Dinos nicht durch Meteoriteneinschlag ausgelöscht?

  • Kaum ein Wissenschaftler behauptet heute noch, dass die Dinos ausschließlich durch diesen Einschlag ausgestorben sind. Man geht im Allgemeinen von einer Verkettung extrem ungünstiger Umstände aus. Einschlag, verstärkter Vulkanismus, Dinoseuchen und Klimaveränderungen. Alles in allem ein enormer Stress für die Dinos, die meist ja sehr stark an ihre Umwelt angepasst und damit ziemlich unflexibel waren. Das gleiche Szenario hat sich während der Eiszeiten in der eiszeitlichen Megafauna abgespielt. Extreme Anpassung führt immer auch zu extremer Abhängigkeit. Und da genügen dann schon kleine Veränderungen, um ein ganzes System zum Kippen zu bringen.


    Dieser Artikel erzählt also nichts Neues, sondern zeigt nur, dass die Verfasser offensichtlich nicht wirklich viel begriffen haben. Ihre Kollegen sind ihnen um Welten voraus. :roll:

  • Ich fand ihn trotzdem interessant, weil man leider im Fernsehen immer wieder in Berichten hört, der böse Meteor hat alles ausgelöscht.


    Der Beitrag selber ist nicht wirklich neu, das ist schon richtig, aber nichtsdestotrotz wahrscheinlich für den einen oder anderen doch eine Überraschung.


    :winks:

  • Hi Dirk


    Tja, leider braucht es Jahre ,bevor sich wissenschaftliche Erkenntnisse auch in Medien (bücher,Fernsehen) durchsetzen ...aber zum glück gibt es heute ja das Inet :winks:

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Hallo Dirk


    Zitat von "Dirk"

    weil man leider im Fernsehen immer wieder in Berichten hört, der böse Meteor hat alles ausgelöscht.


    Dann hast Du wohl nicht richtig hingehört, oder noch nicht alle Sendungen gesehen. Im sechsten Teil der Doku- Serie: 'Dinosaurier - Im Reich der Giganten' wurde da schon vor einigen Jahren drauf eingegangen. Dort wurde erwähnt, dass durch erhöhte vulkanische Aktivität die Umwelt schon sehr stark belastet, bzw. die Luft verpestet war. Dadurch bedingt schlüpften weniger Dinobabys aus den Eiern, (Unfruchtbarkeit, die Schalen wurden zu hart, die Ebryos starben frühzeitig in den Eiern ab etc.), was folglich schon einen Rückgang der Populationsdichte mit sich brachte. Der Einschlag war dann halt lediglich noch das besagte Tüpfelchen auf dem i.


    Gruß
    Frank

    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
    Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen. (A. Einstein)

  • Frank, die Antimeteoriteneinschlagtheorie war mir nicht unbekannt, nur ist es sehr selten, bis nun auf die Yahoonachrichten oder einige wenige BBC-Berichte, daß man überhaupt davon hört. Ich behaupte mal ein Großteil der Menschheit geht immer noch von besagtem Einschlag aus.


    Ich persönlich halte auch eher vulkanische Aktivitäten für die wahre Ursache. :winks:

  • Zitat von "Dirk"

    Ich persönlich halte auch eher vulkanische Aktivitäten für die wahre Ursache.


    Ursache?
    Meiner Ansicht nach war es so, dass sich die Welt, in der die Saurier lebten, so oder so im Umbruch befand. Ob es einige mehr geschafft hätten, sich an die neuen Parameter anzupassen, bleibt unseren Spekulationen überlassen. Aber der Einschlag eines oder mehreren Gesteinsbrocken aus dem All und seine Folgen, durfte den Dinos so ziemlich den Rest gegeben haben.
    Wie Niesel also schon sagte, es gab nicht nur eine Ursache, die gibt es (fast) nie. Wir leben auf einem Planeten, der alles andere als ruhig ist. Er verändert sich ständig, auch wenn wir das, bedingt durch unsere kurze Lebensspanne, nicht wirklich mitbekommen. Manchmal führen diese Veränderungen zum Austerben einer Spezies. Und dieses Austerben darf man sich dann nicht als einen Moment vorstellen ("Bumm - alle Dinos tot!"), sondern als einen Prozess.
    Das Aussterben einer Spezies kann auch durch weitaus weniger "dramatische" Umstände eingeleitet werden, nämlich einfach durch eine bessere Anpassung an den Lebensraum durch eine andere.


    In diesem Zusammenhang empfehlenswert: F. Schätzing - Nachrichten aus einem unbekannten Universum. (Man möge ihm die wenigen kleinen fachlichen Fehler verzeihen)

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Okay, ich habe mich unglücklich ausgedrückt, sagen wir es halt anders. Das war dann mehr oder minder das berühmte Tröpfchen, daß das Fass zum überlaufen brachte.


    Mir ist schon klar, daß mehrere Aspekte aufeinander trafen. So hundertprozentig läßt sich das leider eh nicht mehr rekonstruieren, wollte eigentlich auch darauf hinaus, daß der besagte Meteor wohl nur Teil des Puzzles war. :winks:

  • Hmm ...
    Ich seh das so: Die Ära der Dinosaurier war schon so gut wie am Ende. Durch die Umstände, wie sie zu der Zeit herrschten wären die Dinos sowieso ausgestorben. Der Brocken aus dem All hat den Untergang lediglich beschleunigt. Andernfalls hätte sich das Sterben vieleicht um ein oder auch zwei Millionen Jahre verzögert. Aber eine Zukunft hatten die Riesen damals schon so gut wie keine mehr.
    Wie gesagt, meine persönliche Vermutung.


    Gruß
    Frank

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  • Die Riesen bestimmt nicht... aber was ist mit kleineren und intelligenten Jägern bspw. aus der Raptorenfamilie?
    Natürlich sind das alles Spekulationen, aber vielleicht wären diese Dinos anpassungfähiger gewesen? *kopfkino*

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    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Zitat von "AntaresX"

    Die Riesen bestimmt nicht... aber was ist mit kleineren und intelligenten Jägern bspw. aus der Raptorenfamilie?


    Hmm ... soweit ich das aus ner Doko noch in Erinnerung hab, sollen ja sämtliche Vögel von den Dinos abstammen. Und da denk ich mir, wird es sich evtl. um die Nachfahren der vielen kleineren Arten handeln.
    Reine Spekulation jetzt von mir, aber ne Möglichkeit

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  • Und ich meine gelesen zu haben, dass die "Vogelartigen" sich schon vorher von den Dinos abgespalten haben.
    Aber war der Archeopterix nicht ein "Brückentier", quasi das Bindeglied? (...)


    Aber was mein Kopfkino betraf, so ging es da eher um eine Welt, in der Dinos in Form gefährlicher Raubtiere und Menschen parallel existieren ;-)
    Quasi Jurassic Park in echt :-) :mrgreen:

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    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • Zitat von "AntaresX"

    Und ich meine gelesen zu haben, dass die "Vogelartigen" sich schon vorher von den Dinos abgespalten haben.
    Aber war der Archeopterix nicht ein "Brückentier", quasi das Bindeglied?


    Ja, Archaeopterix war wahrscheinlich das Brückentier. Er lebte im oberen Jura bis in die untere Kreidezeit. Er hat sich allen Anschein nach aus kleinen Raptoren entwickelt.
    Die ersten richtigen Vögel haben sich auch schon während der Kreidezeit entwickelt und neben den Dinosauriern überlebt (und offensichtlich auch deren Aussterben überlebet, wenn ich mir so die Amsel ansehe, die vor meinem Fenster sitzt ;) ).


    Nebenbei erwähnt: es gibt auch einige Wissenschaftler, die die These vertreten, dass heutige Vögel genetisch nix weiter sind als höher entwickelte Dinosaurier.


    Zitat von "AntaresX"

    Aber was mein Kopfkino betraf, so ging es da eher um eine Welt, in der Dinos in Form gefährlicher Raubtiere und Menschen parallel existieren


    Wohl ein sehr unrealistischer SF-KopfKino-Film. ;)
    Ich denke nicht, das sich die Säuger hätten so entwickeln könne, wenn die Dinos keinen Platz gemacht hätten...


    OnTopic: Ich halte auch die Unglücklich-Verkettungs-Theorie für sehr wahrscheinlich.
    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann ist der Artenreichtumg der Dinosaurier zum Ende der Kreidezeit ja schon eh zurückgegangen.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Hallo Davy


    Zitat

    OnTopic: Ich halte auch die Unglücklich-Verkettungs-Theorie für sehr wahrscheinlich.
    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann ist der Artenreichtumg der Dinosaurier zum Ende der Kreidezeit ja schon eh zurückgegangen.

    nicht global gesehen, aber zb ind er nördlichen hemisphäre schon , wie man zumindest aus den Fossilfunden schliesst , durch gewaltige Klimaänderungen bedingt durch die Kontinentaldrift (neue Meere und strömungen,drastische Zunahme von Vulkanismus , damit drastischer Wetterwechsel) aber so überlebten zb in südamerika udj china noch Aneghörige der Sauropoden (Riesendinos) die weiter nördlcih schon Millionen Jahre vorher erloschen ,und in Nordamerika zb durch die Hadrosaurier abgelöst wurden , einige Dinos passten sich auch den enuen Bedingungen zb in der Antarktis an (monatelange Dunkelheit-Winter) aber die Veränderungen waren wohl zu schnell und gravierend , vieleicht hätte zb in wärmeren Gebieten die Dinos überlebt, aber auch dort wären sie wohl meist von den aus Norden einwandernden neuen Säugetieren verdrängt worden ,so wie zb später der Säbelzahntiger den Terrovogel verdrängte, oder ehute kräftigere räuber wie Löwe und Leopard den geparden ,oder bei uns in europa eingschleppte,befreiten und eingewanderte tierarten unsere ehimischen tierarten

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  • Mich würde interssieren, warum einige wenige Arten es damals geschafft haben zu überleben. Lag es an ihren Lebensräumen (z.B. erste Säugetiere, die vielleicht in Erdhöhlen überlebt haben)? Warum haben die Krokodile und Schildkröten überlebt, die Meeressaurier jedoch nicht. Was ist mit den Sauriern, die (angeblich) die Vorfahren unserer heutigen Vögel waren, vielleicht lebten auch sie in geschützten Lebensräumen (Höhlen)? Es haben ja, soweit ich weiß, nur Tiere überlebt, die eine bestimmte Größe nicht überschritten. Die Theorie vom Meteroiteneinschlag finde ich da mmer noch am überzeugensten, auch wenn da vermutlich noch andere Faktoren dazu kamen.

  • Hallo Nacktaffe :winks:


    Zitat

    Lag es an ihren Lebensräumen (z.B. erste Säugetiere, die vielleicht in Erdhöhlen überlebt haben)?

    zum einen daran (so überlebten die meisten Reptillien ja nur in warmen Gegenden ) zum anderen an ihre Anpassungsfähigkeit


    Zitat

    Warum haben die Krokodile und Schildkröten überlebt, die Meeressaurier jedoch nicht

    vieleicht hätten in warmen Gebieten auch einige Meeressaurier überleben können, aber es hätte für diese riesigen Räuber keine Nahrung mehr groß gegeben ,da sie ja als Kosmopoliten riesige Jagdareale durchstreiften (so wie heute der weisse Hai) und durch die Änderungen von Wasserströmungen und Temperatur ,ja auch die große Beute zurückging auch die Urwale und Riesenhaie hat es erwischt, als ihre Beute sich in kältere Gebiete zurückzog


    Zitat

    Was ist mit den Sauriern, die (angeblich) die Vorfahren unserer heutigen Vögel waren, vielleicht lebten auch sie in geschützten Lebensräumen (Höhlen)?

    die hatten zum Aussterbezeitpunkt ja schon Federn und flogen lustig durch die Lüfte ,wo sie die Pterosaurier verdrängt hatten

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