Bischof Mixa sieht Massenmord als Folge des Atheismus

  • Zitat

    Erneuter Verbal-Rundumschlag von Walter Mixa: Der Augsburger Bischof hat in seiner Osterpredigt die Massenmorde des Nationalsozialismus und Kommunismus als Beweis für die "Unmenschlichkeit des Atheismus" bezeichnet. Eine Gesellschaft ohne Gott sei "die Hölle auf Erden".


    Quelle:
    [url=http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618676,00.html]http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 76,00.html[/url]



    Diese Meinung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
    Ich denke nicht das die Menschheit ohne einen Gott, die Hölle durchmachen würde. (Die Hölle ist übrigends eine Erfindung der Kirche)
    Ich glaube selbst nicht an einen Gott. Ich denke, an etwas zu glauben oder nicht zu glauben steht jedem offen. Ich halte es für falsch , andersgläubige oder nichtgläubige so zu verurteilen. Bekehrungsversuche halte ich für schwachsinnig. Besonders auch "die Bekehrung für Brot", wie es in der 3. Welt von der Kirche oft praktiziert wird. :evil:


    Zitat

    "Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen"


    Ach und was ist mit der heiligen Inqisition? Hexen verfolgen und verbrennen, Menschen auf bestialischste Art und Weise Foltern? Und das alles im Namen Gottes? :roll:


    Wie denkt ihr darüber?
    Bringt der Glaube an einen Gott den Weltfrieden?
    Müssen jetzt alle bekehrt werden?
    Komme ich jetzt in die Hölle? :mrgreen:



    mfg Tassadar

    That is not dead which can eternal lie,
    And with strange æons, even death may die.


    - Howard Phillips Lovecraft


    Es ist nicht Tod was ewig liegt,
    bis das der Tod die Zeit besiegt.

  • Aus welchem Artikal stammen die Zitate? Den würde ich mir zu gern mal durchlesen!


    Ich denke jeder Mensch kann das glauben was er will. Und ich finde es verdammt wichtig, dass ausnahmsweise mal JEDER meiner Meinung sein sollte! Jeder darf glauben woran er will bzw. auch NICHT glauben! Ich persöhnlich bin Atheistin.



    Dieser Bischof Mixa hat sie nicht mehr alle!

    Die Wette gilt mein Herr, doch glaubt es mir
    das Lachen unterscheidet Mensch und Tier
    und man erkennt einen Mensch stets daran,
    dass er zu rechten Stunde Lachen kann.

  • Hitler war ein getaufter Katholik und ist auch nie aus der Kirche ausgetreten. Ich weiß nicht, ob jemand posthum exkommuniziert werden kann, bzw. ob man es bei Hitler und den anderen Nazi-Größen getan hat. Da müßte man mal den Mixa fragen. Der ist natürlich absolut widerwärtig, als Vertreter einer Kirche, die fast 2000 Jahre lang den Judenhass gepredigt hat, mit den Auswirkungen dieser Ideologie, Lügen und Polemik all jene stigmatisieren zu wollen, die nicht an einen (allmächtigen) Gott glauben können oder wollen. Aber so lange es solche reaktionären Kirchenleute wie Mixa gibt, wird so schnell auch nicht in Vergessenheit geraten, wer die ideologischen Wegbereiter des versuchten Völkermords an den Juden gewesen sind.

  • Ein großer Dummschwätzer vor dem Herren.
    Gerade,wenn man bedenkt,wie viele Massenmorde gerade im Namen Gottes begangen wurden.


    Zitat

    Wo der christliche Glaube schwinde, komme deshalb nicht das "helle Licht irgendeiner fröhlichen Aufklärung" zum Vorschein.


    Überlegt der Mann wirklich ernsthaft,bevor er den Mund aufmacht ?
    Die Kirche hat über Jahrhunderte nichts anderes versucht,als das "helle Licht der Aufklärung" im Dunklen verschwinden zu lassen.Aufklärung ist schließlich der größte Feind einer Religion,die uns lehrt nicht nach dem zu forschen,was wir nicht verstehen können,weil es ja "göttlich" ist.


    Zitat

    "Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen"


    So die Klappe aufreißen,dürfte er höchstens,wenn die Kirche sich jehmals offiziell dem Naziregime entgegengestellt hätte.
    Hat sie aber nicht getan.Einzelne ihrer Mitglieder vieleicht.Bei denen möchte ich nicht abstreiten,daß sie teilweise ehrlich und mutig waren,aber die Organisation als solches hat sich nie öffentlich gegen Hitler ausgesprochen.Nach dem Krieg wurde sogar Naziverbrechern unter der Mithilfe führender Personen der katholischen Kirche die Flucht nach Südamerika ermöglicht (wer möchte kann ja mal nach dem passenden Begriff "Rattenlinie" googlen).


    Zitat

    Auch in der Gegenwart würden durch gottlose Verhaltensweisen in allen Teilen der Welt Menschen wirtschaftlich und moralisch ausgebeutet, wenn etwa Kinder zum Kriegsdienst oder Frauen zur Prostitution gezwungen würden, wenn gerechter Lohn verweigert werde oder Menschen an Hunger sterben müssten.


    Gerechter Lohn? Wer in einer diakonischen Einrichtung arbeitet,der kann ein Lied davon singen,wie die Kirche versucht,ihren Sonderstatus einzusetzen um sich um die Zahlung eines gerechten Lohnes herumzudrücken.Wer möchte kann sich diesesen Stern-Artikel unter dem passenden Titel "Heuschrecken unter dem Kreuz" ja mal durchlesen.


    http://www.mav-beirat-ekir.de/…task=doc_view&gid=307%20-


    Zitat

    Es ist nicht das erste Mal, dass Mixa den Nationalsozialismus für argumentative Zwecke bemüht. Erst Ende Februar brachte der Bischof laut einem Zeitungsbericht die Zahl der ermordeten Juden in Zusammenhang mit der Anzahl der Abtreibungen in den vergangenen Jahrzehnten


    Das ist so dumm,daß ich es gar nicht kommentieren möchte,sondern einfach mal so stehen lasse,damit man es auf sich wirken lassen kann.


    Die Kirche muß sich wirklich nicht wundern,daß sich immer mehr Menschen von ihr abwenden,wenn sie auch heute noch immer wieder solche Leute ungebremst solchen Unfug verzapfen lässt.
    Mir sollte es eigentlich nur recht sein,wenn es einige Menschen zum Nachdenken anregt,aber wütend macht es mich irgendwie trotzdem.

  • Hmmmmm...
    Wenn man das Ganze allerdings aus dem Blickwinkel eines tief-gläubigen Christen sieht, dann ist das gar nicht mehr absurd, sondern sogar - im Rahmen des katholisch-dogmatischen Systems - sehr logisch.


    Das ist ja m. E. das gefährliche an "Religionen": Man verliert, wenn man so einer Religion folgt, schnell den blick für das, was hinter dem dogmatischen Tellerrand passiert bzw. sieht alles "verschommen", wie durch eine gefärbte Brille.

  • Hajo, Herr Dr. V. - ganz ungenommen.
    Da kann man sich ja auch ganz berechtigt darüber aufregen, was der gute Herr Mixa da sagt, wenn man sich denn so darauf einlassen will. Aber man muss es doch aus dem entsprechenden Blickwinkel sehen, um zu begreifen, wie es zu einer solchen Aussage überhaupt kommen kann.


    Das ist das Gleiche, wie in der Diskussion um die Ablehnung von Kondomen durch den Papst: So eine Aussage ist ja ganz offensichtlich für jeden halbwegs frei denkenden Menschen sehr skurril - aber aus der katholisch-dogmatischen Sicht macht es durchaus Sinn.


    Spannend ist, dass kirchlich-religiöse Aussagen von Kirchenmännern ein solches Echo auch bei bekennenden Nicht-Christen und Mitläufer-Christen erzeugen. Es kann denen doch dem Grunde nach egal sein, oder...?


    Was der Papst so alles vom Stapel lässt, nehme ich persönlich z.B. durchaus zur Kenntnis - es berührt mich aber ungefähr genauso viel wie das, was die Scientologen in die Welt posaunen.

  • Winterstolz
    welchen Grund sollte man haben, solchen Äußerungen wie die von Herrn Mixa unwidersprochen stehen zu lassen, wenn sie einem egal wären? Das würde dann sicher einem Mixa und anderen erzkonservativen Lügnern und Propagandisten gefallen, wenn sie ihre Geschichtsfälschungen und Stigmatisierungen so völlig ungehindert verbreiten können, aber diesen Gefallen muß man ihnen ja nicht wirklich tun. Je größer die Empörung ausfällt und je mehr diese Rede skandalisiert wird, desto besser ist es grundsätzlich. Denn es zeigt, daß wir eine lebendige aufgeklärte Gesellschaft haben, die sich bei solchen degutanten Äußerungen nicht biedermayermäßig ins Private zurückzieht und der Meinung ist, das ginge sie nichts an.

  • Zitat

    welchen Grund sollte man haben, solchen Äußerungen wie die von Herrn Mixa unwidersprochen stehen zu lassen, wenn sie einem egal wären?


    Obwohl da im Satz irgendwas durcheinander gekommen ist (DASS sie einem egal sind, wäre doch Grund genug, derlei Äußerungen nicht zu widersprechen, oder...?), glaube ich zu verstehen, was Du meinst - und davon war nie die Rede.
    Man sollte derlei Äußerungen im entsprechenden Kontext sehen, bevor man sie kritisiert oder ihnen widersprechen möchte - nur dann kann doch sowas richtig funktionieren.
    Und man kann ihnen auch widersprechen, ohne sich emotional dabei berührt zu fühlen - bei gläubigen Christen mag das wohl anders sein... da kann ich Empörung, Wut und entsprechende Emotionen durchaus nachvollziehen.


    Zitat

    wenn sie ihre Geschichtsfälschungen und Stigmatisierungen so völlig ungehindert verbreiten können


    Das können sie doch nur, wenn ihnen jemand Gehör schenkt, oder...?
    Aber nochmal: Ganz unabhängig davon behaupte ich ja gar nicht, dass man derlei Aussagen kommentarlos hinzunehmen hat.

  • Zitat von "Winterstolz"

    Obwohl da im Satz irgendwas durcheinander gekommen ist (DASS sie einem egal sind, wäre doch Grund genug, derlei Äußerungen nicht zu widersprechen, oder...?), glaube ich zu verstehen, was Du meinst - und davon war nie die Rede.


    Was ist denn mit Dir los, Winterstolz? Dir wird doch wohl bekannt sein, was eine rethorische Frage ist? (Ich gehe jetzt mal davon aus, daß das schon wieder eine war ;) )

    Zitat von "Winterstolz"


    Man sollte derlei Äußerungen im entsprechenden Kontext sehen, bevor man sie kritisiert oder ihnen widersprechen möchte - nur dann kann doch sowas richtig funktionieren.


    Ich las im Ínternet auch schon einen Kommentar, in dem vermutet wurde,diese Äußerungen seien Teil einer langfristigen Strategie, die Rolle der katholischen Kirche im 3.Reich beschönigend darzustellen. Falls das stimmen sollte, wird Herr Mixa das sicher nicht bestätigten, so daß es schon ein bißchen zweifelhaft ist, ob sich überhaupt einwandfrei herausfinden läßt, in welchem Kontext die Rede gehalten wurde. Zumal von Erzbistum Augsburg (?) keine Stellungnahme zu dieser Rede abgegeben wird.

    Zitat von "Winterstolz"

    Und man kann ihnen auch widersprechen, ohne sich emotional dabei berührt zu fühlen - bei gläubigen Christen mag das wohl anders sein... da kann ich Empörung, Wut und entsprechende Emotionen durchaus nachvollziehen.


    Ich kann die Empörung eher bei Atheisten verstehen, denn sie sind es, die beleidigt wurden. Und daß dem Erzbischof die Fakten über den katholischen Antisemitismus und der Rolle der Kirche im 3.Reich bekannt sind, dürfte sich wohl von selbst verstehen. Und diese historischen Fakten sind es, die verfälscht wurden. Deshalb ist es auch völlig gleichgültig, in welchem Kontext sie verfälscht wurden. Denn hier ist nun einmal Geschichtsklitterung das Thema und nicht der christliche Glaube.

  • Zitat

    Was ist denn mit Dir los, Winterstolz? Dir wird doch wohl bekannt sein, was eine rethorische Frage ist?


    DAS war jetzt eine rhetorische Frage.
    Das davor nicht. Sorry. ;)



    Zitat

    ob sich überhaupt einwandfrei herausfinden läßt, in welchem Kontext die Rede gehalten wurde.


    *Demherrnschneidernenklapsaufdenhinterkopfgeb* :mrgreen:
    Quote myself: "Wenn man das Ganze allerdings aus dem Blickwinkel eines tief-gläubigen Christen sieht,..."
    Ich meine eben nicht einen speziellen Kontext - sondern den ganz "globalen" katholisch-dogmatischen. Den speziellen Kontext... ob es sich nu wirklich um eine Strategie oder gar nur einen Faux-Pas handelt... kann man wohl tatsächlich nur spekulativ erfassen.



    Zitat

    Ich kann die Empörung eher bei Atheisten verstehen, denn sie sind es, die beleidigt wurden.


    Was soll es denn 'nen Atheisten kümmern, was so ein Kirchenmensch sagt...?
    Die Kirche behauptet ja auch, dass mein persönlicher "Glaube" Teufelsanbetung sei (alleine schon, weil da ein Gehörnter drin vorkommt) - das berührt mich doch nicht die Bohne...
    Das ist genauso wie... wenn ein Veganer mich als fleischfressendes Monster bezeichnet... oder ein Esomuckel mich engstirnig und wasweißich nennt...
    Das sind doch immer unterschiedliche Weltbilder - und wenn jemand aus einem ganz anderen Weltbild heraus mein Weltbild angreift, dann kann mich das doch allenfalls peripher tangieren.
    Aus einem zeitgeschichtlichen Blickwinkel heraus kann das natürlich verurteilt werden, was der Christenmensch da gesagt hat - aber das ist doch auch eher ein wenig emotionale Angelegenheit.



    Und diese historischen Fakten sind es, die verfälscht wurden.
    Das ist ja nochmal ein anderer Aspekt der Aussage als eben die Behauptung, die Atheisten sind an allem Schuld.


    Nichtsdestotrotz bleibt aus katholisch-dogmatischer Sicht auch dieser Aspekt der Aussage nachvollziehbar - ich meine: Man kann - bei aller Ablehnung - durchaus nachvollziehen, wie der Mann dazu kommt, so etwas zu behaupten, wenn man sich mit der kirchlichen Lehre der Katholiken befasst.


    Um keine Missverständnisse entstehen zu lassen: Ich bin ganz sicher kein Fan der katholischen Kirchen und auch nicht des Christentums allgemein. ;)

  • Zitat von "Tassadar"

    guckst du hier. Hatte ich oben aber auch erwähnt. :winks:


    Quelle:
    www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 76,00.html


    Oh tut mir leid, ich hatte es nicht gesehen, manchmal kann ich nicht lesen. jaja blöde nebenwirkungen des atheismus :lol:

    Die Wette gilt mein Herr, doch glaubt es mir
    das Lachen unterscheidet Mensch und Tier
    und man erkennt einen Mensch stets daran,
    dass er zu rechten Stunde Lachen kann.

  • Zitat von "Winterstolz"

    DAS war jetzt eine rhetorische Frage.
    Das davor nicht. Sorry. ;)


    Das war ein Dialogimus und gilt damit als eine spezielle Art einer rhetorischen Frage.


    Aber zurück zum Thema.

    Zitat von "Winterstolz"

    Ich meine eben nicht einen speziellen Kontext - sondern den ganz "globalen" katholisch-dogmatischen.


    Und ich meine, daß dieser allgemeine Kontext gar keine Bedeutung hat.


    Zitat von "Winterstolz"

    Das ist genauso wie... wenn ein Veganer mich als fleischfressendes Monster bezeichnet... oder ein Esomuckel mich engstirnig und wasweißich nennt...


    Nunja, wenn dieser Veganer ein hohes Tier in einem viele Millionen zählenden Veganer-Verein ist und diese Äußerungen öffentlichkeitswirksam sind, dann ist es nicht unbedingt die klügste Entscheidung, sich nicht weiter darum zu kümmern.

    Zitat von "Winterstolz"

    Man kann - bei aller Ablehnung - durchaus nachvollziehen, wie der Mann dazu kommt, so etwas zu behaupten, wenn man sich mit der kirchlichen Lehre der Katholiken befasst.


    Was ändert das? Das Thema ist nicht der erzkonservative Glaube eines Herrn Mixas, sondern um geschichtliche Fakten. Aber ich fange an, mich zu wiederholen.

  • Zitat

    Das war ein Dialogimus und gilt damit als eine spezielle Art einer rhetorischen Frage.


    Nein, das war einfach ein fehlkonstruierter Satz - sonst nix.
    Und darauf muss ich leider bestehen....... :mrgreen:


    Zitat

    Und ich meine, daß dieser allgemeine Kontext gar keine Bedeutung hat.


    Oh doch - das hat sogar immense Bedeutung!
    Zumindest wenn man sich mit einer solchen Aussage befasst und verstehen will, wie's gemeint war, warum sie so geäußert worden ist und wie in Dreiteufelsnamen jemand so einen Mist sagen kann...
    Ob ich jetzt ein Gedicht analysieren will... oder mir Gedanken über die Philosophie eines ollen Griechen mache... oder ein Gemälde erfassen möchte... der übergeordnete Kontext des jeweiligen Erschaffers... wann er lebte, in welcher Gesellschaft und eben wie seine Weltsicht war... das alles ist doch Grundvoraussetzung um "Verstehen".
    Bei der Mixa-Aussage ist das nicht anders - auch wenn er noch lebt und uns der gesellschaftlich-zeitgenössische Kontext ja bekannt ist...
    Das macht natürlich den (*persönlichemeinung*) Bockmist von Mixa auch nicht besser - aber verständlicher.


    Zitat

    Nunja, wenn dieser Veganer ein hohes Tier in einem viele Millionen zählenden Veganer-Verein ist und diese Äußerungen öffentlichkeitswirksam sind, dann ist es nicht unbedingt die klügste Entscheidung, sich nicht weiter darum zu kümmern.


    Sowas hab ich auch nie behauptet. Aufpassen... ;)


    Zitat

    Was ändert das?


    An seiner Aussage an sich? Gar nix natürlich.
    Am Begreifen der Aussage? Alles.

  • Zitat von "Winterstolz"


    Nein, das war einfach ein fehlkonstruierter Satz - sonst nix.
    Und darauf muss ich leider bestehen....... :mrgreen:


    Ist zwar OT, aber dann klär mich bitte auf, weshalb das kein Dialogismus war :mrgreen:


    Zitat von "Winterstolz"

    Man sollte derlei Äußerungen im entsprechenden Kontext sehen, bevor man sie kritisiert oder ihnen widersprechen möchte - nur dann kann doch sowas richtig funktionieren.


    Ich brauche den Kontext aber nicht zu kennen, um Herrn Mixa widersprechen zu könnnen, wenn er behauptet, die Christen seien im 3. Reich von den Nazis verfolgt worden. Auch wenn es um andere geschichtliche Fakten geht, die sich Herr Mixa nach seinem Geschmack zurecht gebogen hat, brauche ich kein katholisch-theologisches Seminar zu besuchen, um darauf hinzuweisen, daß Herr Mixa nicht bei den Tatsachen bleibt.
    Daß man diese Äußerungen gut zum Anlaß nehmen kann, um über die Ideologie des konservativen Flügels in der katholischen Kirche zu diskutieren, ist eine andere Sache. Trotzdem ist es falsch, daß man den Aussagen dieser Rede nur dann widersprechen sollte, wenn man den Kontext kennt, in dem sie gehalten wurde.


    Zitat


    Nunja, wenn dieser Veganer ein hohes Tier in einem viele Millionen zählenden Veganer-Verein ist und diese Äußerungen öffentlichkeitswirksam sind, dann ist es nicht unbedingt die klügste Entscheidung, sich nicht weiter darum zu kümmern.



    Sowas hab ich auch nie behauptet. Aufpassen..


    Ich nehme an, Du beziehst Dich darauf, daß es nicht klug sei, sich nicht darum zu kümmern. Andererseits schreibst du ziemlich oft so etwas wie: "das interessiert mich nicht die Bohne" "tangiert mich höchstens peripher" "kann mir egal sein" u.ä.
    Deshalb weiß ich auch nicht ganz genau,was Du nie behauptet hast :?:

  • Zitat von "Winterstolz"

    Hajo, Herr Dr. V. - ganz ungenommen.
    Da kann man sich ja auch ganz berechtigt darüber aufregen, was der gute Herr Mixa da sagt, wenn man sich denn so darauf einlassen will. Aber man muss es doch aus dem entsprechenden Blickwinkel sehen, um zu begreifen, wie es zu einer solchen Aussage überhaupt kommen kann.


    Das ist das Gleiche, wie in der Diskussion um die Ablehnung von Kondomen durch den Papst: So eine Aussage ist ja ganz offensichtlich für jeden halbwegs frei denkenden Menschen sehr skurril - aber aus der katholisch-dogmatischen Sicht macht es durchaus Sinn.


    Ja,schon.
    Aber was interessiert es mich ob das im Sinne eines religiös Wahrnehmungsgestörten Sinn macht ?
    Ich lebe in der Realität.
    Ich denke auch nicht,daß alle seine Glaubensbrüder ihm beipflichten werden.

  • Zitat

    Ist zwar OT, aber dann klär mich bitte auf, weshalb das kein Dialogismus war :mrgreen:


    Grüne Neune, wenn Du so sehr drauf bestehst... Vielleicht hab ich auch die Pointe einfach nicht kapiert... :roll:
    Die implizierte Antwort würde doch lauten: "Gar keinen." - damit würde sich aber der Hund doch selbst die Klöten abbeißen.



    Zitat

    Ich brauche den Kontext aber nicht zu kennen, um Herrn Mixa widersprechen zu könnnen, wenn er behauptet, die Christen seien im 3. Reich von den Nazis verfolgt worden.


    Naja, den Kontext einer Aussage sollte man eigentlich schon grundsätzlich kennen, wenn man was Sinnvolles darüber sagen möchte...
    Abgesehen davon geht's mir nicht um den Nazi-Aspekt, sondern um den Atheismus-Aspekt.
    Du hast da völlig Recht: Was die Verkehrung der Rolle der katholischen Kirche im Dritten Reich anbelangt... um das Begreifen und Angreifen zu können wird mehr historisches Wissen benötigt, als ein Verständnis der katholischen Kirchenlehre.
    Wenn man sich aber den Aspekt ansieht, dass der Atheismus Wurzel allen Übels sei und DAS nachvollziehen / diskutieren / verurteilen möchte, dann liegt die Wurzel dafür eben im katholischen Glauben. Nix anderes habe ich gesagt. ;)



    Zitat

    Trotzdem ist es falsch, daß man den Aussagen dieser Rede nur dann widersprechen sollte, wenn man den Kontext kennt, in dem sie gehalten wurde.


    Richtig. Hab ich auch nie behauptet.
    Aber: siehe oben.



    Zitat

    Ich nehme an, Du beziehst Dich darauf, daß es nicht klug sei, sich nicht darum zu kümmern.


    Nun, soweit würde ich nicht gehen. Vielmehr meinte ich, dass es natürlich durchaus auch für Nicht-Christen gute Gründe (zeitgeschichtliche z.B.) geben mag, sich mit den Äußerungen des Herrn M. zu befassen. Das ist in der Gewichtung ein wenig anders.



    Zitat

    Andererseits schreibst du ziemlich oft so etwas wie: "das interessiert mich nicht die Bohne" "tangiert mich höchstens peripher" "kann mir egal sein" u.ä.


    Und schon sind wir wieder bei der Wichtigkeit des Kontexts.
    Sowas habe ich nämlich geschrieben im Zusammenhang mit der emotionalen Betroffenheit: Es lässt mich emotional schlichtweg kalt, was der Kirchenmensch sagt - darüber rege ich mich nicht auf... eben weil es ein Kirchenmensch ist und die Kirche mir persönlich sehr fern steht.
    Und das Interesse bezog sich auf die Anschuldigungen gegen Atheisten / den Atheismus (letztlich ja gegen alle Nicht-Katholiken) - und die interessieren mich persönlich wirklich nur höchst peripher... wäre diese Diskussion nicht entstanden, würden sie mich gar nicht interessieren. Und ich meine eben, dass derlei - nicht diese Nazi-Kiste per se - Äußerungen eines Kirchenmenschen für einen Nicht-Kirchenmenschen eben reichlich schnuppe sein können (nicht müssen).



    Zitat

    Deshalb weiß ich auch nicht ganz genau,was Du nie behauptet hast


    Gut, dass ich es weiß. :mrgreen:



    @ Dr. V.:


    Zitat

    Aber was interessiert es mich ob das im Sinne eines religiös Wahrnehmungsgestörten Sinn macht ?


    Oh, interessieren muss es einen ja gar nicht. Aber wenn man über eine solche Aussage sprechen möchte... ich meine... nehmen wir mal an, Du beteiligst Dich an einer Diskussion über die Qualität von Garfield-Comics... Das würdest Du doch nicht tun, wenn Du niemals ein Garfield-Heft gelesen und keine Ahnung von Jim Davis oder Jon Arbuckle hättest, oder...?

  • Zitat von "Winterstolz"

    Grüne Neune, wenn Du so sehr drauf bestehst... Vielleicht hab ich auch die Pointe einfach nicht kapiert... :roll:
    Die implizierte Antwort würde doch lauten: "Gar keinen." - damit würde sich aber der Hund doch selbst die Klöten abbeißen.


    Zitat

    Eine rhetorische Frage ist eine, die keine Antwort erhalten, sondern den Gegner verwirren, den Hörer mitreißen oder eigene Stellungnahme ausdrücken will, eine Frage, die eine Aussage in Frageform kleidet, so dass die Aussage dadurch klar wird.


    (Lexikon der Linguistik)
    BtT

    Zitat von "Winterstolz"

    Sowas habe ich nämlich geschrieben im Zusammenhang mit der emotionalen Betroffenheit: Es lässt mich emotional schlichtweg kalt, was der Kirchenmensch sagt - darüber rege ich mich nicht auf... eben weil es ein Kirchenmensch ist und die Kirche mir persönlich sehr fern steht.


    Aber Du hast es nicht geschrieben als Antwort darauf, ob man auf solche Äußerungen reagieren sollte?
    Also, wenn mich etwas emotionell völlig kalt läßt, dann werde ich in dieser Angelegenheit auch nicht aktiv. Das selbe gibt natürlich auch für Dinge, die mich intellektuell kein bißchen interessieren.Und ich bin davon ausgegangen, daß ich damit nicht anders bin als alle anderen. Aber die Frage, welche Bedeutung Emotion und Interessse für eigenes Engagement haben, wäre dann wohl auch schon wieder etwas für einen eigenen Thread. Vielleicht mit dem Titel:
    Welchen Grund hat man, sich in Angelegenheiten einzusetzen, die einem egal sind? :winks:

  • Zitat

    (Lexikon der Linguistik)


    In Gottes Namen: Dann war's halt irgendsowas, Du hast Recht, zufrieden...? ;)
    Passen tut es trotzdem nicht. 8-)



    Zitat

    Aber Du hast es nicht geschrieben als Antwort darauf, ob man auf solche Äußerungen reagieren sollte?


    Nein. Diese Frage nie originärer Gegenstand irgendeiner meiner Äußerungen war und sie in sich ja eigentlich auch schon wieder "rhetorisch" wäre nach Deiner Auffassung, hm...?
    Man kann auf jede Äußerung reagieren - Meinungsfreiheit und so.
    Es geht mir doch um das "Wie" dabei.



    Zitat

    wenn mich etwas emotionell völlig kalt läßt, dann werde ich in dieser Angelegenheit auch nicht aktiv.


    Das ist aber bedauerlich!


    Ganz abgesehen davon: Ich meine durchaus, dass man die Mixa-Aussage ignorieren KANN, wenn man mag, ohne sich gleich moralische Verwerflichkeit vorwerfen lassen zu müssen. Man KANN sich aber genauso gut dagegen stellen oder sie sogar verteidigen, wenn man meint, das tun zu wollen. Aber das liegt doch auf der Hand, oder...?



    Zitat

    wäre dann wohl auch schon wieder etwas für einen eigenen Thread.


    Definitiv. ;)