Außenwirkung

  • Soll es an den Männern liegen weil sie im Sinne der Natur handeln ?
    Du willst doch einen Mann der dir auch Kontra gibt.
    Ich streite nicht ab das du nicht gerne einen Mann hättest,


    Wenn du anhand eines Posts vom Sarkasmus abkommst dann hab ich schon viel geschafft.
    Nun Ja liebe Buh.
    Was betitelt dich darüber zu bestimmen was Frauen wollen und welches Bild sie erfüllen sollen ?
    Ich lese ein bißchen zwischen den Zeilen.


    Im Job mag das alles nützlich sein aber ansonsten sehe ich zumindest das du keinen Erfolg mit deiner Strategie verbuchen konntest.


    Ist der Smiley nur auf dich bezogen oder sprichst du damit für alle Frauen ?
    Ich vermute ersteres..

  • Der Sarkasmus ist mir in der Tat vergangen, da hast Du Recht.


    Äh...ich habe keine "Strategie"! Ich bin so! Nix Strategie! Wie kommst Du überhaupt darauf, dass ich eine habe? Von mir wird sogar - leider - gesagt, dass ich bei "Dates" zu ehrlich bin und auf der Flirt-Welle nicht besonders gut surfen kann. Meine Strategie ist höchstens: Sei Du selbst und sonst nix.


    Ich bin die Letzte, die von irgendwelchen Bildern spricht, die man zu erfüllen hat. Ich habe hier im Forum flammende Plädoyers darüber gehalten, dass Menschen - egal ob Mann oder Frau - weder gegen den Strom noch mit ihm schwimmen sollten. Darüber, dass jeder so akzeptiert werden sollte, wie er ist. Darüber dass man keine Erwartungen an Menschen haben sollte, an die Hausfrau genauso weng wie an den Vorstandsvorsitzenden. Ich bin IMMER für die Freiheit des Menschen, so zu sein, wie er ist, und Du kommst mir jetzt mit "Was betitelt dich darüber zu bestimmen was Frauen wollen und welches Bild sie erfüllen sollen"!


    Ich weiß nicht, ob Du es Dir eventuell vorstellen kannst, aber nicht alle Frauen backen gerne, tragen ausschließlich Röcke und haben nichts anderes als Schwangerschaften und Stricken im Sinn. Die Frauen sind freier geworden. Sie können tun und lassen, was sie wollen und so sein wie sie wollen. Wichtig ist nur IMMER, dass sie sie selbst sind, sich von allen Zwängen zu befreien. Den Zwängen, die uns das 50er-Jahre- und denen, die uns das neue Jahrtausend-Denken aufdrückt. Wenn das Pink-Kussi-Püppchen voll und ganz von Kopf bis zu den Zehenspitzen ein Pink-Kussi-Püppchen ist und sich nicht verstellt, dann ist das super! Aber nicht jede Frau ist ein Pink-Kussi-Püppchen - genau genommen sogar recht wenige - und auch diejenigen, die nicht in dieses Schema passen, sind dadurch a) nicht weniger Frau als das Pink-Kussi-Püppchen und b) nicht weniger sie selbst.


    Ich schreibe mich schon wieder in Rage.


    Also noch einmal - zum letzten Mal und ich mache es wieder fett, damit nicht schon wieder irgendein Held es überliest: Dieser Thread soll nicht davon handeln, ob sich Menschen verstellen oder nicht. Es geht nicht darum, ob ich mit Männern Probleme haben könnte oder nicht. Zudem sollte Buh sich hier auch nicht genötigt sehen, die Emanzipation - diesmal richtig - neu aufzurollen.


    Es geht hier um das, was Menschen von jemanden denken, wenn sie ihn zum ersten Mal kennen lernen. Darum, wie wenig es manchmal damit zu tun hat, wie man tatsächlich ist und um darum, welchen Stempel wir wie schnell neuen Bekannten aufdrücken. Um nichts anderes.


    P.S.: Du bist nicht zufällig "Traumtänzer"? Der hat auch überall alles falsch verstanden.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Hoi,


    ich denke dieses Problem in der Aussenwirkung liegt einfach in der Kommunikation der Menschen begründet. Es gibt da so ein Vier-Wege-Kommunikationsmodell von irgendeinem Kerl (auf den Namen komme ich gerade nicht) wonach Menschen Aussagen auf verschiedene Arten auffassen.


    Als Beispiel:


    Mann und Frau sitzen beim Abendenssen. Der Mann fragt: Was ist denn das Grüne da?


    Situation 1:
    Die Frau reagiert erbost weil sie denkt der Mann mäkelt am Essen herum: "Koch das nächste Mal halt selbst, wenn es dir nicht schmeckt!"


    Situation 2:
    Die Frau zieht verwundet die Brauen hoch und beantwortet die Frage ganz locker: "Das sind Erbsen, Schatz!"


    Anderes Beispiel:


    Mann fährt das Auto, Frau ist Beifahrer und sie stehen an einer Ampel. Die Frau sagt: Es ist grün!


    Situation 1:
    Der Mann reagiert erbost weil er denkt seine Frau will ihm etwas vorschreiben und sagt böse: "Fahr ich oder fährst du?"


    Situation 2:
    Der Mann reagiert ganz gelassen und sagt nur: "Danke!" und fährt los.


    Je nach Stimmung und Charakters unseres Gegenübers wird dieser uns ganz unterschiedlich einschätzen. Ist er gelassen und ausgeruht wird er einen Scherz als solchen erkennen und uns als humorvollen Menschen einschätzen. Ist er allerdings gestresst, wird er diesen kleinen Scherz vielleicht als arrogant oder anmassend einstufen.


    Vor kurzem habe ich vier Menschen gleichzeitig kennengelernt. Wir saßen bei einem meiner Freunde und jeder dieser vier Menschen hat dieselben meiner Äußerungen gehört und dieselben Einblicke in mein Verhalten bekommen.


    Das Resultat waren vier grundverschiedene Meinungen über mich:
    Eine schätzte mich als arrogantes Arschloch ein.
    Einer schätzte mich als schrägen aber lustigen Vogel ein.
    Eine schätzte mich als grundehrlichen und offenen Menschen ein.
    Die letzte Meinung ist leider nicht druckreif...aber es läuft auf einen geistesgestörten Zustand hinaus.


    Im Prinzip hätten diese vier Menschen doch die gleiche Meinung über mich haben müssen. Aber das haben sie nicht. Man kann sich also einfach nur so verhalten wie es einem selbst gefällt...und darauf hoffen, dass die Menschen die man mag, dieses Verhalten richtig interpretieren und es ihnen gefällt. Man selbst hat aber keine Möglichkeit irgendwie auf die Aussenwirkung einzuwirken. Die wird nämlich durch die Menschen in unserer Umgebung geprägt.


    Sich über seine Aussenwirkung Gedanken zu machen, finde ich deswegen ziemlich sinnlos...es ist wie mit einem Schaukelstuhl: Irgendwie ist man zwar beschäftigt, aber eigentlich tut man gar nichts. Die Zeit sollte man lieber damit verbringen für seine Leute da zu sein...das hilft der Aussenwirkung glaube ich mehr als die Zeit damit zu verbingen, sie zu analysieren.


    Tja...und Buh:


    Interessanterweise schreibst du fast in jedem Post, dass es nur um die Aussenwirkung gehen sollte...kannst es dir dann aber nicht verkneifen in jedem zweiten Post zu beschreiben, dass Männer nicht wissen, was sie wollen und wie sehr Männer in ihrem Schubladendenken gefangen seien. Gegen Ende des Threads nimmt dies zwar ein wenig ab...aber du kannst nicht erwarten, dass sich kein Mann auf die Schuhe getreten fühlt wenn du schreibst "Männer im Allgemeinen wissen manchmal nicht, was sie wollen." und dann etwas dagegen sagen will.


    Und wenn man ehrlich ist: In deinem Eröffnungspost geht es nicht um die Aussenwirkung an sich...es geht darum, dass es dich stört, dass Männer dich falsch bzw zu vorschnell einschätzen und du deswegen Probleme im Liebeslieben hattest. Es geht nicht darum, dass deine Aussenwirkung im allgemeinen falsch sei, sondern dass die Männer dich nicht als "Frau" wahrnehmen.


    Im Großteil deiner Posts geht es immer nur um Männer...nicht um Frauen und Männer die dich nicht richtig einschätzen bzw kennenlernen wollen. Ich habe bei deinen Post keinen einzigen Satz darüber gelesen, wie blöd du es doch findest, dass eine Arbeitskollegin dich falsch einschätzt.


    Du solltest dich also nicht wundern, dass du gezwungen bist all die Helden in GROSSSCHRIFT darauf hinzuweisen, worum es hier geht...das hast du dir selber eingebrockt!


    Die beste Möglichkeit um einen (Geschlechter)Kampf herumzukommen ist immer noch die, ihn nicht zu eröffnen!


    Und bevor du mich als "Helden" einstufst: Ich verteidige hier nicht das Männertum weder greife ich das Frauentum an...ich kritisiere lediglich deine Erwartungshaltung bezüglich des Threads und dein Vorgehen im selbigen.


    Mit freundlichen Grüßen


    ...jemand von aussen...

  • Buh möchte Männer kennenlernen die sich nicht mit ihr vergleichen können weil sie ja so selbstbewußt ist.
    Sie lästert was die bösen Männer doch alles falsch verstehen.
    Und die Außenwirkung läßt auch Rückschlüsse auf dein Innenleben deuten.
    Du wirkst taff und dies und das aber eigentlich möchtest du lieber verletzlich sein als Frau wahrgenommen werden.
    Wie das gehen soll.. naja
    Du sprichst von Selbstbewußtsein und Emanzipation sobald du sehen kannst das es Antworten vom anderen Geschlecht gibt.
    Nun kannst du noch versuchen dich zu üben mit dem "anderen" Geschlecht.
    Du suchst vom "weiblichen" Geschlecht Zustimmung das die bösen Männer dich nicht einschätzen und was weiß ich...


    Wenn du wirklich so intelligent bist wieso klappt das nicht einen Mann zu finden ?
    Außerhalb deiner Welt einen Mann kennenzulernen kann ja wohl nicht so schwer sein.


    Hier noch ein Link der dir vielleicht bei einer "gesunden" Selbsteinschätzung dienlich sein könnte.
    http://www.dnews.de/wissenschaft/111461 ... nn-je.html

  • Also wie ich diesen Thread verstanden habe, findet Buh nicht den "Richtigen". Das hat in meinem Verständnis des Threads aber nicht direkt mit Buh zu tun. Mir scheint es hier eher an den "Dates" zu liegen.


    Ich hatte noch nie ein "Date". Punktum. Entweder es kommt was zustande oder nicht, wenn man eine Person kennen lernt. Vereine, Lokale, Supermarkt oder sogar Telefonanrufe auf der Arbeit.


    Wer gezielt sucht (Bekannschaftsanzeigen) ist m. E. nicht ganz dicht. Es steht immer drin: warmherzig, einfühlsam, zärtlich, unternehmungslustig, natürlich. Das bedeutet aber: lieblos, kuschelfaul, schneller Sex, Couchpotato, Fast-Food-Freak.
    Wer mir das nicht glaubt, kann ja mal so ein Date ausprobieren.


    Immerhin würde ich in eine Annonce auch nicht schreiben: "Debiler und geistig gestörter Mittdreißiger sucht attraktive und berufstätige Frau. Kochkünste sind nicht erforderlich, wenn ihrerseits das Tragen von Einkaufstüten möglich ist. Erotik ist vorhanden, solange der Kabelanschluss oder Internet nicht aktiv sind. Eine mögliche Heirat ist nicht ausgeschlossen (vornehmlich Asiatinnen)."


    Um beim Thema zu bleiben: 80 % meiner Schulbekanntschaften haben über eben die Schulbekanntschaften geheiratet. 40 % meiner Arbeitsbekanntschaften haben über die Arbeitsstelle geheiratet. 20 % Meines engsten Familienkreises (meine Familie) haben durch meine Schuld geheiratet (das zweite Kind ist unterwegs).
    Ich kenne kein einziges Annoncen- oder Date-Paar!!!

  • Zitat

    Also noch einmal - zum letzten Mal und ich mache es wieder fett, damit nicht schon wieder irgendein Held es überliest: Dieser Thread soll nicht davon handeln, ob sich Menschen verstellen oder nicht. Es geht nicht darum, ob ich mit Männern Probleme haben könnte oder nicht. Zudem sollte Buh sich hier auch nicht genötigt sehen, die Emanzipation - diesmal richtig - neu aufzurollen.


    Es geht hier um das, was Menschen von jemanden denken, wenn sie ihn zum ersten Mal kennen lernen. Darum, wie wenig es manchmal damit zu tun hat, wie man tatsächlich ist und um darum, welchen Stempel wir wie schnell neuen Bekannten aufdrücken. Um nichts anderes.


    Ich denke das Problem liegt darin dass deine Sicht auf Dich selbst einfach von der Sicht abweicht die andere auf dich haben. Wirft die Frage auf wer denn jetzt recht hat. Ich glaube nicht so recht an diese krasse Diskrepanz von erstem Eindruck und längerem Kennenlernen.


    Ich denke es sind die anderen, das soll jetzt kein Angriff sein, aber ich denke wenn man wie Du schreibst wirklich Familienmensch ist oder Karrierefrau sein will dann strahlt man dass bewusst oder unbewusst auch aus. Es ist eben ein Unterschied ob man sich einredet dass etwas ganz toll ist oder ob man wirklich zu 100% dahinter steht. Es macht bei Dir den Eindruck als ob du es ungerecht findest dass dich Leute schnell aburteilen und du meinst du bist anders als diese Leute dich im ersten Moment wahrnehmen. Verstehen tu ich es nicht, einerseits willst du so bleiben wie du bist, andererseits willst du dass die Umwelt dich anders wahrnimmt als sie es derzeit tut. Wie soll das gehen?


    Es ist doch teilweise auch widersprüchlich was du sagst, einerseits verlangst du das man versteht dass nicht alle Frauen gerne backen, Kinder kriegen etc. andererseits beschwerst du dich darüber dass die Männer in dir keinen Familienmenschen sehen. Du kannst nicht gleichzeitig die unabhängige Frau geben die voll emanzipiert eher an Karriere und "Rock n Roll" denkt als an Kinder und andererseits erwarten dass dich jemand als Familienmensch sieht. Das ist einfach unrealistisch. Man kann einfach nicht alles sein, Party, Karriere, Familie, irgendwas kommt auf jeden Fall zu kurz und man muss sich da irgendwann entscheiden und es kommt ja bei der Aussenwirkung bzw. bei ersten Eindruck immer nur auf wenige Sachen an. Ich kann nach dem ersten Eindruck auch nicht sagen ob eine Frau vielleicht nicht doch gerne mal was bäckt oder ob sie unbedingt bügeln will, aber ich kann sagen was ihre grundsätzlichen und herausragenden Eigenschaften sind. Es geht um die Sachen die an erster Stelle stehen für die Menschen, nicht um irgendwelches Zeug was man vielleicht auch noch gerne macht. Auf diese grundsätzlichen Dinge kann man sich verlassen, das tue ich zumindest, dass sind 2-3 Eigenschaften die man schnell wahrnimmt bei anderen Menschen. Wenn man jemand kennenlernt und es sind einem bestimmte Eigenschaften bei einem Partner wichtig, dann sucht man zuerst nach diesen Eigenschaften, niemand sagt, "Ja ok, vielleicht wenn wir uns 2 Jahre kennen fängt sie ja doch an Familienmensch zu sein", so ist es einfach nicht, genausowenig kann man erwarten dass der andere sofort alle Nuancen einer Persönlichkeit wahrnimmt. Wenn einem selbst eine Eigenschaft wichtig ist, dann will man eben dass der Partner diese Eigenschaft auch als eine herrausragende Eigenschaft hat, und nicht irgendwo als "ferner liefen" hinter Karriere oder tausend anderen Eigenschaften. Ist ja auch unlogisch, wenn du in einer gewissen Weise auftrittst, dann bist dass ja Du, und genau so wirst du auch wahrgenommen, es geht ja hier nicht um "ich könnte mir auch Familie etc. vorstellen" sondern es geht ja um die Dinge die Dir wichtig sind, und dass sind eben die Dinge die man auch ausstrahlt.


    Du kannst ja nicht erwarten dass du so auftrittst wie du bist die Leute aber das wahrnehmen was du gerne wärst oder von dem du meinst dass es auch in Dir steckt, wenn du es nicht zeigst und ausstrahlst. Ich würde die Anderen, was ja bei dir in dem Fall überwiegend Männer sind, nicht für so beschränkt halten dass sie nicht dass sehen was du wirklich bist, ich würde mich eher fragen ob du dir nicht was vormachst indem du sagst ich bin ALLES...Karriere, Party, bügeln, Kinder, Familie, emanzipiert und trotzdem fraulich und was weis ich noch alles. Das kauft Dir keiner ab, weder hier noch wie es der Thread beweist im echten Leben. Wenn du dass alles wärst, dann wärst du nichts davon richtig.

    .W I D E R S T A N D.
    nothing can stop us now cause we don´t care anymore
    nothing can stop us now cause we don´t care anymore
    nothing can stop us now cause we don´t care anymore

    ......the Psychocivilized Society......

  • Langsam wird es echt strange. Es geht hier doch um Buh, dabei sollte es eher allgemeiner werden. Egal.


    Also.
    Ich arbeite im Contolling. Ich habe kurze Haare. Ich bin 1,83 m groß und ich laufe nicht "tussig" rum. Ich reiße blöde Sprüche. Meine Stimme ist recht tief. Ich stehe auf Horrorfilme und Alternative Rock.


    Bei Dates - bei ersten Dates - rede ich über ganz allgemeine Dinge. Musik, Filme......was man gerne macht und was man beruflich so anstellt. Dass mir meine Schwester und meine beste Freundin sehr wichtig sind. Dass ich in "Essens-Dingen" einen Knall habe. Gerne schreibe und lese. Vielleicht spricht man noch darüber, dass man Höhenangst hat oder Menschenmassen eher meidet. Solche Dinge. Wenn man mich nicht direkt fragt, erzähle ich auch nicht automatisch, dass ich eine Familie will. Ebenso wenig, wie ich sofort erzähle, dass ich gegen Atomenergie bin und bei Katzenkindern anfange komische Geräusche von mir zu geben. Wenn es kein Thema ist, hebe ich es auch nicht hervor. Und die Themen sind nunmal eher "Hey...ich war letztens in diesem neuen, schönen Cafe" als "Greta finde ich als Mädchenname klasse".


    Anhand der Unterhaltung merkt man, ob man den gleichen Humor hat. Ob man eher materiell ist oder ob er sich Gedanken um die Welt macht. Ob man ähnliche Interessen hat und der Intellekt zusammen passt. Ich frage niemanden, nach seinen Stellungsvorlieben oder welche Partei er gewählt hat. Niemanden nach seinen Ansichten zu Nah-Tod-Erfahrungen oder über die Aussenpolitik Irans. Nicht, weil es nicht interessant oder wichtig wäre, sondern weil es meist einfach nicht zum Thema wird.


    Und aufgrund dessen schließt man, dass ich kein Familienmensch bin?! Ist mir unbegreiflich.


    Eines der Dates sagte bspw. dass er nicht den Eindruck hat, dass ich morgens gerne lange frühstücke und gerne koche. Und was mache ich? Ich koche gerne und frühstücke ausgiebig am Wochenende mit meinem Freund.


    Ein weiterer meinte, dass ich wohl eher Karriere machen will, als eine Familie zu gründen. Und dass ich wohl keinen Wert darauf legen würde, eine Weile Hausfrau und Mutter zu sein. Und was denke ich? Ich bin recht konservativ im Rollendenken. Ich möchte meine Kinder selbst erziehen und nicht an Fremde abgeben.


    Meine Kollegin sagt, dass sie erst dachte, ich wäre schüchtern, dabei bin ich nur anfangs zurückhaltend und dann plappere ich über alles sehr offen.


    Eine andere sagt, dass sie aufgrund meines korrekten Äußerlichen vermutete, dass ich niemand bin, der fünf Tage ohne Dusche in den Bergen wandern wolle.


    Oder ein schwuler Kumpel hat mein übernächtigtes Äußeres und mein "ich schmeiß mir mal was über"-Look für meine normale Alltagskleidung gehalten und mir den Stempel "besonders en vogue" verpasst.


    Diese "krasse Diskepanz" zwischen dem ICH und dem, was man auf dem ersten Blick von mir denkt, liegt einfach daran, dass ich trotz Größe, Horrorfilme, kurzen Haaren, trotz Stimme und meines Jobs trotz all dessen eben auch ein Familienmensch bin. Jemand, der sich sehr viel Sorgen um andere macht. Jemand der Angst hat, wenn es draußen im Dunkeln knackt.


    Meine beste Freundin sieht "flirty" aus, mädchenhaft, kommt aber jetzt erst auf die Idee, ihre Karriere- und ihre Weltumsegelungsvorstellung gegen eine Familie zu tauschen.


    Eine andere ist sehr weiblich, der Kuschel- und Familentyp und auf den dritten Blick ist sie lesbisch, möchte keine engere Beziehung und hat ein großes Problem mit Nähe.


    Ein Freund sieht aus wie der unabhängige Rocker, jemand, der nur Spaß haben will und wünscht sich nichts anderes als Frau und Kinder.


    Ich bin nicht alles gleichzeitig. Ich bin kein Party-Hase und sage das auch nicht. Ich bin keine Karrierefrau und sage auch das nicht. Aber was bitte kann ich dafür, wenn jemand nach dem Satz "Ohh...Ich liiiiebe Horrorfilme. Liebesfilme sind nicht so mein Ding." darauf schließt, dass ich eine Karrierefrau bin? Wer bitte sagt, dass man als Frau mit Familienwunsch nicht aussehen darf wie eine Rockerbraut? Wer sagt, dass man als Karrierefrau nicht aussehen kann wie ein Mode-Püppchen? Und als emanzipierte, selbstbewusste Frau darf man sich nicht so geben, wenn man auch eine Familie gründen will? Weil man keinen Sport macht heißt das doch nicht automatisch, dass man nicht auf sich und seine Gesundheit achtet?


    Ich habe wenig Lust - und es jetzt auch nicht mehr nötig - meine Stimme um drei Nuancen höher zu stellen, meine Haare lang wachsen zu lassen und meinen Stil zu ändern, um als Familienmensch gesehen zu werden. Ich habe auch keine Lust, Liebesfilme zu gucken, R'n'B zu hören und mich 10 cm kleiner zu machen, um als weiblich zu gelten. Merkwürdigerweise hatte ich dieses "Problem" nicht, als ich lange Haare hatte und einen 08/15-Bürojob.


    Vielleicht bin ich ein "extremer" Fall - was ich nicht glaube - aber es gibt so viele Vorurteile, so viele Charakterfacetten, soviel Schubladendenken.....Ich spreche mich davon nicht frei, aber ich finde es bemerkenswert, dass es doch so viele Menschen gibt auf die genau das zutrifft. Die offenbar nach 5 Minuten genau so eingeschätzt werden können, wie sie sind. Die nicht überraschend sind. Die sich noch nicht einmal vorstellen können, dass nicht jeder Mensch so ist, wie man nach drei Sätzen annimmt. Ich weiß nicht, ob ich das bewundernswert oder....ähm....einfach gestrickt finden soll. Vermutlich Letzteres.


    Und: Mehr weiß ich auch nicht, wie ich mich verständlich machen soll. Was soll's...ein Versuch war es wert.
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    Eigentlich kann ich mir all dies sparen, denn Daedalus zeigt es doch ganz gut: Er/Sie glaubt, ich wolle alles sein. Wie, zum Teufel, kommst Du darauf? Du glaubst, ich will Karriere machen und wäre ein Partymäuschen? Wo steht das? Was genau lässt Dich darauf schließen, hmm?


    Now you know, what I mean...

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Zitat von "Buh"

    Ich weiß nicht, ob Du es Dir eventuell vorstellen kannst, aber nicht alle Frauen backen gerne, tragen ausschließlich Röcke und haben nichts anderes als Schwangerschaften und Stricken im Sinn. Die Frauen sind freier geworden. Sie können tun und lassen, was sie wollen und so sein wie sie wollen. Wichtig ist nur IMMER, dass sie sie selbst sind, sich von allen Zwängen zu befreien.


    Hübsch gesagt, liebstes Buhchen. Nur was habt ihr nun davon, so schön frei zu sein? Eben! Ihr seid vor allem frei von Beziehungen. Dolle Wurst. Man kann eben nicht alles haben. Entweder persönliche Freiheit ohne Kompromisse, oder eben eine Beziehung. Das beides zusammen oftmals nicht so funktioniert, wie Frau sich das vorstellt, sehen wir ja hier sehr gut. Nix gegen Emanzipation, aber man kann es auch übertreiben.


    Für viele Frauen bedeutet Emanzipation eben nicht Gleichberechtigung, sonders dass die Männer sie eben genau so zu lieben haben, wie sie sind. Nur gehören zu einer Beziehung immer 2 Menschen. Und die Männer sehen es im Allgemeinen eben etwas anders. Wir können auch garnicht anders, selbst wenn wir wollten. Vielleicht sind wir ja einfach archaischer als ihr, überholte Relikte, sozusagen. Nur ohne uns Fossilien könnt ihr offenbar auch nicht. Is scho bleed, gell? Und wer behauptet, wir Männer wären frei, der hat in Biologie seinen REM-Schlaf nachgeholt. Wir sind hormongesteuerte Troglodyten... ich geb es ja zu. Aber genau deshalb können wir oftmals gar nicht anders, auch wenn wir das sicher gern wollen.


    Habt also etwas Verständnis für die doofen Männers, ohne die ihr ja anscheinend auch nicht wirklich könnt. Wir sind nicht so, wie ihr uns gern hättet, sondern so, wie Mutter Evolution uns schuf. Dass das in unserer modernen Zeit oftmals ein Hindernis ist, bestreitet niemand. Aber es ist nunmal eine Tatsache. Der Mann ist in der Gattung Homo das Tier und wird es bis auf weiteres wohl auch bleiben.

  • Schatz! Du bist wieder da! :winks:


    Naja...wie man eine Beziehung führt, weiß ich schon. Sollte ich wissen. Kompromisse eingehen, Nachsicht zeigen, Vertrauen haben....weiß ich doch, Schatz, weiß ich doch.


    Unter dem Begriff "Emanzipation" verstehe ich auch nicht ganz allgemein "Gleichberechtigung". "Emanzipation" heißt, so zu sein, wie man ist ohne komisch angeguckt zu werden. Es bedeutet nicht, als Frau zu versuchen ein Mann zu sein und umgekehrt. Es bedeutet, dass jeder - egal welchen Geschlechts - so sein kann, wie er ist. Das hört sich leicht an. Aber in der bösen Realität sieht es doch meist so aus, dass man irgendwelchen Zwängen unterlegen ist. Man schafft sich dieses Auto aus Prestigegründen an, denkt sich, dass im Autoscooter nur Teenies mitfahren und lässt es dann und dass einige Vorlieben komische Reaktionen bei den Mitmenschen hervorrufen könnten, wenn sie bekannt werden würden. Gnadenlose Authenzität, das ist es, was ich will! Akzeptanz von "schlechten" Eigenschaften, Charakterzügen und Interessen! Akzeptanz der Biologie! Scheiß auf das Gerede! Kein Mit-dem-Strom-Schwimmen und kein Gegen-den-Strom-Schwimmen!


    Ach egal. Nieselchen, ich weiß, das Du weißt, was ich meine.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Schon, aber persönliche Freiheit auf Teufel komm raus verträgt sich selten mit einer Beziehung. Wer unbedingt frei sein will, sollte auch die Freiheit von jeder engeren Beziehung als Tatsache akzeptieren. Beziehungen können nur auf Grundlage gegenseitiger Kompromisse funktionieren. Jaja, ich weiß, das sagt der Richtige. Aber wenn man einmal logisch darüber nachdenkt, gibt es kaum eine Alternative. Ausser natürlich, ein Partner unterwirft sich dem anderen völlig. Aber ob das so wünschenswert ist? Ich weiß ja nicht... :?

  • Zitat von "Nieselpriem"

    Aber wenn man einmal logisch darüber nachdenkt, gibt es kaum eine Alternative. Ausser natürlich, ein Partner unterwirft sich dem anderen völlig. Aber ob das so wünschenswert ist? Ich weiß ja nicht


    vollkommen richtig.


    mal ein ähnliches beispiel.


    weil man ja seinen paartner liebt verzichtet man auf vieles, nur um ihr was zu gönnen.
    oder aber man ändert sich ihret, wegen weil es ihr so besser gefällt.
    und so doktert sie an dem mann herum, so das er im endeffekt nicht mehr das ist, in was sie sich eigendlich verliebt hatte.
    und dann macht sie schluss.und lässt das verstörte männchen, was die welt nicht mehr versteht, einfach links liegen. so läuft es zu 60 % jeder paartnerschaft.


    nähmlich in meiner letzten beziehung. bin ich mit meiner ex zusammen gezogen und mein hab und gut paste gerade so in einen 7 tonner..
    in laufe der zeit. wurde ein teil nach dem anderen durch ihre neuanschaffungen ersetzt.
    was soll ich sagen, die beziehung ging hops.
    und als ich auszog hatte ich gerade mal 2 koffer. denn über die jahre .hatte ich nichts mehr. alles hat sie geschickt im laufe der zeit verschwinden lassen und durch ihre sachen ersetzt.



    so ist es, wir sind sklaven der frauen. und nicht anders. (wohl gemerkt in einer modernen gesellschafft.)


    heute lache ich natürlich darüber..aber witzig ist es, das es überall so läuft. :mrgreen:

  • Zitat

    Schon, aber persönliche Freiheit auf Teufel komm raus verträgt sich selten mit einer Beziehung. Wer unbedingt frei sein will, sollte auch die Freiheit von jeder engeren Beziehung als Tatsache akzeptieren. Beziehungen können nur auf Grundlage gegenseitiger Kompromisse funktionieren. Jaja, ich weiß, das sagt der Richtige. Aber wenn man einmal logisch darüber nachdenkt, gibt es kaum eine Alternative. Ausser natürlich, ein Partner unterwirft sich dem anderen völlig. Aber ob das so wünschenswert ist? Ich weiß ja nicht... :?


    hab ich grad hinter mir.. isses nich^^

  • na ja... es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Einen ders macht und einen, der es mit sich machen lässt. Sorry, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, das ein Großteil der Männerwelt nach Ende der Beziehung die Wohnung mit nurmehr zwei Koffern und als gebrochener, umgkrempelter Mensch verlässt.
    Besser: Soviel persönliche Freiheit (und eben Akzeptanz des anderen) wie möglich, so viele Kompromisse wie nötig.

    Hast Du die
    ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden,
    der seine Unterhose auf dem Kopf trägt. - Terry Pratchett