Kinder und Homosexualität

  • Zitat

    Es stellt sich nur die Frage, ob das in die Koepfe reingeht oder die Gesellschaft da weiterhin nach Schema F denkt


    Bei uns hat's ja auch funktioniert. Frag mal deine Eltern, wie in ihrer Jugend mit Homosexualität umgegangen wurde...

  • Meine Oma berichtete seltsamerweise, dass im Betrieb, in dem Sie beschaeftigt war, jeder wusste , dass Mitarbeiter x und Mitarbeiter y homosexuell waren.Sie sagte, die verbargen das nicht einmal grossartig und keiner hatte gross erwas dagegen.Soviel ich weiss war das bis 1972 sogar strafbar.
    Meine Mutter hingegen sagt, Sie haette in Ihrer Jugend keinen Homosexuellen gekannt und mein Vater sagte bei Ihm und seinen Altersgenossen war das ein absolutes no-go und Tabuthema.

  • Gerade dann ist es notwendig, dass die Gesellschaft Homosexualität als etwas Normales darstellt. Diese "Migrantenkinder" und ihre Nachfahren müssen ja nicht auf ewig ihren Denkstrukturen verhaftet bleiben; sie sind in der Pflicht, sich den Normen und Regeln der westlichen Gesellschaften anzupassen (wobei ich hier weniger eine mangelnde aktive Anpassungsleistung mokiere als eher für die Schaffung jener Rahmenbedingungen plädiere, die eine Anpassung erzwingen). Es ist eben gerade der falsche Schritt, von den Werten der freien Gesellschaften abzurücken, weil es Diskriminierungen geben könnte, sondern die Werte müssen unter allen Umständen aufrecht erhalten und gefördert werden, um Diskriminierungen in Zukunft zu vermeiden.

    Wohl gesprochen, santiago. dem kann ich mich nur anschließen - ebensowie dem letzten eintrag von Tina... Kinder sind grausam und haben
    diesbezüglich Argusaugen.


    Weil es gerade so schön passt, und ich vielleicht auch noch ein paar von mir unbedachte Gegenstimmen bekomme,
    poste ich einfach gerade mal einige Argumente, die ich in meinem Rhetorik-Referat zum Thema "Homosexuelle und Adoption - sollten
    homosexuelle Paare vollständig adoptieren dürfen" verwende.
    Das Wort "vollständig" bezieht sich hierbei darauf, dass auch Homosexuelle Paare Vollwaisen adoptieren dürfen sollten. Bisher ist für Paare nur eine
    Stiefkind-Adoption bei einem von einem Partner mit in die Beziehung gebrachten Kind möglich.
    Es sind an dieser Stelle nur Stichpunkte, die jedoch alles sagen sollten, was es zu sagen gibt.


    1. Homosexuelle sind keine Menschen zweiter Klasse, für die ein anderes Gesetz gelten sollte, wie es z.Zt. noch der Fall ist.


    2. Ein pauschaler Ausschluss von Homosexuellen ist diskriminerend.


    3. Längst geben Jugendämter Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren in Pflege. Wenn Adoption dem Wohl des Kindes dient, die Kinder
    familiär, finanziell und rechtlich absichert, ist ein Verbot unsinnig.


    4. Das Wort "Familie" wird seit neuestem anders definiert. Das Modell Vater-Mutter-Kind ist nicht mehr zwingend erforderlich, um ein Kind
    großzuziehen.


    5. Studien, die Kinder mit homosexuellen Eltern mit Kindern verglichen, deren Eltern heterosexuell sind, haben erwiesen, dass sich die Kinder
    was Intelligenz, psychologische und soziale Anpassung, Popularität unter Freunden, Entwicklung sozialer Geschlechterrollen und die sexuelle
    Orientierung betrifft, nicht unterscheiden.


    6. Kinder lernen von klein auf, mit Anfeindungen und Mobbing umzugehen, auf das sie von ihren gleichgeschlechtlichen Eltern vorbereitet werden.


    7. Für das Wohl des Kindes ist eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind ausschlaggebend und nicht deren sexuelle Identität - ganz gleich
    ob homo- oder heterosexuell.


    8. Sich allein auf die Arterhaltung zu berufen, ist in Zeiten der weltweiten Überbevölkerung eine fatale Fehlentscheidung.


    9. Bis 1974 wurden homosexuelle Neigungen und Handlungen unter Strafe gestellt. Heute begreift der Gesetzgeber Homosexualität als Variante
    der normalen Sexualität. Das vollständige Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ist ein Schritt in eine wirklich gleichberechtigte Zukunft.



    So... zugegeben, einige Punkte wirken etwas, als würden sie am Thread-Th ema vorbei schrammen, aber im Ganzen ist es genau DIESES Thema...
    Und dass die Menschen seit einer Weile toleranter reagieren, zeigt meiner Meinung nach, dass unsere Spezies langsam aber sicher erkennt, dass
    die Sexualität keine Rolle spielt, um Kinder zu erziehen.
    In ein paar Jahren, wenn alle Angehörigen der Generation, die Homosexualität als Krankheit oder "unnormal" verstehen, den Weg alles Irdischen
    genommen haben, wird es endgültig als normal angesehen, und spätestens dann werden auch die Gesetze geändert.

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • Zitat

    Ich kenne einige alleinerziehende Muetter, die mir sagten, der Vater im Haus fehle.

    Nunja, da ist die Frage WEM der fehlt....der Mutter oder tatsaechlich dem Kind? :) Ich kenne einige Faelle, in denen sowohl Mutter als auch Kinder ohne maennlichen Partner weit besser dran gewesen waeren.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Nunja....lass es mich mal an einem Beispiel sagen: als in den USA die ersten Schwarzen an eine Uni durften, gab es einen immensen Druck der Umwelt. Haette man es deshalb weiterhin verbieten sollen?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


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  • Mit dem letzten Satz hast du dir aber mit Brachialgewalt Applaus verschafft -> Absolutes Totschlag-Argument (wie du wissen wirst), Respekt. :thumbsup:


    Da ich mich aber manchmal recht gern weit aus dem Fenster lehne mal eine Gegenthese:


    Was, wenn wir in paar Jahren draufkommen das Kinder aus gleichgeschlechtlichen Paarsituationen nun doch irgendwelche sozialen Defizite entwickeln, und wenn das 1000 mal politisch nicht korrekt ist, sowas zu erfragen?


    So wie man bis vor Kurzem (in ihrem Gleichmacherei - Wahn) ja angenommen hat das Intelligenz NUR mit Bildung zu tun hat, quasi durch die richtige Förderung ein jeder zum Genie werden kann - heute weis man das Begabung FAST AUSSCHLIEßLICH mit dem genetischen Erbe zu tun hat,
    genauso wie man weiß das es nciht nur EINE Intelligenz gibt, sondern heute teilt man in sieben ein. (logische Intelligenz, soziale Intelligenz, emotionale, usw..)


    Weswegen das Gerede von "nur mehr einem Schultyp" und "chancengleichheit" usw zwar sehr schön ist, leider aber nicht anwendbar. Zumindest nicht am Menschen (eine Kleinigkeit welcher einer bestimmten Klientel "fortschrittlicher Liberaler" aber sehr gerne "entfällt") :mrgreen:


    Zurück zum Kernthema: auch sind mir wieder mal die Kreise nciht geheuer welche mit Vehemenz die absolute Gleichstellung von gleichgeschl. Partnerschaften, samt Recht auf (Adptiv)kind, einfordern. ;)


    Sind nämlich ganz oft diejenigen, welchen nicht nur die (althergebrachte) Familienstruktur ein Dorn im Auge ist, sondern im erweiterten Sinn auch die Gesellschaft und der Staat natürlich. Und selbstverständlich Religion.


    Und wenn aus der Ecke was kommt dann schrillen bei mir immer die Alarmglocken.


    Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen, ich rede nicht über Homosexualität im Allgemeinen sondern über die Sache mit den adoptierten Kindern.


    Lg
    donnie !

    Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
    "Was siehst du? Einen Tunnel? Ein Licht? Beides?"
    "Nur einen Idioten der zuviele Romane gelesen hat."
    Aus "Wanted", österr. Satire von 1999.

  • Zitat

    So wie man bis vor Kurzem (in ihrem Gleichmacherei - Wahn) ja angenommen hat das Intelligenz NUR mit Bildung zu tun hat, quasi durch die richtige Förderung ein jeder zum Genie werden kann - heute weis man das Begabung FAST AUSSCHLIEßLICH mit dem genetischen Erbe zu tun hat,


    Das ist nicht ganz richtig. Zwar gibt es tatsächlich manche Personen im linken Spektrum, die unliebsame Tatsachen wie die genetische Vererbung von Intelligenz gerne ausblenden, aber erstens war das nie politischer/wissenschaftlicher/gesellschaftlicher Konsens und zweitens geht man heute allgemein davon aus, dass Bildung/Umfeld und Gene ungefähr gleichermaßen an der Entwicklung der Intelligenz beteiligt sind. Ich kann die entsprechenden Studien raussuchen, wenn jemand Interesse daran hat. Die häufig vernehmbare Behauptung, Intelligenz sei zum größten Teil erblich bedingt, lässt sich fast ausschließlich auf ein einziges Buch zurückgeführen ("The Bell Curve"), das dann auch entsprechend heftige Kritik erntete. Darunter eher vernachlässigbare Kritik wie die des Rassismusvorwurfes, aber auch fachliche Gegenstimmen, die u.a. aufzeigten, dass Intelligenz gerade in den Unterschichten zu großen Teilen vom sozialen Umfeld abhängig ist, während die genetische Veranlagung in der Mittelschicht eine größere Rolle spielt. Zwar gibt es bezüglich den genauen Anteilen von erblicher Veranlagung und sozialem Umfeld an der Entwicklung der Intelligenz noch keinen wissenschaftlichen Konsens, die Behauptung, hohe Intelligenz habe "fast ausschließlich" mit dem genetischen Erbe zu tun, lässt sich so aber auch nicht untermauern. Abgesehen davon gibt es jenseits von Genetik und Erziehung auch noch andere Einflüsse, die sich positiv oder negativ auf den IQ auswirken können, zum Beispiel Unterernährung oder Krankheiten.


    Zitat

    Und wenn aus der Ecke was kommt dann schrillen bei mir immer die Alarmglocken.


    Die andere Ecke hält dafür gerne alles, was nicht ihrem Weltbild entspricht, für abartig: Homosexuelle, SMler, Punks, Metaller etc. Auch nicht viel besser. Wir sehen: mit solchen stumpfen Pauschalisierungen kommen wir nicht weiter, und es ist auch ziemlich wurscht, aus welcher Ecke was kommt und was die betreffenden Personen sonst noch so sagen. Es geht um die Themen an sich, und da heißt es für mich eindeutig: Solange es keine schwerwiegenden Gründe gibt, die dagegen sprechen, dass Homosexuelle Kinder haben dürfen, widerspricht es unserer Verfassung und allen humanistischen Werten, ihnen dieses Recht zu verwehren. Der Versuch einer Normung der partnerschaftlichen Beziehungen (die Unterscheidung in "normal" und "unnormal" und damit einhergehend die unterschiedliche rechtliche Bewertung) lässt sich ja letztlich nur durch normierende Instanzen begründen, also durch die Natur (wurde hier diskutiert) oder Gott - und da landen wir eben wieder bei der "anderen Ecke", für die die Bibel immer noch vorschreibt, was normal und was abnormal zu sein hat. Findet keine solche Normung statt - und sie kann und darf in menschlichen Gesellschaften nicht stattfinden - sind alle partnerschaftlichen Beziehungen gleichwertig und müssen dann auch gleichwertig behandelt werden, solange, wie gesagt, keine schwerwiegenden Gründe dagegen sprechen.


    Zitat

    Was, wenn wir in paar Jahren draufkommen das Kinder aus gleichgeschlechtlichen Paarsituationen nun doch irgendwelche sozialen Defizite entwickeln, und wenn das 1000 mal politisch nicht korrekt ist, sowas zu erfragen?


    Was, wenn wir in ein paar Jahren erkennen, dass die Monogamie zu sozialen Defiziten führt? Müssen dann alle Männer mindestens drei Weiber haben oder wie? Es können immer neue Erkenntnisse hinzugewonnen werden, aber das ist kein Grund, Menschen ihre Rechte zu verweigern. Wir können und müssen aus dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand heraus handeln, und ich wäre durchaus dafür, noch weitere Studien in Auftrag zu geben, bevor das Adoptionsrecht für Homosexuelle gelockert wird - keine Frage. Das sollte mit Sorgfalt behandelt werden, und wenn Studien zeigen, dass es doch schwerwiegende Einwände gibt, dann muss man u.U. darauf verzichten. Man kann dieses Thema aber nicht auf unbegrenzte Zeit verschieben, nur weil irgendwann neue Erkenntnisse hinzukommen könnten - so könnte es letztlich nie gesellschaftlichen Fortschritt geben. Und, ganz allgemein: wenn wir uns als soziale Gemeinschaft verstehen und wenn wir den Anspruch haben, moralisch höherwertiger zu handeln als zum Beispiel die finstersten islamistischen Gottesstaaten, dürfen wir unsere ethischen Werte nicht willkürlich beschränken, sondern müssen sie uns als Prinzip verinnerlichen. Das scheint mir bei denjenigen, die pauschal gegen das Adoptionsrecht von Homosexuellen sind, oft nicht der Fall zu sein.


    santiago

  • Zitat

    Was, wenn wir in paar Jahren draufkommen das Kinder aus gleichgeschlechtlichen Paarsituationen nun doch irgendwelche sozialen Defizite entwickeln, und wenn das 1000 mal politisch nicht korrekt ist, sowas zu erfragen?


    Bekannte von uns haben drei Kinder, alle an Mukoviscidose erkrankt. Keins von ihnen wird das 30. Lebensjahr erreichen. Soll man jetzt die Eltern sterilisieren, damit sie kein weiteres Kind bekommen? Ich bin der Meinung, dass JEDEM PAAR das Recht (!) zusteht, Kinder zu haben und zu bekommen, und wenn sie keine bekommen KOENNEN, zu adoptieren. Ob es jetzt SINNVOLL ist, steht auf einem anderen Blatt. Dass Sozialfaelle immer mehr Kinder produzieren, ist sicherlich nicht sinnvoll, aber verboten ist es nicht. Genausowenig sollte es homosexuellen Paaren verboten werden, zu adoptieren, wenn sie ansonsten alle anderen Kriterien, die bei einem heterosexuellen Paar angewendet werden, erfuellen.



    Zitat

    heute weis man das Begabung FAST AUSSCHLIEßLICH mit dem genetischen Erbe zu tun hat,


    Wenn das wirklich so ist, dann frag ich mich aber schon, wieso eine Freundin von mir Tieraerztin ist und ihr juengerer Bruder Metzger!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


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  • Naja, wobei das Berufsbild ja nicht unbedingt mit der Intelligenz zu tun hat. Ein Bekannter von mir aus Japan hat in Chemie promoviert (Doktortitel) und fährt heute Taxis. Studien haben eben auch gezeigt, dass hohe Intelligenz kein Garant für sozialen Erfolg ist, weil da immer viele Faktoren zusammen kommen.

  • Wahrscheinlich weil er keinen Job in dem Feld bekommt hat, in dem er eine Ausbildung gemacht hat. Ich kenn auch nen Doktor der englischen Literatur der Taxi faehrt. Aber er ist und bleibt Doktor, d.h. war intelligent genug fuer die Ausbildung. Der Metzger ist nur Metzger (was ja auch nichts Schlimmes ist). Ob er nicht schlau genug war um zu studieren oder einfach nur zu faul erschliesst sich mir nicht. Aber die Zugehoerigkeit zu einer ultrarechten Partei laesst mich gewisse Dinge ahnen!

    Tina

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  • @ ad santiago & Tina,


    wollte (diesmal :mrgreen: ) kein Politikum draus machen, ich habe nur manchmal das beschleichende Gefühl das man mit der Dimensionierung von grundsätzlichen Menschenrechten gerne durcheinanderkommt wenn eine sogenannte "Randgruppe" mit dazu ins Spiel kommt.


    Ich sage ja nicht das sich Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren nciht gut entwickeln, bestimmt ist das nicht so. Aber unbestritten werden sie sich ANDERS entwickeln als Kinder in einem "normalen" (gibts etwas Genormteres als die Natur, frage ich ?) Familienverbund, das ist ja völlig logisch und selbverständlich eine rein unterbewußte Geschichte die (wenn sie sich manifestiert) dann zum Tragen kommt wenn das Kind selber in den Genuß der Partnersuche (und -wahl) kommt.


    Klar gibts da noch viele andere Faktoren, war`s ein Mädl unter 2 Männern als Eltern, 1 Junge unter 2 Frauen, oder umgekehrt......auf jeden Fall wissen wir heute hieb- und stichfest das nunmal das Elternhaus später (mit)prägend für die eigene Partnerwahl wird.


    (Gerade in den ersten Lebensjahren saugt unser Hirn ständig alle Eindrücke um uns herum auf wie ein Schwamm - und bitte kommt mir jetzt nicht mit ich hätte gemeint: " Kinder von schwulen Eltern werden schwul, weil sie das sehen" - das ist Mist und das weis ich auch. Trotzdem ist für ein Mädl der Papi nunmal der erste Mann in ihrem Leben - den sie wahrnimmt, sieht und liebt - bei einem kleinen Buben ists mit der Mutter dasselbe - und [ ich weis ich wiederhole mich jetzt] genau das ist prägend für unser späteres Partnermanagement.)


    Und ob es völlig ok ist dass das etwaige RECHT des Adoptivkinds auf eine evtl "normale" Paarprägung völlig dem (erklärten, denn von Natur aus stellt sich die Frage ja gar nciht) RECHT des gleichgeschlechlichen Paares auf Kinder untergeordnet wird.


    Darum gehts, diese Frage ist - finde ich - legitim.


    Wahrscheinlich weil er keinen Job in dem Feld bekommt hat, in dem er eine Ausbildung gemacht hat.

    ..hat Tina ad_santiago geantwortet zum Thema "Akademiker und keinen Job"..


    Hmh, gut - die Taxifahrenden Akademiker sind ja eh ein Klassiker.


    Würde mich auch sehr, sehr davor hüten jedem Studierten Intelligenz nachzusagen und jedem Handwerker selbige ab zu sprechen.


    Wir haben in Wien Heerscharen an arbeitslosen BWL Akademikern rumrennen - klar, ein recht leichtes Studium - nur leider ohne Zukunftschancen. ;)


    Anderes Beispiel, Architekturstudium. Voriges Jahr haben sich zigtausende Studenten dafür eingetragen. Warum ? Ganz einfach: weils keine Prüfung gibt für die Aufnahme. Das kein Mensch in ganz Ö zigtausende Architekturstudenten brauchen kann war diesen (Studenten-)Herschaften wurscht. ;)


    Auch nicht ganz so schlau, oder ?


    http://www.wirtschaftsblatt.at/home/169463/index.do


    Lg
    donnie !

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  • Zitat

    Und ob es völlig ok ist dass das etwaige RECHT des Adoptivkinds auf eine evtl "normale" Paarprägung völlig dem (erklärten, denn von Natur aus stellt sich die Frage ja gar nciht) RECHT des gleichgeschlechlichen Paares auf Kinder untergeordnet wird.


    Es ist ja nun nicht so, dass ein Kind nur und ausschliesslich mit seinen Eltern in Beruehrung kommt und gar nichts anderes auf der Welt sieht! Es sieht "normale" Paarpraegung um sich herum. Bei Tanten, Onkeln, Freunden. Die Familie lebt ja nicht isoliert! Wenn Du so argumentierst, dann muesstest Du erstmal definieren, was denn eine "normale" Paarpraegung ist! Wieviele Kinder wachsen denn heute ueberhaupt noch in einer normalen Elternbeziehung auf? Viele lassen sich scheiden bevor das Kind die Pubertaet erreicht hat!



    Zitat

    Würde mich auch sehr, sehr davor hüten jedem Studierten Intelligenz nachzusagen und jedem Handwerker selbige ab zu sprechen.


    Wurde auch nie behauptet! Ausbildung hat wenig mit Intelligenz zu tun, sondern viel mehr mit Interessen und Motivation! Manche Leute haben einfach keinen Bock zum Lernen! Ich haette auch studieren koennen, hatte aber keine Lust mehr auf noch mehr Schule und hab so einfach eine Ausbildung zur Buerokauffrau gemacht.



    Zitat

    Wir haben in Wien Heerscharen an arbeitslosen BWL Akademikern rumrennen - klar, ein recht leichtes Studium - nur leider ohne Zukunftschancen


    BWL ist sauschwer, das nur nebenbei. Und es werden auch genug BWLer gesucht....das Problem ist nur, dass Du in diesen Jobs oft nicht mehr verdienst als wenn Du ne kaufmaennische Ausbildung gemacht hast. Von daher, wieso studieren? :)

    Tina

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  • Donnie Darko ich kann Dir in allen Punkten aber nur sowas von zustimmen.Zum Thema Studenten: Ich meine die Qualitaet der Studenten laesst immer mehr zu Wuenschen uebrig, weil wahrscheinlich in Oesterreich als auch in Deutschland viel zu viel studieren. Ich war uebrigens selbst Student, mir war das ganze aber nach Wochen zu langweilig, zu seltsam und ich habe meinen Austritt nicht eine Sekunde bereut.


    Zurueck zum Thema: Das mit der Papa, Mama Praegung ist nicht von der Hand zu weissen. Obwohl das in dieser Form auch etwas ist, was es leider immer seltener gibt. Fuer wie viele KInder stellt die klassische Familienform ein Ort der Gewalt, Verletzungen dar..? Fuer viel zu viele denke ich.


    Wir muessen den homosexuellen in einer aufgeklaerten Gesellschaft die Chance sich zu beweisen geben.Vielleicht sind wir positiv ueberrascht.

  • Zitat

    Wir muessen den homosexuellen in einer aufgeklaerten Gesellschaft die Chance sich zu beweisen geben.Vielleicht sind wir positiv ueberrascht


    Da weiss ich jetzt schon wieder nicht ob ich lachen oder weinen soll! In einer aufgeklaerten Gesellschaft sollten "die Homosexuellen" nichts beweisen muessen! Ein heterosexuelles Paar muss auch nicht beweisen, dass es Kinder erziehen kann, bevor es welche kriegen darf! Wenn das anders waere, wuerden sicherlich etwa 50% der kinderkriegenden Paare keine Erlaubnis dazu kriegen!


    Und positiv ueberrascht?? Was erwartest Du denn, mal ganz ehrlich, was aus einem Kind wird, das aus einer homosexuellen Partnerschaft kommt?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Hab mir jetzt noch mal die letzten 6 Seiten des Threats durchgelesen (tw äußerst amüsant :mrgreen: ) ist ja eh alles gesagt - es geht ja nur mehr um die Volladoption - alles Andere ist ja eh geregelt,
    bei den allermeisten homosexuellen Paaren mit Kindern ist einer der Partner gleichzeitig auch ein Elternteil (aus früheren, heteros. Beziehungen).


    Da gibts für den Anderen dann die Möglichkeit der "Stiefkindadoption".


    Mehr darüber im Link unten - da wird auch das bestehende Modell sehr übersichtlich beschrieben:


    http://www.schwanger-in-bayern…xualitaet-und-kinder.html


    Bleibt die Frage nach der Volladoption - dazu steht wenig in den Studien (wie folgender im Link), wo man auch nur Paare untersucht hat wo ein Partner auch ein Elternteil ist - genauso wie bei den beiden Usern hier im Threat die so etwas persönlich kennen.


    http://www.welt.de/politik/deu…tkraeftet-Vorurteile.html


    Gegen (anonyme, gewerbliche) künstliche Befruchtung bin ich ohnehin - auf einem 6 Mrd Planeten nur idiotisch. Gibt genug alleinstehende Kinder (jetzt unabhängig mal von der Hintergrundfrage des Threats).


    Lg
    donnie !

    Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
    "Was siehst du? Einen Tunnel? Ein Licht? Beides?"
    "Nur einen Idioten der zuviele Romane gelesen hat."
    Aus "Wanted", österr. Satire von 1999.

  • ich habe gerade ein sehr interessantes und so wahres zitat gelesen, das ich gern, als anregung, mit euch teilen möchte..


    Wenige Heteros werden von schwulen Paaren erzogen und verbringen Jahre damit, anzunehmen, sie seien auch schwul, ihre Pubertät damit, zu beten, sie seien schwul, schwul zu laufen, schwul zu reden, sich permanent zu überprüfen, ob Anzeichen von Heteroverhalten unangenehm auffallen könnte, und schwulen Sex zu haben - alles in der absurden Anstrengung, schwul zu werden. Schwule Jungen heterosexueller Eltern tun das umgekehrt die ganze Zeit.


    (Dan Savage)

  • So lang das Kind sich gesund entwickeln kann, ist es doch egal wer die Eltern sind.
    Natürlich sollten Homosexuelle Kinder haben dürfen, ich mein wir wollen Gleichberechtigung und mehr Toleranz also weg mit i.welchen Sonderverboten/-behandungen!
    Und wenn Kinder aufgrund sowas gemobbt werden, dann sollten wir die Homosexuellen nicht bestrafen sondern UNS ändern, dazu gehört auch das alle Kinder von klein auf gelehrt werden müssen, allen Menschen den gleichen Respekt gegenüber zu bringen. Leider entspricht dies nicht der Moral von allen Eltern und nur so kommt es zu Mobbing.