Was ist für euch der schlimmste, schockierendste Film?

  • Er wird nicht als "krank" dargestellt sondern als das was er nun mal war "Verschroben". Und daran gibt es meiner Meinung nach auch nichts zu rütteln dran.
    Denn, mal ehrlich, das hier:...kann man schlecht als "normal" bezeichnen!


    Also was normal ist darüber können wir jetzt streiten, Fakt ist Pasolini ist nicht der einzige komische Kauz im Filmgewerbe.


    Nein, habe ich noch nicht gesehen. Nur Salo, aber um den geht es hier ja auch!


    Ja aber gerade dann wenn man über Pasolini im ganzen diskutiert sollte man seine gesamten Werke betrachten, nicht nur Salo.


    Ja, ich weiß! Das ändert aber nichts an meinen Gedanken daran, daß Pasolini auch eigene Phantasien gehabt haben könnte - speziell bei diesem Film! Menschen können auch verstehen und begreifen ohne das man auf so grauenvolle Weise schockieren muß.


    Ähm... jeder Regiesseur lässt seinen Stil in seinen Film einfließen. Pasolini hat halt auf die harte Tour provozieren wollen, was ihm ja gelungen ist.
    Ohne Dir auf die Füße treten zu wollen Ricya die meisten Menschen merken sich erst Sachen wenn Sie sie am eigenen Leib erfahren oder bei einem Schockerlebnis, somit macht Salo nichts falsch; Niemand von uns hier muss das Gleiche durchstehen, bekommt aber beim angucken des Films einen argen audiovisuellen Schock damit er den Film und die Thematik dahinter nicht vergisst.


    Der Film bleibt ein Klassiker, da er eben kein einfacher 0815-Gemetzel-Horror ist sondern ein aufzeigendes erschütterndes Drama. Da muss ich mich mal den Filmkritikern und Filmhistorikern anschließen. Um den Film vielleicht besser zu verstehen ohne ihn angucken zu müssen empfehle ich Dir die Review vom British Film Institute. Hier noch die ganze Salo Seite.


    so on Dean

  • Zitat

    Fakt ist Pasolini ist nicht der einzige komische Kauz im Filmgewerbe.


    Nein, ist er mit Sicherheit nicht, aber ich glaube, ich wurde da etwas mißverstanden. Ich komme später darauf zurück!


    Zitat

    Ohne Dir auf die Füße treten zu wollen Ricya


    Du trittst mir sowieso nicht auf die Füße....das hier ist eine Diskussion, in der jeder seine Meinung äußern kann und darf. Wer also hier mitschreibt, muß mit Gegenstimmen rechnen! Und wer das nicht kann sollte still sein! ;)


    Zitat

    Um den Film vielleicht besser zu verstehen ohne ihn angucken zu müssen


    Ich kenne den Film nur die anderen von Pasolini nicht! :)


    Zitat

    Der Film bleibt ein Klassiker


    Für mich eben nicht, aber das können wir uns noch fünfmal gegenseitig sagen, es ist Butter bei den Fischen, weil Geschmäcker eben Verschieden sind! Und es soll ja auch nicht Ziel unseres Gesprächs sein, uns gegenseitig zu überzeugen. Sondern jeder sagt halt seine Sicht der Dinge und das ist OK so! ;)


    So, nun nochmal zu dem komischen Kauz Pasolini und warum das ein Punkt ist, auf dem ich im Zusammenhang mit Salo rumreite (ich hoffe, ich kann etwas genauer erklären, worum es mir geht):


    Was der Mann privat getrieben hat ist mir herzlich wurscht und geht mich nichts an. Mir geht es einzig darum, daß ich den Inhalt des Filmes nochmal mit anderen Augen sehe, wenn ich um seine Neigungen weiß.
    Warum?
    Ganz einfach, stelle Dir mal folgendes vor: (ich nehme jetzt ein überspitztes Beipiel, nur um zu verdeutlichen, was ich meine)


    Du siehst Dir einen Film zum Thema Kindesmißbrauch an. Der Film ist erschütternd und Du bist hinterher verstört, nachdenklich.......die Thematik geht Dir nahe und der Film berührt Dich.
    "Wahnsinn" wird hinterher jeder sagen "es wurde ein Klassiker geschaffen, dieser Film rüttelt uns alle wach! Der Regisseur ist ein Meister seines Faches, hat er es doch geschafft, den Film so rüberzubringen, daß er jeden aufwühlt!"
    Gut!
    Später. Folgende Nachrichten gehen um die Welt: "der Regisseur wurde verhaftet, denn es wurde bekannt, daß er selbst Kinder mißbraucht hat!"
    Bumm!
    Denkst Du nicht, mit diesem Wissen im Hinterkopf würdest Du den Film nicht auch aus etwas anderen Blickwinkeln ansehen? ;)


    Wie gesagt, das war jetzt ein sehr übertriebenes Beispiel und ist auch von Pasolini weit entfernt, da er keine Straftaten begangen hat. Aber ich hoffe ich konnte nun einigermaßen erklären, warum ich den Film mit dem Wissen um Pasolinis "Eigenarten" wahrscheinlich noch mehr hinterfrage, als ich es tun würde, wenn ich es nicht wüßte.
    Er prangert ja mit seinem Film nicht nur die faschistische Gesellschaft an, sondern auch das Monster das in jedem von uns stecken kann und das zum Vorschein treten kann, wenn man Macht erlangt.
    Und das hat er in ziemlich brutalen, teils ekelerregenden Szenen dargestellt. Woher wissen wir denn, daß dabei nicht auch sein "Monster" etwas zum Vorschein kam? Drum schrieb ich ja in einem Post weiter oben:


    Zitat

    ich frage mich ständig, ob Pasolini bewußt solche abartigen Szenen verwendete um damit dem Film eine "Schockwirkung" zu verpassen, (Man weiß, Filme mit Schockwirkung bleiben eher in den Köpfen der Menschen und regen eher zum Nachdenken an, als andere Filme)
    ooooooder, benutzte er die Arbeit an dem Film auch um seine eigenen Phantasien die er hegte zu verarbeiten und auszuleben? (Was mich eben aufgrund seines Privatlebens nicht verwundern würde)
    Kann jeder sehen wie er will, aber für mich persönlich kein unwichtiges Detail wenn es darum geht, den Film als "Klassiker" zu sehen!


    Aber das sind eben meine Gedanken, nicht die der gesamten Menschheit. Wenn Du es anders siehst, ist das auch in Ordnung. Ich habe halt meine Meinung zu dem Film und Du Deine!


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich habe auch schon unzählige Horror- und Gruselfilme geschaut. Grundsätzlich gefallen mir Filme mit eher "unterschwelligem Gänsehautfaktor" besser als beispielsweise Splatterfilme.. Aber jedem das Seine.
    Aber z.B. "Gesichter des Todes" war damals eine Filmreihe, die mich erstmal nicht mehr los ließ, die mich auch nachhaltig schockiert hat. Allerdings !damals! unwissend der Tatsache, daß der größte Teil des Filmmaterials "gefaked" war..


    Einen Film möchte ich noch erwähnen (weiß nicht genau, ob er hier schonmal genannt wurde, glaube nicht) :roll: Der aber empfehlenswert ist!
    Es handelt sich um den Film "Johnny zieht in den Krieg", ein Antikriegsfilm von 1971! Diesen Film bekomme ich nicht mehr aus dem (Hinter)Kopf.


    Es geht um einen jungen Mann der im ersten Weltkrieg sehr schwer verletzt wurde. Ihm wurden beide Arme und Beine abgerissen, er verlor sein Augenlicht, seinen Geruchssinn, seine Stimme und sein Gehör. Er war aber dennoch in der Lage (und das ist u.A. das Grausame daran) zu denken! Seine Umwelt durch Berührungen und "Vibrationen" wahrzunehmen.
    So lag er jahrelang völlig hilflos in einem Krankenhaus, verhüllt von einer Decke und einer Maske, um den Ärzten und Krankenschwestern den furchtbaren Anblick zu ersparen. Die Krankenhausszenen sind übrigens in schwarz/weiß gehalten, während es auch kurze Kriegsszenen bzw Vergangenheitsszenen (quasi Traum- und Erinnerungsszenen von Johnny) in Farbe gibt..
    Es ist schon lange her, daß ich diesen Film zuletzt gesehen habe, aber wenn ich ihn mir so meine Gedanken zurückrufe, verspüre ich wieder die Gefühle die ich damals hatte.. Nämlich Beklemmungen! Und Mitleid mit Johnny. Versetzt Euch mal in seine Lage, er leidet, er kann sich nicht mitteilen (außer durch "Morsezeichen", mit dem Kopf!), er wäre am liebsten tot, aber er wird "künstlich" am Leben erhalten. Seinen Wunsch endlich erlöst zu werden, kann er nur immer wieder durch "SOS! Help me!", mit seinen "Morsezeichen" zum Ausdruck bringen!... Aber es gibt ein bitteres, düsteres "Happy End"...
    Wie gesagt, hier gehts nicht um Splatter, Action usw, sondern um das beklemmende Schicksal von Johnny, quasi erzählt aus der "Ich-Perspektive".


    Übrigens hat die Band "Metallica" in ihrem Musikvideo zum Song "One" Ausschnitte aus diesem Film untergebracht..


    Ich hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt :lol:

  • Aber es gibt ein bitteres, düsteres "Happy End"...

    Nein, gibt es nicht. Oder meinst Du,


    Die große Frage bei diesem Film ist allerdings, ob es sich tatsächlich um einen Antikriegsfilm handelt. Der Krieg selbst hat Johnny zwar verstümmelt, aber die Grausamkeit besteht darin, dass er jahrelang am Leben erhalten wurde und er sich nur an Erinnerungen festhalten konnte. Wenn man den Alterungsprozess des Arztes betrachtet, dann hat Johnny vermutlich auch den zweiten Weltkrieg miterlebt. Es wurde also im Endeffekt nur beobachtet, wie lange ein Torso überleben kann, der keinerlei überlebenswichtige Sinnesorgane mehr hat (außer der Haut). Der Krieg beschränkt sich auf einen Granateinschlag. Und das ist nicht gerade das, was man von einem Antikriegsfilm erwartet. Da ist für mich schon eher "Saving Private Ryan" ein Antikriegsfilm wenn die Männer vor der Landung in die Landungsboote kotzen, oder "Forrest Gump" der Bubba beim sterben zusehen muss (oha, zwei Filme mit Tom Hanks, dann sollte ich besser noch "Hamburger Hill" nennen, da hat er nicht mitgespielt.).
    Worauf ich hinaus will: Auch wenn die Zeitschriften sagen, es sei ein Antikriegsfilm sehe ich es leider nicht so. Ich sehe es eher als eine Art Psychogramm für Zuschauer. Auf welchen Sinn könnte man selbst am ehesten verzichten?


  • Hallo!


    Ich würde den Film "Seed" wirklich gerne mal sehen.
    In Tierrechtskreisen wurde er als Meisterwerk angepriesen und Kinoeintrittskarten verlost.
    Der Grund: der Regisseur hat wahre Misshandlungen aufgezeigt, die alltäglich an Tieren verübt werden.
    Es soll damit die breite Bevölkerung wachgerüttelt werden.
    Ich habe Auschnitte aus den Anfangssequenzen gesehen und muss sagen (betont grausam), die Szenen sind ein alter Hut.
    Als ich noch in der Tierrechtsszene aktiver war, habe ich täglich mehrere solcher Videos auf meine Homepage gepackt.
    Von Schlachtkühen die sich auf den Stümpfen ihrer gebrochenen Beine in den Schlachthof schleppen (Doku: "Endstation Beirut"), Marderhunde, die auf chinesischen Pelzfarmen bereits gehäutet(!) rumliegen und sich mit letzter Kraft versuchen aufzurichten (in so ziemlich jeder Anti-Pelz-Doku zu sehen).
    Jetzt mag vielleicht einer annehmen, ich hätte gar keine Hemmschwelle mehr, doch:
    Die chinesischen Videos mit Kätzchen/Küken/Welpen und Frauen mit Pfennigabsätzen für A-Crush-Fetischisten (die die es gesehen haben, wissen was ich meine und die die es nicht kennen bitte ich darum auch nicht danach zu suchen) haben mich dazu gebracht mich mehrmals zu übergeben. Einfach nur krank!


    Ganz ehrlich - warum brauchen wir Filme um uns zu gruseln.
    Einfach mal zu schauen, wie das Fleisch auf den Teller kommt, ist manchmal härter als alles andere!


    Liebe Grüße,
    Corvus Corax

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Es ist richtig, dass diese Anfangssequenzen ein "alter Hut" sind. Die findet man überall im Internet. Sogar hier im PP sind oder waren diese Realfilme über die Tiermorde schon verlinkt.


    Aber um zurück auf den Film "Seed" zu kommen: Hier hat Boll ein wenig "Halloween" mit ein wenig "Saw" kombiniert. Den Film fand ich wirklich gut und vor allem der Schluß erinnerte ein wenig an den Film "Broken".
    Jedenfalls braucht man nicht mordsmäßig Splatter erwarten. Aber der Schluß hat mich dann doch ein wenig überrascht, obwohl der Schluß ... naja ... "Saw"-mäßig ist.



    Ganz ehrlich - warum brauchen wir Filme um uns zu gruseln.

    Unter Grusel verstehe ich sowas wie "Bis das Blut gefriert". Das Freddy- und Jason-Zeug ist halt vielleicht nur die typische Gafferei, wenn auf der Autobahn ein Motorradfahrer seinen Helm verloren hat. Kopf inklusive. Aber richtige Gruselfilme sind selten. Mir fällt spontan höchstens noch "Die Wendeltreppe" ein. Ich mag es, wenn ich einen Film sehe, bei dem ich eine Gänsehaut bekomme.

  • Die große Frage bei diesem Film ist allerdings, ob es sich tatsächlich um einen Antikriegsfilm handelt.

    @ Irrwisch, da könntest Du Recht haben. Aber der Film wurde damals (zumindest nach meinen Recherchen im web) als "Antikriegsfilm" deklariert. Wenn man sich vor Augen hält, welche individuellen Folgen ein Krieg haben kann, ist meines Erachtens die "Schublade Antikriegsfilm" durchaus gerechtfertigt.
    Man kann ihn aber auch genau so gut als "Psychodrama" bezeichnen.. Das ist dann wohl Ansichtssache...


    Und was Deinen "Spoiler" anbelangt, so habe ich in Erinnerung, daß genau dies am Ende des Films tatsächlich so gelungen/passiert ist! Kann mich aber auch irren. Denn, wie gesagt, es ist Jahre her, daß ich den Film zuletzt gesehen habe. Von daher sind da bei mir (leider) nur sehr verschwommene (Hinterkopf)Erinnerungen vorhanden...
    Trotzdem Danke für Dein Feedback ;)
    LG Naveena

  • Aber der Film wurde damals (zumindest nach meinen Recherchen im web) als "Antikriegsfilm" deklariert.

    Das ist richtig, dass der Film überall als Antikriegsfilm geführt wird. Aber wenn Du den Film nochmal ansiehst, dann erkennst Du, dass das Hauptaugenmerk auf das Überleben und Erforschen des Torsos gerichtet ist, und nicht auf den Krieg. Schon nach den ersten zwei Minuten unterhalten sich die Ärzte (wenn auch Militäräzte) über den "Rest" des "Patienten" und seinem "am Leben erhalten".


    Die Definitionssache ist ähnlich wie bei "SAW". Die einen sagen Horrorfilm, die anderen Psychothriller und wiederum andere Horrorthriller.




    Und was Deinen "Spoiler" anbelangt, so habe ich in Erinnerung, daß genau dies am Ende des Films tatsächlich so gelungen/passiert ist!

    Da kannst Du mir vertrauen. Mein Spoiler stimmt. Ich hab den Film auf CD weil ich ihn aufgenommen habe, als er vor ein paar Jahren auf Arte lief. ;)

  • Aber wenn Du den Film nochmal ansiehst, dann erkennst Du, dass das Hauptaugenmerk auf das Überleben und Erforschen des Torsos gerichtet ist, und nicht auf den Krieg.


    Ja, das stimmt @ Irrwisch! Es geht im Grunde einzig und allein um den Torso, mit einem Kopf/einer Seele, der/die denkt und fühlt! Wie fühlt man sich, wenn man nichts Anderes hat, als Denken und Fühlen? In einem Krankenhauszimmer, unbeweglich in einem Bett, als unfreiwilliges Beobachtungsobjekt der "Wissenschaft"? Wie grausam muss es sein, Tag für Tag, Woche für Woche usw da zu liegen und "nur" zu denken und zu fühlen?... Und nur noch (unfreiwillig) zu existieren? Und sich nicht artikulieren zu können!?
    Deshalb bleibt mir dieser Film ja so beklemmend in Erinnerung, gleichgültig welchen "Stempel" man ihm nun aufdrücken möchte bzw in welches Genre man ihn einordnen will...
    Ich würde den Film gerne nochmal sehen..allein schon deshalb weil ich das "Ende" nicht mehr vor Augen habe. Habe ihn aber leider weder in meiner (nicht vorhandenen) DVD-Sammlung, noch wird er wohl in absehbarer Zeit (denke ich) bei irgendeinem "Randgruppensender" laufen...(?) :?


    LG Naveena

  • @Naveena

    noch wird er wohl in absehbarer Zeit (denke ich) bei irgendeinem "Randgruppensender" laufen...(?)

    Damit hast Du mit relativer Sicherheit recht. Und sollte er laufen, dann muss man auch aufpassen, dass man den Film nicht verpasst. So ging es mir mit "Dogville", den ich auf Arte zu spät eingeschaltet hatte. Und ich schaue keine Filme an, wenn ich den Anfang verpasst habe. Und fünf Jahre warten ist auch nicht mein Ding, weshalb ich mir die DVD geholt habe. Jeder andere Schei* läuft alle drei Monate im Fernsehen. Die guten Filme nur alle 5 Jahre.


    Aber als Filmtipp für Dich: "Boxing Helena" http://de.wikipedia.org/wiki/Boxing_Helena
    Der könnte Dir auch gefallen.
    Allerdings finde ich den Schluss nicht besonders. Aber wie der Vater, so die Tochter (Lynch).

  • Nochmal ganz kurz auf die "120 Tage von Sodom" zurück zu kommen:



    Klar hat dieser Film recht abstoßende Parts und ist nicht jedermanns Sache, geb ich zu. Viele Leute können keinen Zugang zu den Film finden.


    Wenn man hier eine Art von Unterhaltung erwartet, wird sehr enttäuscht sein.


    Aber ich sehe es so, dass man diesen Film ein "Meisterwerk" nicht absprechen kann/sollte. Zumindest sollte der Zuschauer es so betrachten, dass hier Pasolini ganzen Mut bewiesen hat, diesen Film so produzieren, wie er eben so ist. Auch von den Protagonisten wurde ein hohes schauspielerischen Handwerk verlangt - keine Frage! 120 Tage hat m.E. schon seinen Stellenwert in der Filmgeschichte.


    Über die Hintergründe der Thematik sollte auch Zuschauer nachdenklich stimmen.


    Natürlich steigert sich der Film von Parts zu Parts, die für einige Leutchen schwer verdaulich sind. Aber in meinen Augen ist dieser Streifen ein Meisterwerk!


    Hut ab vor Pasolini, dass er großen Mut bewiesen hat, diesen Film überhaupt so zu produzieren.



    Schlimmster Film?


    Ich bin ja auch recht hart im Nehmen und ziehe mir öfters mal harten Tobak rein. Den letzten, den ich gesehen hab, war "Red to Kill".


    Der Film ist sowas von brutal, das es einem die Sprache verschlägt.


    Der Streifen ist der absolute overkill. :shock:


    Ich weis nun nicht, ob den jemand von euch schon kennt?

    Warum produziert die niederbayerische Filmgruppe gern Filme?


    "Weil wir auch Extremsituationen im Film durchleben können, die wir aber im wirklichen Leben nicht erleben möchten".

  • Hallo Leute,


    da sich in diesem Thread soviel Kenner des Horrorgenres tummeln, könnt ihr mir doch bestimmt ein paar Empfehlungen geben.
    Ich habe mir letztens Silent Hill angesehen und war begeistert, also ich suche so etwas in der Art.
    2 kleine Bedingungen sollte der Film erfüllen, 1.Atmosphäre ist mir wichtiger als 1000000 Tote,ihr wisst sicher was ich meine.
    eidt Animus: Absatz entfernt, siehe Forenregeln.


    Zum eigentlichen Thema,es gibt für mich kaum schlimmere Filme als Low-Budget Produktionen.
    Wie zum Beispiel: Hell's Highway, P.O.E.D., M.A.R.K. 13, Homecomming, Dreams in the Witch House, selbst wenn das was man sieht halbwegs Ok ist, die Syncro ist so unter aller Sau, ich ärgere mich Heute noch das ich dafür Geld ausgegeben habe.
    Genauso schlimm finde ich diesen Bash-the-German Trend, da kommt mir echt die Galle hoch wenn ich sehe das alles Deutsche so durch den Dreck gezogen wird.


    mfg

  • Ich habe mir letztens Silent Hill angesehen und war begeistert,

    Vom Film begeistert? Und da ziehen die Leute über Boll her. :roll: "Silent Hill" hat mich nur gelangweilt. Sorry, ist meine Meinung.



    Genauso schlimm finde ich diesen Bash-the-German Trend, da kommt mir echt die Galle hoch wenn ich sehe das alles Deutsche so durch den Dreck gezogen wird.

    Dann wäre vielleicht "The Human Centipede" nichts für Dich. Aber falls ihn jemand in die Finger bekommt, dann unbedingt in der Originalfassung anschauen!! (Aber es ist ohnehin fraglich, ob er in Deutschland raus kommt.) ;)


    Ein weiterer empfehlenswerter Film wäre "She´s Crushed" . Erinnert aber leider zu sehr an "Wahnsinnig verliebt" in Kombination mit "Boxing Helena" . Nur eben mit viel Blut.

  • Der Plot macht einen interessanten Eindruck.


    Ich weis nun nicht, ob den jemand von euch schon kennt?

    Wird schwer sein, diesen Film aufzutreiben, da er in deutscher Sprache auf 1500 Stück limitiert wurde. Er ist zwar erst im Februar 2010 rausgekommen, aber Geheimtipps bleiben nicht lang Geheimtipps. Und in D wäre er ungeschnitten so oder so niemals rausgekommen. Ich werd mal einen Kumpel fragen, wann er wieder in Österreich ist. ;)


    BTW: ILLUSION UNLTD Films hat auch weitere interessante Titel zu bieten.

  • Zitat von Khârn

    da sich in diesem Thread soviel Kenner des Horrorgenres tummeln, könnt ihr mir doch bestimmt ein paar Empfehlungen geben.
    Ich habe mir letztens Silent Hill angesehen und war begeistert, also ich suche so etwas in der Art.
    2 kleine Bedingungen sollte der Film erfüllen, 1.Atmosphäre ist mir wichtiger als 1000000 Tote,ihr wisst sicher was ich meine.


    Vielleicht könnte dir Uzumaki gefallen. Ich fand den Film jedenfalls grossartig.


    Übrigens wurde der Film von mir und anderen hier im Forum schon öfter mal erwähnt.
    Vor allem in den Threads "Die schlechtesten Filme aller Zeiten" und "Horror-/Grusel-Filme zum abraten!!" :roll:


    Hier mal ein paar Zitate daraus:


    Zitat von Zim

    Richtig schlecht ist Hostel. Uzumaki ebenfalls, einfach totaler quatsch.


    Zitat von Buh

    Schlechter Asia-Horror: "Uzumaki - Out of the World" es dreht sich alles um Spiralen. "Dreht"...hihihihi. Irgendwann landet der Vater in der Waschmaschine (?) weil er so von Spiralen fasziniert ist...passiert ja öfter...


    Zitat von Mistress

    Der Film ist echt total durchgedreht..äh...-spiralt :)
    Leider gibt es im kompletten Film keine Erklärung warum nun dieses ganze Spiralenzeug so böse ist und wo das eigentlich herkommt oder was es mit diesem Wurm auf sich hat.
    Abgesehen davon ist der Film typisch japanisch. Haare die bis zur unendlichkeit Spiralförmig wachsen...menschen die sich selbst im Wäschtrockner umbringen um selbst eine Spirale zu sein...japanischer horror halt...aber der film gibt einem leider nix.
    außer das man sich danach sehr merkwürdig fühlt wenn man von muttis teller mit spiralmuster isst...
    also wer ein bisschen lachen möchte ...greift zu!

    Oh Mann, ihr Banausen habt alle überhaupt keine Ahnung! :stirnhau:


    Wenigstens gab es auch eine einzige, halbwegs positive Meinung zum Film:

    Zitat von Thorny Devil

    "Uzumaki - Out of the World" es dreht sich alles um Spiralen. Also den fand ich ganz gut, er war halt nicht unheimlich, aber cool war die ganze Aufmachung, die irgendwie an einen Anime mit echten Schauspielern erinnert hat.

    Aber naja, irgendwie scheint der Film auch Thorny Devil nicht wirklich überzeugt zu haben. :shock:



    Ich selber hab zu Uzumaki damals folgendes geschrieben:

    Zitat von Gamma

    Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag nur einen meiner persönlichen Lieblingsfilme vorstellen:
    Uzumaki-Out of this World
    Der Film beruht zwar auf einem Manga, ist aber eine "Realverfilmung", d.h. kein Anime.
    Eine ausführliche Filmkritik gibt´s hier:
    http://www.senseofview.de/review/566


    Zitat von senseofview.de

    Wer an der speziellen asiatischen Art und Weise Geschichten zu erzählen Gefallen gefunden hat, wird Uzumaki lieben und ohnehin nicht erst mit der Nase auf diesen Film gestoßen werden müssen, der mit einiger Verspätung nun auch in Deutschland auf DVD erschienen und unter Liebhabern des fernöstlichen Kinos längst kein Geheimtipp mehr ist. Aber auch jedem anderen, der auf der Suche nach außergewöhnlichem Kino abseits bekannter Erzählstrukturen ist und sich dabei mit einer gewissen Portion Eigensinnigkeit anfreunden kann, sei diese märchenhaft-traumartige Phantasmagorie unbedingt ans Herz gelegt. Und egal wie man den Film im Endeffekt für sich einstuft, vergessen wird man ihn definitiv nicht...


    Anscheinend bin ich hier im Forum der einzige durchgeknallte Spinner, der den Film absolut sehenswert fand. :oops:

  • Ich habe nicht DEN schockierensten Film.
    Bei aller Liebe zum Horror, ich mag keine Filme, in denen ein Psychopat mit Axt, Schwert, Kettensäge... einfach Menschen niedermetzelt. Filme, die dann einfach als Horror verkauft werden.
    Das sind für mich pervertierte Krimimalfilme. Die lassen sich für mich auch nicht durch mit eingespielte Szenen mit psychologischen Spielereien aufbessernn.
    Blutszenen widern mich einfach an.
    Das "Schweigen der Lämmer" habe ich schon 2x abgebrochen, der Inhalt war mir zu pervertiert.
    Halloweenund Elm-Street sind für mich out.
    Genauso mag ich keine Zombie Filme, Vampire nur mit Vorsicht (auch wenn letztere mich nicht schockieren), die müssen dann Qualität haben.


  • Bei allem Respekt aber du bist der erste Mensch im Sonnensystem der ,, das Schweigen der Lämmer ,, nicht mag. Der Film ist zwar nicht der Schockierendste aber nah dran an dem ersten Platz. :mrgreen:


    Bevor ich eindeutig einen Film festlege bedarf es einer Definition. Ich empfinde Filme als schockierend wenn in diesen Filme Kinder umgebracht werden. Schockierend, im Sinne von ,, es jagt mir einen Schauer über den Rücken oder dreht mir den Magen um,, , ist nur ein Film. ,, Texas Chainsaw Massacre,, ist für mich die Nummer eins der Schockierendsten Filme.

    Wenn dir jemand eine Grube gräbt warte bis sie groß genug ist um einen Swimmingpool daraus zu machen

  • Naja abgesehen davon, dass ich die meisten Filme hier nicht kenn hier der der mich am meisten schockiert, bewegt und getroffen hat.


    Requiem for a dream.


    War nachher fast 2 Tage lang scheiße drauf...

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Also Eraserhead von David Lynch hat mich damals (vor ca 5 jahren,da war ich 16) schon irgendwie schockiert und ich hab mir den Film bis heute auch nich nochma angekuckt obwohl ich ihn nich schlecht fand, aber wenn ich allein an dieses "Baby" denke bekomm ich gleich so ein ungutes gefühl. Aber ich werd ihn mir die Tage doch mal wieder ankucken denn wie gesagt der Film ist eig richtig gut wenn auch etwas seltsam. (ein "surrealer Alptraum" passt als Beschreibung wohl am besten)