Unsere Welt in 50 Jahren

  • ich habe 2 theorien über die welt zu der zeit


    die erste wäre1.fast die vollständuge zerstörung durch einen 3. weltkrieg.
    weil ich denke das wenn wieder ein weltkrieg zustande käme diesmal alles wesentlich krasser zugehen würde durch die weiter entwicklung der waffen etc.. außerdem denke ich das die menschheit sowieso nichmehr hätte ernährt werden können und viren sich wirklich schnell verbreiten würden.


    die 2. wäre das wie hier schon beschrieben alles ziemlich weit entwickelt ist, spich: fast keine unheilbaren krankheiten, wohungen im all, etc. was alles eigentlich schon genannt wurde

  • :winks:
    Ich denke nicht, dass die Welt sich bei einem etwaigen 3. Weltkrieg komplett vernichten würde.
    Ich denke auch nicht, dass ein Land komplett dem Erdboden gleichgemacht werden würde.
    Eher unbewohnbar durch Nukleare Waffen...
    Mac OS XXVI wird dann bestimmt Hauptbetriebssystem sein, und Steve Jobs das Apple Imperium aus seinem schwebenden Kopf-Glas wie in Futurama regieren :D
    Und die USA hat George "We´re fucked 3.0" Bush am Hals :mrgreen::twisted:


    Zuletzt geändert von Nieselpriem am Dienstag 29. Dezember 2012, 00:56, insgesamt 1-mal geändert.

  • katakis1 : Im ersten Moment klingt es "lustig", was du erzählst, aber irgendwie kann ich mich dieser Meinung mehr oder weniger anschließen.
    Ich denke, dass wir vor allem in manchen Bereichen eine Revolution erleben werden, von der wir niemals geglaubt hatten, sie würde je stattfinden.
    Einige Dinge werden sich ändern, einige auch nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein wesentlicher Teil in 50 Jahren noch genau so sein wird, wie es jetzt ist.
    Teilweise, man muss es sich eingestehen, sind wir nämlich schon dabei uns stark zurück zu entwickeln, bzw. auf dem jetztigen Status quo zu haften, ohne jeglichen Fortschritt.
    Politisch gesehen glaube ich, dass wir das Grauen persönlich erleben werden. Nicht unbedingt durch einen 3. Weltkrieg, aber schon alleine nur durch die Tatsache, dass die Freundschaften zwischen den Staaten drohen einzufrieren.
    Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe das Gefühl in einer eiskalten Politik zu leben. Klar, Politik war noch nie das gelbe vom Ei, aber irgendwie...ich glaube, es wird in Zukunft viel, viel Schlimmer.


    In diesem Sinne:
    Wir sprechen uns in 50 Jahren wieder. :winks:

    McCoy: "Wuuzi-wuuzi-kuuzi-kuu, wuuzi-wuuzi-kuuzi-kuu!"
    Spock: "Wuuzi-wuuzi-kuuzi-kuu, Captain?"

  • Mir ist gerade ein Lustiger Gedanke gekommen.


    Glaubt ihr, dass es in 50 Jahren, bzw. jetzt nur noch in 49 Jahren das Paraportal noch gibt. Vielleicht werden in den nächsten 49 Jahren so viele Fragen geklärt, dass das Paraportal unnötig wird.


    Oder gibt es überhaupt das Internet noch. Mittlerweile wird das Internet immer unübersichtlicher und komplexer. Wie könnte eine Alternative aussehen?

  • ähm vor 50 jahren hatten wir schon die raumfahrt oder täusche ich mich? 1975 sputnik 1...


    nee darauf wollt ich nicht hinaus und ich will ja nicht päpstlicher sein als...


    aber ich denke, sooo signifikant wird es sich nicht steiger in 50 jahren ab jetzt gesehen. klar werden die rechner leistungsstärker aber soooo sehr viel wird sich nicht ändern. ich denke also nicht, dass wir in 50 jahren fliegende autos hätten, denkende haushaltsroboter etc.


    im moment bleiben wir eher auf einem level stehen und ich denke vor dem jahre 2100 wird es nicht groß weitergehen. die technik hat in der letzten zeit so einen wahnsinnigen sprung gemacht, dass ja erstmal nicht so viel, für uns bürger, neues kommen kann. haben die menschen sicher damals auch schon gedacht, aber von meiner geburt 1977 bis jetzt... was hat sich groß verändert? klar, die autos sind cooler geworden, ne ping gibt es (mikrowelle), internet, pc's... aber es wurden in den 31 jahren die ich lebe nicht SOLCHE riesen schritte neu erfunden wie das fliegen oder die raumfahrt. wir werden erstmal in absehbarer zeit nix besonders neues haben und diesen stand beibehalten... dann wird es irgendwann weitergehen.


    technisch ist es im übrigen möglich unsere autos mit wasser zu betreiben, aber wisst ihr warum es nicht angewandt wird? weil die mineralölfirmen ihre finger im spiel haben und es erstmal nicht zulassen werden...


    paddy :winks:

    Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.

  • Zitat von "Hyperion1977"


    technisch ist es im übrigen möglich unsere autos mit wasser zu betreiben, aber wisst ihr warum es nicht angewandt wird? weil die mineralölfirmen ihre finger im spiel haben und es erstmal nicht zulassen werden...


    paddy :winks:


    Dann mach mal schön, das kurbelt wenigsten die Wirtschaft an.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Die Welt in 50 Jahren?


    Darf ich meine Vorstellung darüber etwas lyrisch erläutern?


    Das dunkle Meer


    Im Dunkeln erwacht, die Gegend betracht'
    Finsternis über der Meerespracht.


    Groß und dunkel so das ganze Meer,
    doch keiner sich drum scher'
    sind alle nur existent mit erschöpften Augen,
    vor Verzweiflung nur noch am Rauben.


    Die Mutter isst das eigene Kind, welcher vor Ermüdung nicht mehr entrinnt...


    Schmerzen im Herz, Trauer der Seele,
    schützt nicht vor dem Messer an der Kehle.


    Kraftlosigkeit die Adern und Hass das Blut,
    ist was das Meer so enstellt,
    erkennt Euch wieder und seid auf der Hut,
    denn das Meer ist die Zukunftswelt.


    Gruß,
    Ate :winks:

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hallo Menirules,


    bist du von Haus aus ein Pessimist, oder ein Untergangsfanatiker, oder kannst du deine Ansicht etwas genauer erläutern.


    Ich glaube nämlich nicht, dass sich in den nächsten 50 Jahren wahnsinnig verändern wird.

  • Näher erleutern kann ich es insofern, da es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt wie das Leben auf der Erde zu Ende sein könnte.
    Neue Eiszeit (wobei wir zumindest sehr dezimiert werden dürften) was für mich im moment das warscheinlichste ist, Metheoriteneinschlag (die Frage ist ja nicht ob sondern wann), Seuchen, Atomkrieg...


    Unsere Umwelt ist so am Ende ihrer Kräfte dass ich mir einfach nicht vorstellen kann das es noch weitere 50 Jahre so weitergehen kann. Du Denkst nicht dass sich in den nächsten 50 Jahren wahnsinnig viel verändern wird? Sag das mal den Leuten 1959


    Meine Meinung ist -auch wenn ich dafür Prügel kassieren werde- dass die Erde sowas braucht. Die Natur muss endlich anfangen sich ERFOLGREICH gegen uns zu wehren.
    Aber wie gesagt, ich glaube der "Point of no return" ist eh schon erreicht. Die Erde macht ihre letzten Atemzüge.
    Hoffentlich hab ich unrecht :)

  • Hi Menirules



    Zitat

    Meine Meinung ist -auch wenn ich dafür Prügel kassieren werde- dass die Erde sowas braucht. Die Natur muss endlich anfangen sich ERFOLGREICH gegen uns zu wehren.
    Aber wie gesagt, ich glaube der "Point of no return" ist eh schon erreicht. Die Erde macht ihre letzten Atemzüge.
    Hoffentlich hab ich unrecht :)

    Hast Du ...das lebenw ird auch nach uns hier weitergehen , bis unsere erde mit dem sterben der Sonne auch stirbt ...bis dahin wird noch der Yellowstone Supervulkan hochgehen, so mancher Meteorit wird einschlagen, die Kontinente werden sich wieder zu einem Superkontinent vereinigen , mit allen dazu gehörenden unvorstellbaren Umweltauswirkungen , wird Eiszeiten und fast jedes Leben auslöschende Dürrezeiten erleben, und das leben wird sich anpassen ,wie auch in den letzten Milliarden Jahren ,und von einem PonR kann gar keine rede sein ...was ist denn das bisschen Klimakatastrophe ,gegen zb das Massensterben im perm, wo aufgrund globaler Veränderungen oder kosmischer Katastrophe , fast die gesamte Lebenswelt ausgelöscht wurde ?! schlimmer als später zu Dinozeiten , und danach explodierte das leben förmlich und eroberte sich alle regionen zurück , Millionen Jahre später begann erst die Dinozeit ...selbst wenn sämtliche ABC waffend er erde gezündet würden, würde es vieleicht die Menschheit und den Großteil der derzeitigen Lebenswelt auslöschen ,aber etwas wird überleben udn die Tür zu neuen Möglichkeiten aufstossen ,man bedenke ,was alleine die Haie oder Insekten oder Spinnentiere alles an globalen katastrophen überlebt haben ,wieviele Artensterben , vom devon bis heute

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Was mich eher interessiert ist, was die Leute in 50 Jahren machen werden, wie sie leben werden. Was sie anziehen und was sie hören werden. Wie werden die Filme sein? Und die Bücher? Werden sich überhaupt noch Leute an Pink Floyd und The Doors erinnern?


    Vielleicht wartet ja aber auch ein Polizeistaat auf uns und pure Monotonie. Wenn ich die heutigen Umstände in Betracht ziehe, fürchte ich, dass es eher diese Richtung einschlagen wird. ;)

  • Wie die Welt in 50 Jahren aussieht?


    Vor vielen Jahren haben sich die meißten Leute das Jahr 2000 als Höhepunkt der Technik vorgestellt. Fliegende Autos, Roboter usw (wo bleibt mein Hoverboard?)


    Aber was ist? Nix! Naja, ist ja nicht so das in der Technik keine Fortgeschritte gemacht wurden.
    Es ist aber bei weitem nicht so, wie sich es viele vorgestellt hatten.


    Deswegen bezweifele ich das die Zukunft so aussieht wie es sich viele vielleicht wünschen.
    Von Blade Runner, Terminator, Star Wars sind wir noch weit entfernt.


    50 Jahre sind eine Lange Zeit. Oh mann, wenn ich biss dahin noch nicht das zeitliche gesegnet habe, währe ich dann ja 75 JAhre alt :shock: ? Ich mache mir schon genug Gedanken wie wir die Rezession überwinden ohne den Bach runter zu gehen.

    That is not dead which can eternal lie,
    And with strange æons, even death may die.


    - Howard Phillips Lovecraft


    Es ist nicht Tod was ewig liegt,
    bis das der Tod die Zeit besiegt.

  • Fünfzig Jahre aus denen wir für die Zukunft lernen können..


    Mit meinen 77 Jahren kann ich mich gut 50 Jahre zurückerinnern. Hier mein Kommentar für meine jüngeren Freunde im Forum.


    Manche Menschen haben die Tendenz, sich auf Grund ihrer religiösen Denkweisen und ihrer Tradition mehr mit der Vergangenheit und der Gegenwart, nicht aber so sehr mit dem Leben der Menschen in Zukunft zu befassen. Dabei kann ein Blick auf die z.B. letzen 50 Jahre einen Trend aufdecken, wie sich für uns die Zukunft entwickeln kann.


    Noch nie war die Entwicklung der Menschheit so dramatisch wie in den letzten fünfzig Jahren. Wer im Jahre 1958 geboren wurde kam damals in eine Welt, die mit der Welt von heute kaum verglichen werden kann.


    Ein vor fünfzig Jahren geborener Mann hatte eine vorhersehbare Vollbeschäftigungsbiografie. Eine zur gleichen Zeit geborene Frau wusste, dass ihre Hauptaufgabe die Kindererziehung, die Küche und die Sorge um das Heim der Familie sein wird.


    Damals war das Fahrrad das schnellste Fortbewegungsmittel für die meisten Menschen, auf unseren Straßen gab es weniger als eine halbe Millionen Kraftfahrzeuge. Heute sind es fast hundertmal mehr.


    Das Fernsehen hatte gerade erst begonnen, man verbrachte damals seine Abende mit der Familie oder Freunden, es wurde gelesen, geschrieben. Auch Briefe geschrieben, wo wir heute viel lieber telefonieren.


    Es wurde früh geheiratet, mit 24 oder 25 Jahren war man Vater oder Mutter. Kinder kamen so, wie sie kamen, da Verhütungsmittel noch ganz am Anfang standen. Scheidungen waren selten und galten als Missgeschick. Es war üblich, sonntags in die Kirche zu gehen, am Sonntagnachmittag war Familienspaziergang angesagt. In den meisten Fällen wurde auch samstags gearbeitet, ich erinnere mich, dass mein Vater auch am Sonntag zur Post fuhr, die eingehenden Briefe las um den Montag vorzubereiten.


    Von der Microsoft-Kultur des Bill Gates waren nicht einmal Ansätzen zuerkennen, zwar gab es die ersten mechanischen Datenverarbeitungsmaschinen, meist vom System Hollerith, mit Lochkarten und riesigen, röhrenbetriebenen Rechner usw.


    In allen Büros klapperten die Schreibmaschinen. Ich erinnere mich, dass ich Anfang der 50er Jahre eine kleine Papierfabrik in den Vogesen besuchte, in der noch alte Herren, meist Lehrer oder auch mal ein Notar im Ruhestand mit Ärmelschoner und Augenschirm an Stehpulten standen und die Korrespondenz mit der Hand, mit Federhalter und Tinte aus dem Tintenglas, schrieben.


    Die Welt von 1958 gibt es nicht mehr. Fast alle Lebensformen, aber auch die Lebensabläufe haben sich seither massiv verändert. Die solide Biografie unserer Großväter ist durch eine Bastelbiografie oder Patchworkbiografie ersetzt worden. Vor allem aber haben sich die Beziehungsmuster völlig verschoben.


    Es gibt kaum noch ein durchgehendes Arbeitsleben im gleichen Beruf, es sind viel mehr Teilzeit-Etappen mit einer Abfolge von verschiedenen Jobs. Das gilt selbst für den Beruf der Mediziner. Wenn auch der eigentliche Beruf bleibt, verändert er sich doch durch die rasante technische Entwicklung so sehr, dass es auch hier dauernd neue Aufgabegebiete gibt. Fachleute berichten, dass es 50 % der Berufe des Jahres 2025, das ist morgen, heute noch gar nicht gibt.


    Aus dem Lebensgefährten wird der Lebensabschnittbegleiter, wir leben in einer versteckten Polygamie. Die alte Haushaltsfamilie ist durch eine Durchgangsgemeinschaft ersetzt worden, in der jeder, Mann, Frau, Kinder und Freunde geht und kommt wie es ihm passt.


    Die Kirchen heute haben ihren Einfluss im Vergleich zu vor 50 Jahren weitgehend verloren, auf Philosophen hört kaum jemand und die meisten Menschen leben einfach nur so vor sich hin, ohne diesem Leben wirklich zu vertrauen. So wird Glücklichsein schwierig.


    Die Menschen werden älter, das verdanken wir der modernen Medizin und Hygiene. Männer wie Frauen werden heute 30 Jahre älter als vor 100 Jahren und immer noch zehn Jahre älter als vor fünfzig Jahren. Das stellt alle seinerzeit prognostizierten Voraussagen für die Altersversorgung in Frage. Und diese Tendenz geht weiter. Einem Jahre 2008 geborenes Mädchen hat zu 90 Prozent Chancen, 100 Jahre alt zu werden.


    Vor fünfzig Jahren wurden bei uns pro Jahr etwa eine Million Kinder geboren, heute ist es nur noch etwa die Hälfte. Damals war das Verhältnis der Kinder unter 14 zu den Alten über 65 etwa 2 zu 1. heute ist das Verhältnis eins zu eins. Das ist das Zeichen einer galoppierenden demografischen Veränderung. Die Pille hat unser Fortpflanzungsverhalten und unsere Lebensplanung völlig verändert. Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Leben ohne Kinder. Das führt automatisch dazu, dass in 40 Jahren nicht mehr genug Menschen in Arbeitsverhältnissen sind, um die notwendigen Renten, die Sozialbeiträge zu bezahlen.


    Interessant ist, dass die Kinderanzahl in Familien mit mehreren Kindern kaum sinkt, dagegen gibt es sehr viele mehr Paare ohne Kind. Das bedeutet, dass es viel weniger Einzelkinder gibt als früher. Im Schnitt bekommt jede Frau in Deutschland 1,35 Kinder. (Hier wäre zu fragen wer denn die Kinder hinterm Komma produziert?). Jede vierte Frau, die nach 1960 geboren wurde bleibt kinderlos, von den Frauen die nach 1970 geboren ist es sogar jede dritte. Das liegt natürlich auch zum Teil an den extrem langen Bildungszeiten der Frauen zum Beispiel an den Universitäten. Dazu kommt, dass schon ab 30 Jahren die Fruchtbarkeit der Frauen merklich absinkt. So hat sich die "In Vitro Technik" installiert, die aber nur bei zehn bis 15 Prozent der Versuche Erfolg gezeigt.


    Bei den meisten Menschen kommen Kinder erst, wenn andere, anscheinend wichtigere Fragen geklärt sind. So kommen Kinder nach der Karriere, nach Finanzen und nach der Wohnung. Auch lassen sich die Menschen vielmehr Zeit zwischen dem Kennen lernen und der Familiengründung, im Durchschnitt fünf Jahre. Nach einer Geburt eines Kindes kommen oft Aussagen wie: " mein eigenes Leben kommt jetzt zu kurz."


    So ist es für viele ein Problem, wenn sie sehen, wie sich das Leben anderer Frauen, anderer Paare verändert durch die Ankunft eines Kindes. Erst sind da die Sorgen ob das Kind gesund zur Welt kommt, dann, ob es gesund bleibt. Beide Eltern sind oft überfordert mit den oft lautstark bekundeten, meist unverständlichen Wünschen des Kindes, manche fragen sich, ob Kinder nicht generell zu früh zur Welt kommen.


    In einigen Ländern will man deshalb Menschen, die keine Kinder haben steuerlich wesentlich mehr belasten und kinderreiche Familien nicht nur steuerlich entlasten, sondern auch mit Prämien belohnen. Aber auch das sind nur Basteleien, es müsste eine grundsätzliche Änderung der inneren Einstellung der Menschen zu ihrer eigenen Zukunft entwickelt werden. In Ländern ohne soziales Netz (Beispiel Afrika, z.T. Asien) stellt sich diese Frage nicht, denn viele Kinder zu haben bedeutet ausreichende Versorgung für den Lebensabend. Vielleicht hat diese Frage auch etwas mit dem sich entwickelnden Egoismus unserer Gesellschaft zu tun.


    Auch das Leben der Frauen ist ganz anders geworden. Heute haben mehr als doppelt so viele Frauen eine berufliche Aktivität als 1953. Dadurch musste sich die Familie anders organisieren. Staat und Wirtschaft müssen sich Gedanken darüber machen wie mit Teilzeitbeschäftigungen, Altenpflege und Kinderbetreuung eine Situation geschaffen wird, damit Frauen, die arbeiten wollen, nicht zu Gunsten der Erziehung und Pflege der Alten auf eine Aktivität und damit auf ein Einkommen verzichten müssen.


    Die Arbeitswelt hat sich von Grund auf verändert. Während früher Entwicklung, Herstellung und Verkauf meist in einer Hand lagen, wird das heute immer weniger praktiziert. Eine Firma entwickelt, verkauft das Ergebnis an einen Hersteller, der produziert und übergibt Vertrieb und Marketing anderen Unternehmen. Firmen fusionieren, verschwinden, kommen wieder unter anderem Namen, wandern in andere Länder aus. Das führt bei vielen Menschen dazu, in dass sie unsicher werden, Angst haben ihrer Aufgabe als Ernährer der Familie nicht mehr nachkommen zu können.


    Zunächst konnte man verstehen dass die Zahl der von der Landwirtschaft lebender Menschen in fünfzig Jahren von 30 Prozent auf ca. 5 Prozent gesunken ist. Dafür gab es mehr Arbeit in der Industrie. Heute merken die Menschen, dass es auch in der Industrie immer weniger Arbeit gibt. 1954 arbeiteten fünfzig Prozent aller Arbeitnehmer in der Industrie, heute sind es knapp 20 Prozent. Viele Firmen verlegen ihre Produktionsstätte in Billiglohnländer, ohne daran zu denken dass die von ihnen entlassenen Arbeitnehmer dann nicht mehr die Mittel haben, die von ihnen im Ausland produzierten Waren zu kaufen. Man könnte sagen, dass sie sich den Ast absägen auf dem sie sitzen.
    Vor fünfzig Jahren waren im Bereich der Dienstleistungen ca. 30% der Arbeitnehmer beschäftigt, heute sind es fast 70 Prozent. Wenn man weiter darüber nachdenkt, stellt sich die Frage nach der Zukunft der Arbeit. Wird der Menschen als Arbeitskraft durch die moderne Technik genauso überflüssig wie das Pferd in der Landwirtschaft nach der Einführung des Traktors?


    Weitere interessante Denkansätze sind Fragen der Kirchen, der Religion und des Glaubens. Vor 100 Jahren lebten in Paris intra muros wie heute ca. 2 Millionen Menschen. Schätzungen aus dieser Zeit berichten vom ca. 70 Prozent praktizierender Katholiken. Heute gibt es in Paris noch zirka 165.000 praktizierende Katholiken, jeder verfügt theoretisch über 49 Quadratmetern kirchlicher Räume, mehr also wie er in seiner eigenen Wohnung hat. Andere Religionen, z. B. der sich bei uns ausbreitende Islam haben damit wesentlich weniger Probleme. Es werden in Frankreich mehr neue Moscheen gebaut als neue Kirchen.


    Eine wesentliche Veränderung der letzten fünfzig Jahren haben die modernen Verkehrsmittel gebracht. Wer damals von Bali sprach, konnte sicher sein, dass die Mehrzahl der Menschen gar nicht wußte, was es ist und wo es liegt.


    Damals verbrachten die meisten unserer Bürger ihre Ferien bei Verwandten auf dem Land, kaum jemand machte die damals strapaziösen Fernreisen. Das hat sich grundsätzlich verändert.


    Auch die Mobilität hat sich verändert. Im Schnitt wechselt jeder Bürger dieses Landes drei bis fünfmal seine Wohnung. Das alles gehört zu der Entwicklung unseres Lebens.


    Aber diese größere Mobilität führte zu Schwierigkeiten bei der eigenen Orientierung, der eigenen Bildung. Verlust der Nachbarn, der Schulkameraden, der Kollegen, der zurückbleibenden Familien. Es gibt immer weniger Kontakte zwischen den Menschen in der Freizeit aber auch bei der Arbeit. Der Arbeitsdruck ist heute so groß, dass kaum Zeit für persönliche Gespräche bleibt. Das führt zur Vereinsamung und Beziehungslosigkeit. Dieses Problem haben auch unsere Kinder schon, so sind wesentliche psychologische Probleme vorprogrammiert.


    Die nächste Frage befasst sich mit der Integration.


    Vor fünfzig Jahren lebten nur weniger Ausländer in unserem Land. Die meisten davon kamen aus eher bevorzugtem Milieu (Dipolmaten usw.), konnten sich relativ leicht dem Leben in unserem Land anpassen. Außerdem gab es einige Fremd-Arbeiter, die ins Land kamen, weil unsere Bürger bestimmte Arbeiten nicht machen wollten.

    Heute jedoch leben hier in Frankreich ca. 8 Millionen Ausländer das sind ca. 13 Prozent der Einwohner unseres Landes. Viele kommen aus Nordafrika, der Türkei, also aus islamischen Ländern, sie und wir haben echte Probleme mit ihrer Integration. In diesen Familien wird weitgehend die Heimatsprache gesprochen, sodass Kinder, wenn sie zur Schule kommen, unsere Sprache nicht richtig sprechen. Auch ist es für diese Kinder schwierig, die unterschiedlichen religiösen und auch laizistischen Auffassungen zu verstehen. In Frankreich erscheint dieses Problem nicht so dramatisch, da Kirche und Staat getrennt sind. In Deutschland dagegen steht die christliche Religion im Grundgesetz, das führt dort zu erheblichen Problemen. Ich möchte hier nicht auf den Kopftuchstreit eingehen, er ist nur ein Symbol für die Intoleranz unserer multikulturellen Gesellschaft.


    Diese Bilanz ist nicht negativ, sie zeigt realistisch die Entwicklung eines Teils unseres Lebens der letzten fünfzig Jahre auf. Das gibt uns die Möglichkeit uns Gedanken um die Trendentwicklung der Zukunft zumachen. Wir sollten uns neben unserer merkantilen Arbeit mehr Gedanken ob der Zukunft machen. Mit der Basis der Erfahrung der Alten und dem Enthusiasmus der jungen Menschen sollte es möglich sein mitzuhelfen, die Lebensbedingungen der Menschen in den weiteren Jahren zu verbessern.


    Die eigentlichen Bedürfnisse der Menschen haben sich in diesen 50 Jahren nicht wirklich verändert, anders geworden sind Kommunikation und der Wunsch nach mehr...... von allem.
    So gewinnt der Ansatz des Götz Werner, eines bedingungslosen Grundeinkommens Sinn, wir werden um eine Entwicklung, aber auch um Änderungen unseres Lebens und unserer Einstellungen unvorstellbaren Ausmaßes nicht herum kommen.


    Pierre

  • Finde es lustig,zu sehen wie falsch die Zukunftspropheten in der Vergangenheit lagen.
    Hat man einen von diesen Futurologen vor 50 Jahren gefragt,wie es im Jahr 2009 aussehen würde,dann hat er bestimmt was von Flugautos und Kolonien auf dem Mond erzählt,aber so etwas wie das Internet hat z.B.kaum einer vorausgesehen.
    Schaut euch nur mal alts Sci-Fi-Filme an.Da haben die Raumschiffe endlose Schalter und blinkende Lichter,aber es ist kaum mal so etwas wie ein Bildschirm zu sehen.

  • Also ersteinmal Pierre vielen Dank für deine ausführliche und vorallem anschauliche Darstellung der Entwicklung der letzten 50 Jahre. Sicherlich hast du recht. in den letzten 50 Jahren hat sich die Gesellschaft und die Technik enorm verändert.


    Jedoch wenn ich mir jetzt mal die letzten 10 Jahre anschaue. Also von 1999 bis jetzt, dann glaube ich, dass sich die Veränderung ziemlich verlangsamt hat. Also allzu viel hat sich, glaube ich zumindest, nicht mehr getan.
    Oder????

  • Zitat von "Petestor"

    Also allzu viel hat sich, glaube ich zumindest, nicht mehr getan.
    Oder????


    nicht?
    pcs haben sich um ein vielfaches entwickelt, genau wie das internet, TFTs, handys, gps, DVDs, ... das sind doch schon ne menge neuerungen. und im bereich der wissenschaft hat sich auch genug getan. JET, ITER, LHC, ISS, ...


    natürlich kommt einen das wenig vor weils mal alle paar monate was neues gibt, zusammengefasst ist das aber ne menge. genauso wirds die jahrzehnte vorher gewesen sein.

  • Hallo Realist 2.


    also ich glaube immer noch nicht, dass sich wirklich viel verändert hat. Klar ist alles kleiner, schneller geworden. Gerade im Computer. Aber was ist jetzt wirklich der große unterschied zwischen einer DVD und einer alten Diskette, außer dass man mehr Daten speichern kann.


    Wirklich bahnbrechende Erfindungen, wie z. B. der Computer, das Auto das elektrische Licht, die Dampfmaschine, ..... wurden doch in den letzten 10 Jahren nicht mehr gemacht. Eigentlich wurde das bestehende nur verbessert.


    Übrigens das Internet ist zwar vielfältiger geworden, aber besteht schon seit viel mehr als 10 Jahren, das Handy, TFT.. ebenfalls. Und wie gesagt, vieles wird einfach nur kleiner, schneller Leistungsstärker.


    Wer erinnert sich noch an die alten Autotelefone. Eigentlich sind hieraus die Handys entstanden.


    ISS Ok ist wirklich was, aber sonst.


    vielleicht warte ich ja auch nur endlich auf das fliegende Auto, wie z. b. in das 5 Element.


    Gruß