Die Cheops-Pyramide und die Pyramiden von Gizeh

  • Frank - und wie groß sind solche Entlastungshohlräume?Wenn sie dementsprechend groß sind ist es kein Wunder dass Geschichten über geheime Kammern aufkommen - und in diese irgendwelche Geheimnisse hineininterpretiert werden!

  • Der neben den Wandelementen der Königinnenkammer ist bis zu 1.2 m breit. Aber die wurden alle schon angebohrt, und außer Sand war da eben nichts drin. Das ist aber schon laaange bekannt, steht schon mit Risszeichnungen in meiner Auflagen von Stadelmanns "Die ägyptischen Pyramiden" von 1987.

  • eben Frank - angebohrt und niemals geöffnet!Und, wie man sieht - wegen Unwissenheit nicht der Allgemeinheit bekannt!Kein Wunder dass da Geschichten über verborgene Kammern aufkommen müssen - da diese ja als Entlastungshohlräume exestieren...

  • Ich weiß. Das basiert aber auf den Verständnisproblemen der Autoren, die das dann verbreiten. Es gab 2 Durchleucht-Experimente der Pyramiden, eines von Alvarez per kosmischer Strahlung in der Chephren-Pyramide, eins mit Radar vom SRI in der Cheopspyramide. Beide stellten fest, daß die Pyramiden zu 10-15% aus Hohlräumen bestehen. Und spezifizieren die auch in ihren Arbeiten (also daß die Größe dieser Hohlräume typischerweise im Bereich von Schuhkartongröße liegt)


    Das hat dann Däniken in "Augen der Sphinx" in die falsche Kehle bekommen und seitdem fantasiert er von unzähligen Geheimkammern...
    Und all die die von ihm abschreiben ohne selbst mal einen Blick in die Originalberichte zu werfen ebenfalls.


    Nur um alle diese Strukturen zu öffnen, müßte man die Pyramiden bis zur Ebene 1 herunterbrechen - und dagegen sträubt sich Hawass glaube ich zu Recht :D

  • Die Wissenschaft will die Pyramiden ja auch nicht abbrechen :) Die Ägyptologen wissen, wie eine Pyramide funktioniert, und daß Geheimkammern extremst unwahrscheinlich weil ohne Nutzen sind.


    Lediglich Amateure die sich mit der Kultur nicht auskennen machen Rabatz. Gantenbrink hat z.B. vor laufender Kamera zugegeben, daß er sich mit der Kultur und den Hintergründen von Pyramiden nicht auskennt, daß ihn das auch nicht interessiert, aber daß er ganz sicher ist, am Ende der Mini-Schächte die Mutter von Cheops zu finden (zweigeteilt?)


    Und Dormion, der mit seinen Geheimkammern bei Cheops, hat in einem Interview ähnliches geäußert - er sei Techniker und sähe das aus technischen Aspekten, was die Ägyptologen da von Funktion de Pyramiden daherblablaten interessiere ihn nicht.

  • Aha interessant, nun ich bin auch unwissend, wie Däniken, aber trotzdem bin und bleibe ich der Meinung, dass da noch mehr ist...


    Und zwar, gibt es ja den "Gantenbrinkschacht" (ich weiß der heißt irgendwie anders, aber ich nenne ihn so, weil ich den so kenne.) und am Ende gibt es diesen Block mit den "Bronzehaken" und da hinter ist nichts (so soll es ja zumindest sein...)
    Das ist aus technischer und meiner Sicht etwas irreführend und zwar: wieso soll man einen Block in von oben in einen Gang lassen, der mit zwei Widerhaken ausgestattet ist, und dahinter ist nur noch ein neuer Stein oder einfach ne Wand, wo dann Ende ist?
    Für mich als technischer Mensch ist das total unverständlich, da wird ein Monsterbauwerk für alle Zeiten gebaut und dann wird da in son Gang der Stein reingesenkt und der Gang vermauert, im Grunde hätte sie dann auch einfach da ne Wand mauern können oder nen Monsterblock von einer Tonne reinsetzen können, wäre doch einfacher ein Megablock oben schräg, einsetzen und weiter gehts...
    Ich wiederhol mich, aber meiner Meinung nach ist da noch mehr.


    Zum Thema "Durchleuchten":
    Das wäre eigentlich meine nächste Frage gewesen, aber wie genau sind denn diese Instrumente und funktionieren, die auch bei einem so großen Durchmesser? ich könnte mir vorstellen, dass bei einem Durchleuchten der Pyramide Messfehler auftauchen könnten, die dadurch zustande kommen, indem sich eine Versteckte Kammer mit einer anderen evtl. komplett oder Teilweise deckt.


    -neue Kammern extremst unwahrscheinlich:
    Ich denke, dass die menschheit nicht darüber nachdenken sollte was unmöglich sein könnte sondern, was man möglich machen kann und was möglich wäre und diesem dann nachgehen, bis es zu Nahe 100% ausschließen kann, was unmöglich ist.


    aber zugeben, vielleicht ist da ja doch nix mehr und die Pyramiden sind einfach nur Pyramiden..., aber interessant wärs doch trotzdem...

  • Hallo,
    ich habe diesen Beitrag in einem Forum gefunden, in dem die Cheopspyramide ebenfalls behandelt wird und wollte mal horchen, was ihr dazu meint:


    Kurzfassung:


    in einer geheimen Kammer der Cheopspyramide soll der noch nicht gefundene Pharao Snofru liegen.


    hier der Text:


    Hallo!


    Gestern stand dieser Artikel in der Bild-Zeitung:


    "Kairo - Unbekannte Räume und einen Geheimgang haben französische Forscher in der berühmten Pyramide von Gizeh entdeckt!
    Sie glauben: Dort könnte der legendäre Erbauer der ersten Pyramiden begraben sein.
    Pharoa Snofru regierte ab ca. 2575 v. Chr., gilt als ERfinder der Pyramidengräber. Er ließ z.B. die 109 Meter hohe "rote Pyramide" errichten. Seine Munie wurde bisher nicht gefunden.
    Ägyptens CHef-Archäologe Zahi Hawass (59): "Er hat alle Grabräuber getäuscht, war der größte Pharao von allen."
    Der versteckteste Platz in der größten Pyramide wäre nur ihm würdig.


    Ein Endoskop, durch ein Loch geschoben, zeigte einen 1,44 Meter hohen Gang und zwei riesige Räume.
    Im März soll ein ferngesteuerter Roboter in die Geheimkammer geschickt werden.
    Hoffnung: Der tote König liegt dort noch mit zentnerweise Grab-Beigaben aus Gold."


    Soweit die Bild-Zeitung.
    Hier das dazugehörige Bild


    Was haltet ihr davon?
    Die Bild-Zeitung ist ja für gewöhnlich nicht die aussagekräftigste Quelle.
    Gibt es andere Quellen, die diesen Artikel bestätigen?
    Was haltet ihr von der Zeichnung?


    Textende..




    Ist da was dran an dem Pharao Snofru und an den 2 Räumen oder sind das die Zwischenräume, die hier schon erwähnt wurden?


    P.S.: gib es da evtl Bilder von?


    Also von dem theroetischen Aufbau der Pyramide, wie sich die Archäologen das vorstellen evtl ne Zeichnung und Bilder von den Zwischenräumen??


    Danke

  • Nichts. Vor Jahren wurde in der MEIDUM-pyramide ein zusätzlicher Gang und 2 Kammern gefunden - die aber aus der bisherigen Ausnahme eine klassische Pyramiden mit Dreiraum-System gemacht haben.


    Reste der Mumie von Snofru wurden übrigensch schon vor Jahrzehnten in der Roten Pyramide gefunden - auf meiner Homepage habe ich große Auszüge aus dem Untersuchungsbericht.

  • Zitat

    Reste der Mumie von Snofru wurden übrigensch schon vor Jahrzehnten in der Roten Pyramide gefunden - auf meiner Homepage habe ich große Auszüge aus dem Untersuchungsbericht.


    Hallo Frank, das ist so nicht ganz korrekt. Schau mal in eine der neueren Sokar-Ausgaben. Irgendwo gibt es da einen Artikel von Renate Germer, in dem sie die Mumienfunde in den Königspyramiden näher beleuchtet. Laut dem Artikel handelt sich bei dem Leichnam, den man ursprünglich für Snofru hielt, tatsächlich um eine Zweitbestattung aus deutlich späterer Zeit.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Wunschdenken, würde ich sagen, denn meines Wissens nach gibt es keine neuere Untersuchung der Funde als die die ich auf meiner Seite habe.
    Es gibt natürlich die Fraktion der Zweitbestattungs-Fans, aber die greifen auch auf dieselben Daten zurück...


    Falls im Sokar neuere Untersuchungen genannt werden, kannst Du sie mir ja mal nennen

  • Hallo Frank,


    da ich die letzten Tage nur sporadisch online war und keinen Zugriff auf meine Sokar-Hefte hatte, kann ich erst jetzt antworten. Ich stelle gerade fest, dass die betreffende Ausgabe doch nicht ganz so neu ist (Heft 7, 2003, S.36-41).


    Im Falle Snofru hat Germer auch keine neueren Untersuchungen als die von Batrawi aus den 50ern, da die Knochen mittlerweile verschollen sind. Germer meint aber, dass die Art der Mumifizierungstechnik und das Einfüllen von Harz in den Schädel untypisch sind für eine Bestattung der frühen 4. Dynastie


    Etwas konkreter wird es schon bei Djoser. Die Funde von Minutoli sind zwar untergegangen, aber da er eine Goldmaske und Kartonagen erwähnt, ordnet Germer die Mumie eindeutig der Römerzeit zu. Bei den Funden von Lauer stützt sie sich auf neuere Untersuchungen von E. Strouhal (Re-Investigation of the Remains Thought to be of King Djoser and those of an Unidentified Female From the Step Pyramid at Saqqara. In: Anthropologie, Bd. 32/3, 1994, S. 225f.) Strouhal ermittelte, dass die Knochen einerseits nicht zu einem sondern zu mehreren Skeletten gehörten und andererseits konnte er duch C14-Messungen feststellen, dass sie aus der Spätzeit stammen. Strouhal konnte allerdings noch eine Knochen einer jungen Frau ausfindig machen, der aus einer Grabung von Quibell stammte und laut Beschriftung in der Djoser-Pyramide gefunden worden war. Laut C14-Datierung stammt er offenbar aus der Zeit des Djoser.


    Germer fährt mit Sechemchet fort. Sein Sarg war zwar leer, aber Lauer fand 1967 im Südgrab ein Kinderbegräbnis in einem Sarg, der der 2./3. Dynastie zuzuordnen ist.


    Für alle Überreste in den Königspyramiden der 4. Dynastie geht Germer von Zweitbestattungen aus. In der 5. Dynastie sieht es wieder vielversprechender aus. Zu Neferefre fällt sie kein eindeutiges Urteil, da eine Altersbestimmung bisher fehlt, sie verweist aber wiederum auf Strouhal (1998 activities in Egypt) In: PPN Nr. 102, 1998, S. 4), der die Mumienteile tatsächlich Neferefre zuweist. Bei Djedkare bestätigen C14-Messungen, dass es sich bei der gefundenen Mumie tatsächlich um den König handelt (Strouhal: King Djedkare and his Daughters. In:Davies/Walker (Hrsg.): Biological Anthropology and the Study of Ancient Egypt. 1993, S. 104-118).


    Bei Merenre beruft sie sich auf George Elliot Smith, der die Mumie bereits 1908 ins Neue Reich datierte. Auf die restlichen Mumienfunde der 6. Dynastie geht sie nicht mehr ein.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • ich finde das wäre auch sehr viel leichter beim bauen gewesen, man hätte die steine nicht lange raufziehen müssen sonder einfach vor ort an der gewünschten stelle gießen, einfach paar platten rundum machen dass die form passt und schon hat manns...

  • Davidovits scheint sich lediglich mit der Cheopspyramide beschäftigt zu haben (st ja nicht unüblich in pseudowissenschaftlichen Kreisen alle anderen Pyramiden einfach links liegen zu lassen). Dummerweise liegen ausgerechnet für die Cheops-Pyramide sehr detaillierte Untersuchungen der verwendeten Gesteine vor, die leider seine Beton-Idee so überhaupt gar nicht besätigen. Da er seinen Pyramiden-Beton aber auch vermarkten will, ignoriert er sie einfach (alles andere wäre ja schlecht fürs Geschäft).

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Das selten Interesse an anderen Pyramiden besteht is mir leider auch aufgefallen.
    Lese grade ein Buch ("Die großen Rätsel der Vorzeit: Legendäre Völker, versunkene Reiche, magische Symbole" von Felix R. Paturi) in dem ich ,wie ich zu meiner Schande gestehen muss, erst erfahren hab wo es überall Pyramiden gibt und wie stark unterschiedlich diese sind (Baustiel, Verwendungszweck etc) ...


    Und habe mich dann gewundert warum Pyramiden meist im zusammenhang mit Ägypten genannt werden , obwohl Sie weder die ältesten noch spektakulärsten sind.


    Hat jemand ne Ahnung warum gerade um die ägyptischen so ein Wind gemacht wird ?

  • Die ägyptischen Pyramiden sind die einzigen echten Pyramiden auf dieser Erde - und damit auch die Ältesten.


    In der Grenzwissenschaft ist es leider üblich, alle Gebäude die unten breiter sind als oben als Pyramiden zu bezeichnen... so kriegt man dan ein wahres Pyramidengetümmel hin.


    Von Paturi halte ich nicht allzu viel, hab von dem schon ne Menge Unsinn gelesen.