• Auch wenn ich nicht wirklich ein Freund von Freuds Theorien bin (2 Semester waren genug), muß ich zugeben das mir der Dualismus doch recht plausibel erscheint.
    Ich würde sagen es kommt auf die Situation an welche Seite sich gerade zeigt oderwas meint ihr?

  • Natürlich geht alles einzuteilen, es liegt nur immer an der Perspektive die man auf bestimmte Werte hat, auf die situation und auf den Mensch kommt es an. Jeder wert kann zu gut o. Böse zugeordnet werden.

    Wenn es nicht beides geben würde, Leben und Tod, dann gäbe es auch keine Unergründlichkeit. Wenn es nur Dunkelheit gäbe, dann wäre alles klar. Aber gerade weil es nicht nur Dunkelheit gibt, sondern auch Licht, wird unsere Lage unerklärlich

  • Zitat von "psycho"

    Was haltet ihr davon das nach Siegmund Freud der Mensch zwei Seiten hat? Die Gute und die Böse?


    Klingt wie George Dabbelju :D


    Aber mal im Ernst: "Gut und Böse" liegt immer im Auge des Betrachters. Für ein Gnu ist ein Löwe das absolut Böse, umgekehrt würde sich der Löwe (hätte er denn ein Gewissen) sich wohl selbst nie als böse bezeichnen, wenn er ab und an ein Gnu verspeist.


    Aber dieses schwarz/weiss-Denken ist ja so herrlich einfach. Die Mächtigen sind die Guten und alles bzw. jeder, der den Mächtigen im Weg ist oder deren Macht gefährdet, ist Böse. So lebt die Menschheit schon seit ewigen Zeiten.


    Will damit sagen: Der Mensch wird nach wie vor vom überlebensinstinkt geleitet, möge er auch noch so intelligent sein. Aber das jeder Mensch einen "Dr. Jekyll" in sich birgt, wie Freud das wohl meinte, halte ich für Blödsinn. Man will halt überleben und ist je nach Lage, bereit alles dafür zu tun.

  • Meiner Meinung nach sind die Polaritäten untrennbar miteinander verbunden, das eine bedingt das andere, wie beim Yin und Yang...nur leider haben wir (meistens) keine Wahrnehmung für das Bestehen von Einheit in dieser Dualität. Das kann und sollte man ändern. Die meisten von uns beschränken ihre Resonanzfähigkeit leider zu sehr auf das negative...aber das wir uns in Dunkelheit bewegen zeigt doch das es immer ein Licht gibt, nachdem es sich lohnt zu suchen!

  • Zu dieser Jahreszeit ist es in diesem Land oft schwer das Licht zu finden, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Wetter zieht viele Menschen runter und oft vergessen wir, dass die Dunkelheit im Inneren von der äußeren Dunkelheit abhängt. Unser gesamtes Sein ist an die äußere Welt gebunden und sehr viel von unserem Ich ist von Außen gemacht. Die Schranken zwischen der inneren und der äußeren Welt sind unsere Sinne.


    So wie unsere äußere Welt in jeder Hinsicht von der Spannung zwischen den Gegensatzpaaren lebt, lebt auch unsere innere Welt davon. Unsere innere Welt entspricht natürlich nie perfekt der äußeren Welt, da wir alle auch Anlagen mit ins Leben bringen, die die Spiegelung der Welt verzerren.


    Bestimmte gravierende Erlebnisse können einen Einfluss auf die Wahrnehmung haben und vieles ins Schlechte verkehren, was eigentlich gut ist. Dann funktioniert der innere Spiegel wohl eher wie ein Zerrspiegel und im schlimmsten Fall verzerrt er alles.


    Das ist dann der Punkt, an dem man unter Umständen nicht mehr nach Licht suchen kann oder will. Die Zeit ist gekommen, für Mr. Hyde.

    Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche tun.


    (Oscar Wilde)

  • Man kann nicht wissen was gut und böse ist.


    Ein Beispiel: Wenn eine neue fabrik gebaut wird ,sagen wir mal eine Matratzenfabrik,da denken die einen sofort:Verschmutzt die Umwelt also böse .Doch di anderen denken stellt Matratzen her auf denen wir schlafen also gut.Man weiß es nicht.

  • Die Fabrik ist doch ein gutes Beispiel für die Spannungen zwischen Gut und Böse und wie die Gegensätze miteinander verwoben sind.


    Ying und Yang ist für mich die spirituelle Weltformel.

    Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche tun.


    (Oscar Wilde)

  • Kann mich Foxy Mulder nur anschließen, ohne den Begriff "böse" gäbs kein "gut", alles nur Erfindungen der Menschen, Schwarz/Weiß bzw. Himmel/Hölle Prinzip. Als "böse" oder "schlecht" wird ja gemeinhin etwas bezeichnet, das dem Menschen schadt bzw. missfällt. Hätte man aber keine "schlechten" Erlebnisse, wüsste man die "guten" nicht zu schätzen und könnte beide auch nicht unterscheiden. Wie schon gesagt, leider bemerkt man meist nur die negativen Erlebnisse, z.B. wenn man 9 von 10 Mathe aufgaben schafft, regt man sich trotzdem auf, weil man die eine nicht versteht.

    "Der Glauben ist das naive Mittel der Unwissenden das angeblich Unerklärliche zu erklären." -Lehner ;)

  • ich finde das es nicht wirklich gut und böses gibt weil alles was wir als böse betiteln nur exestiert weil wir handeln. Allerdings glaube ich dass es die möglichkeit gibt etwas böse auszulegen genauso wie gutes.