Federkranz - ein Fluch?

  • Hallo Leute.... :winks:


    Ich denke mal, dass is hier richtig gepostet.


    Ich habe ja schon in einem anderen Thread hier angedroht, dass ich eine Begebenheit posten wolle, die ich mir nicht erklären kann.


    Also erstmal zu Vorgeschichte:
    In dem besagten Thread ging es um eine Hexengeschichte (Thread „Hexen machen Spuk“ in der Geisterabteilung). Ich wollte den Beführwortern dieser Hexengeschichte beweisen, dass es früher in vielen Dörfern solche Hexengeschichten gegeben hat. Dass es also sozusagen nur frühere Urban Ledgens waren, die sich überall gleichen.
    Dazu wollte ich meine Großeltern befragen, die in unterschiedlichen Dörfern unabhängig von einander aufgewachsen sind.


    Meine Großeltern sind nicht so die typischen Großeltern, die etwas senil im Schaukelstuhl sitzen, stricken und Geschichten aus dem WWII erzählen.
    Nein, meine Großeltern sind körperlich und geistig (wichtig!) noch sehr fit.
    Das sei nur gesagt, damit nicht jemand auf die Idee kommt, die folgenden Begebenheit als Ergebnis einer Altersdemenz einzustufen. :twisted:


    Meine Oma erzählte mir folgende Geschichte:
    Es war um 1950 herum. Meine Oma war zu der Zeit um die 13 Jahre alt und lebte mit ihre Familie in einem Dorf an der Müritz.
    Sie teilte sich das Bett mit ihrer Zwillingsschwester. Als ihre Mutter einmal das Bettzeugs (Federbett) neu aufschüttelte, bemerkte sie einen festes Gebilde in der Bettdecke. Sie öffnete diese und holte etwas heraus. Sie erschrak, nahm das Ding, wickelte es in Zeitung ein und versteckte es hinter dem Ofenrohr.
    Meine Oma und ihre Schwester befanden sich im gleichen Raum und haben das Vorgehen heimlich beobachtet.


    Als die Mutter am selben Tag das Haus verlies (aus welchem Grund auch immer, vielleicht einkaufen) haben meine Oma und ihre Schwester aus Neugier das Bündel hinter dem Ofenrohr hervorgeholt und ausgepackt, weil sie wissen wollten, was ihre Mutter da aus ihrem Bett geholt hat.


    Mein Oma beschrieb das Ding so:
    Es war ein tellergroßer Kranz aus ineinander verflochtenen Federn (den Federn des Bettes). Innerhalb dieses Kranzes waren Federn verwoben wie ein Spinnennetz, in deren Mitte ein Loch blieb (ca. Tischtennisballgroß).


    Die beiden fragten ihre Mutter dazu, aber die wollte dazu nix sagen.


    Ein Paar Tage später kam die Tante meiner Oma zu besuch (also die Schwester der Mutter meiner Oma)
    Die Tante und die Mutter unterhielten sich über den Kranz. Die Tante nahm den Kranz sofort und warf ihn ins Feuer.
    Das Ding verbrannte in einem einzigen Stoß. (ich hab noch nie ne Feder angezündet, aber ich glaube das ist normal, dass das so schnell verbrennt)


    Später fragten meine Oma und ihre Schwester die Tante zu dem Kranz aus, und die erzählte ihnen:
    Der Federkranz ist der Fluch einer Hexe. Er bildet sich in den Kopfkissen, oder Bettdecken.
    Er wächst langsam nach innen hin zu (das Spinnenwebenartige). Und wenn er sich komplett schließt, dann stirbt der Mensch, der in dem Bett geschlafen hat.
    Wenn man so einen Kranz bemerkt muss man ihn sofort verbrennen, um das Unheil abzuwenden.


    Als meine Oma mir das alles erzählt hat, und ich erstmal skeptisch geguckt hab, bestätigte mein Opa dies.
    Er erzählte, das ein Mann, der in der nähe von ihm gewohnt hat auch einen solchen Federkranz mit einem größeren Loch in der Mitte in seinem Kopfkissen gefunden und verbrannt hat.


    Ja, ich weiß, die Geschichte klingt echt schaurig und unglaubwürdig.
    Aber ich Glaube meiner Oma, weil sie den Federkranz mit eigenen Augen gesehen hat, und weil sie eigentlich n Skeptiker ist, was paranormale Erscheinungen angeht.



    Ich möchte von euch jetzt wissen, was ihr davon haltet.
    Habt ihr schon mal was von solchen Federkränzen gehört (Google ist nicht sehr kooperativ)? Kennt ihr ähnliche Geschichten?
    Gibt es eine logische, physikalische Erklärung für die Bildung solcher Federkränze?


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ich habe auch Google bemüht, doch das einzige, das ich finden konnte war, dass die Feder das Element Luft darstellt und dass bei bestimmten "Verwünschungen" schwarze Federn benutzt werden sollen.
    (Hexenfederverkleidungen findet man allerdings massenhaft. Oder dass die Feder gleichsam Fluch und Segen ist. :roll::lol: )


    Um auf deine Geschichte einzugehen:


    Ich denke mal, dass man dem was du hier schreibst uneingeschränkt glauben darf, dass es sich so abgespielt hat und auch, dass die beteiligten Personen vollständig so glauben, wie du es hier dargestellt hast.


    Da du selbst an eine frühere Urban Legend glaubst, bleiben wir einfach mal spekulativ bei den realistischen Möglichkeiten.
    Das einzige, dass mir dazu jedoch einfällt, wäre eine Ratte oder ein anderes kleines Tier, das sich in der Matratze eingenistet haben könnte, um seine Jungen zur Welt zu bringen. Ich bin mir nicht sicher, ob Ratten kunstvolle Nester bauen, doch meine Rennmäuse verbauen alles mögliche von Pappe bis Heu, um es sich muckelig warm zu machen. Wer weiß, was sie mit Federn anstellen.
    Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass die Person, die in einem Bett mit einer Ratte schläft, über kurz oder lang stirbt (insbesondere wenn die medizinische Versorgung noch nicht weit entwickelt ist), da die Biester erhebliche Krankheitsüberträger sind.
    Allerdings wundert mich ein wenig, dass deine Großmutter und deine Großtante noch so stark an Hexen glaubten. Immerhin dürften beide zwei Weltkriege miterlebt haben. Da scheint etwas derartiges doch wirklich "Kinderkram" zu sein.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Zitat von "Zensur"

    Allerdings wundert mich ein wenig, dass deine Großmutter und deine Großtante noch so stark an Hexen glaubten. Immerhin dürften beide zwei Weltkriege miterlebt haben. Da scheint etwas derartiges doch wirklich "Kinderkram" zu sein.


    Als ich vor 13 Jahren schwanger war, hat mir die über 80-Jährige Schwiegermuddi verboten, über Kabel und Schnüre zu steigen, weil sie felsenfest überzeugt war, daß sich sonst die Nabelschnur um Babys Hals gewickelt hätte. :|:roll:
    Die Frau hatte in ihrem Leben leider wenig möglichkeit, sich zu bilden...


    Die Theorie mit der Ratte im Bett klingt ganz gut, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, daß das Tier unentdeckt blieb. Ratten zerfetzen doch liebend gerne alles mögliche und hätten wenigstens ein Loch ins Federbett beißen müssen, um an die Federn zu kommen.


    Könnten solche zusammengeklumpten Federn nicht auch durch nächtliches Schwitzen entstehen?
    Oder durch irgendwelche Milben?

  • Zitat von "obsidienne"

    Ratten zerfetzen doch liebend gerne alles mögliche und hätten wenigstens ein Loch ins Federbett beißen müssen, um an die Federn zu kommen.

    Das dachte ich auch zuerst - aber andererseits muss die Oma von Davy ja auch den Kranz problemlos herausgeholt haben. Und ob man dafür die ganze Matratze aufschneidet?

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  • Davy hat ja geschrieben, daß der Kranz in der Feder-Bettdecke der Oma war und diese dann geöffnet wurde.
    Damals wurden Federbetten noch von Hand zugenäht und man brauchte nur ein paar Fäden auftrennen, um an den Inhalt zu gelangen.

  • Hallo ihr beiden, und danke schon mal für eure Antworte...


    Ich werde es mal lieber noch mal richtig betonen:
    Ich weiß nicht, in wie weit diese ganze Geschichte stimmt. Ich weiß nur das, was meine Oma gesehen hat. Also wie der Federkranz ausgesehen hat, dass er aus der Bettdecke kam, und ins Feuer gegangen ist. Das benenne ich hier mal als Fakt (ist ja auch nix unglaubwürdiges dran).
    Die Sache mit dem Hexenfluch hat meine Oma auch nur erzählt bekommen und selbst nie behauptet, dass das so stimmt. ;)


    Zitat von "obsidienne"

    Davy hat ja geschrieben, daß der Kranz in der Feder-Bettdecke der Oma war und diese dann geöffnet wurde.
    Damals wurden Federbetten noch von Hand zugenäht und man brauchte nur ein paar Fäden auftrennen, um an den Inhalt zu gelangen


    Genauso siehts aus.
    Die Rattentheorie klingt ja ganz gut, dass war mir noch nicht in den Sinn gekommen, aber in der Bettdecke würde man solche Tiere schnell entdecken, da man die Bettdecke ja täglich bewegt.


    Zitat von "Zensur"

    Allerdings wundert mich ein wenig, dass deine Großmutter und deine Großtante noch so stark an Hexen glaubten. Immerhin dürften beide zwei Weltkriege miterlebt haben. Da scheint etwas derartiges doch wirklich "Kinderkram" zu sein


    Meine Oma hat nur einen miterlebt, ihre Tante wohl beide.
    Aber du würdest dich wundern, wie stark solch ein Aberglaube noch bis vor kurzem überlebt hat.
    Ich hab doch gesagt, das ich die Geschichte nur rausgefunden hab, weil ich nach ländlichen Hexengeschichten aus der Zeit gesucht hab. Mit den Geschichten, die ich rausgefunden habe könnte ich ein ganzes Unterforum füllen. Nur sind das alles Geschichten alá: "Bauer Humpes Schwein is gestorben, Bauer Müller hat erzählt dass die Alte Meier kurz zuvor im Stall war. Die wars, wissen doch sowieso alle, das sie sowas kann." -> UL
    Nur die Federkranz-Geschichte finde ich interessant, weil sie quasi aus erste Hand, einer für mich sehr glaubwürdigen Quelle, kam. ;)


    Zitat von "obsidienne"

    Könnten solche zusammengeklumpten Federn nicht auch durch nächtliches Schwitzen entstehen


    Das hatte ich auch schon überlegt. Besonders Tellergroß im Kopfkissen (Kopfabdruck?) könnte so passen.
    Aber meine Oma hat gesagt, dass das nich aussah, wie normal verklumpt. Es war eher Verknotet/verflochten. Kann mir das jetzt bei Federn auch nich so gut vorstellen.
    Und in alten Federbetten sind Verklumpungen durch Körperflüssigkeiten (Schweiß) nicht selten gewesen. Da erkannte man früher, was normal aussieht, und was nicht.


    Zitat von "obsidienne"

    Oder durch irgendwelche Milben?


    Davon hab ich noch gar nix gehört, das Milben auch "ihre Umgebung sichtbar umgestalten". Is ne Überlegung wert.


    Wenn ihr noch weitere Fragen habt, dann werd ich sie sammeln und bei Zeiten meinen Großeltern wieder nen Besuch abstatten.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • HiHo!


    Also, eine Ratte kann das nicht gewesen sein! Hab auch eine und die zerfetzt wirklich alles, was ihr in die Finger kommt!


    War denn mal jemand im Haus (Hexe o.Ä.), die das Ding da reingemacht haben könnte?? kann es sich ggf. um einen makaberen Scherz handeln?
    Irgendeine Idee deiner Großmutti, wer das gewesen sein könnte mit den Fluch und Warum?


    Lieben Gruß! :-)

  • Diese "Federkranz-Geschichte" ist tatsächlich sehr verbreitet. Auch im Bestatterwebblog findet sich so eine Geschichte.
    Wenn früher jemand starb, dann hatte man hin und wieder die Kissen aufgemacht und einen Kranz gefunden. Dementsprechend wurden die Kissen manchmal auch bei Krankheit geöffnet. War ein Kranz drin, wurde dieser entfernt und die Person wieder gesund.


    Ich habe aber auch schon mal von anderen Gebilden gelesen, wie z.B. ein Kreuz oder ähnliche Artefakte. Da ging es ebenfalls um diverse Krankheiten.


    Heutzutage kann man die Federn reinigen lassen. Da sind diese Verklumpungen wohl eher seltener geworden.

  • Ich könnte mir vorstellen, daß kleine Krabbeltierchen die Federn mit ihrem Kot oder Spinnfäden oder sonstigen Ausscheidungen verkleben.
    Das ist bestimmt nicht gesundhietsförderlich. Es ist ja bekannt, daß Manche Menschen auf Milben und deren Hinterlassenschaften allergisch sind und davon z.B. Asthmaanfälle bekommen.


    Möglicherweise hat sich diese Geschichte auf dieser Basis entwickelt.

  • Sorry, hat mit der Antwort n bissel länger gedauert. Hab nämlich noch weiter gesucht, aber nich viele Infos gefunden.


    Zitat von "Irrwisch"

    Auch im Bestatterwebblog findet sich so eine Geschichte.


    Danke für den Tipp, Irwisch. Hab mich da umgeschaut.
    Scheint ja doch n bissel weiter verbreiteter Aberglaube zu sein, als ich dachte.


    Zitat von "obsidienne"

    Ich könnte mir vorstellen, daß kleine Krabbeltierchen die Federn mit ihrem Kot oder Spinnfäden oder sonstigen Ausscheidungen verkleben


    Also Spinnenfäden denke ich eher weniger, da diese in einer Bettdecke eher fehl am Platz wären. Man bedenke, wozu Spinnenweben da sind: zum Fang von Insekten aus der Luft. ;)


    Kot und sonstige Ausscheidung von Krabbelviechern (und Schweiß von Menschen) halte ich für eine gute Erklärung der Verklumpung/ evtl Verflechtung, Aber für diese Kranzform? Oder auch die von Irwisch genannten anderen Formen, wie Kreuze?
    Da kommt mir sofort Fehlinterpretation in den Sinn. Ich werd versuchen in der nächsten Woche meiner Oma noch mal n Besuch abzustatten, und sie bitten, das mal zu zeichnen.


    Zitat von "Loxarde"

    War denn mal jemand im Haus (Hexe o.Ä.), die das Ding da reingemacht haben könnte?? kann es sich ggf. um einen makaberen Scherz handeln?
    Irgendeine Idee deiner Großmutti, wer das gewesen sein könnte mit den Fluch und Warum?


    Ja, dass Haus war eine Sammelstelle für Eier. Da kam auch eine alte Frau öfter vorbei, die im Dorf als "Hexe" verschrieen war.
    Aber ob das direkt was mit dem Erscheinen des Kranzes zu tun hat bezweifle ich.


    Wenns n makaberer Schwerz war, dann war aber nicht mal die Mutter eingeweiht. Also müsste sich heimlich jemand Zutritt zum Haus verschafft haben.
    Aber ich glaube um sowas zu Klären liegt die Geschichte viel zu lange zurück (an die 50 Jahre). ;)


    lg Davy

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  • Zitat von "Davy Jones"

    Also Spinnenfäden denke ich eher weniger, da diese in einer Bettdecke eher fehl am Platz wären. Man bedenke, wozu Spinnenweben da sind: zum Fang von Insekten aus der Luft. ;)


    Ich schrieb nicht Spinnenfäden sondern Spinnfäden. Es gibt auch Tiere, die Spinnfäden nicht zum Insektenfang produzieren. Z.B. kennt wohl jeder die Spinnmilbe, die auf Pflanzen zu finden ist.
    Die Larven der Kleidermotte fressen übrigens auch das in Federn enthaltene Keratin und bilden Gespinste...

  • Hallo Davy Jones,


    Interessante Geschichte, und ich muss sagen, dass auch meine Oma mir sowas erzählt hatte, allerdings war es bei ihr kein Federkranz, der nach innen zuwuchs, sondern einer, der einfach rund wuchs, und wenn er sich komplett geschlossen hätte, wäre die Person, in dessen Kissen er war, gestorben.


    Meine Oma allerdings erfuhr, dass das etwas mit schwarzer Magie und dem 6. und/oder 7. Buch Mose zu tun hatte.


    Also ich wusste damals auch nicht, ob ich es glauben sollte, aber mitlerweile tu ich es schon, weil ich selbst immer mehr übernatürliche Dinge erlebe!



    Glg Justin

    Es gibt verschiedene Blickwinkel, mit denen man Dinge betrachten kann. Welcher der klügste ist, muss jeder für sich selbst entscheiden!

  • Hallo Justin, kannst du vielleicht sagen, aus welcher gegend deine Oma kommt? Mich würde interessieren, ob dieser spezielle Glaube eher Regional ist, oder doch weiter verbreitet.


    Misirlou : die Sache wird wohl auf die Spinnfäden irgend einer Art hinauslaufen. Leider kann man das nach so vielen Jahren wohl nicht mehr komplett rekonstruieren.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Hi Davy ^^
    Also meine Oma kommt/ka aus dem Saarland, ich denke nicht, dass es etwas mit Rigionalität zu tun hat. Und eig glaube ich auch nicht an Motten-Spinnerei oder so, weil ich wirklich an paranormale Dinge glaube, weil ich selbst schon einiges erlebt habe ^^
    Und wie gesagt, ich weiß nur, dass dieser Federkranz etwas mit einem Buch Mose zu tun hat, ich bin mir nicht mehr sicher, ob es das sechse und siebte war, denn meine Oma ist schon tot und ich kann sie nicht mehr fragen...


    Lg Justin

    EDIT Cat:
    Volltextzitat entfernt -> Forenregeln.

    Es gibt verschiedene Blickwinkel, mit denen man Dinge betrachten kann. Welcher der klügste ist, muss jeder für sich selbst entscheiden!

  • Zitat

    Und wie gesagt, ich weiß nur, dass dieser Federkranz etwas mit einem Buch Mose zu tun hat, ich bin mir nicht mehr sicher, ob es das sechse und siebte war, denn meine Oma ist schon tot und ich kann sie nicht mehr fragen...


    Es gibt nur fünf Bücher Mose (Pentateuch). "Das sechste und siebente Buch Mosis" ist der Titel einer Sammlung volkstümlicher Zauber.

  • Es gibt meiner Meinung nach einige Erklärungen für den Fund des Federkranzes und dessen Entstehen.


    Jemand, der diesen Fluch kennt, könnte ein solches Ding angefertigt/gefunden und in die Decke genäht haben, aus Spaß oder Böswilligkeit. Das wäre die einfachste Erklärung.


    Wie entsteht nun ein solches Ding? Ich persönlich habe noch nie davon gehört, aber die Natur bringt allerlei interessante Dinge hervor. Vielleicht geht es so folgendermaßen:


    In einem frischen Federbett liegen viele Federn. Da Federbetten mit Sicherheit nicht jeden Monat gründlichst gereinigt werden, können diese im Laufe der Zeit ihr Aussehen verändern. Mittlerweile sind unsere Hygienemöglichkeiten sehr gut:
    Wir haben gute Waschmittel, Waschmaschinen, die mit heißem Wasser die Bettwäsche waschen und das auch noch schnell und problemlos, so dass man nicht mehr selbst mit dem Waschbrett am Fluss stehen und sich die Finger wund schrubben muss. Trotzdem haben unsere Matratzen schnell ein äußerst lebendiges Innenleben - Milben lassen grüßen!


    Nun stelle ich mir vor, dass da möglicherweise jahrelang ein Federbett unbehelligt vor sich hin existiert. Es wird täglich in ihm geschlafen. Schweiß, Fett, Schuppen, Haare, evtl. andere Körperflüssigkeiten, Wasser, Lebensmittel, die im Bett gegessen werden und möglicherweise auch Ungeziefer sowie deren Ausscheidungen durchdringen den Stoff, das Ganze mehrere Stunden pro Tag unter viel Druck und Reibung. Da können sich schnell kleine Knubbel bilden, auch längliche.
    Zudem lassen sich Federn teilen, können sich also auch wunderbar ineinander verhaken und so regelrecht miteinander verfilzen. Das sieht man z. B. sehr gut bei Nistplätzen von Schwänen.


    Ab und zu wandert ein Federbett auch mal an die frische Luft, wo es u. a. auch von der Sonne beschienen wird und Wärme ausgesetzt ist. Dinge mit Feuchtigkeitsgehalt neigen dazu, sich bei Trocknung zu wölben oder zu kringeln. Das kann z. B. eine Scheibe Brot sein oder eine gekochte Nudel. Auch das Kotelett in der Pfanne zieht sich beim Anbraten mit hohen Temperaturen zusammen und wölbt sich nach oben.
    Da kann ich mir gut vorstellen, dass so ein länglicher Federknubbel genauso reagiert und sich krümmt. Das wird durch weitere Nächte mit einem schlafenden Menschen darauf oder darunter noch verstärkt. Und daran sehe ich nichts Mysteriöses.

  • Es gibt nur fünf Bücher Mose (Pentateuch). "Das sechste und siebente Buch Mosis" ist der Titel einer Sammlung volkstümlicher Zauber.

    Danke ^^ stimmt, die schreiben sich ja Mosis, aber genau die meine ich, wobei ich auch nicht mehr genau weiß, ob es die waren, von denen meine Oma gesprochen hatte.

    Es gibt verschiedene Blickwinkel, mit denen man Dinge betrachten kann. Welcher der klügste ist, muss jeder für sich selbst entscheiden!

  • Hallo,


    also ich kenne eine ähnliche Story, nur das besondere daran ist eher das es keine 50 Jahre zurück liegt sondern ca. 9-10 Jahre und ich habe es fast selbst miterlebt.


    Ich selbst interessiere mich schon seit ich denken kann für Aberglaube und Hexenkult,darum waren meine Ohren damals besonders groß bei diesem Anruf .


    Es trag sich so zu, ich war bei einer Freundin und ihre Mutter( wir wohnen in Berlin) bekam einen Anruf von ihrer Schwester(wohnt in einem Dorf) ,die Mutter telefonierte immer mit Lautsprecher somit konnte ich beide Seiten gut verstehen.
    Die Schwester, leicht zerstört, durch den Wind und am weinen, erzählte ihr sie habe einen großen Kranz und viele kleine Kränze und Kreuze in ihrer Bettdecke gefunden, die Mutter meiner Freundin meinte sofort sie wurde von einer schwarzen Hexe verflucht und es bedeutet das dem Besitzer dieser Bettdecke der Tod bevor steht und sie wollte wissen in wessen Bett sie es gefunden hatte, es war die Bettdecke von der Schwester und ihrem Mann, sie hatten eine gemeinsame Decke (kennt ja heute jeder diese Partnerdecken aller Ikea), es ist ihr beim aufschütteln aufgefallen,aber dadurch konnte man nun nicht mehr erkennen für wessens Bettseite es galt. Jedenfalls sollte es verbrannt werden, mit Hilfe einer weißen Hexe.


    Wie das ganze ausging weiß ich leider nicht, da sich zu diesem Zeitpunkt die Freundschaft auseinander lebte.


    Achso zu den Theorien das es jemand einfach hineingetan haben könnte kann ich nur sagen das die Decke von diesem Paar komplett unbeschädigt war und selbst wenn, in der heutigen Zeit kann man sich eher weniger unbemerkt in fremde Häuser schleichen um dieses zu tun und die Decke eventuell wieder ordnungsgemäß zu zunähen .... da hätte dann wohl jemand sehr viel Zeit und langeweile.



    Grüße Justice