Eigener Glaube

  • Grüße euch,


    Ich teile, wie einige Menschen in meiner Umgebung, den eigenen Glaube.


    Das heißt, wir glauben an eine Kraft, die uns erschuff und uns am Leben hält. Jeder für sich.
    Und wir betrachten uns als Menschen und nicht als "Ungläubige" oder "Gläubige".
    Nur weil wir nicht direkt an "Gott" glauben, wie er immer von den Religionen dargestellt wird, heißt es nicht wir seien Atheisten.


    Ich glaube, wie ich es für richtig halte.
    Ich muss nicht beten, weil es Abendessen gibt oder vor dem schlafengehen.
    Ich habe keine Aufgaben, um mich selbst von dem Glauben zu beweisen oder um den Glauben zu huldigen.


    Ich bin meine eigene Religion, die festen Bezug zur Wissenschaft hat.
    Meine humane Entstehungstheorie entspricht der Evolutionstheorie und wurde von der Forschung bestätigt.


    In meinen Augen sind wir auf der Erde "gebracht" worden.
    Und unsere "Bringer", unsere Urväter, sehe ich als ein ganzes = Gott, Schöpfer oder wie man es auch immer nennen will.



    Und nun wollte ich euch fragen, ob es hier einige Leute gibt, die so ähnlich ihren Glauben orientieren wie ich.
    D.h. sowas wie eine eigene Religion für sich.



    Nur so nebenbei:
    Der Glaube verlängert ein wenig das Leben.
    Forschungen haben bewiesen, dass eine Überzeugen, bestimmte Hormone im Körper verschüttet, die langanhaltend einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben und somit auch auf die Lebensdauer:)

  • Hey erstmal...


    dir geht es gleich wie vielen - ich selbst glaube an etwas Göttliches, dass irgendwie hinter allem steht: aber ich glaube nicht dass irgendein namentlicher Gott die Welt erschuf, eine Religion (obwohl ich evangelisch bin) Recht hat oder was mir irgendjemand vorbetet...

  • Mh das ist doch die Grundlage eines jeden Glaubens... und auch jeder Religion. Nur dass eine Religion eben weiter geht, diesen allgemeinen Glauben eingrenzt und für möglichst viele Menschen attraktiv macht, um ihnen etwas zu vermitteln, um sie zusammenzuhalten.. vielleicht auch um sie etwas zu kontrollieren oder anders ausgedrückt: zu ordnen.


    Und meiner Meinung nach ist genau das Gott. Die Inspiration zum Glauben. In den meisten großen Religionen wird der Gott/die Götter ja auch als etwas angesehen was den Menschen in Notzeiten zur Seite steht und sie inspiriert, unter anderem dazu anderen vom eigenen Glauben zu überzeugen. Ich denke das ist etwas ganz natürliches.. schließlich haben alle Kulturen einen Glauben, alle Kulturen glauben an einen Gott, einen Schöpfer, an etwas dass allem einen Sinn gibt und vor allem alles erklärt.
    Und ich bin auch der Meinung, irgendwann wird die Wissenschaft de facto einen 'Gott' anerkennen. Keinen wie er in Religionsschriften beschrieben ist.. Irgendwann werden wir Gott finden, aber das heißt nicht dass er mit einem UFO vorbeikommt oder als Geisterwesen erscheint. Wir werden einfach begreifen dass das gesamte Universum, jedes physikalische Gesetz dass wir erkannt, geprüft und bewiesen haben, jede Bewegung eines jeden Teilchens Gott ist. Es ist Glaube und Erkenntnis zugleich.. hoffentlich auch mit einer humanen Erkenntnis verknüpft (aber das gehört hier nicht hin). Das Wort Gott ist heute so als Person oder Ding geprägt.. dass es vielen schwerfällt bei diesem Wort an etwas anderes zu denken als das was man so von den ganzen Religionen hört die sich so verbreitet haben.


    Glauben ist etwas ganz persönliches, Religion ist eine gesellschaftliche und soziale Hilfe für Menschen die (verständlicherweise) völlig überfordert sind von der Welt und der Existenz.


    Ich hoffe den Tag noch erleben zu dürfen andem das endlich erkannt wird.. an dem jeder begreift bzw. begreifen kann was du schon begriffen hast.

  • Zitat von "Fabs"

    Wir werden einfach begreifen dass das gesamte Universum, jedes physikalische Gesetz dass wir erkannt, geprüft und bewiesen haben, jede Bewegung eines jeden Teilchens Gott ist.


    Wenn man einfach alles was existiert als Gott definiert, dann ist es doch ziemlich sinnlos. Zumindest hat das dann nichts mehr mit den Gott zu tun was die meisten wohl anbeten, oder sind jetzt die sich schnell bewegenden Teilchen der kosmischen Strahlung jetzt heilig? Also ohne Definition wird die Wissenschaft ihn auch nicht nachweisen oder widerlegen (wobei man ja sowieso nicht die Existenz von etwas widerlegen kann, oder beweise mir, dass es kein fliegendes Spaghettimonster gibt) können, aber wenn man einfach die Definition so zusammen schustert, dass sie passt und man "Gott" so findet, dann ist das einfach nur witzlos.


    Ich bleibe bei meinen eigenen Glauben und der sagt: Es gibt keinen Gott, aber sich bewegende Teilchen

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Zitat von "res"

    Wenn man einfach alles was existiert als Gott definiert, dann ist es doch ziemlich sinnlos. Zumindest hat das dann nichts mehr mit den Gott zu tun was die meisten wohl anbeten, oder sind jetzt die sich schnell bewegenden Teilchen der kosmischen Strahlung jetzt heilig?


    Genau das meine ich..du denkst da auch an was heiliges, was religiöses.. irgendwas was man anbeten kann oder muss.
    Aber warum so verschlossen gegenüber etwas anderem? Dass Gott vielleicht von den Religionen nur personifiziert wurde um es den Menschen näher zu bringen und ihn heilig gemacht um seine Macht zu verdeutlichen..
    Ohne da jetzt jemanden beurteilen zu wollen: Vielen fällt es schon schwer bei 'Gott' an was anderes als einen alten Typen in weiß zu denken. Davon sich Gott als etwas völlig unspezifisches, ungebundenes vorzustellen ganz zu schweigen.
    Ich verteufel das nicht, ich wollt nur mal darauf aufmerksam machen, dass man vielleicht mal darüber nachdenkt.

  • Ich sage ja nicht, dass es eine Person sein muss, aber wenn man es als Sammelsurium von Naturgesetzen und Teilcheneigenschaften ansieht, dann ist es doch irgendwie was komplett anderes.
    Mir geht es halt nur darum, dass man "Gott" irgendwie definieren sollte. Also zumindest einen kleinsten gemeinsamen Nenner. Aber wenn es einfach alles sein kann, dann ist die Definition einfach nur wertlos.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!