Sagen rund um den Bussen!

  • Der Bussen ist ein 767 Meter hoher Berg bei Uttenweiler in Oberschwaben. Er ist einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte Oberschwabens und ein hervorragender Aussichtsberg mit Blick bis zu den Alpen. Manchmal wird er als „Der Heilige Berg Oberschwabens“ bezeichnet. Es finden sich Hinweise auf eine keltische und später germanische Kultstätte. Im Jahr 805 ist eine Wallfahrtskirche auf dem Berg erstmals urkundlich erwähnt.
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Busse
    Um den Bussen und um seine nähere Umgebung ranken sich etliche Sagen, von Geistern, Kobolden, Schätzen, Riesen und vielem mehr - ich werde versuchen einige dieser Sagen zusammenzusuchen und hier zu posten!


    1. Der Kobold zu Offingen


    Zu Offingen am Bussen hatte ein Bauer einen Hausgeist im Stalle, welcher für den Knecht alle Arbeit verrichtete. Dieser sah sehr auf den Fleiß der Dienstboten, und waren sie faul, fing er ihnen nicht selten unsichtbar »eine Humse« (Ohrfeige). Dieser Geist hieß »Bobbele«. Eines Morgens aber war im Stalle nichts zum Voraus gethan und keine Spur fürderhin vom Bobbele zu finden. Nach Verfluß von sieben Jahren war eines Morgens wieder Alles im Stall gethan, wie vordem. Da fragte der Bauer: Bobbele, bist's du? Da antwortete der Geist: »Ja, Bauer, ich bin's!« Aber wo bist du denn so lange gewesen? frug ihn [50] der Bauer weiters. Der Bobbele antwortete: »Hab helfen den Bonapatle über's Meer tragen«.


    2. Der Schatz im Bussen


    Im Bussen liegt ein Schatz begraben. Wer ihn heben will, muß durch den alten Thurm (man sagt, römischen Ursprungs) Nachts um zwölf Uhr hinabsteigen. Kann der Verwegene den Anblick dreier Schreckbilder ertragen, ohne die Flucht zu ergreifen, hat er den Schatz zu eigen. Das erste Schreckniß ist ein altes Weib, das spinnt; der Wirtel an seiner Spindel ist ein Mühlstein; nach dem Faden schnappt beständig eine Scheere, so daß man immer Gefahr läuft, von dem Mühlstein erschlagen zu werden; das zweite ist eine feuerspeiende Schlange, welche den Schlüssel zum Kasten im Maul hat; und das dritte ein Feueraugen besitzender schwarzer Pudel, den man vor dem Glockenschlag Eins von der Geldkiste wegjagen muß. Wem's gelingt, hebt den Schatz


    Im Bussen ist ein Schatz verborgen. Zu ihm führen drei eiserne Thüren durch den alten Schloßthurm, das noch ein römischer Thurm sein soll. Da sizt ein altes Weib darin, die schnappt mit einer Scheere immer nach einem Faden, an welchem ein Mühlstein hängt. Hinter ihr aber ist die Goldtruhe, auf welcher ein schwarzer, feuerspeiender Pudel und eine goldene Schlange, die ein Krönlein aufhat, schlafend liegen. Wer keck hinzutritt und sich vor alledem nicht fürchtet, der kann den Schatz heben.


    3. Der Reiter auf dem Bussen


    Manchmal sieht man bei hellem Tag einen gepanzerten Reiter auf weißem Roß den Bussen auf-und abreiten. Er thut das zu gewissen Zeiten häufiger und immer auf dem gleichen Weg. Auf dem Bussen war ehedem ein Götzenaltar.


    Quelle: http://www.zeno.org/Literatur/M/Birlinger,+Anton


    weitere Sagen folgen wenn ich Zeit dazu find...

  • eine weitere Bussensage aus Mettenberg



    Die feurigen Riesenmänner.


    Mündlich von Mettenberg.


    Auf dem Bussen sieht man bisweilen, absonderlich in heiligen Zeiten, drei riesengroße feurige Männer mit einander fechten, daß die Feuerfunken weit von dannen fliegen. Es sollen drei Brüder sein. Erzählerin will sie öfters gesehen haben.