Unendliche Energie das Ende der Kapitalisten?

  • Das mit den Patenten stimmt ja nicht ganz, Realist: eine Firma kann nicht einfach seine Produktionsserie umstellen. U.U. ist es günstiger bzw. ertragreicher das Patent aufzukaufen und in der Schublade verschwinden zu lassen, als eine ganz neue Serie zu starten, mit allem was dazu gehört (Entwicklungskosten, Investitionskosten in neue Maschinen/ Grundstücke/..., Marketing, usw.).
    Auch mit den Öko-Autos stimmt es ja nicht so ganz: der Trend geht ja zum Öko-Auto (Widerspruch in sich). Nimm die Werbung, da wird extensiv sog. "green-washing" betrieben, also das Verleihen eines Öko-Images an ein Produkt. Und das Argument, dass quasi der Konsument schuld ist, glaube ich nicht so ganz. Nimm das Beispiel Wankelmotor.
    Ich habe den noch nicht besonders beworben gesehen. Wobei der die Effizienz immens erhöhen würde. Aber augenscheinlich hat die Industrie kein Interesse daran. Nur: warum nicht?
    Oder nimm das Beispiel Entwicklung des PCs: ich habe seinerzeit schön miterleben können, wie ca. jedes halbe bis ein Jahr ein "neuer" PC auf dem Markt kam (angefangen vom 386er bis heute). Irgendwann stagnierte die Entwicklung etwas.
    Ich behaupte, die leistungsstärkeren PCs gab es schon längst, nur hat man den Markt langsam damit angefüttert, um die Gewinne zu optimieren. Jeder Nutzer musste sich so nach und nach einen besseren PC kaufen, wenn er die neueste Software usw. nutzen wollte.
    Also: dass die Industrie einfach das beste, was es gibt nimmt und auf den Markt schmeißt, ist betriebswirtschaftlich nicht effizient und wird damit auch nicht stattfinden.
    Deswegen glaube ich auch dem Argument, dass es durchaus Technologien gibt, die "besser", in welcher Hinsicht auch immer, sind, aber nicht für uns nutzbar gemacht werden.
    Gruß
    Levold

  • Bei den PCs muss man aber bedenken, dass viel erst durch die Verkleinerung der Strukturen möglich war und dass jede Umstellung auf eine kleinere Struktur mehrere Milliarden Dollar gekostet hat. Die Probleme sind enorm, wenn man bedenkt, dass schon heute z.B. Sperrschichten von nur 5 Atomen gebraucht werden. Die alten Produktionshallen werden ja aber noch weiter verwendet. Es ist auch Problematisch etwas komplett neues heraus zu bringen weil die Leute erwarten, dass das alte Zeugs noch laufen muss. Egal ob Software oder Hardware. Wenn man bedenkt wie alt schon PCI ist oder IDE bzw. das Floppyding. Auch muss der Prozessor immer noch den i386er Befehlssatz unterstützen. Solche Sachen behindern die Entwicklung ungemein. Man sieht ja z.B. wie man durch Spezialisierung von Hardware deutliche Leistungen herausbringt wenn man die Grafikkarten betrachtet. Bei manchen Aufgaben sind sie 100x schneller als eine aktuelle CPU, dafür ist der Befehlssatz eingeschränkt und es ist unheimlich schwierig darauf Software zu programmieren.
    Ich glaub kaum dass es daran liegt, dass die Entwickler einfach nur warten wollen, alleine schon weil die Konkurrenz ja etwas schnelleres früher herausbringen kann. Z.B. gibt es ja 45nm Prozessoren von Intel recht lange, wo AMD noch bis vor kurzem nur mit 65nm dienen konnte. Bei den Frequenzen hatte ja Intel beim P4 ja auch Werte über 4 GHz angekündigt gehabt und musste es immer weiter verschieben weil man gemerkt hat, dass es nicht mehr so einfach geht und irgendwann mal Schluss ist. Warum glaubst ging man auf Mehrkernprozessoren? Weil man nur so noch die Leistung deutlich erhöhen kann. Es ist halt nur blöd, dass man die Software dafür anpassen muss, was teilweise sehr schwer sein kann.
    Sicher hätte man es vielleicht noch schneller machen können, aber dann hätte man wohl noch einige Milliarden mehr investieren müssen, aber auch jetzt gibt es Fälle, dass der Prozessor oft schon schnell genug ist und es wo anders hakt. Jetzt wird ja auch immer mehr virtualisiert, weil die Rechner schon so schnell sind, dass sie mehrere Serveraufgaben parallel abarbeiten können ohne dass die CPU schlapp macht.


    Man muss auch beachten, dass die ganzen Leistungssteigerungen der CPUs und Co auch enorm auf die Aufnahmeleistung aufgeschlagen hat. Für viele Rechenzentren macht der Stromverbrauch mehr Kosten aus als die Anschaffung der Geräte. Supercomputer müssen auch schon mit MW an Strom betrieben werden und bei Laptops geht der Trend teilweise schon wieder zu sparsameren CPUs die aber wieder deutlich langsamer sind, wenn man z.B. den Atomprozessor betrachtet.
    Wenn es für die Hersteller möglich wäre einen Prozessor heraus zu bringen der leistungsstark wie aktuelle CPUs wäre aber deutlich sparsamer, hätten die einen gigantischen Marktanteil bei mobilen Rechnern. Man stelle sich nur ein Subnotebook mit der Leistung eines aktuellen Desktop-PCs aber mit vielleicht 8h Akkulaufzeit vor.


    Irgendwie ist das jetzt schon viel zu viel geworden, aber ich wollte nur sagen, dass extrem viel Geld für die Entwicklung ausgegeben wird und der Konkurrenzkampf das auch so weit erhöht, dass ein Anbieter schon deswegen extreme Verluste machen kann (siehe AMD), so dass sich die Anbieter es kaum leisten können ihre Entwicklungen heraus zu zögern.
    Bei einem Monopol wäre das aber sicher anders.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Levold, ich würde die Auto Beispiele lieber steckenlassen, denn was Realist schrieb war durchaus richtig. Es gab schon vor Jahren den berühmten Lupo 3 Liter, der war sparsam, und keine Sau hat das Ding gekauft. Das Thema wird jetzt ziemlich stark durch die Medien gehypet, deshalb ist die Nachfrage jetzt auch grösser, aber die Autoindustrie trifft dabei am wenigsten Schuld, die bauen einfach das was die Leute wollen und kaufen. Die Mitsubishi Direkteinspritzer gabs schon vor über 10 Jahren, gekauft hat die auch keiner...es gibt viele Beispiele.
    Mit der Wankelmotor-Aussage disqualifizierst Du dich in automobiler Hinsicht sowieso, die Wankel haben einen höheren Verbrauch als vergleichbare Benziner (vom spezifischen Verbrauch wollen wir garnicht anfangen), ein BMW 330i mit 265PS verbraucht weniger Sprit als der Mazda Wankel mit 240PS, und das obwohl der BMW sogar schwerer ist. Kannst also im Hinblick auf Öko total vergessen.


    Zudem passt das alles nicht zu der Diskussion um Freie Energie, das wäre ja quasi wenn man mal die entsprechende Infrastruktur hätte um sie anzuzapfen, mal rein hypothetisch dass es überhaupt sowas gibt, kostenlose Energie, das würde sich kein Stromkonzern entgehen lassen. Ich mein, wir reden hier von Energie, dass kann man nicht mit irgendwelchen Produkten die man verkauft vergleichen. Wo ist im Endeffekt der Unterschied ob mein Toaster mit Solar- oder mit Atomkraft läuft. Für die Kunden keiner, deshalb kann man das nicht vergleichen mit PC oder Auto oder sonstwas. Für mich als Kunde würde sich einfach garnichts ändern ausser vielleicht der Preis, selbst das wäre aber unwahrscheinlich, für die Energiekonzerne aber schon da sie die Energie nach einmaliger Investition umsonst bekommen würden.

    .W I D E R S T A N D.
    nothing can stop us now cause we don´t care anymore
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    ......the Psychocivilized Society......

  • Zitat von "Levold"

    Auch mit den Öko-Autos stimmt es ja nicht so ganz: der Trend geht ja zum Öko-Auto (Widerspruch in sich). Nimm die Werbung, da wird extensiv sog. "green-washing" betrieben, also das Verleihen eines Öko-Images an ein Produkt. Und das Argument, dass quasi der Konsument schuld ist, glaube ich nicht so ganz. Nimm das Beispiel Wankelmotor.


    Vielleicht solltest du dir dir von dir verlinkten Seiten auch einmal genauer durchlesen.


    Zitat von "Wikipedia"

    Die Nachteile sind dagegen:


    1. Der Wankelmotor hat ein ungünstiges Verhältnis zwischen Oberfläche und Brennraumvolumen, was zu größeren Wärmeverlusten führen kann. (Dieser Vergleich gilt aber nur für einen hypothetischen Viertakthubkolbenmotor, der mit dem gleichen Hubraum im Vergleich zum Kammervolumen die gleiche Leistungsdichte erzielen würde. Wegen des Leerhubs ist dies aber technisch nicht möglich, und der Viertakthubkolbenmotor benötigt deshalb den doppelten Hubraum, um das gleiche Verdrängungsvolumen wie ein Wankelmotor zu erreichen. Dadurch erhöht sich die effektive Brennraumoberfläche beim Viertakthubkolbenmotor um den Faktor zwei. Deshalb ist der Wärmeverlust des Wankelmotors über das Kühlwasser pro kW geringer als bei einem Viertakthubkolbenmotor.)[1]
    2. Durch die sich einstellende Quetschströmung im Bereich der Einschnürung wird die Verbrennung unterhalb der Kerze zwar beschleunigt und so ein guter Ausbrand der Kammer erreicht, aber der Gemischanteil oberhalb der Kerze wird nur schwer bis gar nicht entzündet. Dies hat aber nur Auswirkung bei Motoren mit Umfangsauslass und homogener Gemischbildung; hier wird der unverbrannte fette Restgaskern über den Umfangsauslass ausgestoßen. Bei Schichtladung befindet sich in dem betroffenen Bereich nur Luft, und beim Seitenauslass verbleibt der fette Altgaskern in der Kammer.
    3. Die Dichtflächen des Wankelmotors sind erheblich länger als bei einem HKM und führen zu höheren Druckverlusten.
    4. Aus den vorgenannten Gründen verbraucht der Wankelmotor bis zu 16 % mehr Kraftstoff als ein Viertakthubkolbenmotor.


    (Hervorhebung von mir)


    Alle Klarheiten beseitigt? :roll:

  • 1. Mag sein, dass ich mit dem Auto-Beispiel daneben lag. Wobei ich meine, mich erinnern zu können, dass es zum Wankelmototr auch andere Ansichten gibt. Aber egal, dass ist, wie schon richtig angemerkt, OT.
    2. Back to topic:
    Ich denke, meine Ansicht ist deswegen nicht falsch, weil es eben nicht darum geht, ob man den Rohstoff (in diesem Fall "Freie Energie") umsonst bekommt, sondern wo der maximale Gewinn zu erwirtschaften ist. Und das ist nicht automatisch das gleiche.
    Beispiel (schon wieder ;) ):
    Gesetzt den Fall man kann die Gravitationskraft nutzbar machen und sie in Strom umwandeln. Und zwar in einem solchen Maße, dass sich AKWs erübrigen würden, hätte man tatsächlich eine Energiequelle, die kostenfrei ist, weil sie überall und jedem offen steht.
    Aber Bau, Wartung und Neuanschaffung von solchen Gravitationsgeräten ist so teuer, dass der Endpreis den von Atom-Strom um ein vielfaches übersteigt und damit nicht mehr an den Endverbraucher weiterzugeben ist.
    Dann hätten wir auch ein moralisches Dilemma: riskiere ich den Super-Gau bei maximalen Gewinn oder handele ich wirtschaftlich sinnlos aber dafür umwelttechnisch sinnvoll?
    Was meinst du: Wie würde sich Eon entscheiden (oder Vattenfall, RWE usw.)?
    Nichts weiter, wenn auch etwas umständlich, wollte ich oben ausdrücken.
    Gruß
    Levold

  • Das ist doch das Problem mit den ganzen regenerativen Anlagen, diese liefern ja auch sehr viel Energie verfügbar ist (wenn man z.B. alle Dächer in Deutschland mit Solarzellen zupflastern würde und viele teure Speicher installieren würde), nur ist das halt viel zu teuer.
    Genau das gleiche Problem gäbe es ja auch bei der Freien Energie wenn die Anlagen auch sehr teuer wären. Gebaut werden ja die Anlagen auch nur weil es dafür EEG-Förderungen gibt und die Anbieter gezwungen werden den Strom ab zu kaufen, wenn man mal von wenigen Testanlagen absieht.
    Würde so etwas geben wie Freie Energie und das Zeugs wäre auch teuer, würde vielleicht der Staat dafür auch EEG-Förderungen zahlen wenn man erwarten könnte, dass die Anlagen auch irgendwann mal billiger werden, wie etwa bei Solarzellen, die ja extrem hoch gefördert werden, deren Vergütung aber jedes Jahr reduziert wird (nicht für laufende Anlagen sondern nur einen festen Satz für neue Anlagen).

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  • Zitat

    Die Gravitation wird doch in manchen Wasserkraftwerken zu Stromerzeugung genutzt.
    Zur Energiegewinnng schon seit "Ur"-zeiten.


    Die Anhänger der Theorie der Freien Energie meinen aber nicht, dass man Wasser einfach runterlaufen lässt, sondern die Gravitation als eigenständige Kraft, die man quasi direkt anzapft.
    Du kannst für Gravitation auch "Hümpelpümpel" einsetzen. Das macht in etwa gleich viel Sinn, weil es noch keine unbekannte Energiequelle gibt, die man "einfach so" anzapfen kann und alle Energieprobleme der Menschheit sind verschwunden.


    res :
    das ist aber der einzige Ansatz z.Zt., bei dem man überhaupt Alternativen zur herkömmlichen Energiegewinnung hat.
    Ich glaube ja fest an die Zukunft von großen Off-Shore-Windparks.
    Gruß
    Levold

  • Zitat

    Das bringt aber die ganzen, süßen Vögelchen beim migrieren durcheinander.


    Ist das echt so?
    Hast du da eine Quelle?
    Das hätte ich bis jetzt nämlich nicht gewusst.
    Und wer sagt, dass ich mich nicht selber gerne geißel bzw. da jemanden für habe?! 8-)
    Gruß
    Levold

  • Zitat von "Levold"


    das ist aber der einzige Ansatz z.Zt., bei dem man überhaupt Alternativen zur herkömmlichen Energiegewinnung hat.
    Ich glaube ja fest an die Zukunft von großen Off-Shore-Windparks.


    sicher könnten off-shore windparks sagen wir in 20/30 jahren 30% der energie deutschlands decken, allerdings kostet das a) ne menge schotter und b) müsste deutschlandweit das stromnetz verstärkt werden. dann müssten ohne kompromiss hunderte (oder sogar noch mehr) große stromleitungen (mit eine, meine ich einen großen mast) aus der nordsee quer durch deutschland gezogen werden. wenn da aber herr müller was dagegen hat weil sein kleingarten an charm verliert, klage einreicht und sich das verfahren 8 jahre hinzieht, dann dauerts wohl noch etwas länger...
    das vorhandene stromnetz reicht nicht aus, die leitungen sind eigentlich größtenteils von nem kraftwerk zur nächsten großstadt/aluminium werk/(oder weiß der geierwas noch extrem viel strom braucht) ausgebaut. fällt mal eins aus, ist noch immer genügend kapazität da den strom von nem anderen kraftwerk mit über die leitungen zu leiten, aber einfach in der nordsee strom erzeugen und hoffen das es in münchen ankommt funktioniert so nicht....


    aber naja, was die vögel angeht: wayne, opfer gibts überall, und die vögel tragen nun unwesentlicher zum ökosystem bei als die lebewesen die in folge von z.b. kohlekraftwerken anhand des treibhauseffekts hobs gehen. neulich erst auf wdr gehört dass das meer nach messungen an der nordwestküste der usa ca. 10 mal so schnell versauert als bisher nach jedem modell angenommen.... das ganze muss aber noch genauer untersucht werden da die messungen relativ weit an der küste stattfanden (und somit ungenau sind)...

  • Mit den Stromnetz, wäre es wohl ideal dann endlich auf Gleichstrom umzustellen, zumindest für die großen langen Leitungen. Auf den gleichen Leitungen kann man so 3 mal soviel Strom fließen lassen wie bei Wechselstrom und man hat den Elektrosmog nicht wie bei konventionellen Hochspannungsleitungen. Nur ist es halt aufwendig Gleichstrom zu transformieren, aber für ein großes europaweites Netz mit 1000 km Längen wäre das wohl trotzdem billiger als Wechselstrom. Wenn alte Rohre (nicht mehr verwendete Pipelines) vorhanden kann man sie auch unterirdisch verlegen.
    Ich denke aber das größte Problem wird wohl sein, dass Windkraftwerke eben nicht gleichmäßig Strom liefern und so entweder jede Menge Speicherkraftwerke von nöten sind oder/und Kraftwerke die etwas dagegen arbeiten.
    Aber eigentlich gibt es dafür einen anderen Thread: http://www.paraportal.de/ftopic13191.html

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • Ok, ich sehe, hier gibt es noch Forschungsbedarf.
    Aber der WWF z.B. unterstützt die Windparks sogar, nur eben nicht in allen Gebieten.
    Neue Technologien bringen auch neue Probleme mit sich, aber vielleicht finden sich da auch neue Lösungen.
    Mal sehen was die Zukunft bringt.
    Ein kritischer Blick ist auf jeden Fall wichtig.
    Aber wir sind jetzt ganz schön OT...
    Gruß
    Levold

  • Also warum seht ihr den den Begriff "unbegrenzenzte Energie" so einseitig . Das meint doch nicht allein eine Energiequelle die aus dem nichts Energie erzeugt.
    Es gibt unzällige verschiedene Energiequellen. Beim deutschen Patentamt hab ich so einige gefunden ... z.B. "Energiegewinnung aus der Erdrotation" oder ein "Rückstoß-Vakuum-Kraftwerk" ! Ob Fantasie oder mögliche Alternative, dass ist eine andere Frage.
    Aber was ist zum Beispiel mit der Kerfusion. Sollte diese in der Zukunft realisiert sein, gäbe es unbegrenzte Energie zum kleinen Preis. ist wie die Kernenergie .... die produziert auch riesige Mengen Energie und ist gegenüber bisherigen anderen Quellen preiswert. Die positiven Dinge bei der Kernfusion gegenüber der Kernspaltung ist, dass es keine langlebigen radioaktiven Stoffe entstehen und das bei Problemen im Betrieb, der Reaktor sich sofort abschaltet und nicht wie bei der Kernspaltung außer Kontrolle geraden kann, da für die reaktion bestimmte Vorraussetzungen gegeben sein müssen.


    Die produzierte Menge der Energie eines Kernfusionsreaktors ist um ein vielfaches höher. Zwar ist so eine Anlage teurer aber sie produziert mehr.


    Aber auf die einentliche Frage diese Threads ist noch keiner so richtige eingegangen. Ihr hab euch nur mit der Technikentwicklung beschäftigt .... ich kann mir auch vorstellen das die großen Konzerne solche Energiequellen hinauszögern solange es Öl, Kohle, Gas und Atomkraft gibt .... diese bringt schließlich mehr ein.


    Aber ich denk, hier sollte eher gefragt werden, was passiert wenn die Welt unbegrenzte Energie aus z.B. Fusionskraftwerken zur Verfügung hat ?!


    Und ich denk das ein Teil des Kapitalismus zu Grunde geht, unzwar der Energiebereich. Wenn es unbegrenzte und billige Energie zur Verfügung steht, könnte man soviele Dinge für die Menschen bzw. die Umwelt besser machen. Viele Firmen müssen heutzutage wegen den hohen Energiepreisen für Strom und Öl sparen und entlassen Arbeiter oder erhöhen die Preise. Bei unbegrenzter Energie ist der Kapitalismus meiner Meinung nach geschwächt .... da es bei unbegrennzter Energie keine Preisschwankungen geben dürfte .... da die Kernfusion ja an keinen Rohstoffpreis gekoppelt. Und das wenige Tritium was man braucht ist lächerlich :lol:


    1.) Allein das es keine Kohle- , Öl- oder Gaskraftwerke mehr gibt, werden Rohstoffe nichtmehr so sehr benötigt dazu noch ein + für die Umwelt !


    1.) Man könnte alle Züge der Welt elektrisch betreiben ... nicht nur die Hauptstrecken wie in Deutschland ! -> + für die Umwel und billigere Betriebskoste den kein Tropfen Treibstoff mehr


    2.) Elektroautos wären praktischer ..... billigere Energie überall ... das einzige wären die Leistungsdauer wegen den Batterien ! -> + für Umwelt und Betriebskosten da kein Benzin


    3.) Heizungen können elektrisch Betrieben werden, was heutzutage eher vermieden wird, da solche Dinger unmengen Strom fressen ! -> + für Umwelt und Betriebskosten da keine Brennstoffe


    4.) insgesamt der ganze Forschungsbreich wäre effizienter da man für seine Experiement mehr Energie zur Verfügung hat wie z.B. bei der Lasertechnik oder in der Teilchenphysik oder Astronomie .... Forschungsprojekte wären billiger


    5.) Auch der Industriesektor wäre entlasstet .... bei vielen Herstellungsverfahren wird eine Bestimmte Temperatur oder anderes benötigt .... Produkte wären billiger


    Der Preisschwankungen im Breich Energie gab es nichtmehr .... es sind dann allein die Preise der Rohstoffe, welche man für die Produkte benötigt, welche schwanken.
    Aber die Betriebskosten wären .... so sag ich das jetzt mal :mrgreen: ...... "Ent-Kapitalisiert" !

  • Die Energie ist bei uns hauptsächlich deshalb so teuer, weil sie mit sehr hohen Steuern belegt ist. Ich weiß nicht genau, was das Benzin in Saudi-Arabien kostet, aber im Vergleich zu den hiesigen Preisen ist es dort spottbillig.


    Der Grund für die Preisschwankungen indes liegt an der Spekulation , die an den internationalen Warenterminbörsen betrieben wird.
    Bei einer neuen Energiequelle wie etwa der Kernfusion würde eine solche Spekulation nicht mehr möglich sein. Aber das wird die Spekulanten nicht weiter belasten, weil sie dann einfach auf andere Rohstoffe ausweichen werden. Das Spektrum begrenzter und bis jetzt lebenswichtiger Rohstoffe ist schließlich groß genug.


    Ich glaube demzufolge nicht, dass billige Energie unser kapitalistisches Wirtschaftssystem maßgeblich verändern wird.

  • Ich bin jetzt nicht sicher, aber bei bestimmten Patenten (gut bei manchen so weit ich weiß nicht) gibt es ja die Voraussetzung, dass es überhaupt technisch möglich sein muss. Wenn es so ist, kann man ja schlecht so etwas patentieren.

    Im Zweifelsfall darf man das Patent abrufen und sich durchlesen. Es ist nicht unbedingt immer aufschlussreiches drin, aber eigentlich darfst du das Patent einsehen.


    Gibt es zu diesem ganzen Thema hier überhaupt irgendwelche konkrete Patente um die es geht?

  • Zitat von "Herr Schneider"

    Die Energie ist bei uns hauptsächlich deshalb so teuer, weil sie mit sehr hohen Steuern belegt ist. Ich weiß nicht genau, was das Benzin in Saudi-Arabien kostet, aber im Vergleich zu den hiesigen Preisen ist es dort spottbillig.


    Absolut richtig !
    Als ich z.B. vor ein paar Jahren in den Emiraten war, kostete dort der Liter Super, soweit ich mich erinnere, umgerechnet zwischen 12 und 15 Cent.
    Sollte aber bald auf ca. 18-20 cent erhöht werden, was dort fast so etwas wie eine kleine Revolution ausgelöst hätte ;) .


    cu
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Bis es einen Fusionsreaktor gibt der Serienreif ist, wird es wohl noch mindestens 40 - 60 Jahre dauern und dann wird es wohl deutlich teurer sein als der der Kernspaltung. Da sollte man wohl eher an die regenerativen Energien weiter forschen, die dann irgendwann mal so billig sind wie konventioneller Strom. So ein Fusionsreaktor arbeitet auch nicht ewig: Bei der Fusion von Deuterium und Tritium entstehen Neutronen, die die Innenwand radioaktiv und spröde macht und die muss deutlich über Tausend Grad aushalten. Da muss die Wand alle paar Jahre ausgewechselt werden, was sicher nicht billig sein wird.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Ich denke nicht daß damit das Ende des Kapitalismus besiegelt wäre. Es würde sich eine Menge ändern, aber es müßten ja trotzdem Maschinen gebaut werden die mit dieser Energie funktionieren und Kraftwerke welche diese Energie gewinnen.


    Das Problem der Rohstoffe hätte man trotzdem noch. Man könnte zwar mehr Energie aufwenden um das Recycling weiter zu verbessern, aber Erdöl bräuchte man vermutlich weiterhin, Erdöl wird ja nicht nur für die Energieproduktion und für Autos benötigt. Auch zur Produktion von Kleidung braucht man Öl.


    Spannender wäre was passiert wenn jemand herausfindet wie man Materie beliebig wandelt, aus Sand z.B. Gold macht, aus Luft Wasser. Damit hätte man das perfektes Recylcing, Alle Müll Probleme wären gelöst. Der Goldpreis würde natürlich ins Bodenlose fallen. Erdölreserven wären wertlos. Interessant wäre die Frage ob man auch Lebensmittel auf die Art herstellen könnte, damit wären die Nahrungsmittelprobleme gelöst. Müßte man dann überhaupt noch arbeiten?


    Das könnte dann tatsächlich das Ende des Kapitalismus sein. Schwierig wäre dabei allerdings das dann ja auch keine große Motivation mehr da wäre zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Anderseits könnte der Großteil der Bevölkerung einfach in der Forschung arbeiten. Man würde sich einfach auf "wichtigere" Dinge konzentrieren. Früher als es noch weniger Technik gab mußte der Mensch einen Großteil seiner Zeit für "profane" Dinge verschwenden die inzwischen automatisiert wurden.


    Evtl. wäre daß dann der Zeitpunkt ab dem der Mensch sich auf anderen Planeten ausweiten kann weil man ab dann ja auch Terraforming betreiben könnte und so an allen möglichen Orten eine zweite Erde erschaffen könnte.