Warum -leichte-Drogen verboten sind? Diskussion erwünscht!

  • Das ganze Cannabiszeugs geht einem auch auf den Zeiger. Heute meint jeder bescheuerte Banklehrling er wäre der Freibeuter der Meere, wenn er sich nach Feierabend den Hanf anzündet. Doch horcht auf Ihr Pfeifen, Ihr seid damit gar nicht so cool und individuell-Ihr macht etwas nur millionenfach nach, Ihr Oberindividualisten. Claxan, ich hätte gedacht, dass Du meinen ey groovy Satz richtig einordnest und die übertriebene Note bemerkst. Besoffener Opelfahrer ist natürlich genauso abzulehnen wie bekiffter Fordmaschinist.

  • Ich finde Aufklärung und Prävention allemal besser als Prohibition. Wir sind doch angeblich mündige Bürger, die ihr eigenes Handeln reflektieren und verantworten sollen. Deshalb sollte sich die Politik nicht einmischen, wenn ich mir mal einen rauchen will. Solange die gesundheitlich und volkswirtschaftlich gefährlichere Droge, der Alkohol, legal ist, wird der ideologische Beweggund in dieser Debatte einfach zu offensichtlich.


    Neben der ideologischen Schiene würde man verhindern, dass unbescholtene Bürger sich ihr Zeug auf der Straße kaufen müssen, aufgrund verunreinigten Shits evtl. dem Gesundheitssystem zu Last fallen und zudem völlig unnötig kriminalisiert werden. Ganz zu schweigen von den möglichen Steuereinnahmen, die ein geordneter Verkauf mit sich bringen würde.

  • Ein Problem sehe ich auch in der Tatsache, dass gerade das Verbotene reizt beim Thema Drogen. Wer weiss, ob Cannabis nicht ganz schnell gaanz uninteressant für die ganzen Poser werden würde bei einer Legalisierung. Ich vermute, kaum würde man gängige Drogen legalisieren, fingen die Herren der Schöpfung der Drogenkreise damit an neue illegale Drogen auf den Weg zu bringen. Ich frage mich bei den Hardcorecannabisverteidigern immer, ob die nichts besseres zu tun haben als dafür zum kämpfen, dass Sie Ihr Zeugs legal beziehen können. Die sollen doch mal nur halb so viel Elan dafür aufbringen dagegen zu protestieren, dass hier bei uns ganze Generationen unter einer gigantischen Schuldenlast zusammenbrechen werden.

  • Ein Problem sehe ich auch in der Tatsache, dass gerade das Verbotene reizt beim Thema Drogen. Wer weiss, ob Cannabis nicht ganz schnell gaanz uninteressant für die ganzen Poser werden würde bei einer Legalisierung. Ich vermute, kaum würde man gängige Drogen legalisieren, fingen die Herren der Schöpfung der Drogenkreise damit an neue illegale Drogen auf den Weg zu bringen.


    Das stimmt wahrscheinlich bei den Jugendlichen, aber ich finde es etwas zu einfach gedacht. Drogen sind für viele eine Lösung für Probleme, weil sie damit einfach die Wirklichkeit ausschalten können, und da ist es denen egal, ob die Drogen legal oder illegal zu bekommen sind - wer welche haben will, kriegt sie auch so.


    Ich frage mich bei den Hardcorecannabisverteidigern immer, ob die nichts besseres zu tun haben als dafür zum kämpfen, dass Sie Ihr Zeugs legal beziehen können. Die sollen doch mal nur halb so viel Elan dafür aufbringen dagegen zu protestieren, dass hier bei uns ganze Generationen unter einer gigantischen Schuldenlast zusammenbrechen werden.


    Woher willst du wissen, dass sie das nicht tun und das deren einziger Lebensinhalt ist?

  • Ich habe jetzt keine aktuellen Zahlen zur Hand allerdings gab es eine Statistik aus der Zeit zwischen 2001 und 2005 in der von ca 365000 (3,3%) Menschen in Holland regelmäßig konsumiert haben und die Zahlen sind wohl über die Jahre konstant geblieben. Wie man sieht ist ne Legalisierung eher unproblematisch.


    und da ist es denen egal, ob die Drogen legal oder illegal zu bekommen sind - wer welche haben will, kriegt sie auch so.

    Genau so ist es und eine unsinnige Kriminalisierung der Konsumenten hilft höchstens dem Schwarzmarkt und belohnt auch noch diejenigen die das Zeug mit allen möglichen Stoffen punchen.


    Ich frage mich bei den Hardcorecannabisverteidigern immer, ob die nichts besseres zu tun haben als dafür zum kämpfen, dass Sie Ihr Zeugs legal beziehen können. Die sollen doch mal nur halb so viel Elan dafür aufbringen dagegen zu protestieren, dass hier bei uns ganze Generationen unter einer gigantischen Schuldenlast zusammenbrechen werden.

    Stell dir mal folgendes vor: Man kann das ganze versteuern und somit Unmengen an Geld in die Staatskasse spülen!
    Hinzu kommen auch noch die wegfallenden Verwaltungskosten wegen Anzeigen und Co.
    Also tut der sogenannte "Hardcorecannabisverteidiger" irgendwo doch dass was du verlangst.

  • In Holland gibt es nicht den Fall, dass in diesen Coffeshops kiloweise Pott rumliegt. Den Betreibern wird es sogar recht schwer gemacht und Sie muessen staendig kleine Einzelmengen besorgen und haben dafuer Ihre Laufburschen. Genauso habe ich das erst vor kurzem im Tv gesehen. Zudem gibt es in Holland einen radikalen gedanklichen Umbruch und man merkt ploetzlich, dass die Gesellschaft dort mit dieser "JuppiduDrogenfueralle" Einstellung nicht zufrieden ist. Letztlich ist es auch ein Skandal, dass wir in Europa so eine Drogenenklave haben.

  • Der einzige Umbruch der dort passiert ist dass für Ausländer das Kiffen verboten werden soll.
    Momentan sieht es auch noch so aus als könnte jedes Gebiet selbst darüber entscheiden.
    Amsterdam zum Beispiel stellt sich gegen dieses Verbot.


    Das Problem in Holland ist dass der Verkauf in Coffee Shops Legal ist und das Anbauen in gewerblichen Maße um diese zu beliefern Verboten.
    Hier hat man das ganze wohl nicht ganz durchdacht.

    Zudem gibt es in Holland einen radikalen gedanklichen Umbruch und man merkt ploetzlich, dass die Gesellschaft dort mit dieser "JuppiduDrogenfueralle" Einstellung nicht zufrieden ist.

    So ganz stimmt dass auch nicht denn in Holland sind laut einer Umfrage aus dem Jahr 2010 54% für eine Legalisierung von weichen Drogen 39% gegen und 31% für eine sofortige Schließung aller Coffee Shops.


    Des weiteren frage ich mich was genau dein Problem mit Kiffern ist. Tuen die dir irgendwas?

  • Wenn etwas illegal ist, soll man es eben bleiben lassen und fertig. Auch wenn mein Nachbar ein blöder Hund ist, darf ich Ihm keine ballern. Deshalb verstehe ich diese ewige Lamentiererei der Kiffer nicht. Fakt ist, dass ein Grossteil der Konsumenten leistungsschwächer wird, intellektuell nachlässt. Diese Herrschaften lassen dann gerne die Arbeit durch andere "Spiesser" übernehmen (alles so schon zigfach erlebt). Genauso wenig lässt sich wegdiskuttieren, dass wer regelmässig zu Gras langt, auch den ganzen anderen Dreck irgendwann anfasst. Schon jetzt haben wir Kids aus 3 Jahrzehnten, die sich systematisch die Birne weggebongt und nichts zu Stande gebracht haben. Alle, die ich jemals kennengelernt habe und die einen rasanten schulischen Absturz hinter sich haben, haben durchgehend man höre und staune gekifft. Dann rede mal mit Kinder- und Jugendpsychiatrien, wieviel Cannabiskonsumenten die in den weissen Zimmern hocken haben. Wir brauchen härtere Strafen wie in den USA, da gibt es für Cannabisbesitz mal locker ein paar Jahre schwedische Gardinen. So hart muss es natürlich nicht sein, aber die zunehmende Duldung, Heroisierung, Verniedlichung von Cannabis, aber in Holland.... muss aufhören. Macht meinetwegen eine Alkoholabgabe erst ab 18 undstraft Verstösse dagegen auch rigoros, aber lasst die Verharmlosung dieses grünen Mistgewächses.


  • Wenn etwas illegal ist, soll man es eben bleiben lassen und fertig.

    Nach der Logik dürften Frauen heute nicht wählen gehen und wir hätten wohl nicht einmal sowas wie Demokratie. Also geh ich mal davon aus dass du dir gerne vorschreiben lässt was richtig und was falsch ist. Aber es gibt ja so einige Menschen die alles tun was einem vorgeschrieben wird damit man eines Tages in Sicherheit sterben kann.
    Aber okay jedem das seine.



    Fakt ist, dass ein Grossteil der Konsumenten leistungsschwächer wird, intellektuell nachlässt. Diese Herrschaften lassen dann gerne die Arbeit durch andere "Spiesser" übernehmen (alles so schon zigfach erlebt). Genauso wenig lässt sich wegdiskuttieren, dass wer regelmässig zu Gras langt, auch den ganzen anderen Dreck irgendwann anfasst. Schon jetzt haben wir Kids aus 3 Jahrzehnten, die sich systematisch die Birne weggebongt und nichts zu Stande gebracht haben.

    Ich und Millionen andere Kiffer sind nun also faul und kriegen absolut nichts auf die Reihe. Finde ich sehr interessant kannst du das ganze irgendwie belegen ohne die ganzen Einzelschicksale die du miterlebt hast aufzuzeigen? Ich hab hier nämlich interessanterweise Nachrichten von Studien die das Gegenteil beweisen.



    http://www.blick.ch/news/schwe…d-schlauer-id1685618.html


    http://www.pressetext.com/news/20051014008



    Klar kann es durch übermäßigen Konsum sich zum negativen wenden, aber das gleiche gilt auch für Alkohol, Tabak und Kaffee.



    Genauso wenig lässt sich wegdiskuttieren, dass wer regelmässig zu Gras langt, auch den ganzen anderen Dreck irgendwann anfasst.

    Ganz unrecht hast du damit nicht. Das hat allerdings eher weniger was mit dem Cannabis zu tun sondern eher die Kanäle wo man es bezieht. Die Dealer haben natürlich mehr Interesse daran Zeug zu verkaufen was mehr Gewinn verspricht. Im Gegensatz zu Kokain und Co hat Cannabis ne maue Gewinnspanne.



    Wir brauchen härtere Strafen wie in den USA, da gibt es für Cannabisbesitz mal locker ein paar Jahre schwedische Gardinen. So hart muss es natürlich nicht sein, aber die zunehmende Duldung, Heroisierung, Verniedlichung von Cannabis, aber in Holland.... muss aufhören. Macht meinetwegen eine Alkoholabgabe erst ab 18 undstraft Verstösse dagegen auch rigoros, aber lasst die Verharmlosung dieses grünen Mistgewächses.

    Wenn dann möchte ich auch bitte das gleiche für Alkohol der hochgradig abhängig machen kann und jedes Jahr mehr Menschen ins Grab bringt als Cannabis im letzten Jahrhundert. Außerdem sind Haftstrafen für den Besitz von Cannabis nicht gerade billig. Weiter oben hast du dich ja schon so schön beschwert, dass die Kiffer sich nicht gegen Staatsverschuldung aussprechen aber im Gegensatz verlangst du, dass weitere Kosten verursacht werden um die lieben Kiffer vor sich selbst zu schützen.



    Was spricht denn nun mal wirklich gegen einen vernünftigen Umgang mit Cannabis?
    Wir haben eine kontrollierte Abgabe die ab 18 erfolgt und Abgabe an minderjährige führt zu Haft- und Geldstrafen.
    Das ganze Spült Steuern in die Staatskasse und wirkt somit dem Staatsbankrott entgegen.
    Durch entkriminalisierung werden die Konsumenten besser geschützt. ( Ich erinnere mich da an einen Fall der schon ein paar Jahre zurückliegt wo ein Dealer zur Gewinnmaximierung Blei reingemischt hat und mit dem Tod von ein paar Menschen an einer Bleivergiftung endete.)
    Ebenso wird der Schwarzmarkt wird ausgetrocknet.


    Dagegen spricht eigentlich nur... ja was denn?
    Außer vielleicht dass das ganze nicht wirklich in das Weltbild von einigen Menschen passt.

  • Ganz ehrlich ich wünschte Canabis wäre legal. Dann würde es mir körperlich wesentlich besser gehen und zwar in jeder Hinsicht. Ich habe Asthma und Rheuma, als ich noch Canabis rauchte ging es mir körperlich viel besser als heute. Die schmerzen waren geringer und ich brauchte keine Asthma Medikamente (ich bin eingestellt, trotzdem). Mit meiner Partnerin sind solche Dinge nicht mehr möglich - was ich auch akzeptieren kann, denn eigentlich sind wir einer Meinung, nur leider kann sie da nicht so handeln wie sie es mir zuliebe gerne tun würde....


    Ich finde Aufklärung wichtig, was jegliche Drogen betrifft- Aber gerade bei Canabis, versteh ich das Verbot nicht, während Zigaretten (die wesentlich mehr körperlich anrichten können als Canabis) im freien Handel zugänglich sind, wird hier die gesellschaftliche Peitsche geschwungen. Canabis als Einstiegsdroge, dieses Gerücht hält sich wie Schmieröl, ich halte das für absoluten Quatsch.


    Ich selbst war "Speed" (Tabletten) Abhängig, da allerdings sehe ich die Sache ganz anders. DAS gilt für mich als eine Einstiegsdroge und wurde auch von vielen früheren Freunden als solche benutzt um dann auf "H" umzusteigen. Ich weiß allerdings nicht was heute so auf dem Markt ist, meine Drogenzeit ist schon lange vorbei (dieses Jahr 30 Jahre clean!)


    Grüße von Yen.

  • Ich kiffe zwar schon lange nicht mehr und auch nie regelmaeßig, aber auch ich bin für die Legalisierung. Im Prinzip kann ich mich meinen Vorrednern anschließen und nichts mehr dazu sagen, aber das waere ja langweilig.


    Hier wurde in den Raum geworfen, dass Kiffer alle faul und asozial waeren, was ich eine Frechheit finde.
    Ich für meinen Teil bin alles andere als faul und asozial. Naja nicht uebermaeßig faul, auch ich gucke gern mal den schlechten Film weil die Fernbedienung zuweit weg liegt ;) und all das ohne Drogen.
    Ich kenne viele Menschen, die regelmaeßig kiffen, und dennoch ihr Studium auf die Reihe bekommen und danach ganz normal wie jeder andere Mensch auch arbeiten gehen.



    Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Menschen erst zur Tüte greifen, weil der Gesellschaftsdruck und auch der Druck auf der Arbeit, in der Schule oder sonstwo enorm steigt.
    Seit ich mein Abitur nachhole verbringe ich schlaflose Nächte, weil mich die Schule nicht loslaesst. Jeder erwartet, dass ich mein Abitur mit einem ganz tollen Schnitt mache, die Schule erwartet dass ich Purzelbaeume rueckwaerts schlage und dabei auf dem Klavier die vier Jahreszeiten spiele und die Gesellschaft will kein Gejammer dadrueber hoeren.
    Waere das grüne Tütchen legal, und auf Folgendes verwette ich meinen Arsch, haetten wir weniger mit Burnout und co zu kaempfen.

  • Hallo liebe Paranormalen Freunde,
    auch ich bin für die Legalisierung von Cannabis und wäre es auch für härtere Drogen, die man snifft, nicht allerdings für Drogen oder Konsumtechniken, in denen man spritzt. Ich wäre für die Legalisierung aller niederpotenten Drogen (Cannabis, Alkohol, Nikotin, Salvia, Koffein) und mittelpotenten Drogen (XTC, Pilze, Kokain, Speed), allerdings gegen die hochpotenten Drogen (Heroin, Crack, LSD). Nieder- und mittelpotente Drogen wirken schwach bzw. mittelmäßig stark und/ oder mittelmäßig lange, d. h. der Rausch beginnt langsam oder mittel schnell, wirkt mittel oder schwach ab und klingt aber erst später ab, d. h. der Rausch dauert entweder länger, auch wenn er nicht so hardcore stark ist, oder er ist mittel stark, klingt aber langsam ab. Dagegen sind hochpotente Drogen schnell wirkend und nur sehr kurz, der Rausch ist extrem stark und klingt schnell ab, nicht sanft, sondern aprubt und er beginnt auch schnell, was man "den Kick" nennt. Deswegen machen hochpotente Drogen sehr süchtig. Hochpotente Drogen würde ich nur in akuten Notfällen verordnen, wie akuter Schmerz oder akute Panik, nieder potente Drogen würde ich generell legalisieren und mittelpotente Drogen würde ich für eine mittelfristige Therapie einsetzen, das Absetzen jedoch überwachen und schleichend, d. h. sanft und möglichst mit niederpotenten Psychopharmaka und Ersatzstoffen möglich machen. Ansonsten würde ich mittelpotente Drogen auch für den "Einsatz nach Bedarf" verschreiben lassen, also bei Rückfällen von Depressionen (XTC), Psychosen (LSD) oder Antriebsstörungen (Speed), aber nicht langfristig, dauerhaft. Möglich sollte die Behandlung mit allen Drogen generell sein, um psychische Ungleichgewichte auszugleichen (mittelpotent), akute Krisen zu bewältigen (hochpotent) oder um in der Freizeit und in Pausen zu entspannen (niederpotent).


    Allerdings wäre ich bei mittel- und hochpotenten Drogen für einen geregelten Konsum durch die Psychiatrie: Hochpotente Drogen sollten nur vom Arzt verabreicht werden dürfen, mittelpotente Drogen nur auf Rezept bestellt werden dürfen. Bei etwaigen Abhängigkeiten sollten auch niederpotente Drogen ab und zu kontrolliert werden und bei Bedarf Neuroleptika, Antinikotinerge Drogen oder softe andere Gegengifte wie Tranquillizer oder Distra (Alkoholinerges Gegengift) als Ersatzdroge und Heilkur verschrieben werden, um mögliche Langzeitschäden und Süchte, die selbst bei niederpotenten Drogen geschehen können, zu kurieren und abzuwenden. Ein Verbot niederpotenter Drogen halte ich allerdings für falsch, weil der Mensch auch das Recht zur psychischen Selbstbestimmung haben sollte und nicht nur die "Pillen und Pharmaka" schlucken sollte, die der Arzt verabreicht, sondern es muss auch ein Repertoire an Drogen geben, die man legal zur Auswahl hat, ansonsten rechtfertigt sich die Zwangsmedikation der Psychiatrie und Neurologie mit ihren chemischen Stoffen einfach nicht.


    Trotzdem: Verantwortungsbewusstsein, aufgeklärter Konsum und Mässigung sollten auch bei soften Drogen angesagt sein. Alles kann in unverhältnismäßigem Konsum Leben und Leib schädigen.

  • Hoi


    Schon witzig, im Alkoholiker Fred wird für ein Alkoholverbot geworben weil Alkohol ach so gefährlich ist und hier fordern die gleichen User eine Legalisierung von einer anderen Droge. Respekt!
    Dann seh ich schon die nächsten Fred´s auf uns zu kommen....Hilfe meine Mami kifft und die Kinder leiden :roll:
    Also tauschen wir Alkohol gegen Marie Jane und alles wird natürlich besser.


    Über die Möglichkeit Cannabis zur Schmerztherapie zu nutzen kann man gerne reden, aber für eine generelle Freigabe bin ich nicht, weil das System nicht funktioniert. Siehe Niederlande.
    Wer glaub das mit einer legalisierung die Ganzen Begleiterscheinungen wie Bandenkriminalität etc verschwinden ist echt naiv..oder nen Baumkuschler.
    Ausserdem ist der Spaß doch eh schon fast legal..also der Konsum zumindest.



    Zitat

    Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Menschen erst zur Tüte greifen, weil der Gesellschaftsdruck und auch der Druck auf der Arbeit, in der Schule oder sonstwo enorm steigt.


    Hmm wer zu irgendwelchen Mittel greifen muss um irgendwelchen Druck auszuhalten sollte alles mögliche tun nur nicht unbedingt zu Drogen/Alk etc greifen.


    So long

    But now the rains weep o'er his hall,
    with no one there to hear.
    Yes now the rains weep o'er his hall,
    and not a soul to hear.

  • Über die Möglichkeit Cannabis zur Schmerztherapie zu nutzen kann man gerne reden

    Ich bin konsequent gegen Drogen eingestellt. Vielleicht kam oder kommt das nicht so rüber, aber Canabis hilft gegen Schmerzen, das weiß ich selbst aus Erfahrung. Da ich mir - wenn auch selten - eine Rheuma Mittel Dröhnung reinziehen muss, um den Tag zu überstehen, würde mir hier auf jeden Fall die Legalisierung als Schmerzmittel helfen.
    Meinen Magen und meinem Darm, würde es wesentlich besser gehen...


    Allerdings ist Canabis wesentlich harmloser als Alkohol, der Vergleich den du gesetzt hast, hinkt somit.
    Das du hier jedoch moralisch den Zeigefinger hebst und bei den "alltäglichen Drogen" eine Laissez-faire Haltung an den Tag legst, begreife ich nicht. - Aber vielleicht verstehe ich dich ja auch falsch...


    Grüße von Yen.

  • Die Einnahme von med. Cannabis ist aber, nach meinem Kenntnisstand, etwas anderes als das "Spaßkiffen".


    Schlüssel: sind Kokain und Pilze nicht auch harte Drogen? macht Kokain nicht stark abhängig? Diese Drogenpilze führen nach meinem Kenntnistand zu schweren Hirnschädigungen.


    Ob Cannabis harmloser als Alkohol ist, bezweifle ich, die Kiffer die ich bisher kennengelernt habe, haben ihr Leben nicht besser im Griff als Alkoholiker, sie fallen etwas weniger auf, das wars aber auch schon.
    Aber ich glaube Kiffern schon, daß sie glauben sie hätten kein Problem und ihr Kiffen dementsprechend verteidigen.

  • Kokain und Pilze habe ich zu den mittelpotenten Drogen eingeordnet und mittelpotente und hochpotente Drogen zähle ich bereits zu den harten Drogen. Man könnte natürlich Kokain auch eher zu den hochpotenten Drogen zählen, vor allem wenn man es mit einem anderen Upper wie Speed vergleicht, jedoch ist das Derivat aus Kokain, Crack, sehr viel höher potent als reines Kokain, weswegen ich etwas "locker" die Zuordnung getroffen habe. Solche Zuweisungen sind immer mit Bedacht und einem kritischen Auge zu sehen. Sicher kann Kokain auch körperlich abhängig machen, doch die Entzugserscheinungen sind geringer als bei Crack oder selbst als bei Methamphetaminen. Bewerten kann man den Entzug auch an dem Gefühl, was passiert, wenn man "herunter kommt":


    Während Meth relativ starke psychische Probleme beim Herunterkommen bewirkt, ist es bei Kokain eher mit Paranoia und einem Gefühlstief zu vergleichen, während bei Meth tatsächlich auch Halluzinationen dazu kommen können. Bei Crack und Heroin dagegen merkt man förmlich einen Absturz, und der Entzug setzt sich dann auf lange Zeit durch langes Unbehagen fort und dieses unangenehme ist nicht so schnell rekuperierbar/ zurückstellbar wie bei Koks oder Meth. Man ist bei hochpotenten Drogen "länger auf Turky".


    Dagegen ist ein Vergleich bei den niederpotenten Drogen mehr als fair:


    Der unmittelbare Entzug nach Alkoholkonsum ist der berühmte Kater: Kopfschmerzen, "Partydepression"/ Unwohlsein und Übelkeit bis zum Erbrechen. Solche Unmittelbaren Formen des "auf Türky sein" gibt es dagegen nicht bei Cannabis. Die Entzugserscheinungen sind geringer. Selbst der Entzug bei Nikotin, im Falle langzeitigem Konsum, ist mit größerem Unwohlsein und Nervosität verbunden, dieser Entzug ist aber auch auf lange Zeit und nicht nur "nach der letzten Zigarette" vorhanden.


    Fazit: Cannabis zählt zu den niederpotenten Drogen mit den dazu geringsten Entzugserscheinungen.

  • Hab ich richtig gelesen: Kokain kann körperlich abhängig machen?


    Meinst du das wirklich ernst?
    Kokain kann nicht nur körperlich abhängig machen, es macht körperlich abhängig. Das KANN kann hier mal ganz schnell gestrichen werden!


    Kokain ist keine Party,- und Fun Droge, sondern eine ernstzunehmende Gefahr! Ich hatte eine Freundin die Koks abhängig war, sie liegt jetzt auf einem Friedhof begraben, sie hat sich zu Tode gekokst. Zuerst waren nur die Nasenscheidewände hin, dann griff die Droge die inneren Organe an.
    Sie hat 4 Jahre gekokst und ist mit 25 gestorben.
    Koks ist genauso gefährlich wie Heroin, ich kenne diese neuartigen Drogen nicht, es ist mir auch ehrlich gesagt egal.
    Aber hier handelt es sich auf keinen Fall um eine leichte Droge!


    Reden wir jetzt weiter über harte Drogen, oder wollen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema kommen?


    Grüße von Yen.

  • Dein persönlicher Verlust tut mir sehr leid. Dennoch ist es ihr Problem, wenn sie sich zu Tode gekokst hat. Viele Menschen ritzen sich zu Tode. Sie tun mir noch mehr leid, weil ihr selbstzerstörischer Trieb beinahe so radikal ist, wie jemand, der sich zu Tode kokst oder jemand der sich vor den Zug wirft. Trotzdem sind die suizidalen und selbstzerstörischen Tendenzen nicht Thema des Threads hier. Nur weil deine Freundin ihren eigenen Tod durch Drogen verursacht hat, tut es nichts zur Sache. Sie hätte es auch mit Schlaftabletten oder Benzodiazepinen machen können. Wer sterben will, der tut es auch ohne Koks.


    Jedenfalls habe ich es soeben hergeleitet, dass Cannabis eine niederpotente Droge mit ziemlich geringen Entzugserscheinungen ist, mit der man sich nebenbei nicht zu Tode kiffen kann, und beides entgegen den legalen Drogen Alkohol und Nikotin, die größere Entzugsprobleme verursachen als Cannabis.

  • Es ging mir nicht um den Tod an sich (egal um welchen), sondern darum das man Drogen wie Koks und Heroin nicht auf die Leichte Schulter nehmen sollte.
    Das sie selbst daran schuld war (wenn wir schon von Schuld sprechen), das habe und werde ich nicht bestreiten.
    Ich finde es schon einen Unterschied ob jemand Canabis raucht oder isst oder Kokst. Da es im Thema um "leichte" Drogen ging, wollte ich hier nur einmal eine Grenze setzten, sonst können wir das "leichte" streichen und uns gleich zu dem Thema Drogen äussern.


    Grüße von Yen.