Realismus von Sci-Fi-Filmen

  • Viele sind mehr oder weniger über Hollywood & Co zur Materie gekommen.
    Was meint ihr welcher ist wohl der Glaubwürdigste Film ,dann wenn wir in die Zukunft sehen wollen ?
    Wie Real darf ein Film sein damit er noch interessant ist ?
    Können solche Filme auch mehr schaden ... zB. Verwirren ,Menschen entfremden, falsches Wissen vermitteln.
    Oder führen sie einen eher weiter für Astronomie Begeistern oder zum Lernen anregen usw. ?
    Hobbys schaffen , neue Sichtweisen Eröffnen und und und.
    Das und sicher viele weitere Punkte könnte man mal durchsehen
    und schauen ob es zu Wissenschaft oder eher Block-Buster führt :?:
    Diese Frage für sich finde ich schon recht Interessant...
    mal sehen wo es hin führt ;) wenn man nach einen Schnittpunkt sucht :!:

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Ich erinnere mich an ein Interview von Spielberg nach dem Dreh des Films "Back to the Future"! Der zweite Teil spielt ja u.a. in der Zukunft, welches das Jahr, so denke ich, 2005 oder so gewesen sein muss! :?: Naja, der DeLorean konnte im Film fliegen, 1989 wurde der Film gedreht, 2009 können immer noch keine Autos fliegen! :( Schade!
    Jedenfalls dachte sich Spielberg, dass man in den 2000ern fliegen kann!

  • Bei meinem Bäcker um die Ecke geht die automatische Tür lautlos auf, was in Raumschiff Enterprise im 23. Jhd. nicht möglich war. So viel zur Glaubwürdigkeit eines Films. :winks:


    Eigentlich sieht man im Weltraum (Ausnahmen bestätigen die Regel) alles wir auf der Erde ohnehin schon kennen: Zweibeiner und andere Zweibeiner, Uniformen, Seifenopern, Kapitalismus und Krieg. Nichts was man nicht kennt. Beeindruckend und unübertroffen: Solaris von Tarkowski/Lem und Unternehmen Capricorn von Peter Hyams.

  • Zitat von "brimskimi"

    Eigentlich sieht man im Weltraum (Ausnahmen bestätigen die Regel) alles wir auf der Erde ohnehin schon kennen:


    ich glaube, das liegt daran, dass menschen eben das projezieren, was der eigene erfahrungshorizont hergibt. allerdings gibt es gerade bei startrek viele interessante ansätze, die über diesen horizont hinaus gehen. zum beispiel eine körperlose, kollektive existenz, sowie das absolute nichts, in dem sich captain janeway in einer folge befindet. das sind wissenschaftliche und zugleich philosophische ansätze. sehr cool.


    und wie schon dürrenmatts physiker moebius zu sagen pflegte: "was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr rückgängig gemacht werde."
    Weitergedacht könnte es lauten: "alles was gedacht werden kann, ist möglich ;-)"
    schließlich ist unsere Erde, die Evolution, ja das ganze universum nichts anderes als das ergebnis von ausgeschöpften möglichkeiten und die reaktion auf viele eventualitäten.


    :winks:
    antares

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Also sehr realistisch finde ich Roland Emmerichs Arche Noah Prinzip, mit der Beeinflussung des Wetters, was ja zum Teil tatsächlich funktioniert. Natürlich nicht so wie im Film. Ich halte den Film trotzdem für sehr realistisch und für den besten Film, den Emmerich bislang gedreht hat.


    Alle anderen Weltraumfilme kann man nur bedingt als real bezeichnen, wenn es auch eine Reihe sehr guter Weltraumfilme gibt, so wie Stanley Kubricks 2001, Lautlos im Weltraum, Alien und einige weitere.


    Bei letzteren ist die Idee nicht völlig unlogisch, aber halt nach unserem technischen Standard doch wirklich Science Fiction.

  • Bei der ersten Alien-Folge stimmte das Ambiente, die Dialoge waren nicht so gekünstelt. Das Raumschiff erinnerte an einen alten, düsteren Seelenverkäufer und die Story mit dem Parasiten war spannend. Aber insgesamt altes in neuer Verpackung.


    Zitat

    ich glaube, das liegt daran, dass menschen eben das projezieren, was der eigene erfahrungshorizont hergibt. allerdings gibt es gerade bei startrek viele interessante ansätze, die über diesen horizont hinaus gehen. zum beispiel eine körperlose, kollektive existenz, sowie das absolute nichts, in dem sich captain janeway in einer folge befindet. das sind wissenschaftliche und zugleich philosophische ansätze. sehr cool.


    Manchmal gibt es solche interessante Folgen in Seifenopern, sie gehen quasi über sich hinaus. Hat aber eher wenig mit Science Fiction oder Weltraum zu tun... :roll:


    Ich finde es spannend, wenn unterschiedliche Autoren unabhängig voneinander ähnliche Themen bearbeiten. So das Thema Maschinenevolution bei Lem und bei Saberschinsky, das quasi verballhornt in Form der Todessterne bei Star Wars auftauchte. Ingesamt dann doch kein Thema für einen Film.

  • Für mich war Event Horizont einer von der Sorte die mich sehr Gut Unterhalten haben.
    Ohne allzuviele Effekte wurden viele Themen überschneidend abgehandelt.
    Dunkel und Düster aber trotzdem noch nicht zu Abgehoben.
    Begrenzt Vorstellbar (Und hat mich schon dazu angeregt über einiges Nachzulesen und zu Denken.)
    Und Stanley Kubrick´s 2001 sowie der Nachfolger waren Visionär !
    (Auch wenn der 2te nicht so ankam ich fand ihn auch sehr gut)
    Aber es gibt ja recht viel Düstere Prognosen die ich oft für Realer
    halte als es auf dem ersten Blick scheint.

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


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  • Ja das war auch so einer der einen zu Denken gibt.
    Besonders wo die Forschung zu Globalen Gefahr werden könnte.
    Grade bei versuchen mit Mikroorganismen :denk:

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    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Also ich mag SIFI gerne und seh mir auch regelmäßig welche an.


    Nun was die Autentität an geht gibts schon einen Punkt .
    Die Explosionen die man im All hört, sollen doch garnicht möglich sein aus wissenschaftlicher Sicht.Im Welltall gibt es keinen Schall.
    Jetzt aber wieder was anderes. Aufnahmen von der Sonne Saturn und Jupiter, sah ich in einer Doku.
    Die Sonne seufts, der Saturn brummt, der Jupiter macht irgendwas. und die Erde macht bip bip di da di pib. ja was stimmt denn nun?
    Warum sieht man auf der Erde Sterne und auf dem Mond nicht?
    Das sind so die kleinen Fehler, aber an sonsten, sind den Gedanken, was SIFI angeht keine Grenzen gesetzt.


    :winks:

  • Dir ist schon bekannt, dass bei den Fotos eine recht kurze Belichtungszeit eingestellt war?
    Fotografiere mal auf der Erde den Sternenhimmel mit einer Belichtungszeit die für "normale" Lichtverhältnisse eingestellt ist. Du wirst dort auch keine Sterne sehen auf den Fotos obwohl man sie mit dem Auge leicht sehen kann. Das gleiche gilt auf dem Mond, aber wenn man die Belichtungszeit so hoch eingestellt hätte, dann wären die Astronauten und Co so überstrahlt, dass man nur noch einen weißen Fleck sehen würde.


    Die tollen Aufnahmen von Hubbleteleskop und Co sehen auch nur so gut aus, weil dort Stunden lang belichtet wird. Hätte man auf den Mond die Belichtungszeit hoch gestellt und nur den Himmel fotografiert, also ohne Mondoberfläche und Astronauten, dann hätte man die Sterne auch sehen können.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Und wie waren die Belichtungszeiten? Und wie sind die Belichtungszeiten wenn du ein helles Objekt, also z.B. Menschen fotografierst? Wenn die Kamera automatisch regelt, dann ist es klar, dass sie bei den Sternen eine hohe Belichtungszeit auswählt, aber wenn Menschen in einer normalen Beleuchtung mit auf dem Bild sind, wird die Belichtungszeit wieder sehr kurz werden. Also stell mal diene Kamera auf eine feste Belichtungszeit ein, die für "normale" Dinge gedacht sind und dann fotografiere mit der gleichen Belichtungszeit den Himmel und dann sag mir ob du noch die Sterne siehst.
    Wenn ich google dann finde ich z.B. bei der Powershot A630 eine Verschlußzeit von 1/2500 - 15 Sek, also ein Faktor bis zu 37500 (wenn man auch bedenkt, dass bei diesen Kameras jeder Farbwert nur 8 Bit hat also 256 Möglichkeiten würde bei einem 256 fach kleineren Wert ein Bild das davor alle Farbwerte benutzt hat überhaupt nicht mehr sichtbar sein) und das bei einer ganz normalen Kompaktkamera.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Ohne Lügen und Spinnerei.ca 2 sek. Vom Knopf drücken bist zum auslösen.Also klick fertig.
    normalerweise braucht man länger um das Licht einzufangen..
    in der Bildmitte siehst du den Gürtel des Orion Sternbildes.
    Wenn ich aber direkt den Mond fotografiere sind rundherum keine Sterne zusehen das ist klar.
    Wegen zu viel Licht.

  • Zwei Sekunden sind aber schon recht viel auch wenn die Belichtungszeit nur 1 Sekunde oder so war.
    Und mit den Mond hast du es ja richtig verstanden, du siehst die Sterne herum nicht, weil der Mond viel zu hell ist im Vergleich zu den Sternen. Das Gleiche gilt auch für die Fotos auf dem Mond. Die Mondoberfläche und die Astronauten haben viel zu viel Licht abgegeben um noch die Sterne erkennen zu können (sie sind einfach zu dunkel im Vergleich zum Mond und Astronauten). Hätte man die Bilder mit 16 Bit pro Kanal aufgenommen hätte man die Sterne wohl noch durch extreme Kontraständerung sehen können, aber dann wäre der Mond und die Astronauten wieder komplett weiß.


    Du müsstest wohl ein paar Menschen gut ausgeleuchtet an einem Sternenklaren Nachthimmel fotografieren, so, dass die Menschen noch gut zu sehen sind (so gut wie auf den Mondlandungsfoto) und auch noch der Himmel. Dann wirst du die Sterne auch nicht mehr erkennen können.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • Aber guck dir mal auf dem unteren Foto die Erde und den Mond an, die sind schon recht überbelichtet, also schon sehr viel weiß und die Sterne sind auch sehr dunkel. Ich sehe da auch nur 5 Sterne, in Wirklichkeit müssten mit dem Auge tausende erkennbar sein. Und was sind für dich überhaupt kurze Belichtungszeiten? 1 Sekunde ist z.B. schon recht lange, normal sind wohl je nach Bild vielleicht 1/50 Sekunde.
    Wie auch immer ich wollte nur sagen, dass man mit dem Auge auf dem Mond sehr wohl Sterne sehen kann (weil das Auge halt deutlich mehr Bereich sehen kann als eine normale Kamera). Sicher wenn die Sonne drauf knallt, dass die Oberfläche sehr hell scheint, dann wird man auch mit dem Auge Probleme haben, aber sehen wird man sie trotzdem die Sterne wenn man nach oben guckt (so wie eben auch die Kamera, wenn die Belichtungszeit angepasst wird).
    Es ist auch die Frage wie hell die Oberfläche war bei den Fotos mit den Astronauten. Wenn man sich überlegt, dass z.B. an einem Sommertag auf der Erde 100.000 lux scheint und in einer klaren Nacht mit Neumond nur 0,001 Lux, dann sieht man dort einen Unterschied von 100 Mio. Sicher auf dem Mond waren es keine 100.000 lux, aber auch wenn es nur 10 Lux waren ist es immer noch ein gigantischer Unterschied.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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