RAF - Rote Armee Fraktion

  • Ich hab mich in letzter Zeit mit Wiederstand beschäftigt. Also mit Wiederstand gegen die Regierung, gegen Firmen und gegen das System (Nein ich bin kein Anarchist^^).


    Ich hab viel über Ghandi gelsen und Martin Luther King und Malcom X. Allerdings ich auch echt interessante Sach von, und über die Rote Armee Fraktion (R.A.F). Ich fand das Konzept der RAF relativ Interessant, ich möchte nicht sagen das es richtig war zu morden. Allerdings bringt leider Gewaltloser wiederstand nicht immer den Erfolg oder die Verändrrung die nötig ist.


    Hier ist mal ein bischen was über die R.A.F:


    Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof und weiteren Personen gegründet. In ihrem Selbstverständnis betrachtete sich die Gruppe als kommunistische, antiimperialistische Stadtguerilla nach südamerikanischem Vorbild ähnlich den Tupamaros in Uruguay. Sie war verantwortlich für 34 Morde, zahlreiche Banküberfälle und Sprengstoffattentate. 1998 erklärte sie ihre Selbstauflösung.


    Hier ist ein Super genialer Beitrag von Wikipedia, da findet Ihr alle Relevanten Informationen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion


    Hier hab ich noch einige Zitate rausgesucht die ich überaus Interessant finde:


    Zitat

    Die Pflicht eines Revolutionärs ist, immer zu kämpfen, trotzdem zu kämpfen, bis zum Tod zu kämpfen – Es gibt keinen revolutionären Kampf und hat noch keinen gegeben, dessen Moral nicht diese gewesen wäre: Russland, China, Kuba, Algerien, Palästina, Vietnam. (…) Von bewaffneter Propaganda werden wir nicht reden, sondern wir werden sie machen


    Zitat

    Petra, Georg und Thomas starben im Kampf gegen das Sterben im Dienst der Ausbeuter. Sie wurden ermordet, damit das Kapital ungestört weitermorden kann und damit die Leute weiterhin denken müssen, dass man nichts dagegen machen kann. Aber der Kampf hat erst begonnen


    Zitat

    Im gegenwärtigen Stadium der Geschichte kann niemand mehr bestreiten, dass eine bewaffnete Gruppe, so klein sie auch sein mag, bessere Aussichten hat, sich in eine grosse Volksarmee zu verwandeln, als eine Gruppe, die sich darauf beschränkt, revolutionäre Lehrsätze zu verkünden


    Zitat

    Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. (...)‘ So ähnlich (...) konnte man es von einem Schwarzen der Black-Power-Bewegung auf der Vietnamkonferenz im Februar in Berlin hören.


    Denkt Ihr eine neue Revulution in diese Richtung wäre Möglich oder ist Warscheinlich?


    Hat die R.A.F mit Ihrem Aktionen und Attentaten etwas verändert?


    Wenn ja, hat sich nicht alles wieder zurück entwickel? Werden wir nicht wieder genauso ausgebeutet und beologen wie damals?


    Haltet Ihr die die Denkansätze der R.A.F, unabhängig der Wahl Ihrer Mittel, für berechtigt?


    Bzw. waren die Mittel die die R.A.F. wählte nicht vielleicht notwendig?


    Denkt Ihr es gibt Situationen unter denen bewaffneter Wiederstand nötig sein wird?




    Mindreader

  • Zitat


    Denkt Ihr eine neue Revulution in diese Richtung wäre Möglich oder ist Warscheinlich?


    Aber bei uns liegt zwar so einiges im Argen, aber schlecht geht es uns doch wirklich nicht. Wenn man sieht, was sich jeder Einzelne in Deutschland noch leisten kann. Ich glaub, dass wir noch weit von der Schmerzgrenze entfernt sind.


    Zitat


    Hat die R.A.F mit Ihrem Aktionen und Attentaten etwas verändert?


    Meiner Meinung am System nicht. Ich glaube, dass sie ihre Ideologie, die zumindest im Ansatz nicht schlecht ist gegen die Gewalt eingetauscht haben. Hätten sie ihre Energie und ihre Anschauungen friedlich vertreten und dafür dauerhaft hätten sie vielleicht etwas mehr Bewusstsein schöpfen können.


    Zitat


    Wenn ja, hat sich nicht alles wieder zurück entwickel? Werden wir nicht wieder genauso ausgebeutet und beologen wie damals?


    Wir wurden und werden wie bereits gesagt genauso belogen, betrogen und ausgebeutet. Aber wir sind nicht nur Opfer, sondern wir sind auch Täter. Denn wir alle schwimmen doch genauso auf der Konsumwelle mit. Wer will denn auf irgendetwas verzichten zum Wohle der Mitmenschen?



    Zitat


    Haltet Ihr die die Denkansätze der R.A.F, unabhängig der Wahl Ihrer Mittel, für berechtigt?


    Der Denkansatz ist sicherlich gut. Wie auch der Kommunismus viele gute Aspekte hat. Aber leider ist der Mensch nicht dafür geschaffen, da er ein egoistisches Wesen ist.


    Zitat


    Bzw. waren die Mittel die die R.A.F. wählte nicht vielleicht notwendig?


    Notwendig, eindeutig Nein, da sie nichts erreicht haben.


    Zitat


    Denkt Ihr es gibt Situationen unter denen bewaffneter Wiederstand nötig sein wird?


    Ja, aber sicherlich nicht in einer Demokratie

  • Zitat

    Denkt Ihr eine neue Revulution in diese Richtung wäre Möglich oder ist Warscheinlich?


    Nein.
    Es gab und gibt ja immer noch Gruppen, die den bewaffneten Widerstand proben. Aber die scheinen niemanden mitzureißen.
    Und für eine Revolution ist in Deutschland die Zeit definitiv nicht reif.

    Zitat

    Hat die R.A.F mit Ihrem Aktionen und Attentaten etwas verändert?


    Ja, wir haben die Rasterfahndung und die Rote Hilfe bekommen.

    Zitat

    Haltet Ihr die die Denkansätze der R.A.F, unabhängig der Wahl Ihrer Mittel, für berechtigt?


    Die Denkansätze der RAF waren ja die Gewalt, die anderen Denkansätze, die du wahrscheinlich meinst, haben Menschen wie Marx gelegt.

    Zitat

    Bzw. waren die Mittel die die R.A.F. wählte nicht vielleicht notwendig?


    Da gibt es zwei Theorien zu, die des Reformismus und die der Revolution. Was notwendig war bzw. ist, musst du selber entscheiden. Ob du Recht hattest, entscheidet dann die Geschichte.

    Zitat


    Denkt Ihr es gibt Situationen unter denen bewaffneter Wiederstand nötig sein wird?


    Im Sinne von: ob ich glaube, dass es dazu kommen wird? Ich weiß es nicht.
    Ob es Situationen gibt, die das theoretisch rechtfertigen: unbedingt.
    Stichwort: Tyrannenmord.
    Übrigens: das letzte mal war ich auf einer Demo im September, und zwar gegen das Nazi-Pack.
    Ergebnis: ich bin festgenommen worden (keine Gewalttat, sondern 4 min. vermummen, weil Unbekannte gefilmt haben), saß den halben Tag im Gewahrsam, der Bulle, der mich festgenommen hat, mir angedroht "mir weh zu tun" :evil: , und bin nur knapp einem Strafverfahren entgangen, nachdem ich einen "lieben" Brief an die zuständige Richterin geschrieben habe.
    Soviel zum Thema Einsatz für Dinge, die einem wichtig sind und wie damit in Deutschland umgegangen wird.
    Gruß
    Levold

  • Zitat

    das letzte mal war ich auf einer Demo im September, und zwar gegen das Nazi-Pack.
    Ergebnis: ich bin festgenommen worden


    Ja kenn ich nur zu gut. Komischerweise werden immer die festgenommen die sich am wenigsten wehren. Und die Steinewerfer könne abhauen ^^


    Aber mal kurz was anderes, denk Ihr es wäre möglich das die R.A.F. im Untergrund noch existiert und von dort aus weiteragiert? Einige Mitglieder wurden ja bis heute nicht gefasst.


    Zitat

    Nach sieben mutmaßlichen Angehörigen der RAF wird bis heute gefahndet, unter anderem nach Friederike Krabbe, Daniela Klette, Ernst Volker Staub und Burkhard Garweg.


    Folgendes steht bei Wiki (ja ich weis, super Quelle)


    Zitat

    Die Schrift enthält die Erkenntnis, dass eine Gruppe von zwanzig Vorkämpfern alleine keine revolutionäre Situation herstellen könne und auf Unterstützung aus dem sogenannten Widerstand angewiesen sei. Die Schrift kündigt die Zusammenarbeit mit anderen westeuropäischen Terrorgruppen, wie der Action Directe in Frankreich, den Brigate Rosse in Italien oder den Cellules Communistes Combattantes in Belgien an.



    Aber generell wäre es ja nicht unwarscheinlich das Mitglieder der R.A.F. nach der Fahndung unterschlupf in ähnlich orientierten Gruppen fanden.


    Mindreader

  • Theoretisch möglich, aber die einzigen Grupopen, die momentan noch aktiv sind, sind die ETA, die IRA, in Deutschland die mg und sonst nur noch so Splittergruppen (die Taliban und Konsorten mal ausgenommen).
    Lokal gibts immer mal wieder Grüppchen die was machen (Brandanschläge, Farbanschläge, Entglasungen u.ä.), aber lösen sich häufig schnell wieder auf oder existieren gar nicht erst als feste Gruppe.
    Aber die RAF hat sich ja in den 1970ern bei der PLO versteckt und hat dort trainiert. Allerdings müssen die sich relativ unbeliebt gemacht haben ;)
    Ich denke, heute würde auch kaum noch jemand unter dem Namen RAF was machen, weil selbst in der radikalen Linken haben die ein relativ schlechtes Image inzwischen.
    Aber um die RAF gibts ja auch schöne VTs, z.B. das Celler Loch.
    Nur so am Rande,
    Levold

  • Ich hab mir, weil ich mich sehr für die R.A.F. und Widerstand interessiere, den aktuellen Kinofilm über die R.A.F. angesehen „Baader Meinhof Komplex“.


    Aber ich muss sagen ich bin sehr enttäuscht. Schon klar es ist keine Doku aber es werden so viele wichtige Sachen einfach weck gelassen! Und manche Sachen waren wohl sehr vermutlich überspitzt. Aber naja.


    Und hier wird auch gezeigt was Levold sagt, das die R.A.F. bei „richtigen“ Terroristen, wie der PLO, nicht sehr angesehen war. Der Film zeigt das die R.A.F. Mitglieder auf Extra wünsche bestehen und mit der Ausbildung bei PLO nicht zufrieden sind usw.


    Auch kann ich mir vorstellen das die Gruppe einfach zu klein war um insgesamt für voll genommen zu werden. Und als die richtig schweren Aktionen begonnen dauerte es ja nicht mehr lange bis die Hauptaktöre hinter Gitter oder tot waren, also konnten andere Organisationen kaum eingreifen, nehm ich an.


    Mindreader

  • Habe jetzt nochmal die Theorie gehört, dass die RAF bereits seit der zweiten Generation, also direkt nach Baader-Meinhof nur noch ein Staatsverein gewesen sein soll.
    Schon interessant, wenn so heute eher Rechte (Schily) bis extreme Rechte (Horst Mahler) die früher verteidigt haben bzw. sogar Mitglieder waren.
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt...

  • Zitat

    , wenn so heute eher Rechte (Schily) bis extreme Rechte (Horst Mahler) die früher verteidigt haben bzw. sogar Mitglieder waren.


    Die Sache ist folgende; Der grundsätzliche Gedanke den die R.A.F verfolgte war ja sehr gut. Nur die Mittel und Methoden waren es nicht. Und es gab sicher viele Leute die die R.A.F. indirekt unterstützt haben.


    Wäre alles besser organisiert worden und Gewaltloser abgelaufen hätten sich vielleicht viele angeschlossen die vor der offen ausgeübten Gewalt zurück geschreckt sind.


    Wenn die R.A.F. allerdings nur demonstriert anstatt gehandelt hätte wäre Sie dann überhaupt so bekannt und berüchtigt geworden?


    Ich denke eher nicht!


    Mindreader

  • Ich persönlich finde die R.A.F al eine Notwendigkeit der Zeit. Es gibt ja heute auch solche militanten Gruppen wie die MG (Militante Gruppe) wo, ich glaube 2006oder 2007 Mitglieder verhaftet wurde, weil diese amerikanische Militäreinrichtungen bombadiert hatten.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Militante_gruppe


    Ich selber hege sehr viel Symphatie für die R.A.F. Aber was mich so fasziniert, ist die Tatsache, dass es sich bei den Mitgliedern nicht um Proletarier handelt, sondern um Studenten aus gutbürgerlichem Hause. Was hat diese Menschen zu diesen Taten getrieben? Gerechtigkeitsgefühl?


    Davon mal abgesehen, würde ich die R:A:F sogar in die Maoistische Richtung einordnen, weil Ihre Zitate viel von Mao sind und die R.A.F. nach diesen Regeln gehandelt hat. Die R.A.F hat aber im laufe der Zeit Ihre Ideologie verfehlt. Es sollte das Ziel einer Linken Organisation,nach Thälmann, die revolutionären Massen zu bewegen , denn nur so kann amn den Umsturz des Kapitals erreichen.


    Und ich möchte noch was zu den, sogenannten seriösen Dokumentationen, welche auf RTL, SAT1 usw laufen, sagen. Diese Dokus sind doch die reihnste Volksverdummung schlecht hin. Wie z.B. im Spiegel. Wie immer, schlecht recherchiert, aus dem Zusammenhang gerissen und eine sehr oberflächliche Analyse der Situation. Der Spiegel ist für seinen Geschichtsrevisionismus ja schon langsam bekannt, würde ich mal sagen. Wer was über die Geschichte der R.A.F lesen will, sollte gerade dieses Schmierblatt meiden. Wer die Aussagen und analysen mit seriösen Schriftstellern und sogar einfach mit dem Internet mal vergleicht, wird erkennen, dass die Geschichte nicht mehr wert ist als das Papier auf dem sie gedruckt wurde.

  • Levold


    "Ich denke, heute würde auch kaum noch jemand unter dem Namen RAF was machen, weil selbst in der radikalen Linken haben die ein relativ schlechtes Image inzwischen."


    Ich bewege mich schon seit Jahren in Linken und linksextremistischen Kreisen und kann deine AUssage nicht bestätigen.
    Les mal die Zeitschrift Interim. Dann sehen wir weiter.


    (Kann passieren dass der Staatsschutz dann später bei dir inner Buder steht, also Vorsicht!)

  • Zitat

    Ich bewege mich schon seit Jahren in Linken und linksextremistischen Kreisen und kann deine AUssage nicht bestätigen.


    Also das Problem dabei ist folgendes, da dich selbst in dieser Szene bewegst kannst du nicht objektiv einordnen wie die öffentliche Wahrnehmung ist.


    Und meiner Meinung nach ist diese nicht sehr gut. Auch durch die Aktionen und Aussagen der Partei "Die Linke". Oft werden Inhaltlose und unmöglich umzusetzende Versprechen gegeben. Mein lieblingsbeispiel: Mehr Geld für alle. Und der Konjunkturgutschein. (Beides Volkswirtschaftlich unmöglich)


    Zitat

    Mitglieder verhaftet wurde, weil diese amerikanische Militäreinrichtungen bombadiert hatten.


    Es ist auch äußerst verwerflich amerikanische Militäreinrichtungen zu bombadieren. Das hat keinen effekt, außer das einen die öffentlichkeit als gewltbereite Spinner einstuft. Denn die Menschen die an der Base gestroben sind haben Familien und die können nichts für die Politik Amerikas. Das Problem muss an der Wurzel behoben bekämpft werden. Und dafür ist Gewalt nicht die Richtige Lösung.


    Zitat

    würde ich die R:A:F sogar in die Maoistische Richtung einordnen, weil Ihre Zitate viel von Mao sind und die R.A.F. nach diesen Regeln gehandelt hat


    Dabei ist das Problem das die ersten Maoistischen schriften auf deutsch erst im Jahre 1972 erschienen sind. Ich denke nicht das Maos aussagen die R.A.F besonders beeinflusst hat. Ich denke eher das die Idologie der R.A.F sehr von der Marxistischen Lehre beeinflusst wurde, vor allem von Rudi Dutschke.



    Zu den Fernsehberichten kann ich nicht viel sagen, ich habe nicht alle gesehen. Allerdings hast du sicher überwiegend recht. Denn die vier Dokumentationen die ich gesehen habe waren allesamt Fehlerhaft und unkomplet. Bzw. Sie haben nur die Mittel der R.A.F gezeigt nicht die Hintergedanken und die Reaktionen bzw. Auslöser der Polizei.


    Mindreader

  • Ralf :
    Ich komme selber aus der radikalen Linken, und ich kenne keinen, der die RAF im speziellen befürwortet. Bei Gruppen wie der m.g. sieht das wiederum anders aus...
    Und zur Interim: es gibt nun wirklich genügend linke Blätter, sehr gute bis sehr schlechte, die die RAF ablehnen. Die Interim als Beleg anzuführen ist etwas dürftig.
    Desweiteren hat die m.g. keine Bomben gelegt, sondern Brandstiftungen begangen. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
    Und dass die RAF maoistisch orientiert war/ gewesen sein soll: wer in den 70ern war als Linker bitte kein Maoist? Das waren einfach Kinder ihrer Zeit.
    Gruß
    Levold

  • ich halte die RAF für eine bewegung, die teils missverstanden wurde, aber sie liefert ein beispiel, wie man gegen die unterdrückung durch den staat vorgehen kann. allerdings muss es alles größer angelegt sein und man sollte sich besser organisieren. also nicht nur eine kleine gruppe, die hier und da mal was macht, ums grob auszudrücken, sondern eine große bewegung, die viele kleine untergruppe überall verteilt hat und dann gemeinsam vorgeht. allerdings dürfte die organisation einer solchen gruppe sehr schwer sein. und man muss es auch so machen, wie beireits gesagt wurde: man muss das problem an der wurzel packen und einfach rausreisen! und das sind dann nicht die soldaten, denn sie sind nur durch propaganda manipulierte menschen, die als marionetten für das regime agieren.
    allerdings ist das problem auch nicht der staat und nicht mal unbedingt die rechte. wenn man nämlich das grundproblem lösen würde, und das ist einfach nur die unterdrückung und manipulation der gesamten menschheit durch wenige (wem der begriff bilderberger etwas sagt...), die sich selbst als elite bzw. übermenschen sehen. sie muss man aufhalten und einfach nur entfernen, ihre pläne stoppen und dann werden sich sehr viele probleme in der gesellschaft von alleine lösen. nur man muss mal einen anfang machen!
    greez

    Nur derjenige ist wirklich versklavt, der fälschlicherweise glaubt frei zu sein!



    Es ist leichter sich im Schönen zu täuschen, als die Wahrheit zu erkennen!



    Die Revoltion sagt:
    Ich war.
    Ich bin.
    Ich werde sein.

  • Naja also in manchen Sachen stimm ich dir zu in andern wiederum nicht.


    Zitat

    ich halte die RAF für eine bewegung, die teils missverstanden wurde


    Also ja und nein. Die R.A.F war später, spätestens in der zweiten Generation, nicht mehr hinter dem eigentlichen Gedanken einer Revulution her sondern nur noch nach Gewalt und danach aufsehen zu erregen. Denn Mord an Fahrern und Leibwächtern kann kein Mittel eines Revulutionärs sein.


    Auch ist daran das die R.A.F missverstanden wurde der Staat und die Medien schuld. Denn die R.A.F wurde in den Medien eigentich nur schlechtgeredet oder die Berichterstattung war Schwarz/Weiß und voreingenommen.


    Zitat

    alles größer angelegt sein und man sollte sich besser organisieren


    Das stimmt. Und zwar nicht nur National sondern International. Und das Mittel darf nicht Blutvergießen und Gewalt sien. Denn Gewalt provoziert in den meisten Fällen nur gegengewalt.
    Obwohl in manchen Situationen Gewalt die einzige Option ist.


    Zitat

    die soldaten, denn sie sind nur durch propaganda manipulierte menschen, die als marionetten für das regime agieren


    Das ist nicht bei allen Soldaten so. Mein Bruder ist derzeit in Afghanistan unterwegs beim Bund. Der ist weder manipulativ noch eine Marionette. Aber überleg dich doch mal in die Lage eines Soldaten. Wenn ein Mop aus hunderten Leuten Steine und Brandsatzwerfend auf dich zu kommt und Zivilisten in gefahr bringt und dein eigenes Leben. Würdes du denken:


    Mhm, die haben sicher politisch korrekte ziele für die sterbe ich gerne.


    Oder würdest du dein Leben und das der unbeteidigen im Notfall auch mit der Waffe schützen? Ich würde eher zum zweiten tendieren und das zeigt das Gewalt, Waffengewalt, dem gegenüber die wahl der Mittel nimmt.


    Zitat

    unterdrückung und manipulation der gesamten menschheit durch wenige (wem der begriff bilderberger etwas sagt...),


    Das ist gar nicht nögit. Und an sowas glaube ich auch nicht. Die Menscheit beschränkt ihr weiterkommen durch Ihre eigene Dummheit und Motivlosigkeit.


    Mindreader

  • Zitat

    Die R.A.F war später, spätestens in der zweiten Generation, nicht mehr hinter dem eigentlichen Gedanken einer Revulution her sondern nur noch nach Gewalt und danach aufsehen zu erregen. Denn Mord an Fahrern und Leibwächtern kann kein Mittel eines Revulutionärs sein.


    ja, das ist ja schon klar, aber ich meine damit ja auch nur die anfangsbewegung, sie hatten noch einigermaßen gute ziele, zwar gab es durch ihr verschulden auch tote unter der zivilbevölkerung, aber ich denke, dass war nicht unbedingt beabsichtigt.


    Zitat

    die R.A.F wurde in den Medien eigentich nur schlechtgeredet oder die Berichterstattung war Schwarz/Weiß und voreingenommen


    das ist ja wohl sowieso klar, dass die medien eine bewegung schlecht reden, die öffentlich ausspricht, dass sie gegen dass regime ist, denn die meisten, wenn nicht alle medien, sind durch den staatsapperat gesteuert oder werden zumindest stark vom ihm beeinflusst.


    Zitat

    Obwohl in manchen Situationen Gewalt die einzige Option ist


    man sollte darauf achten, dass es gar nicht so weit kommt, dass das die letzte option ist, denn es gibt normalerweise immer eine möglichkeit, es anders zu regeln.


    Zitat

    Oder würdest du dein Leben und das der unbeteidigen im Notfall auch mit der Waffe schützen? Ich würde eher zum zweiten tendieren und das zeigt das Gewalt, Waffengewalt, dem gegenüber die wahl der Mittel nimmt.


    ich würde garnicht erst zur armee gehen, und ich kann jedem nur davon abraten, der das mal vorhat. denn: man hat garnicht die wahl, sich zu entscheiden, ob man jetzt schießen soll oder nicht, denn es heißt dann nur noch, töte oder du wirst getötet. und da alle menschen von natur aus egoistisch sind und ihnen ihr eigenes leben wichtiger ist, wie so ziemlich alles andere, wählt jeder natürlich das töten!
    und zu deinem bruder... der tut mir leid. ich hoff für ihn, dass er heil wieder heim kommt!


    Zitat

    Die Menscheit beschränkt ihr weiterkommen durch Ihre eigene Dummheit und Motivlosigkeit.


    nun, dass mag ja schon so sein. aber warum ist das so? --> weil wir in einer leistungsgesellschaft leben, und es geht nur darum profit zu machen. und profit machen kann man in der regel halt nunmal nicht, wenn man versucht sich mehr und mehr weiterzubilden und immer mehr zu erfahren. dadurch verarmt man dann nur noch und lebt wie der letzte dreck. und die, die die möglichkeit hätten, einfach nur nichts zu tun und mehr zu erfahren, über einfach alles, die denken sich dann nur: warum sollt ich denn lernen und mich weiterbilden? ich hab doch genug geld! ich lass es mir gut gehen und mach schön party!! ... und so ist es leider, man kann in einer profitorientierten gesellschaft einfach nicht das machen, was man will. man muss arbeiten und geld verdienen. "schaffn, schaffn, häusle baun...!" so siehts leben aus -.- schlechte aussichten meiner meinung nach...

    Nur derjenige ist wirklich versklavt, der fälschlicherweise glaubt frei zu sein!



    Es ist leichter sich im Schönen zu täuschen, als die Wahrheit zu erkennen!



    Die Revoltion sagt:
    Ich war.
    Ich bin.
    Ich werde sein.

  • Zitat von "Dean Winchester"

    Was mich auch schwer interressieren würde ist was in der Stammheimer-Todesnacht mit der 1. Generation der RAF passiert ist. War es nun gemeinsamer Selbstmord um den RAF-Mythos aufrechtzuerhalten oder wurden die Gefangenen vom Staat lautlos hingerichtet? Zuviele ungeklärte Fragen; Wie konnten die Gefangenen in das damals sicherste Gefängnis Deutschlands in den am besten gesichertsten Trakt Waffen reinschmuggeln? Warum war in genau jener Nacht ein Stromausfall in der JVA, der Unbefugten zutritt hätte verschaffen können? Warum hat die Gefängnisaufsicht nichts gemacht um den Selbstmord zu unterbinden wenn ihnen sogar bekannt war das die Gefangenen sich über die Stromleitung unterhielten, zumal Wanzen im ganzen Trakt untergebracht waren? Vielleicht wusste der Staat ja dass die zwei Gefangenen Baader und Raspe Waffen in die JVA reingeschmuggelt hatten und die Gruppe Selbstmord beginge nach Verurteilung, weshalb auch nichts unternommen wurde in der Hoffnung die RAF bald los zu sein.


    http://www.paraportal.de/index…age=Thread&threadID=17895


    Nur auf die Schnelle aus dem Gedächtnis, deshalb ohne Gewähr:


    -Das Hereinschmuggeln von Waffen oder irgendwelchem anderen Kram ( z.B. Hühnchen während der Hungerstreiks, explizit für Baader) war kein Problem, weil es in Stammheim zuging wie in einem Taubenschlag. Teilweise hatten die Häftlinge ein dutzend Besucher pro Tag. Mehrheitlich Anwälte, von denen ein nicht unerheblicher Teil so stark mit den Häftlingen symphatisierte, dass manche von ihnen dazu bereit waren Gegenstände in präparierten Aktenordnern nach Stammheim zu schmuggeln, was aber nicht unbedingt heisst, dass sie auch wussten was genau sie transportierten. (Justizvollzugsbeamten war es übrigens untersagt die anwaltlichen Akten zu lesen. Deshalb war nur ein kurzes Durchblättern zur Kontrolle möglich.) Einige der Anwälte wurden später zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.


    -Dass man die Gefangenen während ihrer Haft abgehört hat, wurde bereits vor dem Selbstmord publik und war ein Riesenskandal. Offiziell hat man daraufhin alle Wanzen entfernt. Ich persönlich halte es aber für relativ wahrscheinlich, dass man die Gefangenen auch danach noch belauscht hat und den kollektiven Selbstmord bewusst geschehen ließ. Die Theorie, dass die Gefangenen ermordet wurden, erscheint mir dagegen nicht sehr glaubwürdig.


    Ausnahmsweise verzichte ich mal auf Quellenangaben. Bei Bedarf kann ich die auch nachliefern.
    Guts Nächtle

  • Danke für den Thread Gamma, ich dachte das wäre schon vor Ewigkeiten diskutiert worden und jetzt im Archiv.



    Das Hereinschmuggeln von Waffen oder irgendwelchem anderen Kram ( z.B. Hühnchen während der Hungerstreiks, explizit für Baader) war kein Problem, weil es in Stammheim zuging wie in einem Taubenschlag


    Der Waffenschmuggel wird ja im Film Baader-Meinhof-Komplex gut dargestellt nur es ist halt trotzdem sehr verwerflich dass das im besten Hochsicherheitsgefängnis Deutschlands anscheinend so einfach war! Auf jeden Fall rate ich jeden der den Film nicht kennt das unbedingt nachzuholen...der ist ein Must-See!



    Ich persönlich halte es aber für relativ wahrscheinlich, dass man die Gefangenen auch danach noch belauscht hat und den kollektiven Selbstmord bewusst geschehen ließ.


    Genau das glaub ich auch und somit ist das ganze eigentlich ein Riesenskandal.



    so on Dean

  • Oh, da gab es ja doch schon einen Thread zur RAF. :shock:
    Hab den wohl wegen der ungewöhnlichen Schreibweise mit den Punkten (R.a.f) nicht gefunden und deshalb erst vor kurzem einen eigenen Thread zum Thema erstellt:
    Ungeklärte Fragen zur RAF


    Deshalb würde ich vorschlagen hier vorrangig über Motivation, Ziele, Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft und Terrorismus allgemein zu diskutieren.


    Den Thread zu den "ungeklärten Fragen" hab ich absichtlich unter Verschwörungstheorien reingestellt. Deshalb sollten Themen wie z.B. das Celler Loch, Abhöraktionen in Stammheim, Verwicklungen von Stasi und Verfassungsschutz, die vermeintliche Ermordung der Häftlinge und Spekulationen über False Flag Operationen bei den Anschlägen der dritten Generation lieber dort behandelt werden.
    Alternativ hätte ich aber auch kein Problem damit, wenn der andere Thread geschlossen werden würde. In diesem Falle wäre es aber sehr hilfreich, diesen Thread hier in "RAF" umzubenennen (statt R.a.f.). Dadurch wäre er nämlich in Zukunft erheblich leichter zu finden. ;)


    Zitat von Tobias1324

    ich kann euch nur den Film ,,Der Baader,Meinhof Komplex'' enpfehlen!


    Ich fand den Film auch ziemlich gut. Allerdings könnte er für jemanden, der nur über wenig Vorwissen zum Thema verfügt ziemlich verwirrend wirken, weil einfach viel zuviel in den Film hineingepackt wurde. Aber um das initiale Interesse an dem Thema zu wecken ist er schon ganz gut geeignet.


    Wer sich wirklich umfassend mit dem Thema RAF auseinandersetzen will, dem empfehle ich zuallererst das gleichnamige Standardwerk von Stefan Aust:
    Der Baader-Meinhof-Komplex


    Ebenfalls sehr lesenswert fand ich:
    Tödlicher Irrtum von Butz Peters
    und
    Stammheim von Kurt Oesterle

  • Ja, den Film hab ich auch gesehen. Fand ich auch sehr gut. Allerdings bin ich mir halt bei manchen Szenen nicht ganz sicher ob sich das wirklich so zugetragen hatte oder ob es aus der Feder der Autoren des Drehbuchs ist. Is ja am Ende doch nur ein Spielfilm und keine Doku.


    Gamma hat meiner Meinung nach auch recht das sehr viele Informationen in dem Film stecken. Das ist aber auch ein guter Ansatz um sich weitergehend zu informieren. Wenn Namen, Plätze, Aktionen ... vorkommen die man nicht kenn informiert man sich darüber. Über das Umfeld des Komplexes.


    Also ich bin der Meinung das eine stabile Politik in der westlichen sehr sensibel gegenüber von Terrorisumus reagiert. Jetz mal auch herausgenommen aus der Zeit der Bader Meinhof Bande sondern auch jetz auf den Backround des 9.11 und dem Einsatz gegen den Terrorismus. Auch die öffentlichkeit ist immer sehr geschockt wenn eine "Gruppierung" mal radikalere Mittel als reden ergreift. Allerdings denke ich das liegt daran dass sich die große Öffentlichkeit nicht mit dem Akt des Terrorismus oder auch dem Grund für den Terrorismus identifizieren kann.


    In einem Land in dem ich nie Hungern muss, in dem Frieden herscht, das nicht besetzt ist hat keiner Verständniss für Attentäter aus Afghanistan oder dem Irak.


    JE