Wozu brauchen wir letzte Ruhestätten?

  • Wozu brauchen wir letzte Ruhestätten?


    Es gab in unserer Familie eine lange Debatte um das Thema Grab und Friedhof, da der letzte noch in der Ursprungsstadt Lebende unserer Familie Gräber aufgab, weil es in Zukunft niemand mehr gibt, der sich um die Grabpflege kümmern kann.
    So stellt sich die Frage, ob wir solche Gedenkstätten überhaupt brauchen, mir scheint Einäscherung und das Verstreuen der Asche eine bessere Lösung.


    Eure Meinung interessiert.


    Pierre

  • Hm ein Thema das wahrscheinlich ordentlich polarisieren wird...


    Ich werde einfach meine Meinung reinwerfen udn mich vor bissigen Kommentaren ducken^^


    Ich denke der Mensch ist wie jedes Lebewesen eigentlich nur Biomasse,die dem Planeten/Ökosystem Erde gehört. Man sollte die Menschen nach dem Tod in den natürlichen Kreislauf zurück führen, deswegen befürworte ich das verscharren/begraben eines Toten,obwohl ich einäscherung nicht schlechtreden will,oder eine andere sinnvolle anwendung des Körpers, es wäre aber eigentlich eher nicht mein Wunsch eingeäschert zu werden.
    Ganz ernsthaft wer besucht die Verwandten auf dem Friedhof regelmäßig? Zur Erinnerung an den Verblichenen braucuht man kein Grab meiner Meinung nach, genauso wenig würde ich als Christ/Moslem/Jude/Buddhist/whatever eine Kirche/Tempel/whatever brauchen um an einen Gott oder ein Prinzip zu denken.
    Vielleicht ist es in Zukunft auch so das die Toten nur noch sinnvollen Angelegenheiten zu geführt werden (verwertbare Organe raus,der Rest für Medizinstudenten und ähnliches, in etwas Körperweltenähnliches oder vielleicht auch als Nahrung (ja ich weiß das provoziert, aber man weiß nie wie das moralisch in der Zukunft betrachtet werden könnte) )
    In meinen Augen benötigen eher psychisch schwächere Menschen diese Ruhestätten, sei es weil sie nicht loslassen können, sie das Grab pflegen weil sie mit dem Menschen nicht mehr viel zu tun hatten und sich dadurch besser fühlen, weil sie dafür Anerkennung von anderen bekommen oder auch weil sie sich so wirklich gut fühlen da sie "etwas gutes" tun.
    Aber wie gesagt das ist nur meine Meinung, bin auf eure Meinungen gespannt^^

    "Das Leben ist wie eine große Autobahn "


    "Jeder Freund Ist Am Anfang Ein Fremder"


    nach längerer Zeit wieder zurück^^

  • Pierre10 : Bevor ich mich an der Diskussion beteilige, würde ich gerne deine Frage noch einmal genauer klären, da ich glaube nicht ganz verstanden zu haben, über was du wirklich diskutieren möchtest.


    Fragst du in die Runde, wofür der Gestorbene eine Ruhestätte benötigt? Fragst du dich, weshalb es die "Norm" ist, dass man Menschen beerdigt, da die Grabpflege für viele eher "nervig" sei? Oder ist die Frage, warum Menschen einen Platz zum Trauern benötigen?


    So oder so denke ich übrigens, dass es für die meisten nicht ausschlaggebend ist, wie und wo der (geliebte) Tote bestattet wird, sondern schlichtweg zu wissen, wie und wo es geschieht. Man bedenke dabei die Ruhelosigkeit von denjenigen, deren Angehörige "unbekannt" in einem fremden Land bestattet werden, wenn sie in einem Krieg gefallen sind oder wenn ein vermisstes/ermordetes Kind nicht gefunden wird. Da steht dann immer der Zweifel an oberster Stelle und nagt.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Ich denke auch, dass es wichtig für die Angehörigen ist zu wissen, wo der Verstorbene liegt. Die Zeit bis zur Beerdigung ist meistens eine sehr schlimme Zeit, ist der Tote unter der Erde, beginnt eine neue Zeit und der Tod kann verarbeitet werden. Fällt jemand im Krieg und der Leichnam kann nicht aufgefunden werden, beerdigt die Familie manchmal ja auch private Gegenstände des Toten in einem Grab. Das wird einfach gebraucht, um abzuschließen.


    Ein Grab ist eine Art Schrein, eine Erinnerung an den Verstorbenen. Auch wenn man nicht oft den Friedhof besucht. Manchmal, vielleicht am Todestag, geht man dann doch mal zum Grab und man hat etwas "handfestes", an das man sich klammern kann. Bunte Blumen lassen einen dann vielleicht doch mehr die positiven Erinnerungen in das Gedächtnis rufen.


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Zitat von "Kryton"

    Ich denke auch, dass es wichtig für die Angehörigen ist zu wissen, wo der Verstorbene liegt. Die Zeit bis zur Beerdigung ist meistens eine sehr schlimme Zeit, ist der Tote unter der Erde, beginnt eine neue Zeit und der Tod kann verarbeitet werden. Fällt jemand im Krieg und der Leichnam kann nicht aufgefunden werden, beerdigt die Familie manchmal ja auch private Gegenstände des Toten in einem Grab. Das wird einfach gebraucht, um abzuschließen.


    Ein Grab ist eine Art Schrein, eine Erinnerung an den Verstorbenen. Auch wenn man nicht oft den Friedhof besucht. Manchmal, vielleicht am Todestag, geht man dann doch mal zum Grab und man hat etwas "handfestes", an das man sich klammern kann. Bunte Blumen lassen einen dann vielleicht doch mehr die positiven Erinnerungen in das Gedächtnis rufen.


    Mfg Kryton


    Völlig verständlich, was Du schreibst. Wie so oft aber können wir uns Fragen nach dem eigentlichen Sinn stellen. Ich erinnere mich, dass meine Mutter nach dem Tode meines Vaters während ca. 15 Jahren täglich zum Friedhof fuhr. Sie lebte nur noch für das Grab, vergas, selbst zu leben. Es war sicher nicht im Sinne meines Vaters.


    Pierre


    Zitat von "Zensur"

    Pierre10 : Bevor ich mich an der Diskussion beteilige, würde ich gerne deine Frage noch einmal genauer klären, da ich glaube nicht ganz verstanden zu haben, über was du wirklich diskutieren möchtest.


    Fragst du in die Runde, wofür der Gestorbene eine Ruhestätte benötigt? Fragst du dich, weshalb es die "Norm" ist, dass man Menschen beerdigt, da die Grabpflege für viele eher "nervig" sei? Oder ist die Frage, warum Menschen einen Platz zum Trauern benötigen?


    So oder so denke ich übrigens, dass es für die meisten nicht ausschlaggebend ist, wie und wo der (geliebte) Tote bestattet wird, sondern schlichtweg zu wissen, wie und wo es geschieht. Man bedenke dabei die Ruhelosigkeit von denjenigen, deren Angehörige "unbekannt" in einem fremden Land bestattet werden, wenn sie in einem Krieg gefallen sind oder wenn ein vermisstes/ermordetes Kind nicht gefunden wird. Da steht dann immer der Zweifel an oberster Stelle und nagt.


    Nun, der Gestorbene braucht sicher keinen Ruhestätte, aber es ist meiner Auffassung für manche wichtig, vor dem Tode zu wissen, dass sie nicht vergessen werden (zumindest hoffen sie es :( )


    Lassen wir den Fall des unbekannten Ortes erst einmal weg, dies geschieht heute nur noch selten. Ich aber kann mich erinnern, dass nach dem Kriege viele Familien nicht wussten, ob der Vater /Mann noch lebt oder in Russland z.B. in Kriegsgefangenschaft war.


    Pierre

  • diesmal bin ich ganz und klar pierres meinung.
    friedhöfe sind unnütze platzverschwendung und nur dazu da den alten mutterln und etwaigen verwirrten personen einen ansprech- und gedenkort zu geben.
    als ob es nicht vollkommen egal wäre wo man steht wenn man gedenkt/mit seinen verstorbenen zu sprechen meint.
    verbrennen nach homerschem vorbild (siehe ILIAS) = way to go!


    Disclaimer:
    der poster stellt hier nur seine eigene meinung dar und repräsentiert in keinster weise andere poster, das portal oder sonst irgendwas. ;)

    PROSPEKT, DAS IMPRÄGNIERT MIR!

    Zitat

    Im not trapped in this thread with you, you're trapped in this thread with me!

  • de.wikipedia.org/wiki/Bestattung


    ich bin nicht spirituell oder glaube an besondere dinge...aber allein der gedanke wie mein vorredner schrieb meine evtl. mal tote frau den schweinen zum fraß vorzuwerfen regt gedanken in mir an. klar ich sehe es wie du, der mensch ist auch nur biomasse und man kann ihn ja nach seinem tode verwerten irgendwie... so würd ich auch denken.


    aber jetzt denke du mal an einen geliebten menschen und versetz dich aufgrund deiner idee mal da hinein!!! dann würd dir der gedanke auch nicht leicht fallen. ja es ist wohl in der tat so. man will abschied nehmen, dem toten noch die letzte ehre erweisen etc. auch ich müsste wissen WO meine frau denn nun liegt. schließlich ist das grab das letzte was wir von einem geliebten menschen noch haben (ausser die gedanken an ihn). ich weiss, aha, meine frau liegt da oder da. allein das wissen beruhigt ungemein. allein das wissen ich kann die letzte stätte besuchen gehen usw.


    ich glaube das werden die gründe sein.. also wie praktisch schon geschrieben wurde.


    paddy

    Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.

  • Vielleicht hat das Ganze zu tun mit unserer Verehrung des Körpers, wir lieben den Körper des anderen und vergessen dabei die eigentlichen Werte, die sicher nicht nur körperlich sind.


    Einer unserer großen Hunde lief vor ein paar Jahren weg, wir haben ihn wochenlang gesucht, schließlich wurde er tot gefunden in einem Maisfeld bei der Ernte. Das, was von ihm übrig war hatte nichts mehr zu tun mit dem Tier, das wir liebten.


    Ich war dabei, als mein Vater starb. zunächst lag er auf dem Bett, als schliefe er, aber dann spürte ich, wie sich etwas wandelte, als ob ich empfinden konnte, dass in die eigentliche Lebensenergie verließ. Nach etwa 2 Stunden war er nicht mehr im Raum, obwohl sein Körper noch da lag. Seither habe ich mich immer wieder mal gefragt, ob es nun Einbildung war oder tatsächliches Gespür.


    Im Grunde finde ich die Einäscherung als etwas Schönes. Aus den großen Volumen des Körpers entweichen im der Kraft des Feuers all die alten körperlichen Lasten, es bleibt eine kleine Menge Asche, das Eigentliche des Menschen, da bin ich fest überzeugt, ist längst woanders.



    Pierre

  • friedhöfe sind schon wichtig. sie geben den hinterbliebenen die möglichkeit abschied zu nehmen. außerdem gehört diese art von totenkult fest zu unserer tradition.
    und 3. hängt ein ganzer berufszweig dran.


    ich glaube auch nicht an eine seele, deswegen möchte ich nach meinem tod troztdem nciht zu hundefutter verarbeitet werden. das ganze hat auch etwas mit der ehrung der hinterblieben zu tun und ist auch ein zeichen des dankes.


    ich bin also dafür friedhöfe zu behalten, und dabei gehöre ich eher zu einem jüngeren semester...

  • Die Bestattungsarten gegeneinander aufzuwiegen, hat wohl nicht ganz so viel Sinn, denn im Normalfall ist die Art und Weise, wie man denn zur letzten Ruhe gebettet wird, eine Entscheidung des Verstorbenen selbst.
    Ich persönlich bin auch kein Fan davon, mich "zu Grabe" tragen zu lassen und dann 25 Jahre vor mich hin zu modern, sondern wäre eher für eine Feuerbestattung. Im Anschluss daran, die Asche auf dem Meer, bzw am Strand verstreuen lassen (was leider NICHT legal wäre. Es geht aber eine "Urnenbestattung" im Meer) oder scherzhafterer Weise, ein bisschen meiner Asche in jedem Aschenbecher der Stadt. :D


    Um wieder ernster zu werden: Ich denke nicht unbedingt, dass es schlicht mit dem Menschen zu tun hat, sondern darüber hinaus zu großen Teilen mit dem Respekt vor dem (unbekannten) Tod an sich. Schließlich sind uns die Verstorbenen "vorangegangen" und die Mehrheit der Menschen glaubt an "etwas" nach dem Tod. Nun möchte man also auch nicht unbedingt selbst "oben" ankommen und eine Schlange von Freunden und Bekannten dort stehen haben, die sich darüber auslassen, dass man den Körper pflegelhaft behandelt hätte.


    Und auch wenn ich selbst kein großer Friedhofsgänger bin (liegt vermutlich daran, dass ich noch kaum einen nahe stehenden Menschen verloren habe), dann würde ich ein tatsächlich ausgezeichnetes Grab bevorzugen. Das sollte kein Massengrab sein, wo einmal in der Woche die Klappe aufgeht und die Körper wild durcheinander reinfallen (Sei ja nur Biomasse) oder anonyme Gräber.


    Der Mensch möchte nicht öffentlich trauern, sondern dabei seine Diskretion haben, auch wenn es nur Gedanken sind. Und dazu gehört ein Alleinsein mit der gestorbenen Person. Oder wenigstens ein gewisser Abstand zu anderen Gräbern.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Als mein guter Freund Dominik im Sommer seinen Unfall hatte und dabei ums Leben gekommen ist, war die Zeit vor der Beerdigung verdammt schwer.Habe nur noch geweint Tag und Nacht, hatte Alpträume wie er aus dem Auto geschleudert wurde und war einfach nur kraftlos.Am Tag der Beerdigung habe ich mich ein wenig hübsch gemacht, in der Kirche habe ich mich zusammengerissen um den Anderen beizustehen, aber am Grabe hatte ich nochmal einen zusammenbruch.Aber als ich zuhause war ging es wieder.Ich war erleichtert.Ich habe das bis heute zwar noch nicht komplett verarbeitet, aber schon die Zeremonie hat mir Kraft gegeben.Ich gehe zwar selten ans Grab, aber wenn setzte ich mich zu ,,ihm" und rede mit ihm.Also ich bin der Meinung Gräber sind auf keinen Fall unnütz, da es vielen Menschen Kraft geben kann.
    Also dann Liebe Grüße :winks:

    In nomine Patris, et Filii, et Spiritus Sancti. Amen



    Ich bin Uri Geller: Ich kann Jägermeister verschwinden lassen ;)

  • meiner meinung nach ist es eines der ersten anzeichen einer religion , wenn ich verstorbene angehörige beerdige.religionen sind für mich eine art kompensation der urängste ( sterben , krankheit etc. ). also wenn ich gläubig bin und meine angehörigen beerdige versuche ich meine angst vor dem sterben zu kompensieren indem ich mir vorstell dass die verstorbenen wo anders weiterleben und dass es ihnen gut geht.ich bin zwar nicht gläubig (atheist ) , allerdings ist es für viele menschen wichtig und durchaus keine platzverschwendung


    abaris

  • :winks:


    Wenn zb eine Mutter bzw Vater stirbt und die Kids noch klein sind, finde ich es absolut ok, wenn man 'ne Anlaufstelle für die Kids hat. Dann ist Mama/Papa nicht gleich ganz weg :( So was entgültiges hat doch was erschreckendes für Kids ^^
    Wobei ich persönlich verbrannt werden möchte ^^ Die Vorstellung da unten zu liegen und mich in Einzelteile aufzulösen finde ich schrecklich :cry:
    Mein Wunsch ist es auch unbekannt beerdigt bzw verstreut zu werden. Es sei denn mir passiert etwas bevor die Kids groß genug sind, dann würde Erstes in kraft treten ;)
    Das ist aber, denke ich, eine ganz persönliche Sache/Wunsch. Je nachdem wie man zu der ganzen Sache steht. Da kann man nicht sagen so oder so ist es richtig/falsch.



    lG :winks:

  • Bei mir in der Familie wollen sich alle einäschern lassen.Meiner Mutter graut es bei dem Gedanken,das sie da in einer Kiste liegt und von Würmern zerfressen wird.Ausserdem will sie uns die Pflegekosten nicht aufhalsen. :mrgreen:


    Ich für mich selber will auch verbrannt werden.Ich halte nichts von Gräbern.Da ich weder an Gott noch an ein Leben nach dem Tot glaube,ist der tote Körper für mich nur eine leere Hülle und Friedhöfe Platz - und Geldverschwendung.Aber selbst bei der Verbrennung wird man ja noch abgezockt(z.B. einen Sarg,Bananenkiste reicht doch aus...).


    Mfg Manta

  • Ich persönlich will auch verbrannt werden.
    Der Gedanke das ich unter der Erde verotte gefällt mir gar nicht.


    Ich verstehe die Leute die ihre Menschen begraben wollen mit Grab, Grabstein, Blumen usw., da
    sie wie oben genannt einen Platz zum Trauern oder reden brauchen, da ja manche Leute doch ziemlich religiös sind
    und dieses "Medium" brauchen.


    Ich persönlich bräuchte es nicht aber wenn meine Angehörigen mich irgendwo mit einem riesen Trara
    verscharren wolllen dann sollen sie ruhig, mir kann es ja dann egal sein.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • in den letzten Jahrhunderten hat sich halt eine Gewinnträchtige Zunft ums begraben entwickelt, so kann man auch noch gut an den Toten evrdienen ,udn mit so manchen tricks (sie brauchen gar nicht erst zum sozilamt, die zahlen sowiso nicht ,und bei mir bekommen sie es schon billig) sich richtig gesundstossen ,und wenn amn es betrachtet ,kommen wir wieder zur der missbrauchenden Gierigen machtgeilen christlichen Amtskirche...wer durfte Begräbnisse ausrichten ,wer Ehen schliessen ?! alles gegen hohe Bezahlung ,und wer sich nicht daran hielt, der verstiess gegen göttliche Gebote ...was kümmert es all die , von denen nur leere Särge existieren, weil ihre Leichen nie gefunden wurden ....

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • elperdido ,


    im Mittelalter gab es Gesetze, die die Ausgaben bei einigen Festlichkeiten begrenzten. Dazu gehörten Hochzeiten, bei denen sich insbesondere Bauern stark verschuldeten, aber auch Begräbnisse wurden übertrieben pompös und teuer gestaltet.
    Damit sich die Leute nicht in Schulden stürzten, die sie über Jahre, sogar über Jahrzehnte hinweg nicht würden abbezahlen können, sind ihnen schließlich per Gesetz vernünftige Grenzen gesetzt worden.


    Die Kirche hingegen musste nicht unbedingt Begräbnis-Zeremonien abhalten, um daran zu verdienen. Auch bei einer Feuerbestattung oder einer Beisetzung im Beinhaus konnte die Kirche ihren Obolus verlangen.


    Da es auch in sehr vielen anderen Kulturen die Tradition gibt, die Verstorbenen zu begraben und sich dieser Brauch bis in die frühesten Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück verfolgen lässt, würde ich die Bedeutung der christlichen Kirchen an dieser Stelle nicht besonders hoch bewerten.


    Es scheint einfach in der Natur sehr vieler Menschen zu liegen, ihren Verstorbenen eine letzte Ruhestätte zu geben. Vielleicht ist das Begraben einfach vergleichsweise unbrutal und deshalb insgesamt beliebter als das Verbrennen der Leiche oder sie den Aasfressern zu überlassen.
    Einen solchen Grund könnte ich mir jedenfalls vorstellen.

  • ich finde man brauch die gräber damit die familie einen ort zum trauern hat und damit der menschliche körper auf wierdervolle art und weiße entsorgt werden kann.


    Obwohl ich glaube das der mensch nach dem tot sowieso nichtmehr in sein grab ist.


    Aber ache verschtreun find ich auch gans nett.