Realitätswahrnehmung / Emfindung & Impressionen der Umwelt

  • Ich möchte jetzt mal über was diskutieren, was mich schon seit längerer Zeit beschäftigt:


    Die Realitätswahrnehmung.


    Ich habe einmal gemerkt als ich in der Klasse saß und daran dachte, wie ich mich in der fünften Klasse fühlte, dass ich mich irgendwie anders fühlte und alles anders wahrnahm, was aber nicht die laune betraf. Ich habe gemerkt, dass es verschiedene Arten von Realitätswahrnehmungen gibt.


    Diese werden beeinflusst von:


    Wachheit/Müdigkeit
    Stress
    Laune
    Schüchternheit/Selbstbewusstsein
    Gerüche
    evtl. psychische beeinträchtigungen
    Traumata
    emotionale Intelligenz
    Drogen (Koffein, Nikotin, weiche/harte Drogen)



    Beispiele:
    wenn ich gestresst bin und mein Kopf zu voll ist, nehme ich alles sozusagen etwas passiver wahr, details des lebens werden unterbewusst was weniger wert.
    wenn ich in der sonne liege, mich entspannt fühle und ein wenig müde bin, bin ich etwas emotionaler, gefühle kommen eher durch.
    es gab ein paar tage, da war ich morgens komischer weise etwas schüchterner, aber alles, meine umwelt wirkte etwas intensiver auf mich, gute, wie auch schlechte dinge/gefühle; ich nehme an, liebe würde man intensiver spüren, aber auch mobbing z.b...


    meine umwelt nehme ich persönlich am intensivsten wahr, wenn es regnet und ich die vögel singen höre.


    ich hab mich gefragt, woran und worin es bestimmt wird, wie man die wahrnehmung beeinflusst und so die sachen teilweise herausgefunden. ich hab schon gemerkt, dass es nur teilweise an nikotin und kofein liegen kann, denn auch, wenn ich z.b. eine zigarrette geraucht und nen kaffee getrunken habe, kann ich danach trotzdem alles sehr real wahrnehmen.


    Auch habe ich viele Schlussfolgerungen daraus bezogen und gemerkt, dass die Realitätswahrnehmung unser Handeln bestimmt. deswegen sind menschen so drauf, wie sie drauf sind, hören die musik, die sie hören (z.b. genieße ich bestimmte musikrichtungen manchmal richtig viel, manchmal aber einfach total gleichgültig) und handeln so, wie sie eben handeln.


    noch ein beispiel, je intensiver ich meine umwelt wahrnehme, desto eher fühle ich mich, wenn ich zuhause bin, auch "zuhause"...


    außerdem ist mir auch aufgefallen, dass man als kind eine total andere realitätswahrnehmung hat als wenn man in der pubertät ist oder erwachsen ist. ich würde sagen, als kind hat man die intensivste wahrnehmung der realität.



    zugegeben, das hört sich jetzt alles vielleicht ziemlich komisch an, aber vielleicht merken es ja ein paar, dass es wirklich so ist und auch merken, wie sie mit diesem wissen die welt noch mehr kennenlernen können.


    auf eure meinungen und erfahrungen bin ich gespannt :)

    Ich kann nicht aufhören zu denken und zu hinterfragen...und je mehr man die Welt versteht, desto weniger will man es...



    I SEE RIGHT THROUGH YOU!!!

  • Die Realitätswahrnehmung hat in erster Linie damit zu tun, was man sich anschaut, also
    worauf man sein Augenmerk richtet.
    Wir leben in einer Zeit, in der Reizüberflutung fast zum Wettkampf geworden ist.
    Als würde verhindert, dass man über sich selbst, was man überhaupt macht, usw.
    nachdenkt. Es ist doch viel einfacher den Dorn im Auge des Anderen zu Suchen.
    Und wenn man dann so herzieht, über was auch immer, dreht man sich
    doch eigentlich nur im Kreis und die eigene Entwicklung, oder das Augenmerk auf
    Wesentliches wird vernachlässigt.
    Hinzu kommt noch der Leistungsdruck, welcher einer "nüchternen" Sicht auch
    nicht gerade förderlich ist, denn mann muss immer mehr schaffen, immer "besser"
    sein als der andere, aber was ist die Realität, die man wahrnimmt?

    Zitat

    "Realität ist woran du glauben willst, solange bis sie dich einholt."

  • Zitat

    meine umwelt nehme ich persönlich am intensivsten wahr, wenn es regnet und ich die vögel singen höre.


    Beschreibst du in dem Post mich hehe :mrgreen:


    Ich habe mir eigentlich auch schon öfters über dieses Thema Gedanken gemacht.
    Hier mal ein paar Dinge die mir aufgefallen sind.


    - Musik kann mich ziemlich stark beeinflußen, wenn ich zum Beispiel eine ruhige Ballade gehört habe, bin ich sehr in mich versunken und teilweise auch in die Natur, und auch emotionaler als sonst, höre ich aber einen härteren Song, wie zum Beispiel aus dem Power oder Death Metal, gehe ich mehr auf meine Mitmenschen ein und vernachlässige die Umgebung.


    - Als es vor einigen Tagen stark gewitterte, und ich (glücklicherweise) ein paar Kilometer mit dem Fahrrad nach Hause fahren konnte, fuhr ich an einem Fluß (dem guten Neckar) vorbei und war ziemlich stark auf die Wasseroberfläche bedacht.
    Als ich dann Zuhause ankam, hat sich dieses Gefühl noch intensiviert, ist übrigens fast immer so, wenn ich den Regen betrachte, besonderst gut tut es, wenn ich selbst zugeregnet werde o0


    - Wenn ich gestresst bin, werde ich entweder schüchtern oder aufbrausend.
    - Wenn ich gut aufgelegt bin, werde ich entweder unruhig oder nachdenklich.
    - Sollte ich dann doch nachdenklich werden, fällt praktisch jede Last von mir ab, recht komisch das zu beschreiben.


    - Wenn ich mich langweile (auch im Unterricht) widme ich meine gesamte Aufmerksamkeit ständig verschiedenen Dingen, und das Hauptthema, zieht an mir wirre vorbei.
    - Ist es interessant fokusiere ich mich ganz und gar auf das Thema.


    - Stechende Gerüche, wie Zwiebelgeruch, geben mir, trotz normaler Atmung, die Illusion, ich hätte Atemnot.


    - Über Drogen kann ich jetzt nicht wirklich etwas beitragen :roll:


    - Und zu guter Letzt.
    Ich würde sagen der Punkt Schüchternheit/Selbstbewusstsein lässt sich teilweise hochgradig von den anderen Stichpunkten bestimmen.