Woher haben die Pflanzen es "gewusst"?

  • Hallo
    Eine Fielleicht kommische Frage:
    Wocher, im laufe ihrer Evolution haben die Pflanzen es "gewusst", dass es Wind gibt? :shock:
    Einige haben ja sich so entwickelt, dass ihre Samen durch den wind übertragen werden. (Z.B. Löwenzahn)
    Aber wie haben die primitiven Forfahren solcher Pflanzen "gemerkt" dass wind existiert und dass man damit etwas anfangen kann. :?:

    Истина где то рядом

  • Ich denke pflanzen haben kein Gehirn um diese Information an die Nachfahren weiterzugeben.


    Aber in Jahrmillionen der Evulution hat es sich einfach so ergeben. Ich denke es gab vermutlich früher noch pflanzen die hatten andere Tricks ihre Samen weiterzugeben aber die waren scheiße. Deswegen sind se ausgestorben.


    Und die Pflanzen die wir heute kennen hatten coole moves drauf um Ihre Samen weiterzugeben. Deswegen existieren sie heute noch!


    Mindreader

  • Dass ist ja das Gute an der Evolution, man braucht keinen Plan oder Wissen um sich zu entwickeln.
    Es reicht schon aus, wenn etwas durch Zufall geschieht, also wenn sich druch Mutation oder durch Sexualität etwas neues bildet. Wenn es vom Vorteil ist (also wenn man sich dadurch besser vermehren oder länger überleben kann), wird sich das eher durchsetzen als andere Mutationen.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Die Evulution entwickelt sich nicht nur durch Mutation und Weiterentwicklung sondern eben auch durch Selektion.


    Zitat

    Nur die best ausgestattestesn überleben.


    Darwin


    Auch denke ich das dieses Prinziep die Welt wie wir Sie kennen stark geprägt hat. Kleine Rassen und Arten sind einfach von der Evulution geschluckt worden.


    Mindreader

  • Die Frage der Pflanzen kann man beliebig fortführen, auch auf die verschiedensten Tiere.


    Ich für meinen Teil kann mir bis heute nicht vorstellen das alle Arten und die Millionen von verschiedenen Genstammbäumen auf reinem Zufall und Selektion beruhen.


    Die Lösung die auf der Hand liegt wäre ein "Gott" ... aber da man ihn nicht beweisen kann, kann es die einfachste Lösung auch nicht sein.


    Inzwischen gibt es die Evolutionsbiologie die von den meisten Menschen anerkannt wird, nur wie hoch muss der Zufall gewesen sein das verschiedenste Wasserlebewesen (Fische) aufeinmal dachten: "Hey ich geh mal an Land und anstatt Kiemen möchte ich Lungen" ...

  • Naja was zu dieser "Entscheidung" der Fische geführt hat war ja eine Veränderung. Diese kann im Klima, im Futtervorkommen, in der Atmosphäre oder sonst wo stattgefunden haben.


    Ich denke es war für das Fortbestehen der eigenen Rasse einfach unabkömlich an Land zu gehen. Auch ist das ja nicht von Heute auf Morgen passiert. Das hat mit sicherheit einige hundert oder tausend Jahre gedauert.


    Auch denke ich das das nicht global und gleichzeitig geschehen ist. Sondern über den Globus versetzt. Denn eine Veränderung die das zur Folge hat muss ja nicht gleichzeitig über den kompletten Globus eintretten.


    Mindreader

  • Was ich so zu dem Thema noch in Erinnerung habe:
    Als erste Pflanzen kann man die Algen sehen. Algen (gehen wir von simplen Modellen aus) haben bewegliche "Spermien" und bewegliche "Eizellen" welche frei herumpaddeln und sich vereinigen um eine neue Alge zu bilden.
    Jetzt haben wir erstmal eine lange Pause in der die Atmosphäre mit Sauerstoff angereichert wird und ganz allgemein die Erde so langsam eine Form annimmt in der auch ausserhalb des Wassers Leben existieren kann.
    Derweil entstehen Algen in den Küstengebieten die gelegentlich auch mal auf dem trockenen sitzen.
    Diese entwickeln sich langsam zu den Vorfahren der heutigen Moose, welche bereits eine festsitzende Eizelle haben, aber immer noch "Spermien" produzieren die schwimmen können. Nun gibts aber ein Problem. Wie kommen schwimmende "Spermien" an Land zur Eizelle? Bei den Moosen noch durch Tautropfen, Spritzwasser durch Regentropfen...
    Naturgemäss ists aber an Land eher trocken, weswegen die geschlechtliche Vermehrung (Ableger etc lassen wir mal aussen vor) auf Wasserbasis eher kompliziert ist.
    Effektiver sind dann die entstanden Varianten wo völlig unbewegliche Spermien entweder durch den Wind verbeitet werden, wo sie sich passiv treiben lassen oder von Insekten zu Eizelle geschleppt wurden. Diese Taktik hat sich offensichtlich bis heute bewährt.


    Ich weiß das ganze ist recht ungenau ausgedrückt, aber es gibt ja sehr gute Bücher zu dem Thema von Autoren die deutlich mehr Ahnung haben als ich. Zu empfehlen wäre "Botanik" von Lüttge, Bauer und Kluge.


    Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Pflanzen haben nicht gedacht "Ach, wär toll mich jetzt über den Wind zu vermehren" sondern rein zufällig entstandene Variationen haben sich als besser angepasst erwiesen als andere weswegen sie überlebten. Davon zeugen diverse ausgestorbene Pflanzenarten.

  • Allen Interessierten möchte wärmstens ans Herz legen, sich mit dem "Original" zu befassen: nämlich Darwin.
    Dieser brachte bis dato die einzige, vernünftige Erklärung für die Entwicklung allen Lebens.
    Und wer Evolutionsbiologie für Teufelszeug hält, der ist entweder sowieso nicht zu überzeugen, oder sollte "Gotteswahn" von Dawkins lesen (alle anderen aber auch. So ein "göttliches" :twisted: Buch!)
    Gruß
    Levold

  • Hier habe ich mal ein interessanten Lesestoff. was dem Thema etwas näher kommt. und mich Pflanzen aus einer anderen Perspektive sehen läßt.


    Die Intelligenz der Sonnenblume (ein paar Auschnitte)


    Das Gehirn der Wurzel
    Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wies man elektrochemische Aktionspotentiale, die bis dahin nur von tierischen Nervenzellen bekannt waren, bei den schnellen Bewegungen der Venusfliegenfalle und der Mimose nach. Aber nach Meinung von Pflanzenneurobiologen wie dem Bonner Frantisek Baluska und dem Florentiner Stefano Mancuso gehen die Gemeinsamkeiten noch viel weiter.



    Die Wurzelspitze etwa habe einen Schwerkraftsinn. Und sie reagiere auf akustische Reize, fand Stefano Mancuso heraus. Da spezialisierte Zellen in der Wurzelspitze ähnlich wie Hirn-Neuronen in synchronen Phasen oszillieren, scheut Baluska sich nicht, von einem gehirnähnlichen Zustand zu sprechen.



    Botaniker haben in den vergangenen Jahren immer wieder aufsehenerregende Entdeckungen gemacht, die selbst das Unkraut am Rande des Weges in neuem Licht erscheinen lassen. Demnach nehmen Pflanzen ihre Umwelt offenbar so detailreich wahr, dass es die Experten an tierische Fähigkeiten wie "schmecken", "riechen" und "tasten" erinnert.



    "Pflanzen reagieren koordiniert auf etwa 20 verschiedene Signale aus ihrer Umwelt, etwa Feuchtigkeit, Licht, Schwerkraft, Bodenstruktur oder Wind‘‘, sagt Anthony Trewavas, Pflanzenneurobiologe an der University of Edinburgh in Schottland.


    Wurzeln suchen sich gezielt ihren Weg in Richtung notwendiger Mineralien. Pflanzen kommunizieren untereinander über Duftstoffe und warnen sich vor Fraßfeinden. Wilder Tabak lockt sogar Raubinsekten eigens an, um die Plagegeister zu bekämpfen.



    hier ist der Link dazu. es ist echt Spannend.


    www.sueddeutsche.de/wissen/artik ... print.html

  • @ Zweifler:
    Das ist tatsächlich interessant, aber was hat das mit der Frage zu tun, ob Pflanzen (oder andere Lebewesen) ihre Entwicklung steuern konnten?
    Die Fragestellung impliziert übrigens schon ein grobes Unverständnis der Evolutionstheorie.
    Desweiteren hast du den letzten Teil des Artikels verschwiegen, in dem nämlich auf die Wissenschaftler hingewiesen wird, die das alles für Mumpitz halten.
    Gruß
    Levold

  • ich habe nur ein paar ausschnitte reingestellt mehr nicht... das einige wissenschaftler es für mumpitz halten ist doch klar..es gibt auch einige die das nicht glauben und davon überzeugt sind das pflanze eine gewisse intelligenz haben.
    hier ging es mir darum eine neu sictweise aufzutun. und sich eigene gedanke darüber zu machen. bewiesen ist nun mal das pflanzen umwelteinflüsse wahrmehmen. so stellen sie sich auf die natur ein. je na kälte hitze trpckenheit und nässe sowie wind und sturm. und das kann man nur wenn man ein gewisses merkmal hat nähmlich ein gedächnis. so wie jede zelle deines körpes ein gedächnis hat.. und weis aha ich muss ein ohr werden oder ich bilde das auge usw. das sind alles programierte gedächnisse.
    denke mal drüber nach.
    mfg. zweifler ;)

  • Ich find den Gedanken ultra interessant.


    Wenn Pflanzen wirklich eine Art von Inteligenz aufweisen würden müsste man die Sicht auf die komplette Erde ändern. Waldrodung oder Massenmord wäre dann die Frage...


    Allerdings bin ich mir insgesamt nicht ganz sicher ob ich das glauben kann. Es gibt sicher hoch entwickelte Pflanzen und einfache. Und das manche Hochentwickelte Pflanzen extrem viellschichtig aufgebaut sind ist klar zum Beispiel Venusfliegenfallen etc.


    Allerdings zählen Mose und Flächten ja auch zu Pflanzen, diese sind zwar extrem strapazierfähig aber wirklich nicht sehr komplex.


    Hier ist der Wiki Link Pflanzen:
    de.wikipedia.org/wiki/Pflanzen


    Hier ist der Wiki Link Moose:
    de.wikipedia.org/wiki/Moose


    Mindreader