Verschwörungen zum Tod Michael Jacksons

  • Die größte Frage ist doch warum er seinen Tod hätte vortäuschen sollen. Ich bin in der glücklichen Lage sagen zu können MJ kennengelernt zu haben. Ich habe seinerzeit als Berater für eine Doku gearbeitet die sich unter anderem mit MJ beschäftigt hat. Er war ein verdammt charismatischer freundlicher Mensch... Hinter der Bühne ein kleines Kind und nicht der Megastar... Abseits von Bühne und Bodyguards ein dufter Typ mit einem eher aufdringlichen Deo...


    Aber mal andersrum... Wenn er sich dazu entschlossen hat "zu gehen" und seinen Tod inszeniert hat wird er Gründe gehabt haben... Aus meiner Arbeit weiß ich wie leicht es ist Menschen eine neue Identität zu geben und diese wirklich sterben zu lassen ohne jemals zu sterben, wenn ihr versteht was ich meine... Selbst in verschiedenen Zeugenschutzprogrammen (Ja, auch in Deutschland) geht das...


    Und wenn ich überlege wie viele MJ´s oder EP´s auf der Welt rumlaufen ist es doch ein einfaches einfach nur ein MJ Immitator von vielen zu sein... Und mal ganz im Ernst. Wie viele von euch würden sich zutrauen MJ ungeschminkt und unfrisiert beim Aldi im Laden zu erkennen??? Denkt mal darüber nach...


    Die Kinder von MJ sind alt genug das man ihnen mitteilen kann was los ist und er hatte genügend Zeit sie auf die Zeit nach seinem Tod vorzubereiten...


    Egal ob er noch lebt oder nicht... Ich wünsche ihm die Ruhe zu finden die er sein ganzes Leben lang gesucht hat...

  • Warum wurde mein Beitrag mit dem anderen Zusammengefügt ist doch ein ganz anderes Thema :?: :?: :?:


    mann mann mann, schau doch jeden Tag in die Wolken, da siehst dann nicht nur MJ sondern auch Elvis und Lennon.
    also Echt auf was sich Leute alles reininterpretieren...


    LG

    Es ging nicht um das gesicht in den Wolken sondern um das 2te Video mit dem Schatten


    Edit Dazee: weil wir keine 100 themen zu m.j. brauchen. doppelpost zusammengefügt! bitte forenregeln und nettiquette lesen!

  • So wie ich das verstanden habe ist das Video mit dem Schatten bei Aufzeichnungen fuer eine Sendung von CNN entstanden....muss ich noch mehr sagen? Netter Effekt, der die Quote erhoehen soll!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Und zum eigentlichen Thema ob MJ noch lebt
    Nein der meinung bin ich nicht, denn was für nen sinn hätte das denn bittesehr???

    Eben. In ein paar Jahren werden, wie bei zahlreichen anderen verstorbenen Stars, plötzlich irgendwelche "noch nie veröffentlichte" Songs entdeckt, die dann erfolgreich vermarktet werden. Ha! Mir fällt dabei auch auf, wie gut es doch zufällig gepasst hat, dass MJ noch rechtzeitig eine fette Tournee vorbereitet hat - und der Film "This Is It" ist ja auch ein Kassenschlager geworden.


    MJ ist zwar tot tatsächlich mehr wert als lebend, aber lebend würde er daran ja sicher selber auch noch etwas verdienen. Neee, neee... der ist weg vom Fenster mit Blick auf die Verkaufszahlen...

  • Jackson war ein ziemlich kranker Mann, und ich finde es lächerlich, dass Murray, sein Arzt, nun ja tatsächlich zu vier Jahren Haft verurteilt worden ist. Jackson war aufgrund seiner vielen Krankheiten auf sehr viel Medikamentierung angewiesen, und es ist eigentlich von Seiten des Patienten wie von Seiten des Arztes erstaunlich, dass das überhaupt so lange funktioniert hat. Ich frage mich aber trotzdem noch immer, was wohl aus der This Is It-Tour geworden wäre, wenn nicht...
    Hat Murray Jackson absichtlich umgebracht? Dafür gibts wohl keinerlei Anhaltspunkte; und wenn doch, hat es sich wohl nicht gelohnt. Aber ganz ehrlich, kein Wunder, dass wir zu wenig qualifizierte Ärzte haben, wenn man als Arzt sofort mit ner medialen Hexenjagd und Gefängnis bestraft wird, sobald man nen Fehler macht. Klar; Fehler sollten gerade hier auf ein absolutes Minimum reduziert werden... aber dieser irrsinnige gesellschaftliche Druck ist da wohl irgendwann auch mehr kontraproduktiv als sonst was.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Jackson war aufgrund seiner vielen Krankheiten auf sehr viel Medikamentierung angewiesen


    Was für Krankheiten hatte er denn so?


    Zitat

    Aber ganz ehrlich, kein Wunder, dass wir zu wenig qualifizierte Ärzte haben, wenn man als Arzt sofort mit ner medialen Hexenjagd und Gefängnis bestraft wird, sobald man nen Fehler macht. Klar; Fehler sollten gerade hier auf ein absolutes Minimum reduziert werden... aber dieser irrsinnige gesellschaftliche Druck ist da wohl irgendwann auch mehr kontraproduktiv als sonst was.


    Was ist das denn für ein Unsinn? Murray hat einfach Mist gebaut. Zunächst einmal hat er Jackson auf dem Bett versucht zu reanimieren. AUF DEM BETT! Jeder besoffene Medizinstudent im ersten Semester weiss, dass man dafür einen harten Untergrund braucht, damit eine Reanimation Erfolg haben soll. Sowas macht man nicht auf weichem Untergrund. Dann hat er, bevor er seine amateurhafte Reanimation durchführte, seelenruhig einige Telefonate geführt. Es hat eine kleine Ewigkeit gedauert, bevor er sich um Jackson kümmerte nachdem ihm bewusst geworden ist, dass da etwas schief gelaufen ist.


    Ganz zu schweigen davon, dass Propofol ein Narkotikum ist. Es wird für Anästhesien verwendet und wird nicht gegen Schlafstörungen eingesetzt. Zudem hat er den Raum verlassen, nachdem er Jackson die Spritze gesetzt hat. Er hat seinen hippokratischen Eid völlig vergessen und somit seine Aufsichtspflicht in erheblichen Maße verletzt. In diesem Fall von einer Hexenjagd zu sprechen ist entweder ignorant oder einfach fernab jeglichen Verständnisses.


    Natürlich kann man jetzt sagen, dass Jackson ihn mit Geld zugeschissen hat und er dadurch schwach geworden ist, zu tun, was Jackson von ihm verlangte. Oder das MJ sich sonst einen anderen Arzt geholt hätte, der ihm das gibt, was er verlangte. Aber das rechtfertigt immer noch nicht das, was Murray getan hat. Der Mann ist Schuldig. Und das er durch diese Ereignisse viel negative Presse bekommen hat ist nur logisch. Es war ja nicht irgendein unbekannter Patient, den er da ins Jenseits geschickt hat. Und jetzt den gesellschaftlichen Druck als Vorwand für den Mangel an qualifizierte Ärzte heranzuziehen setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Dieser spezielle Fall hat einen Medienzirkus sondergleichen nach sich gezogen, aber das ist eben der besonderen Situation geschuldet. Ärzte haben im Allgemeinen eine riesen Verantwortung. Und wenn man sich so verantwortungslos verhält, wie es Murray eben getan hat; auch noch bei einem der bekanntesten Menschen der Welt; dann ist es nur folgerichtig, dass so ein Medientheater veranstaltet wird. Daraus jetzt die Theorie zu entwickeln, dass es zu wenig qualifizierte Ärzte gibt ist einfach schwachsinn.


    Ne ne, Murray wurde zu recht verurteilt.

  • Zitat

    Ne ne, Murray wurde zu recht verurteilt.


    Genau so ist es; als Hausarzt der es besser wissen muss hätte er es verweigern müssen-zudem hat er Michael auf dem Bett eine Herzmassage verabreicht,er hätte ihm die aber auf dem Boden geben müssen,weil sonst kein Effekt eintritt-das hätte Murray wissen müssen.Murray hat Jackson umgebracht-ob mit der ohne Absicht ist nebensächlich

    Zitat

    Was für Krankheiten hatte er denn so?


    U.a Medikamentenabhängigeit wegen seines Pepsi-Unfalles,Vitilgo Und Schuppenflechte

  • Vitiligo ist ja klar, dass mit der Schuppenflechte war mir allerdings neu. Und die Medikamentenabhängigkeit ist keine Krankheit, sie ist eine Sucht. Rônin sprach ja von 'vielen Krankheiten', die MJ gehabt habe. Ich würde gerne wissen, welche Krankheiten er denn noch so hatte. Denn um das Wort viel zu benutzen, sollten es ja mehr als nur zwei sein.

  • Nicht Schuppenflechte sondern SCHMETTERLINGSflechte ;).


    Er litt auch unter Ess- und Schlafproblemen bzw. Schlaflosigkeit.


    Bevor er Propofol einnahm wurden ihm über Jahre hinweg Benzodiazepine Diazepam, Midazolam und Lorazepam verabreicht. Natürlich nicht alle auf einmal, denn dem Anschein nach wurde er alle paar Jahre neu auf andere Medikamente umgestellt. Aber warum?
    Ich muss sagen, das sind schon einer der stärksten Medikamente die es gibt und die ganz schöne Nebenwirkungen hervorrufen können.

  • Zitat

    Nicht Schuppenflechte sondern SCHMETTERLINGSflechte ;)


    Stimmt
    04 - Lupus erythematodesMichael Jackson wurde von seinem langjährigen Hautarzt Arnold Klein mehr als 25 Jahre wegen Akne, Vitiligo und Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) behandelt.



    Was ist Lupus?



    Der systemische Lupus erythematodes zählt zu den sogenannten Kollagenosen; sie kommt weltweit vor; bei Asiaten und Schwarzen etwas häufiger als bei Weißen, unter denen etwa einer von tausend erkrankt.
    Bis heute gibt es keine endgültige Antwort auf die Frage, warum sich ein Lupus erythematodes entwickelt. Wissenschaftler gehen davon aus, daß der Lupus von verschiedenen äußeren Einflüssen ausgelöst werden kann, die auf ein empfängliches Immunsystem des Körpers treffen. Aus noch unbekannten Gründen greifen Immunzellen körpereigenes Gewebe an. Es entstehen sogenannte Immunkomplexe, die sich über den Blutkreislauf im ganzen Körper verteilen und in nahezu allen Organen abgelagert werden können. Folge sind Entzündungen in diesen Organen und möglicherweise eine Funktionseinschränkung.


    Diskutiert werden verschiedene dabei mitwirkende Faktoren. Der Lupus ist keine Erbkrankheit, aber bestimmte Erbanlagen können die Entstehung der Erkrankung begünstigen. Auch weibliche Geschlechtshormone scheinen in der Entstehung der Erkrankung eine Rolle zu spielen, denn die Mehrzahl der Erkrankungen bricht bei Frauen zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr aus. Weibliche Geschlechtshormone in Medikamenten, z.B. die Antibabypille, und auch Infektionen können bei der Auslösung des Lupus eine Rolle spielen und den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen. Sonnenlicht, vor allem ultraviolettes Licht, kann die Erkrankung aktivieren, deshalb sollten sich die Patienten möglichst vor der Sonne schützen.


    Sind Sie manchmal unerklärlich müde und abgespannt?
    Haben Sie öfter Gelenk- oder Gliederschmerzen?
    Ist Ihnen gelegentlich übel?
    Tritt bei Ihnen öfter Haarausfall auf?
    Leiden Sie immer wieder an Kopfschmerzen?
    Schlafen Sie viel und sind trotzdem nicht fit?
    Sind bei Ihnen manchmal Mund und Augen auffällig trocken? Haben Sie Bindehautentzündungen?
    Treten bei Ihnen immer wieder erhöhte Temperatur oder unerklärliches hohes Fieber auf?
    Beobachten Sie gelegentlich bei sich einen schmetterlingsförmigen Ausschlag im Gesicht oder rote Flecken an anderen Körperstellen?
    Sind Sie lichtempfindlich und vertragen keine Sonne?
    Waren Sie schon bei vielen Ärzten und keiner konnte eine Erklärung für Ihre Beschwerden finden?


    Auch wenn Sie nur drei oder vier dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, könnte bei Ihnen vielleicht eine Erkrankung vorliegen, die "Lupus erythematodes" genannt wird. Es können auch weitere Beschwerden auftreten, beispielsweise Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Durchfall, Konzentrationsstörungen, Krampfanfälle und psychische Störungen.



    Hautlupus



    Bei einem Teil der Betroffenen ist nur die Haut beteiligt. Vom Hautlupus gibt es verschiedene Unterformen. Die häufigste Form ist der discoide LE, bei dem charakteristische scheibenförmige rötlich-schuppige Hautveränderungen auftreten. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen kann ein Hautlupus in einen systemischen LE übergehen.



    Systemischer Lupus erythematodes (SLE)



    Das ist die häufigste Form des LE. Neben der Haut und den Gelenken können weitere Organsysteme (innere Organe) betroffen sein. Die typische Hautrötung im Gesicht (Schmetterlingserythem) tritt nur bei weniger als der Hälfte der SLE-Betroffenen auf.


    Typisch ist bei Lupus erythematodes auch die Sonnenempfindlichkeit. Sonnenlicht kann die Krankheit aktivieren. Deshalb bricht sie manchmal nach Sonnenbädern oder einem Urlaub im Süden aus. Wie bei anderen Autoimmunkrankheiten, wirkt sich körperlicher und seelischer Stress ungünstig auf den Krankheitsverlauf aus. Unverträgliche Nahrungsmittel und Medikamente können die Krankheitsaktivität verstärken.


    Die eigentliche Ursache der Erkrankung ist heute noch unbekannt. Man vermutet wie bei anderen Autoimmunerkrankungen eine genetische Veranlagung, die im Zusammenwirken mit äußeren Faktoren (Auslösern) zu der Erkrankung führt.


    Eine Reihe von Medikamenten können ein SLE-ähnliches Krankheitsbild auslösen (medikamenteninduzierter Lupus erythematodes). In der Regel verschwinden die Beschwerden nach Absetzen dieser Medikamente.

  • Oft dauert es sehr lange, bis Lupus erythematodes erkannt wird. Das liegt daran, das die Beschwerden bei jedem Menschen ganz unterschiedlich sind. Bei jedem Betroffenen prägt sich die Krankheit anders aus. Gemäß den 1982 von der Amerikanischen Rheumatologen-Vereinigung veröffentlichten Kriterien müssen vier von elf charakteristischen Befunden vorliegen, damit die Diagnose systemischer Lupus erythematodes wahrscheinlich wird (sogenannte ARA-Kriterien). Eine nachgewiesene Organbeteiligung ist für die Diagnose SLE nicht erforderlich. Eine Frühdiagnose des SLE ist mit den ARA-Kriterien von 1982 nicht möglich. Chronisch-schleichende Verlaufsformen (siehe unten) sind schwieriger zu diagnostizieren als akut-schubweise Verläufe.


    Außerdem ist diese Erkrankung vielen Ärzten unbekannt, weil sie relativ selten ist. Nur etwa 30 - 40.000 Menschen leiden in Deutschland an SLE. Ärzte können sie deswegen häufig nicht erkennen. Viele betroffene junge Frauen werden deshalb für Simulanten gehalten.


    Der Facharzt für die Diagnose und Behandlung dieser Krankheit ist ein Internist, der gleichzeitig Rheumatologe ist. Erkennen kann man die Krankheit an bestimmten Blutwerten. Dazu müssen antinukleäre Faktoren (ANA) und weitere Autoantikörper wie zum Beispiel die ds-DNS-Antikörper bestimmt werden.


    Oftmals lautet die Diagnose zunächst "Kollagenose", wenn anhand der Beschwerden und (Blut-)Befunde zunächst keine genauere Diagnose gestellt werden kann. Die Behandlung ist die gleiche. Es gibt auch die verschiedensten Mischformen zwischen LE und anderen Kollagenosen wie dem Sjögren-Syndrom, der Sklerodermie und dem Antiphospholipidsyndrom.



    Verlauf



    Bei etwa zwei Dritteln der Betroffenen verläuft die Krankheit schubweise. Etwa die Hälfte dieser Betroffenen hat zwischen den Schüben nur wenig oder gar keine Beschwerden (Remission). Bei der anderen Hälfte dieser Betroffenen ist die Erkrankung auch zwischen den Schüben weiter aktiv (Teilremission).


    Etwa ein Drittel der Erkrankten hat einen chronisch-progredienten Verlauf, das heißt, dass keine Schübe auftreten und die Krankheit langsam voranschreitet.


    Gegenwärtig sind in der Medizin noch keine Laborwerte bekannt, an denen die Krankheitsaktivität des LE zuverlässig abgeschätzt werden kann. Weder die Blutsenkung noch die Höhe der antinukleäre Antikörper (ANA) spiegeln die Krankheitsaktivität eindeutig wider. Das C-reaktive Protein (CRP) ist bei LE selbst in Zeiten erhöhter Krankheitsaktivität nur niedrig erhöht. Am ehesten scheint eine Erhöhung der ds-DNS-Antikörper und eine Erniedrigung des Komplements eine Verstärkung der Krankheitsaktivität anzuzeigen. Um die Aktivität der Erkrankung beurteilen zu können, ist eine Zusammenschau der Beschwerden und der klinischen Befunde sowie der (labor-)technischen Untersuchungsergebnisse notwendig, wobei die klinischen Befunde führend sind. Weil noch keine zuverlässigen Indikatoren für die Krankheitsaktivität bei Lupus erythematodes bekannt sind und Organbeteiligungen im Anfangsstadium oft nicht sicher diagnostiziert werden können, wird die Schwere des Krankheitsbilds von Ärzten häufig unterschätzt.



    Behandlung



    Für die Behandlung des Lupus erythematodes gilt folgendes Stufenschema:


    Schmerzmittel
    Antimalariamittel (z. B. Chloroquin [Quensyl®])
    Kortison
    Immunsuppressiva (z. B. Azathioprin, Ciclosporin A, Mycophenolatmofetil)
    Zytostatika (z. B. Methotrexat, Cyclophosphamid [Endoxan®])


    Die Aufzählung erfolgt von leichteren zu schwereren Medikamenten. Zweck dieser Medikamente ist, die Entzündung und die überschießende Aktivität des Immunsystems einzudämmen. Die Medikamente greifen an verschiedenen Stellen im Krankheitsprozess ein, eine kausale Therapie, die die Ursache der Krankheit beseitigt, gibt es jedoch noch nicht.


    Der Einsatz der Medikamente richtet sich in erster Linie nach der Schwere des Krankheitsbilds. Antimalariamittel wirken bei Lupus erythematodes besonders gut gegen Hauterscheinungen und Gelenkprobleme. Immunsuppressiva und Zytostatika kommen bei schwereren Krankheitsverläufen zur Anwendung. Betroffene mit schubweisem Krankheitsverlauf sprechen auf die Behandlung mit den heute verfügbaren Medikamenten in der Regel besser an als Betroffene mit chronisch-schleichendem Verlauf.


    Gegenwärtig konzentriert sich die medizinische Forschung an den Universitätskliniken auf die Entwicklung neuer Behandlungsverfahren für die schwersten schubweisen Formen des SLE, von denen etwa fünf Prozent aller LE-Erkrankten betroffen sind (Hochdosis-Endoxantherapie, autologe Stammzelltransplantation). Für den Großteil der LE-Betroffenen wurden in den vergangenen Jahrzehnten keine neuen Medikamente entwickelt. Das liegt daran, dass sich die Entwicklung neuer Behandlungsverfahren wegen der geringen Anzahl der Patienten für die pharmazeutische Industrie nicht lohnt.


    Je früher die Behandlung beginnt, desto besser kann der Verlauf der Erkrankung beeinflusst werden. Wenn die Erkrankung bald nach ihrem Ausbruch erkannt und behandelt wird, haben Lupus-Betroffene heute eine normale Lebenserwartung. Die Lebensqualität kann jedoch mehr oder weniger eingeschränkt sein.


    Der Lupus erythematodes (lat. Lupius „Wolf“, griech. „Röte“) ist eine systemische Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen. Der Name „Lupus“ – „Wolf“ leitet sich von der Möglichkeit von Verstümmelungen im Gesicht durch CDLE-Läsionen her. Ärzte früherer Generationen verglichen diese Läsionen mit Wolfsbissen. Heutzutage kommt es dazu dank moderner Behandlungsmöglichkeiten nur noch selten. „Erythematodes“ (engl. Erythematosus) – „errötend“ leitet sich von den bei dieser Krankheit häufig (bei 71% der Patienten) vorkommenden Rötungen her. Besonders charakteristisch für SLE (systemischer Lupus erythematodes) ist das so genannte Schmetterlingserythem.


    Neun von zehn Betroffenen sind aufgrund des geschlechtsspezifischen Signalwegs der Interferon – alpha- Induktion weiblich, die Erkrankung ist also gynäkotrop. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 40.000 Menschen, vor allem junge Frauen im gebärfähigen Alter, an Lupus erythematodes, während die Krankheit in den USA häufiger ist.

  • Allgemeine Krankheitserscheinungen



    Fast immer fühlen sich die Betroffenen müde, sind nicht mehr so leistungsfähig wie früher, lustlos und wie zerschlagen. Häufig sind leicht erhöhte Temperaturen, unerklärlicher Gewichtsverlust, leichter Haarausfall und Lymphdrüsenschwellungen. Manche sind plötzlich sonnen- und kälteempfindlich oder neigen zu Allergien.



    Die Gelenke



    Rheumatische Beschwerden gehören zu den häufigsten Krankheitserscheinungen, etwa 90 Prozent der Patienten gehen erstmals wegen Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen zum Arzt. Gerade in diesen Fällen wird oft zunächst an andere rheumatische Erkrankungen gedacht, meist an eine "chronische Polyarthritis". Hieraus können sich dann Irrwege bei der Behandlung der Patienten ergeben. Aber gerade die Früherkennung eines Lupus als Ursache rheumatischer Beschwerden trägt dazu bei, den Befall innerer Organe rechtzeitig zu erkennen oder zu verhindern.


    Die Schmerzen können durch Entzündungen der Gelenke sowie der Sehnen und Muskulatur entstehen. Vor allem morgens fühlen sich die Patienten oft steif. Durch die Entzündung der Gelenke - Mediziner sprechen von "Arthritis" - kommt es zu Gelenkschwellungen, am häufigsten sind hiervon die Finger-, Hand- und Kniegelenke betroffen. Der Gelenkbefall führt im Gegensatz zur chronischen Polyarthritis jedoch nicht zu einer Zerstörung der Gelenke.



    Die Haut



    Typisch für den Lupus sind schmetterlingsförmige Rötungen auf den Wangen und dem Nasenrücken. Sie können zu Beginn auftreten oder später, oft in aktiven Phasen der Erkrankung. Häufig treten die Hauterscheinungen im Zusamenhang mit einer Sonnenbestrahlung auf. Normalerweise verschwinden die Rötungen ohne Narben zu hinterlassen.


    An der Mundschleimhaut zeigen sich eventuell kleine Geschwüre. Bei Kälteeinwirkung kann es zu einer Engstellung der Fingerarterien kommen, wobei dann einzelne oder alle Finger plötzlich weiß werden; dieses Phänomen kommt aber auch bei anderen Krankheiten und selbst bei Gesunden vor.


    Neben dem systemischen Lupus gibt es den diskoiden Lupus. Hierbei handelt es sich um einen scharf begrenzten, scheibenförmigen und schuppigen Hautausschlag, der einzeln oder an vielen Stellen auftreten kann. Später verändert sich die Haut an diesen Stellen narbig. Der diskoide Lupus hat eine gute Prognose: Nur selten sind die inneren Organe befallen.

  • Die Organe



    Im Rahmen eines Lupus können die verschiedensten Organe betroffen sein. Am häufigsten treten die folgenden Symptome auf:
    • Im Blut kann es zur Verminderung verschiedener Zellen sowie zum Auftreten bestimmter Antikörper kommen.
    • Es kann zu einer Herzbeutelentzündung (Pericarditis) kommen, bei der sich Flüssigkeit zwischen Herzmuskel und Herzbeutel ansammelt
    • An der Lunge kann sich eine Rippenfell- oder seltener durch die Entzündung kleiner Gefäße eine Lungenentzündung ("Lupuspneumonie") entwickeln.
    • Sind die Nieren beteiligt, spricht man von einer "Lupus-Nephritis". Während viele anderen Nierenentzündungen durch Bakterien ausgelöst werden, entsteht die Lupus-Nephritis durch Ablagerung


    der Immunkomplexe im Filterapparat und durch Entzündung und Verengung der Blutgefäße in den Nieren. Das Problem dabei ist: Lange Zeit bereitet die Nierenentzündung keine Beschwerden und kann daher nur durch Urin- bzw. Blutuntersuchungen frühzeitig erkannt werden. Entdeckt man diese Entzündung zu spät, kann es zur Einschränkung der Nierenfunktion kommen, letztlich zum Nierenversagen und zur Dialysepflichtigkeit. Wichtig sind daher zur Früherkennung regelmäßige Kontrollen beim Arzt.


    • Auch das Nervensystem kann miterkranken, doch führt dies nur bei wenigen Erkrankten zu Wesens- oder Verhaltensveränderungen.
    • Möglich sind u. a. Depressionen, Konzentrationsstörungen, Krampfanfälle oder Sensibilitätsstörungen.



    Die Therapie



    Für die Patienten und ihre Angehörigen ist der Lupus oft beängstigend: Jederzeit kann sich die Krankheit verschlechtern. Die Chancen von Lupus-Patienten, mit ihrer Krankheit ein normales Leben zu führen, haben sich in den letzten Jahren jedoch entscheidend verbessert.


    Die Diagnose "Lupus erythematodes" allein ist kein Grund für eine medikamentöse Therapie! Notwendigkeit zur Therapie und Art der Behandlung ergeben sich aus den Krankheitserscheinungen. Individuell angepaßt können entzündungshemmende Mittel (nichtsteroidale Antirheumatika, Steroide) und Langzeittherapien mit Antimalariamitteln oder sogenannten Immunsuppressiva (Imurek, Endoxan, selten Sandimmun und MTX) eingesetzt werden, um das vermehrt arbeitende Abwehrsystem zu bremsen. Zu den ergänzenden Therapieformen zählt die Plasmapharesebehandlung, bei der die Antikörper aus dem Blut entfernt werden. Der Erfolg der Behandlung hängt wesentlich vom frühzeitigen Erkennen einer Krankheitsaktivierung und einer Organveränderung ab. Wichtig ist auch die Prophylaxe, dazu gehört das Meiden bestimmter Medikamente oder direkter Sonnenbestrahlung. Psychologische Verfahren wie z.B. ein Schmerzbewältigungstraining oder Teilnahme an speziellen Patientenschulungen sind oft zusätzlich hilfreich.


    Bisher ist der Lupus nicht heilbar. Deshalb ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung der Patienten erforderlich - idealerweise bei einem Arzt, der Erfahrung in der Betreuung von Lupus-Patienten hat. So kann der Patient lernen, Veränderungen und Besonderheiten seiner Erkrankung richtig zu deuten.
    quelle
    http://www.mjjackson-forever.c…?page=Thread&threadID=329


    Zitat

    Und die Medikamentenabhängigkeit ist keine Krankheit, sie ist eine Sucht


    Und eine Sucht ist keine Krankheit?AHJA

  • Es hätte auch gereicht, wenn du die Links bzgl. Lupus gepostet hättest. ;)


    Und ja, Sucht empfinde ich nicht als eine Krankheit. Sucht kann eine Folge einer Erkrankung sein.

  • Mister X :mrgreen:, danke für deine laaaaange Erklärung bezüglich der Schmetterlingsflechte. Einen solange Bericht darüber habe ich jetzt nicht erwartet. :lol:


    Zitat

    Und ja, Sucht empfinde ich nicht als eine Krankheit. Sucht kann eine Folge einer Erkrankung sein.


    Sucht ist im allgemeinen eine Krankheit. Man kann auf alles auf der Welt süchtig werden... .