Wie entstand Gott?

  • Kleiner Nachtrag noch:


    Johannes 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.


    Gott ist Geist.......und dieser ist nicht durch Raum und Zeit oder sonstwas begrenzt.......wie soll man da die Größe messen oder gar was größeres gegebenüber stellen?


    Mit welchem Maß misst man Geist?

  • Photonen sind auch keine Materie (auch wenn man sie in diese Umwandeln kann)- Haben dann auch keinen Körper (was immer du damit meinst) und haben einen unbegrenzten Einflussbereich auf andere Objekte. Aber ich hoffe doch nicht, dass Photonen Geister sind.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Ich zweifle, dass es überhaupt sowas wie geistliche Wesen gibt, also brauch ich das auch nicht definieren.
    Bla bla Anti-1-Satz-Posting...

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Hallo,
    Hier die Antwort eines Gruftis der mal Tierwärter war.


    Menschen wie auch Affen, Hyänen und so weiter, sind Gruppentiere welche zum Zusammenhalt der Gruppe einen Anführer brauchen. Ohne Anführer zerfällt oder degeneriert die Gruppe. Dazu ist weder Religion noch Philosophie notwendig. So gesehen hat auch jeder Termitenhaufen und diese Sachen eine "Göttin".


    Der Unterschied zwischen dem "Herrn" und Gott wurde in diesem Tread nur zaghaft angedeutet - als hätte "man" Angst zum Spinner zu werden. Den Herrn der Heerscharen findet man in meiner Zwinglibibel z. B. auf Seite 925 - Buch Sacharja.
    Bei aufmerksamem Durchlesen glaube ich sogar daselbst eine Unterscheidung zwischen den Beiden zu erkennen. Spannend währe es die Originaltexte einsehen zu können. Vielleicht hat hier ja Jemand Beziehungen zum Ratz... äh zum Papst.


    Eines ist für mich sicher: Der Herr der Heerscharen hatte schon genug mit seinen störrischen Israeliten zu tun - um sich gleichzeitig noch um Hundertmilliarden Galaxien zu kümmern. Für sowas gibts ja Gott. Meine Hundertmilliarden Neuronen sagen mir deutlich, dass deren Kapazität nicht ausreicht um den Gottesbegriff, der mit Ewigkeit oder gar Unendlichkeit verkoppelt ist, klar zu erfassen oder zu erkennen.


    Zur Ewigkeit sei noch gesagt dass es sich ursprünglich dabei um eine begrenzte Zeitspanne handelte, welche dann frischfröhlich mit Unendlichkeit vermischt wurde. Hier ein link dazu:


    http://www.konkordant.de/VerglWort.html


    Zur Unendlichkeit gibts noch einen Spruch vom Einstein - doch den sag' ich hier nicht ;)


    Unsere Erde lebe hoch!
    Von Ewigkeit zu Ewigkeit.


    :)
    W

  • Ich glaube das wir uns einfach immer im kreis drehen wenn wir fragen
    was vor Gott war. Wir gehen davon aus das alles ein Anfang und ein Ende haben muss ...
    Doch was ist wenn Gott keinen Anfang hat genauso wenig wie ein Ende, hört sich mysterös an
    ich weiß :D
    Es liegt einfach nur außerhalb unserer Vorstellungskraft das etwas keinen Anfang hat
    man kann sich nicht vorstellen das etwas einfach "da" war, denn wir sind es gewohnt
    das alles einen Anfang hat aber wer sagt mir das es nicht so ist ? Meiner Meinung nach ist
    Gott die Antwort auf alle Fragen die der Mensch nicht beantworten kann!
    Z.b Die aller kleinsten Teilchen der aller kleinsten Teilchen woher kommen die?
    -GOTT-

  • Wenn man die Zeit als Eigenschaft des Universums sieht, die erst mit dem All entstanden ist, dann braucht man auch keine Zeit vorher und auch keinen Gott. Aber es gibt auch Theorien, dass das Universum schon mal zusammengefallen ist und sich wieder ausgedehnt hat (Quantenschleifentheorie), dann kann man theoretisch auch ein unendlich altes Universum haben.
    Aber egal ob die Zeit schon ewig existiert oder nicht, kann man trotzdem nach der Entstehung fragen sowie auch die Entstehung des Osterhasen, sorry Gott. Man muss halt außerhalb der Zeit denken.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • res ,
    hör bitte auf zu sagen, der Osterhase wäre außerhalb der Zeit.
    Du machst mir Angst damit :shock::D



    Ich denk mir zu Gott - an den ich nicht glaube - dass er eigentlich völlig außerhalb des Erfahrungs- und Erfassungsspektrums des menschlichen Geistes stehen müsste.


    Es ist so ähnlich, als würden zweidimensionale Wesen darüber diskutieren, ob es ein Wesen jenseits der Fläche geben könnte, die sie als ihre Welt sehen und erfassen. Und wegen der Zweidimensionalität ihrer Welt haben sie auch keinen Bergriff davon, was der Raum sein könnte.
    Das einzige, was sie sich noch abstrakt denken können, wäre so etwas wie eine Krümmung.


    Deshalb meinen sie, Wesen außerhalb ihrer zweidimensionalen Welt müssten irgendwie gekrümmt sein.


    Damit haben sie zwar Recht, aber sie stellen sich die Krümmung auf eine eigenartige Weise vor, weil sie eben keine Ahnung von dreidimensionalen Räumen haben.


    Auf Gott bezogen heißt das, dass wir uns ihn als ewig vorstellen. Und es mag sein, dass er das ist (oder wäre, falls es ihn gäbe )


    Nur ist es so, dass wir uns die Ewigkeit falsch vorstellen, weil wir keinen Begriff von der Sphäre haben, in der dieses ewige Wesen weilt.
    Was auch daran liegt, dass es sich diese Sphäre mit naturwissenschaftlich-mathematischen Methoden nicht erschließen läßt.


    Dazu kommt, dass wir meinen, mit dem "Ewigen Gott" einen großen Gedanken zu haben, aber er entspricht dem Gedanken an "gekrümmte Wesen", den die 2D-Leute haben.
    So dass man sagen kann, unsere Vorstellung von der Ewigkeit Gottes ist - trotz ihres Wahrheitsgehaltes - unfreiwillig kurios und ziemlich schräg.


    Tja, dann hätten viele Menschen tatsächlich eine ziemlich freakige Vorstellung von ihrem Gott.

  • ----Die letzte Frage die dann noch zu klären ist, wie ist Gott entstanden?---


    Für mich ist das eine Endlosdiskussion, dennoch interessant.
    Ob es "ihn" gibt, oder auch nicht. Wann war "er" da?
    Vielleicht wurde "er" niemals geboren und wird auch niemals sterben.


    Ich denke mal in dem Leben finden wir die Antwort nicht. Das ist ein reine Glaubenssache.
    Vielleicht wurde ja Gott von einem noch höheren Wesen erschaffen, seinem Chef sozusagen.... ;)
    Wer weiß...


    Interessant wie schon gesagt, aber für mich leider nicht lösbar. Schade eigentlich....

  • gott wurde nicht geboren (!) und ist ohne nachwuchs. (außgenommen seinem sohn jesus.)
    zum tausendsten mal wiederholt.. stimmen tut es trotzdem. er ist ewig.
    ich denke wer sich nicht verschließt und ein aufgeschlossenes gemüt hat.. bekommt auch positives zurück-von gott.


    ps. nicht alle christen glauben an den osterhasen...
    und luther.. im besten fall umstritten.



    Encyricon

  • Wie entstand Gott?


    ... das ist doch eine typisch menschliche Frage ;) Die Menschen leben in ihrem 3Dimensionalem Universum, mit der Kenntnis, dass alles irgend wie entsteht.


    Was ist also zur Entstehung von etwas notwendig?


    zuerst braucht man die Idee, nun dann etwas Energie, Materie, einen Raum, indem das was gewuenscht ist, entstehen kann ...und ...nicht vergessen, waehrend des Entszehungsprozesses vergeht ja auch etwas Zeit.


    So nun haben wir unsere Entstehung. Das ist das womit wir alle uebereinstimmen. Solche Prozesse sind uns bekannt und hier im Universum mit all unsere physikalischen Gesetztmaessigkeiten auch voll gueltig. So ist es uns REAL.


    Und nun, wenn doch Gott dass Allmaechtige ist, der Erschaffer ALLER, nun dann hat er doch auch alles erschaffen was zur Erschafung gehoert. Und das ist:


    Der freie Geist der die Idee hat, die Energie, die Materie, den Raum und vor allem die ZEIT.


    Und genau die Zeit ist es, die uns Menschleins so viel Probleme bereitet. Alles, Gedanken, Ideen usw. alles betrachten wir im Zusammenhang mit der Zeit!


    So kommen wir auf die bekloppte Idee, das ja auch wieder jemand Gott erschaffen haben muss usw.

    Nun, liebe Leute, es ist interessant sich mit solchen Fragen zu beschaeftigen, aber wie sollte man die Antworten begreifen, wenn die Worte die dieses beantworten wuerden, gar nicht existieren?


    LG

  • Wir können uns Existenzen nur innerhalb von ....ein " Anfang ".. und .. ein " Ende" .... vorstellen... Wir kennen was das existieren betrifft lediglich das Universale Gesetzt von "Entstehen und Vergehen"


    Daher ist schwer zu verstehen, das Gott kein Anfang und kein Ende hat.... denn irgendetwas muß den Zeit erfunden haben in dem die Begriffe... Beginn und Ende Ihre maße haben

  • Vielleicht wurde ja Gott von einem noch höheren Wesen erschaffen, seinem Chef sozusagen.... ;)
    Wer weiß...


    Solche Überlegungen gibt es auch in dem Buch "Dialoge über natürliche Religion" von David Hume. David Hume ist ein schottischer Philosoph, der vor gut 200 Jahren gelebt hat und das Buch kann ich empfehlen, wenn man solche Gedankenspiele mag.


    Wenn man sich überlegt ob es etwas vor Gott gab, dann ist man genau so weit wie vorher.
    Ist überhaupt die Existenz Gottes zwingend, um die Welt zu erklären? Wenn man nicht nach Gott fragen muss, dann wird ja auch die Frage nach dem was vor Gott war überflüssig.


    Für die Entstehung von komplexen Lebewesen ist kein Gott notwendig. Das ist ausreichend gut durch die Evolutionstheorie belegt.
    Auch unendlich komplexe Formen können ohne hohen geistigen Aufwand, sondern nur mit verhältnismäßig einfachen mathematischen Formeln erschaffen werden. Das ist eine Erkenntnis aus der fraktalen Geometrie. Zur Veranschaulichung was damit gemeint ist, kann man sich mal eine der zahlreichen Animationen zur Mandelbrot-Menge bzw. Apfelmännchen bei youtube ansehen. Man muss nur eines der Stichwörter eingeben. Im Internet dürfte man eine Menge Information dazu finden oder auch in Büchern, die sich mit der Chaostheorie beschäftigen. Die Animation ohne einen Text dazu zu lesen bringt natürlich nicht viel, sieht aber schick aus ;) .


    Wenn für die hohe Komplexität keine hohe Intelligenz notwendig ist und die Entwicklung der Natur keine Planung oder einen Designer braucht, weil dies durch evolutionäre Abläufe geschieht, dann besteht zumindest keine Notwendigkeit für ein allmächtiges Wesen zur Erklärung der Welt ab dem Zeitpunkt des Urknalls.
    Da von heute bis zur Entstehung der Zeit fast alles auf mehr oder weniger zufriedenstellende Weise wissenschaftlich beschrieben werden kann, ist es fraglich ob man überhaupt einen Gott (und somit das was eventuell vor diesem Gott war) braucht zur Erklärung der Welt .


    Tatsächlich bleibt eine Frage: Warum gibt es überhaupt etwas und nicht nichts?
    Fragt man nach der Ursache für die Existenz Gottes kommt man wieder zu der eben genannten Frage. Selbst wenn es Gott gibt und er durch etwas entstanden sein sollte, dann steht man wieder vor der Frage.
    Da man nicht weiter als bis zu dieser Frage kommt, wird die Frage ob es etwas vor Gott gab aber keine neue Erkenntnis bringen. Sie ist trotzdem sehr gut für philosophische Gedankenspiele, besonders für solche die man mit einem Augenzwinkern sehen sollte. Vielleicht ist Gott ja der mißratene Sohn einer Götterdynastie und deshalb gibt es soviel Elend in der Welt