Angst vor dem Altern, Sterben und dem Tod

  • Jaja, die 10 Gebote... und was ist mit den 7 Todsünden? Zählen die plötzlich nicht mehr? Hat man die auch abgeschafft, wie die Vorhölle? Und nein, ich glaube da verwechselst du tatsächlich Atheisten mit Agnostikern. Die gern aufgestellte Behauptung, Atheisten würde in der Regel auf dem Sterbebett zum Glauben finden, ist haltloser Unsinn.

  • Lach Nieselchen, wir können uns jetzt drum fetzen was ich meine. Aber du wirst zugeben, was ich meine ist immer noch meine Sache und nicht als Diskussionsgrundlage geeignet.
    Im übrigen geht meine Erfahrung, tut mir Leid das so sagen zu müssen, weit über deine hinaus. Es sei denn du machst ebenfalls Sterbebegleitung.
    Nun, die 7 Todsünden sind ebenfalls existent, allerdings nicht im ursprünglich christlichen Kanon, sondern als Essenz aus den 10 Geboten, quasi die maximale Verwerfung dieser. Insofern ändert sich daran nichts. Es bleibet dabei....usw.

  • @ Chinsko


    Mir ist auch klar, dass man nichts am Tod eines Menschen ändern kann. Wenn es soweit ist, dann ist es halt so.
    Und ich weiss auch, dass es mit der Zeit dann auch nicht mehr so schlimm ist, dass der jenige nicht mehr bei einem ist.
    Aber am Anfang ist das schon extrem schlimm und da muss man sich erstmal dran gewöhnen...
    Doch leider habe ich schon solche Erfarhungen gemacht. Meine kleine Schwester ist einen Monat nach ihrer Geburt gestorben. Und dann noch ein paar andere Verwandte. Bei denen war es nur nicht so schlimm wie bei meiner Schwester.
    Aber auch da bin ich gut drüber weggekommen, auch wenn es sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat.

  • @Empathin
    Du hast mich falsch verstanden.Ich habe nicht aus der Sicht eines Angehörigen geschrieben,sondern des Betroffenen selber hinsichtlich des todes.
    Aber wenn ich jetzt aus der Sicht des Betroffenen sprechen würde,dann wäre es was ganz anderes,denn damit würde ich dann überhaupt nicht klarkommen.
    Das mit deiner Schwester tut mir wirklich Leid,auch ich weiß wie schwer es ist jemanden aus der Familie zu verlieren und weiß das es viel Zeit braucht bis man es verarbeitet hat.

    “Mein Homer ist kein Kommunist. Er ist vielleicht ein Lügner, ein Schwein, ein Idiot und ein Kommunist, aber er ist kein Porno-Star!”


    Grandpa Simpson

  • Wie wahr.


    "Schatz, wenn einer von uns beiden sterben müsste und du könntest entscheiden wer- was würdest du tun?"
    "Ich würde dich sterben lassen!"
    "Und damit könntest du leben?"
    "Eher als im umgekehrten Falle!"



    Ich sehe es eigentlich so wie die meisten hier. Angst vor dem Tod an sich habe ich keine. Und das obwohl (oder gerade weil) ich nicht glaube, dass danach noch etwas großartiges kommt. Zumindest nicht für MICH nach MEINEM Tod. Und was schert mich dann noch die Welt?
    Ich habe aber durchaus Angst davor zu sterben. Eben weil es so ungewiss ist, wie dies geschieht. Schreiend auf einem Beifahrersitz? Friedlich im Schlaf? Tagelang auf kaum noch wirksamen Schmerzmitteln im Todestrakt der Krebsstation?
    Schnell oder langsam? Schmerzvoll, qualvoll oder entspannt?


    Aber auch hier muss ich sagen: Da hatte ich schon mehr Angst vor Klausuren. Der eigene Tod ist derart weit weg, dass man ihn irgendwie nicht für voll nimmt. Und erst wenn es konkret wird, kann man mit einer "ehrlichen" (oder sagen wir lieber "objektiveren") Einschätzung der User rechnen.


    Just my 2 Cents

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Zitat von "Zensur"

    Aber auch hier muss ich sagen: Da hatte ich schon mehr Angst vor Klausuren. Der eigene Tod ist derart weit weg, dass man ihn irgendwie nicht für voll nimmt.


    Der eigene Tod erscheint vielleicht weit weg, aber dennoch kann er schneller da sein, als man meint... Es kann immer etwas geschehen,
    das deinen Lebensfaden durchtrennt - ein falscher Schritt auf der Treppe, eine unbedachte Bewegung unter der Dusche, oder ein falsches
    Wort an die Neonazis an der Ecke... Es gibt vielerlei Möglichkeiten für ein frühes Ableben. ;)


    Ich selbst halte es wie viele hier und fürchte mehr das Wie... Ich habe mehr Angst davor, zum Pflegefall zu werden, oder an unerträglichen
    Schmerzen zu leiden.
    Wenn meine Zeit dann doch irgendwann kommt, werde ich allerdings auf den Tod warten, wie auf einen alten Freund. Das liegt jedoch nicht
    an mangelndem Lebenswillen, sondern an der für mich vorhandenen Gewissheit, dass auf dieses Leben ein weiteres folgt, in dem der Weg des
    Lernens und der gemachten Erfahrungen weiterführt. Ich bin mir sicher, dem Inkarnationskreislauf zu folgen, bis schließlich der Tag kommt, an
    dem ich nichts mehr zu lernen habe...

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • wenn ich darf gebe ich auch mal meinen senf dazu :mrgreen:


    ich persönlich denke oft über den tod nach und stimme hier einigen leute zu das es jeden moment vorbei sein kann, auch während ich diesen beitrag hier schreibe....


    ich selbst habe auch angst vor dem tod glaube aber nicht das nach dem tod nix mehr passiert... vll. ist es auch nur der wille aber ich persönlich kann und will es nicht glauben.


    naja ;) solang ich jung bin sollt ich nich zuviel drann denken :mrgreen:

  • Zitat von "Lord Haruka Tennô"

    das deinen Lebensfaden durchtrennt

    Schön gesagt. In "Insomnia" schreibt King von drei kleinen glatzköpfigen "Ärzten", die die "Ballonschnüre" - die Lebenslinien der Menschen - durchtrennen. Zwei aus Vorsehung, einer aus Zufall.
    Ebenfalls auf das "Durchschneiden" geht der 13te Krieger ein. "Der alte Mann dort oben hat deinen Lebensfaden vor langer Zeit schon gesponnen. Geh und verkriech dich in einem Loch. Du wirst dadurch keine Sekunde länger leben". (Geht wohl zurück auf die Nornen).


    Darf man jedoch Wiedergeburt als Tod zählen? Und irgendwie irgendwo eventuell noch wichtiger: Ist Wiedergeburt verbindlich? "Muss" man wiedergeboren werden? Oder ist das den Gläubigen selbst überlassen/vorbehalten? Brät der Tod Extrawürste für sämtliche Glaubensrichtungen oder gucken hinterher alle bis auf eine Religion dumm aus der Wäsche?


    Warum glaubt eigentlich niemand daran, dass man einfach in seinem Körper bleibt? Dass man fest daran gebunden ist, bis der eigene Körper verfallen ist und eventuell darüber hinaus? Dass man seine "Ewigkeit" damit verbringt an seinen Sargdeckel zu starren, unfähig seine toten Muskeln zu bewegen und mal zumindest den Kopf zu drehen.
    Glauben Fernseher daran, dass das Programm weiter läuft, wenn man den Stecker gezogen hat?

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Zitat von "Zensur"

    Schön gesagt. In "Insomnia" schreibt King von drei kleinen glatzköpfigen "Ärzten", die die "Ballonschnüre" - die Lebenslinien der Menschen - durchtrennen. Zwei aus Vorsehung, einer aus Zufall.
    Ebenfalls auf das "Durchschneiden" geht der 13te Krieger ein. "Der alte Mann dort oben hat deinen Lebensfaden vor langer Zeit schon gesponnen. Geh und verkriech dich in einem Loch. Du wirst dadurch keine Sekunde länger leben". (Geht wohl zurück auf die Nornen).


    Nornen, Moiren, Parzen... Das Kind hat viele Namen, aber immer sind es derer Drei... Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - die personifizierte
    Zeit... Duch Tatsache ist, sie bestimmen unser Leben von Anfang an.


    Zitat von "Zensur"

    Darf man jedoch Wiedergeburt als Tod zählen? Und irgendwie irgendwo eventuell noch wichtiger: Ist Wiedergeburt verbindlich? "Muss" man wiedergeboren werden? Oder ist das den Gläubigen selbst überlassen/vorbehalten


    Nicht die Wiedergeburt ist der Tod... Wiedergeburt ist ein weiterer Schritt auf dem Weg des Lernens. Der Tod verhält sich nicht bei jeder
    Religion anders... Was er tut, ist immer gleich, egal ob man Buddhist, Jude, Christ, Moslem oder sonst einer Religion angehört...
    Der Kreislauf der Inkarnation ist - wie ich glaube - duchaus verbindlich und endet erst mit der erlangten Erleuchtung und dem Aufstieg in eine
    neue Ebene der allumfassenden Existenz.


    Zitat von "Zensur"

    Brät der Tod Extrawürste für sämtliche Glaubensrichtungen oder gucken hinterher alle bis auf eine Religion dumm aus der Wäsche?


    Das erinnert mich irgendwie an eine Folge aus South Park...
    "Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie in der Hölle. Sie fragen sich vielleicht, was Sie hier tun, aber die einzigen, die das Himmelreich
    betreten sind die... Mormonen... ja, Sie haben richtig gehört, die Mormonen..."
    (Frei wiedergegeben. :mrgreen:)


    Zitat von "Zensur"

    Warum glaubt eigentlich niemand daran, dass man einfach in seinem Körper bleibt? Dass man fest daran gebunden ist, bis der eigene Körper verfallen ist und eventuell darüber hinaus? Dass man seine "Ewigkeit" damit verbringt an seinen Sargdeckel zu starren, unfähig seine toten Muskeln zu bewegen und mal zumindest den Kopf zu drehen.
    Glauben Fernseher daran, dass das Programm weiter läuft, wenn man den Stecker gezogen hat?


    Hmm... Ich habe zu dieser Frage mehrere Gegenfragen:
    1.) Würdest du nach... sagen wir zwanzig Jahren des An-den-Sargdeckel-starrens nicht jede andere Form des Nachlebens vorziehen?
    2.) Warum würdest du dich mit offenen Augen bestatten lassen? *g*
    3.) Was geschieht mit der unsterblichen Essenz deiner Selbst, wenn der Körper restlos zerfallen ist?
    4.) Glauben Fernseher überhaupt?

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • Angst vor dem Tot? Nicht direkt, eher Angst vor der Erkenntnis, dass ich meine irdische Aufgabe nicht erfüllen konnte und dies nach dem Tot zu spüren bekomme. Ich bin nicht wirklich religiös, mehr agnostisch angehaucht, aber ich bin der festen Überzeugung eine Aufgabe hier unten zu haben. Ich habe eine Höllenangst zu versagen und somit auch eine Höllenangst zu sterben, aber irgendwie wird das bestimmt auch interessant. ;-)


    mfg

  • @ Encyricon


    Zitat

    der mensch hat überhaupt keine aufgabe.
    das ist unfug.

    Könntest du deine Aussagen mal erklären oder nachvollziehbar schreiben.


    Ich verstehe nicht warum du die Einstellung aller User kritisieren musst und nicht einfach mal auf einen Dialog eingehst.
    Ich habe dich schon des öfteren gefragt ob du nicht auf deine Posts näher eingehen willst, da kommt dann aber nie was.


    Erklär doch einfach deinen Standpunkt oder deine Meinung.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Moin Lord Haruka Tennô.


    Punkt 2 und 4 können wir glaube ich recht schnell abhandeln. Punkt 2 bezieht sich auf mein "Warum glaubt keiner, dass er ewig an den Sargdeckel starren muss" und ist so natürlich eher halbernst gemeint. Aber ich muss zugeben, die geschlossenen Augen überhaupt nicht bedacht zu haben. ;)
    Genauer wäre also wohl eher "Warum glauben wir nicht, dass wir Ewigkeiten auf die Rückseite unserer Augenlider und nach erfolgreichem Verrotten an Sargdeckel/in die Erde starren?". Darf man ruhig als Frage ohne Antwortbedarf stehen lassen, denn im Prinzip ist es so simpel, dass den Unfug niemand glauben *möchte*.
    Punkt 4 ist eine ähnliche Fragenkategorie wie die philosophische Frage "Macht ein Baum im Wald beim Umfallen ein Geräusch, wenn niemand da ist, um es zu hören". Nach dem Motto: Die Welt ist dazu da, um uns als Menschen zu erfreuen/zu dienen/was auch immer und hat keine eigene Existenzberechtigung ohne unsere Existenz.


    Oh, und um den Nachsatz nochmal hinzuzufügen (da es ja eventuell interessiert): Ich würde mich gar nicht in die Erde legen, sondern mich verbrennen lassen. Ob dann mit der Asche aufs Meer oder - in einem terroristischen Akt entgegen jeglicher gesetzlicher Bestimmungen - verteilt auf alle Aschenbecher aller Kneipen Kiels, ist noch nicht ausreichend entschieden. :mrgreen:



    Zu 1: Natürlich würde man etwas anderes vorziehen. Aber diese Frage impliziert ja schon, dass man sich sein Leben nach dem Tod aussuchen kann und es nichts verbindliches für alle Menschen gleichermaßen gibt (wie zum Beispiel: Nix).
    Könnte ich mir mein "Nachleben" aussuchen, dann wäre ich vermutlich ganz bei den 72 (weiblichen, bitte) Jungfrauen. Aber ich glaube, da hätte ich mit dem "willentlichen Entscheiden" etwa genau so viel Erfolg, als wenn ich mir jetzt spontan ein Bündel Geldscheine in die Hand wünsche.


    Zu 3: Von etwas "Unsterblichem" zu sprechen, ist für mich Glauben statt Denken. Hintergrund ist vermutlich, dass wir Menschen Unsterblichkeit genau so wenig raffen wie Allmacht und deshalb in den Bereich Religion verschieben und daraus dann etwas zusammendröseln.


    Auch wenn die Ansicht etwas radikal sein mag, halte ich Religion für einen Witz, die uns nicht den Sinn im Leben gibt, sondern uns massiv von unserem Leben fern hält. Und das auch noch auf freiwilliger Basis!



    Nach meinem Dafürhalten ist alles Existierende der Zeit unterworfen und wird somit auch früher oder später zu einem Ende kommen. Man könnte also sogar fast so ketzerisch werden, die Zeit zum Gott zu erheben.
    Zudem kann es (selbst in meiner Vorstellung) nirgendwo so perfekt sein, dass ich da (m)eine Ewigkeit verbingen wollen würde.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Zitat von "Zensur"

    Moin Lord Haruka Tennô.


    Punkt 2 und 4 können wir glaube ich recht schnell abhandeln. Punkt 2 bezieht sich auf mein "Warum glaubt keiner, dass er ewig an den Sargdeckel starren muss" und ist so natürlich eher halbernst gemeint. Aber ich muss zugeben, die geschlossenen Augen überhaupt nicht bedacht zu haben. ;)


    Das wäre wohl das schrecklichste, was einem Menschen nach dem Tot passieren könnte.

  • @Lexidriver


    ich versteh dich nicht.
    was soll ich denn noch groß erklären?
    der mensch hat nunmal keine aufgabe.
    lernen lernen lernen.. alles asiatisch esoterische gülle.


    das leben mit freunden genießen.. und versuchen ein gerechter mensch zu.. ist es. punkt.


    mir schon klarr.. jetzt gehen wieder lächerliche unterstellungen los. bitte wers brauch.


    Encyricon



    ps.: für alles eine überrationale antwort herbeizuzaubern ist nicht normal.

  • Zitat

    mir schon klarr.. jetzt gehen wieder lächerliche unterstellungen los. bitte wers brauch.

    Das war klar, einfach gleich mal einen Tiefschlag ablassen. Das sind keine lächerlichen Unterstellungen, ich will nur wissen wie du dazu kommst so etwas zu behaupten, jeder hier begründet seine Meinung.


    Zitat

    der mensch hat nunmal keine aufgabe.

    Eine hat er mindestens!



    Zitat

    lernen lernen lernen.. alles asiatisch esoterische gülle.

    Du solltest mal ein bisschen darüber nachdenken was du schreibst.
    Wie kommst du darauf ein jahrtausende altes Volk zu verunglimpfen?
    Ich bin zwar kein Asiate aber ich halte sehr viel auf diese Kultur.
    Ihre Naturheilkunde, ihre Essen, ihr Glaube, ihr familiärer Zusammenhalt, ich weiß nicht wo du dir das Recht raus nimmst über alles und jeden so zu urteilen und dich dann noch nicht einmal rechtzufertigen.
    Das ist echt arm, glaubst du wirklich dass das Christentum "besser" ist?


    Zitat

    das leben mit freunden genießen.. und versuchen ein gerechter mensch zu.. ist es. punkt.

    Dann hast du aber massiv versagt, gerecht ist das nicht, das ist engstirnig und veraltetes denken.


    Meine Oma ist auch streng gläubig, aber die schimpft nicht so über andere Kulturen.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Zitat von "Zensur"

    Warum glaubt eigentlich niemand daran, dass man einfach in seinem Körper bleibt? Dass man fest daran gebunden ist, bis der eigene Körper verfallen ist und eventuell darüber hinaus? Dass man seine "Ewigkeit" damit verbringt an seinen Sargdeckel zu starren, unfähig seine toten Muskeln zu bewegen und mal zumindest den Kopf zu drehen.
    Glauben Fernseher daran, dass das Programm weiter läuft, wenn man den Stecker gezogen hat?


    Das erinnert mich irgendwie an "Necroscope". :) Soviel ich weiß, hat man u.A. in Indien Kinder ausfindig gemacht, welche ich an ihr früheres Leben erinnern konnten, wie sie behauptet haben. Als man nachprüfte was sie sagten, stellte sich heraus, dass sie die Wahrheit über ihr früheres Leben wussten. Wenn diese Kinder nicht meisterhafte Telepathen oder wirklich sehr geschickte Betrüger sind, bleibt wohl nur die Reinkarnation als mögliche Erklärung.


    Gruß Meteoritenfreak

  • Mir fällt es ja schon schwer, mich teilweise an Lebenssituationen von vor wenigen Jahren zu erinnern. Manchmal weiß ich nicht einmal mehr, ob eine bestimmte Sache an die ich mich "erinnere" MIR oder einem Kumpel passiert ist. Oder ob man es mir nur mal erzählt hatte.
    Insofern erscheint es mir persönlich sehr unglaubhaft, dass sich jemand an ein "früheres Leben" erinnert.
    Zudem erscheint mir der Ablauf (zumindest nach deinem Posting) gewesen zu sein, dass diese Kinder bereits vor dem "Ausfindigmachen" behauptet haben, bereits früher gelebt zu haben.
    Bedeutet das nicht konsequenter Weise, dass alles was man an Informationen zur Überprüfung finden kann, nicht auch diesen Kindern zur Information zugängig gewesen sein könnte? Ich halte es auch für entscheidend, an wen sie sich erinnern. Ob es eine historisch tragende Person ist, oder irgendein x-beliebiger Bettler von vor hundert Jahren, über den man maximal den Namen in einem Einwohnermeldeamt finden kann.
    An was haben sich die Kinder dann "erinnert"? Persönliche Geschehnisse, die kaum nachprüfbar sind oder lediglich an ihren Namen und ihr Geschlecht?


    Wiedergeburt ist für mich noch unglaubhafter als ein eventuelles Fortbestehen von "spezifischen Energien".
    Ist es im Hinduismus nicht eher so, dass man bestimmte Reinkarnationen durchmacht? Vom Mensch über den Fadenwurm, rein in den Apfel und zum Abschluss die heilige Kuh?
    Sind Wiedergeburten als Mensch "üblich"?


    Man merkt schon aus meinem Posting, dass ich mich nicht all zu sehr mit den Feinheiten der verschiedenen Religionen beschäftigt habe und dennoch meine Meinung zu ihnen habe.
    Ich will nun trotzdem nicht verschlossen erscheinen und gestehe zu, dass ich mich nach entsprechender Quellenlage überzeugen lassen könnte. Aber nur weil jemand in einem Post darauf verweist, dass in Indien Kinder die Reinkarnation von ... *irgendwem* ... sind und dies vermeintlich unumstößlich auf Wiedergeburten hinweist (Ja, der Zusatz, dass sie auch einfach sehr gute Betrüger sein könnten, ist mir nicht entgangen), ist dies noch nichts, das mich umstimmt.


    Man sollte auch wirklich nicht ausser Acht lassen, dass nicht alles was eine "wissenschaftliche" Untersuchung ist, gleich alles glaubhaft macht (in KEINEM wissenschaftlichen Bereich). Es gibt überall Leute, die stumpfen Thesen folgen und sich die Ergebnisse gerade rücken. Es ist also sinnvoll, nicht nur die Quelle allein zu hinterfragen, sondern auch die darin genannten Wissenschaftler, deren Institute und deren Interessen. (Ich verweise hier einfach mal auf den Film "Thank you for smoking", in dem darauf verwiesen wird, dass es auch die Tabakindustrie schafft Wissenschaftler zu beschäftigen, die die Gefahren des Rauchens negieren und dies vermeintlich untermauern können).

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Ich kann nur aus dem Gedächtnis wiedergeben, was ich dazu gelesen habe.


    Solche Kinder tauchen überall in der Welt auf, aber im westlichen Kulturkreis sagt man, dass das wohl Spinnereien des Kindes seien, wenn es von früheren Leben erzählt, wohingegen man es in Indien sehr ernst nimmt. Und die Kinder dort sollen u.A. zu ihren "früheren Verwandten" gebracht worden seien, und hätten sich dann an persönliche Erinnerungen, Spitznamen, etc. erinnert.


    Betrug kann man ja nie ausschließen, aber wenn das einer war, dann bin ich echt gespannt, wie sie das zuwegegebracht haben.


    Gruß Meteoritenfreak