Der unglaubliche Palast der Königin von Saba gefunden ?

  • Zitat

    Ein Hamburger Archäologe will den Palast der mythischen Königin von Saba gefunden haben - und sorgt in ganz Deutschland für Schlagzeilen. Verlassen hat er sich bei seiner Suche auf jahrtausendealte Geschichten von Einheimischen. Nur fehlen ihm belastbare Beweise.


    Zitat

    Jetzt behaupten Archäologen um den Hamburger Professor Helmut Ziegert, den Palast des Menelik in Äthiopien gefunden zu haben. Er war nach dem Tod seiner Mutter erster jüdischer Kaiser und König der Könige von Äthiopien. Unter dem Gebäude sei man sogar auf Überreste eines noch älteres Palastes gestoßen, der Meneliks Mutter, der legendären Königin von Saba, gehört haben soll, sagen die Forscher.


    [url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,552288,00.html]Quelle und Bericht[/url]


    Was meint Ihr dazu ?
    Ich habe mir das alles mal durchgelesen,aber so recht kann ich es nicht glauben

    Mehr als die Vergangenheit interessiert
    mich die Zukunft,


    denn in ihr gedenke ich zu leben.


    *~'°*Albert Einstein*~'°*


    Nun,haben wir schon nachgeschaut wo ich war und was ich getan habe ? *lächel* :roll:

  • wo die bundeslade nicht überall vermutet wird *g*
    aber interessant wär es auf jedenfall, schon allein wegen dem "porzellan", geld stücke und dergleichen. wäre ein super fund für die jetzige ära

    "Libenter homines id, quod volunt, credunt."
    (Die Menschen glauben gerne das, was sie wollen.)

  • Problematisch nur, daß sich die Geschichte von Salomon und der Königin von Saba wohl nie ereignet hat. Salomon ist geschichtlich nicht belegt, und zu der Zeit als er angeblich herrschte war Jerusalem ein winziges, unbefestigtes Dorf in einer Region voller analphabetischer Ziegenhirten...
    Das was die Bibel zu Salomon beschreibt fand in Wirklichkeit erst über 200 jahre später unter Manasse statt.
    Derzeit geht man davon aus, daß die politischen Ereignisse und die höfische Lebensweise unter Mansasse später bei der Verfassung der Bücher Könige dem Salomon zugedichtet wurden, aus verschiedenen Gründen. und daß Garn, wie der Besuch der Königin, dazugesponnen wurde.

  • Warum soll sich diese Geschichte nicht ereignet haben?
    Der Zeitraum spielt dabei doch keine Rolle, ich bin fest davon überzeugt, daß in
    den alten Überlieferungen immer ein Großteil an Wahrheit vorhanden ist.


    Das Problem liegt eigentlich nur darin, das die alten Schriften ständig neu geschrieben
    wurden und der Schreiber seine eigene Meinung hinzutextete, oder gewisse Sachen
    einfach ausklammerte, weil ihm das so nicht passte.
    Aber der Hauptkern in allen Schriften ist vorhanden.

  • Schön, daß Du davon fest überzeugt bist, dummerweise sieht die Wissenschaft das anders. Die ist erstmal von gar nix überzeugt und versucht, den Wahrheitsgehalt herausgefunden.
    Fakt ist, daß der biblische Salomo nie existiert hat, und auch das Reich Salomos nicht. Daher kann es zur Zeit Salomos keinen Besuch der Königin von Saba gegeben haben.
    Das Reich Salomos spiegelt die Realität zur Zeit von Manasse wieder, zu dessen Regierungszeit gab es aber keinen Besuch der Königin von Saba.
    Schlußfolgerung: Diese Geschichte ist eine Legende. Feste Überzeugungen sind ein schlechter Ersatz für Realitäten.

  • Seit wann existiert der biblische Salomo nicht?
    In der Bibel im "Neuen Testament", im Talmud (das bedeutendste Schriftwerk des Judentums),
    im Koran die heilige Schrift des Islam und vielen anderen späteren Überlieferungen findet
    sich der biblische Salomo wieder.

  • Naja, existiert hat er wohl nie, genausowenig wie David, Abraham, Moses. Josuah und viele andere :D Egal was die heiligen Schriften sagen (die damit nur belegen, daß sie redaktionelle Werkr von Menschenhand und nicht von Gott sind)


    Herausgefunden hat das eine archäologische Fachrichtung namens "Biblische Archäologie". Bis ins letzte Drittel des 20. Jahrhundets arbeiteten die eigentlich daran, die Bibel zu BEWEISEN. Was auch ganz prächtig gelang (Werner Kellers "Und die Bibel hat doch Recht" istr ein typisches Buch aus der Epoche). Als die C14-Datierungen aber immer genauer wurden stellte man fest, daß das alles irgendwie nicht hinhaut.
    Naja, und da erinnerten sich die Leute daran, daß sie ja eigentlich Wissenschaftler sind und ohne Prämissen forschen sollten, und bewerteten das ganze Material neu. Und dabei ist praktisch die Hälfte des Alten Testaments als späte Dichtung entlarvt worden.
    So z.B. die kompletten 5 Bücher Moses, Richter, ein Großteil der Könige und manches mehr. Die Israeliten waren nie in Ägypten, sondern sind vor den Phillistern aus dem Tiefland ins Bergland geflohene Kanaaiten - zum Teil selber Phillister.
    Zur Zeit des angeblichen Königreich Davids war Juda, mit dem Zentrum Jerusalem, eine lose Ansammlung kleiner Dörfer, ohne König, ohne Hauptstadt. Nördlich von Juda gabs aber ein starkes Königreich namens Israel - aber dort lebten Götzenanbeter, und nicht Jahwes auserwähltes Volk.
    Die Bibel bastelte diese Realität später um und behauptete, David und Salomon seien die Herrscher eines geeinten Landes Juda und Israel gewesen, da David das Nordreich erobert habe. Das fand aber nie statt. Das Nordreich wurde erst 200 Jahre später von den Assyrern plattgekloppt, viele Israeliten flüchteten nach Juda, und DA begann erst der Aufstieg Judas, und auch dann erst wurde der Monotheismus eingeführt. Und Josia versuchte dann das wahrzumachen was man David angedichtet hatte: Er versuchte, das alte Nordreich von den Assyrern zurückzuerobern, weil es da einen Nachfolgestreit gab. Hat aber nicht geklappt...


    Die die das herausgefunden haben sind überwiegend jüdische Wissenschaftler, z.B. Amnon Ben-Tor, Israel Finkelstein und David Silbermann.

  • Na ja, ob die C-14 Methode für die Überprüfung von bestimmten Zeitangaben
    in der Vergangenheit sinnvoll ist?, das ist streitbar.


    Viele Überlieferungen wurden Jahrzehnte oder Jahrhunderte später komplett neu verfaßt und über-
    arbeitet. Deswegen ist es auch so schwierig festzustellen, was wird hier überliefert und
    zu welchen genauen Zeitpunkt? zb. Die Sinnflut.


    Die Sinnflut ist auch in verschiedenen Kulturen in verschiedenen Jahrhunderten über-
    liefert worden.


    1947 jedoch wurden am Toten Meer in der Qumrangegend alte Schriftrollen gefunden aus
    der Zeit Jesus.
    Dort ist auch die Sinnflut datiert in dem Gilgameschepos.


    Warten wir erst mal ab, was auf diesen Rollen noch alles übersetzt wird.


    Die heiligen Schriften da bin ich gleicher Meinung stammen alle von Menschenhand
    und nicht von den Göttern.

  • Es gab keine Sintflut... Und ja, wenn man weiß, wie man die C14-Datierung anwendet, ist sie die perfekte methode zur Datierung.
    C14 ist übrigens auch nur eine Methode, die wird z.B. von Stratigraphie und Keramikanalyse begleitet.


    Gilgamesch hat übrigens nichts mit qmran zu tun, und die Mehrzahl der Schriften dort ist bereits übersetzt.


    Fakt ist, daß große Teile der Bibel nicht oft umgeschrieben wurden (die Qmran-Fragmente sind extrem dicht an den weit späteren Texten dran), sondern daß eben die Entstehung der Bibel selbst, des Alten Testaments, aus ser grauen Vorzeit ins 6. JH v. Chr. gewandert ist. Und daß die vermeintlich ältesten Teile davon, die 5 Bücher Mose, sogar praktisch die Jüngsten sind, entstanden erst im babylonischen Exil nach dem endgültigen Zusammnebruch Israels.

  • Zitat von "Frank D"

    Es gab keine Sintflut... Und ja, wenn man weiß, wie man die C14-Datierung anwendet, ist sie die perfekte methode zur Datierung.
    C14 ist übrigens auch nur eine Methode, die wird z.B. von Stratigraphie und Keramikanalyse begleitet.


    Das es keine Sinnflut gab ist nicht bewiesen, allerdings das Gegenteil auch nicht.


    Oder gibt es irgendwelche Quellen wo eindeutig belegt wird das die Sinnflut nicht
    existierte?
    Sie existiert nur in allen Überlieferungen unserer Vorfahren.


    Dank dem Kohlenstoffisotop C 14 gelingt es den Wissenschaftlern genau festzustellen
    wie alt ein Papier oder Papyros ist, aber nicht wie alt die Geschichte ist die darauf geschrieben
    wurde.


    Gilgamesch hat wirklich nichts mit Qumran zu tun.
    Die 5 Bücher Mose habe ich noch nicht gelesen, aber das diese Bücher die Jüngsten sind
    ist weit hergeholt.

  • Zitat von "Zeitreisender"


    Das es keine Sinnflut gab ist nicht bewiesen, allerdings das Gegenteil auch nicht.


    Oder gibt es irgendwelche Quellen wo eindeutig belegt wird das die Sinnflut nicht
    existierte?
    Sie existiert nur in allen Überlieferungen unserer Vorfahren.


    Zunächst einmal versucht die Wissenschaft nicht, die Nicht-Existenz von etwas zu beweisen, sondern nur die Existenz, denn Nicht-Existenz lässt sich prinzipiell nicht beweisen.


    So weit so gut, was würde denn FÜR eine Sintflut sprechen? Eine weltumspannende Flut hätte zweifelsfrei überall geologische Spuren hinterlassen. Die wurden aber bisher nirgendwo gefunden, ergo keinerlei Bestätigung der alten Texte. Reine Erfindung sind sie deshalb allerdings nicht, lediglich aufgebauscht. Denn lokale Flutkatastrophen lassen sich sehr wohl nachweisen. Etwa die am Schwarzen Meer, die sicherlich auch die Grundlage der ein oder anderen Sage geworden ist. Die Biblische Sintflutsage geht aber direkt auf das Gilgamesch-Epos zurück. Dieses stammt von der Küste des Persischen Golfs. Diese Küste ist bis weit ins Landesinnere extrem flach und liegt zudem in einem Erdbebengebiet. Tatsächlich hat sich der Küstenverlauf seit der letzten Eiszeit mehrmals gewaltig verschoben. Fazit: Mehrere Völker haben aus lokalen Fluten in ihrem Lebensraum eine weltumspannende Flutsage erdichtet, andere Völker wiederum haben sich bei diesen Dichtungen bedient. Eine tatsächliche Existenz einer weltumspannenden Flut ist dadurch aber nicht bewiesen. Die wird auch dadurch ausgeschlossen, dass es genug Völker gibt, die überhaupt keine Flutsage kennen, die Ägypter bspw., die ja immerhin am Mittelmeer leben.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Zeitreisender, Du hast ein paar seltsame Ansichten.
    Negatives kann man nicht beweisen, daher müssen Leute die eine These aufstellen auch Belege FÜR diese These liefern. Wenns also ne Sintflut gegeben hat, geologische Spuren - die nicht nachweisbar sind.
    Aber Schütze hat das ja schon gut erläutert.


    Zu C14: Es geht nicht darum, Papyri zu datieren, sondern archäologische Spuren wie Siedlungsreste. In der Bibel wird die landnahme Josuas beschrieben, wie dieser die kanaaitischen Städte plattgemacht und neidergebrannt hat. Und schau an, man fand ungefähr an den in der Bibel beschriebenen Stellen Rest niedergebrannter Städte. Gut, die waren kleiner als in der Bibel beschrieben, und oft auch unbefestigt, aber mit den einfachen Zählrohr-Datierungsverfahren im letzten Jahrhundert gelang eine grobe Datierung ins 12. JH v. Chr, das paßt genau in den biblischen Zeitrahmen. Damit galt dieser Teil der Bibel als bestätigt.


    Inzwischen hat man die Reste mit modernen Massenspektrometer-Verfahren nachgemessen und hat festgestellt, daß die Städte in einem Zeitraum von über 200 Jahren zerstört wurden - und somit nich Josua zugeschrieben werden können.


    Auf ähnliche Weise untersuchte man die Indizien für das Reich Salomos neu, z.B. die Ställe und Tore in Meggido. Und auch da stellte man eben fest, daß die erst über 200 Jahre nach Salomon gebaut wurden - von den Assyrern.


    Fazit der modernen Untersuchungen seit 1980: Die Bibel hat in großem Umfang eben NICHT Recht.


    Und daß der Pentateuch zu den jüngsten Schriften des AT gehört ist nicht weit hergeholt, sondern inzwischen ebenfalls bewiesen. Auch wenns Dir nicht paßt.

  • ...übrigens ist der Sintflut-Bericht in der Bibel ein klasse Indiz für die späte Entstehung der Bücher Mose. Die Schilderung da drin stimmt oft dermaßen mit dem Gilgamesch-Epos überein, daß es eindeutig eine modifizierte kopie dieser Originalgeschichte ist.
    Wann werden die Israeliten am wahrscheinlichsten mit der Geschichte konfrontiert worden sein? Genau. im babylonischen Exil im 6. JH v. Chr. Und das ist auch genau der Zeitraum in den man die Entstehung des Pentateuchs heutzutage hineinverlegt.
    In den Büchern Mose tauchen noch weitere Übereinstimmungen mit babylonischen Geschichten auf (die Geburt Mose ist praktisch identisch mit der Geschichte von Sargon III) die den Entstehungszeitpunkt- und Ort ziemlich genau definieren.

  • Zeitreisender, lass Dich nicht vergraulen! Zwar hat Frank in einigen Details recht, aber vom Grundsatz her macht er denselben Fehler, wie die von ihm zitierten Wissenschaftler: Er ignoriert einfach die altern Überlieferungen, weil sie nicht in sein Weltbild passen. Das ist nämlich die hohe Kunst der Wissenschaft: Was nicht passt wird als Unsinn abgetan.


    Du bist das mit Deiner Überzeugung, dass die alten Überlieferungen - vor allem, wenn sie wie bei der Sintflut weltweit auftreten - einen wahren Kern haben, viel weiter.


    Auch Salomo, Moses und viele andere bekannte biblische Personen haben gelebt. Nur eben viel früher als es der Zeitrahmen der Bibel hergibt, weswegen im gesuchten Zeithorizont von den Wissenschaftlern logischerweise keine Belege gefunden werden.


    Dies soll nur ein Hinweis für Dich sein, dass Deine Überlegungen richtig sind. Ich werde mich nicht weiter an dieser Diskussion beteiligen.

    Was den großen Ring bewohnet
    huldige der Simpathie.
    Zu den Sternen leitet sie,
    Wo der Unbekannte tronet.


    Friedrich Schiller

  • ..oh oh, ich werde mich wohl als Wahrsager niederlassen :twisted: ...hatte ich nicht vohergesagt , ER kommt wieder (obwohl er uns doch für alle Zeit , ob unserer Ungläubigkeit ,den Rücken kehren wollte ...ich bin ein Prophet :mrgreen: ...

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Zitat Frank D.


    Zeitreisender :
    Bremer bitte einfach ignorieren...


    Zitat ende


    Was zu beweisen war. Besser hätte Frank D. seinen begrenzten Weltanschauungshorizont nicht beschreiben können: "Neue und unbequeme Erkenntnisse einfach ignorieren ...


    (Und natürlich so tun, als wäre man allwissend ...)

    Was den großen Ring bewohnet
    huldige der Simpathie.
    Zu den Sternen leitet sie,
    Wo der Unbekannte tronet.


    Friedrich Schiller