• Dann nimmst du mich aber bitte mit, ja?! :)
    Hach wär das toll.

  • Wow das Kostüm ist echt toll geworden^^
    Da haste dir echt viel mühe gegeben die sich auch gelohnt hat.
    Also ich freu mich auch schon riesig auf Halloween :thumbsup:
    Ich werde mich zwar nicht verkleiden, aber ich werde genüsslich zu Hause sitzen und mal schaun was wieder für tolle Horrofilme im Fernsehen laufen :mrgreen:


    LG Amalia

  • Nach der Einführung von Halloween in die deutschen Lande zu Beginn der 90er-Jahre hat sich das Fest mehr oder weniger etabliert; vor allem die leuchtenden Kürbisfratzen zieren heuer wieder unzählige deutsche Vorgärten, Balkons und Fenster. Dabei ist Halloween kein traditionell europäisches Fest, auch wenn seine Wurzeln im heidnischen Brauch der britischen Inseln vermutet werden. In seiner heutigen Form ist es originär amerikanisch und damit einer der wenigen modernen Importe im Festtagstreiben.
    Das ist dann auch häufig ein Punkt der Kritik: in Zeiten, in denen die Menschen immer mehr von ihren Traditionen abzurücken scheinen, vermutet manch einer hinter dem Import ein Symptom für einen tiefergreifenden kulturellen Wandel, der hin zu einer Konsum-Mentalität geht: der eigentliche Sinn und Ursprung eines Festes gerät in den Hintergrund, während der kommerzielle Gedanke zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hinzu kommt, dass es vergleichbare Bräuche auch in Europa gibt, diese aber für die meisten Europäer keine Bedeutung mehr haben: das Rübengeistern war in vielerlei Hinsicht über Jahrhunderte das europäische Pendant, bis es in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend in Vergessenheit geriet und sich nur in dörflichen Gegenden halten konnte. Auch Martini scheint durch Halloween bedroht zu sein, vor allem aufgrund der engen zeitlichen Nähe der beiden Feste - vielleicht aber auch, weil der religiöse Ursprung des Festes in einem säkularen Land immer bedeutungsloser wird und sich die Menschen daher mit den alten Bräuchen nicht mehr identifizieren können.


    Handelt es sich hier um das Ersetzen autochthoner Traditionen durch Fremdimporte, und wenn ja, ist das ein Zeichen für eine Kommerzialisierung von Feiertagen? Ist Halloween Beweis für eine kulturelle Hegemonie der Vereinigten Staaten, die gewachsene Strukturen durch Amerikanisierung auflöst? Oder muss man es anders sehen: haben die alten Traditionen in modernen Zeiten keine Bewandnis mehr und wurden darum zurecht durch Halloween als zeitgemäßes Fest ersetzt?
    Was ist Halloween für euch, reiner Kommerz, Herbstfest, Gruselfest, heidnische Feier, eine Plage oder ein Segen? Wird Halloween dauerhaft Bestand haben, wird es vielleicht eigene europäische Ausprägungen geben, sind Ansätze dazu schon vorhanden?


    santiago

  • Zitat

    ist das ein Zeichen für eine Kommerzialisierung von Feiertagen?

    Natürlich. Ist das schlimm? Feiern wird halt zum Selbstzweck. Ich als Atheist feiere z.B. auch Weihnachten, und zwar einfach weil Weihnachten ist, und nicht wegen Klein-Jesus.
    Ich halte es zwar für wichtig, dass man sich an seine Traditionen erinnert und über sie Bescheid weiss, (zwecks Geschichte und so) aber deshalb muss man sie ja nicht unbedingt beibehalten, siehe Tieropfer und öffentliche Exekutionen. ;) Sachen verändern sich mit der Zeit, aber wir vergessen die alten Traditionen ja trotzdem nicht.
    Halloween ist neben Silvester mein Lieblingsfest. Da hat man einfach ne nette Atmosphäre beim Filmegucken und Chipsfressen. Verkleidete Kinder hab ich übrigens noch nie gesehen, was wohl daran liegen wird dass ich mitten in der Wüste, leicht ausserhalb einer kleineren Stadt lebe. Und was bringt schon "Süsses oder Saures", wenn das Saure gesetzlich verboten ist, wie einem zurzeit wieder permanent in Funk und Fernsehen vorgebetet wird.


    @ den Designer: Das Halloween-Design find ich übrigens klasse. Aber wäre es nicht stylischer gewesen den Kürbis als "O" zu benutzen, anstatt ihn zwischen Para und Portal zu quetschen? ;)

    Edit "der Designer": Hatten wir zunächst, sah aber doof aus. Der Kürbis wäre zu klein gewesen, bzw. der Schriftzug zu groß. Aber Danke für das Lob :)

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich muss sagen, dass mir Halloween soviel bedeutet, wie Sylvester oder mein Geburtstag. Also so gut wie gar nichts, weshalb ich an diesen Tagen lieber arbeite (Feiertagszuschlag ;) ). Auch Weihnachten ist mir relativ egal, wenn nicht diese Familienkiste wäre, aber naja, hin und wieder muss man halt mal wieder die Familie sehen.
    Ansonsten hab ich hier in LU noch nie Kids in Kostümen gesehen. Das gilt sowohl für Halloween als auch für Fasching. In meiner ehemaligen Stammkneipe war am Fasching gerademal die Bedienung maskiert, und sie stammte aus Berlin.

  • Zitat

    Ich muss sagen, dass mir Halloween soviel bedeutet, wie Sylvester oder mein Geburtstag. Also so gut wie gar nichts, weshalb ich an diesen Tagen lieber arbeite (Feiertagszuschlag ;) ). Auch Weihnachten ist mir relativ egal, wenn nicht diese Familienkiste wäre, aber naja, hin und wieder muss man halt mal wieder die Familie sehen.

    Dito!


    Der einzige Unterschied ist das ich an Weihnachten meine ganze Familie sehe, darauf freue ich mich schon, aber das hat aber nichts mit Weihnachten selber zu tun.


    Zu Halloween:


    Bei uns ist das erst seit ein paar Jahren so richtig am kommen, aber es passt irgendwie so gar nicht in die Umgebung rein (keine Ahnung wie ich das beschreiben soll).
    Das es vorrangig um den Konsum geht liegt ja auf der Hand, das ist aber bei allen Festen, Bräuchen etc. so.
    Man braucht sich ja nur in den Geschäften umsehen wann welches Produkt für etwas angeboten wird, das ist ja schon fast pervers.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Zitat

    ist das ein Zeichen für eine Kommerzialisierung von Feiertagen?


    Sicher ist es das, aber meiner Meinung nach weitaus interessanter und festlicher (!) als sowas wie Kommerz-Mama "Valentinstag" :) Aber man verliert darüber eigentlich kaum Worte, man feiert und man kauft - solang es 'manche' glücklich macht ... ;P
    Für mich hat Halloween auch etwas besonderes, ist - keine Ahnung woher - immer ein kribbeln vorhanden, muss wohl an der Atmosphäre an sich liegen.

    You're heroes have fallen.
    Now taste the fear.
    Tasting uncertainty.
    What will you do?
    Can you hear it?
    Can you hear the sound?
    As our broken Idols,
    Come crashing down.

  • sooo ;)


    morgen verbring ich das doch alles ganz ruhig :)


    pizza bestellen mitn paar freunden horrofilme guggn und joa woanders übernachten :) reicht doch für halloween :P


    und kleine kinder an der tür erschrecken *gg* :D


    greetz krobi

  • Für mich ist Sylvester der einzigste (außer meinem Gebbes ;)) Feiertag an dem ich NUR den Sinn des Festes feiere, bei allem anderen bin ich ehrlich und mag es beschenkt zu werden.


    Aber so Sachen wie Halloween gehen mir eigentlich am Arsch vorbei, obwohl es oft zu schrillen Partys kommt (diesmal leider nicht :schlecht: )


    Wer feiert denn heute noch den Sinn vom Weinachten? (Jesus) Selbst die meisten in einer kleinen Gemeinde die in die Kirche gehen sind Heuchler.

  • Also für mich als Neue Heidin ist es so, dass man schon einen Unterschied zwischen dem ursprünglichen Fest (nämlich Samhain, einem der vier großen Hexensabbate) und Halloween machen muss. Das was heute als Halloween gefeiert wird, hat mit dem keltischen Neujahrsfest nur noch einige Elemente gemeinsam. Wie zum Beispiel das Verkleiden als "Monster", um damit dem "Bösen" Angst einzujagen, was an diesem Tag auf Erden wandelt. Denn traditionell ist der Schleier zwischen den Welten an diesem Tag besonders dünn. Das funktioniert im Prinzip ähnlich wie die Dämonenfiguren, die man auf christlichen Kirchen findet, die ja auch das Böse abhalten sollen.


    Ich persönliche feiere also Samhain und nicht Halloween und bin aber trotzdem sehr froh darüber, dass man hier inzwischen auch mehr Halloween feiert. Ganz einfach weil das viele Leute dazu bringt darüber nachzudenken woher das Fest überhaupt stammt. Auch wenn die meisten fälschlicherweise annehmen, dass es seinen Ursprung in Amerika hat. Selbst das was heute als Halloween gefeiert wird, wurde von irischen Einwanderern nach Amerika gebracht und hat somit seinen Ursprung auch eher in Europa.


    Leider hab ich grad nicht so viel Zeit noch mehr dazu zu schreiben, hab mich ja im Studium auf das Alte und Neue Heidentum spezialisiert, aber ich wollte doch kurz meine Meinung kund tun. ;)
    Und zum Thema Kommerzialisierung kann ich nur sagen, dass das ja wohl alle Feste betrifft, allen voran Weihnachten. Das feiern die allerwenigsten als die Geburt von Jesus, sondern einfach weil es ein Familienfest ist. Ich kenne sogar eine buddhistische Familie, die seit sie in Deutschland ist immer Weihnachten feiert und zu Beginn nicht mal wusste warum. Denen hab ich dann den Ursprung des Fests erklärt. Das passiert sicher bei einigen Familien. ;)

  • Zitat

    Selbst das was heute als Halloween gefeiert wird, wurde von irischen Einwanderern nach Amerika gebracht und hat somit seinen Ursprung auch eher in Europa.


    Jein. Es hat seinen Ursprung in Irland, das ist schon richtig. Nahezu keines der Elemente, die das heutige Halloween ausmachen, findet man aber in der europäischen Tradition - lediglich die Geisterlaterne ("Jack o'Lantern"), die aber in Europa immer aus einer Rübe geschnitzt wurde (vgl. Rübengeistern). Man kann Halloween darum durchaus als amerikanisches Fest verstehen, gerade in Verbindung mit dem ihm begleitenden Kommerz.
    Dass das Fest einen heidnischen Ursprung hat, ist in der Forschung sehr umstritten, um nicht zu sagen wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt einige Hinweise auf Totenfeste bei den Kelten, aber weder ist der Name (Samhain) eindeutig überliefert, noch das Datum oder der Inhalt - von einer nachweisbaren Kontinuität hin zum heutigen Halloween ganz zu schweigen. Wahrscheinlicher ist eher eine Verbindung mit dem katholischen Allerheiligen- und Allerseelenfest, die ihrerseits wieder nicht auf heidnische Feste zurückgeführt werden können.


    santiago

  • Und zum Thema Kommerzialisierung kann ich nur sagen, dass das ja wohl alle Feste betrifft, allen voran Weihnachten


    Sehe ich auch so!


    Im Prinzip ist alles auf den Kommerz zurückzuführen.
    Die Industrie hat einfach herausgefunden wie viel Geld man mit den "Begleitartikeln" zu den jeweiligen Festen verdienen kann.
    Egal ob nun Ostern, Valentinstag, Muttertag........what ever


    So ist nun Halloween auch aus Kommerzzwecken über den großen Ozean zu uns rüber gekommen! ;)


    Allerdings muß ich sagen, daß es mich nicht weiter stört.
    Vor allem die Kinder haben einen heidenspaß daran.
    Meine Tochter schleppt seit drei Tagen ganz aufgeregt ihr Halloweenkostüm durchs Haus und freut sich riesig auf heute Abend, wo sie mit Freundinnen um die Häuser ziehen darf. (Natürlich mit Erwachsenenbegleitung ;) )


    Auch der letzte Schultag stand ganz im Zeichen von Halloween.
    Da wurde den Kindern erklärt, wie Halloween enstanden ist (also, wie angenommen wird, wie es entstanden ist ;) ):
    also Kelten, Irland, Kürbis und Rübenschnitzen...etc.
    Und im Englischunterricht haben sie ein tolles Halloweenlied gelernt, daß wohl seit Jahrzehnten in Amerika von den Kindern gesungen wird.


    So betrachtet finde ich es schön.
    Für die Kinder ist es etwas besonderes und sie lernen auch noch etwas dabei.
    Es ist also vom Kommerz-Kitsch-Verhalten doch etwas entfernt, denn sie bekommen den Sinn dieses Festes mit auf den Weg. ;)


    Ich persönlich mag es z.b. lieber als Fasching (> Ricya eher ein Faschingsmuffel ist und nur mitgeht, wenn sie mitgehen MUSS), von daher ist es eine schöne Alternative.
    Zumal ich schon immer den Hang zu "The Dark Side" :mrgreen: hatte und mir so die Athmosphäre und die Gruselkostüme mehr zusagen als Karneval!


    Jo, in dem Sinne


    allen ein gruseliges Fest


    Lg Ricya



    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Es gibt einige Hinweise auf Totenfeste bei den Kelten, aber weder ist der Name (Samhain) eindeutig überliefert, noch das Datum oder der Inhalt - von einer nachweisbaren Kontinuität hin zum heutigen Halloween ganz zu schweigen

    Der Name Samhain ist irisch-gälisch für den Monat November und "Samhuin" ist schottisch-gälisch und bezeichnet Allerheiligen, also den 1. November. Wie der ursprüngliche Name des Fests lautet und wie alt es ist, steht in der Tat nicht fest.
    Dass das Fest keine Kontinuität bis zum heutigen Tag besitzt steht außer Frage und trifft auf die gesamten Inhalte des Neuen Heidentums zu. Auch wenn es viele Befürworter einer ungebrochenen Tradition im Hexenglauben gibt/gab, wie z.B. Margaret Murray, haben sich die meisten Thesen inzwischen als falsch herausgestellt. Da stimme ich dir also voll und ganz zu. Zu den Inhalten des Samhainfests gibt es jedoch zahlreiche Überlieferungen aus verschiedensten Zeiten.

    Wahrscheinlicher ist eher eine Verbindung mit dem katholischen Allerheiligen- und Allerseelenfest, die ihrerseits wieder nicht auf heidnische Feste zurückgeführt werden können.

    Allerheiligen wurde in der östlichen christlichen Kirche seit dem Anfang des 4. Jahrhunderts gefeiert, allerdings ursprünglich am 1. Sonntag nach Pfingsten. Später gewann das Fest auch in der westlichen christlichen Kirche an Bedeutung und 835 legte Papst Gregor IV. das Fest für die gesamte christliche Kirche , und in Anlehnung an das heidnische Neujahrs-, und Totenfest, auf den 1. November. Dass christliche Feiertage an heidnische Feste "angepasst" wurden passierte oftmals und sollte es der Bevölkerung leichter machen, den neuen Glauben anzunehmen.


    Insgesamt hat Halloween natürlich in Amerika einen guten Nährboden gefunden. Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht sehr gut damit aus, inwiefern die mexikanische Kultur Einfluss auf die amerikanische hat oder hatte aber ich kann mir gut vorstellen, dass auch der mexikanische "Dia de Muertos" viel dazu beigetragen hat, dass Halloween dort so beliebt ist. In Mexiko sind bunte Dekorationen und Kostüme da ja an der Tagesordnung.
    Ich als Norddeutsche bin ja nun auch ein absoluter Karnevalsmuffel und stimme Ricya zu, dass Halloween da irgendwie interessanter ist. Und die Süßigkeiten werden wenigstens direkt an die Kinder verteilt und nicht tonnenweise in die Straßen gekippt. :p

  • Zitat

    und in Anlehnung an das heidnische Neujahrs-, und Totenfest, auf den 1. November. Dass christliche Feiertage an heidnische Feste "angepasst" wurden passierte oftmals und sollte es der Bevölkerung leichter machen, den neuen Glauben anzunehmen.


    Auch diese These ist unbelegt. Die Quellenlage bei den Kelten ist eben sehr schlecht, weil man zum größten Teil auf Überlieferungen der Römer angewiesen ist. Dieses angeblich heidnische Totenfest soll ja Samhain sein - für Datum, Name und Inhalt gibt es aber wie gesagt keine Belege, ebenso wie für die Behauptung, bei der Datumswahl für Allerheiligen habe man sich an vorchristlichen Riten orientiert. Das hört man häufig, es ist aber mangels Nachweis unwissenschaftlich und dürfte eher als Mythos gewertet werden. Gerade die Verbindung mit dem Totenreich hat ihre Wurzeln wohl eher in der christlichen Heiligenverehrung als in einem heidnischen Totenkult, den es so vielleicht nie gab. Nichts für ungut.


    santiago

  • Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht sehr gut damit aus, inwiefern die mexikanische Kultur Einfluss auf die amerikanische hat oder hatte aber ich kann mir gut vorstellen, dass auch der mexikanische "Dia de Muertos" viel dazu beigetragen hat, dass Halloween dort so beliebt ist.


    Das weiß ich jetzt auch nicht, aber fest steht wohl, daß sich der "Dia de Muertos" zusammengesetzt hat aus:


    1. dem alten Totenglauben der Azteken
    und
    2. dem christlichen Glauben als die spanischen Eroberer ins Land kamen:


    http://www.mexiko-lexikon.de/m…e=D%C3%ADa_de_los_Muertos


    Zitat

    Alle Versuche, der spanischen Missionare während der Kolonialisierung, das Totenfest der indigenen Bevölkerung abzuschaffen, schlugen fehl. Sehr schnell stellten jedoch die Missionare Parallelen zur eigenen Jenseitsvorstellung fest. Zum Beispiel: Im christlichen Glauben ist auch die Sprache vom Leben nach dem Tode. Im Europa der damaligen Zeit wurde der Tod ebenfalls nicht tabuisiert sondern war Bestandteil des täglichen Lebens. Der Tod war allgegenwärtig und fand seinen Ausdruck nicht nur im sogenannten „Totentanz“ sondern er wurde auch bildlich als Skelett, als Sensemann dargestellt. Daneben gab es noch zahlreiche Geschichten von Geistern und Gespenstern. Diesen Umstand der Parallelen nutzen die Missionare schlussendlich, um das präkolumbianischen Totenfest auf das Datum eines bestehenden christlichen Festes, Allerheiligen und Allerseelen zu „verschieben“. Obwohl nunmehr eine Vermischung des christlichen Glaubens mit dem Glauben der präkolumbischen Kulturen stattfand, wird die alte Traditionen der präkolumbischen Völker bis heute im Wesentlichen beibehalten.



    Ich weiß, daß man heute nicht mehr genau nachvollziehen kann, woher Halloween eigentlich kommt.


    Aber ich finde es ist auffallend das sämtliche Totenfeste ausgerechnet an dem Datum gefeiert werden, an dem bei uns Allerheiligen ist.
    Es ist naheliegend, daß gerade dieses Datum von den Europäern, die ja damals fast überall angereist kamen um neue Länder zu entdecken/erforschen und überall ihre Finger drin hatten, ( z.b. als Kolonien die ausgewandert sind), zum Totentag, egal in welcher Glaubensform sozusagen "etabliert" wurde.


    Totenkulte gab/gibt es ja fast in jeder Kultur.
    Und mit den neuen "Sitten" der Einwanderer/Eroberer wurde dann der gängige örtliche Kult verwurstet.


    Halloween ist für mich sozusagen ein Misch-Masch aus mehreren Festen/Traditionen der verschiedensten Völker.
    Einen genauen Ursprung zu finden wird sich also als äußerst schwierig erweisen.
    Man müßte dazu genaustens auseinanderpfriemeln können:
    - wo wurde zuallererst Totenkult betrieben?
    - wo glaubte man zuerst an die Rückkehr der Toten?
    - War es eher die Angst vor den Toten, oder die Angst vor irgendwelchen Geistern (wie z.b. den Wintergeistern die vertrieben werden mußten), die zu der jeweiligen Tradition führte?
    - Wo wurde was zuerst und wie gefeiert?
    - Durch welches Volk kam welche Tradition wo hin?
    (Viele Totenkulte wurden ja von verschiedenen Völkern zeitgleich praktiziert und evtl. durch Handlungsreisende auch an anderen Orten bekannt)


    Ein WirrWarr, den man wohl nie zu hunderprozent auflösen kann! ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ricya : Ich denke ein wichtiger Punkt ist auch noch, dass es sich dabei nicht vordergründig um einen "Totenkult" handeln muss, bei dem es um verstorbene Menschen geht. Es ist auch einfach die Zeit im Jahr, in derdie Natur "stirbt" weil der Winter vor der Tür steht. Die Ernte muss bald eingebracht sein, die Pflanzen und Tiere machen sich für den Winter bereit. Da die Menschen sich früher viel mehr an den natürlichen Gegebenheiten orientieren mussten war das wohl auch einer der Ursprünge.

  • Shanna


    Ja, stimmt!
    Mit dem Weihnachtsbaum verhält sich ja ähnlich.
    Obwohl er heute ja das Symbol für Weihnachten (also Jesu Geburt) schlechthin ist, hatte er im Ursprung gar nichts damit zu tun.
    Der Weihnachtsbaum wurde früher eigentlich aufgestellt, weil die Menschen ihn als Hoffnungssymbol für den nächsten Frühling verehrten.
    Und das deshalb, weil Nadelbäume auch im Winter ihr "grünes Kleid" nicht verloren im Gegensatz zu den Laubbäumen.


    Die Tradition der geschmückten Tanne wurde also mehr oder weniger "verchristlicht" und ist deshalb heute das, was wir als "Christbaum" ansehen.


    Dazu habe ich übrigens einen interessanten Satz gefunden:


    Zitat

    Ein deutscher Auswanderer brachte die Tradition 1848 mit in die Vereinigten Staaten.


    Quelle:


    http://magazin.gartenzeitung.c…kommt-der-Christbaum.html


    Hu.....da haben die Ami´s auch mal einen "Trend" von uns bekommen! :lol:


    Lg Ricya

    _______________________________


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  • So es ist vorbei und es war sehr sehr schön!


    Mein Kostüm hat sich doch geändert...Das Braut Kostüm wäre etwas zu kalt geworden.


    Nunja ich habe die Gegend in einem Elvira/Fledermaus Kostüm in Angst und Schrecken versetzt;)


    Als erstes ging es zum Haunted House in Bottrop. Das ist eine Familie die jedes Jahr Haus und Garten richtig schön schmückt. Auf dem Dach hat Freddy Krüger zu tun...Es gibt so eine Art Truck mit Skellet drin und eine kleine Mini Maze aus 4 Räumen mit dem Hellraiser die sehr sehr liebevoll gestaltet worden sind und dafür bezahlt man einen Euro für eine guten Zweck. Find ich gut!


    Nungut wir standen in voller Montur in der Warteschlange für die Maze an. Vor uns 2 Frauen mit 4 Kindern..die Kinder waren im Alter von ich denke mal so 7/8. Ein kleines Mädel zu seiner Mama: Mama Mama, guck mal die Frau...die ist schön aber ich hab Angst vor der *Muhaha ich esse kleine Kinder jeden Tag zum Frühstück;)*


    Danach haben wir uns auf den Weg nach Köln gemacht zu den Postmortalen Lebensformen.


    Ein Zombie-Survival Seminar was außer Kontrolle gerät! Super duper Umsetzung! Vorallem es hielt sich in wage zwischen Schocking Moments und Lachanfälle.Kann ich nur wärmstens weiter sagen;) Wer den Zombie Survival Guide kennt wird dieses Seminar lieben! Das erste war auch dort und hat gedreht..^^


    Inzwischen war es auch schon kurz vor Mitternacht als wir wieder Zuhause waren...eigentlich wollten wir so noch etwas feiern gehen..aber wir waren so ko. das wir Shawn of the Dead angeschmissen haben und dabei eingeschlafen sind.


    War defintiv sehr schön dieses Jahr:)


    Ich versuch später mal ein foto von meinemKostüm hochzuladen