Warum -leichte-Drogen verboten sind? Diskussion erwünscht!

  • Zitat von "Winterstolz"

    Zitat:
    Es war sicherlich kein "Scherz" - Du hast das aus ganz leicht erkennbaren Gründen behauptet.


    Zitat von "Shinma"

    Verleumdung.Ansonsten kein Inhalt von deiner Seite her.


    Erster Beitrag:Du bist Drogenberater
    Zweiter:Du bist Ehrenamtlicher Drogenberater
    Dritter Beitrag:10 Jahre Drogenerfahrung,deshalb wäre es ein Scherz


    Alles im anderen Thread nachzulesen.Im größeren Abstand.
    den Rest hat Winterstolz auf den Punkt gebracht
    Schenk mir bitte ne Banane :lol:


    Damits nicht ganz OffTopic wird:
    Ich bin gegen Drogen.Schlechte Erfahrungen im Bekanntenkreis.
    Werd mich aber später nochmal weiter dazu äußern.

    “Mein Homer ist kein Kommunist. Er ist vielleicht ein Lügner, ein Schwein, ein Idiot und ein Kommunist, aber er ist kein Porno-Star!”


    Grandpa Simpson

  • Lieber Lexidriver,


    diese beiden Aussagen haben nicht das geringste miteinander zu tun.Bei der ersten Aussage muss ich zugeben, über das Ziel hinausgeschossen zu sein, weil ich dachte, jetzt kommt da wieder einer, der mich auf dem Scheiterhaufen verbrennen will, mich als Junkie etc. abstempeln will.Nimms mir nicht übel, aber so läuft eine Debatte über Drogen oft ab, die Menschen leben teilweise eben noch im Mittelalter und die Droge mit den roten Haaren, die ist es, die wird dann verbrannt.


    So und das zweite Zitat ist wohl nicht zu missverstehen oder?


    In diesem Land fehlt es an Aufklärung, aber ganz gehörig.Kein Geld für Schulbücher locker machen oder mehr für Drogenaufklärung, aber im dicken Lexus fahren, so sind die grauen Männer.


    Chinsko


    Nö, du bekommst keine, Trolle essen roten Fisch und keine Bananen. :mrgreen:

  • Zitat von "Shinma"

    diese beiden Aussagen haben nicht das geringste miteinander zu tun.


    Naja wenn man deine Postings betrachtet, sieht man schon das du radikal angefangen hast, dann gesehen hast
    das du am Holzweg bist, und jetzt probierst das du uns zu tode zitierst, ohne auch nur eine vernünfte Aussage
    über Drogen zu machen!


    Die Aufklärungen in den Schulen sind schon um einiges besser als früher, aber darum geht es ja nicht, es geht
    darum das du jedesmal den Kopf aus der Schlinge ziehst und deine Aussagen immer nichtssagender werden.
    Du probierst andere ins lächerliche zu ziehen anstatt vernünftige Argumente zu bringen.


    Zitat von "Shinma"


    In diesem Land fehlt es an Aufklärung, aber ganz gehörig.Kein Geld für Schulbücher locker machen oder mehr für Drogenaufklärung, aber im dicken Lexus fahren, so sind die grauen Männer.


    Das mit dem Lexus bin ich, die anderen fahren Mercedes!!



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • @Lexidriver


    Zitat

    Naja wenn man deine Postings betrachtet, sieht man schon das du radikal angefangen hast, dann gesehen hast
    das du am Holzweg bist, und jetzt probierst das du uns zu tode zitierst, ohne auch nur eine vernünfte Aussage
    über Drogen zu machen!


    Wieso radikal, ich habe mich hier angemeldet und es haben sich gleich 3 Leute auf mich gestürzt, weil ich über Einflüsse von Halluzinogenen auf den Menschen plaudern wollte, ich hoffte auf interessanten Gedankenaustausch, stattdessen kommen einige 08/15-User und versuchen meine unpopuläre Meinung niederzuschreien.


    Und was hast du mit deiner Schlinge, ist es dein Lebensinhalt, vorweisen zu können, dass du in einem bedeutungslosen Mysteryforum dein Recht gegen einen neuen User durchboxen konntest und es dazu noch nichtmal geschafft hast, ernsthaft?


    Es gibt zwar immer Pro und Contra, aber man sollte nicht gehaltlos herumsülzen, vielmehr wäre es gut, nach Übereinstimmungen zu suchen.


    Und die Geschichte mit der Drogenaufklärung in der Schule ist doch schonmal eine gewisse Basis.

  • Ja was nun, werden jetzt hier auch noch die Volvo-Fahrer disqualifiziert? :roll:


    Aber zum Thema. Ich habe diesen Thread von Anfang an aufmerksam verfolgt. Letztlich wurden hier mehr stichhaltige Argumentationen vorgebracht, als unhaltbare. Aber irgendwann fing der Kleinkrieg wieder an. Und gerade wieder unter den Usern, die gehaltvolle Beiträge schreiben. Das führt letztlich dazu, das nur noch auf Gegenargumentation gezielt wird, eben wie schon erwähnt das selektive Betrachten der Beiträge. Natürlich kann es gerade bei solch einem Thema nicht nur konforme Meinungen geben, das ist ja gerade das Wesen einer Diskussion. Ich will mal versuchen zu zeigen, warum selbst ich nicht nur einer Seite der Argumentation zustimme, sondern irgendwo beiden Seiten Recht geben muß. Ich war am Donnerstag in Schwerin, besser gesagt in Lübstorf, Klinik am See. habe dort eine Bekannte hingefahren, welche min. 16 Wochen Therapie vor sich hat. Dort begegnete ich den unterschiedlichsten Szenarien von Suchterkrankungen. Als Extremraucher machte mich meine echte Abhängigkeit vom Nikotin nachdenklich. Man stellt Vergleiche an. Spätestens jetzt kann ich nicht entscheidend sagen, ob Nikotinabusus weniger schlimm ist, als der Genuß von Canabisprodukten oder Hasch z.B. Auf die Diskussion bezogen möchte ich damit ausdrücken, das beide Parts irgendwo (subjektiv) berechtigte Argumente hier anführen. Ein Konsenz läßt sich ganz sicher nicht erreichen, aber eben eine informative, sachliche Diskussion ist es auf jeden Fall wert.
    Wer also konsequent das Verbot der sogenannten leichten Drogen fordert, muß konsequenterweise auch Nikotin, Alkohol und andere nachweislich abhängig machende Dinge ächten. Umgekehrt, wer das eine oder andere Glas Alkohol, die Zigarette usw. akzeptiert, sollte dann auch zumindest Canabisprodukte und Hanf akzeptieren. Obwohl mir rein vom Empfinden diese Drogen absolut zuwider sind. Bis jetzt hab ich es auch gepackt meine Kinder von so etwas fernzuhalten.


    Also, ehe wir uns hier ständig gegenargumentativ zitieren, einfach mal versuchen sachlich das Für und Wieder abzuchecken. Ohne Voreingenommenheit.


    Liebe Grüße
    Peter

  • @ Winbooster


    Da bin ich mit dir ziemlich genau einer Meinung, wie du ja schreibst, hast du alles beobachtet und du kemmst daher meine
    Einstellung und Argumente, sie sind vielleicht nicht für jeferman "richtig" aber meiner Meinung nach erfährt man da
    schon viel über die ganze Thematik.


    Dann kommt einer daher der sich von vorne bis hinten in Widersprüche verwickelt, sich dann gekonnt
    ohne auch nur Ansatzweise auf irgendwas einzugehen wieder herauswindet, und ausser Bananen nichts zu sagen hat.


    Stattdessen verdreht er das geschriebene, er hat mindestens einmal gelogen und das nicht zu knapp,
    ich will hier niemanden verurteilen aber auf dieser Basis ist es schwer noch Argumente zu bringen!



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Ich möchte doch noch einmal auf das Urteil des Bundesverfassungs-Gerichts zurück kommen.


    Das Bundesverfassungsgericht hat geschrieben:
    "Für die unterschiedliche Behandlung von Cannabisprodukten und Alkohol sind ebenfalls gewichtige Gründe vorhanden. So ist zwar anerkannt, daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen."


    Das ist interessant, denn hier heißt es, dass der Mißbrauch des Alkohls gefährlicher für Gesellschaft und für den Einzelnen ist, als der Konsum von Cannabisprodukten.


    Nun wird es schwer, den Alkohol als etwas "positiveres" als die Cannabisprodukte zu beurteilen.


    Es heißt:
    "Gleichwohl ist zu beachten, daß Alkohol eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten hat, denen auf Seiten der rauscherzeugenden Bestandteile und Produkte der Cannabispflanze nichts Vergleichbares gegenübersteht. Alkoholhaltige Substanzen dienen als Lebens- und Genußmittel;"
    Nun, als ein Genußmittel dienen Canabisprodukte ebenfalls. Als Lebensmittel dienen alkoholhaltige Substanzen aber nur, weil wir es wollen. Es gibt keinen Grund, weshalb solche Lebensmittel existieren müssen. Eben so gut könnte man THC-haltige Lebensmittel herstellen.
    Dass es sie nicht gibt, kann kein Grund sein, dass Cannabisprodukte illegal sind.


    " in Form von Wein werden sie ( die alkoholischen Getränke) auch im religiösen Kult verwandt. "
    Hier wird es richtig gut. Werden Cannabisprodukte etwa nicht auch in religiösen Kulten verwandt?
    Warum sagt das BVG, dass ein Grund für das Cannabisverbot ist, dass Wein in religiösen Kulten verwendet wird? Wahrscheinlich deshalb, weil es keine vernünftigeren Argumente findet.


    "In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt;"
    THC kann genau so mild wirken wie ein Schluck Wein. Es kommt nur auf die Dosierung an.


    Ganz abgesehen davon sagt das BVG nichts bis jetzt nichts anderes, als dass es den Mißbrauch von Alkohol, der ja schließlich gefährlich ist als das Kiffen, nicht verbieten kann. Weil Alkohol eben zu leicht verfügbar ist.
    Und das ist doch nun wirklich Unsinn. Der Alkohol-Konsum ist Kindern und Jugendlichen verboten, obwohl sie selbstverständlich eine Weincreme oder eine Praline essen dürfen.
    Wo bitte wäre das Problem, den Alkoholmißbrauch für Erwachsenen ebenfalls zu verbieten?!


    "seine berauschende Wirkung ist allgemein bekannt"
    die von Cannabis ebenfalls..

    "und wird durch soziale Kontrolle überwiegend vermieden."
    Und dennoch sind die Gefahren des Alkoholmißbrauchs für die Gesellschaft höher als der Konsum von Cannabisprodukten. Und das tendiert nun wirklich zu einer scheinheiligen Argumentation des BGH.


    " Demgegenüber steht beim Konsum von Cannabisprodukten typischerweise die Erzielung einer berauschenden Wirkung im Vordergrund."
    Beim Alkoholkonsum ist es nicht anders. Und wo ein leichter Rausch aufhört und ein starker anfängt entscheidet ganz allein die Dosis.



    "Weiterhin sieht sich der Gesetzgeber auch vor die Situation gestellt, daß er den Genuß von Alkohol wegen der herkömmlichen Konsumgewohnheiten in Deutschland und im europäischen Kulturkreis nicht effektiv unterbinden kann."
    Bräuchte er auch nicht. Er bräuchte lediglich den Mißbrauch von Alkohol unter Strafe zu stellen. Aber das will er nicht, weil er Angst hat, dass dann der Pöbel auf die Straße geht und ungemütlich wird.




    Meine Meinung, warum bei uns der Konsum von Cannabisprodukten verboten ist, gründet auf den kulturell-religiösem Wurzeln unserer Zivilisation.
    Der Cannabis-Rausch ist deshalb verboten, weil Jesus Wasser zu Wein, aber nicht Wiesengras zu Marihuana verwandelt hat.


    Analog dazu ist Alkohol in den muslimischen Ländern als Genußmittel verboten, weil Mohammed entsetzt über die Aggressivität von Betrunkenen war, nicht aber diejenigen wahrgenommen hat, denen das Kiffen psychisch schlecht bekommen ist.


    Ich bin für eine relativ liberale Rechtspraxis im Umgang mit Cannabis-Konsumenten, aber gegen eine Legalisierung dieser Produkte. Ich meine, dass die negativen Folgen des Kiffens von den Kiffern unterschätzt werden, weil es zu keinen Vergiftungserscheinungen wie beim Alkohol-Konsum kommt. Das macht Cannabis zu einer heimtückischen Droge, die man durch eine Legalisierung nicht unnötig verharmlosen sollte.

  • Hier eine Zusammenfassung aus der BBC Dokumentation "Das Drogen ABC".


    Es wurde in 3 Jahren Arbeit von der Universität in Bristol zusammengestellt!
    Laut Aussagen in der Doku sind Tabak und Nikotin angeführt um die Drogen besser "einordnen" zu können.


    Nr. 20: Blätter des Kathstrauchs/Legal
    Nr.19: "Poppers"/Legal
    Nr.18: Ecstasy/Illegal
    Nr.17: GHB/Illegal
    Nr.16: Anabole Steroide/Rezept/Medizin
    Nr.15: Metylphenidat(Ritalin)/Rezept
    Nr.14: LSD/Illegal
    Nr.13: 4-MTA/Illegal
    Nr.12: Lösungsmittel/Legal
    Nr.11: Cannabis/Illegal
    Nr.10: Buprenorphin(Schmerzmittel)/Rezept
    Nr.9: Tabak/Legal
    Nr8.: Amphetamin(Speed)/Illegal
    Nr.7: Benzodiazephine(Valium)/Rezeptpflichtig
    Nr.6: Ketamin/Narkosemittel
    Nr.5: Alkohol/Legal
    Nr.4: Methadon/Ersatzstoff
    Nr.3: Barbiturate/Schlafmittel
    Nr.2: Kokain(Crack)/Illegal
    Nr.1: Heroin/Illegal


    Die Doku ist sehr interessant und räumt auch mit vielen Irrtümern auf!
    Schau mich an!



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • @ Winbooster:


    Der Papa hat gesprochen. ;)


    Zitat

    Aber irgendwann fing der Kleinkrieg wieder an.


    Naja, das ist doch recht oft so.
    Ich gehöre sicherlich zu denjenigen, die zu manchem Kleinkrieg beitragen, weil ich nicht immer den richtigen Punkt finde, um eine sinnlos gewordene Diskussionsschleife abzubrechen. :oops:
    Und manchmal macht Kleinkrieg einfach Spaß. :mrgreen:



    Zitat

    Natürlich kann es gerade bei solch einem Thema nicht nur konforme Meinungen geben, das ist ja gerade das Wesen einer Diskussion.


    Das war doch hier konkret aber gar nicht der springende Punkt, meine ich.
    Man kann natürlich der Meinung sein, dass z.B. Cannabis besser/schlechter sei, als Alkohol. Aber man kann nur schwerlich unwidersprochen der Meinung sein, dass die Sonne grün ist, oder?



    Zitat

    Wer also konsequent das Verbot der sogenannten leichten Drogen fordert, muß konsequenterweise auch Nikotin, Alkohol und andere nachweislich abhängig machende Dinge ächten.


    Das ist m. E. so ein "grüne Sonne"-Ding. Warum "muss" man das...?
    Ich sehe nur begrenzt einen Zusammenhang zwischen Cannabis auf der einen Seite und Alkohol / Nikotin auf der anderen - weniger auf "Meinungsebene" (obschon natürlich auch die "grüne Sonne" Meinung sein kann genau genommen), sondern eher auf "Sachebene".
    Einen Zusammenhang herzustellen zwischen Verbot/Legalisierung des einen und Verbot/legalisierung des anderen, wäre demnach nicht konsequent, sondern unsinnig - das führt ja u. a. dieser Verfassungsgerichts-Beschluss inhaltlich gut aus.


    Perfekte Über- bzw. Weiterleitung zu Mr. Schneiders Posting:

    Zitat

    Das ist interessant, denn hier heißt es, dass der Mißbrauch des Alkohls gefährlicher für Gesellschaft und für den Einzelnen ist, als der Konsum von Cannabisprodukten.


    Ja, das fand ich auch sehr spannend. Allerdings heißt es genau: "...daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen"
    Bei einem (wenngleich auch etwas diffussen) "Gefährlichkeitsvergleich" schneidet Alkohol in einigen Kriterien schlechter ab, als Cannabis. Aber es kommt doch auf die von mir unterstrichenen Formulierungen an:
    Anders als bei Cannabis gibt es einen "Gebrauch" von Alkohol - nämlich in Form des "Durstlöschens" oder der "Nährstoffzufuhr"... Man denke an den Nährgehalt von Bier oder an das zur u. a. Demenzprophylaxe dienliche Resveratrol in hochwertigem Wein. Ein solcher "Gebrauch" von Cannabisprodukten ist mir nicht bekannt (und dass mir ja keiner mit Hanf-Keksen kommt... ;) ) - außer vielleicht dahingehend, dass aus Hanf Säcke, Kleidung, etc. hergestellt werden kann. Das hat dann mit dem "Konsum" in diesem Sinne nix zu tun und keiner käme auf die Idee, die industrielle Nutzung von Hanf zu verbieten.
    Desweiteren schreibt das Gericht, dass die Gefahren gleichkommen ODER sie sogar übertreffen - das zeigt, dass es eine schwierige Abwägung ist, wenngleich die Gefahren zumindest gleichzusetzen sind. Was sagt das über die Argumente aus, die Cannabis als auf jeden Fall WENIGER gefährlich darstellen wollen...? Natürlich wäre eine Argumentation, dass Alkoholmissbrauch in jedem Fall weniger gefährlich sei, als Cananbiskonsum ebenso irrig.
    Was sagt das über die Substanzen Alkohol und THC an sich aus? Von alkoholhaltigen Getränken gibt es einen "ungefährlichen", "unbedenklichen" Gebrauch - von THC nicht (im Sinne des "Einnehmens"). Cannabis wird aus einem einzigen Grund eingenommen: Um einen Rauschzustand zu erzeugen.
    Deswegen können Folgen des Alkoholmissbrauchs (auch in Form der damit verbundenen Suchterkrankung) natürlich den Folgen des Cannabiskonsums (auch in Form der damit verbundenen Suchterkrankung) gegenübergestellt werden - die beiden Substanzen per se sind jedoch auf Sachebene kaum sinnvoll vergleichbar im gegenständlichen Kontext.



    Zitat

    Als Lebensmittel dienen alkoholhaltige Substanzen aber nur, weil wir es wollen. Es gibt keinen Grund, weshalb solche Lebensmittel existieren müssen. Eben so gut könnte man THC-haltige Lebensmittel herstellen.


    Konkret also: Der Alkohol ist den gegenständlichen Lebensmitteln nicht künstlich hinzugesetzt - Cannabis wäre dies sehr wohl. Und wir "wollen" nicht Alkohol konsumieren - wir haben uns so entwickelt.


    Bitte nicht vergessen, dass die Auswirkungen auch vergleichsweise geringer Mengen THC gravierende Folgen haben können - für ansatzweise vergleichbare Folgen wird jedoch eine erheblich höhere und dadurch "schwerer" konsumierbare Menge Alkohol / Nikotin benötigt ( :arrow:tinyurl.com/nzbwx9 ).



    Zitat

    Warum sagt das BVG, dass ein Grund für das Cannabisverbot ist, dass Wein in religiösen Kulten verwendet wird? Wahrscheinlich deshalb, weil es keine vernünftigeren Argumente findet.


    Das Verfassungsgericht wird sich hüten, Verlegenheitsargumente zu verwenden...
    Nein, Grund ist vielmehr der von mir mehrfach angesprochene Kontext: Alkohol hat in unserer Gesellschaft einen festen Kontext. Alkoholische Getränke werden bei religiösen und auch kulturellen Riten (Silvester z.B.) verwendet - der Konsum ist in eine feste, gesellschaftlich geprägte Form gebettet. Das gilt übrigens genauso für den Konsum von Rauschmitteln in "Urzivilisationen" oder früheren Kulturen ("Buschvölker" im weitesten Sinne halt, oder die ollen Maya oder Inka).
    Man geht davon aus, dass der Kontext bei der Einnahme von Rauschmitteln von Relevanz hinsichtlich der Abhängigkeitsgefahr ist: Ein religiöser Kontext z.B. schränkt nicht nur die Menge des Konsums ein, sondern verbindet mit dem Rausch eben nicht persönlich befriedigende Zustände, sondern "höhere" Aspekte (Nähe zu Gott und dergleichen). Konsum in einem solchen Kontext hat somit auch andere psychische Auswirkungen auf den Konsumenten.
    Heute behaupten ja so manche Kiffer, Angehörige der ominösen "Rastafaris" zu sein und Drogen zur Ausübung ihrer "Religion" zu benötigen - das ist natürlich Quatsch, weil der religiöse Kontext in den allermeisten Fällen wohl ein reiner Vorwand ist, um den befriedigend erlebten Rausch zu genießen. Ähnlich ist es vermutlich auch mit dem ganzen Geschwafel um "Bewusstseinserweiterung".


    Spannende Quellen hierzu:
    www.ra-kotz.de/drogen_und_religion.htm (unglaublich, aber wahr: Die Kanzlei gibt es wirklich...!)
    www.integrale-psychotherapie.de/ ... gdrugs.pdf



    Zitat

    THC kann genau so mild wirken wie ein Schluck Wein. Es kommt nur auf die Dosierung an.


    Und wo liegt wohl die Dosierung, die für gewöhnlich verwendet wird...? Ich wage dreist zu behaupten: Über der analogen Menge Alkohol in einem Glas Wein...



    Zitat

    Ganz abgesehen davon sagt das BVG nichts bis jetzt nichts anderes, als dass es den Mißbrauch von Alkohol, der ja schließlich gefährlich ist als das Kiffen, nicht verbieten kann.


    Nein, das ist sehr frei interpretiert.
    Das Gericht sagt durchaus, dass ein Verbot kaum durchsetzbar wäre - aber u.a. auch, dass Alkohol fester Bestandteil unserer Gesellschaft und Kultur ist... ebenso wie Tee, Kaffee, Schokolade (deren Konsum auf Dauer übrigens auch erheblich Schäden nach sich ziehen kann!). Cannabis ist (noch?!) kein fester Teil davon - vielleicht mag das in 100 Jahren aussehen, wer weiß das schon...
    Aber soweit samma hoid no need... ;)



    Zitat

    Der Alkohol-Konsum ist Kindern und Jugendlichen verboten, obwohl sie selbstverständlich eine Weincreme oder eine Praline essen dürfen.


    Mei, weil da der Alkoholgehalt verschwindend gering ist, wird drüber hinweg gesehen... :roll:



    Zitat

    "und wird durch soziale Kontrolle überwiegend vermieden."
    Und dennoch sind die Gefahren des Alkoholmißbrauchs für die Gesellschaft höher als der Konsum von Cannabisprodukten. Und das tendiert nun wirklich zu einer scheinheiligen Argumentation des BGH.


    Du gehst da ja gar nicht auf die "soziale Kontrolle" ein - also das Argument des Gerichts... ;)
    Wobei natürlich zu konstatieren ist, dass der Faktor "soziale Kontrolle" hinsichtlich Alkoholmissbrauch zunehmend wohl weg fällt ("Komasaufen", Flatrate-Party", ...).



    Zitat

    Beim Alkoholkonsum ist es nicht anders. Und wo ein leichter Rausch aufhört und ein starker anfängt entscheidet ganz allein die Dosis.


    Ich weiß ja nicht, wie Du Alkohol trinkst - aber die berauschende Wirkung steht eben allenfalls sekundär im Regelkonsum. Beim Cannabis ist NUR die berauschende Wirkung relevant.



    Zitat

    Er bräuchte lediglich den Mißbrauch von Alkohol unter Strafe zu stellen. Aber das will er nicht, weil er Angst hat, dass dann der Pöbel auf die Straße geht und ungemütlich wird.


    Das hat er doch schon: z.B. §§ 315c, 316, 323a StGB. 8-)

  • Das BVG sagt, dass Drogen grundsätzlich gefährlich für die Gesellschaft sind. Deshalb sollten sie verboten werden. Das BVG nennt Gründe, warum Alkohol (angeblich) nicht verboten werden kann.


    Einer ist, weil Alkohol im religiösen Ritual verwendet (nicht mißbraucht) wird. Wedelt der Schwanz jetzt mit dem Hund?
    Zieht der Staat vor der Kirche den Schwanz ein? Oder sind die Richter ein wenig befangen, weil sie selbst die Messe besuchen?


    Wo soll bitte das Problem sein, Alkohol zu verbieten?



    Der Staat verbietet ihn und fertig. Die Kirche hat nämlich kein "Gewohnheitsrecht" auf Alkohol.


    Zitat von "Winterstolz"

    Allerdings heißt es genau: "...daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen"
    Bei einem (wenngleich auch etwas diffussen) "Gefährlichkeitsvergleich" schneidet Alkohol in einigen Kriterien schlechter ab, als Cannabis. Aber es kommt doch auf die von mir unterstrichenen Formulierungen an:



    Dass es auf die von dir unterstrichende Formulierung ankommt hast du jetzt von wem? :roll:



    Zitat von "Winterstolz"

    Man denke an den Nährgehalt von Bier oder an das zur u. a. Demenzprophylaxe dienliche Resveratrol in hochwertigem Wein.


    Bei der vom BVG angeführten Gefährlichkeit des Alkohols und der Leistungsfähigkeit der Lebensmittelindustrie bin ich mir sicher, dass man über dieses Argument nicht zu diskutieren braucht.


    Zitat von "Winterstolz"


    Und wir "wollen" nicht Alkohol konsumieren - wir haben uns so entwickelt.


    Was soll man dazu sagen? Die Schreibarbeit mache ich mir nicht, darauf einzugehen.


    Zitat von "Winterstolz"


    Das Verfassungsgericht wird sich hüten, Verlegenheitsargumente zu verwenden...


    Küss dem Verfassungsgericht die Füße, Winterstolz. Ich glaube langsam, so etwas könnte dir
    liegen.


    Zitat von "Winterstolz"


    Und wo liegt wohl die Dosierung, die für gewöhnlich verwendet wird...? Ich wage dreist zu behaupten: Über der analogen Menge Alkohol in einem Glas Wein...


    Du sagst es selbst. Es ist eine dreiste Behauptung.


    Zitat von "Winterstolz"

    Zitat:
    Der Alkohol-Konsum ist Kindern und Jugendlichen verboten, obwohl sie selbstverständlich eine Weincreme oder eine Praline essen dürfen.


    Mei, weil da der Alkoholgehalt verschwindend gering ist, wird drüber hinweg gesehen... :roll:


    Ich glaube, es war zu verstehen, was gemeint war. Nämlich dass zur Not der Gebrauch von Alkohol erlaubt sein kann (Kinder dürfen Praline essen), der Mißbrauch aber verboten werden kann (Alhohol ist für Kinder generell verboten).
    Ich bin mir sogar sehr sicher, dass das zu verstehen war...


    Zitat von "Winterstolz"

    Zitat:
    Ganz abgesehen davon sagt das BVG nichts bis jetzt nichts anderes, als dass es den Mißbrauch von Alkohol, der ja schließlich gefährlich ist als das Kiffen, nicht verbieten kann.


    Nein, das ist sehr frei interpretiert.
    Das Gericht sagt durchaus, dass ein Verbot kaum durchsetzbar wäre - aber auch, dass Alkohol fester Bestandteil unserer Gesellschaft und Kultur ist... ebenso wie Tee, Kaffee, Schokolade (deren Konsum auf Dauer übrigens auch erheblich Schäden nach sich ziehen kann!). Cannabis ist (noch?!) kein fester Teil davon - vielleicht mag das in 100 Jahren aussehen, wer weiß das schon...
    Aber soweit samma hoid no need... ;)


    Und genau das ist einer der Gründe. Weil Alkohol ein fester Bestandteil unserer Kultur ist, ist es schwierig bis unmöglich, seinen Mißbrauch zu verhindern oder zu verbieten.


    Es ist nicht "sehr frei interpretiert".
    Der einzige, der hier sehr frei interpretiert bist du. Warum eigentlich?
    Um zu widersprechen?
    Um zu belehren?


    Im Grunde egal, denn im Endeffekt verursachst du einfach nur zusätzliche und letzten Endes überflüssige Schreibarbeit.


    Wenn ich deswegen irgendwo zu aggressiv oder beleidigend gewesen sein sollte, bitte ich das zu entschuldigen.
    Es nervt eben manchmal :?

  • Ich werde jetzt nicht auf jedes einzelne Zitat oder so eingehen, da ich mich nur ganz grob dazu äussern will.


    Ich gebe meinem Kind keinerlei "Zeug" das in irgend einer Form Alkohol enthält, nichtmal wenn es nur Aromen sind!


    Das mit dem Genuss stimmt schon zum Größten Teil, aber wie ich auch schon beschrieben habe will ich
    mir keine "unmengen" an Cannabis reinziehen >das kann mann jetzt wider sehen wie man will<
    sondern bei der richtigen Gelegenheit einen Joint rauchen dürfen der in seiner Stärke bei weitem
    nicht einem "Vollrausch" >auch dehnbar der Begriff< gleichkommt.


    Es ist kein Genuss direkt, aber meine Alternative zu Alkohol.


    Das der Alkohol praktisch nicht verboten werden kann liegt auf der Hand, wie ja schon ausführlich erklärt wurde,
    aber ich wäre schon froh darüber wenn da Thema Alkohol ein bisschen anders betrachtet werden würde.


    Damit meine ich das er in den Werbungen zu viel Präsenz zeigt, das er im Prinzip vom Kleinkindalter auf
    fixer Bestandteil des täglichen Lebens ist(Papas Bier...) und das er einfah zu harmlos dargestellt wird.
    Es wird ja nichtmal in der Schule richtig darüber aufgeklärt.


    Der Alkohol wird mit Geselligkeit,Freude,Fröhlichkeit,Party, etc., assoziert und das ist irgendwie nicht richtig.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Lexi ,


    da kann ich dir nur zustimmen, was die relative Verharmlosung des Alkohols angeht.


    Wenn sogar unser Bundesverfassungsgericht ein wenig dummdreist behauptet, Alkohol werde im Normalfall in Maßen und vernünftig genossen, kann man nur hoffen, dass sich diese Heuchelei nicht allzu sehr in der Bevölkerung breitmacht.


    Wie man hier nachlesen kann, sind die Deutschen im Jahr 2007 die Schluckspechte Europas gewesen. Und das hat mit Alkohol-Genuß wirklich nichts mehr zu tun.


    Also ich bin wirklich nicht für ein Verbot von Alkohol, aber man sollte eben nicht so tun, als stünde diese Droge ausreichend unter sozialer Kontrolle.
    Gerade dann, wenn man im Land des traurigen Alkohol-Europameisters lebt.


    Das BVG schreibt:
    "In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt..."


    Ist doch wirklich Augenwischerei.. :roll:

  • Schönlangsam glaube ich Alkohol ist das "heissere Eisen", im Bezug auf die Verharmlosung und Präsenz.


    Ich habe auch hier bei dem Thema schon eine Statistik über Alkohol gepostet,
    aber ich machs gerne nochmal.
    Alkohol


    Es ist doch trotzdem so das es bei den wenigsten bei einem Bier bei einem Gläschen Wein oder
    bei einem Scotch bleibt.


    Wenn die Flasche Wein mal offen ist dann wird sie auch geleert.Nicht bei allen aber oft.


    Der berühmte Stammtisch, wo mit jedem Bier das Niveau der Unterhaltung sinkt,
    der von mir erwähnte Schichtarbeiter der im Bus nach Hause 3 Bier vernichtet(ja zum essen bekommst du nichts in dem
    Bus, Bier dagegen gibt es reichlich), die Damen die mit Sekt jedes Ereignis in ihrem Leben anstossen
    und nicht zu vergessen die Jugendlichen die jedes Wochende einen Rekord zu brechen haben.


    Man braucht sich nur die Feste im Sommer ansehen, was da gebechert wird ist extrem.


    Und im Winter ist man auch besens versorgt.
    Am Weihnachtsmarkt, auf der Skihütte, beim Eisstockschiessen...


    Wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt ist das schon heftig!



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Winterstolz :
    Ich hätte da mal eine Frage an dich, deren Beantwortung mich wirklich brennend interessiert:
    Ab wann definierst du eine Substanz als Droge? Ich meine deine eigene Definition.


    Freu mich auf die (sachliche) Antwort.
    Antares

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • @ Winterstolz


    Zum PDF Dokument "Cannabis und Psychische Erkrankungen"


    Zum einen geht es darin auch viel um den Konsum der Jugendlichen und den "hochfrequenten Konsum".
    Da sind wir uns ja alle eineig das diese Art des Konsums und noch dazu das Alter nicht in Ordnung sind.


    Hier das Fazit:
    "Abhängigkeitspotential:
    5,6 % (USA); 4 - 7 % (BRD); 11% (Australien)
    Psychose-Induktion:
    Bei Präposition für psychische Störungen ist das Risiko für die
    Entwicklung einer Psychose erhöht (insb.Jugendliche < 18 Jahre)
    Amotivationales Syndrom:
    Wissenschaftlich nie operationalisiert. Langzeitiger THC-Konsum
    kann zu Motivationsverlust und sozialem Rückzug führen.
    Gedächtnisstörungen:
    leichte Beeinträchtigung des Gedächtnis der Aufmerksamkeit
    durch Hemmung glutamaterger und cholinerger Neurone
    Psychomotorik u. Fahrtüchtigkeit:
    Je nach Dosis (7- 30 mg THC) kann während der Rauschphase von
    Fahruntüchtigkeit ausgegangen werden (~ 0,3- 0,9 Promille C2H5OH)"


    Dieses Fazit spricht doch für sich selbst.


    Nun der Alkohol.


    Der Anteil der Jugendlichen, die im letzten Jahr mindestens wöchentlich irgendein alkoholisches Getränk getrunken haben, ging von 21,2 Prozent im Jahr 2004 auf 17,4 Prozent im Jahr 2008 zurück.


    Aktuell konsumieren 6,2 Prozent der 12- bis 17-Jährigen eine selbst für Erwachsene riskante Alkoholmenge.


    Quelle:Drogenaffinität Studie 2008


    9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form.
    Etwa 1,3 Mio. Menschen gelten als alkoholabhängig.


    Quelle: [url=http://www.bmg.bund.de/cln_151/SharedDocs/Downloads/DE/Drogen-Sucht/Drogen_20und_20Sucht_20allgemein/Drogen-_20und_20Suchtbericht_202009,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Drogen-%20und%20Suchtbericht%202009.pdf]Drogen und Suchtbericht 2009[/url]


    Ich weis nicht ob ihr Deutschen das Ottakringer Bier kennt.
    Die Werbungen sind meiner Meinung nach heftig, ist geht eigentlich fast immer darum das Alkohol
    wichtiger als Nahtung,Freunde,...ist.


    Leider habe ich nur eine Werbung gefunden.
    Bier geht vor Essen


    In einer anderen Werbung der Brauerei wird die Bierdose mit Dosenfisch gleichgesetzt.


    Und hier noch eine Interessante Seite über die Auswirkungen.
    Folgen von Alkohol


    Und ich denke im Bezug auf die Wirkung, Verbreitung und Gefahren kann man sehr wohl vergleichen da man
    den kulturellen Aspekt ausser acht lassen kann!



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • @ Herr Schneider:


    Zitat

    Wedelt der Schwanz jetzt mit dem Hund?


    Ach komm schon - ich weiß, dass Du verstehst, wie's gemeint ist vom Gericht. Musst ja nicht zustimmen, aber verstehen können kannst Du's sicherlich... ;)
    Das hat nichts mit der Institution Kirche zu tun, sondern mit der Verankerung religiöser Symbolik in der Gesellschaft. Abgesehen davon geht es nicht nur um den religiösen Kontext, sondern auch um anderweitig kulturelle Zusammenhänge.



    Zitat

    Der Staat verbietet ihn und fertig.


    :lol:



    Zitat

    Und genau das ist einer der Gründe. Weil Alkohol ein fester Bestandteil unserer Kultur ist, ist es schwierig bis unmöglich, seinen Mißbrauch zu verhindern oder zu verbieten.


    Ja - das ist nun eine ganz andere Formulierung von Dir, als zuvor. So trifft das doch eher den Kern einer der Aussagen des Gerichts.



    Zitat

    Der einzige, der hier sehr frei interpretiert bist du.


    Eigentlich bleibe ich ziemlich nah am Text und an den Zusammenhängen - aber man kann ja vieles anders sehen...



    Zitat

    Warum eigentlich?
    Um zu widersprechen?
    Um zu belehren?


    Was macht man denn für gewöhnlich in einem Diskussionsforum...?



    Zitat

    Es nervt eben manchmal :?


    :lol: Wenn Dir nix besseres zu meinen "nervigen" Worten einfällt, als Altbekanntes zu wiederholen, leere Phrasen zu dreschen und Du schlussendlich meinst, auf die persönliche Schiene gehen zu müssen... mei, dann lass es halt lieber gleich ganz...
    Wenn Du meine Argumentation nicht zulassen magst, ist das ja völlig in Ordnung und Deine Sache - aber dass Du versuchst, die Richter am Verfassungsgericht anzupinkeln ist schon sehr bemerkenswert.



    @ Lexidriver:


    Zitat

    Der berühmte Stammtisch, wo mit jedem Bier das Niveau der Unterhaltung sinkt,
    der von mir erwähnte Schichtarbeiter der im Bus nach Hause 3 Bier vernichtet(ja zum essen bekommst du nichts in dem Bus, Bier dagegen gibt es reichlich), die Damen die mit Sekt jedes Ereignis in ihrem Leben anstossen
    und nicht zu vergessen die Jugendlichen die jedes Wochende einen Rekord zu brechen haben.
    [...]
    Wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt ist das schon heftig!


    Das seh ich auch so. Der "Grat" ist schmal.
    Allerdings gibt es wohl doch klare Extrema - wie das "Komasaufen" z.B.



    Zitat

    Zum einen geht es darin auch viel um den Konsum der Jugendlichen und den "hochfrequenten Konsum".
    Da sind wir uns ja alle eineig das diese Art des Konsums und noch dazu das Alter nicht in Ordnung sind.


    Jepp.



    Zitat

    Dieses Fazit spricht doch für sich selbst.


    Sei so gut und beschreib doch genauer, wie Du das siehst - wie man ja sieht sprechen offenkundig selbst klare Fakten doch nicht für jeden "für sich selbst"... ;)



    Zitat

    Und ich denke im Bezug auf die Wirkung, Verbreitung und Gefahren kann man sehr wohl vergleichen da man den kulturellen Aspekt ausser acht lassen kann!


    Sofern wir hier vom Alkoholmissbrauch sprechen, dem Grunde nach ja. Da spielt der kulturelle Aspekt dann im Rahmen der Fragestellungen auch keine Rolle mehr - der ist wohl nur relevant, wenn man den Alkohol an sich betrachtet.


    Aber nochmal auf den Punkt gebracht: Der kulturelle Kontext ist ja nur ein Baustein.
    Ich glaube, man kann bei Cannabis von keinem "Gebrauch" ausgehen, der mit dem "Gebrauch" des Alkohols vergleichbar wäre. Demnach wäre eben jede "Einnahme" von Cannabis ein "Missbrauch", dessen Folgen sich wiederum durchaus mit den folgen des Alkoholmissbrauchs vergleichen lassen.



    @ Eskay:


    Zitat

    Weinbrandhaltige Pralinen dürfen laut JuSchG NICHT an unter-18-Jährige verkauft werden.


    Ja, das fällt wohl unter § 9 Abs. 1 Ziff. 1 des Gesetzes.
    Was ich meinte war, dass in vielen Familien Kinder auch mal ein "Mon Cherie" oder so naschen dürfen - was pädagogisch wohl fragwürdig, im Sinne der Gefährdung jedoch m. E. nicht soooo gravierend ist. Bevor man sich mit derartigen Pralinen auch nur im Ansatz einen Rausch aneignen könnte, kotzt man doch. ;)



    @ Antares:


    Zitat

    Ab wann definierst du eine Substanz als Droge? Ich meine deine eigene Definition.


    Ohne das als besonders wissenschaftlich unterbaut zu sehen oder so, würde ich den Begriff spontan etwas anders definieren, als z.B. die WHO.
    Als Droge würde ich eine Substanz bezeichnen, die 1.) zur Erzeugung eines Rauschzustandes konsumiert wird UND 2.) kein "natürliches" Nahrungsmittel darstellt bzw. nicht "natürlich" in Nahrungsmitteln vorhanden ist. Aus dem Bauch heraus würde ich den Aspekt der "Sucht" gar nicht einbauen.

  • ich sage es ja die ganze zeit...


    die legalen drogen haben ein weitaus gefährlicheres potential gegenüber cannabis. ich hatte damals einen bericht gesehen wo die fahrtüchtigkeit von cannabis konsumenten gegenüber alkoholkonsumenten getestet wurde. fazit war, dass die konsumenten mit nur einem joint teils besser/vorsichtiger gefahren sind als die alk-trinker.


    ich will damit natürlich nicht drogen im strassenverkehr schön reden. drogen gehören nunmal nicht in verkehr. in keinster weise. aber mir kommt es immer so vor, als werden die falschen drogen verteufelt. ich habe bei gott in noch KEINEM forum und KEINER studie gelesen, dass in der direkten wirkung von cannabis eine person gestorben ist. natürlich macht die dosis die wirkung!!! und klar können joint-raucher auch an lungenkrebs etc. zugrunde gehen. aber bei maßvollem konsum hat es noch KEINEM geschadet. die ganzen hirn- und gedächtnis schäden kommen nur bei minderjährigen und extremkonsumenten zutage. und drogen gehören eben nicht in die hände von minderjährigen.


    also winterstolz, führe doch mal bitte ein prägnantes argument an, warum um himmels willen maßvoller cannabis konsum schaden solle? wenn du dort gründe ausgräbst, musst du aber auch die vgl. anführen, dass alkohol weitaus mehr schaden verursacht.


    fakt ist, fast alles was maßvoll genutzt wird, schadet auch nicht bzw. kaum. das bier am abend bringt keinen um, genauso wie der joint einmal in der woche am wochenende etc. heroin wurde z.b. erst angefangen zu verteufeln als in den USA die chinesischen einwanderer ihre opiumpfeifen rauchten (jahrhundertealte tradition). dieses wurde dann verboten und sie griffen auf das damals legale heroin zurück. dann fing die stigmatisierung des stoffes an, weil ein teil der doch unliebsamen einwanderer unter dem drogeneinfluss die harte arbeit am gleisbau nicht erfüllen konnte. dennoch hat das damals als hustensaft hergestellte und zur oralen aufnahme gedachte heroin so ansich keine schäden hinterlassen. ausser natürlich die sucht die bei massenhaften konsum enstanden ist. aber jede droge verursacht eine sucht. nikotin verursacht eine der schnellsten süchte, weil der stoff innerhalb von sekunden anflutet. genauso denke ich, dass die ur-völker die abends am feuer ihre opium-pfeife rauchen nicht davon elendig zugrunde gehen, weil es eben in einem maßvollem genuß-konsum hinausläuft.


    denn wann man alles verteufeln will, muss man nägeln mit köpfen machen und auch das hustenmittel codein unter BTM stellen. denn codein hat fast die genaue wirkung wie heroin und der entzug von codein kann tödlich sein und dauert weitaus länger als der von -H-. ach es gibt soviel mist auf der welt, da solle man doch wirklich den gewissenhaften umgang mit cannabis gestatten. natürlich soll das autofahren unter drogeneinfluss verboten bleiben und mit weitaus höheren strafen als die jetzigen abgeurteilt werden.


    ich selbst, muss ich noch sagen, trinke KEINEN tropfen alkohol (zu keinen anlässen) und rauche nicht einen joint--- klar habe ich es früher mal getestet aber ausser einen puls von 180 hat es mir nix gebracht. daher habe es nie wieder genommen. ich habe viel getestet in der zeit wo ich medi-abhängig war, sehr sehr viel... ausser H, crack, crystal und LSD fast alles... trotzdem rutschte ich NIE ab, weil ich es nur einmal probiert habe oder in maßen konsumiert habe...und worauf bin ich hägengeblieben? ratet mal!!!


    an der teufelsdroge NIKOTIN!!! :evil:


    praXx :winks:


    links:
    geschichte des -hustensaftes- heroin
    www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zei ... eroin.html
    oder
    www.infohammer.de/die-geschichte ... ylmorphin/


    ps.
    -Aufgrund der oralen Darreichungsform blieben bei den Konsumenten starke Rauschzustände und eine rasche Entwicklung einer Abhängigkeit aus-
    quelle: criminologia.de/2009/07/heroin-a ... en-wandel/


    WICHTIG:
    de.wikipedia.org/wiki/Heroin

  • @ Winterstolz:


    Deswegen...


    Zitat

    Alkohol ist in diesem Kontext gar nicht als "Droge" zu bezeichnen.
    Ferner ist die Unterscheidung zwischen angeblich "weichen" und angeblich "harten" Drogen ohnehin recht strittig.


    ... habe ich gefragt.
    Wie kann man denn Alkohol nicht als Droge einstufen? Verstehe ich dich richtig, wenn ich sage, dass du zu diesem Schluss kommst, weil er legal ist?


    Zitat von "Winterstolz"

    Als Droge würde ich eine Substanz bezeichnen, die 1.) zur Erzeugung eines Rauschzustandes konsumiert wird UND 2.) kein "natürliches" Nahrungsmittel darstellt bzw. nicht "natürlich" in Nahrungsmitteln vorhanden ist. Aus dem Bauch heraus würde ich den Aspekt der "Sucht" gar nicht einbauen.


    Stellt Alkohol ein natürliches Nahrungsmittel dar? (von gegorenen Früchten mal abgesehen) Wohl kaum. Wird es zur Erreichung eines Rauschzustandes konsumiert? In den meisten Fällen ja.


    Zitat von "PraXx"

    klar habe ich es früher mal getestet aber ausser einen puls von 180 hat es mir nix gebracht. daher habe es nie wieder genommen. ich habe viel getestet in der zeit wo ich medi-abhängig war, sehr sehr viel... ausser H, crack, crystal und LSD fast alles... trotzdem rutschte ich NIE ab, weil ich es nur einmal probiert habe oder in maßen konsumiert habe...und worauf bin ich hägengeblieben? ratet mal!!!


    Hmm, dass kann ich nur untermauern. Denn ich habe auch schon einiges ausprobiert, eben auch, weil ich die direkten Neben- und Nachwirkungen von Alkohol auf meinen Körper nicht unbedingt schätze. Mit einigen Substanzen habe ich durchaus positive "Ergebnisse" erzielt, aber das heißt noch lange nicht, dass fortan vom Wunsch nach einem sofortigen neuerlichen Erlebnis getrieben bin. Ich werde diese Substanzen wohl nicht mehr aus meinem Leben ausklammern, aber ich habe keine Probleme damit, sie in "vernünftigen" Zeitabständen zu konsumieren um eben nicht in eine Abhängigkeit zu geraten. Außerdem wäre es in diesem Zusammenhang dumm, die körpereigene Toleranz unnötig in die Höhe zu treiben.
    Um es auf dem Punkt zu bringen: Der Konsum von Opiaten (oder sonstigen Substanzen) ist eben nicht mit dem Sprung aus dem Flugzeug ohne Fallschirm zu vergleichen.

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett

  • @ Winterstolz


    Zitat von "Winterstolz"

    Das seh ich auch so. Der "Grat" ist schmal.
    Allerdings gibt es wohl doch klare Extrema - wie das "Komasaufen" z.B.


    Ja das Komasaufen ist wider ein eigenes Thema!


    Zitat von "Winterstolz"

    Sei so gut und beschreib doch genauer, wie Du das siehst - wie man ja sieht sprechen offenkundig selbst klare Fakten doch nicht für jeden "für sich selbst"...


    Wenn ich das "Fazit" des oben genannten Dokuments betrachte, sehe ich persönlich, auf den "normalen"(Gelegenheitskonsum) Kosum keine dramatischen erhöten Risiken die nicht auch durch Alkohol entstehen könnten.


    Zitat von "Winterstolz"


    Aber nochmal auf den Punkt gebracht: Der kulturelle Kontext ist ja nur ein Baustein.
    Ich glaube, man kann bei Cannabis von keinem "Gebrauch" ausgehen, der mit dem "Gebrauch" des Alkohols vergleichbar wäre. Demnach wäre eben jede "Einnahme" von Cannabis ein "Missbrauch", dessen Folgen sich wiederum durchaus mit den folgen des Alkoholmissbrauchs vergleichen lassen.


    Da ja Cannabis ein "reines" Rauschmittel ist, ist es natürlich so nicht direkt vergleichbar, wie du aber schon genannt hast
    die Folgen schon.


    Zitat von "Winterstolz"

    Was ich meinte war, dass in vielen Familien Kinder auch mal ein "Mon Cherie" oder so naschen dürfen - was pädagogisch wohl fragwürdig, im Sinne der Gefährdung jedoch m. E. nicht soooo gravierend ist. Bevor man sich mit derartigen Pralinen auch nur im Ansatz einen Rausch aneignen könnte, kotzt man doch. ;)


    Ich will mein Kind nicht von "kleinauf" auf den Geschmack von Alkohol konditionieren, ich denke das muss nicht sein!


    Zitat von "PraXx"

    die legalen drogen haben ein weitaus gefährlicheres potential gegenüber cannabis. ich hatte damals einen bericht gesehen wo die fahrtüchtigkeit von cannabis konsumenten gegenüber alkoholkonsumenten getestet wurde. fazit war, dass die konsumenten mit nur einem joint teils besser/vorsichtiger gefahren sind als die alk-trinker.


    Das fahren unter einfluss egal welcher Substanzen ist gefährlich, ich darf nicht mal mit meinen
    Allergiemedikamenten Autofahren.
    Der Unterschied zwischen Alkohol und Cannabis im Strassenverkehr sehe ich persönlich darin das sich der
    Alkoholisierte überschätzt, der Cannabiskonsument dagegen eher vorsichtig und fahren würde.


    Diese Aussagen basieren nicht auf Berichten sondern aus Erzählungen im Bekanntenkreis.
    Den Einfluss von Alkohol im Strassenverkehr durfte ich mir in der Fahrschule ansehen.
    Sie haben ein paar Leute geziehlt trinken und dann einen Parcour fahren lassen.
    Ab 0,5 Promille war keiner mehr in der Lage auch nur eine einzige Gefahrenquelle richtig zu deuten und richtig zu handeln.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"