Das Generationenraumschiff

  • Wir sind aber nicht mehr im Mittelalter. Wieso sollte noch irgendjemand auf ein höheres Wesen kommen, mitten im Weltall, und auf einem Raumschiff das selbstständig das menschliche Genom verändern kann? Intelligente Menschen sind da eher resistent. Und wegen den bereits Gläubigen... es wird schon keiner auf die tolle Idee kommen, Muslime und Juden aus Nahost zusammen in so ein Schiff reinzustopfen.


    Ich glaub das ist so gemeint dass sich einzelne Personen dazu entschließen könnten ihre weltliche Religion im Raumschiff zu praktizieren oder überhaupt eine neue Religion gründen was natürlich zu Problemen führen könnte. Das kann wie bei einer Sekte enden: Ein Teil der Besatzung hört dann auf einen falschen selbsternannten Prediger und startet dann vielleicht eine Revolte gegen alle die nicht mitspielen oder sogar schlimmer Sie versuchen sich das Raumschiff anzueignen.


    Religion im Space-Shuttle an sich ist ja kein Problem und ich finds auch gut dass Raumfahrer diese ausüben können aber über Generationen weg hat Glaube immer zu Krieg und Streit geführt.
    Wobei ich es nocheinmal erwähnen muss: Am besten wäre die Besatzung während des Flugs in einen künstlichen Tiefschlaf zu setzen und diese am besten nur aufzuwecken wenn notwendig (ala Alien, der Film). Ist nämlich energiesparend und umso weniger sozial agiert werden muss auf beengtem Raum über diese Dauer desto weniger Streit in der Gruppe.


    so on Dean

  • Guten Abend!


    Ich denke auch, dass ein Leben auf einem Raumschiff, zusammengepfercht mit Menschen die man jeden Tag auf's neue sehen muss, sehr belastend wäre.
    Eine Kryostase wäre da wohl die sinnvollste Entscheidung.
    Zudem sollte man sich der psychischen Belastung bewusst sein, die Menschen erleben, wenn ihr Heimatplanet nicht mehr zu sehen ist (Es gibt einen Namen für dieses Phänomen, habe ihn aber vergessen), was gerade die erste Generation betreffen dürfte.


    Liebe Grüße,
    Corax

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Guten Abend :D


    Ich möchte nun auch einmal meinen Senf dazugeben ;D Und zwar nur zu den Punkten von denen ich auch Ahnung habe.


    die Größe: Ich denke das ein Raumschiff in der Größe der Alpen wirklich Utpoisch wäre. Als beispiel nehme ich mal die Disney Dream die wir vor kurzen fertig gestellt haben. (340m lang 37m breit) Das Schiff bietet Platz für 4000 Passagiere. Also dieses Kreuzfahrtschiff ist wirklich ein Kollos. Von daher denke ich das jenes Raumschiff nicht eine so enorme Größe haben muss.


    PS: Wer sich noch für das Schiff interessiert hier ein paar Seiten:


    http://en.wikipedia.org/wiki/Disney_Dream
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,726205,00.html

    ~~†††Ein Mensch lebt nur einmal nur seine Geschichte kann ihn erhalten†††~~


    Morpheus:,,Glaubst du ans Schicksal?"
    Neo:,,Nein, mir missfällt der Gedanke mein Leben nicht im Griff zu haben."

  • Naja, lieber Wolf,


    dein Gedankengang lässt einige Punkte außer acht:
    1. Ein Passagierschiff ist dafür ausgelegt nur ein oder zwei Wochen auf See zu sein und dann von einem Versorger Schiff neue Lebensmittel und Verbrauchsgüter aufzunehmen.
    2. Die Energieversorgung muss auch spätestens nach einigen Wochen oder einem Monat aufgefrischt werden.
    3. Ein Passagierschiff kann sich kaum selbst helfen sollte ein Notfall eintretten, es ist auf Hilfe angewiesen.


    Allein an diesen drei Punkten kannst du sehen das man ein Generationen Schiff schlecht in einklang mit deinem Beispiel eines Passagier schiffes bringen kann. Ich denke es müsste noch etwas größer sein. Allein der für die Energie zuständige Bereich und das Habitat für Nahrung müssten extrem groß sein. Auch müsste es ja Informationen, Erbgut etc... transportieren und Technologie und Maschinen die es überhaupt möglich machen einen anderen Planeten wieder zu bevölkern.


    JE

  • Hallo zusammen,


    da ich das genannte Thema sehr spannend finde wollte ich auch mal meinen Senf dazugeben...


    Was das Thema "Kälteschlaf" betrifft: Ein Raumschiff, bei dem die Crew die meiste Zeit im 'Kälteschlaf' bliebe, wäre m.E. kein Generationenschiff mehr, da hier ja nicht während des Fluges ganze Generationen geboren werden und sterben.


    Die Frage wäre auch: Was könnte die Menschheit bewegen ein solches Schiff zu bauen? Um Menschen derart viel Zeit, Geld und Material in ein so gewaltiges Projekt investieren zu lassen, dessen Chancen auf Erfolg so unglaublich gering wären, kann es nur einen Grund geben: Der Erde, bzw. dem ganzen Sonnensystem droht die Vernichtung. Dabei müsste die Bedrohung akut genug sein um nicht sagen zu können "zu meinen Lebzeiten passiert da eh nichts mehr", bzw. "zukünftige Generationen haben da sicher dann mehr Möglichkeiten" - sie dürfte aber auch nicht derart akut sein, dass nicht noch genügend Jahrzehnte übrig blieben um so ein Schiff zu entwickeln und zu bauen.


    Schon an der Überlegung scheitert es in meinen Augen, denn für eine Gefahr die nicht akut genug scheint gibt niemand soviel Geld aus - und wenn es doch akut wird fehlt vermutlich bereits die Zeit. Die Menschheit hat es ja seit 30 Jahren nichtmal mehr geschafft genug Geld und Entwicklungsdrang aufzubringen um einen Menschen zum Mond zu bringen, geschweige denn dort eine Basis errichten zu lassen, oder in absehbarer Zeit eine Marsmission vorzubereiten - solches Geld fließt eher in Kriege. Und da unsere Situation bei schwindenden Rohstoffen und wachsender Bevölkerung nicht besser werden dürfte, sehe ich heute keine Chance, weshalb unsere Zivilisation sich jemals aus purem Idealismus aufmachen sollte ein Generationenschiff zu bauen.


    Zudem bezweifle ich, dass tausend(e) Menschen freiwillig bereit wären die Erde für immer zu verlassen und nachfolgende Generationen in den Gefahren des Weltalls (Strahlung, Asteroiden usw.) großzuziehen, selbst wenn man eine vermeintlich zweite Erde im All entdecken würde. Weder wäre es wahrscheinlich jemals dort anzukommen, noch wäre es sicher, ob der Planet bei Ankunft noch in dem Zustand existieren würde, in den man ihn von der Erde aus beobachtet hatte. Hätte in einem unserer Nachbar-Sonnensysteme eine Zivilisation die Erde vor 30.000 Jahren entdeckt und ein Generationenschiff zur Besiedlung geschickt, müssten sich die Kolonisten heute auch damit auseinandersetzen, dass auf dem einstigen Urwald- und Meeres-Planeten eine Säugetierart eine Zivilisation errichtet hat, deren 6,5 Milliarden Mitglieder außerirdische Kolonisten nicht mit offenen Armen empfangen würden.


    Es stellt sich auch die Frage ob wir jemals so sensible Senoren/Teleskope usw. entwickeln werden, die zweifelsfrei (!) bestimmen könnten, ob die Luft auf einem Planeten für uns atembar, das Wasser für uns trinkbar und etwaige Pflanzen/Tiere für uns verwertbar wären. Die Zeit, erstmal Sonden hinzuschicken um die Lage zu checken, hätte man im o.g. Weltuntergangs-Szenario nicht.




    Neben all den bereits genannten Problemen sehe ich noch die permanente Aufrechterhaltung einer künstlichen Schwerkraft als riskant an. Diese könnte m.E. nur durch die Rotation des Schiffs selbst, oder durch die Rotation des Schiffsinneren gewährleistet werden. Dies bringt mich aber neben dem genannten Energieproblem noch zu einer weiteren Hürde: Die Maschinen und Computer, die dafür benötigt würden, müssten über tausende von Jahren möglichst ohne Unterbrechung laufen und in dieser Zeit auch gewartet, bzw. nur mit den vorhandenen Mitteln/Rohstoffen weiterentwickelt werden. Wenn ich sehe wie langlebig meine Computer heute sind möchte ich mein (Über)leben und das meiner Kinder nicht solchen Systemen anvertrauen müssen.


    Der größte Risikofaktor ist für mich aber auch der Mensch selbst. Ließe es sich wirklich durchsetzen die Anzahl der Menschen über tausende von Jahren auf einem stabilen Wert zu halten? Selbst die Chinesen schaffen das ja mit ihrer Ein-Kind-Politik weiß Gott nicht - und der Mensch ist nunmal ein Egoist ("warum sollen unsere Nachbarn Kinder bekommen dürfen, nur wir nicht?"). Wie würde sich eine Gesellschaft entwickeln, die tausende Jahre gezwungen wäre soviel Verzicht wie möglich zu halten? Könnte sich es so eine Gesellschaft leisten kranke/behinderte Kinder mitzuziehen - oder alte, senile und gebrechliche Menschen - einfach jeden, der geistig und/oder körperlich kaum etwas zum Gemeinwohl beitragen kann? Bedeutet dann Querschnittslähmung oder der Verlust der Arme bei der Arbeit gleich den Tod? Wie geht man mit Kriminalität auf so einem Schiff um? Kann man es sich leisten einen Mörder, der eine wichtige Aufgabe auf dem Schiff betreut, wegzusperren oder zu töten? Kann man es sich auf der anderen Seite leisten einen Dieb einzusperren, der anderen die Nahrungsmittel stiehlt? Früher oder später brächte so ein Schiff auch Fanatiker und Psychopathen hervor - nur weil die Ur-Ur-Großeltern brilliante Wissenschaftler von der Erde waren kann es ja doch später mal jemanden geben, der auf seine Mitmenschen oder sich selbst soviel Hass entwickelt, dass er zur Gefahr wird. Blöd, wenn so jemand dann vielleicht in der Wasser- oder Luftaufbereitung, oder einem anderen wichtigen System arbeiten würde.


    Was wäre, wenn irgendwann nachfolgende Generationen auf das Recht zur Individualität pochen würden? Könnte sich so eine Gesellschaft jugendliche Rebellen ala Punks, Hippies usw. leisten, oder irgendwelche Sekten, die lieber den ganzen Tag zu vermeintlich höheren Mächten beten als ihren Aufgaben nachzukommen? Hätten in so einer begrenzten Gesellschaft auf Dauer noch Individuen Platz, die lieber der Kunst nachgehen anstatt sich den ihnen zugewiesenen Aufgaben zu widmen? Ich persönlich bezweifle auch, dass man Nutz-/ oder Haustiere auf so eine Reise mit sich nehmen würde, denn auch die bräuchten Nahrung. Nur allein für den Genuss von Fleisch würde man keine pflanzlichen Ressourcen verschwenden können.


    Wenn dann nach tausenden von Jahren ein solches Schiff wirklich einen anderen Planeten erreichen würde müsste man sich fast fragen, ob die dann auf dem Schiff lebenden Menschen überhaupt noch für das Leben dort bereit wären. Alles was wir als Wildnis bezeichnen würden sie bestenfalls noch aus uralten Büchern kennen, jedes Raubtier wäre für sie so fremd und sicherlich entsetzlich wie für uns die Monster aus den schlimmsten Legenden. Allein ihr Immunsystem hätte den Viren und Bakterien eines fremden Planeten wenig entgegenzusetzen und vermutlich wären freier Himmel, das Licht des Zentralgestirns, Meere usw. für solche Menschen eher beängstigend und störend als erstrebenswert und angenehm. So viele Dinge müssten erst wieder ganz neu erlernt werden (z.B. "Wie verhalte ich mich bei Gewitter", "wie baut man ein Haus, Schiff usw.", "wie stellt man Papier usw. her"), da ich es irgendwie bezweifle, dass sich dieses Wissen allein durch theoretischen Unterricht über all die Jahrhunderte/-tausende Aufrecht erhalten lassen würde, wenn zwischen der ersten und der letzten Generation soviele liegen würden, die damit eigentlich gar nichts anfangen können.


    Vorab müsste aber erstmal gewährleistet sein, dass die Systeme, die die Menschen vom Generationenschiff auf den Planeten bringen noch funktionieren und es Leute gibt, die allein durch die Theorie oder Simulationen wissen wie diese zu bedienen sind. Auch bliebe dann zu hoffen, dass die künstliche Schwerkraft während all der Zeit nicht schwächer geworden ist, sonst könnten die Kolonisten auf dem Planeten im schlimmsten Fall nur rumhängen wie nasse Säcke. Würde es eine solche Generation wirklich schaffen auf einem fremden Planeten Siedlungen zu errichten und auf Dauer so Fuß zu fassen, dass sich die Menschen dort ausbreiten könnten? Vielleicht ginge dies mit Hilfe von zuvor programmierten Maschinen und Robotern, die am Ziel angelangt die Menschen unterstützen - doch auch diese wären dann schon tausend(e) Jahre alt - und ob es dann noch jemanden auf dem Schiff gäbe, der sie warten und reparieren könnte ist fraglich.

  • Sicher wäre es möglich ein Generationenraumschiff zu bauen.Dabei sollte man drauf achten,das es nicht zu groß wird aufgrund der ganzen benötigten Ressourcen sowie die damit einhergehenden Kosten.Ziel eines Generationenrauschschiffes ist in erster linie ja der fortbestand unserer Spezies.Demnach genügt ein GR mit einem ausreichenden fassungsvermögen von 1000 bis 2000 Personen.
    Dieses GR muss auch nicht unbedingt Lichtgeschwindigkeit fliegen,da dies auch nicht wirklich machbar ist. ;)
    Mann könnte also mit diesem GR ganz gemütlich durch die weiten des Alls Brettern.Vorausgesetzt natürlich,das man sich auf dem GR
    selbst ernähren kann.In der Nanotechnologie wird an selbstreproduzierenden Nahrungsmitteln schon lange gearbeitet. :)

  • Ich denke auch, dass ein Generationenraumschiff autopoietisch im Gesamtsystem sein muss, also, da es sich um ein geschlossenes System handelt, müssen alle Elemente vom System unentwegt selbst reproduziert werden. Das betrifft dann nicht nur die Nahrungsmittel, sondern auch die Crew.


    Allerdings sehe ich auch sehr viele soziale und politische Hürden. Wie organisiert man solch eine Gemeinschaft ohne die genannten Probleme?


    Es muss eine Art Gemeinschaftsverbandsystem sein, welches Prinzipien aus Militär, Politik und Zivilgesellschaft in einem Mikroverband von Menschen vereinbart. Es braucht hierarchische Kommomandopositionen (Militär), zentralistische Arbeitsteilungsfunktionen (Politik), also Planwirtschaft, und Interessenvertretung (Koporatismus der Zivilgesellschaft).

  • Hallo,


    wie uns das fehlgeschlagenen Experiment mit der "autarken Biosphäre" vor einigen Jahren eindrucksvoll gezeigt hat, kann man einfach kein völlig autarkes System erschaffen.


    Ich bin zwar nur ein kleiner Konstrukteur, der vollauf damit beschäftigt ist den täglichen Betrieb in unserer Firma aufrechtzuerhalten und "nebenbei" die erforderlichen Umbauten, Vorrichtungen, Betriebsmittel zu konstruieren hat, aber vielleiht weiss ich deshalb besser als die meisten anderen das man unmöglich alle Eventualitäten vorraussehen und berücksichtigen kann.


    Meine Wehrdienstzeit habe ich übrigens bei eine relativ großen schwimmenden Einheit der Marine abgeleistet, und obwohl da ja wirklich ALLES (auch die scheinbar unwichtigen Dinge) bis auf das I-Tüpfelchen durchgeplant waren, gab es auf auf JEDER Fahrt trotz sorgsam überwachter PME (planmäßige Materialerhaltung = Wartunsplan) und gut bestückten Ersatzteil-Hellegat, immer irgendwelche Ausfälle.


    Und wenn das schon auf einem einwöchigen Törn so ist, wie soll das über Jahrzehnte oder Jahrhunderte funktionieren.
    Hier auf der Erde haben wir immer die Möglichkeit irgendwie auf unvorhergesehene Störungen zu reagieren, zudem entwickelrt sich die Technik rasant weter.
    Auf einem Generationenschiff kann man aber nun einmal nicht mal eben "eindocken" um verschlissene oder anderweitig defekte Aggregate auszutauschen oder zu modernisieren.
    Der technische Fortschritt steht mangels Möglichkeiten notgedrungen still, das Material altert.


    Und da Stagnation IMMER auch Rückentwicklung bedeutet , würde die 30ste Generation bereits völlig ahnungslos am Ziel ankommen.
    Experten schätzen das ohne Fortschritt das Wissen der Menscheit pro Jahr um 2 Prozent schwinden würde, was zudem eine logarithmische Reihe ist.


    Zudem weiss ja auch niemand was einen eigentlich am Ziel erwartet, was die Stimmung an Bord wohl über Jahrzehnte oder Jahrhunderte wohl nicht besonders stabilisieren würde.
    Wie müssen sich denn die eingepferchten Generationen fühlen, wenn sie genau wissen das Ziel niemal zu Gesicht zu bekommen, und im Nirgendwo sterben zu müssen ohne jemals zu erfahren ob die Mission erfolgreich war ?


    Den Material- und Energieaufwand lassen wir als technisches (und daher möglicherweise lösbares) Problem mal ganz außen vor, die Kosten sowieso.


    Ich würde deshalb ein anderes System als eher realisierbar favoritisieren.
    Nämlich die Möglichkeit in einem relativ kleinen Raumschiff die freiwilligen Passagiere entweder einzufrieren, falls man eines Tages in der Lage sein sollte die auch wieder zum Leben zu erwecken, oder eben tiefgefrorene befruchtete Eizellen in künstlichen Gebärmuttern loszuschicken.
    20 Jahre vor der Ankunft könnte man diese auftauen und von der Schiffstechnik "großziehen" lassen.


    Technisch gesehen wäre das bedeutend einfacher, und ein "mentales Problem" (nämlich ohne Eltern von Robotern aufgezogen zu werden) hätte nur eine einzige Generation.
    Sollte das Raumschiff vorzeitig zerstört werden oder ein technischer Defekt auftreten, dann wäre das den eingefrorenen Eizellen wahrscheimlich völlig egal.


    Das ist meine Meinung zu dem Thema.


    Gruß


    Feelgood

  • Du schreibst da schon einige sehr wichtige Aspekte rein.Selbstverständlich müsste auf diesem GR eine Forschungsstation vorhanden sein.Zudem müssen auch die zur zeit des starts,die wichtigsten Physiker mit an Bord sein.Dann könnte man anhand der Nanotechnologie auch Ersatzteile produzieren können.Vorausgesetzt,wir sind dann in der Nano TEC soweit.Heute würde es mit Sicherheit nichts bringen,so ein GR zu starten.Aber in ca.50 Jahren wird das kein Problem mehr sein.Nur ein Problem bleibt übrig:Wie bringen wir so ein GR in die Umlaufbahn unseres Planeten :?: Die Gravitation müssten wir erst mal bezwingen können.Sonst bringen wir das fette und vor allem Mega schwere Teil nicht hoch. :D
    Es bleibt nur weiter zu Forschen und zu Arbeiten.Aber so ein Generationenraumschiff ist sehr wichtig.Unsere Erde wird auch täglich älter.Von der Sonne mal abgesehen. ;)
    Lg Phaeton :)

  • Die moralischen Implikationen sind interessant. Lass mal von ner wirklich extrem langen Fahrt ausgehen. Die erste Generation ist die, die freiwillig selbst aufs Schiff geht. Bereits die zweite wird niemals in ihrem Leben ihren Heimatplaneten selbst sehen und wurde quasi zwangseingeschrieben - allgemein ist es die erste von vielen Generationen, die ihr ganzes Leben auf nem Schiff verbringen wird. Spätestens die fünfte Generation wird niemanden mehr kennen, der selbst auf der Erde war - die achte Generation kennt auch niemanden mehr, der jemanden kannte, der auf der Erde war. Ab da ist die Erde wirklich Ancient History. Die werden ihre Datenbanken haben, aber die gesamte Historie der Menschheit ist ähnlich persönlich wie für uns die Historie der Welt von Dragon Ball - die darin behandelten Konzepte spiegeln ne geradezu alienartig andere Lebensweise wieder. Essentiell ne ähnlich große Diskrepanz wie zwischen nem New Yorker und nem Mitglied des Lost Tribes der Sentinelesen. Niemand hat nen Beweis dafür, dass "Der Auftrag" was anderes ist als ne religiöse Doktrin. Die einzigen mündlichen Berichte kommen von Leuten, die die Berichte selbst über dritte Hand zugetragen bekommen haben, und die Datenbanken sind quasi wie ne Bibel.
    Glaub, da würden sich interessante Religionen und Rebellionen entwickeln.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Auch wichtig: Andrew Kennedys Wait Calculation.
    https://ipfs.io/ipfs/QmXoypizj…iki/Wait_Calculation.html
    "Assuming technology develops in such a way that there is exponential growth in the velocity of travel, there is an optimal departure time for arriving earliest."
    Also grob: Fliege ich jetzt los, werden Leute, die in 60 Jahren losfliegen, evtl. schneller am Ziel ankommen als ich, weil die Technik für ne sehr lange Reise sich bis dahin signifikant verbessert hat. Mies.

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