Warum mischen sich die Religionen.....

  • Warum mischen sich die Religionen in viele auch ganz banale Dinge im Leben der Menschen ein? Würde es nicht genügen, wenn es nur um geistige und religiöse Fragen ginge?


    Beispiele:
    Im Christentum, Judentum und auch im Islam Vorschriften in den Bereichen der Ehe und Sexualität,
    der Nahrung, Vorschriften wer was wann essen darf, Fastenzeiten usw. Dazu gehören auch Kleidungsvorschriften (Burka ....)


    Manches erklärt sich aus der Geschichte, zum Beispiel das Verbot in den heißen Ländern Schweinefleisch zu essen, aber ist es heute noch aktuell?


    Pierre

  • Religionen sind Instrumente der Machtausübung. Und Macht erlangt man durch Kontrolle. Also versuchen Religionen Kontrolle über das Alltagsleben ihrer Anhänger zu gewinnen. Und der Grund, warum noch heute viele völlig überholte, religöse Regeln und Vorschriften praktiziert werden, liegt einfach daran, dass (zumindest im Monotheismus) die heiligen Schriften von Gott kommen sollen und damit für alle Zeiten unfehlbar und unveränderlich sind. Das macht es ja auch so unglaublich schwer, Religionen wie den Islam zu reformieren.

  • Naja, früher waren die Religionen noch viel viel mächtiger integriert im weltlichen Führungskreis. Zumindest hat sich das ja bei den Christen sehr geändert...da übt die Kirche immernoch eine gewisse weltliche Macht aus aber hat sogut wie nichts mehr zu sagen was Staatsangelegenheiten angeht. Und wie Nieselpriem sagt, gings ihnen sehr warscheinlich nur darum, Macht zu gweinnen in banalen alltäglichen Dingen weil man hier das Volk gut steuern kann.
    Genauso eben wie es ja "heilige" Vorschriften sind. Ist ja net, dass der Papst heute aufsteht und sagt "Hach, heute ist mir garnicht nach einem Schnitzel...ab jetzt dürfen alle Christen kein Schnitzel mehr essen..." xD
    Sind ja die Sachen die in der Bibel bzw. dem Koran stehen..


    Z.B. Sex von hinten mögen die Christen nicht weils zu animalisch ist bzw. daran erinnert und die Kirche distanziert sich ja nach wie vor SEHR von der Meinung wir würden vom Affen abstammen ^^

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Zitat von "Claxan"

    Z.B. Sex von hinten mögen die Christen nicht weils zu animalisch ist bzw. daran erinnert und die Kirche distanziert sich ja nach wie vor SEHR von der Meinung wir würden vom Affen abstammen ^^


    Na anscheinend wissen die noch nicht, dass sich Bonobos auch gern mal von Angesicht zu Angesicht paaren. Und die praktizieren auch fröhlich Masturbation und gleichgeschlechtliche Liebe. Was das jetzt wohl über das Christentum aussagt? :mrgreen:

  • Stimmt, an die Bonobos hab ich auch denken müssen als ich gepostet hab ^^


    Mich wunderts ja auch warum die Katholiken net Sex von hinten praktizieren...da hat man immerhin immer das Kreuz vor Augen :mrgreen:

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Zitat

    Würde es nicht genügen, wenn es nur um geistige und religiöse Fragen ginge?


    Da die Relegion mit den meisten Punkten verknüpft ist, stellt sich eigentlich die Frage meiner Meinung nach garnicht.


    Eine Religion wie die katholische Kirche oder auch der Islam beruhen auf vieler solcher Regeln, ohne diese Regeln würde diesen Religionen eine ganze Menge Grundlage fehlen.


    Um mal weit auszuholen und nicht nur bei Sexualität und Ehe zu bleiben. Viele der Grundsatzregeln sind ja auch ganz gut - wie z.B. du sollst nicht töten etc.


    Um versuchen eine Antwort auf deine Frage zu finden, ob es nicht genügen würde. Nein es würde nicht genügen. Grundsätzlich liegt es aber an jedem selber in wie weit man sich seine Religion selber auslegt.


    Es gibt gerade in DE sehr viele Christen die sich um Dinge wie Sexualität und Ehe keine Gedanken machen und einfach drauf los ...

  • @ Niesel und Claxan


    Auf diese Dinge wollen wir lieber nicht näher eingehen... :mrgreen:


    Zum Topic:


    Früher waren es ja die Religionen, die das Alltagsleben geregelt haben. Die zehn Gebote sind ja quasi eines der ersten Gesetze, die das Miteinander von Menschen geregelt haben. Nur ist das heute eigentlich nicht mehr nötig, da wir eigene, (meist) sinnvolle Gesetze haben. Trotzdem mischt sich die Kirche in Dinge ein, die sie eigentlich nichts angeht. Aber die Religionsoberhäupter müssen ja ab und zu irgendetwas sagen, auch wenn es noch so unsinnig ist. Aber täten sie dies nicht, würden sie ganz, ganz schnell in Vergessenheit geraten. Dieses Einmischen ist quasi ein "Hallo, wir sind auch noch da...". :mrgreen:


    Mfg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Kann es eine größeren Machtbeweis geben , als solche natürlichen Verhaltensweisen wie Nahrung und Sexualität kontrollieren udn regeln zu können ,und einen größeren Machtwahn,als dies zu wollen ? es ist nichts, als eine Vergewaltigung des Menschen , brutale Macht mit Nötigung , Gewalt und Drohung ,um ihm und anderen zu zeigen, welche Macht man hat ...wenn man regeln kann und darf ,wer sich fortpflanzen darf und wer nicht ...der Versuch ,den Menschen zu züchten udn zu domestizieren ...ob nun mit Religion,oder ideologie ,der Wahn ist der selbe


    und tot sidn die Großen Monnotheistsichen religionen nicht, gerade jetzt, wo es soziale Umbrüche gibt , wittern sie wieder Morgenluft ! der Kreationismus keimt auf ,selbst in Hessen überlegten die Politiker ,diesen an den Schulen zu lehren :evil: , in Berlin versucht ein zusammenschluss der Konfessionen (juden,Christen,Moslems) neben Ethik, Religion als Pflichtfach zu etablieren ,unter dem Scheinheiligen Vorwand für mehr demokratie , versucht man durch Bürgerbegehren und Propaganda (zu dem auf Promis eingespannt werden !) zu erreichen, dass Kinder auf Ethikunterricht verziechten können ,wenn sie ihre Religion als Pflicht wählen , entgegen der Idee, das Ehtik für alle zwingend vorgeschrieben ist ,und ihre Religion freiwilliges Fach ..welche Angst haben die Religiösen Führer vor ethischer Bildung ,wenn sie aus den Klamemrn der Dogmen udn Indioóktrination gelöst wird ...kostet es sie doch ihre Macht ! so wie ein Vater,d er seine Tochter nmissbraucht Angst davor hat, das sie erwachsen wird,und mitbekommt,dass sie dies eben nicht über sich ergehen lassen muss ...Wo stecken Atheisten und Agnostiker (solange sie nicht genauso fundamentalistischen dogmatischen Ideologien anhängen -siehe Stalinisten) Kirchen und Moscheen an ,oder vergewaltigen und ermorden Menschen ,weil jemand ihre Ansicht nicht akzeptiert oder Darwin in Frage stellt ?

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Hallo Elperdido,


    alles richtig, aber nur eine Seite der Medaille. Religionen können, weise gelebt, unendlich viel Gutes tun, aber sie müssen auf jede Macht verzichten.. Und das ist das Problem.


    Pierre

  • Wofür brauche ich eine Religion,um "unendlich viel Gutes" zu tun.
    Wofür tue ich dann dieses Gute ?
    Um einem Gott zu gefallen,damit ich in einem doch sehr fraglichen Nachleben meine Belohnung erhalte ?
    Wäre das nicht schon wieder ein Fall von Eigennützigkeit ?
    Ich bleibe dabei,daß Religionen unnötig sind.
    Sie sind evolutionäre Überbleibsel aus einer Zeit,in der der Mensch sehr,sehr wenig über seine Umwelt wusste und sich alles um sich herum mit Geistwesen oder einem Schöpfer,der alles lenkt erklären wollte.
    Dann wurden sie institutionalisiert und zu Instrumenten der Macht umfunktioniert.
    Wie sagt ein schöner Satz noch ?
    "Die Religion füllt eine dringend notwendige Lücke." :roll:

  • Ich bin überhaupt kein religiöser Mensch. Es gibt aber Dinge in manchen Religionen (Regeln, Traditionen usw. ), welche ich als ganz nützlich empfinde.


    Die Fastenzeit finde ich z.B eine nützliche Sache.
    Wenn man eine zeit auf eine Sache verzichtet, weis man diese Sache eher zu würdigen.
    Was das für eine Sache ist, hängt von den Vorlieben der Person ab.
    (Süßigkeiten, Sex, Fernesehen, usw.)


    Gerade weil wir soviel wie noch nie konsumieren, kann es nützlich sein, mal den Hahn ab zu drehen. Die Fastenzeit kann den Charakter eines Menschen auch stärken.

    That is not dead which can eternal lie,
    And with strange æons, even death may die.


    - Howard Phillips Lovecraft


    Es ist nicht Tod was ewig liegt,
    bis das der Tod die Zeit besiegt.

  • Vielleicht wird Religion (welche auch immer) nur dann schwierig, wenn Mensch sie nutz um seine eigenen Ziele zu erreichen?


    Lebe ich im Einklang mit dem in mir für mich spürbaren Göttlichen (was nicht immer einfach ist) brauche ich keine wie auch geartete Organisation. Nur muss mir zu Beginn auch jemand etwas über dieses Göttlich sagen können, da ist das Vorbild der Eltern nützlich. Nur: Wer hat schon diese Eltern...


    Pierre

  • Zitat von "Tassadar"

    Ich bin überhaupt kein religiöser Mensch. Es gibt aber Dinge in manchen Religionen (Regeln, Traditionen usw. ), welche ich als ganz nützlich empfinde.


    Die Fastenzeit finde ich z.B eine nützliche Sache.
    Wenn man eine zeit auf eine Sache verzichtet, weis man diese Sache eher zu würdigen.
    Was das für eine Sache ist, hängt von den Vorlieben der Person ab.
    (Süßigkeiten, Sex, Fernesehen, usw.)


    Gerade weil wir soviel wie noch nie konsumieren, kann es nützlich sein, mal den Hahn ab zu drehen. Die Fastenzeit kann den Charakter eines Menschen auch stärken.


    Aber das sind doch Regeln der Vernunft,für die man keine Religion braucht.
    Außerdem würde ich meinen ....... verwetten,daß diese Bräuche schon vorher bestanden und nur in einen religiösen Kontext eingebunden wurden.

  • Zitat


    Aber das sind doch Regeln der Vernunft,für die man keine Religion braucht.
    Außerdem würde ich meinen ....... verwetten,daß diese Bräuche schon vorher bestanden und nur in einen religiösen Kontext eingebunden wurden.


    Das würde ich gerne genauer wissen. Wo haben Moral und Gewissen ihren Ursprung? Was versteht man unter Vernunft?

    That is not dead which can eternal lie,
    And with strange æons, even death may die.


    - Howard Phillips Lovecraft


    Es ist nicht Tod was ewig liegt,
    bis das der Tod die Zeit besiegt.

  • Zitat von "Pierre10"

    Warum mischen sich die Religionen in viele auch ganz banale Dinge im Leben der Menschen ein? Würde es nicht genügen, wenn es nur um geistige und religiöse Fragen ginge?


    Beispiele:
    Im Christentum, Judentum und auch im Islam Vorschriften in den Bereichen der Ehe und Sexualität,
    der Nahrung, Vorschriften wer was wann essen darf, Fastenzeiten usw. Dazu gehören auch Kleidungsvorschriften (Burka ....)


    Bei der Fülle von Vorschriften ist es gar nicht möglich, sich an alle zu halten. Oder wenn Du Dir die Bergpredigt durchliest, wirst Du auch sehen, daß die Forderungen dermaßen übertrieben sind, daß niemand sie vollständig erfüllen kann. D.h. man muß selbst wissen, woran man sich halten will und dementsprechend eine Auswahl treffen. Auch wissen wir nicht, welche Erwartungen die Leute vor 2000 Jahren an eine Religion hatten, denn es ist ja durchaus möglich, daß eine Religion, die kaum Vorschriften macht, sich gar nicht in der Bevölkerung durchgesetzt hätte. Die meisten Naturvölker haben auch eine ganze Menge zu beachten, um ihre Naturgeister nicht zu verärgern. Ich denke, daß sich diese Naturvölker ihr enges Korset aus Regeln und Vorschriften selbst ausgesucht haben. Da stellt sich die Frage, warum sie es so haben wollen. Denn es mag sein, daß es bis zu einer bestimmten Entwicklungsstufe einfach zum Wesen des Menschen gehört, genau wissen zu wollen, was erlaubt und was verboten ist. Insofern wären die Vorschriften einfach eine psychsische Notwendigkeit in einer unaufgeklärten Kultur.
    Übrigens denke ich beim Begriff Religion auch nicht automatisch an Päpste, Priester, Pharaonen, sondern an den Inhalt der Religion. Alles kann mißbraucht werden. Wenn man so will, dann hat Hitler die Demokratie und die Meinungsfreiheit mißbraucht, um an die Macht zu kommen. Das sagt mir, daß das demokratische System seinerzeit einige große Mängel hatte, aber nicht, daß die Demokratie per se etwas schlechtes ist. Wenn Religion dazu mißbraucht wird, daß einzelne Menschen ihren Machthunger befriedigen können, gibt mir persönlich noch keinen Grund, allgemein gegen Religion zu polemisieren. Ich wüßte einen anderen Grund dazu, aber den behalte ich einfach mal für mich :mrgreen:

  • Im Prinzip ist die Frage "Warum mischen sich die Religionen in viele auch ganz banale Dinge im Leben der Menschen ein?" ganz simpel zu beantworten. Ich tu das hier einfach mal mit einer Gegenfrage. Warum leckt sich der Hund die Eier? Eben. Weil er es kann.


    Und jeder, der mir jetzt wieder eine ordinäre Ausdrucksweise und mangelnden Inhalt unterstellt, sollte vielleicht einfach nochmal eine Runde darüber nachdenken.


    Amen!

  • Zitat von "Nieselpriem"

    Im Prinzip ist die Frage "Warum mischen sich die Religionen in viele auch ganz banale Dinge im Leben der Menschen ein?" ganz simpel zu beantworten


    Ich denke, Deine Antwort ist dann doch um einiges zu simpel. Denn warum gibt es keine Naturvölker, die sich keine religiösen Regeln und Vorschriften zugelegt haben? Wer sollte eine solche Sippe denn über 10.000 Jahre dazu zwingen, gegen ihren Willen irgendwelche Gebote zu beachten? Ein einziger Schamane pro Generation? Aha! Ziemlich unglaubwürdig, oder? 10.000 Jahre lang, was weiß ich wie viele unterschiedlich Sippen und Stämmen auf 5 Kontinenten, die alle keine Lust dazu haben, sich durch Regeln beengen zu lassen, und trotzdem beugen sie sich dem Willen eines Verrückten, den es dummer Weise in jeder Generation in allen Sippen gibt.

    Zitat von "Nieselpriem"

    vielleicht einfach nochmal eine Runde darüber nachdenken.


    worüber?

  • Nur war die Frage eben nicht, wie Religionen entstanden sind, sondern warum sie tun, was sie tun. Die Antwort darauf ist: Weil sie es können. Oder anders ausgedrückt, weil wir sie lassen. Jede Religion hat nur soviel Macht und Kontrolle, wie ihre Anhänger ihr zugestehen.


    Zitat von "Herr Schneider"

    worüber?


    Darüber.

  • Zitat von "Nieselpriem"

    Nur war die Frage eben nicht, wie Religionen entstanden sind, sondern warum sie tun, was sie tun.


    Wohl war. Und doch lenkst du den Blick sogleich auf die Gläubigen.

    Zitat von "Nieselpriem"

    Jede Religion hat nur soviel Macht und Kontrolle, wie ihre Anhänger ihr zugestehen.


    Habe ich etwas anderes getan, als mir über die Gläubigen Gedanken zu machen ? Ich wüßte nicht.


    Zitat von "Nieselpriem"


    Herr Schneider hat geschrieben:worüber?



    Darüber.


    Tat ich schon. Einfach mal lesen.

    Zitat von "Nieselpriem"

    Und jeder, der mir jetzt(..) mangelnden Inhalt unterstellt (..),


    Relativ wenig halt. :mrgreen: