen die Xindi mehrfach die Erde an und töten sieben Millionen Menschen. 2155 gründen die Erde, Vulkan, Tellar und Andoria die Koalition der Planeten; 2156 bis 2160 führt die Erde krieg gegen die Romulaner und wird dabei von der Koalition unterstützt, die dann 2161 in San Francisco zur Vereinten Föderation der Planeten umgeformt wird.


    Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist halt extrem rekursiv; der Sinn existiert nicht, wenn man nicht nach ihm fragt. Bevor man, wie einige hier im Thread, in ne persönliche Krise stürzt, sollte man sich eher noch dem Nihilismus zuwenden.

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  • DER SINN DES LEBENS ist sehr wahrscheinlich, wenn man die Evolutionstheorie zum Vorbild nimmt, das Leben an sich und der Fortbestand einer Art - das ist als ein Sinn zu verstehen oder auch nicht. Alles andere ist meiner Meinung nach reine Spekulation und Sinnsuche ohne Belege. Ich hab keine Ahnung, warum ich da so schwarz sehe. Aber ohne höheren Sinn ist ein Leben doch auch etwas wert.